Die beiden Psychologen Bruce Jessen (links) und Jim E. Mitchell: Multimillionäre © ABC

Die beiden Psychologen Bruce Jessen (links) und Jim E. Mitchell: Multimillionäre

Diese Folterer kassierten von der CIA 81 Mio $

Urs P. Gasche / 16. Dez 2014 - Im Auftrag der CIA haben diese «Psychologen» schlimmste Foltermethoden angewandt, um Menschen völlig willenlos und hörig zu machen.

Sie entwickelten und praktizierten das «Water Boarding» bis zur Bewusstlosigkeit des Opfers, das Füllen des Darms von hinten mit Wasser, tagelanger Nahrungs- und/oder Schlafentzug, tagelanges Festhalten in schmerzhaften Körperpositionen, das Bedecken des nackten Körpers mit Insekten und manche weiteren Foltermethoden, um die Opfer vollkommen gefügig zu machen.

Die beiden «Psychologen» und früheren Angestellten der US-Air-Force James E. Mitchell (rechts) und Bruce Jessen «haben die Foltermethoden entworfen, durchgeführt und geleitet», berichtet die «New York Times» NYT am 16. Dezember 2014.

Lukrative Bedingungen beim CIA

Nach Angaben im CIA-Folterreport hatten die beiden eine eigene Firma gegründet, die mit der CIA einen «Basis-Vertrag» abschloss, der ihnen bis im Jahr 2009 81 Millionen Dollar einbrachte. Der Chef der CIA-Abteilung, der die beiden zu beaufsichtigen hatte, verliess die CIA nach 2009 und wurde Geschäftsführer von Mitchells und Jessens Firma. Für den Fall, dass die beiden Folterer eines Tages rechtlich verfolgt werden sollten, hat sich die CIA nach Angaben der NYT verpflichtet, ihnen alle Verteidigungs- und Rechtskosten bis ins Jahr 2021 zu zahlen.

Ziel der Methoden sei es gewesen, die Opfer so gefügig zu machen wie einen gut dressierten Hund. Der Gefangene Scheich Abu Zubaydah habe gegen Ende der Torturen auf Augenzwinkern oder auf eine Bewegung mit zwei Fingern sofort die «gelernten» Bewegungen oder Handlungen ausgeführt. Die CIA hatte James E. Mitchell nach der Verhaftung des fälschlicherweise vermuteten «grossen Fangs» sofort nach Thailand beordert, wo er vorerst die Anwendung der Foltermethoden gegen Abu Zubaydah «beaufsichtigte». «Später führte Mitchell ´Water Boarding' und andere brutale Methoden selber persönlich aus», auch mit dem Gefangenen Abu Zubaydah, schreibt die NYT. Bald holte Mitchell mit dem Segen der CIA sein Freund Bruce Jessen ins Boot.

Die beiden kannten sich als Trainer bei der «Air Force Survival, Evasion, Resistance und Escape» (SERE), wo sie Piloten lehrten, wie sie sich nach einer feindlichen Verhaftung bei Verhörmethoden verhalten sollten.

Für die beiden Psychologen ist der CIA-Folterreport «Bullshit». In Interviews der letzten Tage rechtfertigte Mitchell seine Foltermethoden: Das oberste Ziel habe darin bestanden, das Leben von US-Bürgern zu retten.

Merke: Das Leben eines US-Bürgers ist VIEL VIEL mehr Wert als das Leben eines Asiaten oder Afrikaners.

---

Siehe Details:

ABC News: «Pay and Suffering: Psychologists Made $80M From CIA Interrogation Program»

International Business Times: «Who Are Jim Mitchell And Bruce Jessen? CIA Torture Psychologists Were Experts In Communist Chinese Interrogation»

The Week: Why America will torture again

Volltext des «US Torture Report Summery», präsentiert von US Senatorin Dianne Feinstein am 9.12.2014

---

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Präsident Obama verstösst gegen Antifolter-Konvention der Uno

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

3 Meinungen

Sehr geehrter Herr Gasche
ich möchte Ihnen für die Beiträge im Infosperber danken. Ich finde sie meistens sehr gut und frage mich manchmal, woher Sie die Zeit nehmen für Ihre Recherche-Arbeit
Ich wünsche Ihnen auch im neuen Jahr viel Kraft und Energie!
thomas schenker, am 17. Dezember 2014 um 12:26 Uhr
Das alles für die Begründung eines rentablen Krieges, des Krieges gegen den Terorrismus.
Folterungen, welch ein grausiges und - im Sinne brauchbarer Informationsgewinnung - unnützes «Spiel».
Der einzige beabsichtigte Nutzen, welcher auch erreicht wird ist die Verhärtung aller Fronten. Daraus resultiert überall Angst und ein grosser Bedarf an Waffen. Dies dürfte eines der Haubziele des ganzen Unterfangens sein. Die tollen Löhne der obersten Folterknechte könnten auch als Bonus für angerissene Waffengeschafte verstanden werden.
Urs Lachenmeier, am 17. Dezember 2014 um 14:40 Uhr
Das Gehirnwäsche-Programm der CIA hat eine spezielle Vita. Sie vermittelt eine Erkenntnis , daß Protokolle von KZ-Ärzten Eingang in das Folterhandbuch der CIA fanden .- US-Spezialeinheiten bemächtigten sich bei Kriegsende neben Physikern und Ingenieuren auch der medizinischen Elite im militärischen-wissenschaftlichen Bereich . - Ein folgender Video-Beitrag von ARTE schildert anhand der Dokumentation » Deckname Artischocke» entsprechende Vorgänge.und Entwicklungen , die ihre Fortsetzung in einer ersten großflächigen Anwendung in 1947 hatten .

Eine nahezu täglich registrierbare Anwendung dieser seit jener Zeit perfektionierten Technik ist m. E. von nachhaltiger Wirkung .Es ist in (nicht nur) diesem Zusammenhang ein perpetuum mobile in den Geschäftsmodellen Pharma und Medizin hinsichtlich wechselseitig generierter Liquidität zu erkennen.
-----
ARTE-Dokumentation :
( auf der Zeitskala befindet sich die entsprechende Sequenz zwischen 9:40 und 12:10 min.)

https://www.youtube.com/watch?v=fc7MsxiffNw
-----------
Es folgt ein Video-Beitrag von Holger Conrebbi ( Pseudonym ? ) zu einem Schwerpunkt «militärisch-medizinischer» Tätigkeit .

https://www.youtube.com/watch?v=HQaPqI_3YAk
Gustav - Adolf Siebrasse, am 21. Dezember 2014 um 22:57 Uhr

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.