823 Flüchtlinge in einem Flugzeug …

Christian Müller /  Dieses Bild muss man sich übers Bett hängen. Es zeigt, was möglich ist, wenn Not am Mann ist. Man muss nur wollen.

823 Flüchtlinge, darunter 183 Kinder, sitzen hier im Innern einer C-17 Globemaster III
der United States Air Force, die am 15. August 2021 vom Hamid Karzai
International Airport von Kabul abgehoben hat – ein neuer Rekord, wie das
«Air Mobility Command» stolz mitteilt.

Dass jetzt Tausende von Flüchtlingen aus Afghanistan ausgeflogen werden müssen, haben die USA im Rahmen ihres NATO-Einsatzes im zwanzigjährigen Krieg in Afghanistan selber verursacht. Wie schön wäre es doch, wenn diese Transport-Kapazitäten auch dort eingesetzt würden, wo Menschen aus anderen Gründen in Not sind, zum Beispiel zum Transport von Lebensmitteln in Hunger-Gebiete!

Es fehlt nicht am Geld und es fehlt nicht an den technischen Möglichkeiten. Vom Flugzeug-Typ C-17 Globemaster III zum Beispiel gibt es – in verschiedenen Armeen – zusammen 276 Exemplare. Es fehlt nur am Willen, statt Krieg Frieden zu machen. Wo ist zum Beispiel die Friedensbewegung in Deutschland geblieben?


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Reich, arm, ungleich

Grösser werdende soziale Kluften gefährden demokratische Rechtsstaaten.

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7 Meinungen

  • am 23.08.2021 um 11:39 Uhr
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    «Es fehlt nur am Willen, statt Krieg Frieden zu machen. Wo ist zum Beispiel die Friedensbewegung in Deutschland geblieben?»
    https://www.rüstungsreport.ch/
    «Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.» (Matthäus 7.5)

    0
    • am 24.08.2021 um 08:15 Uhr
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      Zu welchem Frieden hat die Friedensbewegung in Deutschland je beigetragen? Waren das nicht eher Wohlfühl-Veranstaltungen, an denen sich gut genährte Leute bestätigten, dass sie auf der «richtigen Seite» sind? Und sich dadurch auch implizit als Manipuliermasse zur Verfügung stellten?

      1
    • am 25.08.2021 um 12:04 Uhr
      Permalink

      Herr Pestalozzi, Sie haben offenbar nicht verstanden, dass das Bibelzitat auf den angegebenen Link Bezug nimmt.
      Es ist einfach, mit dem Zeigefinger auf das Versagen der Friedensbewegung des Nachbarn zu zeigen, ohne zu erwähnen, dass die Rüstungsexportzahlen des eigenen Landes explodieren.
      OHNE WAFFEN KEIN KRIEG!
      Und ohne Krieg keine Kriegsflüchtlinge.

      0
  • am 23.08.2021 um 12:44 Uhr
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    «Es fehlt nur am Willen, statt Krieg Frieden zu machen. Wo ist zum Beispiel die Friedensbewegung in Deutschland geblieben?» – Die Friedensbewegung sitzt im Bundestag. «Frieden» war immer das Motto der Merkel-Regierung. Auch der 20-Jährige Afghanistan-Einsatz war ein Friedensprojekt. Jetzt wo das Projekt gescheitert ist, bietet die deutsche Regierung erneut ihre Dienste an: Mit Hilfe der «technischen Möglichkeiten» wie dem Flugzeug-Typ C-17 Globemaster III soll ein wesentlicher Teil dieser Flüchtlinge nach Deutschland heimgeholt werden. Die abgebildeten 813 Flüchtlinge sind vermutlich bereits hier. Wir schaffen auch das.

    1
  • am 23.08.2021 um 15:24 Uhr
    Permalink

    Es fehlt nicht an Geld, es fehlt nicht an den technischen Möglichkeiten, es fehlt nicht an Lebensmitteln, es fehlt nicht an Kleidern, es fehlt nicht an Wohnungen und es fehlt nicht … an was auch immer: ausser krass am Willen für eine Welt, die alle und alles umfassend gut für ein bestmöglich gutes Leben für alle ist. Andere Wege gehen heisst: auf geld- und machtgierige Konkurrenz verzichten und Frieden schaffen, ohne Technokratie und ohne Waffen! Das Neue finden. Tanzt. Vor allem aus der Reihe. Allein. Zu zweit. Mit andern in die Welt von morgen: virtuell in sieben Himmelsrichtungen (Link: http://www.7sky.life). Höre auf den «Beat» Deines Herzens … und Echtzeit wird zur Ewigkeit!

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  • am 23.08.2021 um 16:51 Uhr
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    super, dass wenn Not am Mann ist – die Menschen immer wieder ueber Wege finden,
    die Situationen zu meistern. Trotzdem – uebers Bett muessten solche Bilder ja nicht unbedingt gehaengt werden.
    Ueberdies – von den 34 mio Afghanen werden vielleicht Hundert Tausende die Chancen zur Flucht nutzen . Aber was passiert mit den andern 33 Mio ?? – Hilfe vor Ort und in den umliegenden Ländern ist angesagt

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  • am 24.08.2021 um 18:02 Uhr
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    Das was in Afghanistan abläuft, beurteile ich mit Intuition und nach reiflichem Überlegen wie folgt:

    1. Wieder liegt eine weltweite (Westen) Gleichschaltung der Medien vor.

    2. Nicht nur, aber oft wenn etwas Grosses ansteht. So war es zu Beginn der Plandemie, und das wird bis heute weitergezogen. So war es bei 9/11, Irak, Afghanistan, usw.

    3. Das Volk soll vor dem «Grossen» abgelenkt werden.

    4. Friedensaktivisten gehen auf die Strasse, weil sie keine Ahnung haben, was ihnen vorgespielt wird.

    5. Der US- und DE-Truppenabzug ist überstürzt, nicht wirklich organisiert.

    6. Dies deutet klar darauf hin, dass diese rund 17.500 US-Kräfte und 60.000 US-Personen (Privat-Armeen) anderswo benötigt werden.

    7. Und dieses Anderswo dürfte entweder in den eigenen Ländern sein, weil da brodelt es wegen Corona-Massnahmen mehr als, oder aber es wird in Kürze ein Krieg oder dergleichen angezettelt.

    Lassen wir uns nicht blenden. Es ist wichtig, das Tagesgeschehen aus mehreren Blickwinkeln zu verfolgen – sonst verfolgt es schnell uns. Das es uns verfolgen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit.

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