Zbigniew Brzezinski ANTIMEDIA

Zbigniew Brzezinski (links) und US-Präsident Jimmy Carter (rechs). Der hier gezeigte Artikel aus Anlass des Todes von Zbigniew Brzezinski 2017 kann unten angeklickt und gelesen werden. © theantimedia.org

«Der CIA war schon vor den Russen in Afghanistan»

Christian Müller /  Was Zbigniew Brzeziński schon 1998 ausplauderte, darf in der Geschichte Afghanistans nicht unter den Teppich gewischt werden.

Afghanistan wurde schon mehrmals von fremden Mächten besetzt. Die Kurzversion lautet meistens: Erster Anglo-Afghanischer Krieg 1839-1842, zweiter Anglo-Afghanischer Krieg 1878-1880 und dritter Anglo-Afghanischer Krieg, der bis zum Vertrag von Rawalpindi nur wenige Monate dauerte, 1919. Dann die Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion 1979-1989. Und jetzt also der Krieg der USA beziehungsweise der NATO von 2001 bis 2021. 

Diese Kurzversion der Geschichte ist grundsätzlich richtig, doch die französische Wochenzeitung «Le Nouvel Observateur» würde dazu sagen: «Soignez les détails», vergesst die Details nicht! Sie veröffentlichte im Januar 1998 ein Interview mit Zbigniew Brzeziński, einem 1928 noch in Polen geborenen US-amerikanischen Politikwissenschaftler, der über viele Jahre in verschiedenen hochrangigen Funktionen zu den wichtigsten Einflüsterern der US-amerikanischen Aussenpolitik gehörte, so namentlich etwa als offizieller Sicherheitsberater unter Präsident Jimmy Carter. Und er gehörte, so wie heute zum Beispiel auch Robert Kagan, zu jenen Polit-Beratern, die immer dafür plädierten und auch heute dafür plädieren, dass die ganze Welt von den USA allein beherrscht werden muss.

Le Nouvel Observateur: Der ehemalige CIA-Direktor Robert Gates erklärt in seinen Memoiren, dass der amerikanische Geheimdienst sechs Monate vor der sowjetischen Intervention begann, die afghanischen Mudschaheddin zu unterstützen. Damals waren Sie der Sicherheitsberater von Präsident Carter. Sie haben also eine Schlüsselrolle in dieser Affäre gespielt? Können Sie dies bestätigen?

Zbigniew Brzeziński: Ja. Nach der offiziellen Version der Geschichte begann die Unterstützung der Mudschaheddin durch die CIA im Jahr 1980, also nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee in Afghanistan am 24. Dezember 1979. Die geheime Realität sieht jedoch ganz anders aus: Am 3. Juli 1979 unterzeichnete Präsident Carter die erste Direktive zur geheimen Unterstützung der Gegner des (damaligen) prosowjetischen Regimes in Kabul. Und an diesem Tag schrieb ich dem Präsidenten eine Notiz, in der ich ihm erklärte, dass diese Hilfe meiner Meinung nach zu einer sowjetischen Militärintervention führen würde.

Le Nouvel Observateur: Trotz dieses Risikos haben Sie sich für diese «verdeckte Aktion» ausgesprochen. Aber vielleicht haben Sie den Eintritt der Sowjetunion in den Krieg sogar gewollt und versucht, ihn zu provozieren?

Zbigniew Brzeziński: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben die Russen zum Eingreifen nicht gedrängt, aber wir haben bewusst die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie es tun werden. («Ce n’est pas tout à-fait cela. Nous n’avons pas poussé les Russes à intervenir, mais nous avons sciemment augmenté la probabilité qu’ils le fassent.»)

Le Nouvel Observateur: Als die Sowjets ihre Intervention damit begründeten, dass sie gegen die heimliche Einmischung der USA in Afghanistan kämpfen wollten, glaubte ihnen niemand. Dennoch war daran also etwas Wahres. Bereuen Sie heute nichts?

Zbigniew Brzeziński: Was bereuen? Diese Geheimaktion war eine ausgezeichnete Idee. Es hatte den Effekt, die Russen in die afghanische Falle zu locken, und Sie möchten, dass ich das bereue? An dem Tag, an dem die Sowjets offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich an Präsident Carter: «Wir haben jetzt die Gelegenheit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu schenken». In der Tat musste Moskau fast zehn Jahre lang einen unerträglichen Krieg für das Regime führen, einen Konflikt, der zur Demoralisierung und schliesslich zum Zerfall des Sowjetimperiums führte.

Le Nouvel Observateur: Sie bedauern nicht, den islamischen Fundamentalismus gefördert zu haben, Waffen und Ratschläge an zukünftige Terroristen gegeben zu haben?

Zbigniew Brzeziński: Was ist wichtiger in der Geschichte der Welt? Die Taliban oder der Untergang des Sowjetimperiums? Ein paar islamische Extremisten oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?

Le Nouvel Observateur: Ein paar Extremisten? Wir sagen es doch immer wieder: Der islamische Fundamentalismus stellt heute eine globale Bedrohung dar.

Zbigniew Brzeziński: Blödsinn. Es wird gesagt, dass der Westen eine globale Politik gegenüber dem Islamismus verfolgen sollte. Das ist dumm: Es gibt keinen globalen Islamismus. Wir sollten den Islam rational und nicht demagogisch oder emotional betrachten. Mit 1,5 Milliarden Anhängern ist der Islam die führende Religion der Welt. Doch was haben das fundamentalistische Saudi-Arabien, das gemässigte Marokko, das militaristische Pakistan, das pro-westliche Ägypten oder das säkularisierte Zentralasien gemeinsam? Nichts anderes als das, was auch die Länder des Christentums eint.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Zum Autor Christian Müller deutsch und englisch.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Weiterführende Informationen

Zum Infosperber-Dossier:

afghanistan

Der Nato-Krieg in Afghanistan

Seit 2001 führt die Nato unter Führung der USA in Afghanistan einen «Krieg gegen den Terror».

SchReibender Feder.Dossier

Verleugnete Geschichte

Am einen Ort totgeschwiegen, am anderen umgeschrieben. Die geschichtliche Realität ist nicht immer angenehm.

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21 Meinungen

  • am 28.08.2021 um 09:49 Uhr
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    Die Aussagen dieses Regierungsberaters sind sehr aufschlussreich. Seine Deutung muss man ja nicht übernehmen, aber seine Worte machen zwei Tatsachen klar: Erstens: Schon Carter hat – wie alle vorausgehenden und nachfolgenden US-Präsidenten – faustdick gelogen, und zweitens: Die Bush-Lügen zur Begründung des Überfalls auf Afghanistan werden indirekt aufgedeckt. Der Chefterrorist GWBush hat grossmaulig den «Krieg gegen den Terror» verkündet: in Wirklichkeit hat der Führer des schon am längsten existierenden Terrorregimes der Welt, nämlich der Vereinigten Staaten von Amerika, fast alle Regierungen der Welt dazu verführt, die seit der Ausbreitung der Weissen in Nordamerika regierenden US-Regimes, welche den Indianern das Land gestohlen und sie grösstenteils umgebracht hattten, (man nennt im Allgemeinen nur nichtweisse Regierungen «Regime», aber der Ausdruck trifft haargenau zu), und die jede demokratische gewählte Regierung, welche die absolute «Freiheit der US-Unternehmen» d.h. ungehinderte Ausbeutung von Land und Leuten, verhinderte, zuerst «nur», der «Monroedoktrin» entsprechend , in ihrem «Hinterhof» Süda-merika, doch seit dem 2.Weltkrieg auf der ganzen Welt, beseitigt und durch eine Marionetten-Diktatur ersetzt hatten, als «Verteidiger der Freiheit» über den Klee zu loben, ja diese Intervention sogar noch militärisch zu unterstützen (Deutschland, GB,.). Entscheidend war und ist: Die weltweit US-gesteuerten Medien haben bis heute das Monopol für die Verdrehung der Wahrheit.

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  • am 28.08.2021 um 11:20 Uhr
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    Brezinski dreht sich wohl jeden Tag mehrere Male in seinem Grab um. Hoch gepokert und alles verloren. Polen ein reaktionäres Provinznest, die USA eine strauchelnde, mittlerweile klar stürzende Weltmacht, die verhassten Russen unbeugsam, das gefürchtete China im triumphalen Aufstieg.

    Interessant ist seine Analyse der amerikanischen Schwächen in „Strategic Vision“, seinem letzten Ratgeber zur Sicherung der globalen US Hegemonie. Alle Befürchtungen eingetroffen oder übertroffen, keiner der Wunschträume realisiert.

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  • am 28.08.2021 um 12:35 Uhr
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    Seit der Monroe-Doktrin (1823) gehen die USA selbstherrlich als „God´s own country“ davon aus, „auserwählt“ zu sein, der Welt ihre Bedingungen aufzwingen und sich im Innern wie außenpolitisch über Recht und Moral skrupellos hinwegsetzen zu können. Da ihr Territorium bisher von Weltkriegen verschont blieb, konnten sie nach dem 2. Weltkrieg auf ganz anderem Niveau als andere Staaten fortschreiten. Durch nichts und niemanden wurden sie daran gehindert, ihre Macht auszubauen. J.M. Keynes konnte sich in Bretton Woods 1944 nicht durchsetzen, eine unabhängige Weltwährung, den bancor, einzuführen. Als einziger Staat können die USA ihre Währung in beliebiger Höhe ohne reale Deckung drucken, solange genügend Staaten Vertrauen in diese haben. Geheimdienste führen den Staat verdeckt („tiefer Staat“) und offen. Nichts und niemand konnte bisher diese Führung zur Räson bringen. Noam Chomskv, seit Jahrzehnten Kritiker der aggressiven Außenpolitik der USA, bezeichnet diese entsprechend der Definition als „Schurkenstaat“. Afganistan lässt sich mit Fug und Recht als Brzezińskis Bumerang bezeichnen. Sein Sohn ist inzwischen US-Botschafter in Polen. Will man das desaster in Afganistan optimistisch betrachten, kann man hoffen, dass damit dem bösartigen Treiben endlich Einhalt geboten wird. Wer sich ein genaueres Bild der Interventionen des US-Militärs und der CIA seit dem 2. Weltkrieg machen will, sollte William Blum „Killing Hope“ lesen, nach Chomsky „Far and away the best book on the topic“.

    0
  • am 28.08.2021 um 16:12 Uhr
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    Wer vor wem da war, scheint mir etwa so relevant wie die Frage nach dem Huhn oder dem Ei. Ich lasse mir kein X für ein U vormachen: für eine Welt, die alle und alles umfassend eine gute Welt ist, braucht es ganz andere Wege als sie die Mehrheit seit Hunderten von Jahren geht, und immer noch weiter gehen will. Die Erde wird so oder so ihre Zukunft haben. Will auch die Menschheit eine Zukunft haben, müssen wir im Kleinen wie im Grossen ganz andere Wege gehen. «Wir» bedeutet, dass es nur gemeinsam zu schaffen ist. Es ist noch ein langer Weg. Jede und jeder von uns kann im täglichen Leben der Zusammenarbeit den Vorrang vor der Konkurrenz geben. Tut das eine immer grösser werdende Zahl von Menschen auf dieser Erde, dann wird mit der Zeit eine kritische Masse erreicht, die zu den dringenden Änderungen führt. Ersetzen wir baldmöglichst und radikal die auf Konkurrenz und Krieg getrimmten Systeme und Machthaber*innen, damit nicht weiter solche Schäden wie beispielsweise in Afghanistan angerichtet werden.

    0
    • am 30.08.2021 um 15:40 Uhr
      Permalink

      Ein interessanter und (ge)wichtiger Ansatz. Danke.

      0
  • am 28.08.2021 um 16:45 Uhr
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    Der Link «Originaltex im Nouvel Observateur» führt nicht zum Nouvel Observateur. Häh? Er führt zu voltairnet.org. Oh? Wikipedia sagt zu Voltairnet: «Das Réseau Voltaire International (deutsch Voltaire-Netzwerk) ist ein aus Syrien betriebenes Nachrichten- und Meinungsportal des französischen Journalisten und Verschwörungstheoretikers Thierry Meyssan. » Iih!

    Vermeintlich brilliante Aufklärung entpuppt sich als etwas, wofür man Gummihandschuhe braucht.

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    • am 28.08.2021 um 18:20 Uhr
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      @ Andreas Ochsenbein: Leider hat «Le Nouveau Observateur» kein frei zugängliches Archiv für die Ausgaben jener Zeiten. Von voltairnet.org und von Thierry Meyssan mag man denken, was man will. Immerhin hat diese Plattform die damalige gedruckte Seite im «Nouvel Observateur» ja abgebildet, sodass man den Text – mit Hilfe einer Lupe – auch dort lesen kann. Und die entscheidende Stelle, wonach die Vernichtung des Sowjetimperiums für Zbigniew Brzezinski wichtiger als die Terroristenbekämpfung war, wurde auch schon in diversen Büchern wiedergegeben. Wer Brzezinskis eigene Publikationen kennt, hat eh keine Zweifel an dieser seiner Aussage: Er war ein nachgerade fanatischer Russlandhasser und hat alles unternommen, diese seine Haltung in die US-amerikanische Aussenpolitik einfliessen zu lassen. Mit freundlichem Gruss, Christian Müller

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    • am 28.08.2021 um 19:47 Uhr
      Permalink

      @Andreas Ochsenbein:
      Danke für den präzisierenden Hinweis zum Informationslieferanten.
      Immerhin wird der Originaltext aus der Zeitung als Bild gezeigt – nun müsste man wohl noch im Zeitungsarchiv grübeln, ob das Bild ein fake ist?
      Abgesehen davon ist auch Wikipedia, das ich sehr schätze, aktiv unterstütze und auch täglich konsultiere, nicht immer objektiv.

      0
    • am 29.08.2021 um 10:31 Uhr
      Permalink

      Das Bild des Artikels habe ich gesehen. Auf der Seite eines Verschwörungstheoretikers. Und die sind ja dafür bekannt, Fakten nie zu entstellen, nicht wahr?

      Auf die Frage, was ich sagen will
      — einem Verschwörungstheoretiker ist nicht zu trauen – vgl.o.
      — Infosperber ist soweit ok, darum lese ich es ja. Aber man muss es immer noch einmal anschauen (vgl. zertifizierte IP-Betten nur ohne genügend Personal). Das gilt ganz besonders, wenn ein Link-Text einen falschen Titel hat.

      Und Leute, die von einer Verschwörung der Medien überzeugt sind… Na ja.
      Und an die «Wikipedia-Skeptiker»: dass die Identität der Verfasser ziemlich gut geschützt wird, ist kein Grund, an Wikipedia zu zweifeln, denn man kann en détail nachlesen, wie die Artikel zustandekommen – und falsche Linktexte sah ich bei den dort reichlichen Quellen nie.

      5
    • am 28.08.2021 um 19:52 Uhr
      Permalink

      Der blosse Umstand, dass der Nouvel Observateur den Originaltext aus seinem On-line Archiv entfernt hat, heisst nicht, dass das Interview nicht stattgefunden hat.

      Die französische Wikipedia referenziert den Artikel. Der Umstand, dass man ihn nur über den Website eines sogenannten Verschwörungstheoretikers findet, sagt mehr über unsere freie Presse, als über den Verschwörungstheoretiker.

      0
    • am 28.08.2021 um 21:31 Uhr
      Permalink

      @ Andreas Ochsenbein
      Immerhin zeigt das verlinkte voltaire.net einen lesbaren Schnappschuss des Original-Interviews im NOUVEL OBSERVATEUR!
      Wollen Sie behaupten, dass voltaire.net (und InfoSperber) eine «Verschwörungstheorie» verbreitet?

      Gut, wenn wir nun wissen, WER bei voltaire.net verantwortlich redigiert.
      Bei WIKIPEDIA wissen wir das nicht, ist leider Geheimsache.

      WIKIPEDIA ist NICHT GENERELL zitierbar!
      Aufgeklärte Menschen wissen das schon seit einigen Jahren.

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  • am 28.08.2021 um 17:18 Uhr
    Permalink

    Welche Rolle spielen eigentlich noch die Menschen in Afghanistan, d.h. unsere – und auch des Herrn Br. – Mitmenschen ? Zu dieser verabscheuungswürdigen Kriegs- und Machtpolitik auf Kosten tausender von Menschen kann man nur «pfui» sagen.

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  • am 28.08.2021 um 20:04 Uhr
    Permalink

    Was er sagt, scheint mir korrekt und sinnvoll. Afghanistan war schon vor dem sowjetischen Einmarsch am Zerfallen (daher ja der Einmarsch). Der Islamismus operiert mit Zellen, eine Einheit mit zentraler Koordination und grosser militärischer Schlagkraft wird er nie entwickeln. Die Zellen werden sich garantiert zerstreiten, der Konflikt zwischen den verschiedenen Varianten des Islam werden zusätzlich dafür sorgen, dass die meisten Opfer des Islamismus Musliminnen und Muslime sein werden. Auch das schmerzt und ist zu beklagen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese blutrünstige Ideologie mittelfristig totläuft.

    2
  • am 28.08.2021 um 21:17 Uhr
    Permalink

    Was hat die USA jeder getötete oder ermordete Vietnamese gekostet ?
    Wieviel die USA kostete der Vietnam-Krieg insgesamt ?

    Wenn «man» all dieses Geld anstatt für Töten und Zerstören da-für eingesetzt hätte, dort, in Vietnam, «sinnvoll Gutes» zu fördern – und tun —
    wäre d a s nicht viel, viel besser gewesen,
    für Vietnam, für Amerika, für unser Aller Zukunft ?!

    Das Einzig Vernünftige wäre Hilfe zur Selbst-Hilfe !

    Aber -WAS brachten und bringen fast alle «Grösser-Mächtigen» immer noch, wenn denen ein schwächeres, «un-bequemes» Volk zu sehr «missfällt» ?!

    Nach wie vor nur De-Stabilisierung, Not und Tod.

    Nicht weil ES gut so ist — sondern nur weil «man» es kann – und weil den «Grossen» das «Krieg machen» wohl immer noch genauso viel «Spass» macht, wie den «Kleinen» das Krieg spielen.

    Wahnsinnige «Er-Wachsene» — wo man hinschaut!
    Die süchtig sind.
    Total verfallen sind.
    Den «Kinder-Kriegs-Spielen» !

    Die -weil sie immer noch zu primitiv, zu faul, zu blöd sind-
    anstatt zu erforschen und zu realisieren, wie man «Friedliches»
    optimal unterstützt und fördert,
    lieber gleich -genauso stumpfsinnig und primitivst-
    wie einst Neander-Taler mit Gebrüll und Gedöns Keulen schwingen.

    DAS spricht nicht nur Null-komma-Null für menschliche Intelligenz —
    sondern ist auch ein verbrecherischer Missbrauch
    moderner Technik und künstlicher Intelligenz !

    wolfge
    scheinbar.org

    1
    • am 29.08.2021 um 07:41 Uhr
      Permalink

      Für DAS BLATT (Zeitung des Büros für eine neue Politik) habe ich auf Anfrage für die Septemberausgabe einen Text zum Schwerpunktthema ‹Afghanistan› verfasst, mit dem Titel «Andere Wege gehen». Da steht – wie mir scheint passend zu Ihrem Kommentar Herr Gerlach – unter anderem: «Afghanistan ist eines der traurigsten Beispiele für den global herrschenden Teufel der Konkurrenz, der nur wenige Gewinner, aber immer wieder eine katastrophale Zerstörung hinterlässt. Echter Fortschritt ist nur mit Kooperation möglich. So hätte beispielsweise mit den zwei Billionen (2’000 Milliarden) Dollar, die für die Afghanistan-Invasion aufgewendet worden sind, die Armut in der ganzen Welt behoben, und nachhaltig wirksame Schutzmassnahmen gegen die Folgen des Klimawandels aufgebaut werden können.»

      0
    • am 30.08.2021 um 00:01 Uhr
      Permalink

      Mensch sein, heisst Verstand haben.
      Verstand haben heisst, animalische Triebe beherrschen können.

      Wobei selbst Raub-Tiere oft «die besseren Menschen» sind – denn kein Raub-Tier tötet aus Lust am Töten.
      Einerseits, weil dessen Töten (da nicht per künstliche Intelligenz und Technik er-leichtert) sehr viel Kraft kostet.
      Andererseits, weil (wenn der Hunger gestillt) auch sein Hang zum Töten ruht.

      Tiere kennen UND üben Liebe, Fürsorge, Treue und Partnerschaft. Ein Tier, welches diesbezüglich «Defizite» hat, muss den Schutz-Raum der Gemeinschaft verlassen.

      Aber ,Menschen, die «anstatt» egoistisch, brutal und ohne Rücksicht sind,
      müssen NICHT die Gemeinschaft(en) verlassen –
      SONDERN man spricht denen gar FÜHRUNGS-Eigenschaften zu.

      Ich meine, die allerwichtigste Aufgabe
      aller unserer Wissen-Schaftler
      bereits ab Beginn jeglichen Wissens-Schaffens
      hätte sein müssen,
      all uns blöden Menschen «ein-leuchtend» zu machen,
      dass jegliche «Unter-Werfung» ihre Verfalls-Zeit hat –
      und dass einzig intelligente Ko-Operationen, also ein Mit- und Für-Einander
      so wie in der kleinsten Einheit, der Familie,
      auch rund um unsre Erde, Völker-verbindend
      dauerhaften Bestand haben könnte !

      Ob «wir» DAS vielleicht noch lernen können ?!

      Das «Du sollst nicht» unserer 10 Gebote
      zeigt «eigentlich» jedem Christen den Weg,
      welcher für Jeden / für Alle am Besten ist !

      Oder sind wir -fast- alle nicht Christen, sondern scheinbar nur «Schein-Heilige» ?!

      wolfge
      scheinbar.org

      0
    • am 30.08.2021 um 10:39 Uhr
      Permalink

      Die für mich massgebenden 10 Gebote hat der damalige Bolivianische Präsident Evo Morales 2012 auf Generalversammlung der Uno vorgetragen (Link: https://www.newslichter.de/2012/01/10-gebote-fur-den-planeten-die-menschheit-und-das-leben/). Obwohl demokratisch gewählt, sah sich Evo Morales im November 2019 gezwungen – nachdem der bolivianische Armeechef seinen Rücktritt gefordert hatte – von seinem Amt zurückzutreten, um grösseres Blutvergiessen zu vermeiden. Er hat zwischenzeitlich in andern Ländern um Asyl ersucht und ist per November 2020 wieder nach Bolivien zurückgekehrt. Nach wie vor beeindruckt bin ich auch vor von der 14-Minuten-Rede, die der bolivianische Vizepräsident David Choquehuanca zu seinem Amtsantritt am 8. November 2020 gehalten hat (hier der Link: https://youtu.be/EfqFo_pHK-k).

      0
  • am 29.08.2021 um 01:28 Uhr
    Permalink

    Im ganzen Gezeter das jetzt über Taliban, IS, Russland, USA und andere losgetreten wird, vermisse ich die religiöse Komponente. Die Ureinwohner Amerikas wurden mit dem Segen des Papstes niedergemetzelt, der extreme Goldschmuck in vielen katholischen Kirchen Spaniens und Italiens ist Raubgold aus Südamerika, die fundamentalen Islamisten – egal wie sie sich nennen – sind religiös fanatisierte Krieger oder gar Armeen. Politisch oder diplomatisch kann niemand entgleiste und entartete Religionsfanatiker zur Raison bringen. Glaube fängt dort an, wo Wissen aufhört. So lange Menschen lieber glauben als wissen, wird man dieses Problem nie lösen können. So ist es auch mit den so genannten «Anschlägen» von 9/11. Viele Menschen glauben an die Theorie, dass Al-Kaida dafür verantwortlich sei. Es gibt aber auch sehr viele hoch begabte und hoch dekorierte Wissenschafter, Architekten, Statiker, Forensiker, Aviatiker, Kriminologen, die dem aufgrund fundierter Untersuchungen widersprechen. Wem soll man also mehr Glauben schenken, den Glaubenden oder den Wissenden?

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  • am 29.08.2021 um 14:19 Uhr
    Permalink

    Die Antwort ist mehr als klar: Vertraut den Wissenden! Denn die Glaubenden haben bisher bewiesen, dass sie weltweit nur Unterdrückung, Ausbeutung, Mord und Unterdrückung der «primitven» Kultur der «dummen Eingeborenen» fertiggebracht haben und sich dieser Schandtaten bis heute noch rühmen. Die religiösen Führer haben ja bisher sehr erfolgreich bewirkt, dass ihre Anhänger – die «Gläubigen» – , das Wesentliche nicht verstehen könnten und nicht darüber nachdenken sollten, sondern dankbar das glauben müssten, was ihre von Gott geleiteten Chefs ihnen von klein auf eintrichterten. Dieser Indoktrination von seiten der Kommunisten nannten die Vertreter der westl. Demokatien «Gehirnwäsche», doch die Christen sind seit über 2000 Jahren erfolgreich und sahen darin eine göttliche Fügung.
    Nun, die Nachfahren jener frommen Weissen aus den USA und Europa, welche Millionen von Indigenen verschleppt, übers Meer transportiert, versklavt, gefoltert und bis aufs Blut ausgenutzt hatten, eroberten zusätzlich noch deren Heimatländer und kolonisierten sie – im Klartext heisst das: Sie beuteten die Natur und die Menschen aus und brachten brutal Unzählige im Namen Gottes um. Und noch heute fahren die Regierenden der westlichen, «demokratischen» Länder mit ihrer «Mission» unbeirrt fort. Dazu müssen sie aufrüsten und Waffen auf Teufel- komm-raus produzieren. Aufrüsten heisst das. Wenn man schon so viele Waffen hat, muss man sie auch einsetzen: Hunderttausende Tote werden problemlos in Kauf genommen.

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    • am 30.08.2021 um 23:18 Uhr
      Permalink

      @ Josef Goldinger:
      «Die Antwort ist mehr als klar: Vertraut den Wissenden!»
      Meine Antwort auf Deine Antwort: vertrauen = glauben

      Wissende wissen, dass ihr Wissen begrenzt ist und dass das Unwissen immens ist.
      Glauben bedeutet nicht zwingend irgend einem Dogma – sei es religiös oder ideologisch – zu folgen.

      Für mich bedeutet glauben nur dem gigantischen Nicht- oder Noch-Nicht-Wissen Raum zu geben.
      Durch verfügbares Wissen ist es ohne weiteres möglich, in den «heiligen Büchern» und in den verschiedensten irdischen wie «himmlischen» Dogmen Widersprüche zu erkennen.

      0
  • am 30.08.2021 um 16:30 Uhr
    Permalink

    Auch dieser Beitrag, wichtig um ungefähr die argen Konsequezen, aller entstandenen Situationen in etwa, (v)ers(t)ehen zu können.
    Das Traurige an dieser, wie vielen anderen «Geschichten». Es erhalten diejenigen die Aufmerksamkeit, welche dies meist verursacht hatten.

    Wo sind die Geschichten der ungelebten Träume, aller getöten Menschen. Wieviel an unverarbeiteten Konflikten kann eine Gesellschaft (aus)halten, geschweige den (er)tragen.

    Ein Mensch mit indigener Wurzeln sagte in einem Arte Beitrag einen bemerkenswerten Satz: «sie sprechen von uns in der Vergangenheitsform, doch wir sind noch hier»
    Dieser Satz, müsste bei vielen Menschen, gerade im journalistischen Bereich, beinahe ein Weckruf darstellen. Ein Aha Effekt auslösen, doch wer nimmt sich heute schon die Zeit so eine (ge)wichtige Aussage, näher zu reflektieren.

    Wir wollen wirklich jetzt etwas bewirken, damit die Zukunft besser wird?!
    Ja, dann bedarf dies jetzt, wie bereits in den Kommentaren erwähnt, die ganze Aufmerksamkeit um die entsprechenden Lösungen herbei zu führen.

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