Sperberauge

Für «Berner Zeitung» und «Bund» gibt es keine Prämienerhöhung

Esther Diener-Morscher © zvg

Esther Diener-Morscher /  Bei den Berner Tamedia-Blättern kontrolliert offenbar niemand, was gedruckt wird. Eine Tabelle zeigt für 2027 unveränderte Prämien.

Wer den «Bund» oder die «Berner Zeitung» liest, muss sich – vermeintlich – keine Sorgen um höhere Krankenkassenprämien machen. Die Tabelle, welche die beiden Tamedia-Zeitungen abgedruckt haben, zeigen bei allen zehn genannten Versicherungen: Sie verlangen 2027 die gleich hohen Prämien wie dieses Jahr.

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Die Prämien steigen ja gar nicht! – könnte man als Leser von «Bund» und «Berner Zeitung» meinen.

Jede Leserin, jeder Leser, kommt bereits bei der ersten Zeile darauf: Das kann nicht stimmen. Denn die neuen fettgedruckten Prämien sind gleich wie die diesjährigen Prämien in Klammer.

Doch in den Berner Tamedia-Redaktionen gibt es offenbar niemanden mehr, der die Seiten anschaut, bevor die Zeitung gedruckt wird. Sonst wäre die Tabelle nie so in Druck gegangen.

Gegenüber Infosperber hat sich der Tamedia-Verlag schon verschiedentlich seiner Qualitäten gerühmt. Einmal teilte er mit: «Tamedia steht für hochwertigen Journalismus.» Ein andermal teilte er mit: Die Artikel würden «immer sorgfältig und journalistisch-fundiert recherchiert und verfasst».

Genau das dürften die Leser und Leserinnen eigentlich von einer Zeitung erwarten, die im Printabo gegen 600 Franken pro Jahr kostet.

Aber – so, wie es aussieht – interessieren sich die Tamedia-Journalisten nicht einmal mehr für das, was in ihrer eigenen Zeitung steht.

Immerhin: In der Online-Ausgabe haben die Tamedia-Zeitungen die Tabelle nachträglich korrigiert. Sie zeigt, dass die Prämien im Kanton Bern stark steigen.

Screenshot 2026-09-30 at 10-01-05 Krankenkassenprämien Bern 5 4 Prozent mehr ab 2027

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Keine
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