Gerät kurz vor den US-Wahlen unter Druck: Präsidentschaftskandidat Joe Biden. © WH

Gerät kurz vor den US-Wahlen unter Druck: Präsidentschaftskandidat Joe Biden.

Das Unterdrücken kritischer Inhalte hat System

Rafael Lutz / 28. Okt 2020 - Twitter und Facebook zensieren Berichte über Joe Biden. Das Beispiel markiert nur die Spitze des Eisbergs.

Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google können bestimmen, was gelesen wird und was nicht. Insbesondere für viele jüngere Menschen dienen die Tech-Giganten als wichtigste Informationsquelle. Wie einflussreich diese Firmen sind, sieht man bei politisch relevanten Themen. Sichtbar wird dies gerade in Krisenzeiten wie heute.

Jüngstes Beispiel ist der US-Präsidentschaftswahlkampf. Am 14. Oktober veröffentlichte die «New York Post» vertrauliche E-Mails, die Hunter und Joe Biden belasten. Hunter ist der Sohn des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. 2014 und 2015 soll er die Position seines Vaters zugunsten des ukrainischen Energieunternehmens Burisma ausgenutzt haben. Hunter Biden sass zu dieser Zeit im Verwaltungsrat des Energieunternehmens, das ihm monatlich 50’000 Dollar zahlte, währenddem sein Vater Joe Biden US-Vizepräsident war.

Zweifel an der Echtheit der E-Mails

Red. Die «Huffington Post» veröffentlichte am 15. Oktober eine Recherche, wonach an der Echtheit der erwähnten E-Mails grosse Zweifel bestehen. Es handle sich um eine gezielte Fehlinformation von Leuten um die Anwaltskanzlei Rudy Giuliani sowie von Steve Bannon, die dem Präsidentschaftskandidaten Joe Biden schaden wollten. Siehe: «Anatomy Of A Smear: Questions Surrounding The New York Post’s Hunter Biden Story»

Die E-Mails zeigen wie Vadym Pozharskyi, Vorstandsmitglied der Firma, Hunter Biden dazu bewegen wollte, seine politische Macht einzusetzen, um das Unternehmen vor einer möglichen Strafverfolgung zu schützen. Die Firma war wegen Korruptionsvorwürfen ins Visier der Behörden geraten. In den E-Mails ist die Rede von einem Treffen zwischen Vadym Pozharskyi, einem Vorstandsmitglied des Energieunternehmens, mit Joe Biden, dem damaligen Vize-Präsidenten und Verantwortlichen für die Ukraine-Politik. Eingefädelt haben soll es Hunter Biden.

Nichts Neues

Diese Geschichte wurde als «Blockbuster»-Schlagzeile angekündigt, obwohl sie bereits länger bekannt war: Spätestens nachdem Donald Trump im Juli 2019 den ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski aufforderte, Ermittlungen gegen Hunter Biden aufzunehmen, was dem US-Präsidenten später den Vorwurf des Amtsmissbrauchs und ein Impeachmentverfahren im Kongress einbrachte.

Joe Biden wird vorgeworfen, 2016 die ukrainische Regierung gedrängt zu haben, Generalstaatsanwalt Viktor Schokin abzusetzen, da dieser die Korruption nicht bekämpft habe. Fakt ist aber auch, dass Schokin zu dem Zeitpunkt gegen das Energieunternehmen Burisma ermittelte. Joe Biden selbst gab zu, Schockins Rücktritt veranlasst zu haben. Zuvor hatte der damalige US-Vizepräsident gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko klargemacht, dass ansonsten die Kredite des Internationalen Währungsfonds für die Ukraine möglicherweise nicht mehr gezahlt werden könnten.

Facebook und Twitter zensieren kritische Artikel zu Biden

Der kritische Artikel über Joe und Hunter Biden schlug hohe Wellen und löste bemerkenswerte Reaktionen aus. Zwei Stunden nachdem die Geschichte online war, griff Facebook ein. «Die Verbreitung des Artikels wird auf unserer Plattform reduziert», schrieb Andy Stone. Stone ist ein ehemaliger Mitarbeiter der Demokratischen Partei, der inzwischen für Facebook arbeitet. Noch weiter gingen die Zensurbemühungen bei Twitter.

Sie verunmöglichte es Benutzern, den Artikel freizugeben. Wer versuchte, einen Link zur «New York Post»-Geschichte herzustellen, erhielt eine Fehlermeldung. Später wies Twitter die Nutzer darauf hin, dass sie den Link des Artikels nicht posten könnten, da Twitter den Inhalt als «potentiell schädlich» beurteile. Der Tech-Gigant sperrte ebenso den Account der «New York Post», sodass die Zeitung keine Inhalte mehr via Twitter veröffentlichen konnte. Gleiches geschah mit einem späteren Artikel über Hunter Biden – auch diesen verbot Twitter.

Der US-Journalist Glenn Greenwald kommentierte das Vorgehen der beiden Netzwerke wie folgt: «Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die beiden Silicon-Valley-Giganten, ohne eine wirkliche Erklärung zu liefern, zusammentaten, um das Teilen und Verbreiten dieses Artikels zu verhindern.» Greenwald wies daraufhin, dass es – zumindest bis jetzt – keinen Grund gebe, an der Echtheit der E-Mails zu zweifeln. Joe Biden bestreitet, dass das Treffen mit Burisma-Vorstandsmitglied Vadym Pozharskyi stattgefunden habe. Nicht bestritten hat er bis jetzt allerdings die Authentizität der E-Mails.

Netzwerke boykottieren Assange-Anhörung

Das Vorgehen der beiden Tech-Giganten im Fall Biden sorgte vereinzelt für Kopfschütteln und Ärger, allerdings fand es medial eine grosse Resonanz, was nicht selbstverständlich ist. Denn oftmals werden die subtilen Mechanismen der Zensur für die breite Bevölkerung weniger ersichtlich – so geschehen während des Auslieferungsverfahrens gegen Julian Assange in London.

Kleinere Online-Zeitungen und Blogs, die über das Auslieferungsverfahren des WikiLeaks-Gründers in London informierten, wurden durch Twitter und Facebook systematisch unterdrückt. Zu spüren bekam dies unter anderem der britische Journalist und ehemalige Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, der direkt aus dem Gericht in London berichtete (Infosperber informierte darüber). Murray erreicht laut eigenen Angaben normalerweise etwa 50 Prozent seiner Leser über Twitter und 40 Prozent über Facebook.

Während der Anhörung im September seien diese Zahlen auf 3 beziehungsweise 9 Prozent gesunken. Bei der Auslieferungsanhörung im Februar hätten täglich rund 200’000 Leser seine Website abgerufen, nun seien es nur noch circa 3000 gewesen. Dazu Murray: «Das ist sehr viel weniger als mein normaler täglicher Traffic während normalen Zeiten. Es ist die heimtückische Natur dieser Zensur, die besonders unheimlich ist.» Murrays Artikel waren für seine Anhänger auf Facebook und Twitter nicht ersichtlich. «90 Prozent meines Verkehrs wurde durch einen Algorithmus-Befehl abgeschnitten, der den Fall Assange zu meiden scheint», sagte Murray dem ehemaligen «New York Times»-Reporter Chris Hedges gegenüber dem russischen Staatssender RT.

Das ging soweit, dass selbst Familienmitglieder Murrays Beiträge auf Facebook und Twitter nicht auffinden konnten. Bloss bei wenigen Followern sei der Artikel jeweils aufgetaucht, die den Beitrag dann geteilt oder retweetet hätten. «Was den Followern aber nicht gesagt wird, ist, dass ihr ‹Retweet› oder ihr ‹Share› tatsächlich nur für sehr, sehr wenige Leute ersichtlich wird. Das Gesamtpublikum für den Tweet- oder Facebook-Beitrag wird auf nur 1 Prozent dessen reduziert, was es ohne Unterdrückung sein könnte», schrieb Murray.

Andere kleinere Online-Zeitungen äusserten ähnliche Erfahrungen. Der amerikanische Journalist Alan Macleod, der für die regierungskritische Online-Zeitung «Mintpress» schreibt, berichtete: «Die Änderungen an den Algorithmen haben unabhängige alternative Medien – oft genau die, die am ehesten über den Assange-Fall berichten – unter Druck gesetzt und ihren Suchmaschinen-Verkehrsfluss drastisch reduziert.»

Die systematische Boykottierung von Informationen zur Assange-Auslieferung fällt umso mehr ins Gewicht, als grosse Zeitungen wenig bis gar nicht über die Auslieferungsanhörung informierten. Zwei Beispiele: Der US-Sender CNN informierte nicht ein einziges Mal über das Geschehen in London. Gleiches kann für die NZZ gesagt werden – seit Ende August findet sich in der Schweizerischen Mediendatenbank (SMD) kein einziger Artikel zu Assange in der Zeitung.

Coronavirus – kritische Informationen werden blockiert

Ersichtlich sind die Zensurmethoden der Tech-Giganten ebenfalls im Kampf gegen das Coronavirus. Dies verdeutlichte die Wissenschaftszeitschrift «The Lancet». Federführend hierbei ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bereits am 15. Februar erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Münchner Sicherheitskonferenz: «Wir bekämpfen nicht nur eine Epidemie, sondern auch eine Infodemie.»

Dafür hat die WHO eine eigene Abteilung. «Die Bekämpfung der Infodemie und Fehlinformationen ist eine gemeinsame Anstrengung unseres technischen Risikokommunikationsteams», erklärte Aleksandra Kuzmanovic gegenüber «The Lancet».

Kuzmanovic ist Social-Media-Managerin in der Kommunikationsabteilung der WHO. Über ihre Arbeit sagte sie: «In meiner Funktion stehe ich in Kontakt mit Facebook, Twitter, Tencent, Pinterest, TikTok und auch mit meinen Kollegen im Büro in China, die eng mit chinesischen Social-Media-Plattformen zusammenarbeiten.»

Wie eng die WHO mit den Tech-Giganten arbeitet, um die Deutungshoheit über das Coronavirus zu wahren, erklärte Kuzmanovic ganz offen: Die Menschen sollen in den Social Networks – sie verweist auf Facebook, Twitter und Google – «zu zuverlässigen Quellen» geführt werden. Als zuverlässig gelten die Internetseiten der WHO, des Gesundheitsministeriums oder der US-Gesundheitsbehörde (CDC).

Kampagne für Grippe-Impfungen

Als weniger bis nicht glaubwürdig werden dafür nahezu alle anderen Informationsplattformen beurteilt. Informationen, die den Wächtern über die Deutungshoheit widersprechen, verschwinden öfters. Dies gilt längst nicht bloss für falsche Informationen, sondern auch für journalistische und wissenschaftliche Arbeiten. Das neuste Beispiel hierfür: Facebook verbietet inzwischen alle Einträge, die sich gegen Impfungen aussprechen. Die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig «vorbeugendes Verhalten» zum Schutz der Bevölkerung sei, sagte Facebook. Zugelassen seien einzig noch Inhalte, die bestimmte Massnahmen von Regierungen im Zusammenhang mit Impfungen kritisieren. Der Internetkonzern plant nach eigenen Angaben eine Kampagne in den USA, in der für jährlichen Grippe-Impfungen geworben werden soll.

Schwer nachvollziehbare Begründungen

Die Beispiele der Zensur sind zahlreich, die Begründungen lassen Fragen offen. So behauptete Twitter im Zuge der Unterdrückung der kritischen Biden-Berichte, dass sie keine unautorisierten und möglicherweise illegalen Inhalte verbreiten wolle. Hacker sollen nicht belohnt werden. Der «New York Post»-Artikel verstosse gegen die so genannte «Hacked Materials Policy», schrieb Twitter.

Journalist Glenn Greenwald kommentierte diese Informationspolitik von Twitter. «Nimmt man die Standards von Twitter ernst, so müssten riesige Mengen des wichtigsten und folgenreichsten Journalismus von der Plattform verbannt werden.» Er verwies dabei auf Enthüllungen der letzten Jahrzehnte wie zum Beispiel die Pentagon-Papiere, die Kriegsprotokolle von WikiLeaks, die Snowden-Berichterstattung und viele weitere. Dabei fragte sich Greenwald, weshalb Twitter nicht den Zugang zu den laufenden Artikeln der «New York Times» blockiert, die den Inhalt der Steuererklärungen von Präsident Trump offenlegen, schliesslich habe die Zeitung diese auch «ohne Genehmigung» erhalten.

Facebook seinerseits begründet seine Zensur damit, dass die Inhalte zuerst einem Faktencheck standhalten müssten. Eine Argumentation, die ebenso Fragen aufwirft. Dazu nochmals Greenwald: «Was macht Mark Zuckerbergs Social-Media-Unternehmen so kompetent, um die Arbeit anderer Journalisten mit Faktenchecks prüfen zu lassen?» Konsequent weitergedacht würde dies bedeuten, dass der Internetkonzern auch jeden Artikel, in dem sich grosse Zeitungen auf Geheimdienstquellen stützen, zuerst prüfen müsste, was in der Vergangenheit jedoch nie geschah – ein prominentes Beispiel sind die Berichte über Trumps Beziehungen zu Russland.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine. Rafael Lutz arbeitet als Redaktor bei der Regionalzeitung «Der Tössthaler» und schliesst gerade ein Studium der Soziologie an der Universität Freiburg mit dem Master ab.

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15 Meinungen

Besten Dank für diesen Beitrag. Ja, die Systemmedien und die Grossen in den Social-Media berichten schon längst nicht mehr über Fakten und Tatsachen, nein, sie schaffen sie. Es wird übrigens beim Thema «Klimawandel» genau gleich verfahren. Kritisches Nachfragen und der Verweis auf Studien die die Meinung des Mainstreams hinterfragen werden entweder gar nicht publiziert oder schnell wieder entfernt. Ja, die für eine funktionierende Demokratie so wichtige Meinungsfreiheit und das kontroverse Diskutieren von Themen wird immer mehr verhindert. Und man sollte immer ein gesundes Misstrauen denen gegenüber haben, die vorgeben, die Wissenshoheit zu haben.
Reto Derungs, am 28. Oktober 2020 um 13:00 Uhr
Eine sehr gute Zusammenfassung. Sie benennen eines der grössten Probleme der heutigen Zeit. Die Zensur hat System und spielt dem digital-finanziellen Komplex enorm in die Hände. Möglicherweise ist sie durch diesen selbst orchestriert. Es geht um
das totalitäre Machtpotenzial durch die digitalen Medien und die die Entmenschlichung (verlernen von wesentlichen Tugenden und Fähigkeiten, wie (Mit-)Fühlen, Wahrnehmen, Erinnern, kritisch Denken). Es ist schön zu sehen, dass es noch kritische Journalistische Stimmen in der Schweiz gibt - das macht Mut . Allerdings befürchte ich, dass durch diesen Artikel Ihre Karrierechancen bei den grossen Medienhäusern gerade auf null gesunken ist.
Felix Tausch, am 28. Oktober 2020 um 13:12 Uhr
Leider wird oft nicht mehr diskutiert, sondern zensuriert. Allerdings verbale Gewalt, diese wird, je nachdem aus welcher Ecke sie kommt, toleriert. Es lebe die Partei, wenn diese sagt, sie können Fliegen, dann können sie es. Der legendäre Satz aus Georg Orwells Roman 1984. Rufmord, existentielle Schädigung (Platttreten) Kontensperrungen anstelle von Faktencheck's von kompetenten Informationsprüfstellen welche keine wirtschaftlichen Interessenbindungen haben. Mit Gewalt gegen die Demokratie in Salamitaktik. Die Mächtigen sagen unter Strafandrohung was die Wahrheit sei, zugunsten ihrer eigenen Interessen und finanziellen Gewinne. Das alte Leiden der Menschen, der unregulierte Kapitalismus und Elitärismus als sublimierung der menschlichen Gewaltbereitschaft funktioniert nicht, es macht den Menschenpark zur Diktatur. Wir sind nicht besser als die Chinesen. (Buchtipp: Slotterdijk, Der Menschenpark)
Beatus Gubler, am 28. Oktober 2020 um 13:48 Uhr
Im Spiegel ist zu lesen:

„Der Präsident der Ärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte am Donnerstagabend im ZDF über Alltagsmasken: Er sei von Alltagsmasken nicht überzeugt, so Reinhardt, «weil es keine wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind - schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken.» Im Zusammenhang mit der Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen sprach er von einem „Vermummungsgebot“…

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, selbst Arzt und Epidemiologe, forderte Reinhardts Rücktritt, wenn er seine Aussagen nicht umgehend zurücknehme."

Und Klaus Reinhardt nahm seine Aussage zurück.

Ich sehe auf Seiten der Leugner wie auch der Befürworter nachvollziehbare Argumente. Allerdings frage ich mich, was eine solche Rücktrittsforderung bringen soll.

Wenn der Präsident der Ärztekammer, Klaus Reinhardt, nicht recht haben sollte, könnte doch ein aufklärender Hinweis vom Moderator Markus Lanz genügen. Eine kritische Äusserung jedoch sogleich lautstark mit einer Forderung nach einem Rücktritt zu kontern, klingt wie ein Redeverbot und ist Wasser auf die Mühlen der Corona-Skeptiker.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-nach-aussagen-von-aerztekammer-praesident-was-fuer-die-wirksamkeit-von-masken-spricht-a-b66831a5-3fb5-4ec7-8b4a-23d2419fb4e7
Ekkehard Blomeyer, am 28. Oktober 2020 um 14:58 Uhr
Man fühlt sich an folgenden Text erinnert:
"These have one mind, and shall give their power and strength unto the beast."
Offenbarung 17,13
Leonhard Fritze, am 28. Oktober 2020 um 15:03 Uhr
Es ist schon erstaunlich, wie gezielt manche Informationen unterdrückt werden und obendrein noch ins Gegenteil gedreht werden können.
Ich möchte hier auf ein erschreckendes Statement von einem Zeitzeugen und ehemaligen Mitarbeiters von Poroschenko hinweisen, der Licht in die Machenschaften bringen kann, aber offiziell auch unterdrückt wird: bitte ansehen trotz 118 Min.
https://www.youtube.com/watch?v=C2uARS4gVKk Korruption von Biden u jr, Zeitzeuge Onischenko,
Manfred Sauter, am 28. Oktober 2020 um 15:11 Uhr
Bestimmte Sachverhalte nicht zur Kenntnis zu nehmen oder dem Publikum vorzuenthalten ist spätestens sei dem Start von «Russiagate» eine bevorzugte Methode der US-Massenpresse! Und die Begründung dafür ist inzwischen, «die Leserschaft von «Fake News» =Lügen zu schützen. Hilfsweise wurden von vielen, auch europäischen Massenmedien inzwischen auch Institutionen zum «Fakten checken» geschaffen, die im Sinne ihrer Auftraggeber nach dem naheliegenden Prinzip «Wes Brot ich ess....» handelnd die dem oder den Auftraggebern nicht genehmen Nachrichten zu «beerdigen», d.h. deren Wahrheitsgehalt zu leugnen.
Rolf Schmid, am 28. Oktober 2020 um 17:43 Uhr
Guter Artikel, danke dafür. Leider geht hier vergessen, dass die Zensur der gleichen Firmen für Inhalte in deutscher und französischer Sprache ebenso zutrifft. Was amerikanische Video Produzenten und Journalisten erleben, passiert hierzulande genau so.
Elisabeth Heer, am 28. Oktober 2020 um 18:09 Uhr
Also nichts gegen kritischen Journalismus und Kritik an den Techgiganten, die primär ihre eigenen Interessen verfolgen. Aber das Beispiel Biden ist hier denkbar ungeeignet. Die negativen Schlagzeilen sind der leicht durchschaubare Versuch der Trump-Wahlkampagne, kurz vor den Wahlen noch so viel Schmutz wie möglich über Biden und den Wählern auszuleeren - Relevanz hin oder her. Und wenn dann die grossen Kommunikationsplattformen einmal ihre bisschen Restverwantwortung wahrnehmen und nicht jeden Shit unkommentiert stehen lassen, dann ist es natürlich auch wieder nicht recht. Heikel ist es aber natürlich, zumal diese «Zensur» von einem privaten Unternehmen in einem öffentlichen Raum ausgeübt wird - nach eher unklaren und höchstvermutlich nicht flächendeckend angewandten Kriterien.
Lasst mal gut sein - in diesem Fall.
Peter Oertel, am 28. Oktober 2020 um 23:08 Uhr
Aber aber... man muss doch gar nicht weit suchen, um «Unterdrückte» kritische Inhalte zu finden. Man darf sich nur nicht auf die grossen Verlagshäuser verlassen, welche ihre «infos» irgendwelchen Werbefirmen verdanken. Einen Beitrag zu den Winkelzügen der Rüstungsindustrie zugunsten der Weltweiten Aufrüstung durch die Amerikaner (in englisch) findet man hier zum beispiel: https://www.pogo.org/analysis/2020/10/selective-arithmetic-to-hide-the-f-35s-true-costs/
Oder hier was zur Abschöpfung von Covid-Geldern durch Pharma-Firmen. Werbefrei:
https://www.pogo.org/investigation/2020/10/hhs-inc-big-pharma-ties-draw-pandemic-response-concerns/
"Never let a good crysis go to waste» soll Winston Chuchill bei der Gründung der UN gesagt haben. Na schön, Dann halt von «Unlösbaren» oder «Anhaltenden» Krisen leben, wenn «Bewirtschaftung des Problems» lukrativer ist, als dessen Lösung.
Claude Fontana, am 29. Oktober 2020 um 11:48 Uhr
Nein, Herr Oertel,
bei so viel Shit, wie der Herr Biden und sein Sohn angehauft haben, kann man nicht ruhig bleiben. Immerhin soll dieser Herr Präsident der USA werden......
Michael Haggenmacher, am 29. Oktober 2020 um 16:58 Uhr
Dieser Artikel trieft nur so von der Angst der Intelektuellen vor der Demokratie. Man soll das Volk nicht vor sich selber schützen. Wer im Internet nicht fähig ist, eine andere Suchmaschine als google, eine andere Chatplattform als facebook, eine andere Nachrichtenquelle als Twitter aufzurufen, der ist auch im richtigen Leben nicht in der Lage, selbstständig zu handeln. Nie war es so einfach, einen anderen Anbieter zu wählen, für mittlerweile fast alles im Leben.
Wenn also vor allem «die jüngere Generation» sich fehlinformiert, dann tut sie das so freiwillig, wie keine andere Generation vor ihr.
Nun ist es einfach so, dass gerade die Atomenergie- und Umweltzerstörergeneration durch ihre absolut beeindruckende Kurzsichtigkeit in ihrem Handeln die Deutungshoheit verloren hat.
Wir wollen den Jungen tatsächlich sagen, was gut, recht und schlecht ist, bevor wir das Problem mit den radioaktiven Abfällen gelöst haben? Ich habe mehr Vertauen in die Jugend und ihrem Umgang mit dem Internet, als zu denen, die Atomkraftwerke errichteten.
Und auch die kommende Generation wird aus ihren Fehlern lernen, weil auch sie Fehler machen werden. Hoffentlich einfach nicht so fatale wie meine Generation und die meines Vaters zuvor. Schliesslich haben nicht die bösen Techkonzernen und die fehlinformierte Jugend damals die Fake News verbreitet, dass die Wissenschaft das Problem mit dem radioaktiven Abfall bald gelöst haben wird.
Marc Fischer, am 30. Oktober 2020 um 07:09 Uhr
NEIN an Raphael Lutz und an diverse Andere, das ist KEIN GUTER ARTIKEL aus meiner Sicht.

Jedenfalls für den Teil nicht, wie Biden für dieses Theam als Banner verwendet wird. Die ganze Geschichte um ihn ist viele Monate alt, das verschweigen Sie. Wenn die jetzt kurz vor den Wahlen wieder hervorgekramt wird, ist es gerecht-fertigt, dass u.a. Facebook die unbewiesenen Vorwürfe nicht wiederholt publizieren will. Bei ein bisschen mehr Fleisch am Knochen wäre Biden schon lange von der Bühne weg.

Sie müssten Amerika besser kennen und sich auch in alternativen (englischsprachigen) US-Foren schlau machen. Unter Trump mit Intelligenzniveau eines Hilfsschülers entstand eine nie dagewesene Hetze sogar unter Amerikanern. Viele amerikanische Familien stehen unter grossen Spannungen und können nicht einmal mehr miteinander reden. Das grosse (Welt-) Glück ist, dass die US-Armee der amerikanischen Grundverfassung näher steht als Trump und damit eine (inner-) staatliche Eskalation zu vermeiden hilft.

Selbst wenn Biden diverse Fehler machte, so ist er zu Hundert Prozent die bessere Wahl, er bringt auch sehr viel intelligentere Politiker mit.

Wir sehen dann, was nach den Wahlen noch alles passiert, jedenfalls habe ich momentan ein mulmiges Gefühl.
Adam Baumgartner, am 31. Oktober 2020 um 10:50 Uhr
Was den Inhalt betrifft, stimme ich eigentlich mit dem Autor überein: Die Social Media haben hier einseitig zensiert.
ABER: Dem Autor scheint der zwingend notwendige Gebrauch des Konjunktiv I bei indirekter Rede bzw. Vermutungen/Behauptungen unbekannt zu sein. So wie er es hier schreibt, werden die Mailinhalte als Fakt dargestellt - und das sind sie eben nicht, was ja auch der IS angibt.
Andreas Beck, am 01. November 2020 um 00:44 Uhr
Am besten wäre es, solche Angebote einfach nicht zu verwenden... Warum müssen selbst Regierungsstellen Twitter und Co. für offizielle Mitteilungen verwenden, statt den eigenen Webserver oder eigene Dienste?
Theo Schmidt, am 08. November 2020 um 12:27 Uhr

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