WEF: Dagobert scheffelt weiter

Kurt Marti © Christian Schnur
Kurt Marti / 26. Nov 2019 - Das WEF konnte im letzten Jahr seine Schatullen weiter auffüllen. Der neuste Stand: 310 Millionen Franken.

Letztes Jahr beschlossen National- und Ständerat grossmehrheitlich die Erhöhung der Bundessubventionen an das World Economic Forum (WEF) in Form von Sicherheitskosten und Armeeeinsätzen auf rund 43 Millionen Franken, obwohl damals in den WEF-Schatullen Reserven von rund 285 Millionen Franken lagerten.

Inzwischen war Dagobert weiter fleissig am Werk und die WEF-Reserven sind laut dem neusten Geschäftsbericht um weitere 25 Millionen Franken von 285 auf 310 Millionen Franken angewachsen.

«Neid und Missgunst»

Zur Erinnerung: Infosperber hatte letztes Jahr die politische Debatte in Bern und Davos mit der Publikation der horrenden, stets steigenden WEF-Reserven belebt.

Darauf trat WEF-Gründer Klaus Schwab selber in den Ring und warf Infosperber vor, «Neid und Missgunst zu erwecken und damit die Partnerschaft zwischen Davos und dem World Economic Forum zu untergraben».

«Vertrauensvolle Zusammenarbeit»

Und er folgerte: «Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit setzt voraus, dass sie nicht immer wieder infrage gestellt oder unterminiert wird.» Dabei hatte er vergessen, dass zwischen JournalistInnen und den Personen, über die sie berichten, eigentlich nicht «eine vertrauensvolle Zusammenarbeit» die Grundlage sein sollte, sondern die kritische Distanz.

Weil es offenbar an der «vertrauensvollen Zusammenarbeit» fehlte, verweigerte das WEF vorerst der Wochenzeitung WOZ den Zutritt für das nächste WEF. Wie die WOZ nun auf Twitter schreibt, hat das WEF «dem Druck nachgegeben» und «telefonisch präzisiert, dass die in der aktuellen WOZ erwähnte ausserordentliche Nachakkreditierung bereits für 2020 gilt».

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Die bisherigen Infosperber-Artikel über das WEF im Überblick

9. Februar 2018: «Wucher»-Vorwurf trotz prallvollem WEF-Tresor

2. März 2018: WEF-Boss Klaus Schwab attackiert Infosperber

18. Juni 2018: Noch mehr Bundes-Subventionen für das steinreiche WEF

30. Juni 2018: WEF-Hilfe: Die Davoser Exekutive zittert

12. Juli 2018: Offiziers-Magazin schiesst scharf gegen WEF-Subventionen

7. September 2018: WEF-Expansion im Ausland dank Subventionen

30. September 2018: WEF-Reserven: Parmelins Bekenntnisse

17. Januar 2019: «CH Media»-Zeitungen entdecken die WEF-Reserven

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keine

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