Medialer Overkill

Christian Müller © aw

Christian Müller /  Immer mehr Leute steigen aus dem medialen Overkill aus, sagt der Zukunftsforscher Matthias Horx.

»Bin ich ein einsamer Medienverweigerer, ein Kauz? Keineswegs. In diesem Sommer hat sich eine regelrechte Epidemie entwickelt. Freunde, Bekannte, Unbekannte legten plötzlich in einer stummen, synchronen Entschlossenheit ihre Smartphones beiseite, entsorgen Fernbedienungen in Schubladen, verabschiedeten sich von Facebook, stornierten Twitter. Verabschiedeten sich vom unendlichen Strom der Bilder, Filme, Ängste, Aufregungen, Befürchtungen, noch mehr Befürchtungen, Wir sind Erregungs-Junkies geworden. des Horrors, Terrors, Schreckens und der Angst. Aber auch vom unendlichen Klingeln, Anfragen, Gestörtwerden, Beantworten-Müssen, Erreichbar-Sein.»

In Deutschland ist er bekannt und ein gern gesehener Referent an Tagungen und Kongressen: Matthias Horx. Jetzt hat er sich détail- und beispielreich zum heutigen medialen Overkill geäussert – was man sich für einmal ohne Kongress-Eintritt zu Gemüte führen kann.

Für all jene, die sich die Frage schon einmal gestellt haben, ob sie ihren Medien-Konsum nicht vielleicht doch etwas reduzieren sollten – aber auf diese Frage noch keine Antwort gefunden haben.

Hier «Der grosse Medien-Exodus» in ungekürzter Form.

Oder eben das Buch von Michael Angele lesen, siehe Jürg Müller-Muralts Rezension auf Infosperber.


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Eine Meinung zu

  • am 3.10.2016 um 11:37 Uhr
    Permalink

    Die ältere christliche Ethik nannte das Erpichtsein auf immer die neuesten Neuigkeiten die «curiositas» und führte diese Eigenschaft unter den Lastern. Was Christian Müller hier beschreibt, mit Rückbezug auf Matthias Horx, scheint mit diesem uralten Traditionsanschluss in Verbindung zu stehen, zumal es immer auch um eine Form des Moralismus geht.

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