Bienensterben, Gaucho, Neonicotinoide, Zuckerrüben, Insektizide, Bienen, infosperber, BErner Bauernverband © pixabay

Der Berner Bauernverband wünscht sich ein verbotenes Insektizid zurück, das Bienen vergiftet

Mit Unwahrheiten kommen verbotene Pestizide zurück

Tobias Tscherrig / 16. Okt 2020 - Wegen Ertragsausfällen wollen Schweizer Bauern ein verbotenes Pestizid einsetzen. In Frankreich hatte die Forderung bereits Erfolg.

Weil die Zuckerrübenernte im Berner Seeland und in der Westschweiz von einem Virus bedroht wird, fordern die betroffenen Bauern den Einsatz eines hochgiftigen Pestizids, das in der Schweiz erst vor kurzem verboten wurde.

Eine Forderung, die in Frankreich bereits von Erfolg gekrönt war: Erst kürzlich sprach sich die Nationalversammlung für die teilweise und befristete Aufhebung des Verbots von Insektengiften auf der Basis von Neonicotinoiden aus – obwohl sie hochgiftig sind. Die Debatte in der französischen Nationalversammlung war hitzig und von Unwahrheiten geprägt.

Neonicotinoide: Bedrohung für Bestäuber

Die Zuckerrüben-Bauern im Berner Seeland und in der Westschweiz befürchten in diesem Jahr einen virusbedingten Ertragsausfall von rund 22 Prozent. Um den Schädling zu bekämpfen, fordert der Berner Bauernverband gemäss «SRF» nun eine auf drei Jahre befristete Notfallzulassung des Produkts «Gaucho». Allerdings enthält das Produkt hochgiftige Neonicotinoide, weswegen sein Einsatz vom Bund nach 2019 verboten wurde. Auch in der EU dürfen die drei gängigsten Insektizide, die Neonicotinoide enthalten, seit 2013 nicht mehr auf blühende Pflanzen gesprüht werden. Ein löchriges Verbot, das erst nach einer viel zu langen Debatte umgesetzt wurde.

Die Verbote kommen nicht von ungefähr, die hochgiftigen Neonicotinoide beseitigen nicht nur Schädlinge. Auch Honigbienen und wildlebende Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge leiden unter dem Einsatz der Insektengifte. Kommen Honigbienen mit Neonicotinoiden in Kontakt, werden ihre Gehirnprozesse gestört. Führt die Aufnahme der Insektengifte nicht sofort zum Tod der Tiere, wird ihre Kommunikation, Lern- und Orientierungsfähigkeit eingeschränkt. Dadurch unternehmen die Honigbienen weniger Sammelflüge, brauchen länger, um in den Bienenstock zurückzufinden, oder kehren gar nicht mehr heim. Auch die Überwinterungsfähigkeit der Honigbienen leidet unter dem Einfluss von Neonicotinoiden. Die tödliche Dosis liegt bei etwa vier Milliardstel Gramm pro Biene.

Ausserdem wird das Gift von Pflanzen aufgenommen, Rückstände davon finden sich in Wurzeln, Blättern, Blüten, in Pollen und im Nektar wieder. Auch im Wasser, das Pflanzen über ihre Blätter abgeben, ist das Gift zu finden.

Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass viele wildlebende Insekten auf Pestizide sogar noch empfindlicher reagieren als Honigbienen. Bei ihnen wurden Störungen des Paarungsverhaltens und der Fortpflanzungsfähigkeit nachgewiesen. Als zum Beispiel im Rheintal im Frühjahr 2008 in kurzer Zeit über 11'000 Bienenvölker stark geschädigt wurden oder starben, fiel der Verdacht auf Neonicotinoide. Es konnte bestätigt werden, dass der Abrieb von Maissaatgut, das mit dem Neonicotinoid Clothianidin behandelt worden war, die Ursache für das Massensterben der Tiere war.

Zuckerrübenproduktion wird bereits «sehr hoch subventioniert»

So erstaunt es kaum, dass Andreas Bosshard vom Verein «Vision Landwirtschaft» nichts davon hält, das Spritzverbot in der Schweiz aufzuheben. Gegenüber «SRF» sagte er, dass die Zuckerbranche jahrelang keine Anstrengungen in Richtung von alternativem Pflanzenschutz betrieben habe. «Wir sehen das sehr kritisch, der Stoff ist nicht umsonst verboten. Es ist eines der giftigsten Pestizide und Insektizide überhaupt.»

Bosshard geht mit der Zuckerbranche hart ins Gericht. Eine Notfallzulassung als Übergangslösung kommt für ihn nicht in Frage. Gegenüber «SRF» betont er, dass die Zuckerbranche bereits vor langer Zeit in eine umweltschonende Produktion hätte investieren sollen. Zumal die Zuckerrübenproduktion «sehr hoch subventioniert» werde.

Frankreich kippt Verbot

Trotz all der negativen Auswirkungen von Neonicotinoiden und obwohl es Alternativen wie den – arbeitsintensiveren – biologischen Anbau gäbe, will der Berner Bauernverband «sein» Gift zurück. Und damit steht er nicht alleine. In Frankreich sind die Befürworter der hochgiftigen Insektizide auf Neonicotinoid-Basis aber bereits einen Schritt weiter. Am 6. Oktober stimmte die Nationalversammlung nach langer Debatte mit 313 zu 158 Stimmen für die Aufhebung des Verbots dieser Chemikalien in der Landwirtschaft.

Die Ausnahmeregelung gilt für drei Jahre und ist vorerst auf den Zuckerrübenanbau beschränkt. Eine Forderung, wie sie heute auch in der Schweiz zu hören ist.

Weil Frankreich in Europa ein Vorreiter beim Verbot dieser Substanzen war, wird die Ausnahmeregelung «Geschichte» schreiben, kommentieren französische Medien. Denn die Produkte, die für eine Ausnahme vom Verbot der Neonicotinoide in Frage kommen, werden per Dekret festgelegt. Damit ist das Gesetz nicht einfach ein Rückschritt im Kampf gegen giftige Insektizide und Pestizide, vielmehr befürchten Expertinnen und Experten, dass damit die Tür für zusätzliche Lockerungen weit aufgestossen wurde.

Unwahrheiten als Argumente

Während der hitzigen Debatte, die dem Gesetzesbeschluss voranging, wurden im französischen Parlament viele Unwahrheiten vorgetragen. Argumente, wie sie auch in der Schweiz zu hören sind. Das Online-Portal «mediapart» ist den wichtigsten auf den Grund gegangen:

Argument: «Rüben, die vor der Blütenbildung geerntet werden, ziehen nicht von selbst Bienen an»

Antwort: Das ist korrekt. Das Problem ist aber, dass Neonicotinoide nicht nur Bienen, sondern allen Insekten schaden. Sie kontaminieren Boden, Luft und Oberflächenwasser und haben somit Auswirkungen auf alle Bestäuber, wirbellose Bodentiere, wirbellose Wassertiere und sogar auf den Menschen.

Argument: «Neonicotinoide werden nur lokal gespritzt, ihr Wirkungsradius ist also begrenzt»

Antwort: Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass oft mehr Neonicotinoide auf den benachbarten Feldern gefunden wurden als auf dem eigentlich behandelten Feld. In einigen Fällen wurde das Gift in einer Distanz von bis zu zehn Kilometern Entfernung vom behandelten Feld gefunden.

Argument: «Neonicotinoide sickern nicht ins Wasser»

Antwort: Falsch. Neonicotinoide sind wasserlöslich. Sie werden durch Auslaugung oder Auswaschung transportiert. Kontaminiertes Wasser ist das Hauptvehikel für die Kontaminierung der gesamten Umwelt mit Neonicotinoiden. Studien aus den Vereinigten Staaten und China belegen die Existenz von Neonicotinoiden im Grundwasser. Spuren des Gifts wurden im Trinkwasser nachgewiesen. In einer kanadischen Bewertung aus dem Jahr 2016 wurden drei Neonicotinoide als Bedrohung für aquatische Organismen in Oberflächengewässern identifiziert.

Argument: «Neonicotinoide haben keine Auswirkungen auf Säugetiere»

Antwort: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Neonicotinoide im besten Fall «nur» Auswirkungen auf Insekten haben. Eine Untersuchung an Hirschen und Rehkitzen in den USA kommt aber zu einem anderen Schluss: Sie zeigt, dass der Konsum von mit Neonicotinoiden verseuchtem Wasser auch bei Säugetieren zu physiologischen und reproduktiven Problemen führen kann. Andere Studien vermuten Neonicotinoide bei Tieren als Ursache von Leber-, Schilddrüsen- und Hodenkrebs.

Argument: «Neonicotinoide wirken sich nicht auf die Gesundheit des Menschen aus»

Antwort: Falsch. Die Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen wurde in Studien festgestellt. Neonicotinoide können beim Menschen endokrine Störungen, Autismus-Spektrum-Störungen und Probleme bei der Entwicklung des Nervensystems verursachen. Sie können auch angeborene Herzfehlbildungen und Anenzephalie auslösen. Erst kürzlich entdeckten japanische Forscher Neonicotinoide im Urin von Neugeborenen, die ein niedriges Geburtsgewicht hatten.

Argument: «Insektizid-Sprays sind für die Umwelt noch verheerender als Neonicotinoide»

Antwort: Das ist fraglich. Während 80 Prozent der Insektizide, die gesprüht werden, in die Atmosphäre freigesetzt werden, gelangen 80 Prozent der Neonicotinoide in Saatgutbeschichtungen in den Boden.

Argument: «Neonicotinoide werden nur gezielt eingesetzt»

Antwort: Falsch. Viele Zuckerrübenproduzenten setzten in der Vergangenheit auf eine vorbeugende Behandlung. Ohne überhaupt zu wissen, ob es im aktuellen Erntejahr Schädlinge geben wird, verteilten sie das Gift während der ganzen Saison. Weil sie eine Blattlaus töten wollten, die ein Virus trägt, vergifteten sie alle Insekten und alle nützlichen wirbellosen Tiere.

Argument: «All die alternativen Lösungen wie Biokontrolle, Parzellenverkleinerung, Hecken, Grasstreifen, Bio-Anbau und so weiter sind nie getestet worden»

Antwort: Falsch. Es gibt in Frankreich Bioproduzenten, deren Rübenerträge nur geringfügig durch die von grünen Blattläusen übertragene Vergilbungsepidemie beeinträchtigt werden. Die meisten dieser Landwirte waren an Experimenten mit den beiden Giganten des Sektors, den Zuckerkonzernen Terreos und Christal Union, beteiligt. Die Ergebnisse sind ziemlich überzeugend. Um Chemikalien zu vermeiden, setzen sie agronomische Techniken ein, die die biologische Kontrolle und die Bodenregeneration fördern.

Argument: «Es gibt gar keine Alternativen zu Neonicotinoiden»

Antwort: Falsch. Zusätzlich zu den Techniken des biologischen Landbaus können resistentere Arten gepflanzt werden, um Schädlingsschäden zu vermeiden. Es ist die Kombination von gezielten präventiven und kurativen agronomischen Techniken, die eine gute Alternative ist.

Argument: «Der schwindelerregende Rückgang der Erträge könnte zum Verschwinden der Rübenindustrie führen»

Antwort: Angesichts der 46'000 Arbeitsplätze in der französischen Zuckerindustrie wurde das Argument der Gefahr eines Zusammenbruchs des Rübensektors unter anderem von Landwirtschaftsminister Julien Denormandie immer wieder aufgegriffen. Allerdings geht es der französischen Zuckerrübe nicht schlecht: Frankreich ist der führende europäische Produzent und der zweitgrösste in der Welt. Die Französische Republik exportiert jedes Jahr die Hälfte ihrer Produktion. Im Übrigen ist die Produktion von Zuckerrüben in Frankreich in 30 Jahren um 200 bis 300 Prozent gestiegen. In diesem Zusammenhang ist ein Verlust von 10 bis 15 Prozent der Produktion wegen einer Krankheit, die sich aufgrund besonderer klimatischer Bedingungen ausgebreitet hat, nicht dramatisch.

----

Weiterführende Infosperber-Artikel zur Thematik:

Das süsse Gift

********************************************************

Infosperber Dossier: Bienen werden Opfer von Pestiziden

********************************************************

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

11 Meinungen

Bauern, die solche Gifte spritzen, sind keine Bauern, sondern Brunnenvergifter. Bauern, die hier keine Einsicht zeigen, denen gehören sämtliche Subventionen entzogen und sollten sie sich nicht an das Verbot solcher Gifte halten, dann gehören sie hart bestraft, nötigenfalls mit drastischen Gefängnisstrafen.
Dietrich Michael Weidmann, am 16. Oktober 2020 um 12:56 Uhr
Na ja, wieder ein Beitrag voller Unwahrheiten. Gaucho wurde in der ganzen EU im Jahr 2019 im Zuckerrübenanbau wieder zugelasssen, nicht nur in Frankreich. Das Verbot von Gaucho in der Schweiz ist politisch motiviert und hat kein wissenschaftliches Fundament. Dieses Pflanzenschutzmittel wird in über 120 Ländern legal genutzt und hat sich bestens bewährt. Es wird seit bald 50 Jahren erfolgreich eingesetzt und es sind keine Schäden an der Umwelt bekannt. Und zu den Bienen: Es gibt keine Studie, die einen Zusammenhang zwischen Bienensterben und dem Einsatz von Gaucho im Zuckerrübenanbau untersucht. Sämtliche Studien in diesem Zusammenhang wurden mit anderen Pflanzen gemacht (z.B. Raps). In Laborstudien konnte zwar ein Zusammenhang zwischen Bienensterben und Neonicotinoiden nachgewiesen werden. Feldstudien haben dann aber gezeigt, dass sich die Ergebnisse der Laborstudien in auf dem freien Feld als falsch erwiesen und es gibt keinen Nachweis, dass sich Gaucho nachteilig auf Bienenvölker auswirkt. Sonst hätten die rund 120 Länder die Gaucho seit Jahrzehnten einsetzen auch ein Bienenproblem. Haben sie aber nicht.
Reto Derungs, am 16. Oktober 2020 um 14:49 Uhr
Bauern die die Böden vergiften sollen ihren Beruf aufgeben.
Ruedi Basler, am 16. Oktober 2020 um 15:09 Uhr
zur Aussage:Argument: «Neonicotinoide wirken sich nicht auf die Gesundheit des Menschen aus»

so sollen sich diese Bauern jeden Morgen mit dem verseuchtedn Wasser die Zaehne putzen.....
Rudolph Stucki, am 16. Oktober 2020 um 16:16 Uhr
Es ist unglaublich wie die Politik immer wieder kuscht. 22% weniger Ertrag an Zuckerrüben... ein Klacks! In andern Ländern verlieren die Bauern ihre ganze Ernte und dazu noch ihr Hab und Gut und können deswegen nicht einfach drauflos giften.
Zucker ist eh ungesund - da können wir auf viel mehr verzichten!
Aber auf die Bienen und Insekten können wir nicht verzichten. Es macht wütend.
R. Himmelsbach., Basel
Rut Himmelsbach, am 16. Oktober 2020 um 22:04 Uhr
Dietrich Michael Weidmann@ Wie schädlich Pflanzenschutzmittel wirken kann unterschiedlich eingeschätzt werden. Auch Umweltorganisationen verbreiten nicht immer die Wahrheit. Die heutigen Analysemethoden können kleinste Mengen eines Stoffes erkennen. Wer keinen Acker hat, kann gut reden. Die Marche im Ackerbau ist klein. Wer den nötigen Ertrag und die erwünschte Qualität nicht schafft, macht schnell ein Verlustgeschäft.
Alfred Schmid, am 16. Oktober 2020 um 23:51 Uhr
Ich muss hier ein grundsätzliches Problem der Berichterstattung erwähnen. Und zwar geht es um falsche Wortwahl. Unwahrheit ist nicht dasselbe wie Lügen. Die Unwahrheit enthält Wahrheiten, aber es wurde nicht das Ganze in der Aussage berücksichtigt. Unwahrheiten sind also keine Lügen, es ist einfach nichtdie ganze Wahrheit, weil Wissen fehlt.. Eine Lüge ist, bewusst falsche informationen zu verbreiten.
Die Pestizide kommen also mit Lügen zurück. Demzufolge sind die Argumente nicht «falsch», sie sind schlichtwegs gelogen.
Auch sollten nicht die Bauern verantwortlich gemacht werden, sondern die Lügner, welche den Bauern diese Schlussfolgerungen als Lösung verkaufen.
juerg wyss, am 17. Oktober 2020 um 09:01 Uhr
An Herrn Derungs und alle andern Bauern, die Ihrer Meinung bleiben wollen, Sie sollten endlich lernen naturgemäss Landwirtschaft zu betreiben, Es gibt die Methoden dazu schon länger. Ein bisschen Mehraufwand für unsere und Ihre Gesundheit zahlt sich langfristig aus. Immer auf den kurzfristigeren Profit zu schauen, finde ich moralisch höchst bedenklich. Ich hoffe, dass Sie gezwungen werden dies zu tun, wenn die zwei nächsten Initiativen über Trinkwasser und weniger Subventionen bei Chemie-Einsatz angenommen werden.
Werner Schenkel, am 17. Oktober 2020 um 11:19 Uhr
Werner Schenkel@ Von den Konsumenten werden nur rund 10% an Biolebensmittel gekauft. Somit bevorzugen die meisten konsumenten die billigeren Lebensmittel. Billiger sind sie wegen Hilfsstoffen wie Handelsdünger und Pflanzenschutzmittel. Würden zu viele Bauern auf Biolandwirtschaft umstellen, würde der Markt für Bioprodukte zusammenbrechen. Es geht nicht um kurzfristigen Profit. Sondern um das finanzielle überleben der Betriebe. juerg wyss@ Wir Bauern sind nicht blöd. Wir wissen schon was es braucht um einen ertrag auf dem Acker zu sichern. Ruedi Basler@ Wir vergiften nicht unsere Böden. Wenn sie ihre Ansprüche auf die ganze Bevölkerung übertragen, müssten alle ihre Berufe aufgeben. Falls sie Rentner sind. Ihre Rente wird von einer umweltverschmutzenden Wirtschaft erarbeitet.
Alfred Schmid, am 17. Oktober 2020 um 23:38 Uhr
@ Alfred Schmid. Ich habe nie gesagt, Bauern seien blöd, ich sagte lediglich dass Ihr Bauern verarscht werdet. auch entbehrt Ihre Argumentation Tatsachen, dass nur 10% Biolebensmittel gekauft werden aufgrund «Bevorzugung». Wenn BioProdukte gleich teuer wären wie conventionel food, würden 100% biofood gekauft. )90% der Kunden, die kein Biofood kaufen haben schlichtwegs kein Geld für Biofood. Und die Produkte sind nicht billiger wegen «Hilfstoffen», sie sind billiger wegen Subventionen. Und ja, Sie vergiften nicht unsere Böden, Sie vergiften unser Wasser. Und was Rentner angeht, keine Wirtschat erarbeitet eine Rente, jeder Mensch erarbeitet seine Rente selber, da hat weder die Wirtschaft noch der Staat etwas dazugegeben. Und was das finanzielle Überleben angeht, das finanzielle Überleben eines Betriebes gibt es nicht, es gibt das Überleben des Betriebes, welches von den Finanzen abhängig ist. Also vermischen Sie Sachen, die Ihnen ein Trugbild der Wahrnehmung geben. Ich frage mich grade, welche pseudogründe bei Guy (ein Bauer) vorliegen, dass er seinen Pferden auf der Weide erst nach 4 Tagen Wasser gibt. will er Trinkwasser sparen? oder hängt auch sein finanzielles Überleben davon ab?
juerg wyss, am 18. Oktober 2020 um 09:58 Uhr
Es sollte keine Subventionen fuer Aktivitaeten geben, welche umweltschaedlich sind, ob nur «ein bisschen» oder massiv. PUNKT! Sollten deswegen Menschen arbeitslos werden / weniger verdienen - das ist immer wieder so, im laufe der Zeit. Unvermeidbar, leider.
Dass EU/CH jetzt wieder zurueckrudern..... unbegreiflich. Oder nein, wohl wieder den umtriebigen Lobbyisten zu verdanken. Sollten verboten werden. Sind kaum je nuetzlich fuer die Allgemeinheit.
Langfristig (Verbot) auch finanziell eher besser: belastet zwar die Arbeitslosenversicherung, aber was diese Gifte an Spaetfolgen haben, Volksgesundheit&Erwerbsausfall, Ernterueckgaenge wegen Insektensterben etc. kann niemand beziffern. Sehr wahrscheinlich viel teuerer.
radek jager, am 18. Oktober 2020 um 10:41 Uhr

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.