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Zwei empfehlenswerte Sachbücher zum Thema Konsum und Nachhaltigkeit © cc

Von der Vergangenheit lernen

Hans Steiger /  Vom nachhaltigen Mittelalter in die konsumistische Spätmoderne – jetzt für die Zukunft ein paar Schritte zurück? Leseempfehlungen.

«Schreiben musste ich dieses Buch, weil es mir ein Anliegen ist, die Fridays-for-Future-Generation mit Rückenwind aus der Vergangenheit zu unterstützen, im gemeinsamen Kampf für die Zukunft unseres wunderbaren Planeten.» Damit zeigt Annette Kehnel auf der letzten Seite ihrer Rückblende in zumindest ökologisch bessere Zeiten noch einmal, was sie umtreibt und auf was sie setzt. Gewidmet hat die Professorin für Mittelalterliche Geschichte die höchst aktuelle historische Betrachtung ihren Kindern und einem Enkel.

Wollten wir, könnten auch wir …

Die zwei vermeintlich fehlenden Pünktchen im Titel sind als irritierender Denkanstoss perfekt: Wir könnten Nachhaltigkeit erreichen, wie dies andere unter oft schwierigeren Umständen immer wieder konnten – wenn wir dazu bereit wären, es als Gemeinschaft wirklich wollten. Harald Welzer, ein Promi der Alternativszene, bescheinigt der weniger bekannten Kollegin, «ein wunderbares und notwendiges Buch» verfasst zu haben. Das kann diesem vielleicht zur verdienten Beachtung verhelfen. Angesichts der wachsenden Zukunftsängste dürfen wir uns nicht an Gegenwärtiges klammern, nur auf alarmierende Prognosen starren. Es lohnt sich, auch lange Vergangenes in unsere Überlegungen mit einzubeziehen. Was die Autorin an Beispielen aus ihren Forschungsbereichen in den Suchprozess einbringt, ist nicht im abwertenden Sinne gestrig. Tatsächlich ist es sogar vorgestrig. «Mittelalter» eben, verdrängt und vergessen, in der Moderne nur noch eine Chiffre für Rückständigkeit.

Gelegentlich werden von kapitalismuskritischer Seite zwar klassische Genossenschaften als alternatives ökonomisches Modell angeführt; in der Schweiz kommen uralte Regeln der Alpwirtschaft zu Ehren. Aber in diesem Buch werden auch weniger bekannte, ebenso interessante Exempel detailreich dargestellt. So die Beginenhöfe, wo Frauen in urbanem Umfeld ab dem 13. Jahrhundert neue Formen des Zusammenlebens schufen, vorab in Flandern, später in weiteren europäischen Städten. Da wirkt vieles überraschend. «Dass Frauen selbstständig in Wohngemeinschaften lebten, will noch nicht zu den landläufigen Vorstellungen vom Mittelalter passen», merkt die Expertin an. Denn intuitiv «meinen wir zu wissen», dass damals die traditionelle, ortsansässige Familie das Normale war. «Dabei ist genau die eine der folgenreichsten Erfindungen der Moderne. Davor war die Vielfalt viel grösser!»

Katastrophal war der «Fortschritt»

Die gewaltigen Verheerungen in der Natur, zu Land wie im Wasser und zum Ende in der Atmosphäre, begannen im industriellen Zeitalter. Sie spitzten sich noch zu, als nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Menschen konsumierend von dieser Art der Ausbeutung profitierten und einen breiter gestreuten Wohlstand genossen. Ausbeutung, auch anderer Menschen, sowie zerstörerische Konflikte gab es schon zuvor. Doch global katastrophal wurde die Entwicklung erst in den letzten, kapitalistisch geprägten zweihundert Jahren. Zweifellos seien die Errungenschaften dieser Phase grandios, hält die Autorin fest, sie «sollen in keiner Weise geschmälert werden», doch jetzt bedroht deren Dynamik ihre Erfolge, und es wären ungewohnte Fragen zu stellen. «Waren wir arm vor der Erfindung des Kapitalismus?» Waren frühere Wirtschaftsformen weniger gerecht? Sicher weniger aggressiv. Bodenseefischer etwa teilten ihr beschränktes Gut relativ gütlich. Und sind wir nach der langen Phase von Wachstum, Fortschritt und Wohlstand eigentlich glücklich? Wahrscheinlich gab es zu Zeiten der Jäger und Sammlerinnen sogar mehr
freie Zeit …

Zu romantische Vorstellungen werden sanft korrigiert, auch falsche Polarisierungen. Von planwirtschaftlichen Patentrezepten hält die Autorin wenig. Teilen, begrenzte Ressourcen gemeinsam nutzen – das müssen wir wieder lernen. Von der alten Allmende zu heutigen Commons-Ansätzen und oft mit der Digitalisierung verknüpften Formen einer Sharing Economy sind die Verbindungen lose. Aber nicht alles muss neu erfunden werden.

Dokument sorgsamer Recherchen

Das zweite Buch möchte ich zur Schärfung des Blicks auf ein Haupthindernis der fälligen Neuorientierung empfehlen. Voraussetzung ist ausreichend Zeit, sich intensiv mit einer Ursache unseres Versagens in der Klima- und Gerechtigkeitsfrage auseinanderzusetzen. Sie wird bereits im Titel sehr prägnant benannt: «Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.» Herbert Schaaff, der als Professor im Bereich Volkswirtschaft lehrt und offenbar «Führungspositionen im Personalmanagement» mehrerer Unternehmen hatte, fragt nach den menschlichen Bedürfnissen. Das sei zwar ein etwas unscharfer und altmodischer Begriff, doch aus seiner Sicht ist er nicht nur aussagekräftig geblieben, er wird bei beschränkten Ressourcen auch zunehmend wichtig. In der jüngeren Vergangenheit interessierte meist nur noch das Erzeugen neuer Bedürfnisse, da ohne sie wirtschaftliche Stagnation drohte. Nun wäre aber eine «Bedürfnisbefriedigungs-Ökonomie» mit normativen Ansätzen zu konzipieren, die in eine zukunftsfähigere Weltgesellschaft passt. «Dabei ist mancher erbittert und oft genug ohne rechtes Niveau geführter Streit unter Intellektuellen, Wissenschaftlern und Politikern argumentativ zu entkrampfen.»

Darum bemüht sich der Verfasser. In einem mit Polemik geladenen Umfeld sichtet er in Ruhe früher und jetzt vertretene Positionen, vergleicht, weist allenfalls auf Widersprüche und Inkonsequenzen hin, aber ohne sie abschliessend zu bewerten «oder gar zu einem neuen zusammenhängenden Theoriegebäude formen zu können». So möge nicht nur der Bedürfnis-Begriff, um den sich sein langer, mit weiten philosophischen und soziologischen Exkursen versehener Essay dreht, für viele «leicht antiquiert anmuten», sondern auch die Art seiner Analyse. Doch er habe diese bewusst gewählt. Mir als interessiertem Laien brachte sie viel. Es war gut, zum Beispiel an die radikale Haltung eines Jean-Jacques Rousseau erinnert zu werden, der die Anmassung jenes ersten Bürgers beklagte, der als Einzelner ein Stück Land zu seinem Eigentum erklärte. Dem hätte widersprochen werden müssen. Denn «ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte euch allen, der Boden aber niemandem gehört.» Selbstverständlich kommt auch Karl Marx vor. Der hatte dem Studenten Schaaff schon am ersten Vorlesungstag einen bleibenden Eindruck beschert. Wie hing dessen Kernaussage, dass das kapitalistische Wirtschaftssystem vor allem auf der Ausbeutung der Arbeiterklasse basiere, mit der kurz davor notierten professoralen Aussage zusammen, dass der wichtigste Zweck unternehmerischer Tätigkeiten die Gewinnmaximierung sei?

Damals leuchteten ihm beide Teilaussagen zwar mehr oder weniger unmittelbar ein. «Nichtsdestotrotz blieb an diesem Abend ein unwohles Gefühl zurück. Hierüber würde sicherlich weiter und intensiver nachzudenken sein.» Solche sozio-ökonomischen Fragen liessen Schaaff nie mehr los. Später kamen ökologische Elemente hinzu, die heute eine grundlegende Systemänderung erfordern. Es müssen private, politische, wirtschaftliche Weichenstellungen zusammenkommen, wirkungsvoll und rasch. Dies zudem in einem für demokratische Entscheidungen schwierigen Umfeld. Obwohl, ja vielleicht sogar weil der gesellschaftliche wie der durchschnittliche individuelle Wohlstand in unseren Breiten stark gestiegen ist, «dominieren Verlustängste, Ausgrenzungsversuche, Neiddiskussionen»; der Autor sieht keine breite «gedankliche Annäherung an die hier diskutierten Themen». Klare und zugleich zurückhaltende Formulierungen. Tatsächlich liefert das Werk, welches wohl auch eine Spätfolge jenes Denkanstosses vor vier Jahrzehnten ist, auf fast sechshundert Seiten mit vielen Fussnoten und reichem Literaturverzeichnis keine neuen Erkenntnisse. Doch es dokumentiert eine sorgsame Recherche, die zugänglich macht, was an «Nach- und Vordenken» bereits geleistet wurde. Ohne flammenden Appell, aber auch ohne resigniertes Räsonieren. Wir können eigene Schlüsse daraus ziehen.

Der unheimliche Sog des Konsums

Selbst wurde ich an viele Autorinnen und Autoren erinnert, die mir in den schon so unheimlich lang geführten Debatten um Ökonomie-Ökologie-Konflikte wichtig schienen. Ich fand Thesen und Argumente gut zusammengefasst, miteinander verknüpft und anderen, mir nicht bekannten gegenübergestellt. Damit lässt sich das Gesamtbild ergänzen, ohne noch ein Regal voll Bücher durchzuackern. Für mich wurde vor allem fassbarer, was den Durchbruch zu einer nicht mehr imperialen Lebensweise und einer zukunftstauglicheren Postwachstumsgesellschaft – um nur zwei von vielen Chiffren aufzugreifen – derart schwer macht: Es ist der unheimliche Sog des Konsums, den der Kapitalismus erzeugte und von dem dieser jetzt gestützt wird. In ihm sollen die Bedürfnisse eben gerade nicht befriedigt werden. «Es geht darum, stets offene und immer intensivere Wünsche zu haben.» Mit diesem Wälzer wird wirklich ein Kernproblem ins Zentrum gerückt.

Nochmals zurück zum Buch von Annette Kehnel, die ihren Rückblenden ein paar Fragen folgen lässt, die nicht nur Nachgeborene, sondern auch unsere Vorfahren stellen könnten. Da gab es doch 1972 diesen Bericht des Club of Rome über Grenzen des Wachstums und die Lage der Menschheit. War der als Warnung vor einem Desaster nicht logisch und deutlich genug? Schwer verständlich, «dass ein ganzes halbes Jahrhundert lang nichts ernsthaft dagegen unternommen wurde». Stattdessen habt ihr die Maschinerie weiter um ein Vielfaches angekurbelt. Wir hatten natürlich damals im Mittelalter unsere Gebote. Da war etwa die Völlerei, ja jede Unmässigkeit verpönt. «Könnte es sein, dass ihr mit all der Freiheit, die ihr euch erkämpft habt, einfach nicht klarkommt?» Wer predigt eigentlich bei euch? «Wenn wir ihnen dann zeigen, was die Menschen im 21. Jahrhundert tagtäglich fast ununterbrochen zu hören und zu sehen bekommen, nämlich Werbung, dann werden sie sich nicht mehr wundern.»

Dieser Beitrag erscheint in erweiterter Form in der P.S.-Herbst-Buchbeilage.

Annette Kehnel: Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit. Blessing, München 2021, 488 Seiten, 78 Abb., CHF 37.90

Herbert Schaaff: Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. Nach- und Vordenken über die Bedürfnisse des Menschen. Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik, Marburg 2021, 573 Seiten, CHF 53.90


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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6 Meinungen

  • am 9.10.2021 um 15:19 Uhr
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    Wo der Gedanke der Nachhaltigkeit in Büchern und anderen Publikationen drin ist, wird sicher nicht vom eigentlichen Problem gesprochen. Nachhaltigkeit gibt es schlichtweg seit über 300 Jahren nicht mehr. Seit Beginn der Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen sind dermassen viele lebenswichtige Strukturen unwiederbringlich zerstört worden, so dass der Glaube an das Überleben der Menschheit nur noch mit Phrasen wie mehr Nachhaltigkeit, weniger konsumieren, Energie sparen, kein Fleisch essen, Impfen, usw. aufrecht erhalten werden kann. Um das Jahr 1500 hatte dieser Planet ca. 500 Millionen Menschen. In zwei Jahren werden es 8 Milliarden sein. Das ist eine Dimension, deren Auswirkungen sich niemand vorstellen kann, auch die Wissenschaft nicht, auch die meisten Journalisten und Schriftstellerinnen nicht. Langsam spüren wir die Folgen, die auf uns zukommen werden. Aber: Die tödliche Falle, in welche die Menschheit tappte, war leider die Tabuisierung der globalen Bevölkerungsexplosion. Wir tabuisieren weiter und merken nicht, dass der Kipppunkt, die rote Linie, wo die Menschheit noch eine Chance gehabt hätte, ihr Überleben zu sichern, schon weit überschritten wurde. Die Menschheit war ein evolutionäres Experiment, das leider gescheitert ist. 200’000 Jahre Menschengeschichte; und alles in 300 Jahren zerstört. Der Planet aber wird Millionen von Jahren Zeit haben, Nachhaltigkeit für Flora und Fauna wieder herzustellen.

    • am 10.10.2021 um 13:22 Uhr
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      Grundsätzlich ist das wohl richtig, doch selbst ohne die drei Tabus der etablierten Wissenschaften hätten wir NICHTS aus der Geschichte gelernt. Es geht – wenn es eine LÖSUNG geben sollte – in erster Linie jetzt nicht um gesteuerten Aktivismus mit versteckten Absichten jeglicher Richtung, sondern um echte VERSTEHENSCHAFT. Es geht damit um die Überwindung des PRE-Erzähl-Tabus, des TRANS-Metapher-Tabus und TRAP-Ego-Tabus der OPTION I-Jünger seit Plato mit Ihren KISS-Strategien und kurzfristigen Gewinnmaximierungen. Wir müssen auch endlich verstehen, dass die Entwicklungen leider nicht LINEAR, sondern EXPONENTIELL ablaufen. Wenn wir weiterhin im KATEGORIE FEHLER, wie ihn Emil Gerber vage beschreibt, verhaftet bleiben, so geschieht mit uns, was mit den Aborigines in Australien passiert ist. Sie lebten 50’000 Jahre im Einklang mit der Natur und nur 200 Jahre europäischer Kolonialisierung haben das Nachhaltigkeitssystem dieses Volkes ruiniert. Auch das kann «man», den ich noch nie persönlich getroffen habe, mit einem Daumen runter bewerten. Eine echte Lösung würde beinhalten, Wirklichkeit nicht mehr mit Realität zu verwechseln, Humansysteme von ihren Wirkungen her zu modellieren und nicht weiter darüber zu philosophieren, Funktionsgerechtigkeit für alle Lebewesen umsetzen und vor allem in den drei Wissenschaften mit ihren PRE-TRANS-TRAPS eine weitere hinzufügen, die persönlich relevant für ALLE Menschen ist und auf persönlich relevante Beziehungswahrheiten hinausläuft.

  • am 9.10.2021 um 18:11 Uhr
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    Aus meiner Sicht ist es nicht die Frage ob, sondern die Frage, wie lange es noch geht, bis es mit der (Mehrheit der) Menschheit vorbei ist?

  • am 9.10.2021 um 20:22 Uhr
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    Der Lobgesang auf vergangene Genügsamkeit ist mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Sicher haben sich die Leute nicht aus purer Dummheit oder reiner Gier vom Kapitalismus verführen lassen. Auch die Auswirkungen des steten, heute völlig ausser Kontrolle geratenen Bevölkerungswachstums muss man dringend in Erinnerung behalten. Was die Allmenden anbetrifft, so finde ich es wichtig, dass man sich ständig die «Tragik der Allmende» vor Augen hält https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende

  • am 10.10.2021 um 20:52 Uhr
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    Danke, Herr Steiger. Ich möchte noch eine weitere Buchempfehlung hinzufügen, im Moment leider nur in der englischen Originalsprache verfügbar: «The Great Re-Think» des Biologen Colin Tudge. Hier die übersetzte Beschreibung auf der Rückseite:
    «Allzu plausibel, so scheint es, warnen uns Päpste und Wissenschaftler vor dem drohenden Zusammenbruch – doch die Menschheit und unsere Mitgeschöpfe könnten sich noch auf eine lange und glorreiche Zukunft von mindestens eine Million Jahre Frieden und persönliche Erfüllung freuen, mit Überfluss und vielfältige Tierwelt. Aber um dies zu erreichen müssen wir alles überdenken, was wir tun und für selbstverständlich halten: von den alltäglichen Dingen des Anbauens und Kochens, über die Ökonomie und Regierungsmethoden, bis hin zu den geheimnisvollsten Bereichen der Wissenschaft und Metaphysik. Alles läuft darauf hinaus, dass eine Renaissance – eine Wiedergeburt – von uns, den gewöhnlichen Joes und Janes, vorangetrieben und geleitet werden muss. Die gegenwärtige Oligarchie von Regierungen, Konzernen, Finanziers und ihren zugehörigen Intellektuellen dominiert die Welt, doch sie hat den Bezug zu den moralischen und ökologischen Realitäten des Lebens weitgehend verloren. Diese Transformation wird nicht einfach werden, aber – die gute Nachricht! – Millionen von Basisinitiativen aller Art auf der ganzen Welt bewegen sich bereits in die richtige Richtung.»

    Denken und Handeln – das war die Devise in der Vergangenheit. Sie gilt weiterhin.

    • am 21.10.2021 um 10:59 Uhr
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      Ja, Herr Mortier, schön, dass Sie die Päpste auf die gleiche Ebene wie die Wissenschaftler stellen. Womit haben die das bloss verdient ? Ist ja schon möglich, dass in den Vatikan-Archiven Unterlagen vorhanden sind, von denen die Menschheit nichts wissen darf, man liest ja so allerhand darüber. In Anbetracht, dass es mind. einen Papst gab, der stur behauptete, dass die Erde eine Scheibe sei und der arme und geniale Galileo Galilei abschwören musste, dass die Erde halt doch rund ist, halte ich von Päpsten gar nichts (ehemaligen und amtierenden), umso mehr, dass diese heute nicht mehr die damalige Macht besitzen um irre Behauptungen aufzustellen und auch nicht mehr an der Zeitschraube drehen können/dürfen. Dass ein grosser Teil der Menschheit kurz vor der totalen Verblödung ist weiss man inzwischen und sieht es auch tagtäglich (wie z.B. der Bolsonaro und Maduro etc.). Dem letzten Drittel Ihrer Ausführungen stimme ich voll zu. Ich hätte da aber noch zwei Fragen: Wie viel Schaden am Klima richten eigentlich die vielen riesigen Brände auf der ganzen Welt und die immer zahlreicheren und intensiven Vulkanausbrüche an ? Wie viel Einfluss haben die riesigen Umweltverschmutzungen in China und Indien auf unser Klima in Europa, die da durch Winde herangetragen werden ??

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