Sperberauge

WEF-Subventionen: Sparen leicht gemacht

Kurt Marti © Christian Schnur

Kurt Marti /  Das WEF hat seinen Sparstrumpf weiter gefüllt. Dank der Spendierlaune der FDP, SVP, Mitte, den Grünliberalen und Teilen der SP.

Laut seinem neusten Jahresbericht konnte das WEF, das vom 17. bis 21. Januar 2022 stattfindet, seine Schatulle (Reserves + Restricted and Endowment Funds + Foundation Capital) innert Jahresfrist um rund 34 Millionen Franken auf rund 420 Millionen Franken aufstocken. Das ist nur dank der Unterstützung der öffentlichen Hand möglich.

Letzten Juni und September hat das eidgenössische Parlament für die Jahre 2022 bis 2024 jährliche WEF-Subventionen von total 38.25 Millionen Franken gesprochen (Armeeeinsatz und Finanzhilfe). Hinzukommen 3,375 Millionen des Kantons Graubünden und der Gemeinde Davos. Total rund 42 Millionen Franken. Nicht eingerechnet sind dabei weitere zwei bis vier Millionen Franken für Polizeieinsätze der anderen Kantone.

Mit diesem Finanzierungsmodell konnte das WEF seinen Sparstrumpf innert acht Jahren von 51 Millionen (2013) auf 420 Millionen (2021) auffüllen. Das ergibt einen durchschnittlichen Zuwachs von 42 Millionen pro Jahr und entspricht exakt der aktuellen jährlichen Subvention der öffentlichen Hand (ohne kantonale Polizeieinsätze).

Diesem WEF-Sparmodell haben im Nationalrat grossmehrheitlich die ParlamentarierInnen der FDP und SVP, der Mitte und der Grünliberalen zugestimmt. Einzig die Grünen haben geschlossen dagegen votiert. Die SP-ParlamentarierInnen waren gespalten.

Die Kritik aus den Reihen der Grünen und der SP betraf die fehlende Transparenz des WEF bezüglich des Gewinns und der Löhne der WEF-Spitze. Die bürgerlichen Parteien, die bei der Unterstützung von sozial Benachteiligten volle Transparenz der finanziellen Verhältnisse verlangen, kümmerte die Intransparenz des WEF wenig.

Dass der WEF-Chef Klaus Schwab ein Jahressalär von einer Millionen kassiert, erfuhren die Nationalrätinnen und Nationalräte nur über ein Votum der grünen Nationalrätin Marionna Schlatter, die Infosperber zitierte.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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4 Meinungen

  • am 17.12.2021 um 12:04 Uhr
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    Danke Herr Marti, sehr aufschlussreich! Denke Sie werden eine Ehreneinladung ans WEF erhalten.
    Ich werde mich bei den Spendenaufrufen der Parteien zu erinnern wissen. Habe keine Lust für das Gehalt von Hr. Schwab zu sponsern.

    0
  • am 17.12.2021 um 14:18 Uhr
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    WEF: Viel heisse, aber teure Luft für die Schweiz!
    WEF? Produziert viel heisse Luft und ist teuer für die Steuerzahlenden in der Schweiz! Bund und Kantone sollten dem Schwab endliche einmal eine Rechnung für den enormen Aufwand schicken, welche das WEF der öffentlichen Hand verursacht.

    0
  • am 17.12.2021 um 16:44 Uhr
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    Ich war lange Zeit angetan vom WEF-Treffen in Davos und hatte kein Verständnis für Gegendemonstrationen. Das Treffen war beste Werbung für unser Land und speziell für Davos. Wo man miteinander reden kann, auch informell, schien es mir, da wird viel zur weltumspannenden Konfliktlösung beigetragen. Insofern hatte ich grosse Achtung vor Klaus Schwab.
    Mit seinem Great Reset hat sich dass aber um 180 Grad gedreht. Was masst sich dieser Machtmensch an, der ganzen Welt zu diktieren wie wir zu leben haben. Natürlich ist er nicht alleine wenn es um die New World Order geht. Seine Maskierung ist gefallen. Ich hoffe, dass die Marke DAVOS nicht plötzlich ein negatives Image kriegt wie zahlreiche andere Orte weltweit. Ich brauche keine namentlich zu nennen. Das sei den Lesern und Leserinnen überlassen.

    1
  • am 19.12.2021 um 12:42 Uhr
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    Danke Kurt Marti für deine Beharrlichkeit.
    Dass die Bürgerlichen hier problemlos mitmachen, überrascht nicht. Dass auch ein Teil der sogenannt Linken mit dabei ist, auch nicht mehr.

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