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Vor 1954 gehörte die Halbinsel Krim zu Russland © rt

Will Russland die Halbinsel Krim übernehmen?

Red. /  SRF-Tagesschau berichtete am Mittwoch über einen Truppenzusammenzug der Russen. Die Russen prangern Faschisten an. Nur Propaganda?

Auf der Halbinsel Krim sprechen über 70 Prozent der Bevölkerung russisch, mehr als die Hälfte sind Russen. Die meisten von ihnen möchten sich lieber wieder Russland anschliessen, als von der Ukraine als Minderheit diskriminiert zu werden. Das russische Fernsehen RT zeigt Bilder von Zusammenstössen zwischen Russen und Tataren und prangert den Einfluss von rechtsextremen Faschisten an. «Le Monde diplomatique» berichtet ebenfalls über die Rolle Rechtsradikaler in der Ukraine und warnt vor den Extremisten des Praviy Sektor, dessen Bewegung von den Wirren profitieren möchte und mit Demokratie schon gar nichts am Hut habe. Über «Faschisten als Provokateure» auf der Krim berichtet auch die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».
Bei der Hafenstadt Sewastopol betreibt Russland eine Marinebasis, die der russischen Schwarzmeerflotte als Heimathafen dient. Sewastopol wird nicht von den Behörden der Krim verwaltet, sondern direkt aus Kiew, der Hauptstadt der früheren Sowjetrepublik Ukraine.
In einem Interview mit dem russischen TV-Sender «RT» meint der britische Historiker Mark Almond, dass der Westen Russland aus der Marinebasis in Sewastopol vertreiben will und «mit dem Feuer spielt».
Betreibt Russland vor allem Propaganda, damit es die Krim mit dem russischen Militärhafen nicht verliert?
Hier der Bericht des englischsprachigen russischen TV-Kanals RT.

Siehe auch
Führer der Rechtsradikalen greift Staatsanwalt an, RT 27.2.2014

Global Research: Neo-Nazis der Ukraine in der neuen Regierung

Weiterführende Informationen


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine

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3 Meinungen

  • am 28.02.2014 um 11:50 Uhr
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    Es sieht ganz danach aus. Die heutige Ostukraine inklusive Krim war ja ein Geschenk des Ukrainers Nikita Chruschtschew an seine Heimat. Zudem hängt die Ukraine finanziell und energetisch ganz am Tropf von Putins Russland. Ich hoffe nur, dass das ganze nicht auf einen Regionalkrieg ausläuft.

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  • am 28.02.2014 um 16:00 Uhr
    Permalink

    Der britische Historiker Mark Almond dürfte sehr wohl recht haben, wenn der Westen Russland aus der Marinebasis in Sewastopol vertreiben will, «spielt er mit dem Feuer". Und wer mit dem Feuer spielt, kommt bekanntlich darin um! Wer hat eigentlich in Europa ein Interesse, dass die Ukraine so bald als möglich der EU beitritt und womöglich noch NATO-Mitglied wird, welche weltfremde Politiker oder Journalisten wollen dies in die Tat umsetzen?

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  • am 28.02.2014 um 20:54 Uhr
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    Hat Mark Almond konkrete Quellen für seine Behauptung genannt? Viele Generäle lieben Konflikte, das unterstreicht ihre Existenzberechtigung…. Aber so absurde Pläne zu äussern, wäre ganz gewiss mit dem Feuer gespielt. Ich frage mich, ob dieser Historiker durch seine polemische Äusserung im russischen TV nicht selbst mit emotionalem Feuer spielt. Das wäre wirklich extrem schlecht und ganz gewiss nicht Aufgabe eines Historikers! Was mich auch noch skeptisch macht, ist sein Vergleich mit Albanien/Serbien/Kosovo, das ist wenig Vergleichbares zur Situation in der Ukraine und auf der Krim.
    Frage: gibt es das erwähnte Szenaro «des Westens", die russische Marine aus ihrem (vertraglich geregelten) Stützpunkt an der Krim vertreiben zu wollen überhaupt? Ich kann mir das nicht vorstellen, doch wenn dem so ist, dann her mit den Quellen!!! Und wenn es nur der Kriegsphantasie eines Historikers entsprungen ist, dann sollten dies auch alle wissen dürfen, insbesondere die Russen!

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