Nach Angriff Öllager Odessa.Euronews

Nach einem Angriff auf ein Öllager in Odessa Anfang April © Euronews

Krieg in der Ukraine schädigt die Umwelt nachhaltig

Susanne Aigner /  Sprengungen und Raketen verschmutzen Böden, Wasser und Luft und befeuern den Klimawandel. All das schädigt gewaltig die Umwelt.

Odessa, 3. April: Über der ukrainischen Hafenstadt wabern gewaltige schwarze Rauchwolken. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, trafen in den frühen Morgenstunden mehrere Raketen Treibstofflager. Weithin waren Explosionen zu hören.

Perm, 1. Mai: Nahe dem Ural kam es in einer russischen Munitions- und Schiesspulverfabrik zu einer massiven Explosion. Über brennenden Gebäude stiegen riesige schwarze Qualmwolken in den Himmel. Bereits wenige Tage vorher war in einem der Öldepots im russischen Brjansk, rund 100 Meilen von der ukrainischen Grenze entfernt, ein Feuer ausgebrochen. Auch hier zeigen Bilder rund 100 Meter hohe schwarze Rauchsäulen.

Mariupol, Anfang April: Riesige schwarze Rauchschwaden sind über einem Industriegelände zu sehen. Einschläge durch Raketen und Luftabwehrraketen erhöhten die ohnehin starke Luftverschmutzung in der Hafenstadt um ein Vielfaches.

Mariupol, 3. Mai: Das belagerte Stahlwerk Asowstal wird von der russischen Armee mit Artillerie, Flugzeugen und Raketen beschossen.

Anfang Mai waren gleich mehrere Städte unter Beschuss, unter anderem Lwiw im Westen des Landes. Drei Umspannwerke sollen hier beschädig worden sein.

In der ostukrainischen Region Luhansk wurden durch Angriffe zwölf Wohnhäuser, ein Umspannwerk und ein Komplex kommerzieller Gebäude in mehreren Städten entlang der befestigen ukrainischen Frontlinie beschädigt.

Angriffe auf Städte und Fabriken emittieren Feinstaub und giftige Dämpfe

Ob Angriffe auf Stahlwerke, Munitionsdepots oder Treibstofflager: Stets lodern hohe Flammen aus Raketen oder beschossenen Gebäuden und Objekten, verbunden mit gigantischen wehenden Qualmwolken.

Nicht zu unterschätzen sei die Gefahr durch Ammoniumnitrat, das in Odessa eingelagert ist, schrieb die «TAZ» am 20.3.2022. Vor dem Krieg produzierte das Unternehmen Odessa Port Plant hier Düngemittel und Chemikalien für die Lebensmittelindustrie. Im Falle eines Angriffs könnten herumfliegende Schrapnellen Granaten oder Raketen eine ähnliche Explosion auslösen.

Über Zerstörungenen und Opfer wird durch die Medien hinreichend berichtet. Was aber ist mit Verschmutzung der Luft, von Wasser und Böden? Wie sehr Mensch und Natur darunter leiden, findet selten Erwähnung, obwohl gerade für die Umwelt immense Schäden entstehen, und das in mehrfacher Hinsicht:

  • Giftige Gase und Russpartikel belasten die Atemluft und verschmutzen das Trinkwasser: Mit dem Beschuss von Städten steigen die Feinstaubbelastungen. Anwohner atmen die Dämpfe vieler Baustoffe und Chemikalien wie Beton und Asbest in hoher Konzentration noch im Umkreis von Kilometern ein. Wo Fabriken beschossen werden, mischen sich giftige Schwermetalle mit Staub und Russ. Wer die Angriffe überlebt, muss die giftigen Gase mit der Luft einatmen. Die Partikel reichern sich in der Lunge an. Infolge dessen wird das Immunsystem geschwächt, so dass sich Infektionskrankheiten besser ausbreiten können. Überdies können die Mikropartikel Lungenkrebs verursachen und die Lebenserwartung um Jahre verkürzen.
  • Neben brennenden Objekten emittieren auch Panzer und Raketen beim Abschuss Kohlendioxid. Alle Emissionen zusammen genommen addieren sich zu Hunderten Tonnen Treibhausgasen, die den Klimawandel weiter anheizen.
  • Moderne Waffen verursachen nicht nur gigantische Explosionen, sie enthalten auch eine Vielzahl von Chemikalien. Die Aerosole werden vom Wind Hunderte Kilometer weitergetragen und von Menschen in der weiteren Umgebung eingeatmet.
  • Vermintes Gelände: Tausende nicht explodierte Granaten, Munition und Landminen sind eine potenzielle Gefahr für Wildtiere, Pflanzen und Böden. Werden Soldaten, die sich in Wäldern verstecken, Opfer von Artillerie und Luftschlägen, hat dies auch schlimme Folgen für Flora und Fauna. Ein Beispiel sind die Wälder an der belarussischen-ukrainischen Grenze, wo das russische Militär Minen und Sprengstoff einlagerte.
  • Durch den Beschuss auf Kernkraftwerke besteht die Gefahr radioaktiver Verstrahlung grosser Regionen über Ländergrenzen hinweg.

Ökozid: Angriff auf Kernkraftwerke

Der zuletzt genannte Punkt birgt besonders grosse Gefahren: So bezeichnet die britische Organisation Conflict and Environment Observatory (CEOBS) die kurzzeitige russische Besetzung des Standorts Tschernobyl als zunehmend gefährlich. Als Anfang März russische Truppen das Atomkraftwerkin Saporischschja beschossen, sei das Risiko einer nuklearen Katastrophe so real wie nie gewesen. Zum Glück konnte das Feuer, das auf dem Gelände ausbrach, gelöscht werden. Wäre stattdessen durch die schützende Hülle ein Atomreaktor getroffen worden, wären gigantische Mengen an Radioaktivität ausgetreten. Nicht ohne Grund wurde die Besetzung des Kernkraftwerks von der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft als terroristischer Akt eingestuft – ähnlich wie der Beschuss des Nationalen Wissenschaftlichen Zentrums für Physik und Technik in Charkiv, wo nukleare Elemente als Teil eines Forschungskernkraftwerks eingelagert sind.

Auch die Besetzung von Tschernobyl war nicht ungefährlich. Denn als russische Soldaten mit ihren Panzern durch den Wald fuhren, wirbelten sie nicht nur radioaktiven Staub auf, sie schädigten sich auch selbst, indem sie wochenlang in verstrahlten Wäldern kampierten. Die Arbeiter am Kraftwerk leisteten keinen Widerstand, denn wäre dabei der Sarkophag, unter dem sich der explodierte Reaktor mitsamt radioaktivem Müll befindet, beschädigt worden, wäre bei Schäden an der Schutzhülle Radioaktivität in die Umwelt gelangt – mit weitreichenden Folgen.

Daneben gibt es noch andere Arten radioaktiver Verseuchungen, eine geht auf den Krieg im Donbass zurück: Seit Kriegsbeginn 2014 wurden dort die alten Kohleschächte nicht mehr ordnungsgemäss ausgepumpt und gewartet. Infolge dessen wurden rund 200 Minen überflutet, die teilweise mit nuklearen Sprengungen gegraben wurden, so dass sich Chemikalien wie Quecksilber und Arsen im Grundwasser ausbreiteten. Wie Messungen des ukrainischen Umweltministeriums bereits 2016 ergaben, lagen in der gesamten Region die Strahlungswerte in den Brunnen um ein Zehnfaches über dem Grenzwert.

Hoffnung auf Wiedergutmachung

Neben Russland ist die Ukraine eine von wenigen Staaten, die den «Ökozid» durch nationale Gesetzgebung unter Strafe stellen. Definiert wird dieser laut Artikel 441 des Strafgesetzbuches als «Massenvernichtung von Flora und Fauna, Vergiftung von Luft- oder Wasserressourcen sowie alle anderen Handlungen, die eine Umweltkatastrophe verursachen können». Käme es jemals zu einer innerstaatlichen Strafverfolgung, könnte dieser Artikel auf besonders zerstörerische Aktivitäten des Militärs angewendet werden.

Militärische Angriffe und deren Auswirkungen auf die Umwelt in der Ukraine wurden vielfach dokumentiert – zum Beispiel durch Eoghan Darbyshire vom Environment Observatory (CEOBS). Die Liste der gefährlichen Umweltverschmutzungen ist lang, sagt der Umweltwissenschaftler. Allerdings zeige sie nur die Spitze des Eisbergs.

Auf längere Sicht könnte die Einbeziehung von Umweltschäden in künftige Strafverfolgungsmassnahmen die Tür zur Hilfe und Wiedergutmachung für Opfer in der Ukraine öffnen, schreibt Rachel Killean in ihrer Analyse für CEOBS. Werden die Täter identifiziert, könnten diese im optimistischsten Fall zu entsprechenden Entschädigungen verurteilt werden, zum Beispiel, indem sie sich an Umweltsanierungsprojekten beteiligen.

Wann und wie auch immer der Krieg in der Ukraine enden wird – er hinterlässt eine für Jahrzehnte zerstörte Umwelt, mit der heutige und kommende Generationen leben müssen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

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14 Meinungen

  • am 13.05.2022 um 11:37 Uhr
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    Ich möchte noch auf einen anderen Aspekt hinweisen. Durch die Sanktionen der EU-/Nato-Staaten wird Russland auf viele Jahre von fortschrittlichen Technologien gerade auch im Umweltbereich ausgeschlossen. Das wird dazu führen, dass Russland bei der Energieerzeugung weiter auf fossile Rohstoffe und hier besonders auf die Kohle setzen wird, die ohne entsprechende moderne Filtertechnik ein wesentlicher «Umweltschädling» ist. Auch stellt sich die Frage, wie man die globalen Klimaziele in Zukunft ohne Russland erreichen wird, das immerhin ein Neuntel der gesamten Landmasse der Erde umfasst. Man hat ja Russland aus allen diplomatischen Kanälen ausgeschlossen, quasi zur Persona non grata erklärt. Nur ohne Russland wird es nichts mit den Klimazielen. Ich denke da nur an den tauenden Permafrostboden in Sibirien, der Unmengen an Methan freisetzt, ein Klimaschädling ungleich verheerender als CO². Die Sanktionen werden wir alle teuer bezahlen.

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    • am 13.05.2022 um 12:25 Uhr
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      Ergänzung zum Kommentar von Ralph-Peter Marr.
      Ihre Feststellung zum CO2-Beitrag von Russland ist richtig. Viel weiter vorne in der Rangfolge der grössten CO2-Emittenten liegen aber China und Indien. Diese zwei Länder beteiligen sich, wie wir seit Glasgow wissen, auch nicht an der Bekämpfung des Klimawandels. Es ist schon erstaunlich wie viele westliche Länder glauben, bei einem Bevölkerungsanteil von etwas mehr als einer Milliarde Menschen, das Klima im Alleingang retten zu können. Das wird leider nicht funktionieren.

      2
    • am 13.05.2022 um 17:56 Uhr
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      Nein, wird es nicht. Dass China und Indien nichts tun, glaube ich nicht. Ich habe Bilder von Aufforstungen in China gesehen … neue Bäume bis zum Horizont. Bei der Höhe der Bäume mussten sie schon vor 10 oder 20 Jahren gepflanzt worden sein. Dann ist da auch noch die EinKind-Politik, die geht auch regelmässig vergessen.

      0
    • am 14.05.2022 um 21:14 Uhr
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      China macht noch viel mehr, die investitionen in solartechnologie, produktion und ausbau sind riesig. Genauso die investitionen in den elektrifizierten bahnverkehr, nukleartechnologie und kraftwerke.

      Also chinas führung ignoriert den klimawandel überhaupt nicht. Nur klar, der ausbau des landes, strassen und gebäude wurde nicht gestopt. Wurde es aber auch sonst nirgends

      Aber indien mit seinen innenpolitischen problemen…. Ich bin mir sicher dass einige verschiedene indische staaten einiges tun, aber national bin ich pessimistisch für zumindest die nächsten 10 jahre. Lese aber auch nicht viel zu indien.

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    • am 15.05.2022 um 19:33 Uhr
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      Ich fürchte, Sie unterschätzen die Fähigkeiten russischer Wissenschaftler (von einer Kooperation mit den Chinesen gar nicht zu reden) gewaltig! Abgesehen davon, dass es für RU keine Veranlassung gibt, sich an westliche Patente zu halten, wenn es ohnehin von diesem Teil-Weltmarkt abgeschnitten bleibt … ich habe in den 1980ern persönlich im Physikstudium erlebt, auf WELCHEM Niveau russische bzw. damals sowjetische Wissenschaftler forschten und junge gefördert wurden. Es gibt keinen Grund zu glauben, die Russen wären unter Jelzin nicht nur alle verarmt (bis auf die «Oligarchen» = Mafiosi), sondern auch verdummt. Und Begabtenförderung gehört dort schon immer zur Bildungspolitik. In den USA ist das ja eher einfache Abwerbung aus der ganzen Welt…

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    • am 15.05.2022 um 22:21 Uhr
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      Nein, ich unterschätze nicht die Fähigkeiten der russischen Wissenschaftler und der Forschung in Russland im Allgemeinen. Ich habe in den 80iger Jahren 4 Jahre in der Nähe von Moskau studiert und kenne es aus eigenem Erleben. Nicht desto trotz würde eine gedeihliche Zusammenarbeit ALLER Wissenschaftler gerade auf dem Gebiet des Klimaschutzes deutlich mehr bewirken, als wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Eine Ausgrenzung des flächenmäßig größten Landes kann da der Sache nicht dienlich sein.

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    • am 15.05.2022 um 19:35 Uhr
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      PS: Übrigens ist RU einer der ganz wenigen Staaten weltweit, der jetzt schon «klimaneutral» ist – einfach, weil die Wälder als CO2-Senken mit in die Bilanz eingerechnet werden. Darauf hatte gerade der Westen damals bestanden. Und wer hätte mehr Wald als RU? Natürlich ist das kein Grund sich auszuruhen, aber das wissenschaftliche Potential ist mit Sicherheit vorhanden.

      0
  • am 13.05.2022 um 16:01 Uhr
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    Es gab sicher keinen Vorsatz der russischen Armee, ukr. AKW zu beschädigen bzw. per Beschuss außer Funktion zu setzen. Dazu wären aus sicherer Entfernung abgefeuerte Präzisionswaffen geeigneter als ein direkter naher Beschuss wie in Saporoschje. Man muss bei allen Gräueln, die derzeit in der Ukr. passieren, festhalten, dass die Stromversorgung weiterhin aufrecht ist, kein AKW wurde stillgelegt, kein Staudamm zerstört, Handynetze funktionieren, Überlandleitungen und Umspannwerke, Wasserversorgung und Klärwerke sind größtenteils intakt – davon ausgenommen sind direkt umkämpfte Städte.
    Die Umweltschäden werden sich auf einem der US-Invasion im Irak und Afghanistan vergleichbaren Niveau bewegen; giftige Hinterlassenschaften aus Treib- und Betriebsstoffen, im Erdreich versickerte und nur schwer zu entfernende Rückstände, nicht sachgemäß gelagerte Munition, Öllachen im Schwarzen Meer. Feinstaub aus Explosionen. Eine endlose Liste.

    1
    • am 15.05.2022 um 19:38 Uhr
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      Im Gegenteil bin ich überzeugt, dass gerade Tschernobyl besetzt wurde, um eine Verwendung als «schmutzige Bombe» zu verhindern: 1986 kam der meiste Fallout zuerst in Weißrussland und Russland herunter. Nur weil in den höheren Luftschichten einen Strömung nach Westen vorherrscht, kam auch in Deutschland soviel an, dass bayerische Pilze, Wildschweine und Blaubeeren aus dem Wald immer noch im Grunde Sondermüll sind. Und der Reaktor ist damals unter Einsatz von über 5000 Menschenleben notdürftig zugeschüttet worden. WAS wäre wohl passiert, wenn ein paar irre Russenhasser in mehreren Reaktoren solche Unfälle herbeiführen würden? Dann wäre allein nach den 4 Reaktoren von Tschernobyl Mitteleuropa vermutlich unbewohnbar!

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  • am 14.05.2022 um 14:25 Uhr
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    Der Artikel wie auch ein Teil der bisherigen Kommentare lassen erkennen, wie es tatsächlich um den Stellenwert des Lebens auf der Erde (einschließlich unserer eigenen Lebensgrundlagen), der Reduzierung des enormen anthropogenen Beitrags zum Klimawandel und letztlich auch der Menschlichkeit bei unseren Regierenden steht.

    Obwohl seit langem bekannt ist, wie hoch selbst in «Friedenszeiten» der Beitrag des Militärs an der weiteren Erderhitzung (und anderen Schäden) ist, von Kriegszeiten oder Menschlichkeit im Krieg gar nicht erst zu sprechen, fließen (sogar mit «grüner» Regierungsbeteiligung in D an maßgeblichen Stellen!) gerade auch im Westen unvorstellbare Summen in weitere Hochrüstung und, verschärft noch durch Sanktionen, zunehmend weitere Waffen und unvorstellbare Geldsummen direkt in den Krieg, der dadurch enorm verlängert und immer brutaler, leidvoller und folgenreicher wird.

    Alles wird einem (erhofften) militärischen «Sieg» untergeordnet. Was wird dabei tatsächlich gewonnen?

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  • am 14.05.2022 um 20:57 Uhr
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    Der Mensch eliminiert sich und seine Lebensgrundlage sowieso. Wie ein Heuschreckenschwarm der von Feld zu Feld zieht und am Ende verhungert. Ob wir in 50 Jahren oder in 200 verenden, wegen Umweltvergiftung, friedlichen Nuklearkatastrophen oder Kriege oder alles zusammen spielt nun wirklich keine grosse Rolle.

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  • am 14.05.2022 um 21:22 Uhr
    Permalink

    Ohne benennung und beachtung der umwelt zerstörungen und belastungen der vielen USA und NATO kriegen kommt mir der artikel einfach zu einseitig vor, also einfach eine weitere ebene wo der krieg der öffentlichen meinung geführt wird. So wie mit den welthunger anschuldigungen gegen russland.

    Viele der argumente stimmem zwar schon, aber die einseitigkeit der anschuldigungen gehen von sachlicher betrachtung weg. (Das kann man sicher besser formulieren, finde die richtigen worte nicht)

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    • am 15.05.2022 um 19:42 Uhr
      Permalink

      Ich möchte nur darauf hinweisen, dass das «Agent Orange» in Vietnam noch auf Jahrhunderte (!!) dort zu genetischen Schäden und der Geburt verkrüppelter Kinder führen wird – vom massenhaften Krebs ganz zu schweigen, der die «gesunde» Bevölkerung weiter plagen wird.
      Im Irak und Jugoslawien haben die USA und ihre Verbündeten bekanntlich Uran-Munition eingesetzt, die beim Aufprall i.d.R. zu feinstem Staub zerbröselt und sich in der Umgebung verteilt. Eigentlich müssten auf riesige Ländereien dort 1-2 m Boden abgetragen und (wie in Fukushima) als atomarer Sondermüll entsorgt werden. Statt dessen droht den Bewohnern dieser Gegenden dasselbe Schicksal wie denen Vietnams. RU hat sicherlich auch genug Atommüll, den es entsorgen möchte – dass es dies nicht auf die Art der Nato getan hat, sollte einigen zu denken geben, die Putin der Propaganda folgend für den Leibhaftigen halten.

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  • am 15.05.2022 um 10:29 Uhr
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    Ja – richtig, alle Kriege schaden der Umwelt.
    Die Lösung:
    – Keine Waffen mehr liefern an alle Kriegsparteien, der Verzicht auf den Gewinn wird durch weniger Kosten für Aufwendungen bei Hilfe für die Geschädigten ausgeglichen. Alle Kosten bitte einberechnen.
    – Die Urkraine wie – 1815 durch den Wiener Kongress geschehen mit der Schweiz – Zwangsneutralisieren. Der Schweiz hat dieser Zwang gut getan.
    – Ernsthafte Friedensbemühungen, in Jemen, Irak, Syrien etc.. Dafür alte Medien-Hasen o.ä. und feinfühlige Frauen engagieren, denn Politiker/innen eignen sich schlecht – da meist weniger der Sache als sich selbst verpflichtet.
    – Keine Sanktionen – dies im Sinne eines Friedensangebotes an Russland – die anderen Kriegsführenden weltweit werden auch nicht sanktioniert.
    – Empathie-Kurse und Nachhilfe in Geschichte für alle «Jungpolitiker/innnen» sowie die Alten, welche noch nicht begriffen haben, was an Zerstörung und Leid «geschieht».

    Sehe das als einen Hofnarren-Beitrag.

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