Beleuchtetes Matterhorn als Teil der Corona-Kampagne des Bundes © Rod

Corona: Statt zu informieren führen Behörden eine PR-Kampagne

Urs P. Gasche / 10. Apr 2020 - Das Ziel ist klar: Über Ostern sollen möglichst viele zu Hause bleiben. Eine offene und verständliche Information wäre hinderlich.

Für Emmanuel Macron und Donald Trump ist die Sache mit dem Coronavirus sowieso klar: «Es herrscht Krieg». Ein Krieg ist immer auch ein Propaganda- und Desinformationskrieg. Alle Mittel sind heilig, um das Kriegsziel zu erreichen. Die Regierungen anderer Staaten dramatisieren die Covid-19-Epidemie zwar nicht zu einem Krieg. Aber auch sie setzen eine PR-Maschinerie in Gang, der eine sachliche, ausgewogene Information zum Opfer fällt. Der Zweck heiligt die Mittel.

Auftritte von Regierungsmitgliedern und behördlichen Gesundheitsexperten sind inszeniert. Zahlen und Statistiken werden irreführend so zusammengestellt, dass der falsche Eindruck entsteht, die drastischen Kontaktverbote hätten bisher noch wenig bewirkt. Auf Ostern hin soll der Bevölkerung etwas Angst gemacht werden, damit trotz herrlichen Frühlingswetters möglichst viele Menschen in ihren vier Wänden bleiben.

Für ihre PR-Kampagne hat die Schweizer Regierung bereits rund fünf Millionen Franken Steuergelder aufgewendet und die Zürcher «Rod Kommunikation AG» dafür engagiert. Auf der Seite des Bundesamts für Gesundheit BAG leiten zwölf Personen während sieben Tagen in der Woche die Kampagne. Das berichtete der Tages-Anzeiger.

Wohlverstanden: Gegen flächendeckende Plakate und elektronische Anleitungen für Hygieneregeln und physische Abstände gibt es nichts einzuwenden. Doch wenn es um Informationen über die Pandemie geht, setzen die Behörden ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn sie übertreiben, gezielt falsche Assoziationen wecken und relevante Daten unter dem Deckel halten.

Viele Medien lassen sich einspannen

Fast alle privaten Radios und TV-Stationen in der Schweiz folgen weitgehend den vorgegebenen Informationen und dem Wording der Behörden. Teilweise tun es jedoch auch Tamedia-Zeitungen sowie Radio und Fernsehen SRF. Die Absicht der Regierung, nicht zu früh Entwarnung zu geben mit dem Ziel, eine frühzeitige Lockerung der heutigen Regeln – auf dem Papier oder in der Praxis – zu verhindern, ist sehr gut nachvollziehbar. Aber Aufgabe der Medien ist es, auch dann korrekt zu informieren, wenn die Informationen allenfalls einer behördlichen Strategie zuwiderlaufen.

Beginnen wir bei den inszenierten PR-Auftritten von Regierungsmitgliedern mit der Absicht, deren Glaubwürdigkeit im Krisen-Management zu erhöhen. Chinas Präsident Xi Jinping hat es vorgemacht. Medienwirksam reiste er in die Millionenstadt Wuhan, winkte Menschen in Quarantäne zu, die ihm aus den Fenstern zuklatschten, und dankte dem medizinischen Personal. Begangene Fehler bei Ausbruch der Epidemie thematisierte er nicht.

Fragen über zu späte Massnahmen sind auch in der Schweiz und in Deutschland unerwünscht. Man müsse sich jetzt auf die Zukunft konzentrieren, meinten Regierungsvertreter und würgten Fragen von Medien ab. Dafür waren Medien eingeladen, gleich mehrere Bundesräte zu begleiten, die medienwirksam an die «Front» reisten, ohne bei diesen Gelegenheiten relevante Informationen über die Epidemie zu liefern:

31. März 2020: Aussenminister Ignazio Cassis lässt sich im Tessin filmen, wo er im Kofferraum seines Dienstwagens zwei Beatmungsgeräte aus den Beständen des Bundes mitbringt. Anschliessend hält er eine Medienkonferenz ab. (Bild: Elizabeth La Rosa)

1. April 2020: Bundesrat Alain Berset besucht in Luzern ein Drive-in-Testcenter und zeigt sich von der Luzerner Lösung «beeindruckt». Es brauche weniger Material und entlaste die Spitäler.

1. April 2020: Bundesrat Guy Parmelin lässt sich beim Sichten von Anträgen auf Kurzarbeit bei der Arbeitslosenkasse in Bern fotografieren. Der Wirtschaftsminister zeigt sich interessiert.



6. April 2020: Bundesrätin Simonetta Sommaruga besucht in Basel die Regierung, die Pharmaindustrie und ein Testzentrum. «Alle lobten sich gegenseitig und dankten einander», berichtete die SRF-Tagesschau. Die Zusammenarbeit mit den Kantonen sei «in dieser Zeit ausgesprochen wichtig», erklärte Sommaruga. Und nochmals: Es sei wichtig zuzuhören und zu danken. Obwohl es offensichtlich keine relevanten Informationen gab, berichtete die Tagesschau während zwei langen Minuten.

Geheimnistuerei um Expertenberichte und um Experten

Angesichts ihrer überfüllten Tagesprogramme können Mitglieder der Regierungen nicht in kurzer Zeit Expertinnen und Experten in den Fachgebieten der Epidemiologie, der Infektiologie und Virologie werden. Laut SRF-Bericht erklärte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga während ihres Besuches in Basel, eine Lockerung der geltenden Einschränkungen sei «keine politische Frage». Der Bundesrat stütze sich bei seinen Entscheiden «auf den Rat der Experten».

Die Experten gibt es allerdings nicht. Denn die Meinungen von Experten, wann welche Lockerungen angezeigt sind, gehen weit auseinander. Darum ist es wichtig, bei den Risiken von Covid-19 abzuwägen – zum Beispiel zwischen dem Risiko coronabedingter schwerer Lungenerkrankungen und eines – zum Teil ebenfalls mit gesundheitlichen Risiken verbundenen – Einbruchs der Wirtschaft und der Finanzindustrie oder dem Nutzen einer Rezession für die Umwelt. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren ist – entgegen den Worten Sommarugas – eine hochgradig politische Entscheidung.

Von der Gewichtung der Risiken und den möglichen Szenarien ist die ganze Schweiz direkt und folgenschwer betroffen. Trotzdem will der Bundesrat eine öffentliche Diskussion und Mitsprache darüber erschweren. Denn die substanziellen Stellungnahmen eines (erst am 31. März!) ernannten wissenschaftlichen Beratungsgremiums mit Experten aus der Wissenschaft, darunter Epidemiologen, Virologen, Infektiologen sowie einer Ökonomin sollen unter Verschluss gehalten werden und der Öffentlichkeit nicht zugänglich sein. Für diese autoritär verordnete Geheimhaltungspolitk können die Behörden weder Geschäfts- oder Amtsgeheimnisse noch Persönlichkeitsrechte geltendmachen. Offensichtlich soll die PR-Kampagne des Bundes möglichst wenig von einer öffentlichen Diskussion gestört werden. Und die Behörden wollen sich einen Informationsvorsprung bewahren.
Sobald sich Medien auf das Öffentlichkeitsgesetz berufen, müssten die Behörden die Stellungnahmen des Beratungsgremiums veröffentlichen. Doch bis dann kann viel Zeit verstreichen.

Persönlicher Zugang zum Bundesrat

Es stellt sich die Frage, von welchen Wissenschaftlern sich die Behörden bis Ende März beraten liessen, als es noch kein wissenschaftliches Beratungsgremium gab. Es wäre wichtig zu wissen, welche Experten einen direkten Zugang zum Bundesrat und zum Bundesamt für Gesundheit hatten und welche nicht. Doch auch diese Information soll die Öffentlichkeit nicht erfahren: Das BAG wollte nicht darüber informieren, welche Epidemiologen und Virologen die BAG-Direktion sowie der Corona-Delegierte Daniel Koch seit dem 1. März persönlich anhörten. «Über persönliche Kontakte von Direktor Strupler und Daniel Koch können wir keine Auskunft geben», antwortete das BAG auf eine Frage von Infosperber.

Der Bundesrat lud in der Osterwoche während einer Klausur einige Experten ein, ohne deren Namen auf Anfrage bekanntzugeben.

Untaugliche Zahlen

Viele Medien übernehmen unkritisch Aussagen und Zahlen über «Fälle» und «Todesfälle», welche die Behörden vorgeben. Im Folgenden einige Beispiele:

Rechtzeitig vor den Ostertagen titelte die NZZ am 8. April auf der Frontseite «Spitäler erwarten Ansturm erst im Mai». Die Botschaft ist klar: Das Schlimmste kommt erst noch. Die NZZ stützte sich auf die Aussage eines Intensivmediziners des Universitätsspitals Zürich, der an einer Medienkonferenz erklärt hatte, es gebe «Berechnungen, die davon ausgehen, dass wir den Peak der Bettenbelegung auf der Intensivstation erst Mitte Mai erreichen». Die Prognose überrascht aus zwei Gründen: Erstens stecken sich seit den Quarantäne-Massnahmen deutlich weniger Menschen an, die dann im Mai Intensivpflege benötigen. Und zweitens hatte der Zürcher Regierungsrat noch am 25. März den grossen Ansturm auf die Spitäler «in anderthalb Wochen», also auf den 4. April datiert. Jetzt vor Ostern wird verbreitet, Spitäler würden den Ansturm «erst im Mai» erwarten. Doch über die Art der «Berechnungen», auf die sich der zitierte Intensivmediziner stützte, erfuhr man nichts.
Dabei ging fast unter, dass nach Angaben des BAG landesweit zurzeit nicht einmal die Hälfte der zur Verfügung stehenden rund tausend Intensivbetten mit Beatmungsgeräten überhaupt besetzt sind.

Mehr ins Auge geht die tägliche Präsentation von aktualisierten Zahlen über «Fälle» und «Todesfälle». Im schlechten Fall wird darüber berichtet, es gebe «bis heute 22‘789 Fälle, was einer Zunahme von 547 Fällen zum Vortag entspricht». Die Absicht scheint zu sein, dass die Lesenden und Zuschauenden unter «Fällen» Menschen verstehen, die an Covid-19 erkrankt sind. Tatsächlich aber sind längst nicht alle auf Sars-CoV-2 positiv Getesteten an Covid-19 erkrankt, weil sie an keinen Krankheitssymptomen leiden. Statt von Fällen reden und schreiben einige Medien genauer von «Infizierten». Aber dieser Ausdruck ist pejorativ behaftet, so dass viele Leute unter «Infizierten» Erkrankte verstehen. Sachlich korrekt wäre es, von positiv Getesteten zu reden.

Besonders daneben ist es, positiv Getestete mit «Erkrankten» gleichzusetzen, wie es Tamedia auf folgender Grafik tut. Medien überbieten sich zurzeit in schönen grafischen Aufbereitungen. Die Zahlen und Begriffe aber stellen sie selten in Frage.


Der Tages-Anzeiger zeigt die Entwicklung der «Erkrankten». Verschwiegen wird, dass sich in diesem gelben Feld eine unbekannte Zahl Gesunder befindet. Denn beispielsweise viele Kontaktpersonen, welche positiv getestet wurden, waren gar nie krank. Einen Virus in sich tragen, heisst nämlich nicht, dass man zwangsläufig davon krank wird.


Die SRF-Tagesschau hört nicht auf, diese irreführende Darstellung der Zahlen zu zeigen. Infosperber hat schon mehrmals auf diese Irreführung hingewiesen: «Diese Kurve ist irreführend» und «Covid-19 überfordert die Medien». Der tatsächliche Trend sieht ganz anders aus, als es die von SRF und anderen Medien verbreitete Kurve darstellt: Seit Ende März werden täglich tendenziell immer weniger Menschen positiv getestet, und dies sogar, obwohl die Zahl der Tests weiter zunimmt (siehe BAG «Zeitliche Entwicklung der laborbestätigten Fälle» (Regler oben rechts ganz nach rechts aufs neueste Datum schieben. An Wochenenden wird weniger getestet. Deshalb weist die Statistik an diesen Tagen deutlich weniger positiv Getestete aus, also weniger «Fälle»!)

Anders diese Grafik des deutschen Robert Koch-Instituts: Sie spricht nicht von «Erkrankten», sondern korrekterweise von «positiv Getesteten». Und sie setzt deren Zahl in Bezug zur Zahl der durchgeführten Tests.*
Die Menge der Tests hat sich in Deutschland und in der Schweiz seit Anfang März enorm erhöht. Entsprechend findet man heute auch viel mehr «aktuelle Fälle». Es ist darum völlig unseriös, die Zahl der Anfang März positiv getesteten «Fälle» mit derjenigen der letzten Tage zu vergleichen.

Mangelhafte Vorgaben für die Erhebung der Daten

Die Corona-Statistiken erfüllen aber auch sonst in keiner Weise die Kriterien einer epidemiologischen Datenbasis, die es erlauben würde, die richtigen politischen und gesellschaftlichen Schlüsse zu ziehen. In der Schweiz hat der Bundesrat die Ausnahmegesetzgebung für vieles benutzt, aus unerfindlichen Gründen aber nicht dafür, um bei Spitälern und Ärzten beispielsweise von Anfang an folgende Informationen für eine seriöse Statistik zu verlangen:

  1. Bei der täglichen Statistik der positiv Getesteten jeweils auch die Zahl der vorgenommenen Tests angeben.
  2. Bei den täglichen Tests angeben, wie viele davon a) an Schwerkranken, b) an Menschen mit deutlichen Symptomen und c) an Menschen ohne Krankheitssymptomen durchgeführt wurden.
  3. Angabe der gewählten Testmethode (es gibt unterschiedliche mit unterschiedlichen Trefferquoten).
  4. Wie viele Menschen werden täglich wegen Covid-19 in ein Spital eingewiesen und wie viele wieder entlassen.
  5. Wie viele Menschen müssen täglich neu wegen Covid-19 in eine Intensivstation.
  6. Wie viele Menschen brauchen täglich neu eine künstliche Beatmung. Wie viele von ihnen überleben und wie viele können aus dem Spital entlassen werden.
  7. Welches sind die Grunderkrankungen der Verstorbenen gewesen.
  8. Eine einheitliche, vergleichbare Erfassung aller dieser Daten.

Nur eine solche Datenerhebung erlaubt eine seriöse, zuverlässige und rasche Beurteilung der Lage. Das müsste auch BAG-Experte Daniel Koch und anderen Spezialisten beim Bund klar sein. Doch der Bundesrat hat diese Vorgaben für die Datenerfassung nicht von Anfang an vorgeschrieben und tut es zum Teil noch heute nicht. Die meisten Medien gaben sich bisher mit wenig brauchbaren und sogar irreführenden Daten zufrieden, Hauptsache sie können fast täglich neue Rekorde von «Fällen» und «Toten» vermelden.

Eine Reihe deutscher Gesundheitsexperten bestätigt in einem «Thesenpapier», dass die bisherige Datenerfassung äusserst ungenügend ist: «Die zur Verfügung stehenden epidemiologischen Daten (gemeldete Infektionen, Letalität) sind nicht hinreichend, die Ausbreitung und das Ausbreitungsmuster der SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie zu beschreiben, und können daher nur eingeschränkt zur Absicherung weitreichender Entscheidungen dienen.»

Todesfälle einfach addiert, statt die täglichen nebeneinander darzustellen


Auch grafische Aufbereitungen wie die obige geistern in Medien herum. Jeder Balken addiert die Todesfälle seit Januar. Daraus entsteht eine steile Zunahme, selbst ab dem Zeitpunkt, wenn die Zahl der neuen Todesfälle pro Tag sinkt und damit eigentlich Entspannung signalisieren würde. Es käme niemandem in den Sinn, etwa über die weltweiten Todesfälle im Strassenverkehr auf diese Art zu informieren. Aber Corona heiligt die grafischen Mittel.

Zum Schluss noch eine Einordnung, welche die NZZ bereits am 24. Februar 2020 gemacht hatte:

Es war der Winter 2014/2015, als wegen einer schweren Grippewelle nach Angaben vom Bundesamt für Statistik etwa 2500 Menschen in der Schweiz gestorben sind. Es stellen sich zwei Fragen:

  • Warum wurde damals nicht täglich über die neusten Fall- und Todeszahlen informiert?
    Sichere Antwort: Weil die Schwerkranken in den Spitälern nicht auf Influenzaviren getestet wurden. Die Zahl der Influenza-Todesopfer wurde erst nachträglich aufgrund der festgestellten Übersterblichkeit geschätzt.
  • Warum hat man damals keine Kampagne für ein «physical distancing», Quarantänen und Geschäfts- und Produktionsschliessungen beschlossen?
    Mögliche Antwort: Weil es in Spitälern zu keinen Engpässen kam. Die Einlieferung von Schwerkranken in die Spitäler verteilte sich über drei vier Monate hin und erfolgte nicht wie heute in kürzester Zeit.

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Infosperber-DOSSIER:
Coronavirus: Information statt Panik

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*NACHTRAG vom 12. April 2020

Seit dem 4. April stellt das RKI die Anzahl Tests und die positiv Getesteten pro Kalenderwoche nicht mehr gegenüber. Das teilte uns Infosperber-Leserin Ursula Klane aus Friedrichshafen mit. Anfragen an das RKI über die Gründe blieben bisher ohne Antwort.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

5.4.2020 Thesenpapier Professoren

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44 Meinungen

Ich kann Urs Gasche für diesen Beitrag nur danken und darauf verweisen, dass zu Zeiten, da der kritische Journalismus im deutschen Sprachraum fast flächendeckend auf Null heruntergefahren ist, er zu jenen Stimmen gehört, deren Abschiebung zum Altenteil wir uns schlicht nicht leisten können.
Pirmin Meier, am 10. April 2020 um 11:40 Uhr
Ad Kriegsrhetorik: Jede Definition ist strategisch. Der Kommandant der eingerückten Sanitätstruppen stellte sich martialisch auf die Haube eines Puch G und verkündete den Eingerückten, sie seien in den Kriegsdienst eingerückt. Das rechtfertigt Ausgangs- u. Urlaubssperren, 7-Tagewoche etc. Interessanterweise befinden sich nicht alle im Coronaeinsatz der Armee eingebundenen Militärs im Kriegseinsatz: Daniel Reist, Armeesprachrohr, erklärte, Berufsoffziere - insbesondere Instruktionsoffiziere - übten einen normalen Beruf aus u. hätten daher Anspruch, so oft wie möglich zu ihren Familien zurückzukehren. In Einzelfällen rückten sie dann in Begleitung ihrer Kinder in die Kaserne ein. Fazit: Kriegsrhetorik wird sehr gezielt eingesetzt, auch in der Schweiz. Es rechtfertigt sich nicht, mit dem Finger auf Macron oder Trump zu zeigen, hierzulande wird ähnlich instrumentalisiert. Pflegende dürfen unter Ausserkraftsetzung von Hygieneregeln u. Arbeitsrecht ihre Schutzmasken während der ganzen 12-h-Schicht nicht wechseln, im Normalfall müssen sie das alle 2 h tun. Das Versagen staatlicher Pandemievorsorgemechanismen wird in der Schweiz vertuscht - eine historische u. juristische Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten soll vermieden werden - das darf aber nicht sein, der Schaden der Pandemie hätte sich bei korrekter Pflichterfüllung durch BAG und BLW weit tiefer halten lassen. So wurden Ethanolpflichtlager der Alkoholverwaltung verscherbelt u. Alcosuisse schloss seine Telefonleitungen.
Urs Lauper, am 10. April 2020 um 12:11 Uhr
Danke, Herr Gasche, für die klare Sprache. 'Corona' strapaziert unserer Verständnis von einer Pandemie unter Schweizer Demokratie-Bedingungen bis über alle Grenzen hinaus. Hoffentlich finden wir bald wieder zurück zu einer halbwegs akzeptablen Form, bevor unsere Gesellschaft daran ernsthaften Schaden nimmt.
Konrad Staudacher, am 10. April 2020 um 12:14 Uhr
Ich gebe dir Recht bezüglich der Erfassung von Fällen. Deren Anzahl hängt im Wesentlichen davon ab, ob erst im Verdachtsfall getestet wird oder auch bei Personen, die keinerlei Anzeigen aufweisen. Die täglich publizierte Grafik mit den Coronavirusfällen ist effektiv ohne konkrete Aussage. Die von dir aufgezählten Punkte zur Verfeinerung der Statisik wäre sicher eine wertvoller, erster Schritt. Aber ohne repräsentative Tests tappen wir weiterhin im Dunkeln. Immerhin gibt es jetzt auch ein paar prominente Wissenschafter, die sich an diesem Mangel stören.

Den Vergleich mit einer «normalen» Grippewelle kann ich hingegen keinesfalls goutieren. Die Wahrscheinlichkeit, wegen einer solchen Grippe zu sterben, ist nämlich deutlich kleiner als bei Corona. Solche Vergleiche sind lediglich Wasser auf die Mühlen von Verschwörungstheoretikern, die uns weis machen wollen, Corona sei so harmlos wie eine normale Grippe.
Ueli Custer, am 10. April 2020 um 12:40 Uhr
Es ist echt krank was hier ab geht. Und täglich stellt sich die Frage nach dem Wieso und Warum immer stärker. Ich hoffe, dass sich Infosperber und andere Unabhängige Medien auch nach dieser «Pandemie» am Thema dran bleiben und mit fundierten Zahlen, auch aus vergangenen Jahren, dem kritischen Leser helfen, das was im Moment geschieht einzuordnen bzw. zu verstehen.
Wir Leser werden dafür sorgen, dass diese Berichte so weit wie nur möglich unters Volk kommen.
Hans Rudolf Knecht, am 10. April 2020 um 12:41 Uhr
Für einmal überhaupt nicht einverstanden. „One voice“ ist zwingend. Kakophonie angetrieben von Medien, (selbsternannten) Experten, Politik (Beispiel SVP!) und jetzt noch Infosperber hilft gar nichts. Der BR führt und informiert kompetent, offen und sachlich. Er verdient unser Vertrauen. Sie, Herr Gasche sind hier derjenige der Verwirrung und Unsicherheit. Warten Sie doch mit Ihrer Besserwisserei bis die Krise bewältigt ist und dann um die learning lessons geht. Danke!
H. Sigrist, am 10. April 2020 um 13:10 Uhr
@Custer. Einen Vergleich mit einer «normalen Grippe» ist in meinem Artikel nicht zu finden. Einen Vergleich mache ich am Schluss mit einer schweren Grippewelle wie diejenige im Winter 2014/2015 mit rund 2500 Todesfällen. Etwa ein Viertel der «normalen» Grippeviren sind übrigens ebenfalls Coronaviren, wenn auch solche, gegen die es in der Bevölkerung ein grösserer Immunschutz gibt.
Urs P. Gasche, am 10. April 2020 um 13:31 Uhr
Ja, eine PR-Kampagne sondergleichen und Fakten werden einfach ignoriert, dabei wäre es sehr einfach, diese ganz klar zu erhalten, indem an den Verstorbenen eine Obduktion gemacht würde und damit genau festgestellt würde, ob der COVID19 Virus überhaupt im Spiel war und welche anderen Ursachen ebenfalls beteiligt waren. Denn es sterben jedes Jahr auch tausende von Leuten (vor allem ältere) auch ohne COVID19 Virus
Felix Altorfer, am 10. April 2020 um 13:53 Uhr
Ich danke Ihnen sehr für diesen differenzierten Artikel. Ihr Anliegen ist ganz offensichtlich nicht, zu polarisieren, sondern umfassend zu informieren. Diese Infos lassen mich (noch mehr) entspannen in Bezug auf eine allfällige Erkrankung. Und sie wühlen mich gleichzeitig auf, da sie deutlich machen, wie ursprünglich auf Solidarität und Respekt gegenüber gesundheitlich gefährdeten Menschen basierende Massnahmen zu einer Unverhältnismässigkeit ausarten, welche für mich nicht nachvollziehbar sind und auf anderen Ebenen unabsehbares Leid mit sich bringen. Wichtig scheint mir festzuhalten, dass dies alles für die Schweiz gilt und andere Länder völlig andere Voraussetzungen haben, unter denen das Coronavirus sehr bedrohlich sein kann. Möge uns die Krise schlussendlich in den dringend notwendigen Wandel führen und zu einem Zusammenleben auf diesem Planeten, das geprägt ist von Respekt und Achtung allem Lebendigen gegenüber.
Alexander Lanz, am 10. April 2020 um 14:35 Uhr
Danke Herr Gasche, für Ihre Informationen. Vielen Dank!
Judith Boehringer, am 10. April 2020 um 14:59 Uhr
Sehr sehr guter Artikel, solche Informationen sollten wir aufgrund einer Berufsethik im Journalismus eigentlich auf jedem Medium erhalten können. Wieso findet man seriöse Informierung nur noch auf Inforsperber? Ist die Welt schon so heruntergekommen dass Medien bringen können was sie wollen und niemand kümmert es?
Danke für diesen Artikel.
Max Fischknecht, am 10. April 2020 um 15:05 Uhr
Aus den veröffentlichten Zahlen habe ich den Eindruck, dass die Massnahmen wirken, ich kann keine Irreführung erkennen. Obschon ich kein Sozialist bin finde ich, dass Bundesrat Berset seine Sache bisher sehr gut gemacht hat: Wir stehen besser da als Italien, Spanien, England und besonders die USA, das ist doch der wesentliche Punkt.
Der Bund hat tatsächlich ungenügende Kompetenzen und Mittel für die Statistikführung, das ist aber nicht die Schuld des BAG, sondern diejenige von SVP und CVP, welche 2012 das Praeventionsgesetz versenkt haben. Es lohnt sich, die Ratsprotokolle zu lesen, was z.B. Bortoluzzi und andere damals verzapft haben wäre erheiternd, wenn es nicht so niederschmetternd wäre. Diese Verantwortlichkeit gehört genannt.
Lukas Fierz, am 10. April 2020 um 15:27 Uhr
Seit Wochen hören wir fast nichts anderes als von Corona. Die Lage der Flüchtlinge in Griechenland, in der Türkei, im Libanon, in Libyen ist fast kein Thema mehr. Die Konzerverantwortungs-Initiative wurde auf die lange Bank geschoben. Auch die furchtbaren Kriege im Jemen, in Syrien, im Irak, in Afghanistan, in Somalia und in Libyen, die Millionen zu Flüchtlingen gemacht haben machen keine Schlagzeilen mehr.

Auch das Geschäft mit dem Krieg wird in der Schweiz kaum mehr kritisiert, die Waffenexporte, die Finanzierung von Waffengeschäften, die Investitionen von Milliarden in Rüstungskonzerne. Den Schuhmachern wurde im Zusammenhang mit Corona verboten Schuhe zu flicken. Den hier ansässigen Kriegsmaterialproduzenten, der deutschen Waffenschmiede Rheinmetall, dem US-Rüstungskonzern General Dynamics (Mowag) dem bundeseigenen Rüstungsunternehmen Ruag und der Firma Pilatus hingegen wurde nicht untersagt weiter an die ständig irgendwo kriegführende Nato-Staaten und an Folterregime Rüstungsgüter zu verkaufen.

Zu erinnern ist: «Kriegsmaterialexporte sind verboten, wenn das Bestimmungsland in einem internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt ist»
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19980112/index.html

Auch die Nationalbank, die UBS, die Credit Suisse und die Pensionskassen, wurden vom Bundesrat nicht dazu aufgerufen «zu Hause zu bleiben», das heisst ab sofort nicht mehr in die todbringenden ausländische Rüstungskonzerne zu investieren.
Heinrich Frei, am 10. April 2020 um 15:45 Uhr
Vielen Dank, Herr Gasche, für einen weiteren sehr informativen Artikel! Nur ein kleiner Hinweis zum Schlusssatz ("Die Einlieferung von Schwerkranken in die Spitäler verteilte sich über den ganzen Winter hin und erfolgte nicht wie heute in kürzester Zeit."):

In der Grippesaison 2017 kam es innerhalb von nur 6 Wochen zu 1500 Grippetoten (https://www.srf.ch/news/schweiz/todesursachen-statistik-woran-die-meisten-schweizerinnen-und-schweizer-sterben). Auch in der Grippesaison verteilen sich die Schwererkrankten nicht unbedingt über den ganzen Winter, sondern es gibt eine deutliche Spitze innerhalb weniger Wochen.
Benjamin Kilchör, am 10. April 2020 um 16:16 Uhr
Diesmal kann ich am Artikel nicht viel kritisieren. Es ist deutlich zu spüren, dass wir uns alle in einer Lernkurve befinden. Ich bin froh, dass die frühen Entscheidungen von erfahrenen Leuten getroffen wurden, denn sie mussten sich stark auf ihr Bauchgefühl verlassen.
Die Zahlen werden mit der Zeit immer genauer. Aber auch jetzt noch vermute ich je nach Land eine Dunkelziffer von sicher 3-10.
Die Behörden müssen mit einfachen, verständlichen Aussagen operieren.
Die Interpretation von so dynamischen und fehlerbehafteten Zahlenreihen ist nicht nur für Journalisten eine Überforderung.
Wer sich nach exakter Wissenschaft oder der Buchhaltung sehnt, ist es gewohnt das Unbekannte zu ignorieren.
Stefan Forster, am 10. April 2020 um 16:21 Uhr
Das Ausmass der Krise mit wenigen Zahlen gut abbilden würde die Zahl der Intensiv-Pflege-Plätze und der Grad ihrer Belegung. Auf Nachfrage gibt das BAG an, dass es dank des koordinierten Sanitätsdienst der Armee die Zahlen kenne, „aber es gibt gute Gründe, sie nicht öffentlich, aber selbstverständlich gegenüber allen betroffenen Behörden, zu kommunizieren“.
Informationsbeschränkung wird wohl nicht vom BAG, sondern vom Bundesrat verfügt. Aus meiner Sicht gibt es nur einen „guten Grund“ dafür, nämlich, dass die Bevölkerung eben gerade nicht in der Lage sein soll zu beurteilen, ob die einschneidenden Massnahmen und später das Tempo und das Ausmass der Lockerung angemessen sind. Entscheide sind jedoch immer besser, wenn man sie verantworten muss, und verantworten heisst, sie Aussenstehenden transparent machen. Dies gilt ganz besonders in Zeiten, in welchen der Bundesrat mit Notrecht regiert. Bisher wird ihm Anerkennung für seine Entscheide gezollt; er sollte es weiter rechtfertigen.
Daniel Bracher, am 10. April 2020 um 16:33 Uhr
@Fierz. Bei der Kritik an den Behörden, mangelhafte Vorgaben zur Erhebung der Daten gemacht zu haben, bezog ich mich ausdrücklich auf die Ausnahmegesetzgebung, also das Notrecht, und nicht auf das Präventions- oder auf das Epidemiengesetz.
Urs P. Gasche, am 10. April 2020 um 16:53 Uhr
Lieber Infosperber - danke, danke, danke!
Das sind genau die Fragen, die ich auch habe bzw. auf die ich Antwort haben will!
I. Hofstetter, am 10. April 2020 um 16:54 Uhr
Wahrscheinlich hat Herr Gasche in einzelnen Punkten recht. Vielleicht ist aber auch bei einzelnen Kleinigkeiten ein Spürchen abgedriftet. Wie sich aber unsere Damen und Herren Bundesräte und ein veritabler Divisionär (General) blitzartig auf die neue Situation eingestellt und aus dem Stand reagiert haben, hat mich sehr beeindruckt. Als kleiner Schweizer war ich sogar ein bisschen stolz, dass wir eine solche Regierung haben, wo alle Bundesräte an Pressekonferenzen spontan und ohne vorher abgesprochene Fragen bei jedem Fragesteller in dessen Muttersprache antworten konnten. Sie wirkten sehr vertrauensbildend und kamen bei der Bevölkerung gut an. Und wenn wir Glück haben wirkt ihr Rezept auch gegen die Corona. So was ist Schweiz. Ich möchte mich als zuhause ARD, ZDF, ORF2, arte und manchmal die Schweizer Corona-Information anschauender Bürger herzlich für dieses Können und savoir faire bedanken.
Einen eher blassen Eindruck haben aber einige Sesselfurzer aus diversen Bundesämtern hinterlassen (Koch ausgenommen) die den üblichen BA-Konsenskanon vorbeteten und weder dossierfest noch einfallsreich waren.
Heinrich Balmer, am 10. April 2020 um 16:57 Uhr
Ich ärgere mich zunehmend über die immer und immer wieder gemachten Vergleiche, auch im InfoSperber, zwischen Ovid 19 und den Influenza-Epidemien der vergangenen Jahre, mit dem implizierten Vorwurf, dass angesichts der 2500 Grippetoten 2014/15 doch ähnliche Massnahmen zu evaluieren gewesen wären wie heute (Quarantäne, physical distancing, Geschäftsschliessungen, tägliche Angabe der Zahl der Erkrankten und der Verstorbenen). Der Unterschied zu Covid 19 ist doch eklatant: Die Grippeerkrankten sorgten für eine erheblich geringere Belastung des Gesundheitswesens, da nur wenige spitalbedürftig wurden und wohl kaum je an einem Respirator landeten, da der Tod nicht doch Ersticken eintrat. Physical distancing hätte kaum etwas gebracht, da die entscheidende Vorkehrung wo ganz anders lag: bei der Grippeimpfung. Auch wenn die nicht immer zu 100% nützte, verhalf sie doch zu leichteren Krankheitsverläufen. Die Grippeviren-Ausscheider bewegten sich also in einer Vielzahl von Immunen, bei denen ein distancing sinnlos war. Covid 19 hingegen stösst auf eine immunologisch absolut wehrlose Gesellschaft - niemand hat Antikörper gegen das Virus im Blut. Und hier machen all die jetzt getroffenen Massnahen Sinn. Vielleicht lernen wir bei Covid 19 den Segen einer Impfung schätzen, wenn sie denn einmal kommt. Und vielleicht verbessert sich dann endlich auch die Impfrate bei der Grippeerkrankung.
Christoph Schmid, am 10. April 2020 um 17:05 Uhr
"Man müsse sich jetzt auf die Zukunft konzentrieren»: Diesen Ausspruch habe ich selber erlebt bei Behördenvertretern und Regierungsräten. Nach weiteren sagen wir fünf Jahren ist diese Zukunft, auf die wir zu blicken hatten, Geschichte - und ich blicke zurück: Es hat sich ABSOLUT GAR NICHTS verändert im Verhalten der Behörden. Die Gehirnforscher nennen dieses Phänomen: „Unrealistischer Optimismus“. Oder: „80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten“.

Das erklärt auch, warum die Alpen-DDR aus der letzten SARS-Pandemie 2002/2003 ABSOLUT GAR NICHTS gelernt hat: Man hat nicht nur keine Masken, man löste auch heimlich die Ethanollager auf. Das wiederum legt nahe, dass die Mehrheit aus Parlament, Behörden und Regierung unfähig sein muss. Enttarnte Unfähigkeit – so habe ich es persönlich erlebt – wird kompensiert durch Machtmissbrauch oder Gewaltanwendung.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass das aktuelle Virus durchaus das Potential einer Spanischen Grippe hätte haben können. Das war zum Zeitpunkt des Ausbruchs völlig unklar. Immerhin hatte man schon vor einigen Jahren den entsprechenden Virus zurückgewonnen, reaktiviert und in eben dem Labor in Winnipeg untersucht, in welchem dann die chinesische Forscherin aus Wuhan stehenden Fusses verhaftet wurde. Unter dem Aspekt, dass jetzt innert kürzester Zeit weit über hundert Millionen Menschen hätten sterben können, halte ich die Massnahmen bis jetzt für halbwegs angemessen.
Leonhard Fritze, am 10. April 2020 um 17:20 Uhr
Ich sagte von Anfang an Staatsversagen.

Der Regierung hat es auch gedämmert, dass sie völlig kopflos überreagierte. Deswegen wird Zwecks Gesichtswahrung diese realitätsferne Desinformationskampagnen zur Verschleierung der eigenen Fehler geführt.

Laut sämtlichen amtlichen statistischen Erhebungen zur Coronagrippe, ist der Virus für gesunde Personen absolut ungefährlich, die Coronagrippe ist wie jede andere Grippe nur für schwerkranke gefährlich ist.

In Italien hatte knapp die Hälfte der Grippetoten 3 oder mehr Vorerkrankungen und das Durchschnittsalter war 80 Jahre. Somit waren die bereits vor der Ansteckung todkrank.

Zwecks Schaffung einer Hysterie werden auch Fakenews verbreitet, wonach angeblich eine Pandemie mit der spanischen Grippe gleich zu setzen sei. Laut Definition der WHO ist jedoch auch eine harmlose Grippe eine Pandenmie, wenn sie sehr ansteckend ist. D.h. 'Pandemie' beweist gar nichts, wird aber faktenwidrig für böswillige Irreführung und Fakenews mit spanischer Grippe gleichgesetzt.
Peter Herzog, am 10. April 2020 um 19:57 Uhr
Es gibt noch einen andern Gund. Das Pandemiegesetz ist erst seit kurzem anwendbar und offensichtlich wollten Politiker (nicht nur in der Schweiz) diese implizite Machtfülle einmal testen.

Als das Gesetz in der Ämterkonsultation war, hatten wir auf solche Manipulationsgefahren hingewiesen, aber in der Hoffnung auf gesunden Menschenverstand auch in Politikerkreisen, daraus kein politisches Thema gemacht.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir nicht eine entsprechende Transparenzordnung in das Gesetz hätten einbauen sollen.

Der damalige BAG-Chef Zeltner hätte uns dabei wohl weiterhelfen können.
Josef Hunkeler, am 10. April 2020 um 21:10 Uhr
Der Informationsgehalt des Artikels ist nicht sehr bemerkenswert. Ob die PR Kampagne der Regierung Sinn macht oder nicht ist Geschmacksache und keine Frage von Leben und Tod.

Die Frage, wieso die gesamte westliche auf diesen Virus miserabel vorbereitet war, lässt sich wohl nicht mit einer Anfrage an das BAG beantworten.

Die zwei Fragen, die Herr Gasche am Schluss stellt lassen sich allerdings leicht besser beantworten, da schlüssige Informationen dazu Allgemeingut sind:

Warum wurde damals nicht täglich über die neusten Fall- und Todeszahlen informiert?

Sichere Antwort gemäss Infosperber: Weil die Schwerkranken in den Spitälern nicht auf Influenzaviren getestet wurden. Die Zahl der Influenza-Todesopfer wurde erst nachträglich aufgrund der festgestellten Übersterblichkeit geschätzt.

Richtige Antwort: Weil die Todesfälle das Gesundheitssystem zu keiner Zeit überfordert haben, da die Verbreitung schwerer Erkrankungen aufgrund der Grundimmunität der Bevölkerung nur mit moderater Geschwindigkeit erfolgte.

Warum hat man damals keine Kampagne für ein «physical distancing», Quarantänen und Geschäfts- und Produktionsschliessungen beschlossen?

Mögliche Antwort gemäss Infosperber: Weil es in Spitälern zu keinen Engpässen kam. Die Einlieferung von Schwerkranken in die Spitäler verteilte sich über den ganzen Winter hin und erfolgte nicht wie heute in kürzester Zeit.

Richtige Antwort: Weil die Anzahl der Einlieferungen wegen Grundimmunität beschränkt war.
Matthias Vogelsanger, am 11. April 2020 um 07:17 Uhr
@Christoph Schmid
Offenbar haben Sie Antworten auf diese Fragen:
• Warum starben und sterben bei der Grippe derart viele Menschen, obwohl es doch gegen Grippe seit Jahren Impfungen und sogar antivirale Mittel gibt?
Waren diese Erkrankten alle nicht geimpft, oder hat die Impfungen nicht genutzt? Oder nützen die Mittel nichts?
• Weshalb glaubt man deshalb auch jetzt, nur mit einer Corona-Impfung Erkrankungen am Coronavirus verhindern zu können und stellt bei den Massnahmen nicht diese häufig genannten Risikofaktoren und Sterblichkeit in den Vordergrund?
o Übergewicht
o Bluthochdruck bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumor Erkrankungen
o Sonstige Stoffwechselstörungen bzw. Vorerkrankungen
o Dazu dies alles meist noch in Verbindung mit hohem Alter
Guido Meier, am 11. April 2020 um 09:50 Uhr
Kein System ist perfekt und nun zeigt sich sehr deutlich eine Schwäche unseres Systems: Der Bundesrat besteht nicht aus den besten Köpfen der Regierungsparteien. Es sind immer Kompromisskandidaten. Solange alles rund läuft spielt dies aufgrund der sehr beschränkten Macht des BR keine Rolle. Nun aber wird die Schweiz per Notrecht von mittelmässigen Politikern durch eine Krise geführt. Dementsprechend fällt auch das Resultat aus.
Leider wird die Bundesversammlung nicht über ihren Schatten springen können und auch weiterhin so verfahren.
Marc Fischer, am 11. April 2020 um 09:56 Uhr
Interessant an vielen Kommentaren hier und auch sonst immer wieder die Aussage, dass sich COVID nicht mit einer starken Influenza vergleichen lässt. Gleichzeitig das BAG oder auch RKI keine Anstalten macht, Datenerhebung dafür in Auftrag zu geben. Eine Studie der Betroffenheit wird nicht gemacht, Obtuktionen auch nicht, die werden sogar vom RKI mit schäbiger Begründung abgelegt.
Hamburg hat es übrigens trotzdem gemacht, fast die Hälfte der infizierten hst der Tod nichts mit dem Virus zu tun, bei JEDEM der anderen Hälfte waren schwere Vorerkrankungen vorhanden und der Virus war nur der letzte Tropfen der zum Tod führte.
https://youtu.be/EsAKe7frozI
Die Daten, die man hat werden teils vom BAG unterschlagen und teils so dargestellt, dass sie die Wahrheit nicht abbilden und es wird Steuergelder für eine PR Angstkampagne ausgegeben. Wieso kommuniziert man nicht die Fachleute auf die man hört? Wieso kommen andere fachliche Meinungen wie https://youtu.be/VP7La2bkOMo nicht zum Zuge?
Wenn COVID gemäss BAG und Politik etc soviel schlimmer ist als eine starke Grippe, wieso wehrt sich das BAG und die Politik dann gegen eine transparente Information und saubere statistische Untersuchungen? Wäre die Ressourcen fairerweise nicht besser dort statt in eine PR Kampagne investiert?
Wir sollten eine Internetpage eröffnen, lndem alle Fakten und Meinungen abgebildet werden auch solche wie diese: www.ichbinanderermeinung.de
Wer hsg die Ressourcen und den Mut dazu?
Beat Schärer, am 11. April 2020 um 12:41 Uhr
Vielen Dank, Urs Gasche!

Dem Bundesrat kann ich zugute halten, dass er es nicht so schlecht macht wie viele andere Regierungen, aber ich finde einiges übertrieben, zu wenig transparent und wohl nicht ganz rechtskonform.

In den heutigen Tageszeitungen wird eine Grafik einer neuen ETH-Studie publiziert. Falls diese zutrifft, führten bereits die ersten Massnahmen (Absage von Grossveranstaltungen, Empfehlungen zu Abstandhalten und Handhygiene) zur erst kürzlich ersichtlichen Besserung, während der «Lockdown» nicht viel brachte. Es ist wie bei einer Dusche im ersten Stock und einem Durchlauferhitzer im Keller: es ist extrem schwierig, am Hahnen die Wassertempertur einzustellen, da z.B. 30 s zwischen der Regelung und ihrer Auswirkung bestehen. Bei SARS-CoV-2 sind es offenbar um die zwei Wochen, was die Entscheidungen extrem schwierig macht.
Theo Schmidt, am 11. April 2020 um 14:31 Uhr
Lieber Herr Gasche, es wäre auch kürzer gegangen. In den letzten 20 Zeilen steht eigentlich alles was dazu zu sagen ist. Aber bevor wir uns dem  Koch und Berset Bashing widmen, sollten wir die 8 Mio Schweizer  (ohne Sie und mich und ein paar andere, selbstverständlich!) analysieren. Kurzarbeit in den Spitälern,  die sich nicht dem Virus widmen. Notaufnahmen für Schmerzgeplagte, Infarkte, Verstauchte, Kranke, bleiben verweist und ohne Arbeit. Alles nur wegen der nackten Angst vor - was eigentlich? Die wenigsten könnten es Ihnen sagen. Wie wollen Sie eine solche Bevölkerung führen? Mit der nackten Wahrheit? Für Leute, die laut die hohen Prämien der KK reklamieren - und dann zur Hälfte nicht mehr krank werden wegen psychologischen Ängsten?
Alle Achtung vor dem subtilen, «kindgerechten» Vorgehen von Koch u.Co.
Fritz Gysin, am 11. April 2020 um 16:07 Uhr
Bundesrat Berset macht seine Sache sehr gut. Dass und wie auf die ältere Generation Rücksicht genommen wird, ist sehr bemerkenswert. Vielleicht gibt es z.B. Verbände, die im ganzen Aufwand eine verpasste Channce zur Sanierung der Pensionskassen und der AHV sehen? Da tritt die «einzig richtige» Auslegung von Statistiken und Grafiken doch etwas in den Hintergrund.

Gedankenexperiment: Was wäre geschehen, wenn der Coronavirus nicht wie
gehabt zuerst in der fernöstlichen Kultur mit ihrer Hochachtung des älteren Menschen aufgetreten wäre? Da wurden die Handlungen, wie der Seuche zu begegnen ist, vorgegeben - dem Westen blieb nichts anderes übrig als dieser Vorgabe zu folgen.

Uebrigens: die seinerzeitige Spanische Grippe nahm ihren Verlauf aus Kansas USA und die ersten Warnungen wurden auch damals ignoriert (Wikipedia). Trump ignorerte die Gefahr bis in den Februar hinein. Da sprechen die Zahlen der neuen Welle für sich.
August Haller, am 11. April 2020 um 17:19 Uhr
Wie der Bundesrat, und eigentlich das ganze Land, in kurzer Zeit zusammengestanden und reagiert hat, das hat mich beeindruckt. Niemand konnte Ende Februar über die Gefährlichkeit des Virus genau Bescheid wissen. Die Verantwortlichen Politiker haben rasch und nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.
Ich hoffe, dass jetzt auch weiterhin mit Augenmass gehandelt wird. Das Virus hat sich als weniger virulent herausgestellt, als ursprünglich befürchtet. Das System ist in der Schweiz nie an den Anschlag gekommen. Eine Lockerung der Massnahmen gegen die Pandemie ist vertretbar und nötig.
Ich rechne damit, dass Interessensgemeinschaften aus Bürokratie und Wissenschaft die Kriese dazu nutzen werden, weitere Staatsgelder auf ihre Mühlen umzulenken. Und ich befürchte, dass das Land mit diesen Forderungen dann weniger kompetent umzugehen versteht als mit der Corona-Krise selbst: Die «Experten» haben jetzt ihre Bühne, und sie werden auf der Bühne bleiben und sich dies auch bezahlen lassen. Ich hoffe lediglich, dass sie mit ihrem Expertentum nicht die ganze Wirtschaft vollends abwürgen werden.
Makrus Stadler, am 11. April 2020 um 17:52 Uhr
@ Vogelsanger, also nichts Neues?:
- Dh Sie wussten dass das BAG die Namen des Beratergremiums nicht bekannt gibt? Das finde ich ein kleiner Skandal und hat nichts mit Transparenz zu tun.
- Dh. ob alle Jahre tausende an Grippe sterben oder nicht ist völlig egal, Hauptsache das Gesundheitswesen ist nicht überlastet. Wenn doch spielen die effektive Anzahl Tottendurch den Virus keine Rolle, ob die Massnahmen eine 3 stellige Milliardenzahl kosten.
Beat Schärer, am 11. April 2020 um 18:03 Uhr
@Schärer. Die Namen der Mitglieder des Beratungsgremiums sind bekannt. Sie müssen nur den Link im meinem Text anklicken. Was unter dem Deckel gehalten wird, sind die Einschätzungen und Stellungnahmen dieses Gremiums.
Urs P. Gasche, am 11. April 2020 um 18:06 Uhr
Wie viele müssen Abwehrstoffe gegen Corona bilden, damit die Epidemie vorbei ist? So viele: (1- 1/Reproduktionsziffer)* Gesamtbevölkerung. Die Reproduktionsziffer des Coronavirus wird zwischen 1.7 und 4(-5) angegeben. Also rechnen Sie selber nach.
Roman Osusky, am 11. April 2020 um 18:09 Uhr
Danke!

NEJM, 26.3. (am 28.2. druckbereit): Navigating the uncharted:
CORONA​​​​​​​​ NICHT GEFÄHRLICHER ALS INFLUENZA, MORTALITÄT <0.1%)!

C​​​​​​​​​​o​​​​​​​​​​​r​o​​​​​​​​​na​​​​​​​​​​​-​​​​​​​​​​​​​​​T​​​​​​​​​​​​​​e​​​​​​​​​​​​​​​s​​​​​​​​​​​​​​​t​​​​​​​​​​​​​​-​​​​​​​​​​​​​​​​​L​​​​​​​​​​​​​​​​üg​​​​​​​​​​​​​​​​e​:​​​​​​​​​​​​​​​​ PCR-Tes​​​​​​​​​​​​​​​t nicht validiert, po. in anderen Species, intraindividuell inkonsistent: Würfeln ist günstiger. Auch für epidemiologische Untersuchungen ungeeignet!

Cor​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​o​​​n​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​a​​​​​​-​​​​​​​T​​​​​​​o​​​​​​​t​​​​​​​​e​​​​​​​​-​​​​L​​​​ü​​​​​​​​​g​​​​​​​​​​e​​​​​​​​​​:​ MIT 1 Coronavirus Verstorbene sind AN Corona verstorben: Kriminell!

Ausser in Brescia-Bergamo keine Übersternlichkeit. 01/2020 dort, auf Peak zweier «Grippeviren», 34 K (alte) «Hochrisikopatienten"​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ gegen Meningokokken geimpft: Massenmord!

2%-Corona-Mortali​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​t​​​​​​ä​​​​​​t​​​​​​s​​​​​​​-​​​​​​​L​​​​​​​ü​​​​​​​​g​​​​​​​​e​​​​​​​​​ ​​​​​​​​​s​​​​​​​​​​o​​​​​​​​​​f​​​​o​​​​​​​​​​​r​​​​​​​​​​​t: Real <0.1%.

5%-IPS-Patienten-​​​​​​​L​​​​​​​​üge: Real <0.05%.

Beste Grüsse

Dr. med. Thomas BInder, auch hereingelegter Arzt
Thomas Binder, am 11. April 2020 um 20:52 Uhr
Ein hervorragender Beitrag, seriös recherchiert, kritisch hinterfragt, vielen Dank! Sollte Pflichtlektüre sein für alle, die, welche die Informationsflut ungefiltert einsaugen. Eine Bemerkung zur unsinnigen «bleiben Sie zuhause» Aufforderung. Diese hält viele Menschen davon ab an die frische Luft zu gehen. Dabei stärkt man draussen in der Natur Abwehrkräfte und das Immunsystem. Das Virus überlebt im Freien nur für kurze Zeit. Ich habe noch von keiner Ansteckung gehört, die ausser Haus erfolgt ist. Alle haben sie sich in geschlossenen Räumen angesteckt (auch darüber, über den Infektionsweg, werden keine Zahlen publiziert). Die physische Distanz ist selbstverständlich einzuhalten. Doch fliegen die Viren selbst beim Husten. Niesen oder Spucken kaum weiter als einen Meter. Die Theorien vom risikoreichen Joggen oder Spazieren sind allesamt absurd.
Dr. med. Bernhard Sorg, Hausarzt, Wallisellen
Bernhard Sorg, am 12. April 2020 um 11:20 Uhr
Im Falle eines Krieges kann es gerechtfertigt sein, die Bevölkerung in gewissen Belangen nicht zu informieren. «Der Feind hört mit» ist nicht bloss ein Slogan. Jede Information, die die Regierung an die Bevölkerung gibt, ist auch für den Feind verfügbar.
Bei Terrorismus mögen ähnliche Überlegungen gültig sein.

Ein Virus jedoch hört mit Sicherheit nicht mit. Es gibt keine Rechtfertigung für lückenhafte oder einseitige Information. Ausserdem sollte der Bundesrat bedenken: Wenn er widersprüchliche Informationen veröffentlicht, so vermutet man, dass er selbst den Überblick nicht so ganz hat. Wenn er keine klaren Strategien für den Ausstieg aus dem Lockdown bekannt gibt, dann liegt der Gedanke nahe, dass er selbst keine solchen hat.

Dazu passt irgendwie die heutige Meldung, als erstes sollten die Coiffeure den Betrieb wieder aufnehmen können (NZZaS). Ist das wirklich die systemrelevanteste Branche? Gäbe es nicht haufenweise Betriebe, welche die Abstandsregeln viel besser einhalten könnten als Coiffeure?
Daniel Heierli, am 12. April 2020 um 12:51 Uhr
Wie wäre es wenn endlich Anstrengungen unternommen werden, damit die mit einem Test auch in der Schweiz eine Aussage über die unterdessen entstandene Immunität zu Covid 19 gemacht werden kann. Das ist viel einfacher zu verstehen und Angst reduzierend. Hopp los Universitäten macht Euch daran.
Carlos Werner Schenkel, am 12. April 2020 um 17:16 Uhr
"Viele Medien übernehmen unkritisch Aussagen und Zahlen über «Fälle» und «Todesfälle», welche die Behörden vorgeben. «

Gute Ansicht. Aber warum?
Was soll diese, flächendeckende Meinungsmache, die der Autor beschreibt?
Dass pragmatische Gründe hinter den umfangreichen Maßnahmen, die paar Errungenschaften, die wir in Jahrhunderten erkämpft haben, mal so eben außer Kraft gesetzt werden, wegen eines höchstens mäßig gefährlichen Virus ist schon befremdlich.
Wenn man diese Fragen stellt , ist man gleich Verschwörungstheoretiker
Macht keinen Spaß, sowas.

"Es stellen sich zwei Fragen:..

Zu1
"Warum wurde damals nicht täglich über die neusten Fall- und Todeszahlen informiert.....?"

Genau. So ist es.
Ich bin vom Fach. Wenn wir Patient*innen mit akuter infektiöser Verschlechterung einer vorstehenden chronischen Lungenerkrankung auf die Notaufnahme oder die Intensivstation bekamen, haben wir, bei meist fehlender therapeutischer Konsequenz, nie einen Abstrich gemacht.

Zu 2
"Warum hat man damals keine Kampagne für ein «physical distancing....
Mögliche Antwort: Weil es in Spitälern zu keinen Engpässen kam. Die Einlieferung von Schwerkranken in die Spitäler verteilte sich über den ganzen Winter hin und erfolgte nicht wie heute in kürzester Zeit."

Kommt es denn jetzt zu Engpässen? Eher nicht. Viele meiner Kolleg*innen drehen Däumchen auf den extra freigeräumten COVID Behandlungsplätzen und auch im laufenden Klinikbetrieb, da eine Elektivversorgung z.Z. nicht stattfindet.
Bernd Mensing, am 12. April 2020 um 17:38 Uhr
Besten Dank für Ihr Bemühen um korrekte Berichterstattung in Medien und Politik.
Christoph Thiel, am 13. April 2020 um 16:21 Uhr
Nach den aktuellen Erkenntnissen (13. April 2020 Pathologe Püschel) von Obduktionen der verstorbenen Corona-Patienten zeigt sich nun ein anderes Bild als erwartet. Die Todesursache wären überwiegend Lungen-Embolien durch Thrombosen, die Patienten wurden auf Lungenentzündung aber nicht primär auf Embolien behandelt. Die Beatmung nützt hier nicht viel, weil der Sauerstoff bei Embolien der Lunge gar nicht dort ankommt, wo er ankommen sollte. Denn die Lunge ist zu. (Diese Embolien wurden bei der Obduktion der SARS-2 Verstorbenen gefunden) Es fängt an mit Mikroembolien, welche entstehen wenn das Virus versucht in die Zelle ein zu dringen. Das Virus dringt in die Zelle ein, und die Zelle wird modifiziert. Bei diesem Prozess erinnert sich das Immunsystem das etwas falsch läuft und greift an. Die überschiessende Reaktion des Immunsystems führt zu einer lokalen Entzündung. Beim SARS-2 führt diese überschiessende (Ursache noch unklar) Reaktion zu Mikroembolien welche sich im Laufe der Krankheit zu Makroembolien verdichten. Letztendlich entsteht eine Lungenembolie welche den Sauerstofftransport verhindert. Generell sollte der Patient gegen Lungenembolie behandelt werden, und nicht nur gegen Lungenentzündung. Mit Blutverdünner und moderaten Cortisongaben hätte man dies bei vielen verhindern können, wenn die Pathologen früher hätten obduzieren dürfen.
Beatus Gubler, am 13. April 2020 um 22:29 Uhr
Es fällt auf ....

Dass die «NICHT» BAG-Konformen Stimmen aus der Medizin und der Wissenschaft, seit dem Wochenende, nun etwas Gehör in der Schweizer Mainstream-Medien Landschaft erhalten.

Auch werden nun wissenschaftliche Studien vom Februar und März herangezogen und deren Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Teil publiziert.


Stellt sich die Frage.
Ist das Propaganda Mandat des Propagandaministeriums der Gesundheitsdiktatur ausgelaufen oder versucht man bei der Bevölkerung die Disziplin raus zunehmen.

Unheimlich !
Aber nicht Neu
... dieses Herden verhalten erlebten wir dieses Jahr bereits bei Heinrich «Soleimani» Himmler
Jacques Marchand, am 14. April 2020 um 15:28 Uhr
Wie recht er hat. Das Aushebeln sämtlicher Menschenrechte, die Polizeipräsenz und die tägliche Selbstinszenierung der Politiker das hatten wir schon einmal zu Zeiten des NS in Deutschland. Mit pastoralem Gehabe werden wir seit Wochen von unseren Staatsoberen dirigiert, die sich täglich in den Medien als die Heilsbringer präsentieren. Man darf nicht übersehen, dass diese ihrer Arbeit weiterhin nachgehen, daher nicht unter der sich ausbreitenden Lethargie leiden und selten sich selbst dermassen in den Fokus stellen können.
Edith Salmen, am 17. April 2020 um 07:26 Uhr
Ungenutzte Möglichkeiten zur Eindämmung von SARS2
Kein Handy-Tracking um Infektionsketten zurück zu verfolgen. Obwohl man jetzt weiss, dass ein gewisser Prozentsatz der Angesteckten keine Symptome haben, und vielleicht nie haben werden, und immer wieder neu andere Menschen Anstecken. Kein Online-Blog, wo Bürger und Fachleute in Echtzeit öffentlich kommunizieren und alle mitlesen können. Kein Online-Blog wo Fachleute in Echtzeit Fragen, Antworten und Erfahrungen austauschen und alle mitlesen können. Diese Aufgaben überlässt man den zum Teil destruktiven Verschwörungstheoretikern auf YouTube. Keine Maskentragepflicht in der Öffentlichkeit. (Masken vermindern immer das Ansteckungs und Weitergabe-Risiko, sollen aber nicht als 100ige Sicherheit missverstanden werden.) Kein hochfahren der Testproduktion, um möglichst viele durch zu testen, damit die symptomlosen Infektoren gefunden werden können. Die Obduktionen welche unter hoher Sicherheit vollzogen werden müssen, kamen viel zu spät, bringen aber derzeit ein Wissen, welche die bisherigen Behandlungsmethoden als Unvollständig entlarvt. Keine ausreichenden Kommunikationswege um neue, womöglich lebensrettende Erkenntnisse schnell an die richtigen Entscheidungsträger zu überbringen. Ich bin an der Front und habe mir nahe stehende Menschen verloren. Keine Aufbahrung, die Antwort war: Wir werden sie benachrichtigen wenn sie die Urne holen können. Das reichste Pharmaland der Welt ist dabei sich zu blamieren.
Beatus Gubler, am 19. April 2020 um 13:17 Uhr

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