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Friedrich Dürrenmatt stellte sich unmissverständlich hinter Israel. © Archiv SRF

Des Schriftstellers Zwischenrufe zu Israel

Jürg Müller-Muralt /  Friedrich Dürrenmatt machte sich immer für Israel stark – gegen den Mainstream. Darüber liest man wenig in seinem 100. Geburtsjahr.

Um es gleich vorweg klarzustellen: Der nachfolgende Text ist kein Beitrag zu aktuellen Entwicklungen in Israel, auch nicht zum jüngsten israelisch-palästinensischen Krieg vom Mai 2021. Diese waren bloss der Anlass, das Ohr einem Schriftsteller zu leihen, der sich bereits vor mehreren Jahrzehnten immer wieder vertieft mit dem Thema auseinandergesetzt hat – und dessen 100. Geburtstag dieses Jahr begangen wird. In der Flut von Publikationen ist allerdings kaum etwas zu lesen über das Verhältnis Friedrich Dürrenmatts zu Israel und zum Palästinakonflikt.

Abseits des Mainstreams

Das ist umso erstaunlicher, als Dürrenmatt in dieser Frage eine klare Haltung hatte: Er stellte sich unmissverständlich hinter Israel, und zwar mehrmals und in unterschiedlichen Kontexten. Unter seinen Schriftstellerkollegen war er dabei die Ausnahme. Er war in den Siebzigerjahren «in den links orientierten Intellektuellenkreisen mit seinen eigenständigen und eigenwilligen Positionsbestimmungen, insbesondere seinem hartnäckigen und prononcierten Bekenntnis zu Israel, ins Abseits des mainstream geraten», wie Ulrich Weber in seiner hervorragenden Dürrenmatt-Biographie schreibt (bibliographische Angaben unten).

Israels Popularität

Israel war nach der Staatsgründung 1948 sehr populär, nicht zuletzt und ganz besonders im linken politischen Spektrum. Bewunderung genossen vor allem auch die Kibbuzim. Viele junge Freiwillige aus Europa unterstützten das soziale Experiment und liessen sich für kürzere oder längere Zeit dort nieder. Auch der Aufbauwille und die grossen technisch-wissenschaftlichen Erfolge der jungen Nation stiessen auf starke Beachtung. Und die Jüdinnen und Juden Israels wurden auch deshalb bewundert, weil sie mit positiver Dynamik das Trauma der nationalsozialistischen Judenvernichtung zu verarbeiten suchten.

Links dreht der Wind

Noch 1967 konnte Dürrenmatt auf einen breiten Konsens zählen, als er bei einer Kundgebung im Zürcher Schauspielhaus zum Sechstagekrieg eine Rede mit dem Titel Israels Lebensrecht hielt. Doch einige Jahre später drehte der Wind. In linken Kreisen wurde Israel immer häufiger als Vorposten des westlichen, speziell des US-amerikanischen Imperialismus wahrgenommen. Nachdem Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag, Israel angegriffen hatten, um die sechs Jahre zuvor verlorenen Gebiete zurückzuerobern, nahm Dürrenmatt in einer öffentlichen Erklärung deutlich zum Jom-Kippur-Krieg Stellung. Hier einige Auszüge (Zitate aus dem Buch von Ulrich Weber entnommen):

«Ich stelle mich hinter Israel: Es ist still um die Schriftsteller geworden. Die grossen Unterzeichner unterzeichnen nicht mehr. Es liess sich leicht gegen den Vietnam-Krieg, gegen die Besetzung der Tschechoslowakei und gegen den Sturz Allendes unterschreiben, es war selbstverständlich, sich für Solschenizyn und Sacharow einzusetzen; als Linksengagierter wünschte man sich doch wenigstens eine halbwegs anständige Linke; doch gegen den neuen arabisch-israelischen Krieg protestiert man lieber nicht. (…) Zwar ist es seit Jahren salonfähig geworden, die Israeli als Faschisten abzutun und die palästinensischen Terroristen als Helden zu betrachten. (…) Die Politik Israels vor diesem Krieg war in vielem falsch, dieser Meinung bin ich noch heute und auch jener, dass in diesem tragischen Konflikt Recht gegen Recht gestanden hat, steht und stehen wird. (…) Unter dem verlegenen Schweigen der westlichen und dem Beifallsgeheul der östlichen Welt versuchen die arabischen Unschuldslämmer, den jüdischen Wolf zu verschlingen. Ich schweige nicht. (…) Ich spreche nur in meinem Namen. Doch ist es als Schriftsteller gerade dann meine Pflicht, ein Wort zu sagen, wenn die Paradoxie der Lage Reden schwermacht, wenn einen niemand absichert, ohne Rückendeckung. Ich stelle mich mit diesen Worten hinter Israel, seinet- und unser aller wegen. Seinetwegen aus Anstand, unser aller wegen, damit wir nicht bald alle schweigen.»

Nach einem Besuch Israels und einem Vortrag an drei israelischen Universitäten verarbeitete er die Rede zu einem Buch mit dem Titel «Zusammenhänge. Essay über Israel» (bibliographische Angaben unten). Es handelt sich um einen Text, in welchem er politische Reflexion, religionsgeschichtliche Darstellung, literarische Erzählung und Autobiographisches zusammenwürfelte.

Zwei Staaten, viele Kulturen

Dürrenmatt beleuchtete auch intensiv die Lage der Palästinenser, die auch in der arabischen Welt keineswegs als Machtfaktor galten. «Vielmehr erscheinen sie Dürrenmatt, in dem Punkt vergleichbar mit Israel, als Spielbälle eines globalen Machtgefüges im Zeitalter des Kalten Krieges, innerhalb dessen die Palästinenser von der Sowjetunion instrumentalisiert werden, wie Israel von den USA», heisst es im «Dürrenmatt-Handbuch» (bibliographische Angaben unten). Doch er betrachtete Israel dennoch potenziell als bestmöglichen Partner der Palästinenser, dies auch deshalb, weil erst Israel ihnen die Möglichkeit der Selbstkonstituierung gab: «Die Existenz des jüdischen Staates bekommt damit den politischen Sinn, den Palästinensern zu ihrem Recht zu verhelfen: zu ihrem Staat. So klein dieser Landstrich ist, er hat Platz für zwei Staaten, wie er Platz für viele Kulturen hat».

Der Stimmungswandel

Auch den Stimmungswandel gegenüber dem jüdischen Staat skizzierte Dürrenmatt: «Die Schwierigkeit, heute für Israel Stellung zu beziehen, und die Isolation, in die dieser Staat geraten ist, haben verschiedene Gründe. Schämte man sich nach dem Zweiten Weltkrieg, Antisemit zu sein, wurde man mit Stolz nach dem Sechstagekrieg Philosemit, wagt man nun, erleichtert nach dem Jom-Kippur-Krieg, Antizionist zu werden. Kein Mensch ist heute mehr Antisemit, man versteht nur die Araber. (…) Den Juden gegenüber hat sich die Welt nicht verändert, verändert haben sich nur die Begründungen, die man gegen sie ins Feld führt. Lagen sie einst im Glauben, später in der Rasse, liegen sie nun im Imperialismus, die man zwölf Millionen Juden andichtet. Selbst in der Schweiz werden an den Ersten-Mai-Feiern Anti-Israel-Parolen herumgetragen, zusammen mit Spruchbändern gegen den Faschismus; nur verwunderlich für den, der noch nicht begriffen hat, dass jeder Ideologe jede Ideologie annehmen kann».

Der Faschismus-Vergleich

Selbstverständlich: Dürrenmatts Räsonnement aus den Siebzigerjahren wird der heutigen Gemengelage des komplexen israelisch-palästinensischen Konflikts nicht mehr in allen Teilen gerecht. Aber Dürrenmatt hat einige Dinge sehr richtig beim Namen genannt, die noch heute Gültigkeit haben – etwa der Faschismus-Vergleich. Immer wieder taucht dieser Vorwurf auf, jüngst auch wieder als Lesermeinung zu einem Infosperber-Artikel, wo jemand Israel als einen «weitgehend dem nationalsozialistischen Deutschland gleichenden, europäischen Unrechtsstaat» bezeichnete. Der Vergleich von Nazideutschland mit Israel ist nichts anderes als ein perfider antisemitischer Code, nach dem Motto: Seht her, «die Juden» sind genau so schlimm wie die Nazis.

Argumentative Mutationen der Antisemitismus-Seuche

Dieses Argumentationsmuster ist geradezu beispielhaft für die Geschichte des Antisemitismus: Die Opfer-Täter-Umkehr dient unter anderem der Erinnerungsabwehr gegenüber dem NS-Genozid. Das identische Ziel verfolgt auch die indiskutable Gleichsetzung des jüdischen Staates und seiner Politik mit der nationalsozialistischen Verbrecherherrschaft und dem historisch präzedenzlosen industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden. In dieser perversen Logik werden Israel und «die Juden» dann auch gleich noch als Bedrohung für den Weltfrieden dargestellt, inklusive der Vermutung, Netanyahu wolle «den 3. Weltkrieg herbeiführen». Ebenfalls nachzulesen in einer Lesermeinung unter dem bereits erwähnten Infosperber-Artikel.

«Den Juden» wird alles Mögliche und Unmögliche zugetraut und angedichtet – seit Jahrhunderten: «Den Juden gegenüber hat sich die Welt nicht verändert, verändert haben sich nur die Begründungen, die man gegen sie ins Feld führt». Dürrenmatt will mit dem bereits oben zitierten Satz auf die historische Konstante des Judenhasses aufmerksam machen, auf den Facettenreichtum und auf die argumentativen Mutationen der Antisemitismus-Seuche. Auch wenn der 1990 verstorbene grosse Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt nicht durch politisch-historische Schriften weltberühmt geworden ist, sondern insbesondere durch seine Dramen, sind seine Stellungnahmen und Schriften zu Israel, zum Judentum und zum Nahostkonflikt immer noch wichtige Denkanstösse.

«Die Weisheit und die Geduld»

Zwei solche Denkanstösse seien zum Schluss zitiert; sie zeigen, wie stark Dürrenmatts Engagement von der Sorge um die Existenz Israels geprägt ist. «Aus der Unberechenbarkeit der Weltgeschichte heraus geboren, wurde der jüdische Staat in ihre Unberechenbarkeit zurückgestossen, und was notwendigerweise entstanden ist, besteht nicht mit gleicher Notwendigkeit weiter.» Er sieht das Land in einem existenziellen Kampf und rät: «So berechtigt Israels Vergeltungsangriffe jenseits seiner Grenzen auch sein mögen, vielleicht wäre es weiser, sie zu unterlassen (…)», schrieb Dürrenmatt 1976. Und: Israel sollte «über zwei Waffen verfügen, die ihm Jahrtausende hindurch die Geschichte als ihr einziges Geschenk hinterliess: die Weisheit und die Geduld.»

Weiterführende Literatur:

Ulrich Weber, «Friedrich Dürrenmatt. Eine Biographie», Diogenes Zürich 2020, 752 Seiten, CHF 39.90

Ulrich Weber / Andreas Mauz / Martin Stingelin (Hg.): «Dürrenmatt-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung», J.B. Metzler / Springer-Verlag 2020, 435 Seiten, CHF 44.90

Friedrich Dürrenmatt, «Zusammenhänge. Essay über Israel», Diogenes, Zürich 1998, 240 Seiten, CHF 15.90

Lesung des Dürrenmatt-Textes zu Israel, veranstaltet vom Maison du Futur im November 2020. Die Veranstaltung fand pandemiebedingt im Freien statt, im Zürcher Max-Frisch-Bad: hier


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8 Meinungen

  • am 5.06.2021 um 11:26 Uhr
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    Unsere westeuropäischen Regierungen, im Schlepptau der deutschen, erwecken mit ihrem Verhalten bei ihren Bevölkerungen den Anschein, Israel sei mit Judentum gleichzusetzen und dessen Rechtsextremismus, Rassismus, Apartheid und dergleichen gehöre zum Judentum. Damit wird Antisemitismus in höchstem Masse, bewusst und ganz offiziell gefördert.

    Unsere Medien schweigen zu den schweren Vorwürfen, mit der jüdische Wissenschaftler weltweit die deutsche Regierung des Antisemitismus und der Islamophobie beschuldigen. So auch zu jenen von Seiten des weltbekannten, renommierten, israelisch-jüdischen Journalisten Gideon Levy sowie des ebenso bekannten israelischen Professors Moshe Zuckermann (Nachkomme von HolocaustOpfern) der sagt:

    «Wenn ein Antisemitismusbeauftragter in Deutschland, ein Deutscher, bestimmt was Antisemitismus ist, dann bestimmt er nolens, volens auch, wer Jude ist. Und wer in Deutschland schon einmal bestimmt hat, wer Jude ist und wer kein Jude, wissen wir ja. Ich habe mit dieser Definition nichts am Hute. Es beleidigt mich als Jude, dass irgendwelche Deutsche bestimmen, wo ich mich irgendwie antisemitisch angegriffen zu fühlen habe»

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  • am 5.06.2021 um 11:39 Uhr
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    Der Artikel ist ein Zeitzeugnis, in diesem Moment auch eine Momentaufnahme
    von damals.
    Ich glaube nicht, dass Friedrich Dürrenmatt sich den langen Marsch der
    israelischen Gesellschaft und Politik nach rechts mit vielen rechtsextremen
    Gruppierungen heute je hätte vorstellen können.
    Ich hüte mich sonst heute mich zum Konflikt zu äussern, irgendwie wird keine
    Aussage den Problemen und Menschen gerecht. Fest steht für mich: Die Extremisten
    aller Seiten sind schon lange die Gewinner.

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  • am 5.06.2021 um 12:51 Uhr
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    Die UNO-Vollversammlung stimmte 1947 für die Teilung Palästinas und damit für die Gründung Israels, ohne die dort lebenden Palästinenser zu fragen, womit der Nahostkonflikt seinen Anfang nahm. Den Palästinensern wurde gerade dadurch bis heute nicht das Recht gegeben, ihren Staat zu gründen.
    Wurde „man“ „Philosemit“ nach dem 6-Tage-Krieg? Nachdem Israel zusammen mit England und Frankreich 1956 Präsident Nasser zum „Hitler vom Nil“ dämonisierte und ihn wegen der Verstaatlichung des Suezkanals in einer Geheimaktion beseitigen wollte, soll es 1967 nach Dürrenmatt „berechtigt“ gewesen sein, mit einem Überraschungsangriff Besatzungsmacht über eine Million Palästinenser zu werden und in wenigen Stunden die Luftwaffe Ägyptens zu zerstören, die Syriens und Jordaniens weitgehend? Israelische Truppen eroberten Sinai, den Gazastreifen, von Jordanien das palästinensische Westjordanland, die Golanhöhen und Ostjerusalem mit der Klagemauer. Seit 1948 war es durch Todesstreifen von der israelischen Seite getrennt. Nach dem Sechstagekrieg verabschiedet der Weltsicherheitsrat die Resolution 242, in der grundsätzlich die Eroberung fremder Territorien durch kriegerische Akte abgelehnt und der Rückzug Israels aus allen besetzten Gebieten gefordert wird. Wie alle Resolutionen befolgt Israel auch diese nicht. Der jüdische Schriftsteller, Erich Fried, wie Dürrenmatt 1921 geboren, fragt 1974 in „Höre Israel“: Ihr habt überlebt die zu euch grausam waren. Lebt ihre Grausamkeit in euch jetzt weiter

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  • am 5.06.2021 um 14:02 Uhr
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    Mab sollte Friedrich Dürrenmatt endlich kennen- und schätzen lernen, dieser Mann mit einem unheimlichen Weitblick hat uns allen heute etwas zu sagen und etwas übersteigert, «die Schweiz, ein Stück Würfelzucker, das sich im EU-Tee auflösen wird??»….

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  • am 5.06.2021 um 16:10 Uhr
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    Dürrenmatt hin oder her: (auch) bei Israel scheint nicht mehr klar, wer weshalb wofür oder wogegen ist.

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  • am 5.06.2021 um 16:56 Uhr
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    Danke, Dürrenmatt hatte mich immer wieder beeindruckt mit seinen Worten. In der Rückschau erlebe ich, wie manche sich nur für Israel um ihrer selbst Willen engagierten. Bei Dürrenmatt war das sicher nicht so, er blieb dem treu, was ich auch als richtig empfinde. Auch dann noch, als es nicht mehr «Modern» war, sich für Israel einzusetzen. Als Jugendlicher bewunderte ich den Aufstieg von Israel, ich war selber in einem gewalttätigen Umfeld und zeitweise im Kinderheim, sowie mal hier und mal dort, aufgewachsen und musste mich von diesem Joch und Erbe befreien. Dazu noch mit einer einschneidenden Behinderung seit Geburt. Ich konnte meine Geschichte mit der von Israel ein klein wenig verbinden, sie waren mir Vorbild, lange von der Welt im Stich gelassen, haben sie nicht aufgegeben und viel erreicht. Dass die Welt ihnen oft nicht zugesteht, das auch sie Fehler machen dürfen, hat mich sehr betroffen gemacht.

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  • am 5.06.2021 um 23:30 Uhr
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    Wie in Deutschland ist die Israel-Lobby (nicht Juden gemeint!) auch in der Schweiz in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens stark präsent und bestimmend. Es erstaunt mich deshalb nicht, dass auch bei Infosperber die Antisemitismuskeule zum Einsatz kommt.

    Damit konfrontiert sind auch weltbekannte Israeli, Juden. Persönlichkeit wie Gideon Levy, Moshe Zuckermann, Jeff Halper, Miko Peled, Amira Hass und andere mehr. Von der Israel-Lobby werden sie auch als selbsthassende Juden oder selbsthassende Israelis beschimpft.

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  • am 7.06.2021 um 00:27 Uhr
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    Zu solchen Artikeln muss man einfach hinschreiben, dass die Kulturberichterstattung in den Tageszeitungen überhaupt nur noch wenig stattfindet. Da finde eher zu viele politische «Debatten» statt, die einseitig auf die angebliche «Korrektheit», «Cancel Culture» oder «Lifestyle-Politik» einer politischen Richtung verweisen. Man wird nicht einmal mehr darüber informiert, ob irgendwo ein Theaterstück von Dürrenmatt aufgeführt wird. Die Zeitungen machen lieber PR für Entertainment aus den USA und Werbung für Lifestyle.

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