Kommentar

Kontertext: Feministische Aussenpolitik in Zeiten des Krieges?

Silvia Henke ©

Silvia Henke /  Männer sollen kämpfen, Militarisierung hat oberste Priorität. Ist eine feministische Perspektive auf den Krieg «naives Gedöns»?

Der Sandkasten und eine alte chinesische Legende

Seit das Säbelrasseln von Putin begonnen und sich in einem ebenso verlogenen wie brutalen Krieg fortgesetzt hat, sehe ich unseren Sandkasten vor mir. Das Wettrüsten der Jungs mit allerlei technischem Gerät und Plastikwaffen. Erst die Drohgebärden, die Posen und Provokationen, dann die kleinen Territorialkämpfe, die schnell heftig werden konnten. Ab und zu floss Blut, aus einer Nase, von einem Knie. Einmal gingen Zähne verloren.

Ich habe mich damals wie heute in erster Linie immer zuerst eines gefragt: Wie liesse sich verhindern, dass der eine über den andern herfällt? Weder konnte ich die Kämpfe geniessen noch wollte ich wissen, wer recht hat: Ich konnte mir einfach nie vorstellen, dass Gewalt etwas klären würde. Vielleicht, weil meine beiden Eltern im Krieg «gross» geworden sind und ihre Erinnerungen uns als Familie nie verlassen haben. Wir sind nicht einfach verschont, wird sind Nachkriegsgeneration geworden, mit aller Dankbarkeit, aber auch mit allen Verwerfungen und Traumata.

Später, in den 90ern im Kontext eines feministischen Seminars, lasen wir an der Universität eine kleine chinesische Geschichte aus Sun Tzes «Die dreizehn Gebote der Kriegskunst», in welcher der König dem General Sun Tze befiehlt, aus seinen 180 Frauen gute Soldaten zu machen. Als der General den Frauen beibringen will, sich im Takt des Trommelschlags zu drehen, beginnen diese zu schwatzen und zu lachen. Sun Tze wiederholt die Lektion mehrmals, die Frauen krümmen sich vor Lachen. Natürlich wird dies als Meuterei taxiert, die beiden Lieblingsfrauen müssen mit dem Tod bestraft werden, so will es das Gesetz. Sie werden enthauptet, danach beginnt die Ausbildung neu – die Frauen schweigen jetzt und drehen sich zum Trommelschlag, als hätten sie nie etwas anderes getan. Die Geschichte besagt, dass man nur unter Gewaltandrohung Soldat zu werden vermag: die Haupt-Strafe, so sagte es die Psychoanalytikerin Luce Irigaray, besteht darin, die Frauen zu enthaupten. Entweder man verliert das Haupt mit einem Säbelschlag, oder man verliert mit dem Krieg den Kopf im übertragenen Sinn. Daraus wurde für uns der Schwur, für immer pazifistisch zu sein und zu lachen, sollte man und Mann von uns etwas anderes verlangen. Dieser Ausweg soll jetzt naiv und blind gewesen sein?

Diesen Artikel gibt es auch als Audio-Hörbeitrag (hier klicken)!

Den Radio-Postcast hat Klaus Jürgen Schmidt von «Trommeln im Elfenbeinturm» realisiert.

«Das ist kein Gedöns!»

Als der CDU-Vorsitzende Merz wie schon zuvor sein Kollege Dobrindt von der CSU der grünen Aussenministerin Annalena Baerbock vorwarf, den deutschen Kriegsetat für «Gedöns», nämlich für feministische Aussenpolitik, statt für militärische Zwecke zu nutzen, platzte ihr der Kragen. Zu Recht. Baerbock erinnerte an den Balkankrieg und die Mütter, die sie dort besucht und die ihr gesagt hatten, dass damals weder feministisch gedacht noch gehandelt wurde, dass etwa Vergewaltigungen noch als einfacher Kollateralschaden galten. «Und deswegen gehört zu einer Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts auch eine feministische Sichtweise. Das ist kein Gedöns! Das ist kein Gedöns! Sondern das ist auf der Höhe dieser Zeit…»

Dieser Nachdruck von Baerbock in ihrer Entgegnung im Bundestag öffnet die Perspektive darauf, worum es einer feministischen Aussenpolitik geht. Beschlossen wurde sie vor der «Zeitenwende» durch die Ampelkoalition. Im Zentrum steht die Erfahrung, dass es neben Militärausgaben einen erweiterten Sicherheitsbegriff braucht. Und dieser darf nicht geschlechterblind sein. Wer aber weiss davon? Und was sind seine Grundsätze?

1. Feministische Aussenpolitik setzt Krieg in Bezug zu dem, was zählt, nämlich: zum Frieden. Es gibt eine Friedensforschung, die den Übergang von Krieg zu Frieden und die Sicherung von Frieden genau untersucht hat. So mahnt die Politikwissenschaftlerin Leandra Bias, die für Swisspeace forscht, seit längerem, dass Militarisierung immer die Spitze des Patriarchats ist und jeder Konflikt eine problematische Geschlechterdimension hat. Es geht deshalb um die Orientierung an einem Staatsmodell, das für nachhaltigen Frieden überhaupt in Frage kommt. Völkerrecht, Menschenrechte, Multilateralismus schaffen diesen. Afghanistan ist diesbezüglich das schlimmste Beispiel der Gegenwart. Durch den totalen Ausschluss der Frauen aus Politik und Öffentlichkeit wird dieses Land im Krieg bleiben, auch im Krieg gegen die eigenen Frauen.

Ganz anders in Kolumbien, wo auf Druck von Aktivistinnen in den Friedensverhandlungen von 2016 zwischen der Regierung und der Guerillagruppe FARC die Beteiligung von Frauen zugelassen wurde, auf Grund der UN-Resolution 1325.  Das Entscheidende der Resolution ist, die Frauen in allen Funktionen einzubinden, auch in militärischen. Wie in Norwegen, Schweden oder jetzt eben in Deutschland mit einer grünen und feministischen Aussenministerin.

2. Macht, Repräsentation und Quoten sind nicht Massstäbe einer feministischen Politik. Zielführend ist für sie ein ganzheitlicher Blick auf das Wohl und den Schutz einer Gesellschaft. Deshalb geht es auch weniger darum, wie viele Frauen an einem Verhandlungstisch sitzen, sondern darum, alle Opfer und Verluste des Kriegs im Blick zu haben. Zum Beispiel Leihmütter, zum Beispiel Schwangere, zum Beispiel Menschen aus der Ukraine ohne ukrainischen Pass, zum Beispiel behinderte Männer und dissidente Russ:innen. Die Gerechtigkeit des neuen Feminismus heisst nicht Ladies first, sondern Inklusion der Schwächeren.

Auf den ersten Blick ist die Frage der Geschlechtergerechtigkeit in der Ukraine zur Zeit unklar. Wenn die meisten Frauen fliehen und sich mit den Kindern in Sicherheit bringen können, während die Männer dem bewaffneten Widerstand verpflichtet sind, zeichnen sich eher Muster ab, die typisch und bekannt sind: Frauen werden zu Schutzbedürftigen und Opfern, Männer zu Kriegern und Helden. Dieses Bild durchkreuzen die Frauen, die sich als Partisaninnen freiwillig am ukrainischen Widerstand beteiligen. Und Baerbock durchkreuzt es, indem sie sich zum Schutz des ukrainischen Militärs und der zivilen Bevölkerung für verstärkte Waffenlieferungen ausspricht. Ohne zu zögern.

3. Neu und überraschend tritt mit Annalena Baerbock somit etwas zu Tage, was man dem Feminismus nie nachgesagt hat: Pragmatismus und Kompromissfähigkeit. Es sind diese beiden Eigenschaften, die Politik vom Ideal zur Realität tragen – und die dabei auch Widersprüche in Kauf nehmen, wie sie die Grünen niemals kalkuliert haben. Wenn feministische Aussenpolitik versucht, ganzheitlich und zugleich pragmatisch zu denken, dann behauptet sie nicht, dass alles Widersprüchliche zusammen geht. Aber Annalena Baerbock bezieht Stellung und sagt: Sicherheit wird nicht durch Bewaffnung allein gewonnen, es braucht ebenso Investitionen in den Frieden. Das Entweder-Oder von Merz, Dobrindt und Konsorten ist genauso überholt wie das Mantra «Wandel durch Handel». Vielleicht steckt die politische Naivität ja auch im Gedöns derer, die sich in ihren Ideologien, anti-demokratischen Ideengeschichten und wirtschaftspolitischen Strategien schon längst verschätzt haben? Oder bei jenen, die meinen, mit Krieg lasse sich Politik machen?

Aussichten?

Die feministische Politik der Inklusion ist jung, sie ist auch Utopie, denn sie bemisst politisches Handeln nicht einzig im Spannungsfeld von Wohlstand (Ökonomie) und Sicherheit (Militär), sondern sie fragt nach Gerechtigkeit. Die Korrekturen am Ideal, die aus der Realität kommen, sind wir gewohnt. Das knirscht und schmerzt. Wie das verkrampfte Lächeln des Robert Habeck in Katar, als er einem Reporter versichert, es hätten bei seinen Verhandlungen für ein langfristiges Energieabkommen mit den Ölscheichen auch erstaunlich viele Frauen am Verhandlungstisch gesessen! Sicher machte Habeck diese ungeschickte Retusche auch im Sinne der Agenda seiner Kollegin Annalena Baerbock. Sie ist naiv, aber verständlich. Habeck wie Baerbock wissen, dass Frauen nicht einfach die besseren Menschen sind. Und Drecksgeschäfte reinwaschen können sie auch nicht. Dennoch braucht es eine Alternative zur verkrusteten Ost-West-Politik der alten Sandkastenkrieger. Sie sind von gestern. Insofern heisst die ungeschickte Geste von Habeck auch: Wir müssen zählen auf Weiblichkeit und Menschlichkeit in der Politik, wir brauchen einen anderen Begriff von Politik. Weil wir spätestens jetzt sehen können, wie sinnlos die geopolitischen und meist männlichen Sandkastenspiele sind.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Silvia Henke ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und Publizistin. Sie unterrichtet an der Hochschule Luzern Design & Kunst u.a. Kunst und Politik und visuelle Kultur. Forschungsschwerpunkte sind Kunst & Religion, ästhetische Bildung, transkulturelle Kunstpädagogik. Sie interessiert sich grundsätzlich für die Widersprüche der Gegenwart, wie sie auch in der Medienlandschaft auftauchen, und veröffentlicht regelmässig Texte und Kolumnen in Magazinen und Anthologien.

Unter «kontertext» schreibt eine externe Gruppe von Autorinnen und Autoren. Sie greift Beiträge aus Medien auf und widerspricht aus politischen, journalistischen, inhaltlichen oder sprachlichen Gründen. Die Gruppe ist dabei, sich neu zu konstituieren. Zurzeit schreiben regelmässig Silvia Henke, Mathias Knauer und Felix Schneider. 


Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

War dieser Artikel nützlich?
Ja:
Nein:


Infosperber gibt es nur dank unbezahlter Arbeit und Spenden.
Spenden kann man bei den Steuern in Abzug bringen.



Die Redaktion schliesst den Meinungsaustausch automatisch nach zehn Tagen oder hat ihn für diesen Artikel gar nicht ermöglicht.

13 Meinungen

  • am 5.04.2022 um 12:00 Uhr
    Permalink

    Unsere Armee hat seit dem Sonderbunds-Bürgerkrieg noch keinen einzigen «Feind» umgebracht, dafür Bomber der Befreier runtergeholt («Neutralität»). Und vor allem den Auftrag «Ruhe und Ordnung im Innern» wahrgenommen, mittels Abschuss wehrloser Streikender, Frauen inklusive. Landesverteidigung als mythische Folklore muss sein, besonders stilrein im Glanz von Superflugis, dem Stoff, aus dem die männlichen Träume seit Kindheit sind – auch wenn sie halt nur vier Wochen im fiktiven Ernstfall brillieren, wie Thomas Süssli einräumt. Der Kalte Krieg ist wieder da, wir Pazifist*innen aber auch! Spätestens mit Rosa Luxemburg ist es aus mit pseudofeministischen Amazonen-Fantasien.

    0
  • am 5.04.2022 um 15:32 Uhr
    Permalink

    Die steigende Anzahl aktiver Kriegsministerinnen hat kaum zu Frieden geführt. Ist der Profilierungsnotstand so gross, dass realistische Politik dadurch erschwert wird ?

    2
  • am 5.04.2022 um 16:31 Uhr
    Permalink

    Erstaunt bin ich schon lange nicht mehr über das was über die Ikone Baerbock publiziert wird. . Wenn man schaut wer die Presse und Politik inzwischen beherrscht. Um es vorne weg zu nehmen. Ich war einer der Mitbegründer der Grünen Friedens und Umweltbewegung, damals gemeinsam mit Winfried Kretschmann in Freiburg ins Leben gerufen. Wohin sich die Grünen entwickelt haben ist schlichtweg eine Katastrophe. Vor Umweltschutz steht für mich der Frieden. Eine Baerbock im nordaltantischen Sinne erzogen, als Handlanger für US Interessen. Gewehr bei Fuß mit Stoltenberg. Ihre Kariere hat früh in der Ukraine begonnen. Egal ob man sich für einen gewaltsamen Umsturz stark macht. es geht um die Macht der «Guten» die über 1000 Militärstützpunkte in der Welt besitzen und damit festlegen was «Recht» ist. Es wäre besser gegangen. Allerdings nicht im Interesse der USA. Eine Petra Kelly dreht sich im Grab um und hatte bestimmt einen anderen Feminismus im Sinn..

    2
  • am 5.04.2022 um 19:34 Uhr
    Permalink

    Warum werden in diesem Artikel, der den Bogen von Afghanistan bis in die Ukraine schlägt, die Kurdinnen übergangen? Gibt es feministische Lehren aus dem Einsatz von Frauen im Krieg? Es gibt auch ein Gedöns der Stille derer, die eigentlich keinen Krieg wollen, gleich ob Männer oder Frauen, die aber keine gesellschaftlich relevanten Implementierungen von Verhaltensweisen entwickelt haben, die im Krisenfall analog zur klassischen Kriegsführung zur Anwendung kommen müssten. Diplomatische Gespräche und internationale Rechtsabkommen reichen als gewaltlose Konfliktlösungsmittel offenbar nicht (mehr) aus.

    0
  • am 5.04.2022 um 22:13 Uhr
    Permalink

    Frau Henke schreibt unter 1: «So mahnt die Politikwissenschaftlerin …, dass Militarisierung immer die Spitze des Patriarchats ist » und unter 2 führt sie als positive Beispiele für Feminismus an: «… Frauen, die sich als Partisaninnen freiwillig am ukrainischen Widerstand beteiligen. Und Baerbock …, indem sie sich zum Schutz des ukrainischen Militärs und der zivilen Bevölkerung für verstärkte Waffenlieferungen ausspricht. Ohne zu zögern.»
    Ja wird denn Kämpfen und Töten, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und zig Milliarden für neue Rüstung (FALLS die Feministinnen sich durchsetzen sollten) plötzlich besser, weil sie von Frauen an der Macht getragen werden? Oder weil ein ex-Blackrock-Merz noch rüstungsbesessener agiert? Oder weil man auf der vermeintlichen Seite der «Guten» steht?
    Ich hatte beim Feministischen auch immer das Weibliche, das Lebensbejahende, Lebensförderliche verortet!?
    Pragmatischer Feminismus? Der grüne «Pragmatismus» hatte uns schon den Jugoslawienkrieg gebracht.

    0
  • am 6.04.2022 um 08:21 Uhr
    Permalink

    Wohin hat der strukturelle Pazifismus geführt?
    Als ich damals die hochschwangere Chacòn zusammen mit Frau von der Laien eine Ehrenkompanie abschreiten sah, wusste ich, dass das nicht gut kommen kann. Drei Verteidigungsministerinnen haben die Bundeswehr zu dem gemacht, was sie heute ist: Blank. Dafür ist sie feministisch, pazifistisch und umweltfreundlich. Und jederzeit zu Verhandlungen ohne Bedingungen bereit.
    Die Deutsche Politik verhält sich wie Schettino: Er rettete sich zuerst mit dem Argument, er müsse vom sicheren Festland aus die Evakuation der Passagiere überwachen. Schettino sitzt immer noch.

    2
  • am 6.04.2022 um 12:58 Uhr
    Permalink

    Der große Unterschied zwischen feministischer und chauvinistischer Außenpolitik wurde mir bewußt bei der Pressekonferenz von Außenministerin Baerbock und Außenminister Lawrow in Moskau, wenige Tage vor dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine. Dies war für mich der Moment, an dem ich wußte, dass die Invasion schon befohlen war. Die Körpersprache und Worte Lawrows konnten dies nicht mehr verbergen. Das «Gedöns» von Friedrich Merz und seine Herzkarikatur als Kritik an der Außenministerin waren nur noch peinlich. Auch bin ich sehr angetan von der derzeitigen Verteidigungsministerin, welcher so wohltuend jeglicher Hurra-Patriotismus mangelt.

    3
  • am 6.04.2022 um 13:56 Uhr
    Permalink

    «Feministische Außenpolitik» betrachte ich als Worthülse.

    Frau Baerbock dafür zu loben, dass sie ‹ohne zu zögern› verstärkte Waffenlieferungen
    in die Ukraine und Sanktionen gegen Russland fördert und fordert um ‹Russland zu ruinieren›
    ist doch nichts anderes als ‹mehr vom gleichen› einer destruktiven Dominanzpolitik.

    Es braucht keinen Feminismus, der sich einhegt in Herrschaftsverhältnisse !

    Dass wir einen anderen Begriff von Politik brauchen, ja unbedingt.
    Das heißt für mich konkret, sich zu orientieren am guten Leben für ALLe.
    Dabei gehört für mich u.a. die Feststellung der Schriftstellerin Daniela Dahn:
    «Wenn es stimmt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, dann muss das (Groß)Eigentum antastbar sein».

    Dass es nicht ‹den allein selig machenden Feminismus gibt, zeigen folgende Einlassungen auf dieser
    Seite:
    https://www.feministischerlookdown.org/
    https://www.feministischerlookdown.org/_files/ugd/de5ef6_7b5fa1a828b14498b75d4bddf0faa519.pdf

    0
  • am 6.04.2022 um 17:03 Uhr
    Permalink

    Also kriegerische Frauen an der Macht hatten wir auch schon.
    Maggie Thatcher schickte ihre Untertanen zum Krieg in den Südatlantik, die Falklands «befreien»…
    Die Russen-Katharina, die Grosse genannt, hatte auch wenig Berührungsängste mit dem Krieg – genauer: Krieg führen und andere im Krieg sterben lassen…
    Die Herodias soll nach der biblischen Erzählung die Enthauptung des Täufer-Johannes gefordert haben. Wo der Mann noch Skrupel hatte…
    Man sagt sogar, Frauen seien rachsüchtiger als Männer. Nur kämpfen sie nicht selbst, sondern lassen andere kämpfen. Andere, also ihre Männer und Söhne…

    Zugegeben, manche oder auch mehr Männer vergreifen sich gerne an Frauen. Weil sie eigentlich das schwache Geschlecht sind: Können nicht lange ohne Frau, sind vermutlich deshalb auch wütend auf die Frau(en), (die durchaus ohne Mann kann/können).

    Was also ist feministische Aussenpolitik? Noch dazu in Kriegszeiten?
    Ich wüsste das gerne

    0
    • am 7.04.2022 um 14:45 Uhr
      Permalink

      Wie könnte tatsächlich feministische Außenpolitik aussehen – aus bescheidener Männersicht?
      Insbesondere arme Frauen sind die gekniffenen, weil sie in letzter Konsequenz mit den Kindern allein gelassen werden (im Gegensatz zu den von der Leyens dieser Welt, die Heerscharen an Kindermädchen zur Seite haben).
      Also:
      Schluss dem Wirtschaftskrieg mittels Embargos und Sanktionen, die in Afghanistan, Syrien, Venezuela, Kuba usw. unendliches Leid verursachen. Das ist eine Waffe der USA, von denen wir uns in Europa dringend lösen müssen.
      Schluss mit Waffenlieferungen in Krisengebiete, und Schluss mit dem Einsatz der Bundeswehr außerhalb deutscher Grenzen.
      Schluss mit der rechtswidrigen «atomaren Teilhabe» (ergo keine F-35)!

      Nicht zu vergessen: auch russische Mütter weinen um ihre Söhne…

      0
  • am 6.04.2022 um 21:17 Uhr
    Permalink

    Dieser Krieg wirft uns zu Zuständen von vor dem Kalten Krieg zurück. Wenn Frau Baerbock, eine Feministin offenbar, verstärkte Waffenlieferungen verlangt, ist das eine Forderung nach noch grösserer Militarisierung und Fortsetzung des Krieges. Im Einklang mit den «Sandkastenspielen» der Militärs. Das soll feministisch sein? Wahrlich eine Zeitenwende.

    0
  • am 6.04.2022 um 21:18 Uhr
    Permalink

    Frau Baerbock eine fürsorgliche friedensstiftende Feministin- echt? War das als Aprilscherz gedacht?
    Ich sehe sie eher als eine Art neue Galionsfigur am bekannten Alte-Weisse-Männer-Machtpolitik-Segler.

    0
  • am 7.04.2022 um 11:32 Uhr
    Permalink

    Meine Lebensgefährting ist zu Recht stocksauer wegen des «Männerkriegs». Frau Bärbock ist als WEF young global leader fest in transatlantischen Strukturen verankert.
    Umsetzung von Minsk II, um 8 Jahre Bürgerkrieg in der Ukraine zu beenden (zu Frauen im Donbass z.B. https://www.jungewelt.de/artikel/421979.reportage-aus-dem-donbass-wir-sind-verurteilt-denselben-alptraum-noch-einmal-zu-erleben.html)? Fehlanzeige.
    In Tradition von Madeleine «500 000 Kinder» Albright ist Frau Bärbock dabei, mit deutscher Beteiligung an Sanktionen und Waffenlieferungen ganz im US-Amerikanischen Sinn den Ukraine-Krieg in die Länge zu ziehen, statt nach diplomatischen Lösungen für ein rasches Kriegsende und Frieden in Europa / Emanzipation (!) von den USA zu streben.
    Das Attribut «feministisch» wurde Frau Bärbock von Marketingexperten verliehen, und hält der Realitätsprüfung nicht stand, auch wenn Herr Merz mal eine verbale Steilvorlage liefert.

    Etikettenschwindel – an ihren Taten sollt ihr sie messen!

    0

Comments are closed.

Ihre Meinung

Lade Eingabefeld...

Die Schlagzeilen der täglich drei neusten Artikel erhalten Sie nach Wunsch täglich oder wöchentlich.

Vielen Dank, dass Sie unseren Newsletter abonnieren!

Der Bestätigungslink ist nicht mehr gültig.