Sperberauge
Für «Berner Zeitung» und «Bund» gibt es keine Prämienerhöhung
Wer den «Bund» oder die «Berner Zeitung» liest, muss sich – vermeintlich – keine Sorgen um höhere Krankenkassenprämien machen. Die Tabelle, welche die beiden Tamedia-Zeitungen abgedruckt haben, zeigen bei allen zehn genannten Versicherungen: Sie verlangen 2027 die gleich hohen Prämien wie dieses Jahr.

Jede Leserin, jeder Leser, kommt bereits bei der ersten Zeile darauf: Das kann nicht stimmen. Denn die neuen fettgedruckten Prämien sind gleich wie die diesjährigen Prämien in Klammern.
Doch in den Berner Tamedia-Redaktionen gibt es offenbar niemanden mehr, der die Seiten anschaut, bevor die Zeitung gedruckt wird. Sonst wäre die Tabelle nie so in Druck gegangen.
Gegenüber Infosperber hat sich der Tamedia-Verlag schon verschiedentlich seiner Qualitäten gerühmt. Einmal teilte er mit: «Tamedia steht für hochwertigen Journalismus.» Ein andermal teilte er mit: Die Artikel würden «immer sorgfältig und journalistisch-fundiert recherchiert und verfasst».
Genau das dürften die Leser und Leserinnen eigentlich von einer Zeitung erwarten, die im Printabo gegen 600 Franken pro Jahr kostet.
Aber – so, wie es aussieht – interessieren sich die Tamedia-Journalisten nicht einmal mehr für das, was in ihrer eigenen Zeitung steht.
Immerhin: In der Online-Ausgabe haben die Tamedia-Zeitungen die Tabelle nachträglich korrigiert. Sie zeigt, dass die Prämien im Kanton Bern stark steigen.

Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.







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