Das Spiel: Das eigene Panorama wählen

In der Spielelandschaft macht sich ein neues Genre breit – die «Cozy Games». Sie ermöglichen ein entspanntes Spiel, bei dem man ohne grossen Druck vorankommt, sich an den Fortschritten erfreut und am Ende ein wohliges Gefühl in die nächste Partie mitnimmt. Allein das Thema von «Panorama» eignet sich bestens für ein «Cozy Game». Wir gestalten die landschaftliche Schönheit und orientieren uns an Fauna und Flora.
Die länglichen Plättchen zeigen drei von vier möglichen Landschaftsteilen an. Ausserdem besitzen sie kleine Wellen an den seitlichen Rändern. Dadurch lassen sich die Landschaften nur an bestimmten Stellen passend aneinander legen. Ein Ziel des Spiel ist es, die einzelnen Gebiete der Landschaft wachsen zu lassen. Am Ende darf man die Anzahl der Tiere mit der Anzahl der Pflanzen in jedem Gebiet multiplizieren. Es lohnt sich also, bei der Auswahl der Plättchen achtsam zu sein. In jeder Partie gibt es zudem drei zufällige Ziele für alle Mitspielenden, mit denen man sich weitere Punkte sichern kann.
Mit dem Heissluftballon zum nächsten Plättchen
Eine Besonderheit des Spiels ist das Auswahlverfahren der Landschafts-Plättchen. Mehrere Stapel der Plättchen sind kreisförmig in der Tischmitte ausgelegt. Mit einer Ballonfigur fliegt man den gewünschten, freien Plättchen-Stapel im Uhrzeigersinn an und nimmt sich die oberste Landschaft. Die legt man sofort seitlich an das eigene Panorama an, immer mit dem Hintergedanken, am Ende damit gut zu punkten. Eine fixe Reihenfolge beim Wählen der Plättchen gibt es nicht. Der zuhinterst liegende Heissluftballon setzt seinen Flug fort. So kann man unter Umständen auch mehrmals nacheinander ein Plättchen wählen.

Es beginnt ein leichtes Taktieren bei der Plättchen-Wahl. Fliegt man weit voraus, um ein besonders tolles Landschafts-Teil zu sichern oder bremst man seinen Flug, um eher wieder an der Reihe zu sein? Eventuell helfen die Ziele ein wenig bei der Entscheidung. Mal erhält man Punkte, wenn man insgesamt am wenigsten Landschafts-Plättchen gelegt hat, mal soll man möglichst viele Raben sammeln oder Flüsse verbinden. Es lässt sich nicht jede Partie mit demselben Sammeltrieb bestreiten.
Am Ende bleibt ein schönes Spielgefühl
Ist einer der Landschafts-Stapel leer, setzen die Heissluftballone zur Landung an. Bei der Wertung zählen, wie erwähnt, die Tiere und die Pflanzen. Wer eines der drei Ziele am besten erreicht hat, bekommt zusätzliche 10 Punkte. Auf den Tischen präsentieren sich auf jeden Fall vor allen Spielenden bunte, hübsche Landschaften aus Feldern, Wiesen, Wäldern und Bergen. Jedes Plättchen findet ganz bestimmt einen passenden Anschluss. Das sorgt am Ende für grosse Zufriedenheit, auch wenn die Punkte nicht für den Sieg reichen. «Panorama» passt sich der Personenzahl an und ist zu zweit ebenso gut spielbar wie zu viert.
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Panorama
Ein Legespiel von Jules Messaud, Melody Leblond
Illustrationen: Melody Leblond
Für 2 bis 4 Personen
Ab 8 Jahren | ab 20 Minuten
Verlag: Kosmos | ca. 20 Fr. / 20 Euro
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Patrick Jerg betreibt seit 16 Jahren die Webseite brettspielblog.ch und veröffentlicht regelmässig Spielkritiken über Brett- und Kartenspiele.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








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