Über die neue Kertsch-Brücke transportiert Russland auch Militärgüter auf die Krim.

Über die neue Kertsch-Brücke transportiert Russland auch Militärgüter auf die Krim. © Russian Defense Ministry

Falken wollen ernsthaft die Krim «befreien»

Urs P. Gasche /  «Die USA sind geneigt, Kiew bei der Einnahme der Krim zu helfen», titelte die NYT. Das Risiko eines Nuklearkriegs sei gering.

Bisher hätten die USA es abgelehnt, «der Ukraine die nötigen Waffen zu liefern, um die Krim anzugreifen». Doch diese Haltung «weicht sich jetzt auf», schrieb die New York Times am 20. Januar 2023 auf der Frontseite.

Die Halbinsel Krim sei eine wichtige Basis, von der aus Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine führe. Deshalb müsse der Ukraine mit Langstreckenraketen und Kampfpanzern ermöglicht werden, die Krim einzunehmen und zu befreien. Das Risiko einer militärischen Eskalation müsse man in Kauf nehmen. Als Quelle zitiert die NYT «mehrere hohe Beamte, die wegen des sensiblen Themas anonym bleiben möchten».

Wörtlich schrieb die New York Times:

«Die Regierung Biden ist zu der Überzeugung gelangt, dass – wenn das ukrainische Militär Russland zeigen kann, dass Russlands Kontrolle über die Krim bedroht ist – dies die Position Kiews bei künftigen Verhandlungen stärken würde. Die Befürchtungen, dass der Kreml mit einer taktischen Nuklearwaffe Vergeltung üben könnte, haben sich nach Ansicht von US-Beamten und US-Experten gelegt, obwohl sie darauf hinwiesen, dass dieses Risiko weiterhin besteht.»

Kampfpanzer aus den USA, Frankreich und Deutschland könnten «die Vorhut für eine Offensive noch im Winter oder im Frühjahr sein», schrieb die NYT. Sie zitierte den pensionierten US-Befehlshaber der US-Armee in Europa, Frederick B. Hodges: «Ich habe den Eindruck, dass die US-Regierung zunehmend erkennt, dass die Gefahr einer russischen Eskalation vielleicht nicht so gross ist, wie sie früher dachte.»

Weiter zitierte die NYT Dara Massicot, eine leitende Politikforscherin bei der RAND Corporation, die nach eigenen Angaben «Strategien zu Destabilisierung Russlands» entwickelt, und beschwichtigte: «Die Krim wurde bereits mehrfach getroffen, ohne dass es zu einer massiven Eskalation seitens des Kremls kam».

Die befragten Beamten allerdings wüssten nicht, ergänzte die NYT, «wie Putin reagiert, wenn die Ukraine die Krim mit Waffen angreifen würde, die von den USA geliefert wurden».

Für Russland ist die Krim als wichtigster Zugang zum Schwarzen Meer ein geopolitisch wichtiger Militärstützpunkt. 

Eine Eskalation mit vorerst kleinen Atombomben würde wahrscheinlich auch Westeuropa treffen, kaum jedoch die USA.

Medien fast durchwegs für die Lieferung von Leopard-2-Panzer

Gegenwärtig fordern nicht nur die USA, die NATO, die baltischen Staaten und Polen, dass Deutschland für die Ukraine Leopard-2-Panzer sofort freigibt. Auch praktisch alle grossen deutschsprachigen Medien verlangen fast täglich, dass Bundeskanzler Olaf Scholz den Lieferungen zustimmt. Sie zitieren fast nur Personen, die den Bundeskanzler für seine zögerliche Haltung kritisieren und setzen Titel wie «Warum dauert es so lang mit den Panzern?» oder «Der Kanzler steht zunehmend einsam da».

Besonders häufig zitieren Medien Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags. Selten machen sie dabei transparent, dass die FDP-Politikerin Funktionen in Vereinen ausübt, an denen die Rüstungsindustrie zentral beteiligt ist (siehe Infosperber: «Problematische Kontakte zur Rüstungsindustrie»).

Insgesamt kann der Eindruck einer Kampagne entstehen, weil die Tagesschauen von ARD, ZDF und SRF, Talk Shows und die meisten grossen Zeitungen eine gegenüber Scholz äusserst abwertende Sprache benutzen, und weil kaum mehr informiert wird über Stimmen, welche einen atomar eskalierenden Krieg als ein Risiko sehen, das keinesfalls eingegangen werden darf.

Beispiele aus der Schweiz:

Wer einen Waffenstillstand befürworte, leide an einem «gehörigen Mass an Blindheit», schrieb Andreas Rüesch am 21. Januar in der NZZ. «Oft im Ton der Selbstgefälligkeit» würden den Ukrainern «moralische Ratschläge» erteilt. Namentlich kritisierte Rüesch den «höchsten amerikanischen Offizier, General Mark Milley, eine Gruppe linksdemokratische Kongressabgeordnete bis zu dem Strategie-Altmeister Henry Kissinger, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und pensionierten Generälen».

Einen NZZ-Kommentar überschrieb Rüeschs Kollege Peter Rásonyi am 21. Januar mit dem Titel «Das deutsche Zaudern kostet Menschenleben». Der Leopard-2 sei «unbestritten das Gerät, dessen Lieferung militärisch am meisten Sinn gibt». 

Einen Gastkommentar des St. Galler Geschichtsprofessors Caspar Hirschi übertitelte die NZZ am Sonntag am 22. Januar: «Wie Kanzler Scholz zum Schlafwandler wurde». Mangels Angriffswaffen der Ukraine würden sich die Armeen in einen Stellungskrieg verkeilen. Hirschi macht sich lustig darüber, dass «der neue Kanzler Scholz die Gefahr eines Atomkriegs beschwor». Ein Fehler sei bereits die Haltung des damaligen Aussenministers Steinmeier gewesen, der nach der «Eroberung» der Krim weiter auf Gespräche mit Moskau gesetzt habe. 

In einem weiteren NZZ-Gastkommentar schrieb Ralph Janik, Wiener Universitätslektor mit Schwerpunkt Völkerrecht: «Die Ukraine darf [völkerrechtlich] versuchen, die Krim militärisch zurückzuerobern. Ob sie dieses Recht tatsächlich ausübt, ist eine politische und strategische Frage, keine völkerrechtliche.»

In der NZZ am Sonntag vom 18. Dezember schrieb die deutsche Journalistin Andrea Jeska unter dem Titel «Droht den Krim-Russen die Vertreibung?»: «Eine Rückeroberung der Halbinsel scheint inzwischen möglich. In der Ukraine wird bereits ein Plan dafür erstellt.» Sie zitierte den bereits oben erwähnten pensionierten US-Befehlshaber der US-Armee in Europa, Frederick B. Hodges. Dieser habe prophezeit, die Ukraine werde im Sommer 2023 die Krim zurückerobern. Voraussetzung sei die Lieferung von amerikanischen ATACMS-Raketen mit einer Reichweite zwischen 165 und 300 Kilometern. Mit solchen Raketen gelänge es auch, die Kertsch-Brücke zu zerstören, welche die Krim mit Russland verbindet. «Die Krim ist in Reichweite. Schon im Januar wird die entscheidende Phase für die Befreiung beginnen», habe Hodges getwittert.

In einem weiteren NZZ-Gastartikel vom 3. Januar hatte der emeritierte Österreichische Philosophieprofessor Peter Strasser Verhandlungen mit Russland sogar als «gefährlich» bezeichnet.  

Tamedia-Zeitungen titelten am 23. Januar: «Die USA sind wütend auf Scholz». Schliesslich hätten die USA der Ukraine bereits «neuartige Minibomben geliefert, die mit einer grösseren Reichweite eingesetzt werden können und etwa russische Depots auf der Krim treffen könnten». 

Am 29. Dezember konnte sich der britische Historiker Ian Kershaw in Tamedia-Zeitungen auf zwei Seiten ausbreiten. Er glaube an einen «vollständigen Sieg der Ukraine». Der Krieg sei vermutlich «in einem halben Jahr vorbei».

«Jeder Schritt muss genau bedacht sein»

Dies war nur eine kleine Auswahl unzähliger Artikel und Kommentare, die in jüngster Zeit erschienen sind. Stimmen, welche die vorsichtige Haltung von Bundeskanzler Scholz erklären und die Risiken einer Eskalation sachlich abwägen, finden in grossen Medien kaum mehr Platz.

Letztes Beispiel ist das jüngste Treffen in Ramstein. Informiert wurde breit darüber, dass der neue deutsche Verteidigungsminister noch keine Zusage für die Leopard-II-Panzer erteilte. Über die Aussagen von Mark A. Milley informierten weder NZZ noch Tamedia-Zeitungen. Als Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte ist Milley der höchste US-Militär. In Ramstein sagte er: «Dieses Jahr wäre es sehr, sehr schwierig, die russischen Streitkräfte militärisch zu vertreiben.» Das Beste, was man sich erhoffen könne, sei Russland zu diplomatischen Verhandlungen zu drängen – so wie die meisten Kriege enden.  Hochrangige US-Diplomaten würden allerdings kaum damit rechnen, dass Putin ernsthafte Gespräche führen werde.

Einer der wenigen, der in den letzten Tagen Kanzler Olaf Scholz nicht als zaudernden Schwächling darstellte, war Oliver Neuroth vom ARD-Hauptstadtstudio. Auf der Webseite der ARD-Tagesschau schrieb er nach der Konferenz in Ramstein:

«Selbst wenn so mancher Verteidigungsexperte aus der Ampel-Koalition kein Eskalationspotenzial in einer ‹Leopard›-Lieferung sieht: Wir wissen schlicht nicht, wie Russland darauf reagieren würde. Die Signale aus dem Kreml sind zu diffus. Verteidigungsminister Boris Pistorius enttäuscht daher nicht mit seiner Haltung in Ramstein, dass jeder Schritt in dieser Situation genau bedacht werden muss. Das ist kein Zaudern. Deutschland will schlicht nicht in diesen Krieg hineingezogen werden.»


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Ukraine_Sprachen

Die Ukraine zwischen Ost und West: Jetzt von Russland angegriffen

Die Ukraine wird Opfer geopolitischer Interessen. Die Nato wollte näher an Russland. Seit dem 24.2.2022 führt Russland einen Angriffskrieg.

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20 Meinungen

  • am 24.01.2023 um 10:29 Uhr
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    Es ist ganz einfach: sollte die Ukraine mit NATO-Unterstützung die Krim angreifen, wird Russland das als Angriff auf das eigene Territorium werten, den Verteidigungsfall ausrufen und die «Spezialoperation» in einen großen Krieg verwandeln. Es könnte dann ohne weiteres eine Generalmobilmachung ausgerufen und zerstörerische Waffensysteme als bisher zum Einsatz gebracht werden. Russland kämpft momentan «mit einer Hand hinterm Rücken». Wir haben bisher weder den Einsatz ballistischer Raketen, derer das Land genug hat, noch eine wirkliche Großoffensive aller Waffengattungen gesehen. Allein das Sprengen einer Fahrbahn dieses Krim-Brückleins hat zu tagelangen Schlägen gegen die ukr. Infrastruktur geführt.

    4
  • am 24.01.2023 um 12:06 Uhr
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    Es ist wie ein Alptraum.
    Von jedem Blatt, aus jedem Kanal tönt von früh bis spät pausenlos das mediale Kriegsgeschrei. «Befreit die Leoparden» stand auf einem Plakat, mit dem letztlich noch mehr Krieg, Leid und Tod gefordert wurde. Die Menschen werden völlig hysterisch gemacht.
    Umso kontrastreicher – wenn auch in höchstem Maße beunruhigend angesichts der politischen und medialen Mehrheitsverhältnisse – ein ganz hervorragendes, aktuelles Interview mit General a. D. Harald Kujat, einem einst ranghöchsten Militär der NATO: https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-1-vom-18-januar-2023.html
    Ganz klar und eindeutig kontert Kujat reihenweise diese ganze Propaganda, präsentiert den meisten wohl unbekannte und erstaunliche Fakten und Standpunkte und fordert JETZT VERHANDLUNGEN , bevor es zu spät ist.
    Eine seltsame Welt, wo (einst) ranghöchste Militärs Frieden und lebensferne Grüne zusammen mit Waffenlobbyisten, Medien und anderen Russisch-Roulette-Spielern mehr Krieg fordern.

    3
  • am 24.01.2023 um 13:20 Uhr
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    Unglaublich was für Lügen die Kriegstreiber verbreiten: Die Angriff auf Strom- und Wärmeversorgung waren doch eine Reaktion Russlands auf den Anschlag auf die Krim-Brücke.

    Und vor allem: Mit welchen Truppen will die Ukraine angreifen, wenn sie schon jetzt probleme hat, frisches Menschenmaterial zum verheizen im Abnützungskrieg auszuheben?

    Eine nüchterne EInschätzung der militärischen Lage gibt es vom Österreichischen Bundesheer:
    https://www.youtube.com/watch?v=u33XktOuSNk

    Wieviele Toten dürfens denn noch sein für die Gewinne des militärisch-industriellen Komplexes?

    Die Kriegspropaganda der Mainstreammedien ist ja wieder ganz nach dem Alten Rezept von 1914 gestrickt:
    https://www.youtube.com/watch?v=u33XktOuSNk

    Und die russlandfeindlichen Bilder wie aus dem Zweiten Weltkrieg
    https://www.campus.de/e-books/wissenschaft/geschichte/mediale_schlachtfelder-15201.html

    Bitte daher auch mehr über die noch zarten Ansätze der FRIEDENSBEWEGUNG berichten um das Morden zu stoppen!

    4
  • am 24.01.2023 um 14:41 Uhr
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    Ich kann die Sorge vor einem Atomkrieg durchaus verstehen. Doch man sollte nicht vergessen dass der gerade der Westen die Ukraine eindrücklich gebeten hatte seine Atomwaffen an Russland abzugeben. Der Westen hats sogar die Kosten für den Transport übernommen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Budapester_Memorandum

    Nun droht Putín mit eben diesen Atomwaffen die Ukraine, anzugreifen. Die ebenfalls abgegeben Cruise Missiles wurden bereits gegen die Ukraine eingesetzt.

    Sollte der Westen hier nicht massiv die Ukraine weiter unterstützen, wird die Lehre für Kasachstan, Georgien, Aserbaidschan und andere sein, dass man Atomwaffen anstreben muss um vor Russland sicher zu sein. Iran, Nordkorea, Israel, Pakistan und Indien haben aus anderen aber ähnlich gelagerten Gründen bereits Atomwaffen eingeführt oder streben diese an. Ich denke die Welt wird nicht sicherer, wenn wir Russland in der Ukraine gewähren lassen.

    16
    • am 25.01.2023 um 08:08 Uhr
      Permalink

      «Ich denke die Welt wird nicht sicherer, wenn wir Russland in der Ukraine gewähren lassen.»

      Wer sind denn «wir»?

      Sind «wir» Weltpolizisten, Gericht und Gesetzgebung in einem, mit selbst aufgestellten Regeln, immer zu unserem eigenen Vorteil?

      In einem demokratischen Rechtsstaat sollte solch Vorgehen undenkbar sein, dass eine Bande selbstermächtigter, gut bewaffneter vermeintlich «Starker», die zudem laufend andere ähnliche Banden provoziert und klein halten will, mit Gewalt und Waffen seine eigenen Regeln durchsetzt.
      Warum sollte das dann in der internationalen Staatengemeinschaft akzeptabel sein?

      Ist nicht die UN die einzig «völkerrechtlich» legitimierte Organisation, von der, falls überhaupt – und dem sind sehr hohe Hürden davor gesetzt – Gewalt als allerletzte Möglichkeit ausgehen dürfte?

      Was hat die nunmehr offen angestrebte «Rück»eroberung der Krim (gab es da etwa eine «Eroberung» seitens Russlands?) eigentlich noch mit Verteidigung zu tun?

      4
    • am 25.01.2023 um 14:48 Uhr
      Permalink

      Soll demokratische Politik Probleme lösen oder eskalieren ???

      Mit der Unterstützung und Konzertierung des antirussischen Euro-Maidan-Putsches anno 2014 haben USA, EU und NATO selbst den hybriden Krieg gegen Russland eröffnet bzw. weiter eskaliert.

      Die Sezession der Krim und Autonomie im Donbass sind FOLGEN davon. Kiew hatte der Krim die vom Regionalparlament (wohl unter Anleitung von Putin) angesetzte Volksabstimmung verboten, weshalb die Sezession nur mit russischer Hilfe möglich war, was Putin gleich ausgenutzt hat. Sogar die EU hat der Bevölkerung der Krim GRUNDSÄTZLICH jegliche Selbstbestimmung abgesprochen.

      Selenskij hat im März 2021 mit der Militärdoktrin (NATO-Beitritt, Beteiligung an ALLEN Militäraktionen) und dem Erlass zur Deokkupation der Krim (die Bevölkerung der Krim will vermutlich NICHT «befreit» werden) die Ukraine voll auf Kriegskurs gebracht!
      https://president.gov.ua/documents/1172021-37533
      https://president.gov.ua/documents/1212021-37661

      3
    • am 25.01.2023 um 23:25 Uhr
      Permalink

      Ob Amerika die bessere Alternative ist, wo sie bereit ist für ihr wirtschaftliches Fortkommen Europa einäschern zu lassen, sei mal dahin gestellt.
      Fest steht das mit gleichem Mass gemessen, weder der «Osten» noch der «Westen» mit Völkerrecht oder Menschenrecht, was am Hut hat.
      Stellt sich nun die Frage wer im Recht ist wenn beide unrechtmässig ihre Politik durchsetzen wollen?

      3
  • am 24.01.2023 um 19:27 Uhr
    Permalink

    Diese Kriegstreiberei muss ein Ende finden!
    Die Amis sitzen mit ihrem warmen Hinterteil trocken im Stuhl, die trifft nichts von dem was in Europa passieren würde. Haben die wirklich nichts aus 9/11 gelernt?
    Ist es jetzt Dummheit oder Gier die die Europäer das mitmachen lässt?

    4
  • am 24.01.2023 um 20:20 Uhr
    Permalink

    Medien, Journalisten, Professoren die für die Panzerlieferung Deutschlands an die Ukraine plädieren, sollten bedenken, dass Deutschland dadurch noch stärker zur Kriegspartei wird, so wie im Krieg in Afghanistan, wie bei der Bombardierungen auf dem Balkan im Jahr 1999. Auch in der Schweiz meinen viele Journalisten das hier produzierte Kriegsmaterial sollte Deutschland, Dänemark und Spanien erlaubt werden in die Ukraine zu liefern. Meiner Meinung sollte nie Benzin in ein Feuer des Krieges geschüttet werden, wie es in den letzten Jahrzehnten durch die Schweiz gemacht wurde, indem Schweizer Kriegsmaterial den auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan, in Syrien, in Libyen usw. ständig kriegführenden Nato-Staaten verkauft wurde, auch Saudi-Arabien, der Türkei, Pakistan erhielten Rüstungsgüter, wie früher der Iran und der Irak. Die Schweiz sollte sich für den Frieden engagieren und sich für einen Waffenstillstand in der Ukraine und für Friedensverhandlungen einsetzen.

    4
  • am 24.01.2023 um 20:36 Uhr
    Permalink

    Ich würde statt diverser NZZ Beispiel gerne Beispiele aus den „Tagesschauen von ARD, ZDF und SRF, Talk Shows und die meisten grossen Zeitungen“sehen, auf die ja verwiesen wurde.

    2
  • Portrait_Josef_Hunkeler
    am 24.01.2023 um 21:20 Uhr
    Permalink

    Und die Schweiz macht mit ?!

    1
  • am 24.01.2023 um 23:35 Uhr
    Permalink

    Wenn Bundeskanzler Scholz keine deutschen Panzer in die Ukraine senden will, tut er dies, weil er in erster Linie für sein Land die Verantwortung trägt. Wenn Deutschland in einem Krieg geraten sollte, wird dies hauptsächlich ganz Europa betreffen, nicht die Verbündeten in Übersee. Wenn die Ukraine nicht in Ost-Europa liegen würde sondern an der nördlichen US-Grenze und somit das amerikanische Gebiet und die Städte in Reichweite der russischen Waffen liegen würden, glaubt irgend jemand ernsthaft, die USA oder deren Politiker würden auf Eskalation setzen? Genau dies geschieht aber hier und das ist schlicht verantwortungslos.
    Im kürzlichem Interview von Kissinger, in dem er selbst für Friedensverhandlungen plädierte, ging es ihm weniger um Europa und die Verbündeten, als viel mehr darum, dass die USA bei andauerdem Ukrainekrieg, gegenüber China militärisch geschwächt wird und damit in Asien seine Ziele nicht mehr erreichen könnte.
    All dies gibt unseren Medien nicht zu denken?

    4
  • am 25.01.2023 um 03:15 Uhr
    Permalink

    Es ist wirklich ein Albtraum, die USA feuern den Krieg weiter an, die schaulustigen Europäer liefern weiter schwere Waffen, der einzige kleine Angstfunken bleibt halt doch der Nuklearkrieg. Aber das kümmert die USA nicht. Ich glaube zwar auch nicht, dass Putin zu Nuklearwaffen greifen wird, es gibt eine schlauere Lösung: ein Streichholz in den Balkankonflikt werfen und schon geht der Krieg wieder in Europs los! Und Erdogan greift Griechenland an! Wenn Europa all ihre Waffen in die Ukraine geschickt hat, dann kann’s losgehen und die Europäer und USA werden sich rasch vom Ukrainekrieg abwenden. Dann wird es für Russland ruhiger in der Ukraine… Dieses Szenario ist nicht zu unterschätzen, Anzeichen hat es bereits gegeben.

    3
  • Portrait_Josef_Hunkeler
    am 25.01.2023 um 09:09 Uhr
    Permalink

    Die Frau Baerbock ist wohl Grossaktionärin bei Rheinmetall. Anders kann man diese «Wertewende» kaum erklären.

    Die Dynamik der «downward»-Spirale hat an Macht zugelegt. Von Diplomatie gibt es in europäischen Aussenministerien offenbar nur noch vague Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten. Und das CH-Parlament mit unserem Aussenminister stellen sich als lernwillige «followers» in die Reihe.

    3
  • am 25.01.2023 um 14:20 Uhr
    Permalink

    Danke für diesen Artikel! Die zitierten Artikel der NZZ zeigen die zunehmend einseitige Berichterstattung dieser Zeitung, wie sie mir schon seit längerem negativ aufgefallen ist. Die Haltung der Redaktion hat mit Ausgewogenheit und damit mit Qualitätsjournalismus nichts mehr zu tun und ist ein echtes Ärgernis.

    2
  • am 25.01.2023 um 14:50 Uhr
    Permalink

    Tatsache ist aber, dass die Krim zum Territorium der Ukraine gehört, welches Russland sich verpflichtet hat zu respektieren im Gegenzug zu den Atomwaffen, auf die die Ukraine verzichtete. Jetzt sollen ebendiese Atomwaffen als Grund dienen, die Krim wieder Russland zuzuschlagen. Das ist ja ein richtiges Foifer-und-Weggli-Geschäft. Sehe ich das richtig, dass sich die meisten Kommentatoren nur auf die Einhaltung von Abmachungen berufen, wenn es nicht Russland betrifft, aber Russland das Recht des Stärkeren, Gewaltbereiteren und Rücksichtsloseren zubilligen ?

    9
    • am 26.01.2023 um 07:37 Uhr
      Permalink

      Sind Sie ein Befürworter von Demokratie? Sollen Leute vor Ort mitentscheiden dürfen?

      Wollen die Leute auf der Krim grossmehrheitlich zu Russland oder zur Ukraine gehören?

      3
    • am 26.01.2023 um 09:40 Uhr
      Permalink

      Die Volksabstimmungen zur Krim und zu den Teilrepubliken im Donbass waren genauso wie die im Kosovo.
      Soll deshalb der Kosovo wieder zu Serbien? Oder gilt das Recht nur für die, die uns genehm sind?

      1
    • am 26.01.2023 um 11:30 Uhr
      Permalink

      Naja, wenn man berücksichtigt, was alle Welt inzwischen sieht und was auch gar nicht mehr verheimlicht wird, dass nämlich dieser Krieg tatsächlich ein (provozierter?) Krieg zwischen den USA und Russland ist, die Menschen in der Ukraine Opfer beider Seiten sind, dann sind diejenigen, die das Recht des vermeintlich Stärkeren ausüben, ja zweifellos die Vereinigten Staaten samt der NATO als deren Werkzeug!
      Russland wird ja dort nur als «Regionalmacht» angesehen, alleine die Militärausgaben der USA (ohne übrige NATO-Länder – die sind auch nicht zu verachten!) betragen regelmäßig etwa das 10-fache derer Russlands.
      Die Legende von David gegen Goliath in der Ukraine greift hier nicht.

      1
  • am 25.01.2023 um 16:19 Uhr
    Permalink

    Was ist von einem Staatspräsidenten zu halten, der bei Beginn des russischen Einmarsches bereit zu Verhandlungen über eine Neutralisierung der Ukraine war, nun selber endlich davon zur Ueberzeugung gelangt ist, dass auf dem Territorium der Ukraine ein Stellvertreterkrieg zwischen der USA und Russland im Gange ist, und sich längst zum willfährigen Handlanger der imperialistischen Interessen der USA gemacht hat und daran ist, das eigene Volk («bis um letzten Ukrainer») zu opfern? Aber auch die europäische Elite signalisiert mit ihrem kriegstreiberischen Verhalten die eigene politische Machtlosigkeit (Scholz) und ihre totale Abhängigkeit von den Befehlen des grossen Bruders.

    4

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