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Corona-Impfstoff: Mit einer Lockerung des Patent-Schutzes könnte die globale Produktion erheblich gesteigert werden. © GAVI

Die Pfizer- und die Moderna-Impfung im Vergleich

Urs P. Gasche /  Über Wirksamkeit und Nebenwirkungen informiert konkret und verständlich das unabhängige Institut für Qualitätssicherung IQWiG.

Infosperber fasst das Wesentliche über die beiden neuen Corona-Impfstoffe zusammen und stützt sich dabei auf die Analyse des deutschen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG. 

Dagegen sind Informationen von politischen Behörden mit Vorsicht aufzunehmen. Denn ihr Ziel, möglichst viele Menschen für die Impfungen zu motivieren, steht einer neutralen Information entgegen. Das IQWiG ist von politischen Behörden weitgehend unabhängig.

Gemeinsamkeiten der beiden Impfstoffe

Bereits zugelassen oder kurz vor der Zulassung sind in vielen Ländern ein Impfstoff der Unternehmen Biontech/Pfizer und ein Impfstoff der Firma Moderna. Für beide dieser Impfstoffe gilt:

  • Sie werden gentechnisch hergestellt (sogenannt «mRNA-basiert») und regen das Immunsystem mit einem Corona-Protein zu einer Abwehrreaktion mit Antikörpern und T-Zellen an. Bisher gab es noch keine Impfstoffe dieser Art.
  • Im Gegensatz etwa zu Influenza-Impfstoffen kann man diese Impfstoffe in kurzer Zeit in grossen Mengen herstellen.
  • Beide Impfstoffe wurden mit Studien untersucht, bei denen die Hälfte der Teilnehmenden als Placebo nur eine Kochsalzlösung gespritzt erhielten.
  • Beide Impfstoffe sind gegen Covid-19-Erkrankungen sehr wirksam, bei Jüngeren noch wirksamer als bei Älteren.
  • Es ist bei beiden Impfstoffen noch unklar, ob man sich trotz Impfschutz anstecken kann, aber möglicherweise ohne Beschwerden bleibt. Ob eine geimpfte Person das Virus dann trotzdem übertragen kann, muss ebenfalls weiter untersucht werden.
  • Die Studien haben nicht untersucht, wie die Impfungen bei Kindern, Schwangeren oder Personen mit einer schweren Immunschwäche oder anderen speziellen Risiken wirken.
  • Über verzögerte Nebenwirkungen, die sich erst Monate nach der Impfung zeigen, können die gemachten Studien nichts aussagen.
  • Die Regierungen haben die herstellenden Pharmakonzerne von jeglicher finanzieller Haftung befreit.

Der Impfstoff Comirnaty BNT162b2 von Biontech/Pfizer

Der Pfizer-Impfstoff hat den Nachteil, dass er bei einer Temperatur von minus 70 Grad transportiert und gelagert werden muss. Eine Kühlschranktemperatur von 2-8 Grad hält der Impfstoff maximal fünf Tage aus. 

Nach dem ersten Impfen ist nach drei Wochen eine zweite Impfdosis erforderlich. Es ist unklar, wie gut man bereits nach der ersten Dosis gegen eine Covid-19-Erkrankung geschützt ist. Den maximalen Impfschutz hat man erst eine Woche nach der zweiten Dosis.

Nach der zweiten Impfdosis erkrankten innerhalb von rund zwei Monaten – umgerechnet auf 10’000 Studienteilnehmende – insgesamt 98 Personen an Covid-19. Die Erkrankten teilten sich auf die Geimpften (mit Comirnaty) und Ungeimpften (Placebo) wie folgt auf:

Pfizer.Nutzen
Erkrankte pro 10’000 gerechnet. Comirnaty = Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Weil Biontech/Pfizer nur wenige über 70-Jährige in die Studie einbezogen, können sie den Nutzen für diese besonders gefährdete Altersklasse nicht gesondert ausweisen. Wie gut der Impfstoff Comirnaty auch schwere Krankheitsverläufe verhindern kann, bleibt offen. Denn auch innerhalb der Placebo-Gruppe kam es nur zu ganz wenigen schweren Erkrankungen.

Nebenwirkungen des Pfizer-Impfstoffs

Die Studie erfasste auch, bei wie vielen Personen es während der zwei Monate bis zum Abschluss der Studie zu Nebenwirkungen gekommen ist. Diese teilten sich in der Placebo- und in der Gruppe der Geimpften wie folgt auf (in Prozent):

Pfizer.Nebemnw
Neben den hier aufgeführten Nebenwirkungen kam es bei etwas weniger als 1% der Teilnehmenden zu einer Schwellung der Lympfknoten, die jedoch meist harmlos blieb.

In der Impfgruppe trat bei sehr wenigen Personen (0,02 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs auf (Fazialisparese). Es kam auch zu möglicherweise allergischen Reaktionen (bei 0,1 %). Ob beides im Zusammenhang mit der Impfung steht, ist jedoch unklar. Ein ärztliches Meldesystem soll es erlauben, solche Fälle im Auge zu behalten.

Der Impfstoff mRNA-1273 von Moderna

Im Vergleich mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer hat der Impfstoff von Moderna den Vorteil, dass er dreissig Tage lang bei plus 2 bis 8 Grad stabil bleibt. 

Nach dem ersten Impfen ist nach vier Wochen eine zweite Impfdosis erforderlich. Es ist unklar, wie gut man bereits nach der ersten Dosis gegen eine Covid-19-Erkrankung geschützt ist. Den vollen Impfschutz hat man wie beim Pfizer-Impfstoff erst eine Woche nach der zweiten Dosis.

Nach der zweiten Impfdosis erkrankten innerhalb von rund zwei Monaten – umgerechnet auf 10’000 Studienteilnehmende – insgesamt 141 Personen an Covid-19. Das sind mehr als in der Pfizer-Studie. Der wahrscheinliche Grund: Ein ganzes Viertel aller Teilnehmenden an der Moderna-Studie waren älter als 65 Jahre. Das sind mehr als bei der Pfizer-Studie. 

Die Erkrankten teilten sich auf die Geimpften (mRNA-1273) und Ungeimpften (Placebo) wie folgt auf:

Moderna.Nutzen.1
An Covid-19 Erkrankte ohne und mit Impfung.

Auch die Moderna-Studie weist den Nutzen für die besonders gefährdete Altersklasse der über 70-Jährigen nicht gesondert aus. Immerhin war der Impfstoff bei Personen mit Vorerkrankungen ebenso wirksam wie bei Personen ohne Vorerkrankungen.
Die Studie untersuchte, ob eine Impfung mit mRNA-1273 auch schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hiess unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, er oder sie hatte einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

Moderna.Nutzen.2
Schwer Erkrankte unter den Ungeimpften und den Geimpften.

Nebenwirkungen des Moderna-Impfstoffs

Die Moderna-Studie erfasste ebenfalls, bei wie vielen Personen der Placebo- und der Gruppe der Geimpften es während der zwei beobachteten Monate zu Nebenwirkungen gekommen ist. Diese teilten sich wie folgt auf (in Prozent):

Moderna.Nebenw
Bei diesen Anteilen in der Placebo-Gruppe und in der Gruppe der Geimpften traten Nebenwirkungen auf.

Nach der Beobachtungszeit von durchschnittlich zwei Monaten gab es keine Hinweise darauf, dass die Impfungen schwere Nebenwirkungen verursachen.

In der Impfgruppe trat wie beim Pfizer-Impfstoff bei sehr wenigen Menschen (0,01 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs auf (Fazialisparese). Es kam auch zu möglicherweise allergischen Reaktionen (bei 0,4 %). Ob beides im Zusammenhang mit der Impfung steht, ist jedoch noch unklar. 

Faktor Zufall 

Wenn jetzt weltweit nach und nach Millionen von Menschen gegen Corona geimpft werden, ist allein aufgrund von Zufall zu erwarten, dass nach einer Impfung  immer wieder schwerere Erkrankungen auftreten. Die Behörden müssen dann genau prüfen, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit der Impfung besteht oder ob es sich um Zufall handelt. Diese Prüfung kann dazu führen, dass die Liste der möglichen Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ergänzt wird.


Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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18 Meinungen

  • am 26.12.2020 um 13:40 Uhr
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    Das Kreuz mit dem Beipackzettel.
    Welches Medikament hat den größten und längsten, und somit furchterregendsten Beipackzettel?
    Aspirin, lies ich mir von einem Apotheker erklären. Denn dieses Medikament gibt es schon so lange, das alle wo möglichen Nebenwirkungen, welche von Patienten ihren Ärzten und/oder Apothekern mitgeteilt hatten, nach einer Prüfung oder Sichtung in den Beipackzettel einfließen mussten. Wie mir erklärt wurde, geschieht dies aus zwei Gründen. Einerseits als Schutz des Produzenten, der sich damit vor Klagen bewahren kann, und andererseits als Information des Patienten, damit er wo mögliche Risiken im Vergleich zum Gewinn an Lebensqualität abwiegen kann. Da Aspirin schon so lange existiert, sind so viele Nebenwirkungsmeldungen in den Beipackzettel aufgenommen worden, das dieser damals 2 Meter lang war, gefaltet aus dünnstem Papier. Als ich noch sehr Jung und unwissender war als heute, war ich erschrocken und entsetzt, dass man Aspirin überhaupt kaufen kann. Anhand des Beipackzettels dachte ich, ich würde wohl tot umfallen wenn ich eine Aspirin einnehmen würde. Bis ich diese Beipackzettel relativieren und interpretieren konnte durch die richtige Beratung und richtigen Informationen, dachte ich mit 14 Jahren, Aspirin sei für Suizid sehr geeignet.

    0
  • am 26.12.2020 um 14:40 Uhr
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    Danke für diesen interessanten Vergleich. Für mich bemerkenswert ist einfach die Tatsache, dass die Regierungen die herstellenden Pharmakonzerne von jeglicher finanzieller Haftung befreit haben. Das zeigt auf, wie risikoreich die ganze Angelegenheit ist. Sollten sich bei den Geimpften also bisher unbekannte Langzeitschäden zeigen sind sie auf sich selber gestellt und niemand kommt für den Schaden auf. Das kommt mir ein bisschen vor wir russisches Roulette spielen…….

    1
  • am 26.12.2020 um 17:40 Uhr
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    Nun, die Liste der Nebenwirkungen kann schon jetzt erweitert werden. Leute, die PEG (polyethylene glycol) Antikörper im Blut haben, müssen mit einem anaphylaktischen Schock rechnen. Beide Impfstoffe enthalten PEG. Da PEG sowohl in Medikamenten, als auch in industriell gefertigten Nahrungsmitteln vorkommt, muss mit weiteren Vorfällen gerechnet werden. Ein Antikörpertest auf PEG wäre also dringend angezeigt, bevor der Impfstoff verabreicht wird. Siehe https://childrenshealthdefense.org/defender/fda-investigates-reactions-pfizer-covid-vaccine-healthcare-workers-hospitalized/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=8c0edf71-f718-4f0d-ae2a-84905c9c8919

    0
  • am 26.12.2020 um 17:53 Uhr
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    Absolut verständlich ist, dass bei derartigen Schnellschuss-ImpfMitteln Risiken erwartet werden –
    und dass diese Impfmittel noch deutliche NebenWirkungen haben.

    UN-verständlich ist, dass «Erfolg» und NebenWirkungen bei der HauptRisikoGruppe,
    den über 70-jährigen verschwiegen werden – UND dass unsere Regierungen DAS akzeptieren.
    .
    UN-akzeptabel ist, bei DIESEM Wissens-Defizit und Risiko-Potential die Regierungen die Impfstoff-Hersteller von JEGLICHEM Regress freistellten. In der Privat-Wirtschaft würde ES so ähnlich geregelt:
    Der Hersteller müsste seine komplette Kalkulation offenlegen —- —–
    und würde einerseits nur dann vom Risiko freigestellt, wenn er sorgfältigst – im Gegensatz zu fahrlässig- gearbeitet hätte — und müsste bei MissErfolg -mindest- in der Grössenordndass seines kalkulatorischen Gewinns haften.

    1
  • am 27.12.2020 um 11:55 Uhr
    Permalink

    Die Regierung hatte zu Beginn als einzigen Ausweg eine Impfung festgelegt. Es gab nie einen Plan B und die Toten der zweiten Welle wurden billigend in Kauf genommen. Eine Stärkung des Immunsystems, eine gestaffelte Durchseuchung, eine Virenimpfung im Sommer u.ä. war nie ein Thema.
    Bereits im April war klar, dass die Impfung gleichzeitig der Test der Swissmedic während der rollenden Zulassung sein wird. Bei den Schwächsten, den über 80 jährigen wird jetzt begonnen, da fällt es nicht auf, wenn die wegen der Impfung sterben.

    Die Studien der Pharmakonzerne sind unter dem Aspekt der Selbstbegünstigung zu würdigen, analog zu den Urteilen der Strafgerichte in welchen jeweils der Textbaustein steht: «Der Angeklagte hat ein Intersse am Ausgang des Verfahrens zu seinen Gunsten, weswegen seine Angaben unter dem Aspekt der Selbstbegünstigung zu würdigen sind». dito Pharmakonzerne.

    Siehe auch
    Die Lehren aus Pandemrix – WOZ
    https://www.woz.ch/-aa6d

    Aus dem Beipackzettel eines Impfstoffs
    https://www.corodok.de/aus-beipackzettel-impfstoffs/

    0
    • am 3.01.2021 um 05:52 Uhr
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      @ Herzog, Gerlach, Derungs, Gubel
      Genau deshalb hat man im Schnellverfahren einen Impfstoff entwickelt und kurz danach bewilligt, damit man ohne Langzeit-Studien auskommen kann.
      Normalerweise braucht es unter seriösen Bedingungen von der Entwicklung bis zur Bewilligung eines Impfstoffes 3 bis 5 Jahre. Dann hätte man auch viel mehr darüber gewusst, wie wirksam und gefährlich dieser Impfstoff auf längere Zeit wirklich ist.
      Aber so ist und bleibt die ganze Sache ein oberflächliches, undurchschaubares und riskantes Unterfangen, was nun auch erklärt, warum die Hersteller sich um jede Verantwortung drücken und die Haftung bei Impfschäden dem Staat überbürdet haben, ganz nach dem Motto: Gewinne privat, die Schulden (Haftungs-Risiko) dem Staat.

      Der wache und aufmerksame Bürger wird sich in diesem konkreten Falle (=Mogelpackung) wohl NICHT impfen lassen.–
      Nun gilt es, einen drohenden Impfzwang/Impfpflicht abzuwehren, denn die aufgewachten und informierten Bürgerinnen und Bürger müssen in einem freien Rechtsstaat IMMER die freie Entscheidungs-Hoheit haben, ob sie solchen Experimenten beiwohnen wollen oder nicht!-

      Dies sollte auch für die Behandlungs- und Arztwahl-Freiheit gelten.–

      Die bisher vorgespielte Alternativlosigkeit des BAG zu den Impfungen darf nicht mit Zwang durchgesetzt werden. Ansonsten wir in einer totalitären Pharma-Diktatur enden würden.–

      0
  • am 27.12.2020 um 12:02 Uhr
    Permalink

    Danke für diese sachliche Aufbereitung der Informationen. Bemerkenswert, dass auch 53% der Placebo-Gruppe über stärkere(!) Nebenwirkungen klagten.. Es würde mich nicht erstaunen, wenn auch die Beschwerden eines erheblichen Teils der hospitalisierten Covid-Patienten (die nicht auf die Intensivstation mussten) auf psychosomatische Gründe zurückgeführt werden könnten. Angstzustände führen häufig dazu, dass Menschen hyperventilieren und die durch Hyperventilieren erzeugte Atemnot lässt sich perfiderweise schlecht von der durch Covid ausgelösten Kurzatmigkeit unterscheiden. Mich würde hierzu Erfahrungen von Spitalpersonal oder Betroffenen sehr interessieren.

    0
  • am 27.12.2020 um 12:27 Uhr
    Permalink

    @Derungs: Nach dem Sparsamkeitsprinzip (–> Wikipedia: Ockhams Rasiermesser) ist Ihre Erklärung nicht die plausible (sondern vermutlich einfach der eigenen Voreingenommenheit geschuldet). Wahrscheinlicher ist vielmehr:
    Die Pharmakonzerne sind aufgrund der Dringlichkeit am längeren Hebelarm und nutzen diesen aus (und zwar nicht einmal «schamlos», sondern wie doch unsere hochgejubelte «freie Marktwirtschaft» gebietet). Dass sie auf der anderen Seite des Verhandlungstisches Leute («Politiker», Bundesbeamte) haben, die – als gute «freie Marktwirtschaftler» – nicht nur die Macht der Pharmafirmen toll finden, sondern zudem noch von diesen – über die Partei, eigene Wahlkampagne – finanziell abhängig sind, macht das Spiel umso leichter. Noch mehr, wenn auf künftig lukrative Verwaltungsratshonorare schielt wird.

    Somit: Ob nun «risikoreich» oder nicht: Wenn die Möglichkeit besteht eine Haftung auszubedingen, dann wird es getan – da mag das Risiko als noch so gering eingeschätzt werden. Oder würden Sie ein solches übernehmen, wenn Sie dieses aufgrund Ihrer Verhandlungsmacht loswerden könnten?

    2
  • am 27.12.2020 um 16:29 Uhr
    Permalink

    In vielen Impfstudien werden die Cocktails ohne Wirkstoff als Placebo genutzt. Kochsalzlösung?
    Die Kontrollgruppe wurde schon wieder aufgelöst, mit dem Argument, es sei diesen Menschen nicht zuzumuten nicht duch eine «echte» Impfung geschütz zu werden. Noch ein Text von Prof. Homburg, wie der hohe Wirkungsgrad zustande kommen könnte, wo doch normale Grippeimpfungen bestenfalls 30% erzielen.
    Warum dieses Risiko eingehen – von Stefan Homburg
    1. Die Studie von Pfizer und BioNTech betrachtet je 20.000 Geimpfte und Ungeimpfte. Von den Geimpften waren 0,04 % PCR-positiv, von den Ungeimpften 0,43 %. Also minderte die Impfung das absolute Risiko, PCR-positiv zu sein, um 0,39 % (0,43-0,04).
    2. Mit einer Risikominderung von 0,39 % konnten die Unternehmen nicht vor die Öffentlichkeit treten. Also dividierten sie diese Zahl durch die Positivrate 0,43 % der Ungeimpften und erhielten 90,7 %. Diese Zahl wurde über die Medien verbreitet.
    3. Die Risiken, schwer zu erkranken oder zu versterben, wurde gar nicht untersucht. Wegen des Ausschlusses von Risikopersonen, Kindern, Jugendlichen und Schwangeren wäre das Ergebnis auch wenig aussagekräftig gewesen.

    2
    • am 2.01.2021 um 09:14 Uhr
      Permalink

      O.43 dividiert durch 0.04: das heisst, mit Impfung ist mal 11 mal besser geschützt als ohne. Man hat ja die Versuchspersonen nicht absichtlich mit dem Virus angesteckt.

      0
  • am 27.12.2020 um 21:18 Uhr
    Permalink

    „Placebo“ in der Impfstoffentwicklung nennt man auch den Impfstoff (mit Wirkverstärkern und weiteren Inhaltsstoffen) ohne Impfantigen. Hier wird nun ausdrücklich Kochsalzlösung als Placebo genannt. Angesichts der weitverbreiteten „journalistischen Schludrigkeiten“ im COVID-Jahr bin ich nicht so recht überzeugt, ob da nicht ggf. ein Flüchtigkeitsfehler der Autoren dahinter stecken könnte: „Placebo, das versteht wieder die Hälfte nicht – komm, ich erklär es gleich im Satz.“

    Oder gibt es die Info zur Beschaffenheit des Placebos auch aus allererster Quelle…?

    2
  • am 27.12.2020 um 21:25 Uhr
    Permalink

    Besten Dank für den informativen Artikel.
    Können Sie die Quellen zu folgender Aussage angeben?
    «Die Regierungen haben die herstellenden Pharmakonzerne von jeglicher finanzieller Haftung befreit.»
    Auf welche Regierungen trifft dies denn zu? Auch für die Schweiz? Meines Wissens ist über die Kaufverträge wischen Bund und Impfstoffhersteller Geheimhaltung vereinbart worden.

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  • am 28.12.2020 um 11:21 Uhr
    Permalink

    Was heisst denn «sehr wirksam» wenn unklar ist, ob man sich trotz Impfschutz anstecken kann, man möglicherweise krank wird, und das Virus weiter übertragen werden kann?:

    «- Beide Impfstoffe sind gegen Covid-19-Erkrankungen sehr wirksam, bei Jüngeren noch wirksamer als bei Älteren.
    – Es ist bei beiden Impfstoffen noch unklar, ob man sich trotz Impfschutz anstecken kann, aber möglicherweise ohne Beschwerden bleibt. Ob eine geimpfte Person das Virus dann trotzdem übertragen kann, muss ebenfalls weiter untersucht werden.»

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    • am 8.01.2021 um 11:23 Uhr
      Permalink

      Etwas ist bei den Vergleichen markant aufgefallen: Bei Pfizer reagierten 34% der Testpersonen mit schweren Nebenwirkungen, während es bei Moderna satte 53% sein sollen? Was war das denn für eine Personengruppe, welche auf ein Placebo so viel sensibler reagierte? Da kann etwas nicht stimmen…

      0
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