Zur «Tyrannei des Gemeinsinns»

Christian Müller /  Die NZZ bietet Europas prominentestem Befürworter des Egoismus Platz für eine Anti-Russland-Tirade. Ein Zufall?

In der Samstagsausgabe der NZZ vom 24. April 2021 hatte der deutsche Publizist Richard Herzinger eine ganze Seite zur Verfügung, uns zu erklären, was für ein fürchterliches Land Russland heute ist.

Als Beispiel daraus ein kurzes Zitat:

«Allen im Westen immer wieder aufbrandenden, anderslautenden Erwartungen zum Trotz erweist sich die von Putin zum Herrschaftsmodell ausgebaute Symbiose aus Geheimdiensten und organisierter Kriminalität einstweilen als stabil. Statt unter dem Druck von Krisen wie der Corona-Pandemie ins Wanken zu geraten, entwickelt es sich in grossen Schritten zu einer offenen Diktatur. Mehr noch, der Kreml forciert seine aggressive Politik, sei es gegenüber der Ukraine oder in Weissrussland, sei es in Syrien oder in Gestalt seines verdeckten Cyber- und Informationskriegs gegen die westlichen Demokratien, immer weiter. Auch dieser Zwang zum permanenten Angriff zwecks Legitimierung seiner Herrschaft ist ein Erbe des Leninismus.»

Und was vermeldet die NZZ an Information zum Autor dieser Hetze gegen Russland? Nicht besonders viel: «Richard Herzinger lebt als freier Publizist in Berlin. Seit kurzem ist seine eigene Website online: «Herzinger – hold these truths».» Der Hinweis auf seine Website ist immerhin vielsagend: Herzinger kennt «the truth», die Wahrheit …

Was man dabei aber auch wissen sollte: Dieser Richard Herzinger ist der Autor eines Buches mit dem Titel: «Die Tyrannei des Gemeinsinns; Ein Bekenntnis zur egoistischen Gesellschaft». Das Buch erschien im Jahr 1997. Es zu lesen war für gesellschaftspolitisch interessierte Journalisten und Journalistinnen fast Pflicht, gleichzeitig aber eine ziemliche Qual. Auf vollen 206 Seiten beschwert sich darin Richard Herzinger über all die Leute, die sich erlauben, sich über unseren Lebensstil Gedanken zu machen, unsere Konsumgesellschaft zu hinterfragen, gewisse Sünden in der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen oder die mehr und mehr neoliberale Wirtschaftspolitik zu kritisieren. «Richard Herzinger verweigert den modischen Kotau vor der gepflegten Kultur einer neuen Bescheidenheit. Polemisch räumt er mit den Mystifikationen zivilisationskritischer Gesundbeter und kommunaristischer Krisenschwadroneure auf: Es ist gerade die Gemeinschaftsideologie, die von individueller Verantwortlichkeit entlastet und damit die ethischen Massstäbe einer freien Gesellschaft unterminiert.» So steht es treffend im hinteren Klappentext des Buches, wo – meist in Formulierungen des Buchautors selbst – die potenziellen Leser und Leserinnen zum Kauf des Buches animiert werden sollen.

Hier ein paar Sätze aus den letzten zwei Seiten dieses Buches:

«Freie Menschen sehen nicht nur aus wie George Washington oder Vaclav Havel, die unser Herz und unseren Verstand mit grossen Worten und Taten beflügeln. Freie Menschen sind auch dekadent wie Michael Jackson, ausgekocht wie Madonna oder abgewrackt wie Harald Juhnke, sie sind Fast-Food-Esser, Schwarzenegger-Fans und Mantafahrer, sie ruinieren die Umwelt und unsere Nerven und beleidigen nicht selten unseren guten Geschmack. Der Alltag der Freiheit ist oft hässlich, öde und empörend. Aber eine bessere Alternative zu dieser konkreten, negativ definierten Freiheit gibt es nicht. Deshalb ist sie das Kostbarste, das wir haben.»

«Nur zu, ihr Gemeinschaftsprediger. Ihr habt die Welt schon so oft gerettet, da wird es auf dieses eine Mal auch nicht mehr ankommen. Prophezeit dem übertriebenen Individualismus nur recht unverdrossen weiterhin ein böses Ende. Ich ziehe noch den verantwortungslosesten Egoismus eurem verlogenen, stickigen Gemeinsinn vor.»

Und die zwei letzten Sätze in seinem Buch, wieder in direkter Rede an die Kritisierten:

«Rettet vor dem Ungeist des Materialismus, der Atomisierung und der medialen Verflachung, wen ihr wollt, aber versucht uns bitte nicht mehr darüber zu belehren, was gut für uns ist. Lasst uns endlich in Ruhe!»

Und jetzt schreibt Richard Herzinger in der NZZ also auch über Russland. Kennt er Russland überhaupt? Hat er eine Ahnung von der russischen Geschichte? Hat er vergessen, dass die russischen Oligarchen genau in den von Bill Clinton unterstützten Jelzin-Jahren 1991-1999 steinreich wurden, als sie die «Freiheit» hatten, die Privatisierung der russischen Wirtschaft total egoistisch und äusserst trickreich zur eigenen Bereicherung zu missbrauchen? Hat er vergessen, dass es genau jene «freiheitlichen» Jahre waren, die Millionen von Russen ins Elend brachten und die der Grund sind, warum Putin noch heute von der Mehrheit der Russen und Russinnen hochgeachtet wird? Es war Putin, der dieser «Freiheit» zum Betrug am Gemeinwohl und zur Ausbeutung der Massen ein Ende setzte und dafür sorgte, dass sie, die Russen und Russinnen, nach den katastrophalen 90er-Jahren endlich wieder ihre Gehälter und Renten erhielten, auf die sie unter dem ach so freiheitsliebenden Jelzin seit Monaten und Jahren warteten.

Genau dieser Richard Herzinger masst sich nun an, uns Leser und Leserinnen der NZZ zu belehren, was wir von Russland zu halten haben. Zum Glück haben wir – mit Bekannten und Freunden nicht nur in den USA, sondern auch in Russland – die Freiheit, sein gelehrtes Geschreibsel als das zu nehmen, was es ist: eine Zumutung. Eine Zumutung für alle, die sich in der Geschichte seit 1990 ein bisschen auskennen. Und eine Zumutung für uns, die wir für die NZZ mit solchem Geschreibsel (ohne NZZ am Sonntag) mittlerweile über 800 Franken im Jahr bezahlen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Zum Autor Christian Müller deutsch und englisch.

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15 Meinungen

  • am 26.04.2021 um 11:24 Uhr
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    Bemerkenswert ist die Beziehung Clinton-Jelzin. Die golden Boys von Goldmann-Sachs und Clinton waren ja auch prominent in der Bankenkrise 2007/08 involviert.

    Als Anekdote erinnere ich mich an ein Buch aus den 60er Jahren «Der gefallene Engel oder Moskau 1997» in dem diese und ähnliche Entwicklungen vorweggenommen wurden. Nur der Papst ist immer noch in Rom.

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  • am 26.04.2021 um 11:56 Uhr
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    Gleichgeschaltet wird von allen «schweizerischen» Medien und Parteien (Grüne, SP, FDP, SVP, … ) gezielt antirussische Stimmungsmache betrieben und das Feindbild Russland gepflegt. Unsere Medien und Parteien sind beängstigend eng mit Deutschland verbunden.

    Am Beispiel ‘Krim’ zeigt sich, wie von diesen, unseren medialen und politischen Kreisen die Selbstbestimmung, der Minderheitenschutz, der Schutz der Kultur und Sprache, der Schutz vor Unterdrückung durch Faschisten und das Leben der von Menschen ebenso in krasser Weise missachtet wird, wie die Menschenrechte bei den völkerrechtswidrigen, menschen- und lebensverachtenden Sanktionen («Sippenhaftung», Aushungern, Ausbluten). Und Menschenrechte, Menschlichkeit hat nichts mit Russlandfreundlichkeit zu tun.

    Unsere Regierung unterstützt, in Missachtung der Neutralität, die transatlantische und deutsche Politik. Was interessiert sie als ebenso gehorsamer, unterwürfiger, fremdbestimmter Vasall Deutschlands (wie andere westeuropäische Regierungen auch), die Selbstbestimmung und das Wohl der eigenen und anderer Bevölkerungen und deren Nachkommen.

    Dies alles wäre für die Mehrheitsbevölkerung in höchstem Masse beunruhigend und alarmieren, würde davon nicht mit dem altbewährten Rezepten ‘Propaganda’ abgelenkt: Des- und Nichtinformation, Täuschung, Verwirren und Ähnliches mehr.

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  • am 26.04.2021 um 12:00 Uhr
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    Vielen Dank, Herr Müller, für ihre klaren Worte. Dass man sich mit Geld politischen Einfluss kaufen kann, ist ein zentrales Problem für die Demokratie, Colin Crouch spricht offen vom „Postdemokratischen Kapitalismus“: Entscheidungen werden nicht im öffentlichen Raum getroffen, sie dienen nicht dem Wohl der Staatsbürger, sondern dem einer kleinen Elite, er unterscheidet sich demnach nicht von anderen Diktaturen. Herzingers Weltbild deckt sich mit dem einer möglichen Kanzlerin Baerbock, die einen noch „härteren Kurs“ gegenüber China und Moskau propagiert, wobei sie u.a. an eine Ukraine in der NATO denkt. Die Hütte Europa wird brennen, wenn sich nicht viel mehr Menschen dazu entschließen, der zynischen Politik der „westlichen Werte“ Vernunft entgegenzusetzen. Es geht im Westen schon lange nicht mehr ums Gemeinwohl und Frieden. Keiner der Kriege des Westens nach 1945 galt der behaupteten „Freiheit und Demokratie“, immer ging es um geostrategische Vorteile und Ressourcen. Die NATO-Erweiterung von 16 Staaten bei „Ende“ des Kalten Kriegs 1990 auf mittlerweile 30 dient nicht der Sicherheit und Freiheit der Mitgliedstaaten. Dass ein Virus dazu hinhalten kann, per „Notentscheidungen“ sogar den nicht änderbaren Grundgesetz-Artikel 20 auszuhebeln, der die Bundesrepublik als einen demokratischen Rechtsstaat, Sozialstaat und Föderalismus garantiert, verblüfft, da der Artikel doch ausdrücklich auch das Recht zum Widerstand festhält, gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen.

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  • am 26.04.2021 um 12:01 Uhr
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    Der Alltag der Freiheit ist oft hässlich, öde und empörend. Aber eine bessere Alternative zu dieser konkreten, negativ definierten Freiheit gibt es nicht. Deshalb ist sie das Kostbarste, das wir haben.»
    und
    «Nur zu, ihr Gemeinschaftsprediger. Ihr habt die Welt schon so oft gerettet, da wird es auf dieses eine Mal auch nicht mehr ankommen. Prophezeit dem übertriebenen Individualismus nur recht unverdrossen weiterhin ein böses Ende. Ich ziehe noch den verantwortungslosesten Egoismus eurem verlogenen, stickigen Gemeinsinn vor.»

    Herzinger ist ein echter Liberale. An den obigen Sätzen bemängele ich gar nichts. Das Putin mit dem «Napoleon-Syndrom» kämpft, ist allen klar, denn die kleinen Männer wollen gross heraus kommen.

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  • am 26.04.2021 um 12:48 Uhr
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    Danke, Herr Christian Müller, dass Sie da nachhaken, Ihre Argumentation und auch Ihre Kritik an der NZZ ist voll berechtigt!
    Hat die NZZ eine solche Meinung nötig?
    Nochmals vielen Dank!

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  • am 26.04.2021 um 13:42 Uhr
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    Richard Herzinger sollte sich mal mit der Biologie beschäftigen. Dann würde er feststellen, dass wir – ach! – zwei Seelen in unserer Brust haben: den egoistischen Selbsterhaltungstrieb und den sozialen Überlebensinn, der die Spezies durch Zusammenhalt vor dem Aussterben schützt. Das sind komplementäre Eigenschaften, die sich in einem dynamischen aber entgegengesetzten Verhältnis befinden, und den wir im Gleichgewicht halten müssen, denn auf keinen der beiden können wir verzischten ohne individuell oder kollektiv unterzugehen. Nur die eine Seite hervorzuheben ist im besten Fall Unwissenheit, die höchstens andere Unwissende anzusprechen vermag. Nutzen tut sie niemandem.

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    • am 29.04.2021 um 23:03 Uhr
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      Für die „Aufzucht der Jungen“ braucht es Gemeinsinn. Sonst geht entweder die ‚Brut‘ kaputt oder sie wird gewalttätig. Besonders gut zu beobachten bei der Spezies des Homo Sapiens.

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  • am 26.04.2021 um 14:01 Uhr
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    «Freie Menschen sind auch dekadent wie Michael Jackson, ausgekocht wie Madonna oder abgewrackt wie Harald Juhnke, sie sind Fast-Food-Esser, Schwarzenegger-Fans und Mantafahrer, sie ruinieren die Umwelt und unsere Nerven und beleidigen nicht selten unseren guten Geschmack.» – Richard Herzinger verwechselt hier «Freiheit» mit selbstzerstörerischer Zügellosigkeit. – Die russischen Oligarchen, die in den Jelzin-Jahren 1991-1999 steinreich wurden, als sie die «Freiheit» hatten, die Privatisierung der russischen Wirtschaft total egoistisch und äusserst trickreich zur eigenen Bereicherung zu missbrauchen, waren ebenfalls nicht frei, sondern zügellos. – Freiheit wird oft mit Egoismus und Zügellosigkeit gleichgesetzt und dem hohen Ideal des «Gemeinwohles» gegenübergestellt. Auch all die Corona Massnahmen erziehen uns auf Schritt und Tritt zum «Gemeinwohl.» – Das birgt Gefahren: dem «Gemeinwohl» werden gegenwärtig fast sämtliche verfassungsmäßigen Freiheitsrechte, bis hin zur körperlichen Unversehrtheit, geopfert. Selbstverantwortung und Föderalismus sind verpönt, sogar die persönliche Meinungsäußerung gerät unter Beschuss, wie wir kürzlich unter «allesdichtmachen» erfahren mussten. Der Marsch ins «Gemeinwohl» zu lasten der «Freiheit» könnte uns in die Tyrannei eines neuen Sozialismus irgendwelcher Couleur führen. Nicht alles was glänzt ist Gold.

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  • am 26.04.2021 um 21:21 Uhr
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    Es ist immer wieder interessant, wie gewisse Menschen im Gegenüber sich selber sehen, da der Mensch nun mal einen Spiegel braucht, und dann als Folge die eigenen Sünden auf das Gegenüber projizierend beginnen auf zu zählen. Das verrückteste was ich in dieser Art schon erlebte, das war ein hochgradig narzistisch kranker Therapeut, welcher fast alle seine Patienten von der Krankheit heilen wollte, an welcher er eigentlich selber gelitten hatte. Solche Menschen, oft auftretend im Gewande einer Autorität, tragen ihr eigenes Gefängnis in sich mit, wo sie auch hingehen, und sie tun manchmal fast alles, um ihr eigenes Leiden durch das erzeugen von Hass und Feindbildern zu mildern. Denn Hass tötet den Schmerz. Doch den Schaden, welche diese Vertreter von diesem oder jenem Establishment in unserer Welt anrichten, kann von härtester Grausamkeit sein. Solche Archetypen, durchschaut und beschrieben von Martin Buber, Marshall Rosenberg, Schulz von Thun, Erich Fromm und C.G. Jung lässt man trotz besserem Wissen immer noch gewähren. Der Status Quo dieser Destruktiven schützt sie, insbesondere wenn sie ihre zerstörerischen Triebe gleichgeschaltet mit propagandistischen Interessen einer noch mächtigeren Schicht an Feindbildern abreagieren. Hat den die Weltgemeinschaft noch nichts gelernt? Da sind mir das Projekt Weltethos des verstorbenen Hans Küng und die Non-Violence Bildungsstätten von Marshall Rosenberg doch noch ein Trost. Herr Herzinger sollte mal das Buch «Traktat der Gewalt» lesen.

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  • am 26.04.2021 um 21:27 Uhr
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    Anti-Russland-Tiraden sind in der NZZ fast täglich zu lesen. Auch SRF berichtet eher NATO-, denn Russland-freundlich. Ausgiebig wird über Nawalny berichtet, während man Julian Assange beharrlich totschweigt. Das ist die „europäische Wertegemeinschaft“!

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  • am 26.04.2021 um 22:19 Uhr
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    Ein weiterer Tiefpunkt des heutigen NZZ- Journalismus. Solchen Schrott kann man deutlich billiger haben.

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  • am 27.04.2021 um 08:26 Uhr
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    Vermutlich sehen tatsächlich viele Russen und (vor allem) Russinnen Putin als einen Retter – naja, die älteren Semester wohl vor allem. Nur ist das Retterimage mittlerweile für manche wohl ein wenig ranzig. Ich hätte noch erwähnt, dass das Putin-Regime (nach bis heute ungeklärten, verheerenden Bombenanschlägen in Moskau und anderswo) Tschetschenien nachhaltig befriedet hat. Der Tschetschenienfrieden scheint auch als Vorlage für die Befriedung anderer Weltregionen, z. B. Syrien, evtl. nun auch Burma, zu dienen. Die Flüchtlinge empfängt jeweils der Böse Westen.

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  • am 27.04.2021 um 23:43 Uhr
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    Naja aber mal ganz ehrlich. Ich glaube auch, dass man mit ein wenig mehr Verständnis für Russland und weniger Abgrenzung langfristig mehr erreicht hätte. Fakt ist aber, dass Russland eine zentrale aus meiner Sicht sehr negative Rolle bei entscheidenden Prozessen spielt. So z.B gerade kürzlich, wo es darum ging Sanktionen gegenüber dem Militärregime in Myanmar zu erlassen. Russland und wohl auch China wollen entweder lieber mit einer Militärjunta zusammenarbeiten, welche sie besser manipulieren können (Rohstoffe, Kriegsmaterial Export, Geopolitische Interessen etc.) oder sehen die Demokratisierungsprozesse als Gefahr für ihre Legitimität im eigenen Land. und das finde ich sehr wohl eine Schweinerei. Wer Myanmar aus eigener Erfahrung kennt der weiss, das die aktuelle Entwicklung und die Haltung genau dieses Russlands daneben ist und ich denke auch nicht die Haltung vieler Russen wäre. Worin ich Herrn Müller zustimme ist seine Haltung gegenüber des NZZ-Autors, tatsächlich gäbe es hier einige bessere Autoren, welchen eine Platform geboten werden sollte.

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  • am 30.04.2021 um 13:32 Uhr
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    Da müsste man wissen, dass «these truths» eine Anspielung auf die erste Zeile der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ist, logisch beim überzeugten Westler Herzinger.

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  • am 2.05.2021 um 10:37 Uhr
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    Vielen Dank für den einmal mehr sehr guten Beitrag. Ich fragte mich schon immer warum man pausenlos gegen Russland hetzt. In der Presse geht es immer darum Russland ins Negative Licht zu rücken. Der Keil zwischen Westeuropa/USA und Russland wird konsequent tief gehalten. Dabei könnten sich Westeuropa und Russland wirtschaftlich enorm gut ergänzen, in deren Zusammenarbeit beide nur gewinnen könnten. Aber nein, statt Zusammenarbeit wird in den sogenannten «Qualitätsmedien» permanent die Spaltung gepredigt.

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