COVID-19-Impfung

Kommt die Covid-19-Auffrischimpfung für alle Erwachsenen vor dem Winter? © fotoART by Thommy Weiss / pixelio.de

Studie aus Israel bestätigt: Geimpfte können andere anstecken

Martina Frei /  Der Epidemiologe und Pandemieexperte Klaus Stöhr hält eine Covid-19-Auffrischimpfung für Senioren vor dem Winter für sinnvoll.

Die Resultate einer israelischen Studie mit Angestellten eines medizinischen Zentrums und die Folgeschlüsse:

  • Angesteckte, die keine Symptome haben, können andere anstecken
  • Je weniger Antikörper Geimpfte im Blut haben, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich trotz Impfung anstecken.
  • Seniorinnen und Senioren entwickeln nach einer Impfung tendenziell weniger Antikörper. Das heisst, die Impfung wirkt bei ihnen weniger gut.
  • Geimpfte, die sich bereits wenige Wochen nach der Impfung anstecken, riskieren kaum eine schwere Erkrankung.

Studie mit vollständig geimpften Personen

An der Studie nahmen rund 11’500 Angestellte des grössten medizinischen Zentrums in Israel teil, die vollständig mit dem Pfizer/Biontech Impfstoff geimpft waren. Sie wurden von Mitte Dezember 2020 bis Ende April 2021 geimpft, also zu einer Zeit, als die Alpha-Variante in Israel dominierte. Das Ziel war, herauszufinden, wie viele sich trotz Impfung mit Sars-CoV-2 ansteckten. 

Bei Krankheitssymptomen oder nach einem bekannten Kontakt mit einer Sars-CoV-2-positiven Person sollten die Angestellten deshalb einen Schnelltest und/oder einen PCR-Test machen. Bis Ende April lagen PCR-Resultate von fast 1’500 Personen vor.

Nur sehr wenige Personen waren «positiv»

Nur bei sehr wenigen dieser 1’500 Getesteten gab der Test an: 39 Personen hatten einen positiven PCR-Test. Und nur 26 dieser 39 Personen merkten überhaupt etwas von der Infektion (die anderen waren komplett asymptomatisch). Bei den Symptomen waren verstopfte Nase, Muskelschmerzen, Geruchsverlust und Fieber am häufigsten. Niemand musste deshalb ins Spital. Mutmasslich steckte auch keine der 39 Personen jemanden anderen an – wobei dazu wohl beigetragen hat, dass sie sich nach dem positiven Test isolieren mussten.

Die Mehrzahl steckte sich vermutlich zu Hause an

Infiziert hatten sich 21 der 39 Personen wahrscheinlich daheim, bei zwei Ehepaaren war wohl ein Kind die Infektionsquelle. Sieben Personen hingegen steckten sich bei einem (ungeimpften) Patienten an. 

Zu denken geben zwei Befunde: 

  • Erstens die potenzielle Übertragbarkeit der Viren auf andere Menschen: 29 der 39 Spitalangestellten hatten im PCR-Test zu irgendeinem Zeitpunkt ct-Werte von unter 30, das heisst, sie waren in dem Moment vermutlich ansteckend. (Der gleichzeitig durchgeführte Schnelltest gab aber nur bei 17 von ihnen an.) Unter diesen potenziell ansteckenden Personen waren auch welche, die keinerlei Symptome hatten und die ohne Test nicht entdeckt worden wären. Es sei möglich, dass mit intensiverem Testen weitere asymptomatische Personen gefunden worden wären, schreiben die Autoren.
  • Zweitens bestätigt die Studie den Zusammenhang zwischen der Menge an Antikörpern im Blut und der Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung positiv getestet oder krank zu werden. Die geimpften Personen mit positivem Test hatten im Durchschnitt tiefere Antikörperwerte, verglichen mit Geimpften, die negativ getestet wurden. Am deutlichsten war dieser Zusammenhang mit den Antikörperwerten circa zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung, dann erreichen die Antikörper den Höchststand. Die Menge an sogenannten «neutralisierenden» Antikörpern nach der zweiten Impfung war ebenfalls ein guter Hinweis. Sie gelten gemeinhin als Mass für den Impfschutz. 

Alle zwei Monate sechs Prozent weniger Schutzwirkung

«Es wäre eine große Überraschung gewesen, wenn Sars-CoV-2 Geimpfte und Genesene kein Virus ausscheiden und oder nicht danach auch leicht erkranken würden», kommentiert der Experte für Pandemievorbereitung und Impfstoffe Klaus Stöhr die Ergebnisse. «Deshalb kann man ja SARS-CoV-2 nicht ausrotten.»

Und nun? Die Antikörperproduktion lässt bei allen Menschen mit zunehmendem Abstand zur Impfung nach (wie auch nach einer Infektion mit Sars-CoV-2), und zwar je älter sie sind, desto schneller. Bei Senioren ist im Allgemeinen der Antikörperwert schon zu Beginn tiefer. (Infosperber berichtete darüber.) Offensichtlich ist, dass es bisher bei Geimpften sehr wenig schwere Covid-19-Erkrankungen gab – allerdings lag die Impfung erst wenige Monate zurück. Auch die neue israelische Studie erstreckte sich nur über rund vier Monate. Und sie zeigt, dass Ansteckungen eher bei tiefen Antikörperspiegeln erfolgen.

Laut dem Hersteller Pfizer/Biontech sinke die Schutzwirkung der Vakzine alle zwei Monate um circa sechs Prozent. Deshalb steht die Frage im Raum, wie gut die Covid-19-Impfung hochbetagte Menschen oder Personen mit Risikofaktoren noch nach zehn oder zwölf Monaten schützt. Aktuelle Daten aus Israel zeigen, dass die geimpften Ü60 vor schwerem Covid-19 noch gut geschützt sind, dass aber die Zahl der Ansteckungen jetzt ähnlich hoch ist wie bei ungeimpften über 60-Jährigen.

Dass der Schutz nach Impfung oder Infektion langsam abnehme und dies bei den älteren Menschen zuerst beginne, ist für Klaus Stöhr ebenfalls nicht überraschend. Er erachtet eine eine erneute Impfung für die Älteren vor der Wintersaison für sinnvoll.

«Auffrischimpfung für die erwachsene Bevölkerung in Betracht ziehen»

«Solide Daten» zum Verlauf der Antikörperwerte bei Personen über 70 bis 75 Jahre seien spärlich, hielt die Science Taskforce im Juni fest. Ihr Vorschlag: Wolle man schwere Krankheitsverläufe verhindern, könnten Auffrischimpfungen für über 75-Jährige und andere Risikogruppen erforderlich werden, bevor die nächste Erkältungssaison beginnt.

Falls die Impfkampagne hingegen darauf abziele, im nächsten Winter die Viruszirkulation zu reduzieren, dann «müsste man Auffrischimpfungen für die erwachsene Bevölkerung generell in Betracht ziehen». 

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte die reichen Länder am Dienstag dazu auf, Auffrischimpfungen mindestens bis Ende September zu vertagen, bis wenigstens zehn Prozent der Menschen in allen Ländern geimpft seien.

Milde Impfdurchbrüche können wie eine Auffrischimpfung wirken

Nicht alle Impfungen wirken gleich lang. Die vollständige Rötelnimpfung beispielsweise schützt vermutlich 70 Jahre oder mehr, die Wirkung der herkömmlichen Grippeimpfung dagegen kann schon nach 90 Tagen verflogen sein. Bei einer experimentellen mRNA-Grippeimpfung fielen die Antikörperwerte innerhalb von sechs Monaten stark ab. 

Wie gut eine Impfung (oder eine durchgemachte Infektion) schützt, hängt aber nicht nur von den Antikörpern und der Vakzine ab, sondern auch von den T-Abwehrzellen und überhaupt vom Zustand des Immunsystems.

Drei Grafiken im Wissenschaftsmagazin «Nature Reviews Immunology» (hier anklicken) zeigen mögliche Verläufe der Immunität nach Impfung oder Erkrankung / Kontakt mit Sars-CoV-2. Im Idealfall bei guter Immunabwehr (oberste Grafik a) entsteht ein langanhaltender Schutz. Auch bei erneutem Kontakt mit dem Virus (rotes Kreuz) passiert nichts.

Im mittleren Fall (Grafik b) schwindet der Immunschutz (blaue Linie) etwas rascher und unterschreitet die Grenze zur teilweisen Immunität. Kommt es in dieser Phase zum Kontakt mit dem Virus (rote Linie), führt dies nur zu einer leichten Erkrankung, die zugleich wie eine Auffrischimpfung wirkt. Dadurch steigt die Immunität wieder.

Im schlechtesten Fall (Personen mit schwachem Immunsystem) lässt der Immunschutz nach der Impfung sehr rasch nach. Es kommt erst zur Teilimmunität (blauer Bereich) und bald darauf wieder zur vollen Empfänglichkeit. Die Folge beim nächsten Kontakt mit dem Virus (rote Linie) wäre ein schwerer Verlauf. 


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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21 Meinungen

  • am 6.08.2021 um 11:19 Uhr
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    Trotzdem ist die WHO-Empfehlung zu beherzigen, dass an Stelle einer dritten Impfung bei uns die verfügbaren Impfdosen in denjenigen Ländern eingesetzt werden, die bisher kaum zu Impfungen Zugang hatten, zu beherzigen. Letztlich dürfte es auch in unserem Interesse sein, wenn das Ansteckungsrisiko weltweit und nicht nur regional bei uns vermindert wird.

    1
  • am 6.08.2021 um 11:43 Uhr
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    Danke für den Artikel, aber ich finde darin nichts Unerwartetes. Es geht immer um Wahrscheinlichkeiten und wie man sie beeinflussen kann. Gewissheiten gibt es keine. Im Alter nimmt die Geschwindigkeit der Zellreproduktion ab und damit logischerweise auch die Produktion von Antikörpern. Auch bei der Grippeimpfung nimmt die Wirkung mit der Zeit ab.
    Eine Frage habe ich aber trotzdem: Meines Wissens kann ein PCR-Test nur die Erbsubstanz von Viren nachweisen, aber nicht ob die Viren sich noch mit Hilfe der menschlichen Zellen vermehren können oder ob sie diese Fähigkeiten durch die Abwehrmechanismen bereits verloren haben und keine Bedrohung mehr darstellen. Ich bin dankbar für fachlich begründete Antworten.

    0
  • am 6.08.2021 um 11:51 Uhr
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    Es wird für mich immer verwirrender. Ich glaube zur Zeit folgendes:
    – Eine Impfung (d.h. 2-3 im ersten Jahr und wohl jedes Jahr mindestens eine Wiederholung) bietet einen hohen Eigennutz für Ältere und Vorbelastete.
    – Die Gruppe der Geimpften kann (und tut) sich freier und unbesorgter verhalten.
    – Für die Gruppe der Ungeimpften sind die Impfungen eher kontraproduktiv, weil die Impfungen der anderen weniger Fremdschutz bieten als angenommen und die Geimpften ihren Status also in einem Reboundeffekt überkompensieren und die Ungeimpften stärker gefährden als erwartet. (Schon heute wollen mir alle möglichen Leute wieder die Hand geben.) Die Solidaritätsappelle sich impfen zu lassen sind also wahrscheinlich falsch; es geht um Eigenschutz, den aber niemals alle werden geniessen können.
    Liege ich bis jetzt richtig?
    – Für mich kommt aber noch die politische Dimension dazu. Einerseits finde ich es ungerecht, wenn reiche, relativ wenig Gefährdete geimpft werden vor viel Gefährdeteren in anderen Ländern. Andererseits möchte ich nicht zu den Profiten der Pharmaindustrie auf Kosten der öffentlichen Hand beitragen. Gerade heute melden Zeitungen die geleakten Geheimverträge von Pfizer, welche für sie noch vorteihafter sind als schon üblich, d.h. Profite fallen privat an, Schäden hingegen öffentlich.

    1
  • am 6.08.2021 um 12:14 Uhr
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    ‹Studie aus Israel bestätigt: Geimpfte können andere anstecken›
    Das stand nie zu bezweifeln. Das Studienunwesen ist in Zeiten des Klimaschutzes nicht mehr akzeptabel. Wissenschaft braucht nur im Ausnahmefall Studien. 90% weniger Aufwand würden Wissenschaft und Kunst, würden aller Kultur gut tun.

    2
  • am 6.08.2021 um 13:46 Uhr
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    Kurz nachgerechnet:

    7 von 1500 ist gleich 467 von 100 000 —

    Also, wenn durchschnittlich «gleich wenig» (7 von 1500) in einer 100 000-Einwohner-Stadt von Ge-impften infiziert worden wären,
    so gäbe es in dieser Stadt einen Index von 467-

    was -nach den heutigen Regeln- einen totalen lockdown zur Folge hätte 1 ! !

    Aber im Umfeld einer Klinik sind 7 Infizierte von 1500 Getesteten vollkommen nebensäclich und harmlos ?! UND KEINER der dami befassten «Ex-perten» denkt auch nur eine Mikro-Sekunde darüber nach, dass DAS einer örtlichen Inzidenz von 467 entspricht ! ?

    Es wäre wohl an Zeit, die Sachen «im Zusammenhang mit Corona»
    endlich den wahren Experten, wie beispielsweise
    Medizinmännern, Kräuterweibleins, Heilpraktikern und Brahmanen anzuvertrauen ? !

    wolfge

    0
    • am 7.08.2021 um 07:54 Uhr
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      Lieber Herr Gerlach, gerechnet haben Sie richtig, aber mit den falschen Zahlen:
      1. Die von Ihnen angesprochenen sieben Fälle sind nicht aus einer Woche, sondern in der Zeit von Mitte Dezember bis Ende April.
      2. Die 1’500 Getestete wurden wegen ihrer Symptome oder ihrem Kontakt zu positiv getesteten ausgewählt und entspricht deshalb in keiner Weise einer durchschnittlichen Einwohnerzusammensetzung, auf die sich der 7-Tage-Inzidenzwert bezieht.
      Schlussfolgerung: Manchmal lohnt es sich, länger als eine Mikrosekunde nachzudenken.

      0
    • am 7.08.2021 um 21:23 Uhr
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      Herzlichen Dank, Herr Mattenberger ! –
      UND es stimmt, ich habe mich geirrt. – Pardon, bitte !

      Da ich relativ sorgfältig arbeite –
      und da andererseits «die Wissenschaft» seither im Zusammenhang mit Corona unakzeptabel viel Aufwand für einen Mini-Erkenntnis-Gewinn trieb, interessierte mich natürlich, warum ich selbst nun «die Kurve nicht kriegte:

      Der Artikel war mehr «romanartig» als «erkenntnisfördernd» aufgebaut –
      weswegen sich auch spontan 6 Leser meiner «Erkenntnis» anschlossen .

      Mit «romanartig» meine ich, dass Fakten und Erkenntnisse daraus
      kaum einem Ordnungsprinzip zu folgen scheinen,
      sondern durcheinanderpurzeln.

      Um alles wirklich im Zusammenhang verstehen zu können,
      müsste man erst mal diesen Artikel «neu zubereiten»-
      und ich war wohl von der seitherigen -sehr oft guten- Qualität
      der infosperber-Artikel zu verwöhnt – und eingelullt.

      Daher meine höfliche Bitte an infosperber und dessen Autoren:
      Bitte -sofern irgend machbar- keine «Eintöpfe» servieren,
      deren Haupt-Bestandteile und Gewürze sich sehr schwer
      heraus-schmecken lassen.

      wolfge

      0
  • am 6.08.2021 um 13:48 Uhr
    Permalink

    Sehe ich es richtig, dass das I-Wort eine politisch korrekte Bezeichnung für eine Gen-Manipulation ist?

    3
    • am 7.08.2021 um 00:16 Uhr
      Permalink

      Lieber Ueli Keller, leider sehen Sie das mit der Impfung falsch. Auch Sie stellen in Ihrem Körper mRNA her, benutzen sie und bauen sie wieder ab. Ohne könnten Sie gar nicht leben. Ein nützliches Prinzip seit einer Milliarde Jahren erprobt. Das hat absolut nichts mit Genmanipulation zu tun. Nachzulesen in jedem x-belibiegen Biologielehrbuch für die gymnasiale Schulstufe.

      3
    • am 7.08.2021 um 10:33 Uhr
      Permalink

      Danke Felix Mattenberger für Ihre Antwort: ich hatte ja eine Frage gestellt, weil ich durch den Wirrwarr an publizierten Meinungen verunsichert bin. Ich sehe mich konfrontiert mit einer gespaltenen Wissenschaft. Es gibt Wissenschaftler*innen, die (obrigkeitsorientiert) Karriere machen wollen, und es gibt solche, die Wahrheiten sagen: Das erlebe ich schon lange so, und nicht erst seit Corona.

      0
    • am 12.08.2021 um 14:58 Uhr
      Permalink

      Geehrter Herr Mattenberger, nach dem Lesen Ihres Posts kommt mir sogleich eine andere Meinung über dieses Thema in den Sinn. Prof. Dr. Stefan Hockertz ist der Meinung, dass wir dieses Kind beim richtigen Namen nennen sollten. Er sagt wörtlich, dass dies keine Impfung ist, sondern eine prophylaktische Gen-Therapie. Und sie ist zweifellos toxisch. Da dieser Herr promovierter Toxikologe und noch mehr ist, und auch bei der Entwicklung von neuen Impfstoffen mit arbeitet, sind seine Wortmeldungen für mich sehr glaubhaft. Können Sie mir diese Diskrepanz erklären?

      0
    • am 13.08.2021 um 15:12 Uhr
      Permalink

      Vielen Dank Herr Treichler. Ich habe während 1 1/2 Stunden zum mir vorher unbekannten Stefan Hockertz recherchiert: Ich habe den Titel seiner Dissertation gefunden. Von April 2021 habe ich ein sehr langes Interview mit ihm gelesen. Eigenen Angaben zufolge hat er nach seiner Diss zu Pharmakologie & Toxikologie gewechselt und sich mit regulatorischen Aspekten beschäftigt. Er habe sich auch länger mit Liposomen beschäftigt (Fettkügelchen zum Transport von Medikamenten). Er braucht öfters Fachbegriffe ungenau. So hat er offensichtlich auch eine eigene Definition von Gentherapie, die von der allgemeingültigen abweicht.
      Fündig wurde ich auch auf verschiedenen Faktenchecker-Plattformen. Hockertz wurde öfters Ungenauigkeiten und Halbwahrheiten nachgewiesen. Seine Publikationsliste ist für einen Forscher seines Alters erstaunlich kurz. Seit über 15 Jahren ist er nicht mehr in der Forschung tätig. Ich nehme an, dass sich Hockertz durch solche provokativen Äusserungen für seine eigene Firma im Gespräch halten will.
      Fazit: Es gibt beliebig viele Forscherinnen und Forscher, die sich besser auskennen. Ich sehe keinerlei Anlass an meinen früheren Aussagen etwas zu ändern.
      (P.S. Ich habe für mich selber nach wissenschaftlichen Kriterien Risikoabschätzungen gemacht, völlig unabhängig von Laienpredigern (Politiker & Journalisten), und mich aus egoistischen Gründen schon im Februar zum zweiten Mal impfen lassen (ohne Nebenwirkungen). Ich hätte für eine Impfung auch bezahlt.)

      0
  • am 6.08.2021 um 17:37 Uhr
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    Diese Info ist nicht sehr aktuell. Nur der Bundesrat tut noch so, als ob mit Impfen die Probleme gelöst wären. Wie immer: Er beobachtet.

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  • am 6.08.2021 um 23:02 Uhr
    Permalink

    Wie hoch ist die Wahrscheinscheinlichkeit, dass auch Geimpfte (oder Genesene ?) ansteckend sind und unter welchen Umständen direkt u. indirekt ?

    Um wieviel ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Ungeimpfte das Virus übertragen und auf welchem Weg ?

    Auch Geimpfte können das Virus zum Beispiel über die Hände übertragen.

    Das Problem sind nicht die Studien, sondern wie diese vereinfacht, verkürzt und/oder ohne viel Kritikfähigkeit durch Medien vermittelt werden.

    0
  • am 6.08.2021 um 23:55 Uhr
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    Irgendwie erinnert mich die Impfstrategie mehr und mehr an ein Handyklingelton Abo aus den 90ern. Dies wurde auch propagiert als «super cool», ein «must have», «jeder hat es», «kostenlos»… bis man dann ab dem zweiten Monat mal das klein gedruckte las und merkte, dass man gerade ein Abo abgeschlossen hat, welches sich eigenständig verlängert und nur schwer kündbar ist. Nun ist man also mit einer Impfung doch nicht 3 Jahre geschützt, vielleicht eher 6 Monate, vielleicht aber auch nur 3. Dann braucht einen booster nach einer gewissen Zeit, vielleicht auch nicht nur einen, evt. 4 oder 5, vielleicht alle halben Jahre einen wie bei der Grippe Impfung? Sind dann eigentlich nur 2x geimpfte auch wie ungeimpfte zu behandeln und gibt’s dann Privilegien für 3x geimpfte? Kommt dann zwangsweise das Covid Zertifikat für 3x geimpfte wo dann 2x geimpfte keinen Zutritt haben? Übrigens das jetzige Covid Zertifikat hat ein Ablaufdatum, nach spätestens 365 Tagen sind alle wieder «ungeimpft»…Die Area der Jamba Sparabos der Händyklingeltöne endete als jedermann seine eigenen Klingeltöne erstellen konnte und die grossen Netzprovider gegen die Abofallen Betreiber vorgingen. Aber wer beendet diese Impfabos? Ich hatte 2x mich gegen Grippe Impfen lassen und war noch nie so krank wie in diesen besagten Jahren, ich hatte Corona, bekomme aber kein Zertifikat da es zulange her ist (1. Lockdown wo man sich nicht testen lassen sollte). Die Regeln des BAG sind ein Fass ohne Boden.

    1
    • am 8.08.2021 um 08:16 Uhr
      Permalink

      Der kleine, feine Unterschied zum Handyabo-Knebelvertragstrick und den Coronamassnahmen sind vermutlich die angedrohten Folgen, wenn man sich der Werbung/Propaganda verweigert:
      A: Als fortschrittsfeindlich und uncool zu gelten oder B: Für einem qualvollen Erstickungstod für sich oder seine Liebsten rechnen zu müssen, wenn man nicht spurt.
      Angst verbreiten ist die Peitsche, die narrensicher funktioniert.

      0
    • am 8.08.2021 um 21:01 Uhr
      Permalink

      @ Ursula Lerch. Ich kenne eine Person in meinem weiteren Umfeld, welche an Corona starb und 4 welche an den Folgen der Impfungen verstarben. Deswegen zu behaupten eine Impfung wäre 4-mal gefährlicher wie das Virus selber, wäre ebenso falsch, wie gänzlich unter den Teppich zu kehren das es unerwünschte Nebenwirkungen mit Todesfolge gibt. Und genau das ist es was die Skepsis aufrechterhält. Ist ein Impftoter weniger tragisch wie ein Covid toter? 20min sendet täglich die Pushnachricht die im Schnitt täglichen 2-5 Covid Toten (auf 8.6Mio Einwohnern bei jährlichen 68’000 Toten die an irgendwas gestorben sind). Wo ist die Pushmeldung der Impf-Toten, die an Krebs gestorbenen, jener an Herzversagen, Diabetes, Verkehrsunfällen und jene am Rauchen? Um es klar zu stellen, jeder Tod ist tragisch, aber er ist Bestandteil vom Leben, und davor wird uns kein Bundesrat, 20min, BAG oder Zertifikat je retten können.

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  • am 7.08.2021 um 11:03 Uhr
    Permalink

    Man beachte auch den Zeitraum der Erhebung (Dez – April).
    Viele Grüsse Reto Dubach

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    • am 8.08.2021 um 08:03 Uhr
      Permalink

      Wollte damit darauf hinweisen, dass die Studie wohl vor der Delta Variante gemacht wurde. Gut vorstellbar daher, dass es jetzt anders aussähe. Viele Grüsse Reto Dubach

      0
  • am 8.08.2021 um 03:09 Uhr
    Permalink

    Anscheinend gibts nun grosses Wundern, dass nach-geimpft werden muss.

    Was mich nun sehr wundert, denn eine «Nach-Impfung» ist überwiegend notwendig

    Bei Tollwut nach jeder neuen Beiss-Attacke
    Bei Grippe nach etwa 3 Monaten
    Bei vielen anderen Viren im Turnus von 5 bzw 10 Jahren
    «Lebenslänglichen Impfschutz gibts bei Masern, Mumps, Röteln … …

    Ich bin mir sicher, dass die «Corona-Impf-Hersteller» schon gegen Mitte letzten Jahres wussten, dass ihr «Impf» nur wenige Monate nützt –
    und wahrscheinlich auch die deutschen «Volks-Lautsprecher» Lauterbach, Drosten und unser allwissendes RKI.

    Dass man uns DAS verschwiegen hat, ist eigentlich das kleinere Übel-

    Das viel GRÖSSEre Übel ist, dass man die ganze Bevölkerung wild darauf los-impfte, als könnte es nie ein trauriges Erwachen aus diesem «EX-pertigem» «Blitz-Krieg» gegen Corona geben ! —

    Anstatt, wie bei Grippe, erst kurz vor dem erwartbaren Beginn der nächsten Welle, durchzustarten,(besonders Gefährdete zuerst) die ja dank der täglich neuen Quassel-Diagramme von jedem Normalo einschätzbar ist.

    Ergebnis: viele umsonst «verschossene» Impfungen in die hunderte Milliarden-Euro-Corona-Mülldeponie .

    «Vater erlöse uns von diesem Übel» der EX-perten und bescheuert drauflos Regierenden !
    Weil normal und logisch denken bei DENEN wohl längst nicht mehr zu Hause ist ?!

    wolfge

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  • am 9.08.2021 um 14:21 Uhr
    Permalink

    @Raphael Weber. Sorry, ich sollte wohl etwas weniger zynische Kommentare abgeben, damit ich nicht missverstanden werde. Ich finde die Holzhammer-Angstmacherei, die derzeit verbreitet wird, absolut übel. Obwohl schon im gesetzteren Alter, kenne ich niemanden, der an Corona verstorben ist. Allerdings einige, die positiv getestet wurden und höchstens an milden Pfnüselsymptomen litten aber zumeist symptomlos blieben.
    Das ständige Drohen mit einem qualvollen Erstickungstod kann ich deshalb nicht wirklich nachvollziehen und dass damit an das Gewissen der Impfskeptiker appelliert wird, macht es auch nicht besser.
    In der Politik wurde laut Medien schon darüber diskutiert, dass Ungeimpfte Masken tragen müssten und Geimpfte nicht. Ausgrenzen mittels markieren ist für mich Nazidenken. Zum Glück ist diese schöne Idee nun obsolet geworden, da sich Geimpfte ebenfalls neu anstecken. Schwein gehabt!

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