Sperberauge

Verar.. wird, wer auf Zucker achtet

Urs P. Gasche © Peter Mosimann

upg /  «Zucker» steht auf der Zutatenliste oft weit hinten, obwohl die Produkte fast zur Hälfte aus Zucker bestehen.

Die Verbraucherzentrale Berlin hat viele industrielle Lebensmittel auf deren Zuckergehalt untersucht und festgestellt, dass es bei der Deklaration statt «Zucker» 70 weitere Begriffe für zuckerartige Zutaten gibt. Beispiel: Mit Cerealien gefüllte Waffeln, die von Schokolade überzogen sind, bestehen aus 45,4 Gramm Zucker. Trotzdem ist die Zutat «Zucker» erst weit hinten in der Zutatenliste vermerkt. Der Rest des Zuckers versteckt der Hersteller hinter Begriffen wie «Maltodextrin», «Milchzucker» oder «Vollmilchpulver». Gerd Billen, Chef der Verbraucherzentrale, fordert einen «Schluss mit dem Versteckspiel der Zutatenlisten». Mit Deklarationen wie «Glukosesirup» oder «Süssmolkepulver» würde den Käufern ein geringer Zuckergehalt suggeriert. Sie könnten nicht mehr eigenverantwortlich ihre Nahrungsmittel auswählen.


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2 Meinungen

  • am 12.08.2013 um 01:32 Uhr
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    Na, na, na. Die Vorschriften sind eigentlich klar – und machen sicher auch Sinn. Ob man die Inhaltsangaben noch stärker auf den Laien-Konsumenten trimmen sollte? Ich zweifle. Dann stimmen sie nämlich auch wieder nicht, weil halt Milchzucker einfach nicht Dasselbe ist wie Kristallzucker…

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  • am 12.08.2013 um 14:41 Uhr
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    Sie haben Recht, Herr Hafner… deshalb fände ich es gut, wenn auf den Lebensmittelverpackungen die sogenannte «Ampel» aufgedruckt werden müsste, was auch weniger Platz auf den Verpackungen bräuchte. In anderen Ländern ist das gang und gäbe.

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