Kommentar

Über den Ukraine-Krieg berichten viele Medien einseitig

Helmut Scheben © zvg

Helmut Scheben /  Krieg heisst auch Informationskrieg – bei allen Parteien. Medien sollten die Realität so nahe wie eben möglich abbilden.

Die letzte grosse Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Territorium war die Einnahme von Berlin durch die sowjetische Armee. Sie fand im April 1945 statt, also vor 77 Jahren. Die SRF-Tagessschau nahm am Karfreitag den Krieg in der Ukraine zum Anlass, an die Traumatisierung zu erinnern, die viele Menschen damals erlebten. Als Beispiel wird eine betagte deutsche Frau in einem Altersheim befragt, welche sagt, sie habe erlebt, wie ein Soldat der Roten Armee ihre Mutter vergewaltigte. Fertig die Geschichtslektion. Die Botschaft der Story, ob beabsichtigt oder nicht, lautet unvermeidlich: So wie der Russe damals in Berlin vergewaltigte, so tut er es heute auch in der Ukraine. Ich halte dieses Beispiel für eine Manipulation.

Aber der Reihe nach. Die Frau sagt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wahrheit. Dass es damals zu zahlreichen Vergewaltigungen kam, ist ausführlich dokumentiert. Das sowjetische Oberkommando hatte zwar einen Tagesbefehl herausgegeben, demzufolge Plünderern und Vergewaltigern das Kriegsgericht oder die unverzügliche Erschiessung drohte. Das änderte jedoch nichts daran, dass die sowjetischen Truppen aus Wut und Frustration über ihre hohen Verluste – bei den Kämpfen um die Hauptstadt waren etwa 80’000 von ihnen gefallen – zahlreiche Racheakte an der Zivilbevölkerung begingen. Über die Verrohung, Abstumpfung und Bestialisierung von Soldaten im Krieg ist viel geschrieben worden. 

Es stimmt also alles an diesem Beitrag, es stimmt alles zu gut, und trotzdem ist er manipulativ. Der Beitrag zeigt, wie man mit hartem Framing einen winzigen Teil der Ereignisse aus einem Kontext herausschneidet, nämlich den Teil, der zu der angestrebten Aussage passt. Wenn beim Publikum vom Inhalt dieses Beitrags eines hängen bleibt, dann wohl die «Information»: Der Russe ist nicht nur heute in der Ukraine der Schuldige, er war es auch schon im letzten Weltkrieg. 

Geschichte verdrehen, bis sie ins Narrativ passt

Die Sowjetunion hat ihren Sieg über das Hitler-Regime mit mehr als 25 Millionen Toten bezahlt. Wenn in einem TV-Beitrag angekündigt wird, der Krieg in der Ukraine erinnere an die Traumata des letzten Weltkrieges, und dann nichts anderes zu erwähnen ist, als die Erinnerung an einen sowjetischen Soldaten, der sexuelle Gewalt ausübt, so ist das der Versuch, Geschichte so zu verdrehen, dass sie in ein konfektioniertes Narrativ passt. Und dieses Narrativ lautet derzeit: Der Russe war schon immer der Böse, und wir sind die Guten.

Wenn es um die Traumata des letzten Weltkrieges geht, hätte man zum Beispiel auch die systematischen Massaker erwähnen können, welche die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) unter Führern wie dem Faschisten Stepan Bandera mit Hilfe der deutschen Besatzungsmacht ab 1942 an Polen und Juden verübte. Der polnische Senat und das Parlament stuften dies 2016 als Völkermord ein. Bandera wird in Kiew heutzutage als Nationalheld verehrt. 

Die meisten westlichen Medien stützen sich heute in ihren Berichten über den Krieg in der Ukraine fast ausschliesslich auf Quellen der Regierung in Kiew sowie der Regierungen der Nato-Staaten oder auf Aussagen von Aktivisten, Augenzeugen und Flüchtlingen, welche die russische Seite beschuldigen.

Die meisten unserer Journalisten scheinen auch überzeugt zu sein, dass sie die Wahrheit wiedergeben, wenn sie «Erkenntnisse des britischen Geheimdienstes» verbreiten. Dagegen wird die russische Kriegspartei oft nur mit dem Standardsatz zitiert: «Der Kreml leugnet diese Kriegsverbrechen.» Schon das moralisch-inquisitorische Wort «leugnen» signalisiert, dass derjenige, der es benutzt, die Wahrheit kennt, welche geleugnet wird. Die Formulierung «Kiew leugnet die Kriegsverbrechen, die ukrainische Truppen seit 2014 im Donbass begangen haben», war noch nirgendwo zu lesen. 

«Putin-Versteher»: der dümmere Teil der Bevölkerung

Der Zürcher Tages-Anzeiger berichtete am 20. April unter dem Titel «Die jungen Putin-Versteher», eine zuverlässige Umfrage habe ergeben, dass in der Schweiz fast jede und jeder Dritte zwischen 18 und 34 Jahren den Krieg zwar verurteilt, aber Verständnis für die Motive der russischen Regierung aufbringe. Bei der Altersgruppe zwischen 35 und 49 Jahren sei es immerhin jeder Vierte.

Interessant ist nicht dieses Meinungsbild, sondern die Erklärung, welche die Zeitung zu geben sucht.

Sie zitiert den Politologen Michael Hermann, welcher angibt, die Leute dieser Altersgruppe informierten sich vor allem über die sozialen Medien und seien daher «vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt – eben auch den Lügen der gut funktionierenden russischen Propaganda». 

Da wird mit Autorität und Bestimmtheit entschieden, wer im Recht ist und wer im Unrecht. Was Propaganda ist und was nicht. Dass ein paar Millionen Menschen in diesem Land in der Lage sein könnten, die Argumente der einen und der anderen Kriegspartei kritisch zu prüfen und zu dem Schluss kommen könnten, die russische Seite habe wegen der aus russischer Sicht bedrohlichen Umzingelung der Nato auch Gründe für ihr Handeln, ist laut diesem Artikel im Tagesanzeiger nur möglich, weil diese Leute zu «beeinflussbar» – auf gut Deutsch zu dumm – sind, um Propagandalügen zu erkennen.

Der abgenutzte Satz von der Wahrheit, die das erste Opfer im Krieg sei, gehört zum Textbaukasten der meisten Journalisten. Paradoxerweise sind es oft dieselben, die sich heute überzeugt geben, dass die Wahrheit nur in Moskau ein Opfer des Kriegs wird, nicht aber in Washington. 

Es besteht kein Zweifel, dass die russische Regierung Propaganda betreibt, wenn sie beispielsweise behauptet, sie müsse die Ukraine von Nazis säubern oder es sei gar kein Krieg im Gange. Moskau betreibt Propaganda. Macht Kiew keine Propaganda? Professionelle Propaganda wird auf allen Seiten betrieben, um die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Die ukrainische Regierung hat ihre kosmetischen Fähigkeiten schon im Jahr 2018 unter Beweis gestellt, als sie einem Journalisten Schusswunden mit Schminke beibrachte und ihn in eine Lache von Schweineblut legte, um ein russisches Attentat vorzutäuschen. 

Die Erinnerung scheint verblasst

Wenn man bedenkt, wie häufig unsere grossen Medien von Nato-Staaten belogen wurden, ist es frappierend zu sehen, dass Journalisten auch dieses Mal häufig verbreiten, was die Nato offiziell verlauten lässt, ohne geringste Zweifel zu äussern. Die Erinnerung scheint verblasst: US-Aussenministerin Hillary Clinton behauptete 2011 vor laufenden Kameras, der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi setzte «die systematische Vergewaltigung als Kriegswaffe ein». Als «Beweis» diente ein einziger Fall einer Vergewaltigung. Die Sache erwies sich später als frei erfundene Propaganda, wurde aber anfangs von einer auf Sensationen bedachten Journalistenmeute eifrig weitergesponnen bis zu der grotesken Version, Gaddafi lasse Container voller Viagra importieren, damit seine Anhänger vergewaltigen könnten. 

US-Aussenminister Colin Powell behauptete im Brustton der Überzeugung, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen.

Wer schwere Waffen ablehnt und Verhandlungsbereitschaft fordert, wird als pazifistischer Verbrecher bezeichnet

Gegenwärtig bekommt man fast den Eindruck, dass viele Medien Politiker zu einem sogenannten «gerechten Krieg» treiben. Dass dieser – zu Ende gedacht – nur auf die völlige Zerstörung der Ukraine und schlimmstenfalls einen nuklearen Schlagabtausch hinausläuft, scheint den vielen, die jetzt vom bequemen Bürostuhl aus mehr schwere Waffen für die Ukraine fordern, nicht bewusst oder nebensächlich zu sein. «Dieser Pazifismus ist ein Verbrechen» titelt die Neue Zürcher Zeitung und zitiert eine ukrainische Historikerin in Berlin, die den deutschen «Friedenskitsch» nicht mehr erträgt und die Forderung nach einem Einlenken der Regierung in Kiew als einen «Aufruf zur Sklaverei» betrachtet. Ein Neutralitätsstatus der Ukraine und eine Föderative Autonomie des Donbass wären in dieser Sichtweise Sklaverei, bekannt von den Sklavenstaaten Österreich oder Schweiz. Der Zürcher Tagesanzeiger bläst zur Hexenjagd: «Putin-Versteher können gefährlich sein». Das Gewaltpotential der «Szene» sei gross. (24. 04.2022) 

Zur Einseitigkeit gehört auch, dass die meisten unserer Zeitungen kaum darüber informierten, dass vor der russischen Invasion die Kampfhandlungen im Donbass offenbar extrem eskalierten und Tausende Bewohner zur Flucht nach Russland trieben. Die Statistiken der OSZE sprechen von täglich Hunderten von Explosionen.  

Die Russen sind «ein Sklavenvolk»  

Die neuen kalten Krieger fordern, dass alle Russen bestraft werden, die sich nicht lautstark von Putin distanzieren. Ob Kulturschaffende, Sportler oder Unternehmer, wer einen russischen Pass hat, dem soll der Zutritt zur westlichen Wertegemeinschaft, ihren Banken und ihren Veranstaltungen verwehrt werden. Das Sippenhaft-Konzept wird auf eine Nation ausgedehnt und als moralische Verpflichtung propagiert. 

Der in der Schweiz lebende russische Schriftsteller Michail Schischkin gehört zu denen, die keinen Zweifel an der Kollektivschuld der Russen haben. Im März schrieb er in der Neuen Zürcher Zeitung: «Was ist es denn: Eine Diktatur gebiert ein Sklavenvolk, oder ein Sklavenvolk treibt eine Diktatur hervor? Es ist wie mit dem Huhn und dem Ei.» 

Schischkin nennt Russland «das letzte Imperium der Welt» und schreibt: «Der imperiale Gedanke muss aus den Köpfen wie ein bösartiger Tumor entfernt werden». Der Mann hat schon in früheren Schriften die Auffassung vertreten, Gehorsam und Untertanengeist sei den Russen von der Zarenzeit bis zur Sowjetunion so eingepflanzt worden, dass das Übel praktisch «genetisch» geworden sei. Es liege dem Russen im Blut. Wer solche Theorien über andere Nationalitäten aufstellen würde, käme wohl gemäss Artikel 261 des Strafgesetzbuches wegen Rassismus vor den Richter. Nicht so, wenn es gegen die Russen geht. 

Der Gedanke, dass die russische Sicht auf die Weltpolitik – auf eine selbsternannte Ordnungsmacht USA, die seit 9/11 ununterbrochen offene und verdeckte Angriffskriege führt und dabei Hunderttausende von «kollateralen» Ziviltoten in Kauf nimmt – Elemente von Realität und Rationalität enthalten könnte, wird in der Spirale der Empörung nicht geduldet. 

Manchmal gibt es während der ganzen Propagandawalze auch einen Lichtblick. Die SRF-Sendung Rendez-vous am Mittag liess am 13. April den Militärexperten Frank Sauer von der Bundeswehr-Universität München zu Wort kommen, der trocken festhielt, dass die Satelliten-Bilder, mit denen so allerhand russische Gräueltaten bewiesen werden sollen, nicht unbedingt zuverlässig seien. 

Sauer sagt, man dürfe nicht glauben, die Lage vor Ort wirklich zu kennen: «Ganz eindeutig leben wir in einer Informationslandschaft, die primär von der Ukraine gestaltet wird (…) Die Ukraine hat natürlich von Anfang an diesen Informationskrieg offensiv geführt und – muss man sagen – auch auf der ganzen Linie gewonnen.»


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Zum Infosperber-Dossier:

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Die Grossmächte setzen bei ihrer Machtpolitik vermehrt wieder aufs Militär und gegenseitige Verleumdungen.

Ukraine_Sprachen

Die Ukraine zwischen Ost und West: Jetzt von Russland angegriffen

Die Ukraine wird Opfer geopolitischer Interessen. Die Nato wollte noch näher an Russland. Russland führt einen rücksichtslosen Angriffskrieg und missachtet das internationale Kriegsrecht.

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37 Meinungen

  • am 1.05.2022 um 11:34 Uhr
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    Vielen Dank, Herr Scheben, für Ihre klaren Worte. Nach 1990 haben die Europäer keinen Blick für eine gesamteuropäische Politik in Hinsicht einer friedlichen Weltordnung entwickelt. Statt dessen unterwarfen sie sich noch blinder als zuvor den USA und halfen deren Vormachtstellung zu untermauern. Die Erkenntnis der unteilbaren Sicherheit und des gegenseitigen Respekts setzte sich nicht als globale Politik durch. Die USA und ihre Verbündeten führen seither Kriege für „ihre“ Weltordnung, es muss niemanden wundern, wenn Russland ihnen nun nach 32 Jahren entsprechend diesen Regeln den Spiegel vorhält. Der Westen will keinen Frieden, wie der ehemalige Schweizer Geheimdienstoffizier und NATO-Berater Jacques Baud bemerkt, der genau darin die Wurzeln des Ukraine-Kriegs und der wachsenden Gefahr eines dritten Weltkriegs sieht.

    9
    • am 3.05.2022 um 00:18 Uhr
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      Auch ich fürchte, dass «der Westen» keinen Frieden will sondern eine (bewusst provozierte?) «Chance» nutzen möchte, die sich lt. US-Präsident Biden «nur alle 3 oder 4 Generationen bietet».
      Die Unmenschlichkeit ist unbeschreiblich, die Risiken unfassbar.
      Aber auf allen Seiten gibt es Menschen, die sich für Frieden einsetzen:
      Erst gestern hat die US-Amerik. VIPS in einem Memo an den Präsidenten vor den Risiken erneut dringlich gewarnt: https://www.antiwar.com/blog/2022/05/01/intel-vets-nuclear-weapons-cannot-be-un-invented/ (übersetzt in den NDS: https://www.nachdenkseiten.de/?p=83432).
      Ich möchte hier besonders hinweisen auf die Möglichkeit zur MITZEICHNUNG EINES OFFENEN BRIEFES an Bundeskanzler Scholz unter: https://chng.it/yYH9DJdngZ (Change.org)!
      Die wissenschaftlichen Dienste des Dt. Bundestags haben offenbar in einem aktuellen «Sachstand» festgestellt, dass D durch die zugesagte Ausbildung ukrainischer Soldaten an den zu liefernden schweren Waffen selbst Kriegspartei würde.

      2
  • am 1.05.2022 um 12:39 Uhr
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    Putin und Lavrow haben die ganze Welt, die ihnen geglaubt hat, dass sie nur Manöver um die Ukraine herum betreiben, derart dreist ins Gesicht gelogen, dass die Propaganda, welche die westliche Welt, oder wenn man so will, die kapitalistische, sich in diesem speziellen Fall des russischen Angriffkriegs auf die Ukraine beinahe harmlos ausnimmt. Es ist in Kriegen leider das Verhältnis des Schreckens (auf beiden Seiten), das zählt. Schischkin hat Recht, wenn er sinngemäss sagt, dass Putin den Grossen Vaterländischen Krieg, der die Nazis niederrang, nun benutzt, um selbst in faschistischer Manier ein autonomes Land zu überfallen. Das ist eine Perversion, ein Hohn auf die über 20 Millionen russischen Toten, die jener Krieg zur Folge hatte.

    21
  • am 1.05.2022 um 12:42 Uhr
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    Der überlangen Schreibe kurzer Sinn: „Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“

    4
    • am 2.05.2022 um 07:22 Uhr
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      Oder anders: Das erste Opfer der Lüge ist immer der Lügner selbst.
      Das gilt natürlich auf allen Seiten; denn jede Meinung, die man hat, hat man sich selbst eingeredet, respektive sich bewusst einreden lassen. Dazu muss man Widersprüche unterdrücken/ignorieren. Und genau so geht man dann auch real mit anderen Menschen um, die anderer Ansicht sind.
      Kommuniziert man so mit anderen, wie man es intern mit sich selber tut, vergrössert man die Distanz und arbeitet an der Eskalation. Im Prinzip ist dieses übergriffige Aufoktroyieren der eigenen Haltung auf andere bereits die Anwendung psychischer Gewalt. Und diese Gewalt hat man sich zuerst selbst angetan, auch wenn dies noch so subtil erfolgte.

      0
  • am 1.05.2022 um 12:49 Uhr
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    Uff, besten Dank ! Schön zu hören, dass der gesunde Menschenverstand noch nicht ganz von der Propagandawalze verdrängt wurde.

    8
  • am 1.05.2022 um 12:58 Uhr
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    Die Ukraine ist ja keine Demokratie, sondern ähnlich konstituiert wie Russland: Oligarchen reagieren das Land. Jetzt unterstützt der Westen (USA) Selenski.
    Warum soll ein Despot in der Ukraine unterstützt werden, der gleich wie Russland operiert? Ziel: ICH muss an der Macht bleiben, damit die USA sich ausdehnen können.
    Die USA führen ganz Westeuropa an der Nase herum: alles mitmachen zum Vorteil der USA und zum Nachteil Europas!
    Gruss zum zukünftigen Energiemangel und dem Zerfall der deutschen Wirtschaft. Auch die Schweizer werden staunen, wenn Energie fehlt.

    11
    • am 2.05.2022 um 00:18 Uhr
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      Herr Walter, danke besser kann man nicht kommentieren, viele Leute laufen mit einem Brett vor dem Kopf in der Welt rum zudem Media manipuliert. Immer nur der gute Ami,man wird müde zu erwähnen wieviele Millionen von denen seit dem WW2 umgebracht. wurden. Immer im Namen der Demokratie…aber eben….

      5
  • am 1.05.2022 um 13:07 Uhr
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    Eine Frage sei erlaubt: Gibt es irgend eine einigermassen glaubwürdige Quelle für seine abenteurliche Story vom Journalisten mit geschminkten Schusswunden und der Schweineblut-Lache ?

    7
  • am 1.05.2022 um 13:53 Uhr
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    Als Vorkriegskind von 1936 hatten unsere Medien mein Weltbild geprägt. Russland und der kommunistische Osten waren von Übel. 1978 besuchte ich mit meiner ostdeutschen Gattin die Schwiegermutter in der Nähe von Leipzig. Wir wurden in einen Unfall mit einem Lastwagen der russischen Armee und einer VEB verwickelt. An diesem Wochenende schwanden meine Vorurteile vor der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und der VOPO. Was nicht heisst, dass der Staat nicht omnipräsent war. Die Schwiegermutter meinte schon mal zur dagebliebenen Tochter, bist Du sicher, dass wir nicht abgehört werden, wenn sie über den Staat herzog. Ihr Mann, Direktor eines IT Unternehmens und Parteimitglied, meinte offen, die Russen würden die DDR ausbeuten. Dank meiner Erfahrung konnte ich Menschen, Kultur und politische Wirklichkeit auseinanderhalten. Die Informationsbreite durchs NET helfen mir heute Informationsquellen wie TASS, Interfax u.a. die westliche Berichterstattung auszutarieren.

    0
  • am 1.05.2022 um 15:00 Uhr
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    Klar: Die «vergewaltigenden Russen» von 1945 leben wieder auf. Wie die deutsche Wehrmacht in Russland gewütet und vergewaltigt hat, wurde zuverlässig «vergessen». Meine Mutter kannte eine sehr schöne Frau, die von ihrem SS-Mann in den Osten gelockt worden war und 1945 mit ihren beiden Töchtern durch ganz Deutschland zurück nach Aachen floh – mit dem Begleitschreiben eines russischen Offiziers. Ihr und ihren Kindern geschah gar nichts.

    2
  • am 1.05.2022 um 15:43 Uhr
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    Danke für diese überfällige Kritik an der Westseite und bitte mehr davon. Wieso ist das so? Warum berichten die grossen Medien auf diese Weise und haben ihre eigentliche Aufgabe, die 4. Macht im Staat, mind. seit 2001 aufgegeben? Wem nutzt dies und diese stændigen Kriege? Wer will uns aufpeitschen und dumm halten und die andere Seite verteufeln? Gibts False Flag Operationen und vom wem für was?

    4
  • am 1.05.2022 um 15:56 Uhr
    Permalink

    Danke, dass zumindest hier noch ausgewogen informiert und kritische Fragen gestellt werden.

    5
  • am 1.05.2022 um 20:12 Uhr
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    Am besten die genannten Quellen (und zwar bis zum Ende) nachlesen/nachhören, da sieht man wie manipulativ der Autor diese einsetzt.

    Beispielsweise wenn er sagt:

    «… Militärexperten Frank Sauer von der Bundeswehr-Universität München zu Wort kommen, der trocken festhielt, dass die Satelliten-Bilder, mit denen so allerhand russische Gräueltaten bewiesen werden sollen, nicht unbedingt zuverlässig seien.»

    Dann ist das so zusammengesetzt ganz einfach frei erfunden. Es :

    https://www.srf.ch/news/international/krieg-in-der-ukraine-die-informationslandschaft-ist-ukrainisch-dominiert

    8
    • am 2.05.2022 um 09:13 Uhr
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      Sie müssten auch die Gegenseite hören, um dies beurteilen zu können. Folgen Sie dem weiter obenerwähnten Link zum Anti-Spiegel und lesen sie dort was zu Bucha berichtet wird. Mein Vorschlag: warten sie vielleicht mit ihrem Urteil bis die Resultate einer unabhängigen Untersuchungskommission vorliegen.

      2
    • am 2.05.2022 um 09:42 Uhr
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      Dieser Kommentar war nicht fertig ausgearbeitet (aus Versehen abgesendet, Ctrl-Eingabetaste macht sowas). Ich habe eine neue Version geschrieben.

      3
  • am 1.05.2022 um 21:16 Uhr
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    Als vorbelasteter ex-DDRler kommt es mir immer mehr so vor – die neutralen Österreicher sind auf subtile Weise seit ’55 darin Meister – den sowjetischen Beitrag zum Sieg über Nazideutschland zu marginalisieren, mit Hinweis auf den Stalinismus und die Kriegsverbrechen der Roten Armee zu entwerten und es sowieso einer Laune der Weltgeschichte zuzuschreiben, dass die eine brutale Diktatur notgedrungen die andere besiegen musste. Hitler führte einen weltanschaulichen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion – die dort siedelnden Slawen – egal ob Russen oder Ukrainer – und Juden waren ihm alle gleich minderwertig. Nur der ungeheure Beharrungswille und der gewaltige Blutzoll der Sowjetunion brachen im Verein mit den riesigen us-amerikanischen Wirtschaftshilfen den Nazis das Genick. Die derzeitige drehbuchhafte Geschichtsklitterung geschieht wg. des Ukraine-Kriegs. Der Russe soll soweit wie möglich entwertet werden. Und westliche Naivlinge lassen sich hier willig mißbrauchen.

    6
  • am 1.05.2022 um 23:56 Uhr
    Permalink

    Sollen mit dem Artikel heute aktuelle und belegte Gräueltaten des Putinregimes und Vergewaltigungen der russischen Soldaten mit 2. Weltkriegsopfern oder andern Kriegsopfer der letzten 70 Jahre relativiert, gerechtfertigt und aufgerechnet werden? Wie lange zurück kann und darf man Gräueltaten verrechnen? 100 oder 200 Jahre oder bis zum 30-jährigen krieg oder bis ins römische Reich zurück ?

    Können vergangene Kriegsverbrechen heutige in der Ukraine relativieren, erklären und rechtfertigen ?

    Die heutigen putinschen Kriegsverbrechen können m. E. nicht mit früheren Opfern verrechnet werden!

    Oder eine weitere Frage an den Autor: wie sieht nach dessen Meinung der heutige Zwischenstand aus, bzw. wieviele Kriegsverbrechen darf Putin noch veranlassen bis zum Unentschieden mit den USA bzw. der westlichen Welt ?

    18
    • am 2.05.2022 um 13:12 Uhr
      Permalink

      Der Autor rechnet m.E. nicht auf, er erklärt anhand von historischen Fakten, dass wir wieder einer einseitigen westlichen Propaganda erliegen.

      2
    • am 3.05.2022 um 01:35 Uhr
      Permalink

      Herr Haller, wer welcher Propaganda unterliegt wird erst die Geschichte zeigen.

      Der Beitritt der ehemaligen Comeconstaaten zur Nato und EU erfolgte – wie der heutige putinsche Agressionskrieg belegt – aus berechtigtem Misstrauen gegenüber russischen Hegemonialansprüchen aufgrund historischer Erfahrungen. (z.B. 1953, 1956, 1968 )

      Man kann es drehen wie man will. Die westeuropäische und amerikanische Kultur sind – bei allen Unzulänglichkeiten – attraktiver als das putinsche Gesellschaftsmodel. Hinzu kommt, dass das russische Gesellschaftsmodel zutiefst nationalistisch ist, was der Autor und div. Kommentare geflissentlich unterschlagen, andernorts aber kritisieren würden.

      7
    • am 3.05.2022 um 23:10 Uhr
      Permalink

      Jede Gesellschaft hat das Modell, das zu ihr passt. Wir sollten endlich aufhören, die anderen zu belehren wie sie reagiert werden sollten und wie sie zu leben haben. Und jedes Modell ist in gewissem Sine nationalistisch, sonst würden wir keine Nationalstaaten mehr haben. Schlussendlich orte ich die Hegemonieansprüche nicht bei Russland, sondern bei den USA unterstützt durch den Westen. Wir brauchen nur die Kriege der letzten 20 Jahre zu analysieren und das damit verbundene Leid und die Toten, die zu 80% Zivilbevölkerung angehören.

      0
    • am 2.05.2022 um 16:13 Uhr
      Permalink

      «Über den Ukraine-Krieg berichten viele Medien einseitig»

      Dies ist der Titel des Artikels. Ich teile Ihre Meinung Herr Wüstiner, dass die einen Kriegsverbrechen nicht die anderen Kriegsverbrechen legitimieren. Aber Sie scheinen einen Reflex zu haben, unsere westliche Sichtweise mit dem bösen Putin zu verabsolutieren und vergessen deshalb reflexartig, auf den Artikel einzugehen. Ja, Putin hat einen nicht zu rechtfertigenden Krieg begonnen. Das heisst aber nicht, dass unsere Medien nicht einseitig berichten könnten. Ich bin hier mit Herr Scheben absolut einig, unsere Medien berichten sehr einseitig, Propaganda halt. Ich höre Ihren Einwand, die russische Propaganda sei noch krasser. Ich vermute, das stimmt. Aber auch das ist kein Argument gegen die Kritik, dass unsere Medien einseitig und moralisiend berichten.

      2
  • am 2.05.2022 um 01:10 Uhr
    Permalink

    Die Feststellungen von Herr Scheben skizzieren immer klarer erkennbare Unzulänglichkeiten der modernen westlichen Zivilisation. Diese Unzulänglichkeiten sind durch die ultraschnellen modernen Kommunikationstechniken und die Manipulationsbereitschaft der Bevölkerung in jüngster Zeit enorm gewachsen. Wenn diese Entwicklung nicht bald gestoppt werden kann, werden wir vom Rande, wo wir uns jetzt befinden, unweigerlich in den Abgrund stürzen.

    3
  • am 2.05.2022 um 08:28 Uhr
    Permalink

    «Die Sowjetunion hat ihren Sieg über das Hitler-Regime mit mehr als 25 Millionen Toten bezahlt.» Dieser Satz hat mich stutzig gemacht. Was ist mit Stalin? Mir erscheint dieser Artikel ziemlich tendenziös.

    10
  • am 2.05.2022 um 10:39 Uhr
    Permalink

    Eigentlich ganz einfach: Alle, die hier ihre Meinung kundtun, egal pro oder contra Westen/Osten, haben nichts zu befürchten. Unter Herrschern wie Putin dürfte das anders sein. @Helmut Scheben: Ich vermisse in ihrem Artikel die Berücksichtigung der Tatsache, dass die Menschen im Westen deutlich freier nach ihrem eigenen Selbstverständnis leben dürfen. Die andere Seite musste ihre Untertanen «einmauern», damit sie nicht fliehen konnten, und die, die es versuchten, wurden erschossen. Wenn Sie in ihrem Artikel schreiben, die Medien würden sie Russen als die Bösen hinstellen wollen, entgegne ich, nicht die Russen, sondern Putin und seine Vasallen.

    8
  • am 2.05.2022 um 18:34 Uhr
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    Nicht alle Informationen kommen von der Ukraine selber, es gibt die ausländischen Kriegsreporter die immer noch dort sind und auch filmen und alles belegen können. Das Zitat am Ende ist ziemlich absurd:
    Will er damit sagen, dass diese hunderte Leichen die auf der Strasse in Butscha lagen nur erfunden wurden oder dass das nur Schauspieler waren? Dann wäre das eigentlich die Russen Propaganda die ja genau das behauptet.
    Die Geheimdienste der USA und England haben die wohl besten Satelliten und die haben ganz klar gesagt, dass die Leichen tagelang dort gelegen haben. Und selbst wenn es das Kriegsverbrechen Butscha nicht gegeben hätte, das passiert ja in mehreren Städten, in Kharkiv genau dasselbe. Mariupol ist zerstört. Das sind alles Kriegsverbrechen. Die Ukrainer werden niemals aufgeben und deshalb sind die Waffenlieferungen gerechtfertigt, zudem sind die ukrainischen Soldaten stärker und taktisch viel geschickter als die Russen. Da ist noch nichts verloren…

    8
  • am 2.05.2022 um 19:53 Uhr
    Permalink

    Als Schweizer war ich immer der Meinung, im Echo-der Zeit werde man objektiv informiert. Bis ich am 10 Januar (also noch der Fortsetzung des Krieges durch die russ. Armee) einen Bericht des Schweizer Journalisten Fredy Gsteiger über Russland und USA hörte. Ich habe den Mann daraufhin auf acht Unwarheiten aufmerksam gemacht. Die allerkrasseste Lüge (ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Nato ohne UN-Mandat Serbien bombardiert habe, dass die Nato also ein Angriffst- und kein Verteidigungsbündnis sei. Herr Gsteigers Antwort: «Die Nato ist ein reines Verteidigungs- und kein Angriffsbündnis. Die Nato hat noch nie ein Land ohne UN-Mandat angegriffen, wohl aber die Russen!»
    Und dieser ehemalige Chefredaktor der Weltwoche bestimmt, wer und wie über den (neuen) Krieg in der Ukraine informiert. Kann man zu so einem Mann noch einen Funken Vertrauen haben?

    1
    • am 3.05.2022 um 10:56 Uhr
      Permalink

      Ich habe bisher noch keinen pro Ukrainischen Kriegsbefürworter getroffen der die Tatsache akzeptiert dass die Nato ein Angriffs und nicht Verteidigungsbündnis ist. Was in Yugoslawien passiert ist wird entweder ignoriert oder schöngeredet. Auch auf die Tatsache dass Russland das Verhalten der USA übernommen hat, indem es sich nun in den Bürgerkrieg in der Ukraine einmischt wird nicht eingegangen. Die immer krasser in Erscheinung tretende Polarisierung von Meinungen zeigt, dass dem medienmanipulierten Durchschnittsbürger die Fähigkeit zu Differenzierung weitgehend abhanden gekommen ist.

      0
    • am 4.05.2022 um 01:19 Uhr
      Permalink

      @ B.Baumli.

      Es geht vorliegend um die Ukraine und einen russischen, völkerrechtswidrigen Agressionskrieg! Nicht um Jugoslawien, Syrien, Irak, Türkei und Kurden etc…etc.

      Danke für diese aufschlussreiche Relativierung russischer Kriegsverbrechen. Russische Völkerrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen sind und können nie so schlimm wie westliche sein und dürfen/müssen deshalb vernachlässigt werden.

      Die Frage ist nur, ob die ukrainischen Zivilbevölkerung, die Vergewaltigungs- und Kriegssopfer und deren Angehörige dies auch so sehen. Wohl kaum.

      Aber im Sinn des (post)sowietischen (putinschen) Imperialismus muss dies im Namen der so friedlichen Internationale vertreten und toleriert werden.

      4
  • am 2.05.2022 um 20:07 Uhr
    Permalink

    Herr Scheben benützt die gleiche Technik, die er brandmarken möchte: Er framt. Zum Beispiel, wenn die Mitteilung über die 25 Mio Toten der UdSSR im Kampf gegen Nazi-Deutschland einen wichtigen Abschnitt einleitet.
    Daneben ist vieles in seinen Ausführungen bedenkenswert. Mir scheint aber der ganze Artikel ziemlich einäugig.
    Das wäre, sozusagen als Gegengewicht, nicht bedenklich – wenn nicht viele Lesende diesem Artikel (und nicht nur diesem) völlig kritiklos zustimmten. Man könnte sagen, sie liessen sich von einer Art Gegen-Mainstream blenden – ebenso, wie sie selber es vielen „Mainstream“-Konsumenten unterstellen.

    10
  • am 2.05.2022 um 23:06 Uhr
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    Dass journalistische Berichterstattung reduziert resp fokussiert (reduzieren/fokussieren muss), ist offensichtlich. Das tut auch Scheben in seinem Artikel. Aber was doch interessiert heute, ist:
    – ist Russland eine menschenverachtende Diktatur unter Putin? Gibt es Möglichkeiten in Russland, sich gegen den Strom zu stellen, gibt es eine Opposition, gibt es Meinungsfreiheit? Werden Demonstrant:innen verhaftet, eingesperrt, verfolgt? Haben sexuelle oder ethnische Minderheiten (Gastarbeiter:innen aus Zentralasien oder dem Kaukasus z.B.) in Russland ein «gleichwertiges Leben»?
    – Hat Russland die Ukraine angegegriffen? Töten russische Bombardierungen Menschen (Soldaten und Zivilpersonen) auf ukrainischem Boden? Verbreitet die russische Armee Terror (Ermordung von Zivilist:innen)? Verhindert Russland die Exfiltration von Zivilist:innen aus Städten und Regionen, die systematisch bombardiert werden?
    – gibt es irgendeine Rechtfertigung für diese Intervention?

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    • am 3.05.2022 um 18:02 Uhr
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      Ich finde, man sollte auch bei Leserkommentaren versuchen die Relationen im Auge zu behalten. Natürlich kann man von der «Diktatus Putins» reden und von «Meinungsfreiheit» in Russland. Objektiv beurteilen kann man das aber nur, wenn man sich selber Vorort informiert hat und mit den Leuten dort gesprochen hat. Bei Protesten gegen die Koronamassnahmen wurden in der Schweiz Leute recht unsanft verhaftet. Man müsste im eigene Land beginnen, wenn man von Meinungsfreiheit spricht.
      Hat Serbien Deutschland oder die USA angegriffen? Natürlich nicht. Serbien wurde trotzdem von der Nato bombardiert.

      3
  • am 3.05.2022 um 00:08 Uhr
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    Danke für diesen tollen Artikel. Vor allem die erste Hälfte ist wirklich so treffend formuliert.

    2
  • am 3.05.2022 um 12:25 Uhr
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    Insgesamt scheint mir die Diskussion hier nicht ausgewogen und mE. antiwestlich geprägt. Letzteres darf man ja, dann aber sollte nicht ein Anspruch auf Objektivität gestellt werden.
    Wobei, wie kann man in der jetzigen Kriegsphase als Aussenstehender objektiv sein? Was heisst hier objektiv? Ist objektiv betrachtet eine Demokratie besser als eine Diktatur (keine einfache Frage) ?

    War es, geschichtlich betrachtet, bisher nicht immer so, dass oft stärkere Mächte die schwächeren unterjocht haben und dass dabei ganze Kulturen verschwanden? Ich stehe zu einer demokratischen Kultur und bin deshalb nicht objektiv und somit auch nicht neutral. Ich hoffe, dass sich demokratische Kulturen behaupten können, da sie meinen Wertvorstellungen am ehesten gerecht werden. Eine Neutralität im Sinne einer «Rosinenpcikerei» lehne ich ab.

    Die Berichterstattungen zum Ukrainekrieg mag in bestimmten Fällen hinterfragt werden, insgesamt aber sehe ich keine groben Verletzungen.

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  • am 3.05.2022 um 13:52 Uhr
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    Irgendwie erinnert mich diese Diskussion an die Schlacht bei Sempach 1386.

    Die offizielle Version der Aussage Winkelrieds war «erhaltet mir Weib und Kind». Die inoffizielle Version war «wer hed mi gschöpft ?»

    Bis jetzt wissen wir noch nicht, wo die Information, wo die Desinformation liegt. Sicher ist aber, dass es da keine «false flag action» gab. Die Fahnen waren alle echt.

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