Finanzkonzerne © Westend

Allein die drei grössten Finanzkonzerne verwalten 15 Billionen Dollar

Frühstück mit BlackRock und Co.

Jens Berger / 13. Jan 2020 - Wenige grosse Finanzkonzerne haben als grösste Anteilseigner bei fast allen grossen Konzernen der Welt eine ungeahnte Machtfülle.

(Red) Heute erscheint im Verlag Westend das Buch „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen“ von Jens Berger, aus dem hier mit Genehmigung des Verlags das einleitende Kapitel publiziert wird. Der Autor durchleuchtet die Bedeutung und das Wesen der grössten Finanzkonzerne BlackRock, Vanguard und State Street. Gemessen an deren Machtfülle ist es erstaunlich, wie wenig über diese bekannt ist.

Morgens, 6.30 Uhr in Deutschland, der Wecker klingelt. Erst einmal unter die Dusche. Das Duschgel der Marke Axe stammt vom niederländisch-britischen Konzern Unilever. Dessen größter Aktionär ist der Finanzkonzern BlackRock. Das Wasser kommt von den Stadtwerken, an denen mehrheitlich der französische Konzern Veolia beteiligt ist, dessen zweitgrößter Anteilseigner ebenfalls der Finanzkonzern BlackRock ist. Die Zähne geputzt. Die Zahncreme der Marke Colgate stammt vom US-Konzern Colgate-Palmolive, dessen größte Aktionäre die Finanzkonzerne Vanguard, BlackRock und State Street sind – zusammen gehören ihnen mehr als 22 Prozent des Unternehmens. Rein in die Jeans der Marke Levis, das Poloshirt von Ralph Lauren übergezogen und in die Sneaker von Adidas geschlüpft. Größte Anteilseigner der Levi Strauss & Co. sind die Price (T.Rowe) Associates und Vanguard. Bei der Ralph Lauren Corp. sind es Vanguard und BlackRock, und beim deutschen Unternehmen Adidas ist BlackRock zweitgrößter Aktionär. Und nun noch schnell eine Schale Cornflakes. Auch bei der amerikanischen Kellogg Company zählen BlackRock, Vanguard und State Street zu den größten fünf Anteilseignern. Bei der Konkurrenz vom Schweizer Nestlé-Konzern sieht es übrigens ganz ähnlich aus.

Noch mal schnell auf dem iPhone gecheckt, was es Neues auf Facebook und Twitter gibt – bei allen drei Konzernen sind Vanguard und BlackRock die größten Anteilseigner. Nun noch den Hund füttern – das Hundefutter von Eukanuba kommt von Proc­ter & Gamble, größte Anteilseigner sind Vanguard, BlackRock und State Street. Und bevor es ins Büro geht, wird noch schnell ein Smoothie getrunken – der Smoothie-Hersteller Innocent gehört zur Coca Cola Company, bei der die Finanzkonzerne Berk­shire Hathaway, Vanguard, BlackRock und State Street die größten Anteilseigner sind.

Die Liste ließe sich endlos fortführen und betrifft die gesamte Wertschöpfungskette. So stammen die Cerealien für die Cornflakes womöglich vom weltweit führenden Agrarmulti Pioneer Natural Resources (Vanguard, BlackRock und State Street), wurden mit landwirtschaftlichen Maschinen des Weltmarktführers AGCO Corporation geerntet (Vanguard und BlackRock), mit der weltweit führenden Reederei A.P. Moeller-Maersk (Vanguard und BlackRock) in einem Containerfrachter von Hyundai Heavy (Vanguard und BlackRock) zur Fabrik transportiert, in einem Karton des Papiergiganten Stora Enso (Vanguard und BlackRock) verpackt und in einem Supermarkt der Metro AG (Vanguard und BlackRock) gekauft.

Oft umfasst dieses Besitzoligopol sogar eine gesamte Branche. Ob Ihnen nun die Deutsche Post, DHL, Fedex oder UPS das Paket bringen – bei all diesen Unternehmen zählen BlackRock und Vanguard zu den größten Anteilseignern. Ob Sie mit ihrem Smartphone über D1, D2 oder O2 telefonieren – auch bei der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica gehören diese Finanzkonzerne zu den größten Anteilseignern. Von Aareal Bank (BlackRock) bis zum Veterinärmedizinhersteller Zoetis (BlackRock und Vanguard) sind die deutschen Aktiengesellschaften fest in der Hand der Finanzkonzerne. Niemand besitzt mehr Anteile an deutschen Unternehmen als BlackRock. In Frankreich, Italien und Großbritannien sieht es genauso aus. In den USA ist BlackRock allerdings »nur« die Nummer zwei hinter Vanguard.

In der Sprache der Finanzmärkte werden Finanzkonzerne wie BlackRock oder Vanguard als institutionelle Investoren bezeichnet. Investmentfonds, Hedgefonds, Banken und Versicherungen komplettieren diese Gruppe. Zusammengenommen gehören ihnen nach einer aktuellen Studie des Harvard Business Review1 80 Prozent aller Aktien der im S&P 500 Index gelisteten größten Aktiengesellschaften der USA. Bei 88 Prozent der S&P-500-Unternehmen heißt der größte Anteilseigner entweder BlackRock, State Street oder Vanguard.

Allein BlackRock hält mehr Aktien an Alphabet (Google) als Sergey Brin. Zusammen mit seinem Konkurrenten Vanguard hält BlackRock auch mehr Aktien an Amazon als Jeff Bezos und rund 25-mal so viele Aktien von Apple, wie der komplette Apple-Vorstand zusammen. BlackRock, Vanguard und State Street halten auch mehr Aktien an Facebook als Mark Zuckerberg. Auch bei den großen Rüstungskonzernen, den Banken und Big Oil sind die Finanzkonzerne die größten Anteilseigner und damit tonangebend. Nicht die ständig in den Medien präsenten Unternehmensspitzen sind die Lenker der größten und mächtigsten Konzerne der Welt, sondern mächtige Finanzkonzerne. Gemessen an dieser Machtfülle und Machtkonzentration ist es erstaunlich, wie wenig über BlackRock, State Street und Vanguard berichtet wird und wie wenig über die Interessen und Ziele dieser Giganten bekannt ist. Wer sind diese Konzerne und welche Ziele verfolgen diese Giganten?

Bei einer derart dünnen Berichterstattung ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch zahlreiche Gerüchte gibt, die sich hartnäckig halten. So werden BlackRock und Co. oft fälschlicherweise als Hedgefonds oder als Heuschrecken bezeichnet. Die Eigenbezeichnung dieser Konzerne ist schlicht Vermögensverwalter oder auf Englisch Asset Manager, was wiederum eine starke Untertreibung ist. Gerade so, als würde man den Handelsgiganten Amazon einen Einzelhändler nennen. In der Tat ist die Vermögensverwaltung das Kerngeschäft dieser Konzerne. Die Summen, um die es dabei geht, entziehen sich jedoch jeder Vorstellungskraft. BlackRock verwaltet zurzeit 6,85 Billionen US-Dollar, Vanguard 5,6 Billionen US-Dollar und State Street 2,51 Billionen US-Dollar. Zusammen sind dies rund 15 Billionen US-Dollar, ausgeschrieben 15 000 000 000 000. Das sind rund 2 000 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung – vom Neugeborenen in Ruanda bis zur Greisin in Japan. Würde man diese Summe zu gleichen Teilen unter Deutschlands Einwohnern aufteilen, bekäme jeder Bürger stolze 180 000 US-Dollar.

Freilich gehört dieses Geld nicht BlackRock und Co. Es handelt sich hierbei vielmehr um Kundeneinlagen. Das Geld kommt von Pensionsfonds, die beispielsweise die Altersrücklagen für New Yorker Lehrer oder kalifornische Polizisten verwalten. Es kommt von Staatsfonds, mit denen unter anderem die ölexportierenden Länder des Nahen und Mittleren Ostens ihre Deviseneinnahmen am Kapitalmarkt anlegen und für die Zeit nach dem Öl vorsorgen. Und es kommt von Einzelpersonen, die mal über weniger aber oft auch über sehr große Vermögen verfügen. Der Teufel scheißt halt doch immer auf den größten Haufen.

Befeuert werden die nimmer enden wollenden Kapitalzuflüsse dieser Unternehmen dabei durch ein Wirtschaftssystem, das umgangssprachlich meist als Neoliberalismus bezeichnet wird. Der Staat zieht sich global zunehmend aus der Daseinsvorsorge zurück und überlässt es seinen Bürgern, privat für das Alter vorzusorgen. Man spart auch für die Studiengebühren der Kinder und Enkel, die nicht mehr vom Staat getragen werden. Private Krankenversicherungen arbeiten nach dem Prinzip, dass die Beiträge, die die Versicherten in den jüngeren Jahren einzahlen, an den Kapitalmärkten Zinsen »erwirtschaften« und die höheren Gesundheitskosten im Alter dann von dem gebildeten Kapitalstock finanziert werden können. Bis dahin müssen die Gelder jedoch angelegt werden. Zurzeit fließen jedes Jahr global 3,6 Billionen Euro an Beiträgen in Sach- und Lebensversicherungen, 2027 sollen es Prognosen der Versicherer zufolge 6,8 Billionen Euro sein. Das ist der Treibstoff, mit dem der Motor der gigantischen Vermögensverwalter am Laufen gehalten wird, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.

So unbekannt die gigantischen Finanzkonzerne in der öffentlichen Wahrnehmung sind, so unterschiedlich sind ihre Geschäftsmodelle. Die Nummer zwei, Vanguard, beschränkt sich weitest­gehend auf die Vermögensverwaltung und ist dabei sogar genossenschaftlich organisiert; wie eine Volks- oder Raiffeisenbank gehört der Riese seinen eigenen Kunden und ist nicht primär darauf ausgerichtet, Gewinne zu erwirtschaften, sondern arbeitet nach dem Kostendeckungsprinzip. Und wenn doch einmal Gewinne erzielt werden, werden sie über eine Senkung der Verwaltungskosten an die eigenen Kunden weitergegeben. BlackRock und State Street sind hingegen selbst Aktiengesellschaften, die bestrebt sind, Gewinne zu erwirtschaften und Dividenden an ihre Aktionäre und Boni an das Management auszuschütten. Die meisten Anteile sind jedoch im Besitz von BlackRock und State Street selbst – Entscheidungsmacht und Kontrolle verbleiben also in ihren Händen.

Während bei Vanguard die Definition eines – wenn auch absurd großen – Vermögensverwalters noch greift, trifft dies auf BlackRock nicht mehr zu. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen einem Vermögensverwalter und einem Hedgefonds immer mehr. Das Kerngeschäft von BlackRock ist nach wie vor die treuhänderische Vermögensverwaltung für seine Kunden. Doch um dieses Ziel zu erreichen, betreibt BlackRock selbst ein ganzes Heer an aktiv gemanagten Investmentfonds, die nicht nur mit Aktien oder Anleihen, sondern auch mit Finanzprodukten aller Art handeln. Die ohnehin schwammigen Grenzen zwischen einem Investment- und einem Hedgefonds sind hier fließend und werden oft überschritten. Treffender könnte man BlackRock daher wohl am ehesten als Schattenbank bezeichnen – das sind nach Definition der Bundesbank »diejenigen Akteure und Aktivitäten auf den Finanzmärkten […], die bankähnliche Funktionen (insbesondere im Kreditvergabeprozess) wahrnehmen, aber keine Banken sind und somit nicht der Regulierung für Kreditinstitute unterliegen«. Das trifft alles auf BlackRock zu. Ist das größte Finanzunternehmen der Welt also gleichzeitig die größte Schattenbank der Welt? Dazu später mehr.

Neben der Vermögensverwaltung hat sich BlackRock auch auf andere Tätigkeitsfelder im Finanzsystem spezialisiert. So gehört die von einem Konsortium rund um BlackRock betriebene Handelsplattform Luminex2 zu den größten und wichtigsten »Dark Pools« des Finanzsystems – ein interner Umschlagplatz für Wertpapiere jeder Art, die sich der öffentlichen Regulierung entziehen und nur einem ausgesuchten Kundenkreis offenstehen. Über seinen Geschäftsbereich »Private Credit« 3 vermittelt BlackRock zwischen privaten Kreditnehmern und Kreditgebern. Andere Unternehmensbereiche haben sich auf Beratertätigkeiten spezialisiert. Die Sparte BlackRock Solutions berät Staaten und Zentralbanken in Fragen, die ganz maßgeblichen Einfluss auf die von BlackRock selbst betriebenen Fonds haben. Über BlackRocks Analysesystem »Aladdin« werden von BlackRock und anderen Finanzkonzernen Vermögenswerte in Höhe von rund 20 Billionen US-Dollar auf mögliche Risiken geprüft. Auf Basis selbstentwickelter Algorithmen soll Aladdin den optimalen Mix zwischen Risiko und Ertragschancen ermitteln und stellt dabei womöglich selbst das größte Risiko für die Stabilität der Finanzmärkte dar.

Beherrscht wird das ganze System von einer kleinen Gruppe von Managern, die bei allen Unterschiedlichkeiten die Ideologie des Shareholder-Value eint – was gut für den Aktienbesitzer ist, ist gut für das Unternehmen und am Ende auch gut für die Allgemeinheit.

(Seit Oktober 2012 ist der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, Vice Chairman von BlackRock.)

Das Buch kann über buchhaus.ch und buchkomplizen.de bestellt werden:

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Der Autor Jens Berger ist freier Journalist und Redaktor von «NachDenkSeiten», einem deutschen Watchblog, auf dem politische und gesellschaftliche Themen kritisch kommentiert werden.

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8 Meinungen

siehe dazu im Buch «Wohlstand für Alle» des Vaters des deutschen Wirtschaftswunders Ludwig Erhard

"Erhard formuliert in seinem Werk das Ziel, breiten gesellschaftlichen Schichten Wohlstand zukommen zu lassen. Nach Erhards Überzeugung könne nur eine freie Wirtschaft Wohlstand für alle schaffen. Diese freie Wirtschaft müsse vor staatlichen Eingriffen sowie vor Kartellen und Monopolen geschützt werden."

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohlstand_f%C3%BCr_Alle_(Buch)


Genau das Szenario vor dem Ludwig Erhard warnte, der Eingriff von Kartellen und Monopolen, das tritt hier ein !
Dieter Gabriel, am 13. Januar 2020 um 12:35 Uhr
In der Einleitung wird erklärt, wie wenig über diese größten Finanzkonzerne BlackRock, Vanguard und State Street bekannt ist. Das liegt nicht an mangelnden Autoren, die darüber berichten, sondern an den Medien, die diese Informationen ganz einfach zurückhalten.
So hat schon Dr. Werner Rügemer in 2018 ein dickes Buch - 357 Seiten - über BlackRock und Co und deren Machenschaften und Verbundenheit auch mit der deutschen Politik geschrieben. Titel des Buches: 'Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts - gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure', welches im Papyrossa-Verlag erschienen ist. In diesem geht der Autor dezidiert auf die mehr oder weniger unseriösen Geschäftmodelle dieser großen Global-Player ein. Etwa im II. Kapitel: Das Verhältnis USA-Europäische Union oder auch, wer von China mehr wissen will in Kapitel III. China: Der kommunistisch geführte Kapitalismus und mit einem Ausblick auf die Gegenwart im IV. Kapitel: Gegenwart und Zukunft der irdischen Gesellschaft.
Auch der nächste deutsche CDU-Kanzlerkandidat könnte der BlackRock Mann Friedrich Merz werden. Dann hätte BlockRock sogar die ganze EU «in der Tasche» und keiner stört sich daran. Merz traf sich einige Male mit SPD Politikern wie Gabriel und Scholz und Helge Braun aus dem Kanzleramt. Was haben überzeugte BlackRock Leute in der Politik zu suchen? Es ist ein Abgesang auf die Demokratie, wenn BlackRock und Co. immer mehr Macht durch die eigenen Politiker bekommt! So was muss gestoppt werden!!!
Karola Schramm, am 13. Januar 2020 um 13:07 Uhr
Danke für den hochinteressanten Artikel!
Die Konzentration des Kapitals wird immer grösser, die Besitzer, bzw. die Entscheiduzngsträger werden immer weniger. Da kommt mir ein Gedanke hoch:
Das vereinfacht doch eine Enteignung und eine demokratische Kontrolle dieser Vermögenswerte ganz ausserordentlich! Das kapitalistische System ist überfällig. Die sozialistische Revolution kann kommen.
Paul Jud, am 13. Januar 2020 um 13:47 Uhr
BlackRock oder BlackMail'
Der Kollege Berger legt den Finger auf einen sehr wunden Punkt der modernen Weltwirtschaft. Interessant ist vor allem die Passage, in der er herleitet, wie die private statt staatliche Vorsorge (Kapitaldeckung statt Umlage) die Töpfe der Hochfinanz füllt. Gut 1000 Milliarden Fr. stammen allein aus unserer 2.Säule.
Man sollte auch noch erwähnen, dass BlackRock und Co. eine Art globale Gewerkschaft des Kapitals bilden: Entweder Du senkst die Löhne, oder wir ziehen mit unsere Fabriken einen Kontinent weiter. BlackMail von BlackRock Mit der Folge, dass noch höhere Gewinn in die Finanzwirtschaft abgezogen werden.

Werner Vontobel
Werner Vontobel, am 13. Januar 2020 um 14:20 Uhr
Ausgezeichneter Artikel. BlackRock sieht sich als globales Unternehmen, das sich für die Globalisierung einsetzt, vor allem für offene Grenzen, Migration und Schwächung der Nationalstaaten. «Was gut für den Aktienbesitzer ist, ist gut für das Unternehmen und am Ende auch gut für die Allgemeinheit» bedeutet im Klartext: Wir werden die Welt beherrschen.
Pedro Reiser, am 14. Januar 2020 um 03:47 Uhr
@Herr Vontobel
Das interessante daran ist, das die Vorsorge von einer Umlageversicherung, in Richtung einer kapitalgedeckten versicherung gehen soll, die die Kriegsmaschinerie ankurbelt.
siehe
https://www.infosperber.ch/Gesellschaft/AHV-Renten-Medien-kolportieren-Gefalligkeitsstudien


Damit segen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen !

siehe
https://www.nachdenkseiten.de/?p=57624


Da war Brecht vorausschauend !
Karthago führte 3 Kriege. War noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten und nicht mehr aufzufinden, nach dem dritten.
Dieter Gabriel, am 14. Januar 2020 um 11:37 Uhr
@Gabriel. In der Schweiz ist die Altersvorsorge in der 2. Säule vollständig kapitalisiert. Nur die AHV beruht auf dem Umlageverfahren. Die gegenwärtige Diskussion um BlackRock in Frankreich basiert auf der Angst, das umlagebasierte System der französischen Altersvorsorge z.T. zu kapitalisieren. Dabei geht aber vergessen, dass ein Grosteil der privaten Altersvorsorge bereits in der Form von Lebensversicherungen «kapitalisiert» ist. Es soll sich hier immerhin um einen Betrag von 2000 Mrd € handeln. Das wäre zwar nur das Doppelte der Reserven der CH-2.-Säule bei einer doch einiges grösseren Bevölkerungsbasis. Trotzdem ist dieser Betrag beträchtlich und wird von Kapitalverwaltungsunternehmen betreut.

Der im CH-Bankensystem verwaltete Vermögenswert liegt allerdings nahe bei 7000 Mrd CHF. Davon gehört etwa die Hälfte ausländischen Dépôtinhabern.
Josef Hunkeler, am 15. Januar 2020 um 10:37 Uhr
Was ich vermisse an diesem Bericht das sind die Namen der Menschen, die hinter diesen Gesellschaften stehen. Würde es sich um russische Trolle oder chinesische KI handeln, wäre so etwas sicher sofort in die Diskussion geworfen, woher diese Beisshemmung ?
Johann Heinzl, am 15. Januar 2020 um 16:19 Uhr

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