Sperberauge

Ukraine: ARD hat sich entschuldigt

Christian Müller © zvg

Christian Müller /  Noch selten haben die Medien über einen Konflikt so einseitig berichtet. Hörer und Leser haben sich beschwert.

Ein ganzer Bericht der ARD Tagesthemen vom Mai 2014 musste vom Netz genommen werden. Darin waren zwei Tote den ukrainischen Separatisten angelastet worden. Tatsächlich kamen die tödlichen Kugeln aber von Angehörigen eines ukrainischen Freiwilligen-Bataillons. Siehe dazu den Bericht im Tagesspiegel.

«Die Kritik an unserer Ukraine-Berichterstattung hat ein Echo von bislang ungekanntem Ausmaß hervorgerufen.» Das schreibt die Tagesschau der ARD in einem längeren Blog, in dem sie sich für Fehlleistungen bei der Berichterstattung über die Ukraine entschuldigt.

Fehler einzugestehen ist nicht die Stärke der Journalisten. Die einseitige, ausschliesslich auf «Informationen» aus Kiev und aus NATO-Kreisen basierende Berichterstattung über den Bürgerkrieg in der Ukraine machte es nun offensichtlich doch notwendig, etwas dazu zu sagen. Die Formulierungen sind entsprechend gequält. Und der oben erwähnte Fall vom Mai wird schon gar nicht erwähnt. Hier zum Wortlaut der Entschuldigung.

Infosperber berichtete:

o Auf Schiessschartengrösse verengt

o Redaktoren im Dienste von Nato-Organisationen

o Unbequeme Fragen an Europa

o Der Russe ist an allem schuld

o Lügen über Lügen

und viele andere.


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