Abbau von Lithium in Australien

Abbau von Lithium in Australien © TheWest

Lithium für Batterien – die Achillesferse der Elektroautos

Christa Dettwiler /  Die USA machen zwar Milliarden locker für den Abbau von Lithium. Doch niemand will die Umweltbelastung in seiner Gegend.

Auf einem erloschenen Vulkan im Norden Nevadas bereiten Arbeiter Sprengungen und massive Aushubarbeiten vor, um eine grosse Lithium-Mine in Betrieb zu nehmen. Es ist die Erste seit mehr als zehn Jahren. Dort soll der Stoff abgebaut werden, der Elektrobatterien antreibt und für erneuerbare Energiesysteme benötigt wird. Die Mine soll die fast totale Abhängigkeit der USA von ausländischen Lieferanten durchbrechen. 

Viel Wasser und ein gigantischer Abfallberg

Das Projekt, bekannt als Lithium Americas, stösst allerdings auf Widerstand. Ureinwohner, Landwirte und Umweltorganisationen erheben Einspruch, weil die Mine voraussichtlich Milliarden Liter des wertvollen Grundwassers verbraucht und Teile davon für 300 Jahre verseuchen könnte. Zudem hinterlässt die Mine einen gigantischen Abfallberg. Es ist ein Kampf David gegen Goliath. Und es ist nicht der einzige. Weltweit brechen um den Abbau von Rohstoffen für vermeintlich grüne Energien Konflikte aus. 

Statt Erdöl und Gold jetzt Lithium, Kobalt und Nickel

Der Abbau von Lithium, Kobalt und Nickel richtet massive Schäden an, die im Rennen zwischen den USA, China, Europa und anderen Staaten gerne übersehen werden. Der aktuelle Kampf um die Mineralien, die ihren Ländern in den nächsten Jahrzehnten zu wirtschaftlicher und ökonomischer Dominanz verhelfen können, ist vergleichbar mit den historischen Auseinandersetzungen um Gold oder Öl. 

Das Nevada-Projekt etwa, das in den letzten Tagen der Trump-Präsidentschaft grünes Licht erhalten hatte, soll den Vereinigten Staaten die Führung in der Produktion dieser Rohmaterialien sichern, zumal sich Präsident Joe Biden dem Klimaschutz verschrieben hat. So sind bereits weitere Lithium-Minen in Kalifornien, Oregon, Tennessee, Arkansas und North Carolina geplant.

Aimée Boulanger ist Direktorin der Initiative für Responsible Mining Assurance, eine Organisation, eine Organisation, die Minenprojekte von BMW, Ford und anderen überwacht. Sie sagte gegenüber der New York Times: «Obwohl die Absichten gut sind, kann unser Bedarf an sauberen Energien grossen Schaden anrichten. Das darf nicht passieren.»

Im ersten Quartal 2021 haben Lithium-Minenbetreiber in den USA an der Wall Street gegen 3,5 Milliarden US-Dollar beschafft, siebenmal soviel wie in den drei Jahren zuvor. Fachleute gehen davon aus, dass sich der Bedarf an Lithium noch vor Ende dieses Jahrzehnt verzehnfachen wird, schliesslich haben Tesla, VW, General Motors und andere Dutzende neue Elektromodelle in der Pipeline. Obwohl die USA auf riesigen Reserven sitzen, ist bislang nur eine einzige grosse Lithium-Mine – Silver Peak in Nevada – in Betrieb. Seit den 1960er Jahren produziert sie etwa 5’000 Tonnen pro Jahr, weniger als zwei Prozent der weltweiten Produktion. Der grösste Teil stammt aus Lateinamerika oder Australien und wird mehrheitlich in China und anderen asiatischen Ländern in Batterien verbaut. 

Jetzt wollen US-Minengesellschaften die Produktion von Lithium massiv ankurbeln und wünschen von der US-Regierung im Rahmen des geplanten Infrastruktur-Programms 10 Milliarden Dollar Subventionen. Es gehe um die nationale Sicherheit, argumentieren sie. Sollte China die Lieferungen an die USA einstellen, drohten schwere Konsequenzen, warnt ein Lobbyist für Piedmont Lithium.

«Saubere» Energien» führen zu gigantischer Umweltbelastung

Umweltaktivisten, lokale Gruppen und indigene Stämme dagegen warnen vor massiven Schäden durch den Lithium-Abbau. In der Nähe der Ranch von Edward Bartell in Nevada könnte bald die Mine von Lithium Americas ausgehoben werden. Sie wird etwa eine Tiefe von 112 Metern erreichen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Mine pro Minute mehr als 12’000 Liter Wasser verbrauchen wird, was den Wasserspiegel auf Barells Land um 3,5 Meter absenken würde. Die Produktion der 66’000 Tonnen Lithium-Karbonat könnte gemäss Regierungsdokumenten das Grundwasser durch arsen- und antimonhaltige Metalle vergiften. Um Lithium zu gewinnen, wird der abgebaute Ton mit täglich bis zu 5’800 Tonnen Schwefelsäure vermischt. In den Dokumenten zur Betriebsbewilligung steht, dass dieser Prozess 270 Millionen Kubikmeter schwefelsäurehaltige Abfälle verursachen wird, die auch schwach radioaktives Uran enthalten können. Zudem werden riesige Flächen Weideland von Antilopen und Brutgebiete von Moorhühnern beeinträchtigt.

Trotz allem hofft Lithium Americas, ihre Mine nächstes Jahr in Betrieb nehmen und damit um die vier Milliarden Dollar verdienen zu können. Der Hauptaktionär des Unternehmens ist ausgerechnet das chinesische Unternehmen Ganfeng Lithium.

Autohersteller geben sich alle Mühe, sich von solchen Vorhaben abzugrenzen. So sagte Sue Slaughter, Direktorin für die Nachhaltigkeit von Lieferketten, gegenüber der New York Times: «Ureinwohner werden vertrieben, ihr Wasser wird vergiftet… Da wollen wir nicht mitmachen. Wir wollen die Unternehmen, von denen wir Material einkaufen, dazu bringen, verantwortlich zu produzieren. Als Grossabnehmer haben wir die Macht, die Situation zu beeinflussen, und das werden wir auch tun.»

Umweltorganisationen werden am Ball bleiben.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Zum Infosperber-Dossier:

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Rohstoffe lagern in der Erde noch viele. Doch deren Ausbeutung schafft Risiken und wird fast unbezahlbar.

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17 Meinungen

  • am 22.06.2021 um 11:34 Uhr
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    Ja Leute, Lithium aus dem Bergbau ist wie so manch anderes (Gold & CO.) aus dieser Technik extrem umweltschädlich. Aber gerade bei Lithium muss dies offenbar nicht sein. Zumindest kriegt man diesen Eindruck, wenn man folgende Schlagzeile liest:

    Extrem günstiges Lithium und Wasserstoff aus Meerwasser – Technologie aus Saudi-Arabien
    Lithium aus dem Meerwasser könnte dem gegenwärtigen Batteriehunger ganz neue Perspektiven eröffnen. Ein extrem kostengünstiges Verfahren aus Saudi-Arabien liefert beiläufig noch weitere nützliche Substanzen.

    https://snanews.de/20210609/lithium-wasserstoff-aus-meerwasser-2441862.html

    Also ist offensichtlich der Berbau von Lithium gar nicht nötig und somit haben wir es wohl mit einer weiteren Polit- und Machtdarsteller Korruption zu tun. Es ist wirklich an der Zeit, diesen Zombies mal die rote Karte zu zeigen.

    1
  • am 22.06.2021 um 12:02 Uhr
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    Voller Hoffnung gestalten wir die grüne Zukunft – man muss nur ganz fest daran glauben – dann wird alles gut! Das Bild oben zeigt ganz offen, wie für grüne Täume mit der Erde umgegangen wird. (Von denen, die sie retten wollen) Aber ja doch, ein e-Mobil spart enormen Co2-Ausstoss. Schon ab ca. 150’000 gefahrenen km wird die Bilanz sogar besser als bei einem Diesel. Dafür kann man doch etwas Li-Kolionalismus in Kauf nehmen und auch die verletzliche Umwelt grosser Andengebiete opfern. Seit wann lassen wir uns von ein paar vertrottelten Indianern aufhalten?
    Und ein Windkraftrad benötigt ein Fundament von bis zu 10.000 Tonnen Beton. Das Windrad selbst hat einen Turm mit ca.2000 Tonnen Beton. Für die Zufahrtstrassen benötigt man nochmal dieselbe Menge an Zement, Sand und Gestein. Wobei die Herstellung von Zement grösster Emittent von Co2 ist. Gut – mir macht das nichts – aber was ist mit den Co2 Kriegern? Geht das? Ich denke, da finden sich immer Argumente dafür, dass das schon in Ordnung ist, obwohl fraglich, ob durch so ein Windrad überhaupt je ein Gramm an Co2 eingespart wird. Hauptsache wir haben Spass mit unseren e-SUVs! Man isst ja auch Fleisch, ohne dauernd an Schlachthäuser zu denken! Und sind Wattestäbchen eigentlich schon verboten? Das müsste doch reichen, um das Umwelt Bewusstsein wieder zu beruhigen.

    4
  • am 22.06.2021 um 13:58 Uhr
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    Es könnte längst einen Autos geben, welche die Vorteile von Verbrenner-Motor und Elektro-Antrieb optimal in sich vereinen:

    «Range Extender» :
    Der Antrieb des Fahzeugs ist elektrisch
    Der Akku wird -optimal angepasst- je nach Bedarf- entweder vom kleinen -eingebauten- Verbrenner-Motor übernommen – oder übers Netz.

    Folgende Gedanken stehen dabei Pate:
    Auch ein «schwerer» PkW braucht im Durchschnitt höchstens 25 kW pro 100 km.
    Also braucht auch die eingebaute Auflade-Einheit aus Verbrenner und Generator
    weniger als 25 kW Leistung zu erbringen.
    Da die verschiedenen Last-Zustände über den Akku-Speicher erzeugt werden,
    kann der Verbrenner-Motor stets mit Umwelt-freundlicher, optimaler Drehzahl laufen.
    Ein kleiner Akku mit 10 – 20 kWh Speicher reicht aus.

    Der Verbrenner (mit «freundlichem» Treibstoff Methanol)
    kann, unabhängig von der Automarke,
    von wenigen Gross-Betrieben günstig angeboten werden
    – und wäre SO sehr preiswert und überall auf der Welt zügig tauschbar.

    Eigentlich eine -in jeder Hinsicht- optimale, «bestechende», Kombination von E und Verbrenner.

    Opel (Ampera) und BMW bauten «so etwas Ähnliches» – aber technisch verkorkst,
    weil anscheinend «lustlos» auf die Beine gestellt. —
    ? Man möchte wohl v i e l lieber weiter «absolut individuelle» –
    und damit teurer verkäufliche- Autos bauen ?!

    Mazda macht nun wahrscheinlich einen neuen Anlauf. Mit Wankel-Motörchen.

    Mann hofft.

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    1
    • am 24.06.2021 um 00:04 Uhr
      Permalink

      «Auch ein «schwerer» PkW braucht im Durchschnitt höchstens 25 kW pro 100 km», … nicht Ihr Ernst, oder? Wenn Sie kWh meinen, schreiben Sie das auch so, bitte. Es sind die unscheinbaren Fehler, die über die Glaubwürdigkeit entscheiden. Natürlich wäre eine Editier-Funktion klasse. Ist aber nicht. Also: schreiben, lesen, nochmal lesen, nochmal lesen … durchatmen, abdrücken. Ihre Beiträge sind immer interessant. Darum ärgert es mich doppelt.

      1
  • am 22.06.2021 um 14:59 Uhr
    Permalink

    Ja, es ist eigentlich bekannt, dass die Batterien der Elektroautos für eine beispiellose Umweltkatastrophe verantwortlich sind. Weiter ist bekannt, dass beim Kobaltabbau im Kongo Kindersklaven eingesetzt werden. Angesichts all dieser Tatsachen frage ich mich schon, was man für einen Charakter haben muss, um mit gutem Gewissen ein Fahrzeug wie einen Tesla oder ähnliches zu fahren. Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass es Alternativen gibt, beispielsweise Wasserstoff.

    3
  • am 23.06.2021 um 07:08 Uhr
    Permalink

    @ Patrick Jud: Nun, da wir ja am 13.06. falsch abgestimmt haben, wird Mutter Erde sowieso untergehen (ohni Planet isch doof). Ergo können wir entspannen und es krachen lassen. Aymara Qullaw (Altiplano), der Naturzauber schlechthin, wird ja mit der Erde untergehen und es gibt daher auch keinen Grund mehr, es zu erhalten. Dagegen ist das Drehmoment von Elektroantrieben gigantisch und lässt uns hier das Leben noch so richtig spüren, wenn uns die Beschleunigung mit voller wucht in den Porsche Taycan Sessel drückt.
    Lassen wir uns nicht nicht betrüben, feiern auch wir noch das Leben, lassen auch wir es noch krachen, bevor das Licht zuerst entflammt und dann für immer ausgeht.
    Und falls die Apokalyptiker widererwarten doch falsch liegen, so hatten wir doch zumindest eine gute Zeit; bevor sie aus ihrem absurden, irrationalen Weltuntergangsalbtraum erwacht sein werden. Und auf den Trümmern, die diese verlorenen Seelen hinterlassen werden, wird neues entstehen; und so Gott will, noch Fantastischeres, als die Erde mit dem Altiplano bis heute hervorgebracht hat.

    0
  • am 23.06.2021 um 08:31 Uhr
    Permalink

    Ja, die vermeintliche Rettung vor dem Klimaschock, die Elektroautos sind eben auch nicht das Gelbe vom Ei, vor allem auch deshalb, weil sämtliche Autobauer, welche E-Autos herstellen, nichts aus der Vergangenheit gelernt haben und nach wie vor Wahnsinnswagen mit unheimlichem Gewicht und vor allem mit einem total sinnlosen, extrem PS-starken Motor ausrüsten – und damit das Gewicht auch noch zusätzlich vergrössern – damit die an die überholte Mentalität gewöhnten – gezwungenen? – Nutzer mit ihrer Rasereinstellung entgegenkommen. Der grösste Unsinn aller Zeiten wird eben auch in die Elektroautos eingebaut: In wenigen Sekunden muss das Vehikel auf Hundert sein. Ein berühmter Slogan hiess vor langem einmal: «Tu den Tiger in den Tank!». Ein ausgezeichneter Kommentar dazu ist mir in Erinnerung geblieben: «Was nützt der Tiger im Tank, wenn ein Esel am Steuer sitzt!»

    0
  • am 23.06.2021 um 20:54 Uhr
    Permalink

    Man hätte das Problem der Umwelt-vergiftenden Verbrenner auch ganz anders – und VIEL besser angehen können:

    1. Klar, dass Forschungen und Praxis-Tests zur E-Mobiltät zügig angegangen werden mussten. – Aber NICHT «Elektro» nach kaum halber Schwangeschafts-Zeit per Kaiserschnitt hinaus-torpedieren – und SO nur «altes Schlechtes» gegen «neues Übles» austauschen.

    2. Die «üblen Verbrenner» hatten AltersKrankheiten UND es waren vor Allem viel zu viele geworden. — ABER es war eine ausgereifte Technik – und man hätte mit WENIG Aufwand DIESE ÜBLEN Verbrenner auf «freundliche» Kraftstoffe umstellen können,
    die dann — unterm Strich — sogar viel sauberer gewesen, als unsre jetzigen «Super-Duper-Elektro-Engelchen»,
    welche -wenn unter etwa 150 000 km gefahren,
    viel, viel «schmutziger» sind, als die «spontan so sehr verdammten Stinker» ! ! !

    3. Viele der «Stinker» hätte man sogar mit wenig Aufwand auf freundliche Kraftstoffe (Erdgas, Flüssig-Gas, Methanol) umrüsten können.

    4. Warum also dieser Wahnsinn:
    Totes Geld, für das sogar «Straf-Zinsen» bezahlt werden musste.
    konnte auf einmal wieder investiert werden,
    «arbeiten» und «sich vermehren».

    Dafür brauchte man uns NUR ein bisschen zu manipulieren:
    Verbrenner absolut verdammen – als Übel von Gestern

    Und von E nur das Gute berichten,
    nämlich Das, was hinten NICHT rauskommt-
    aber all seine «dunklen Seiten» verschweigen oder schönreden.

    Denn – mit uns kann man´s ja immer noch machen !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    1
  • am 23.06.2021 um 22:17 Uhr
    Permalink

    @Marc Fischer
    Wir haben am 13.Juni nicht falsch abgestimmt, sondern die Frage war falsch gestellt. Die ganze Co2 Debatte ist unnütz, wenn wir nicht begreifen wo das eigentliche Problem liegt.
    Sahra Wagenknecht schreibt in ihrem letzten Buch: «Statt eine klimapolitisch fragwürdige CO2-Steuer zu fordern, wäre es angebracht, darüber zu reden, wie wir anders produzieren und die Globalisierung zurückdrängen können. Der Irrsinn, immer da zu produzieren, wo die Arbeit am billigsten, die Steuern am niedrigsten und die Umweltauflagen am schlechtesten sind und dann die Produkte quer über den ganzen Globus zu transportieren, verursacht einen riesigen CO2-Ausstoß, der vermeidbar wäre.» Das zu verhindern wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.
    Zudem müssen wir weg von der Wegwerf-Wirtschaft, die mit hohen CO2-Emissionen verbunden ist und Ressourcenverschwendung plus Müllberge wachsen lässt. Siehe z.B. den Fast-Fashion Markt, der einen erheblichen Anteil am Co2 Ausstoss erzeugt. Die Idee, mittels ökologischen Konsums, etwa durch ein Solardach samt Tesla, Ferienflüge mit Co2 Ablasszertifikat etc. die Klimakrise zu überwinden, stellt eine bequeme Illusion dar. So kaschiert man die Probleme nur. Doch Tatsache ist, es gibt kein grünes Leben im Falschen.

    1
  • am 23.06.2021 um 23:24 Uhr
    Permalink

    Ich grüsse Sie, Herr Goldinger- und ergänze:

    Das Problem der PS-Boliden könnte
    über Verbrauchs-Steuern,
    welche in den Unwelt-Schutz fliessen sollten,
    sehr sinnvoll abgefedert werden. –

    Indem man -pro «echtem» Sitzplatz -beisielsweise
    bis 4 Sitze etwa 25 kW «frei hat»
    und für jeden Sitzplatz über 4 noch etwa 10 kW,
    ((ein 4-Sitzer hätte dann 100 kW «frei»,
    ein 8-Sitzer bis 140 kW)).

    Diese Motorisierung reichte absolut zum «gut vorankommen»,
    bis zu etwa 180 km/h Spitzen-Geschwindigkeit.

    Wem eine solche Grössenordnung an Auto-Power
    aber noch nicht nicht ausreicht,
    wer «so richtig Stoff geben will»,

    der sollte auch bereit sein,
    beim Kaufpreis
    und der Kfz-Steuer
    einen deutlichen «Turbo-Bonus» oben drauf zu geben !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    0
  • am 24.06.2021 um 00:14 Uhr
    Permalink

    Hätte sich die e-Auto-Industrie wenigstens auf einen Batterie-Standard geeinigt … Man könnte an der «Tanke» vorfahren, den/die Akku/s innert Sekunden wechseln und weiterfahren. Das würde ja auch modular (z.B. mit 25 kWh-Standard-Akkumodulen) funktionieren. Man stelle sich vor: Wenn wir für jede Taschenlampe herstellerspezifische Batterien benötigten, würden wir garantiert lieber mit Kerzen hantieren. Daher wird es bei den Fossilen bleiben. Auf lange, lange Zeit.

    0
  • am 24.06.2021 um 12:11 Uhr
    Permalink

    @ Patrick Jud: das mit dem falsch abgestimmt habe ironisch gemeint.
    Wenn es einen wissenschaftlichen These gibt, die bis heute nicht falsifiziert wurde, dann diejenige, das die Weltuntergangspropheten immer falsch liegen.
    Autoverkehr braucht viel Platz, macht Lärm und stinkt. Es gibt so viele naheliegende Argumente, für mehr Umweltschutz; oder wie ich es nennen würde, für einfache Kreisläufe, für eine Wiedereingliederung des Menschen in die Kreisläufe der Tier- und Pflanzenwelt.
    Aber haltet mir die Weltungergangspropheten vom Leib. Sie glauben nicht an Gott und halten sich dafür oft selber für einen. Und wenn die Klimakataströphler wirklich selber glauben würden, was sie da gebetsmühlenartig verkünden, dann würden sie sich im Angesicht des nahenden Todes ganz anders verhalten, als sie es jetzt tun. Man würde vergeben, lieben, feiern, ganz einfach den letzten Tanz so intensiv wie möglich tanzen; nicht wahr?

    0
  • am 24.06.2021 um 19:03 Uhr
    Permalink

    Dass das CO2-Gesetz versenkt wurde, ist auch der zunehmenden Skepsis zu verdanken, dass die «Therapie» schädlicher sein könnte als die zu heilende «Krankheit».
    Es ist keine gute Idee durch Gesetze und Subventionen von dem aktuellen Raubbau auf einen neuen Raubbau zu lenken. Raubbau an sich ist nicht nachhaltig.
    Wir brauchen eine schlaue Bescheidenheit, die uns und den Nachfahren Lebensqualität oder zumindest die Lebensgrundlagen erhält. Ohne Einschränkung und Anpassung an die Natur wird das nicht gehen.
    Wir könnten auf so manches Kriegsgerät verzichten, wenn der Globus tatsächlich unbewohnbar würde, dann nützten weder akkubetriebene Panzer noch kerosingetriebene Bomber irgend etwas. Wir müssten dringend, klar und deutlich von jeglicher Kriegsrethorik Abschied nehmen, Regierungen und Organisationen, welche globale Probleme wie globale Lösungen «pandemisch-panisch» proklamieren, sollten in der Lage sein, die Gleichgewichte der Schrecken synaptisch herunter zu regulieren! Die Resourcen zur Abrüstung und zur Entsorgung des Gefahrenguts verwenden! Globale Vorschriften für einen unnützen Maskenzwang geht, dann müsste doch ein globaler Abrüstungszwang auch durchsetzbar sein.
    Wer rechnet, der weiss, dass unsere Welt-Probleme nicht durch Elektrifizierung des Mobilitätswahns gelöst werden können!
    1998 hatte AUDI einen Wagen mit 1,76 Dieselverbrauch auf 100km vorgestellt, WER hat diese Entwicklung gestoppt?
    https://www.youtube.com/watch?v=35DFY

    0
  • am 25.06.2021 um 07:26 Uhr
    Permalink

    Zum global wichtigen Thema Individual-Verkehr nochmals nachgedacht:

    Mit dem Zweisitzer-Sattel-Auflege-PkW, wie «hier» von mir bereits vorher dargestellt, könnte eine «neue Volkswagen-Ära beginnen,

    denn diese Art Auto-Mobil erföffnet eine derart grosse Vielfalt an Variationen, dass weltweit interessant,
    denn es vereint in sich:
    Kleinst-mögliche bewegte Masse pro Person
    Kleinst-möglich belegte Verkehrsfläche / Person
    Saubere Verbrenner Motoren mit dauernd bestem Wirkungsgrad ab ca 5 kW bis ca 50kW.
    Kleiner Basis-Akku + varible Zusatz-Akkus und E-Motoren in den Aufliegern.
    Breite Anwendung von Mini- KurzStrecken-Flitzer bis Wohnmobil und Langstrecken-Transporter.
    Preiswerte Herstellung mit standardisierten Antriebs-Elementen – UND beliebig luxuriösen Ausstattungen – sehr variabel wählbar.

    Also ein Denk-Ansatz, der zu unzählig vielen Varianten führt
    die gut bezüglich Kosten UND Umwelt sind,
    weil viele der Bauteile «standardisiert und optimiert» sind,.
    In allen Ländern der Erde an die örtlichen Voraussetzungen anpassbar.

    Ich meine, DAS könnte eine optimale Weiter-Entwicklung
    «der Ära von Volkswagen und Smart» sein,
    dabei sowohl Verkehrsprobleme, Kosten, Umwelt-Belastung mindernd –
    als auch persönliche Mobilität optimal fördernd ?!

    Mit-Denker und Machen-Woller sind herzlichst willkommen !

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    0
  • am 25.06.2021 um 09:45 Uhr
    Permalink

    Sie haben ja so recht, Herr Lachenmeier, hoffentlich erhalten Sie auch bald Recht von der bisher passiven, nur auf den scheinbaren eigenen Vorteil bedachten Mehrheit, wenigstens in unserem Land!

    0
  • am 25.06.2021 um 11:28 Uhr
    Permalink

    Zur Umwelt-Freundlichkeit von E-Autos:

    E-Auto sind in der Herstellung deutlich teurer –
    UND (weil der Kaufpreis etwa = dem Umwelt-Verbrauch)
    zum Start erst einmal deutlich «schmutziger als «ein Benziner».

    Zur Zeit geht man davon aus, dass E unterm Strich ab etwa 150 000 km
    Umwelt- «freundlicher» zu werden

    Etwa 65 % der deutschen Autofahrer fuhren 2020 im Durchschnitt nur etwa 10 000 jährlich. Deren Auto würde also (150 000 km gesamt : 10 000 km jährlich) erst ab dem 15. «Fahr-Jahr» unterm Strich umwelt-freundlicher werden.

    Wenn das «Schätzchen» die 15 Jahre überhaupt erst mal ohne ernsthafte Reparaturen überlebt – und nicht längst so verschlissen oder verrostet war, dass längst verschrottet.

    Die meisten der derzeit verkauften Elektro-Engelchen werden also den Himmel der Umwelt – Freundlichkeit kaum erreichen.

    Man vergisst wohl «oben» seit Beginn der E-Mobilität über so etwas wie normale Nutzungs-Dauer überhaupt mal nachzudenken – und singt uns nur ?Gedanken-los? , aber in höchsten Tönenwas was von der oh, so fröhlichen, neuen, E-Auto-Technik vor ?!

    Methanol-betriebene Verbrenner könnte es längst geben. DIE sind vom ersten Tag an umweltfreundlich !

    Wer findet den oder die Denk-Fehler –
    entweder meinerseits –
    oder seitens der E-Auto-Fans ?

    In China hat man mittlerweile mindest eine E-Auto-Produktion,
    die der ehemaligen BMW-Elektro-Spezialisten,
    (?grundlos?) wieder stillgelegt.

    Wolf Gerlach, Ingenieur

    1
  • am 2.07.2021 um 11:48 Uhr
    Permalink

    Ein gewisses Befremden kann ich bei der Lektüre der Kommentare nicht vermeiden.
    Herrn Gerlach möchte ich empfehlen, sich doch einmal mit dem Stand der Technik zu beschäftigen. Der Hybrid und andere Konstruktionsideen, die er sich wünscht, fahren bereits auf den Strassen.
    Die Sicherheitsrisiken des freihändigen Hantierens mit Hochvoltakkus, das ihm (auch Herrn Aerne) vorschwebt, sind ihm offensichtlich auch nicht geläufig. Auch scheint ihm der Zusammenhang zwischen Arbeit und Leistung nicht so ganz geläufig zu sein. Und letztlich und offensichtlich ist ihm die Knappheit und die bescheidene Effizienz seiner «freundlichen» Kraftstoffe nicht geläufig.
    Was die Umweltwirkungen des Lithium-Bergbaus betrifft: Es ist wie immer (von der Nukleartechnologie abgesehen) eine Frage des Aufwands, ob dieser sauber oder dreckig sein wird. Auch beim Kobalt-Bergbau ist es kein Naturgesetz, dass dieser menschenverachtend sein muss… Letztlich ist es die geradezu ultimative Herausforderung an die Menschheit, das dreckige Geschäft der Ausbeutung sowohl menschlicher als auch natürlicher Ressourcen zu beenden.
    Wobei der Schweizer «Souverän» in kurzer Folge zweimal entschieden hat, sich dieser Verantwortung zu verweigern….
    Verwunderlich ist auch das Schwadronieren des Herrn Fischer über die «Weltuntergangspropheten». Er sollte bei seinem nächsten Ausflug in den neu braunen – von toten Bäumen – Schwarzwald die Augen aufmachen.
    Die Katastrophe ist schon da, muss nicht erst noch kommen.

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