Die UBS sperrt die Karten von Jacques Baud
«Die UBS hat beschlossen, ohne Vorwarnung alle meine Bank- und Kreditkarten zu sperren», beklagt sich Jacques Baud gegenüber dem Westschweizer News-Portal «L’Impertinent» (Bezahlschranke). Baud ist empört: «Dabei hatte die Schweiz festgehalten, dass sie die Sanktionen gegen mich nicht übernimmt. Und der belgische Finanzminister hat mir am 6. Februar erlaubt, auf mein belgisches Konto zuzugreifen und Geld zwischen meinem belgischen und meinem Schweizer Konto zu transferieren.»
Die Geschichte begann im Dezember letzten Jahres: Die EU hatte Baud auf eine Schwarze Liste gesetzt, weil er gefährliche Lügen verbreite. Er trete in prorussischen Fernseh- und Radiosendungen auf und fungiere als «Sprachrohr prorussischer Propaganda». Baud ist für Infosperber-Leser kein Unbekannter. Er schrieb bisher fünf Artikel. Sie sind hier zu finden (etwas hinunterscrollen).
Die Sperrung betrifft offenbar nicht nur Bank- und Kreditkarten, sondern auch seine Konti. Denn die Rente des ehemaligen Geheimdienstlers, die stets um den 6. des Monats auf dem Konto gutgeschrieben wird, fehlt noch immer. «L’Impertinent» wollte von der UBS wissen, warum sie die Karten gesperrt hat und warum die Rente nicht gutgeschrieben wurde. Die Antwort der UBS: «Kein Kommentar.»
Baud erinnert sich an einen Anruf am 13. Februar. Eine UBS-Angestellte fragte ihn, ob Sanktionen gegen ihn ausgesprochen worden seien. Sie habe eine entsprechende Nachricht in der Zeitung gelesen. Baud betonte, dass die Sanktionen gegen ihn in der Schweiz nicht gälten. Er empfahl ihr, beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nachzufragen.
Gegenüber «L’Impertinent» bestätigte das Seco, dass die Schweiz die Sanktionen gegen Baud nicht übernommen habe. Aber das Seco teilte auch mit: «Die Banken sind frei, aus Risiko- und Reputationsgründen über die Vorgaben des Bundes hinauszugehen und internationale Sanktionen zu übernehmen.»
«L’Impertinent» kritisiert die UBS für ihre inkonsequente Geschäftspolitik. Sie erinnert an Jeffrey Epstein. Dieser hatte sich schuldig bekannt, eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet zu haben, und wurde 2008 zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt. Deshalb sperrte die US-Grossbank J.P: Morgan 2014 seine Konti. Dennoch stellte ihm die UBS noch eine Kreditkarte aus. Erst nach ein paar Monaten sperrte sie diese wieder. Für Epsteins Gehilfin Ghislaine Maxwell führte die Bank aber noch bis mindestens 2019 mehrere Konti.
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Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








20mintuen Jonas Bucher 22. Februar 2026, 06:30: «UBS ändert AGB: Landen deine persönlichen Daten bald im Ausland? Die UBS will sich beim Umgang mit Kundendaten mehr Flexibilität verschaffen. Neue AGB erlauben es der Grossbank, persönliche Daten künftig auch im Ausland bearbeiten zu lassen.»
Zur Aussage im Artikel: «Die Sanktionen gegen den Ex-Geheimdienstler Jacques Baud gelten in der Schweiz nicht. Trotzdem straft ihn die UBS ab.» Eine Antwort: Möglich, dass noch nicht alle realisiert haben könnten, dass möglicherweise für die UBS-Grossbosse das Schweizer Rechtssystem nicht mehr die Norm des Handelns ist, sondern die Gesetze der EU, und der USA, weil man es mit den grossen und mächtigen nicht verderben will.
Gunther Kropp, Basel
Ich war bisher zur Bargeldinitiative, über die am 8. März abgestimmt werden kann, unentschlossen. Das hat sich jetzt geändert…
Der gute alte Sparstrumpf hat offenbar je länger, desto weniger, ausgedient.
Vergleichbare Fälle häufen sich.
Wenn man Gold und Bargeld hortet und in einem autonomen Haus lebt, ist man dagegen immun.
Sollte es ganz hart kommen, führen wir eben wieder Kauri-Muscheln und Tauschgeschäfte ein.
Das Verhalten der UBS zeugt nicht unbedingt davon, dass sie sich als schweizerische Bank betrachtet. Bei einem finanziellen Unfall der Bank wäre das ganz bestimmt anders.
Es gibt offenbar ein paar gaaanz böse Vergehen in der freien westlichen Welt.
So ist eines davon die objektive Berichterstattung zum Ursprung des Ukrainekrieges – was dem EU-Narrativ völlig entgegenläuft…
Liebe Leserinnen und Leser des Infosperber
Sofern Sie als Privatperson Kundin oder Kunde bei der Bank UBS sind, empfehle ich Ihnen, alle Ihre Verbindungen (Konten, Depots, etc.) bei dieser Institution zu beenden und zu anderen Instituten zu verlagern. Aus meiner Sicht eignet sich die UBS seit langem nicht mehr als Bank für Privatpersonen.
Dem kann ich nur zustimmen. Als Auslandschweizer habe ich denkbar schlechte Erfahrungen mit der USB gemacht. Als AHV-Bezüger bin ich gezwungen, mich in einer schweizerischen KK zu versichern, obwohl ich dies in meinem Gastland für einen Bruchteil der Kosten tun könnte. Meine Ehefrau (Ungarin) bezahlt schon fast lächerlich geringe Prämien.
Um die regelmässige Prämienzahlung zu gewährleisten, bin ich also auf ein CH-Bankkonto mehr oder weniger zwingend angewiesen, und in meinem Fall geschah längere Zeit via UBS, damals noch zu vernünftigen Konditionen. Vor zirka 2 Jahren jedoch erhöhte die Bank die Gebühren für alle Auslandschweizer von einem Tag auf den anderen auf 330.- Franken pro Monat!
Ich ja verstehe durchaus, dass den Banken aufgrund eines Mehraufwandes auch höhere Gebühren zustehen, aber gleich 330.- Franken? Das grenzt an Strassenräuberei.
Zu Jacques Baud: Er war nicht Geheimdienstler, sondern Nachrichtendienster. D.h., sein Job bestand darin, die internationale Situation zu analysieren und den Bundesrat zu beraten. Und in diesem Sinne schrieb er auch seine Bücher. Sie sind eine Analyse und in keinem Fall eine Propaganda. Dass die UBS sich nach US/EU- Richtlinien richtet zeigt tatsächlich., dass die völkererechtlichen und menschenrechtlichen Vorschriften nicht für sie gelten.
Der UBS geht es nur um den Gewinn, wie es Hans Geiger sagt, die Schweiz ist kein Argument! Die CH ist eine liebe Milchkuh und ihre Bürger sollen im Notfall halt zahlen oder verderben!
Wollen wir immer noch den EU-Vertrag unterschreiben? Die Rechtsordnung einer EU übernehmen, die über dem Recht unrechtmässig Bürger sanktioniert, die ihr nicht passen- und ohne ihre Bücher überhaupt gelesen zu haben?? Deshalb schreibt die CH-Presse fast nichts über diesen Fall (nicht der Einzige), dafür umso mehr über Trumps Kapriolen!
Das nennt sich dann wohl Wirtschaftsfreiheit.
Too big to fail sollte dann auch nicht mehr gelten sondern eher, wer zu gross wird muss zerschlagen werden weil Klumpenrisiken für die Gesellschaft untragbar sind. Zumindest solange Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen Usanz ist.
Dass Grossbanken nicht die Interessen der Kleinen vertreten, ist schon lange klar. Im übrigen teile ich alle obigen Kommentare.
passt doch wunderbar zu den «nachhaltigen» ESG Rüstungsfonds der UBS. Das Feindbild Russland muss aufrecht erhalten werden, dann rollt der Rubel.