Varoufakis_cc-1

Varoufakis: Statt über seine Argumente wird über seine Person geschrieben © cc

So funktioniert Rufmordmaschine gegen Varoufakis

upg /  Grosse Medien zielen auf die Person des griechischen Finanzministers, ohne Quellen ihrer «Informationen» offenzulegen.

Während einer Sitzung der EU-Finanzminister in Brüssel hätten ungenannte Teilnehmende ihren griechischen Kollegen Varoufakis als «Spieler», «Amateur» und «Zeitverschwender» beschimpft. Das berichteten die Tagesschau des Schweizer Fernsehens sowie der «Tages-Anzeiger» und der «Bund».
Der griechische Journalist Nikos Sverkos hat recherchiert, woher diese Informationen stammten und brachte die zwielichtige Rolle einiger Medien-Einflüsterer oder «Spin-Doktoren» ans Tageslicht.
Sein Fazit: Namhafte Medien würden sich noch so gerne manipulieren lassen und süffige Schlagzeilen über den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis verbreiten, ohne deren Gehalt zu überprüfen.
———-
NACHTRAG vom 21.5.2015: Varoufakis nimmt Stellung: «Schimpfwörter sind von gelenkten Medien erfunden»
———-
Die Methoden von EU-Einflüsterern würden erklären, warum Varoufakis im übrigen Europa eine derart schlechte Presse hat, und warum die Berichte aus Brüssel sich derart gleichen.
Hochgradig plausible Enthüllung

«Secrets of the Brussels media machine» lautet der aus dem griechischen übersetzte englische Titel von Sverkos aufschlussreichem Artikel, dessen wichtigste Aussagen der deutsche Journalist Norbert Häring in seinem Blog auf deutsch übersetzt hat. Der langjährige Mitarbeiter des deutschen Handelsblatts hält die Darstellung von Nikos Sverkos für «hochgradig plausibel».
Inoffizielle Pressekonferenzen als anonyme Quelle
Die «gut geölte Brüsseler Medienmaschine» (Sverkos) operiere auf der Basis der Anonymität. Es seien zwar meist hochrangige Offizielle oder deren Sprecher, die ausgewählte Journalisten zu inoffiziellen Pressekonferenzen oder «Briefings» einladen, doch die eingeladenen Medien dürfen sie nur anonym zitieren. Die Leserschaft erhält den Eindruck, die Journalisten hätten die vertraulichen Informationen dank persönlicher Recherchen von direkten Verhandlungsteilnehmern erhalten, oder von Leuten, die wissen, was während der Verhandlungen tatsächlich gesagt wurde.
Medien verschweigen, dass sie gar nicht recherchiert haben
Ausgewählte Brüsseler Korrespondenten, die an solche inoffiziellen Pressegespräche regelmässig eingeladen werden, spielen dieses Spiel mit und wahren die Anonymität ihrer offiziellen Quellen. Sie verschweigen die Existenz dieser inoffiziellen Pressemeetings. Denn sonst würden sie nicht mehr eingeladen und vom Informationsfluss abgeschnitten. Sie müssten dann das Feld mit den «Insider-Informationen» den Konkurrenten überlassen.

Führend sind zwei Agenturen und die «Financial Times»
Deutsche, gegenüber Griechenland besonders kritisch eingestellte Vertreter bei der EU und deren Alliierte würden besonders häufig zu solchen ausgewählten «Pressemeetings» einladen. Französische oder italienische EU-Vertreter deutlich weniger. Griechische Diplomaten seien nie dabei, wenn es um Griechenland gehe. Diese inoffiziellen Pressekonferenzen würden sehr oft von einer deutschstämmigen Person geleitet, die auch für den Sprecherdienst der EU-Kommission arbeitet.
Auf Seite der Medien seien die wichtigsten Spieler die beiden grossen internationalen Nachrichtenagenturen

  • «Reuters» und
  • «Bloomberg», sowie die Zeitung
  • «Financial Times».

Was auch immer diese Medien über die Konferenzen berichten, werde von vielen anderen Medien in Europa übernommen, manchmal sogar, ohne diese indirekte Quelle zu zitieren, stellte Sverkos fest.

Verhandlungen vom 23. Und 24. April als Beispiel

Als Beispiel geht Sverkos auf die denkwürdigen Verhandlungen des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis mit der Euro-Gruppe am 23. und 24. April in Riga näher ein. Am 24. April berichteten grosse Medien von Beschimpfungen, die sich Varoufakis während des eigentlichen Treffens von den Kollegen habe anhören müssen. Von konkreten Beleidigungen wurde berichtet – allerdings

  • ohne Quellen zu nennen, und
  • ohne darüber zu informieren, wer denn diese Beleidigungen angeblich ausgesprochen hatte.


Stephan Israel, Korrespondent in Brüssel, berichtete am 25. April 2015 im Tages-Anzeiger und im Berner Bund: «Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis wurde gestern beim Treffen der Euroländer in Riga von seinen Amtskollegen auch persönlich angegangen. Varoufakis sei von anderen Finanzministern als «Spieler», «Amateur» und «Zeitverschwender» tituliert worden, berichteten Agenturen vom dreistündigen Gespräch hinter verschlossenen Türen.»
«Tages-Anzeiger» und «Bund» hielten es für überflüssig, das Umfeld des griechischen Ministers mit diesen schweren Vorwürfen zu konfrontieren, eine Stellungnahme einzuholen und zu zitieren.
Anonyme Stimmungsmache
Und so kamen diese angeblichen Beschimpfungen gegen Varoufakis nach den Recherchen von Sverkos in die Medien: Die oben erwähnte deutsch sprechende Person, die offiziell für die EU-Kommission tätig ist, hat unmittelbar nach Ende des Treffens acht ausgewählte Journalisten für die übliche inoffizielle Pressekonferenz zusammengerufen. Was dort gesagt wurde, hat Sverkos nach eigenen Angaben von einem der Teilnehmenden direkt erfahren: Der Offizielle beschrieb Varoufakis als jemand von einem anderen Planeten, der sich verhalte, wie man das noch nie von jemand oder selbst von Varoufakis erlebt habe.
Zwei andere EU-Offizielle, einer, der für die Eurogruppe arbeitet, und einer von der diplomatischen Mission eines südeuropäischen Landes, hätten ein identisches inoffizielles Briefing für ausgewählte Journalisten gegeben. Sie hätten Varoufakis ebenfalls als «Ausserirdischen» bezeichnet. Sie hätte ebenso aggressive Beschimpfungen erwähnt. Das erfuhr Sverkos nach eigenen Angaben von einem Journalisten, der bei den Briefings anwesend war.
Als einzelne Journalisten anfingen, Fragen nach dem Kern der Meinungsunterschiede zu stellen, habe es keine Antwort gegeben. Offensichtlich ging es nur darum, die Person von Varoufakis schlecht zu machen.

Die drei genannten internationalen Leitmedien verbreiteten die Darstellung der Spin-Doktoren aus den inoffiziellen Pressekonferenzen. Sie berichteten von einer extrem aggressiven Atmosphäre bei dem Treffen und brachen dabei den üblichen journalistischen Code, der es verbietet, anonyme Quellen Beleidigungen aussprechen zu lassen und solche anonymen Beleidigungen zu verbreiten.
Hier als Beispiel, was die «Welt» unter Verweis auf Bloomberg daraus machte:

«…In der Sitzung entlud sich dann auch die Verärgerung bei anderen Regierungsvertretern. Nachdem Varoufakis das Wort ergriff und erklärte, seine Regierung könne sich mit den Partnern binnen einer Woche auf eine Reformliste verständigen, konnten einige Kollegen ihre Verärgerung nicht länger verbergen. Als ‹Amateur›, ‹Zeitverschwender› und ‹Spieler› wurde er beschimpft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.»
Und Christine Schärer berichtete in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens am 24. April nach der Anmoderation von Florian Inhauser wie folgt:

«…Für Varoufakis kein guter Tag heute. Von seinen Amtskollegen musste sich Varoufakis üble Schelte gefallen lassen. Als ‹Spieler›, ‹Amateur› und ‹Zeitverschwender› soll er betitelt worden sein.»
Wer Varoufakis so beschimpft haben soll und aus welcher Quelle diese Information stammt, erfuhren die Zuschauenden nicht. Trotz der schweren Vorwürfe holte die Tagesschau auch keine Stellungnahme der griechischen Seite ein.
Dementi eines Ministers wird ignoriert
Varoufakis italienischer Minister-Kollege Pier Carlo Padoan hat in der Folge öffentlich dementiert, dass es diese Beleidigungen bei dem Treffen gegeben habe. Dieses Dementi hinterliess aber in den Medien keine grösseren Spuren. Daraus muss man schliessen, dass in den europäischen Medien von anonymen Quellen verbreitete Beleidigungen, zudem ohne mit Namen identifizierte Beleidiger, mehr zählen als der abweichende Bericht des italienischen Finanzministers, der sich mit Namen zitieren lässt.
Im Gegensatz etwa zur «Frankfurter Allgemeinen» FAZ haben weder die Schweizer Tagesschau noch Tages-Anzeiger oder Bund über das Dementi des italienischen Ministers informiert.
Tages-Anzeiger-Korrespondent: «Ich stützte mich auf die Agenturen»
Stephan Israel, Korrespondent in Brüssel, erklärte gegenüber Infosperber, der «Tages-Anzeigers» und der «Bund» hätten die Beschimpfungen nicht dementiert, weil dies auch die «zuverlässigen» Agenturen Reuters oder Bloomberg nicht getan hätten. Er selber sei am Ministertreffen in Riga nicht dabei gewesen. Wenn er als Korrespondent an Ort und Stelle sei, gehörten Hintergrundgespräche, Kontakte mit Mitarbeitern der Minister, nationalen und EU-Diplomaten etc. zum Arbeitsalltag: «In der Regel dürfen diese Gesprächspartner nicht namentlich zitiert werden beziehungsweise auch nicht identifizierbar sein.»
Solche Hintergrundgespräche würden einen Einblick geben hinter die Kulissen und hinter die diplomatischen Floskeln. Aber selbstverständlich bestehe «immer die Gefahr, einem ‹Spin› der einen oder anderen Seite auf den Leim zu gehen». Allerdings hält Stephan Israel die erwähnten Beschimpfungen mit den Worten «Spieler», «Amateur» und «Zeitverschwender» für «durchaus glaubwürdig».
Ob diese Ausdrücke tatsächlich so gefallen sind, weiss Korrespondent Stephan Israel nicht: «Gemäss meinem Kenntnisstand heute haben die Gesprächspartner von Bloomberg hier vermutlich die sehr angespannte Diskussion/Atmosphäre in Riga auf diese Ausdrücke reduziert/resümiert.»

Medien messen zwei Ellen
Ein Vergleich veranschaulicht, wie einige Medien bei der Inland- und Auslandinformation verschiedene Massstäbe anwenden. Informationen, wonach Bundesratsmitglieder während einer Sitzung Bundesrat Ueli Maurer als ‹Spieler›, ‹Amateur› und ‹Zeitverschwender› betitelt hätten, würden die Schweizerische Depeschenagentur und grosse Medien höchstens verbreiten, wenn sie entsprechende Informationen direkt aus dem Bundesrat hätten und auch wüssten, welcher Bundesrat sich zu solchen Ehrbeleidigungen hat hinreissen lassen. Und in einem solchen Fall bekäme Ueli Maurer Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Anonyme Beschimpfungen, ohne Betroffenen anzuhören
Seriöse Medien verbreiten keine von anonymen Quellen geäusserten Beleidigungen. Umso mehr, wenn nicht einmal darüber informiert werden kann, wer denn der Beleidiger namentlich ist.
Warum sich die SRF-Tageschau in diesem Fall nicht an diesen Grundsatz gehalten hat, liess das Fernsehen auf Anfrage von Infosperber bisher unbeantwortet.
Seriöse Medien respektieren zudem die Pflichten der Journalistinnen und Journalisten (Presserat), bei schweren Vorwürfen die Betroffenen anzuhören und über deren Stellungnahme kurz und fair zu informieren. Im konkreten Fall wäre Varoufakis oder sein Umfeld die Adressaten gewesen.
Weshalb weder Fernsehen noch der «Tages-Anzeiger» und der «Bund» dieser Pflicht nicht nachgekommen sind, bleibt offen. Zweifelsfrei sind es schwere Vorwürfe, wenn man einen Minister als «Spieler», «Amateur» und «Zeitverschwender» betitelt.

Weitere Fragen konnte das Fernsehen bisher nicht beantworten, weil die verantwortliche Redaktorin Christine Schärer in den Ferien weilt.

NACHTRAG vom 21.5.2015: Varoufakis nimmt Stellung: «Schimpfwörter sind von gelenkten Medien erfunden»

Siehe unser DOSSIER:


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine

Zum Infosperber-Dossier:

Zeitungen_1

Kritik von Zeitungsartikeln

Printmedien üben sich kaum mehr in gegenseitiger Blattkritik. Infosperber holt dies ab und zu nach.

War dieser Artikel nützlich?
Ja:
Nein:


Infosperber gibt es nur dank unbezahlter Arbeit und Spenden.
Spenden kann man bei den Steuern in Abzug bringen.

IBAN: CH 0309000000604575581

7 Meinungen

  • am 20.05.2015 um 13:54 Uhr
    Permalink

    Die Karten dürften anders liegen, als Nikos Sverkos meint. Wahrscheinlich wurde er sogar selbst in die Hetzkampagne Deutschland-Griechenland eingespannt.

    Erstmal fällt ja auf, wer die Gerüchte vom «Gambler» Varoufakis verbreitet hat: Reuters in London, Financial Times in London, Bloomberg in New York. Noch interessanter wird es, wenn wir uns die «Journalisten» hinter den Artikeln anschauen: Peter Spiegel von der Financial Times war zuvor beim Walstreet Journal und schrieb über den Irak- und Afghanistan-Krieg. Ian Wishart von Bloomberg war zuvor bei der britischen «European Voice», welches zur Economist Group gehört, welche zur Hälfte der Financial Times gehört. Und Robin Emmott von Reuters war zuvor wo? Richtig: Bei der Financial Times.

    Es handelt sich hier nicht um eine deutsche Story. Es handelt sich um eine Londoner Story. Was wird gespielt? Das alte Londoner Spiel: Teile und Herrsche. Diesmal werden Deutschland und Griechenland gegeneinander ausgespielt und die EU damit geschwächt.

    Das ist die alte britische Leier. Die Briten besetzen schon im Ersten Weltkrieg das neutrale Griechenland, stürzten den König und stellten 1915 die Saloniki-Armee gegen Deutschland/Bulgarien zusammen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das neutrale Griechenland von den Briten wieder besetzt (lange vor dem italienischen Angriff!) und in Belgrad im März 1941 ein Putsch durchgeführt, um die Deutschen in eine Südfront zu verwickeln.

    Churchill lässt grüssen.

    0
  • am 20.05.2015 um 14:08 Uhr
    Permalink

    Absolut einverstanden. Ich befüchte aber, dass wir es hier nicht nur mit unsauberer Pressearbeit zu tun haben. Wer weiss, wie sich namentlich Schäuble öffentlich über Varoufakis äussert, muss annehmen, dass die kolportierten Beleidigungen tatsächlich geschehen sind. Wenn Schäuble etwa sagt, Varoufakis habe ein «Rendez-Vous mit der Realität» gehabt, dass ist der Vorwurf der Taumtänzerein nur noch eine leichte Zuspitzung. Oder wenn Schäuble nach einer Sitzung bekannt gibt, «der Professor aus Griechenland» habe Mühe, sich verstänlich auszudrücken, und er (Schäuble) sei nicht der einzige, der Varoufakis nicht verstanden habe, dann kann man das auch mit «Wirrkopf» übersetzen. Typisch ist auch, das der EU-Ministerrat nie ersthaft auf das Argument eingetreten ist, dass die Sparmassnahmen und die massiven Lohnkürzungen die Rezession zumindest verstärkt, wenn nicht ausgelöst haben. Jedenfalls war von einer solchen Diskussion bisher nichts zu hören. All das deutet darauf hin, dass Varoufakis auch von seinen von Schäuble angeführten Minister-Kollegen als Störefried ausgegrenzt wird.
    Dass die Kollegen Journalisten dieses üble Spiel mitmachen, ist allerdings auch kein Ruhmesblatt.
    Zur Ehrenrettung der Deutschen sei erwähnt, dass Heiner Flassbeck der schärfste Kritiker der deutschen Griechenland-Politik ist. Lesen Sie hier.
    http://www.flassbeck-economics.de/wir-koennen-doch-nicht-einfach-geld-dorthin-schicken-schaemen-sie-sich-herr-gabriel/

    Werner Vontobel

    0
  • am 20.05.2015 um 15:25 Uhr
    Permalink

    Mir ist die Hetze gegen Varoufakis längst schon aufgefallen. Sie ist breut gestreut. Es braucht nicht einmal Fantasie, um zu vermuten, dass die Kampagne von einer Stelle gesteuert wird. Wohl mit gutem Grund. Es geht nicht nur um Griechland, sondern auch um die iberische Halbinsel. Wenn nicht alles täuscht, werden die rechten Regierungen dort abgewählt. In Spanien dürfte die PSOE (Sozialdemokraten) die stärkste Partei werden, aber weit unter der absoluten Mehrheit. In Brüssel wird man alles daran setzen, dass die PSOE ein Bündnis mit den geschlagenen Konservativen eingeht. Tut sie das,dürfte ihr Schicksal besiegelt sein: wie das ihrer Schwesterpartei in Griechenland, der PASOK. Die PSOE wird sich wohl entscheiden mit den linken Soziallisten eine Koalition zu bilden. Was wiederum auf die übrigren europäischen Sozialdemokraten einen Einfluss hätte.

    0
  • am 20.05.2015 um 16:51 Uhr
    Permalink

    Wie und wer auch immer hier sabotiert…
    Es sind die Vertreter des Irrglaubens an Geld das arbeiten könne.
    Schäuble hat da ganz gewiss und leider eine Sicht der Finanzwirtschaft und nicht die der Gesamtwirtschaft. Es sind die Vertreter von gigantischen Wettbureaus, die auf Bankrott von Staaten wetten, ihre Vasallen in den Regierungen sorgen dafür, dass die Wettbureaus wenn nötig mit Steuergeld gerettet werden.
    Was Schäuble vertritt wird nicht nur den Griechen schaden sondern auch den Deutschen und ganz Europa.
    Sehr empfehlenswert finde ich den Kontext vom Montag 18. Mai:
    http://www.srf.ch/sendungen/kontext/in-der-griechischen-krise-europa-neu-denken

    0
  • am 20.05.2015 um 17:21 Uhr
    Permalink

    @Infosperber: Wer ist eigentlich diese Christine Schärer, die den Griechenland-Beitrag auf SRF vorgelesen hat und derzeit in den Ferien weilt? Ich finde keinerlei Informationen über sie. Obwohl sie offenbar schon seit 12 Jahren bei der Tagesschau ist; hier ein Beitrag zu «Harry Potter» (!!!) von 2003: http://bit.ly/1KjTahn

    Hier ihr Twitter-Profil, auch nicht gerade berauschend: https://twitter.com/c_schae
    (Es ist wirklich die SRF-Schärer, siehe hier: https://twitter.com/bdrtschr/lists/tagesschau/members)

    Für eine Medienfrau ziemlich dürr das Ganze…

    Wer steckt hinter dieser Stimme und dem dubiosen Twitter-Profil? Wer hat die Texte geschrieben, die «Christine Schärer» und Florian «Teleprompter» Bösch vorgelesen haben?

    Stephan Israel hat auch einen einschlägigen Werdegang. Zuerst bei der New Yorker Associated Press (mit Bloomberg und Reuters die Dritte im Bunde der angelsächsischen News- bzw. PR-Agenturen). Dann wurde er 1992 rechtzeitig zum grossen US-Feuerwerk als Korrespondent auf den Balkan geschickt. Jugoslawien war der grösste PR-Krieg der 90er Jahre.

    Der «Tagi» hat diese «Story» vermutlich über die «Leading European Newspaper Alliance» übernommen, in der auch «Die Welt» dabei ist, die die Story in Deutschland lanciert hat. (http://bit.ly/1Bc7bFJ).

    Axel Springer und die anderen deutschen Zeitungsverleger haben ihre Lizenzen wiederum nach 1945 von den Briten und Amerikanern erhalten und berichten noch heute im Interesse der ehem. Sieger.

    0
  • am 20.05.2015 um 21:20 Uhr
    Permalink

    Dominik Roelli, Urs Lachenmeier, danke für Ihre Statements. Diesmal kann ich mich Ihnen ganz und gar anschliessen. Wenn Brüssel so weiter kutschiert, dann zerstört es die EU …

    0
  • am 20.05.2015 um 22:15 Uhr
    Permalink

    Zu Professor Varoufakis› Spezialitäten gehört auch die Spieltheorie, daher «Spieler».
    Wikipedia (E) listet ihn u.a. als Autor von
    – Game Theory: A critical text. London and New York: Routledge, 2004 (with Shaun P. Hargreaves-Heap; translation in Japanese)
    – Game Theory: A critical introduction. London and New York: Routledge, 1995 (with Shaun Hargreaves-Heap)
    Die Journis haben also sogar einmal recherchiert, chapeau.
    Aber vielleich versteht er es, sich selber zu wehren:
    «His next book has the working title Reverse Alchemy: Europe on the Road to Disintegration.» (Wikipedia)

    Werner T. Meyer

    0

Ihre Meinung

Lade Eingabefeld...