Ausgang Testen Impfkampagne.BAG

...dann lieber eine Impfung. Das Bundesamt für Gesundheitswesen spricht die Jungen an. © BAG

Nationale Impfwoche: Finanzieller Anreiz für Ärzte

Urs P. Gasche /  Für jede Corona-Impfung erhalten Ärztinnen und Ärzte ab dieser Woche neben der normalen Bezahlung einen «Motivationsbeitrag».

Die «Aktion» dauert nicht nur im Kanton Zug sogar bis zum 3. Dezember. Das geht aus einem Schreiben des Zuger Kantonsarztes Rudolf Hauri an die Ärzteschaft des Kantons Zug hervor:

  • Ärztinnen und Ärzte können eine Impfung zum üblichen Tarmed-Tarif abrechnen. Zusätzlich erhalten sie aber «für jeden vereinbarten Impftermin oder für jede in einer Arztpraxis durchgeführte Impfung Fr. 50.- als Motivationsbeitrag vergütet».
  • Wenn Praxisassistentinnen die Praxis-Kundschaft telefonisch fragen, ob sie geimpft sind, und Ungeimpfte dann beraten, erhalten die Praxen pro «Beratungstelefon» 3 Franken vergütet.

Über die geführten Beratungsgespräche sowie über die vermittelten oder ausgeführten Impfungen müssen die Praxen lediglich eine «Strichliste» führen, die sie nach Ende der Aktion der kantonalen Gesundheitsdirektion zustellen können: «Der Kanton stellt danach die entsprechende Rückforderung an den Bund.» Die «Aktion» ist der Teil der 100-Millionen-Franken-Impfkampagne.

Viele Ärztinnen und Ärzte beteuern, dass ein finanzieller Vorteil sie nicht davon abhält, ihre Patientinnen und Patienten neutral und verständlich über Vor- und Nachteile von Behandlungen zu informieren.


Unterschiedliche Reaktionen

Zu diesen «Motivationsbeiträgen» für Ärztinnen und Ärzte bat Infosperber einige Persönlichkeiten um eine Stellungnahme.


Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle, Leiterin der «Stiftung Dialog Ethik»:

«Diese Aktion, das Verhalten von Ärztinnen und Ärzte über finanzielle Anreize steuern zu wollen, untergräbt das Vertrauen in einen ganzen Berufsstand. Denn sie widerspricht dem ärztlichen Berufsethos, bei dem in einer modernen Gesellschaft die Patientenautonomie zuoberst steht.  Die Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass sie ihre Ärztin oder ihr Arzt nach bestem Wissen und Gewissen aufklärt, sodass sie sich informiert für oder gegen eine medizinische Massnahme, also auch die Covidimpfung, entscheiden können. Warum braucht es überhaupt einen finanziellen Anreiz? Warum muss man die Ärzteschaft finanziell motivieren? Wer, wenn nicht sie, müsste von der Impfung überzeugt sein? Untergräbt diese Aktion nicht sogar das Vertrauen in die Impfung?»

Professor Markus Zimmermann, katholischer Ethiker Universität Freiburg:

«Meines Erachtens handelt es sich bei diesem Entscheid um eine legitime Form von ‹nudging›. Ethisch bzw. auch politisch legitim, weil die Regierung erstens von der Effizienz und der enormen gesellschaftichen Bedeutung der Covid-Impfung überzeugt ist und weiss, dass die Ärzteschaft hier eine besondere Vermittlungsrolle übernimmt. Und zweitens, weil die Vergütung der Ärztinnen und Ärzte grundsätzlich über therapeutische Aktivitäten berechnet wird, so dass die hier besprochene Massnahme grundsätzlich genauso funktioniert wie die gesamte Vergütung: je mehr Ärzte tun, desto mehr verdienen sie. Ob das grundsätzlich richtig ist oder ob dadurch die Anreize nicht falsch gesetzt werden, darüber liesse sich auch aus ethischer Sicht streiten. Aber darum geht es in diesem Einzelfall ja nicht … Natürlich sehe ich das Ganze auch so, weil ich selbst von der Bedeutung der Impfung überzeugt bin und nur bedingt Verständnis dafür habe, dass sich rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung nicht impfen lässt.»

SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen, Präsidentin des Dachverbands schweizerischer Patientenstellen:

«Wenn jetzt mit finanziellen Anreizen hier noch einmal Schub gegeben werden soll, ist das für den Impffortschritt sicher sinnvoll. Eine von Anfang an kostendeckende Pauschale sowie Unterstützung in der Logistik, hätten wahrscheinlich früher und nachhaltiger gewirkt.»

Monique Lehky Hagen, Präsidentin der Walliser Ärztegesellschaft:

«Die meisten Ärztinnen und Ärzte haben seit Monaten, meist ohne adequate Vergütung, ihre Patientinnen und Patienten zur Covid-Impfung beraten und motiviert … Aktuell wäre es prioritär, den Fokus auf eine rasche Booster-Impfung der Risikopatienten  zu legen … Entsprechende Impfungen in den Hausarztpraxen zu fördern, wäre zurzeit vielversprechender als eine PR-kampagnenartige zeitlich limitierte Werbeaktion vorzugaukeln.»


Lesen Sie in den nächsten Tagen auf Infosperber:


➜ Können 50 zusätzliche Impfungen tatsächlich die Spitaleinlieferung eines Covid-Patienten verhindern?
Können 150 zusätzliche Impfungen tatsächlich die Einweisung eines Covid-Patienten in eine Intensivstation verhindern?
Diese Zahlen stammen vom Bundesamt für Gesundheit und von Bundesrat Alain Berset. Viel Medien verbreiten sie, ohne sie zu hinterfragen.

➜ Sollen jedoch Medien überhaupt Ungereimtes der Corona-Politik aufdecken, falls dies einige Menschen vom Impfen abhalten könnte? Oder sollten die Medien möglichst alles dazu beitragen, dass die Impfkampagne zu einem Erfolg wird?


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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34 Meinungen

  • am 8.11.2021 um 11:09 Uhr
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    Seit über einem Jahr scheint es unmöglich, mein Vertrauen in die Verantwortlichen der Pandemiepolitik weiter zu schwächen. Aber zu meinem grossen Erstaunen schaffen Bundesrat, BAG, Taskforce und die Meisten die sonst noch irgend etwas zu sagen haben, das schier Unmögliche mühelos.

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  • am 8.11.2021 um 11:43 Uhr
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    Da wird doch einfach wieder eine Mücke zum Elefanten gemacht. Diese Tendenz, überall ein Haar (in diesem Fall ein Härchen) in der Suppe zu finden, geht mir langsam auf den Wecker. Jede Massnahme hat Vor- und Nachteile. Ich glaube, meine Zeit auf Infosperber läuft langsam ab. Ich fühle mich je länger je mehr im falschen Film.

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    • am 8.11.2021 um 21:57 Uhr
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      Immerhin werden differenzierte Meinungen (Mehrzahl!) eingeholt – in welcher anderen Publikation wird das gemacht? Natürlich bin ich auch nicht mit allem bei IS einverstanden und viele Kommentare kann ich überhaupt nicht unterstützen – doch trotzdem (schauen Sie die Kommentare in Tagi, NZZ etc. an) scheint mir diese Form des Austausches wertvoll. Bleiben Sie doch noch und teilen uns Ihre Meinung mit (ich nehme diese ernst) – sei es auch um uns auf Härchen in der Suppe hinzuweisen. Viele Grüsse!

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    • am 9.11.2021 um 11:21 Uhr
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      @Ueli Custer:
      Die Wahrheit hat viele Gesichter.
      Schön, kann ich mir mit Ihren und anderen Beiträgen ein eigenes Bild zu den Themen machen.

      0
  • am 8.11.2021 um 13:06 Uhr
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    Das British Medical Journal (BMJ) enthüllte, dass bei der Pfizer-Zulassungsstudie betrogen wurde.

    Damit ist diese Studie unwissenschaftlich bzw. unbrauchbar und damit fehlt der einzige Beweis für eine Wirkung der Impfung.
    Die Zulassung des Impfstoffs sowie jede weitere Impfkampagne müsste daher sofort sistiert werden bis notwendige neue Studien und die klinische Evidenz für eine Wirkung erbracht sind.
    https://www.mwgfd.de/2021/11/prof-sucharit-bhakdi-zum-bmj-enthuellungsbericht-ueber-us-forschungsfirma/

    3
    • am 8.11.2021 um 15:48 Uhr
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      Es ist richtig, dass etliche Medien über diese Studien-Schlamperei kaum berichteten. Ob es sich um einen Betrug, also um absichtliche Fälschungen handelte, ist jedoch nicht bewiesen. Auch wurden Fehler bei der Auswertung von nur gut 1000 von insgesamt 44’000 Studienteilnehmende aufgedeckt. Diese 1000 Teilnehmenden darf man bei der Gesamtauswertung nicht mehr berücksichtigen.
      Wahrscheinlich verändert dies das Resultat der Pfizer/Biontech-Studie jedoch wenig. Allerdings müsste die FDA jetzt alle Auswertungen neu überprüfen.
      Die Schlussfolgerung von Sucharit Bhakdi, der Impfstoff müsse sofort zurückgezogen werden, wird von den allermeisten Wissenschaftlern nicht geteilt.

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    • am 9.11.2021 um 12:00 Uhr
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      Ich glaube nicht an Zufälle und Schlampereien. Die Pharma verdient genug, um fähige Leute anzustellen, um die Studien auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Wenn die Pharma verdienen kann, lohnt sich das Schummeln und eine allfällige Strafe alleweil. Dasselbe sieht man ja bei den Banken. Dass man jeder Pharmastudie misstrauen muss und dass die Publikation auch in renommierten Fachzeitschriften keine Gewähr für Korrektheit mehr ist, hat sich ja gezeigt.

      0
  • am 8.11.2021 um 13:18 Uhr
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    Nudging, Neudeutsch für Bestechung und Nötigung
    Aber selber schuld, wer einem solchen Arzt vertraut; dieser wird wohl auch allfällige Nebenwirkungen der Spikung verharmlosen.

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    • am 8.11.2021 um 15:02 Uhr
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      Das ist nicht korrekt. «Nudging» bedeutet nur jemanden anstupsen. Das kann irgend ein Vorteil sein, der jemand hat, wenn er sich wie gewünscht verhält.

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    • am 9.11.2021 um 12:27 Uhr
      Permalink

      Ich weiss schon, was nudging bedeutet. Nudging hat für mich eine sehr negativen Beigeschmack. Der Mensch sollte nicht falsche Verhältensweisen ändern, weil er genervt ist, überredet wird und nachgibt, sondern weil er zu neuer Einsicht gekommen ist. Dazu braucht es zugegebenermassen manchmal mehrere Diskussionen. Ein positives Vorbild, welches jeder mündige Mensch bewusst und selbstverantwortlich nachahmen kann, braucht kein Nudging.

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    • am 11.11.2021 um 22:31 Uhr
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      Da Herr Kunz weiss, was «Nudging» ist und sich entschieden gegen solches Tun ausspricht, darf ich davon ausgehen, dass er entschiedener Gegner von Werbung ist. Oder etwa nicht? Wählt er gar Politiker/Parteien, die sich für Werbung aussprechen? Ohne mit der Wimper zu zucken auch jene der Tabakindustrie.
      Welches Ziel verfolgt die Tabakwerbung im Wesentlichen? Doch nicht etwa so was wie «Nudging» – ein «Anstupfen» Raucher zu werden (und dann (noch) mehr zu rauchen)? Das mag Herr Kunz verneinen – doch interne Unterlagen der Tabakunternehmen belegen genau das. Sie feiern ihre diesbezüglichen Erfolge und lassen – mit viel Geld – stets noch raffiniertere Strategien aushecken. Oft billiger ist das «nudgen»/anstupfen von Politiker – mittels ‹zärtlicher› Zuwendungen. Auf dass sie auch sicher wissen, mit welcher Stimmungabgabe im Parlamentsaal sie auch künftig dieser Zuwendungen sicher sein dürfen (und dann bald einmal einen Verwaltungssitz?) …

      Aber wem erzähle ich das alles – Herr Kunz weiss ja bereits bestens Bescheid darüber, was «Nudging» ist.

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    • am 12.11.2021 um 09:10 Uhr
      Permalink

      Ich finde es sehr schade wenn Leser, die hier Ihre Gedanken mitteilen persönlich angegriffen und verspottet werden. Die Motivation scheint mir in diesem Fall nicht Themenbezogen und ist für mich als Aussenstehender auch nicht nachvollziehbar.

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    • am 12.11.2021 um 10:53 Uhr
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      lieber Herr Kühne, Nudging will meines Erachtens nicht das Denken, sondern die Gefühle anregen. Sonst würde man etwas als reminder, als Erinnern deklarieren. Ich unterscheide zwischen Information und Manipulation, welche das Unbewusste statt die Eigenverantwortlichkeit anspricht. Und ich sehe rd wie Sie: Nudging und Werbung gehen zusammen, Werbung wird ja vornehmlich für Unnötiges gemacht, findet aber hauptsächlich auf Kanälen statt, die nicht als Werbung deklariert sind, wie Charlie Chaplin in «Ein König in NewYork» schon dargestellt hat. Die Menschen sollten daher in der Schule und im öffentlich-rechtlichen SRF gelernt haben, Propaganda (für Konsum, gesellschaftliche Themen, Kriege…). Das aber will offenbar niemand: die Masse soll besser nicht merken, wie sie manipuliert wird. Ich bin gegen Zensur, aber für eine Offenlegung der finanziellen Verbindungen der Politiker. PS: Trotz Werbung rauche ich nicht, konsumiere keine Massenmedien, habe kein Auto, kaufe keine Fertigpizzas glaube nicht an die Narrative der meisten Terroranschläge inkl. 9/11, nicht an das böse Russland und China, nicht an die menschenfreundlichen Absichten der USA und ihrer Verbündeten.

      0
    • am 14.11.2021 um 23:29 Uhr
      Permalink

      Herr Kunz, ehrlich gesagt, kann ich bei Ihrem Kommentar nicht ausmachen, was Sie nun genau meinen und vertreten. Das liegt vermutlich schon mal daran, dass Sie der festen Überzeugung sind, Denken und Gefühle seien auseinander zu halten. Zum Beispiel löst Erinnern (reminder), also die Wiederholung einer Botschaft, Gefühle aus, z.B., dass etwas wichtig wäre oder, da wiederholt «erfahren», dass es real/wahr ist. Damit arbeitet – bekannterweise – die Werbung, aber eben auch jeder Lehrer, der (seriöse) Information vermittelt.
      Auch Ihr «PS: Trotz Werbung rauche ich nicht, …» ist hier fehl am Platz. Damit suggerieren Sie respektive Sie «nudgen» den Leser dazu, zu denken/fühlen, dass Werbung nicht die ihr zugeschriebene Wirkung hat, da sich doch ‹offensichtlich› Menschen ihrer entziehen können. Als ob etwas nur manipulativ ist, wenn 100% der Exponierten der Vorgabe folgen. Wer solches suggeriert, dem sollte dann aber – folgerichtig – auch das «Nudging» zur Impfung kein Kopfzerbrechen bereiten, da Sie doch sicher sein können, dass die Mehrheit der «Ge-Nudgten» sich – frei wählend/bestimmend – nicht zu solchem Tun hinreissen lassen …

      Empfehlenswert in diesem Zusammenhang: Audio-Sendung über den selbsternannten Vater des Public Relations (PR), Edward Bernays.
      https://www.ardaudiothek.de/episode/radiowissen/edward-bernays-spindoktor-und-schoepfer-der-pr/bayern-2/78756158

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    • am 15.11.2021 um 09:58 Uhr
      Permalink

      lieber Herr Kühne, Sie haben mich wohl falsch verstanden: ich weiss, dass konstantes Behaupten sogar auf diejenigen wirkt, welche die Manipulation durchschauen. Das hat Prof. Rainer Mausfeld wissenschaftlich untersucht.
      Und ich unterscheide sehr klar zwischen Denken, einer aktiven gewollten Tätigkeit des ICHs und Fühlen, welches als Erscheinung ohne eigenes Zutun auftritt. Ich-haftes menschengemässes Handeln ist nicht triebhaft, sondern das Resultat von Denken, eines Urteils, natürlich unter Einbezug des Fühlens und mit dem Wissen, dass ein Urteil angesichts unseres Unwissens auch falsch sein kann. Die Gesellschaft sollte aber den Einzelnen dabei unterstützen, sich zu entwickeln, bewusster zu werden. Dazu braucht es Information und Vorbilder, nicht Werbung und Nudging. Wenn ein Lehrer den Schüler durch verschiedene Erfahrungen eine Gesetzmässigkeit immer besser erkennen lässt, ist das doch nicht nudging, sondern der wissenschaftliche Erkenntnisweg.

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    • am 15.11.2021 um 22:35 Uhr
      Permalink

      Herr Kunz, Sie haben wohl recht: Es gibt da einige Verständnisproblem – und wir werden sie kaum mit ein paar Kommentaren aus der Welt schaffen können.

      Ein entscheidender Knackpunkt, scheint mir, ist Ihr Glaube («Gefühl»), eine klare Trennlinie zwischen Denken und Fühlen ziehen zu können. Auch wenn Sie sie selbst wieder verwischen («natürlich unter Einbezug des Fühlens»). Wie erfolgt dieser «Einbezug» – da Gefühle dem Denken entzogen, somit unkontrollierbar sind, möglicherweise gefühls-/triebgesteuert?

      Ich meine: Alles (!) was meine Aufmerksamkeit bzw. «Sensoren» erheischen, beeinflusst mich.
      «Beeinflussung» ist – sozusagen – der neutrale (= nicht wertende) – Oberbegriff für Worte wie: Manipulation, Propaganda, Werbung, PR, Nudging, Beratung, (Psycho-)Therapie, (Medien-)Information, Mitteilungen, Erziehung, Lehre, Förderung.
      Bei letzteren mag Ihnen vielleicht der Atem stocken. Und doch, ich denke, sie gehören – wohl oder übel – in die Kategorie der «Beeinflussung».
      Letztlich ist es ein Gefühl, das entscheidet/urteilt/bewertet, ob wir eine uns angediehene «Aufmerksamkeitslenkung» als:
      – eine (perfide) Manipulation
      – oder langersehnte Lehre/Erleuchtung bzw. ein Erkenntnisgewinn
      erachten.
      Was ist z.B. – gemäss obigem – eine «Bibel-/Koran-Lehrstunde»? Sie finden Schüler, die solches als den grössten Erkenntnisgewinn erachten und niemanden dankbarer sein könnten als genau diesem Lehrer/Erzieher/Förderer/Augenöffner …

      Vielleicht doch alles etwas kniffliger?

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    • am 16.11.2021 um 09:28 Uhr
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      Sie haben recht, es ist zu kompliziert, hier Grundsätzliches zu diskutieren. Für mich ist klar: Denken ist eine aktive selbstbewusste und anstrengende Leistung, nicht zu verwechseln mit Ideen haben und nachplappern. Auch ohne Denken kann man recht gut durch die Welt kommen. Die Tiere denken nicht. Fühlen tritt ohne mein Zutun auf, Gefühle erlebe ich passiv. Die Reaktion darauf kann ich allerdings auch bewusst, weil ich vorher eben das auch schon durchdacht habe, zu steuern versuchen. Das macht ja vor allem die Psychotherapie.
      Und zum Zweiten: Wenn ich wahrnehme, ordne ich gleichzeitig auch ein, auf Grund der früheren Erfahrungen. Was ich nicht einordnen kann, beunruhigt mich, macht allenfalls Angst, veranlasst mich zu einer Erklärung, die zum aktuellen Weltbild passt oder zum Wegschauen. Natürlich beeinflusst mich der Kontakt mit der Welt: sonst könnte ich mich ja gar nicht selbst erkennen und entwickeln.

      Ob ich etwas als Manipulation und Erkenntnisgewinn erachte, ist mein Urteil, also das Resultat eines Denkprozesses, kein Gefühl. Wer nicht denkt, kann glauben, Erkenntnisse gewonnen zu haben während er manipuliert wurde. Für ein umfassendes Urteil sollten auch die aufgetretenen Gefühle als Tatsachen berücksichtigt werden. Wenn aber unbewusste Gefühle das Handeln bestimmen, handelt der Mensch triebhaft; das kann durchaus positiv sein, wie die Mutter-Baby-Beziehung beim Stillen oder automatische Raktionen in Notfällen, taugt aber nicht für die bewusste Lebensplanung.

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  • am 8.11.2021 um 13:41 Uhr
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    Das Ganze ist ein Trauerspiel. Nachdem Vektor-DNA Impfstoff von J+J als «Alternative» verkauft wurde (was es ja überhaupt nicht ist – ganz im Gegenteil) sollen jetzt neben dem G-Druck mit Geld weitere Impfungen generiert werden. Die Unwissenheit über die neuartigen Impfungen sind eklatant – kaum jemand der Propagonisten ist sich bewusst, dass Impfen nicht gleich Impfen ist. Es ist zum Verzweifeln. Unwissenheit, Ignoranz? Lösungsansatz: Endlich eine «alte» alternative Impfung in der Schweiz zulassen (bei mRNA hat man auch finanzielle/politische Reize gesetzt) wie z.B. Sinovac (das für Schweizer CH-Zertifikat-tauglich ist) etc. Resignation breitet sich bei mir aus – nicht zu verstummen braucht sehr viel Energie, doch es geht um viel, sehr viel – um die Gesundheit unserer Jugend in der Zukunft.

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  • am 8.11.2021 um 14:24 Uhr
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    Schräg. Nun nennt man das also Motivationsbetrag …
    Nur eine weitere Ungereimtheit in der ganzen C Geschichte.

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  • am 8.11.2021 um 17:38 Uhr
    Permalink

    Meinen Respekt vor Frau Ruth Baumann Hölzle ist inzwischen sehr gross.

    Das «Tagesgespräch» vom 14.Oktober auf SRF gehört wohl zum Besten, was dieser Sender in der ganzen Krise ausgestrahlt hat.
    https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/ruth-baumann-hoelzle-ueber-die-bundesraetlichen-impf-ziele?id=12073095

    Auch sehr lesenswert z.B. ist die Stellungahme aus dem Jahr 2012 «Zur Widerspruchslösung im Bereich der Organspende», an der sie mitgewirkt hat.
    https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/biomed/transplantationsmedizin/stellungnahme-nek.pdf.download.pdf/nek-cne-widerspruchsloesung.pdf

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    • am 9.11.2021 um 18:15 Uhr
      Permalink

      Zum Glück gibt es noch Menschen, die so differenziert sich äussern wie Frau Baumann. Wenn wir die Ethik aufgeben, geben wir die Werte auf, die wir in den letzten ca 200 Jahren aufgebaut haben und die unsere aufgeklärte freie demokratische Gesellschaft begründen. Können wir natürlich aufgeben – dann landen wir aber direkt und ganz in der Schönen Neuen Welt von Huxley. Wohl bekomms!

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  • am 8.11.2021 um 17:50 Uhr
    Permalink

    Eine in meinen Augen höchst fragwürdige Aktion, welche das Vertrauen in eine seröse Beratung durch Ärzte weiter untergräbt. Damit wird der Verdacht, dass nicht medizinische, sondern monetäre Aspekte eine Rolle bei der Impfempfehlung des Arztes eine Rolle spielen, weiter erhärtet.
    Zur Präzisierung:
    Ich vertraue meinem Arzt in Fragen eines Unfalles, in Fragen einer Behandlung einer Augenentzündung, Hautausschlag usw.
    Aber in Fragen einer Cov19-Impfung ist mein Vertrauen – nicht nur wegen solcher Aktionen – längst völlig dahin.
    Weder den Ärzten noch dem Staat, schon gar nicht dem BAG kann ich in dieser Sache auch nur das kleinste quentchen an Vertrauen noch entgegenbringen, ua. auch wegen der Aussagen hinsichtlich der Haftungsfrage bei Spätfolgen.
    Über Spätfolgen lässt sich nichts sagen, weil diese erst in ein bis zwei Jahren zutage treten.
    Mir persönlich scheint, dass weder Contergan noch die Schweinegrippe zu Erkenntnis geführt haben.

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    • am 9.11.2021 um 08:43 Uhr
      Permalink

      Das haben Sie grundsätzlich recht. Medizin ist ärztliche Heilkunst, nur von einem Arzt ausgeübtes Heilen. Prophylaxe und damit das Impfen gehört nicht zu den ärztlichen Aufgaben. Im Gegenteil, die klassische Medizinethik des Corpus Hippocraticum verbietet den Ärzten den Umgang mit Nichtkranken und damit auch bevölkerungsweite präventive Massnahmen.
      Ärzte sind im besten Fall Impfsöldner und es ist an der Zeit, diesen Fehleinsatz einer ausreichend beschäftigten Berufsgruppe zu beenden. Impfen können auch die dafür empfohlenen Mitarbeiter von Gesundheitsberufen wie Pflege, Apotheker und natürlich die Amtsärzte (denn im Gegensatz zur Berufsbezeichnung ist Amtsarzt ein Gesundheits-, kein Heilberuf, also keine ärztliche Tätigkeit).

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    • am 9.11.2021 um 21:37 Uhr
      Permalink

      «Mir persönlich scheint, dass weder Contergan noch die Schweinegrippe zu Erkenntnis geführt haben.»

      Die Schweinegrippe hat aus meiner Sicht zu Erkenntnissen geführt.
      Die treibenden Kräfte haben sich besser vorbereitet. In der Schweiz wurde der von der Pharmaindustrie über die WHO durchgeführte Schweinegrippe Betrug zwar teilweise auch von Schweizer Parlamentariern untersucht und aufgedeckt (siehe: 07. April 2010 SRF Rundschau: Geschäft mit der Schweinegrippe), aber nur 2 Jahre nach diesem Skandal wurde im selben Parlament das Epidemiengesetz verabschiedet, das diese Macht dem Bundesrat gab, wenn über das Epidemiengesetz ein Ausnahmezustand ausgesprochen wird. Ich halte dieses Epidemiengesetz für eine Vorbereitungstat auf 2020.
      Die Schweinegrippe hat zur Erkenntnis geführt, wie man es das nächste Mal besser inszeniert.

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    • am 10.11.2021 um 10:38 Uhr
      Permalink

      danke für den Querverweis zur Schweinegrippe, es sind ja mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder die selben Protagonisten am Werk. Die WHO manipuliert nachweislich unsere Regierungen, das Gesundheitswesen und die Medien, es wäre aber auch spannend zu wissen wer hinter den Entscheidungen der WHO steckt.

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  • am 8.11.2021 um 22:33 Uhr
    Permalink

    Ich versuche mich so gut und natürlich auch so objektiv wie möglich zu informieren. Ich bin ein überzeugter Impfbefürworter, aber nicht für jeden und nicht für Gesunde.

    Mich erstaunt daher sehr, dass sich praktisch alle Ärzte welche ich persönlich kenne impfen liessen.

    Trotzdem erachte ich die jetzige Kampagne wie in diesem Zitat „Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, in dem man die Ungeschützten zwingt, sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht geschützt hat.“ als zutreffend.

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    • am 9.11.2021 um 08:52 Uhr
      Permalink

      Impfungen machen aber grundsätzlich nur dann Sinn, wenn der Geimpfte (noch) gesund ist. Einen Kranken zu impfen macht etwas soviel Sinn, wie einen Autoreifen mit einem Loch aufzupumpen.

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  • am 8.11.2021 um 23:21 Uhr
    Permalink

    peinlich. aber Zuckerbrot und Peitsche ein uraltes Rezept.
    Geld und Vorteile für die Impfwilligen und den Skeptikern dieser Gentherapie(*) das Leben schwer machen.
    (*) «MRNA-IMPFSTOFFE SIND GEN-THERAPIE/MRNA VACCINES ARE GEN-THERAPY – BAYER CEO OELRICH»
    «World Health Summit 2021 – «Wenn wir Ihnen vor zwei Jahren öffentlich angeboten hätten, wären sie bereit gewesen, sich eine Gen- oder Zelltherapie in ihren Körper injizieren zu lassen? Wir hätten wahrscheinlich eine Ablehnungsquote von 95 Prozent», so Oelrich.»
    https://www.bitchute.com/video/HZJYXtmoCBCy/

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  • am 9.11.2021 um 10:14 Uhr
    Permalink

    @ Rudolf Iten
    Ich kenne nur drei Allgemeinpraktiker so gut, dass ich ihren Impfstand kenne: die 2 Jüngeren wehren sich von Anfang an vehement gegen die Impfzwänge, der Dritte ist um mich besorgt, weil ich mich nicht impfen lasse.

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  • am 9.11.2021 um 10:30 Uhr
    Permalink

    Nun, Vertreter erhalten Provisionen, die Ärzte auch, entweder vom Bund oder und auch von der Pharma.
    Nur, im Kanton Bern sind 78,7 % geimpft, nach offiziellen Berner Zahlen, die nicht impfbaren nicht abgezogen. Rechnen wir die nicht impfbaren dazu, kommen wir geschätzt auf etwa 90%.
    Im Spital liegen 41,9% geimpfte, auf der normalen Bettenstation 45,9% und auf der Intensivstation 20%, das heisst 1 Person vollständig geimpft. Alle Zahlen von der Kantonalen Webseite.
    Das heisst nichts anderes, als dass man Geld zusätzlich ausgibt für eine wenig wirksame Impfung, die Nebenwirkungen die ja teils auch nicht unerheblich sind nicht eingeschlossen.
    Es wäre längst an der Zeit einen Marschhalt einzulegen und die Route neu zu überdenken.

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  • am 9.11.2021 um 12:05 Uhr
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    Ich möchte gerne wissen, ob die Ärzte für das Erfassen und Weiterleiten von möglichen Nebenwirkungen auch finanziell vergütet werden… In den mir bekannten Fällen sind die Ärzte offensichtlich nicht am Melden interessiert. Dass der Patient seine neuen Symptome selbst melden kann/soll, ist wohl ein Witz.

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    • am 10.11.2021 um 21:59 Uhr
      Permalink

      Herr Kunz, ein wichtiger Punkt.
      Die Ärzte wurden schon seit Jahren von der Pharmaindustrie angefüttert. Dass viele Ärzte mitmachen ist systembedingt, und Impfnebenwirkungen melden bringt kein Geld, plus es birgt die Gefahr, dass das gegen diese „Impf-“Ärzte in einem Gerichtsfall verwendet wird.
      Bei so einer Technik wie diesen mRNA-Impfstoffen müsste durch SwissMedic von Amts wegen von Anfang an ein strenges Monitoring der Geimpften gemacht werden, um gefährliche Nebenwirkungen möglichst früh zu erkennen. Das wird aber nicht gemacht, SwissMedic macht dafür lieber Werbevideos für diese mRNA Impfstoffe auf Teletubbie Niveau.
      Schauen Sie den RKI Notaufnahme-Situationsreport über 8 Spitäler vom 3.11.2021 an: https://www.rki.de/DE/Content/Institut/OrgEinheiten/Abt3/FG32/sumo/SitRep_2021_11_03.pdf?__blob=publicationFile
      Seite 4 sehen Sie die erst Einteilung bei der Notaufnahme, unterteilt in: Respiratorische, Kardiovaskuläre und Neurologische-Vorstellungsgründe. Respiratorisch ist 2019 bis 2021 vergleichbar, trotz einer Corona Pandemie seit 2020. Aber Kardiovaskuläre und Neurologische-Vorstellungsgründe sind seit April 2021 sehr stark angestiegen. Der Anstieg korreliert mit der Impfquote in Deutschland.

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    • am 11.11.2021 um 12:16 Uhr
      Permalink

      So sehe ich das auch; die Medikamentenstudie wird offensichtlich nicht korrekt durchgeführt, die Zahlen sind nicht aussagekräftig (mit und an, bis 2 Wochen nach der Impfung werden Symptome dem Virus, nicht der Impfung angelastet, Impfschäden nicht erfasst), somit die Statistiken nicht brauchbar für politische Massnahmen. Die Behörden hätten längst ehrlichere und aussagekräftige Zahlen einfordern können, wenn sie wollten.
      Danke auch für Ihren Link: ich würde gerne wissen, ob es vergleichbare Zahlen auch für die Schweiz gibt und wie der Anstieg von neuro- und kardiologischen Notfällen in derjenigen Jahreszeit begründet wird, in welcher der Virus wenig aktiv ist. Aber eine öffentliche ernsthafte Diskussion unter Experten mit unterschiedlicher Meinung findet eben nicht statt.

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