Covid-19 Impfzentrum Köln

Wie viele Menschen muss man impfen, damit einer nicht ins Spital kommt? Um den Nutzen der Impfung zu beziffern, genügt diese Angabe nicht. Covid-19-Impfzentrum im deutschen Köln bei einem Probelauf. © cc-by-sa-4 Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Covid-Impfung: Je nach Absicht wird der Nutzen anders beziffert

Martina Frei /  Um den Nutzen beurteilen zu können, bräuchte es mehrere Angaben. Auch Fachzeitschriften nennen nicht alle – obwohl sie es sollten.

Im ersten Teil dieses Artikels ging es um Aussagen von Bundesrat Alain Berset und des Bundesamts für Gesundheit (BAG): Es lasse sich eine Hospitalisation wegen Covid-19 verhindern, indem man 50 Personen impfe. Indem 150 Personen geimpft würden, liesse sich eine Belegung auf der Intensivstation vermeiden, behaupteten Berset und das BAG. Wie das BAG zu dieser Berechnung kam, legte es nicht offen. Professor Gerd Antes, der ehemalige Leiter von Cochrane Deutschland, kritisierte die Angaben des BAG als «grob irreführend» und «mehr als wissenschaftlich unseriös». Leicht verständlich lässt sich der Nutzen der Impfung mit einfachen natürlichen Häufigkeiten vermitteln, also zum Beispiel mit der Angabe, wie viele von 10’000 Personen mit oder ohne Impfung erkranken.

Wie beziffert man den Nutzen der Covid-19-Impfung? Zum Beispiel, indem man angibt, sie habe eine Wirksamkeit von etwa 95 Prozent, wie dies von den Herstellern der mRNA-Impfstoffe gemacht wurde. Wer den Nutzen betonen möchte, wird diese Angabe wählen, weil sie beeindruckend klingt. 

Doch diese Angabe wird leicht falsch interpretiert. Selbst in der Fachzeitschrift «The Lancet Infectious Diseases» dachte der Autor eines Leitartikels, dass 95 Prozent der Geimpften vor einer Erkrankung an Covid-19 geschützt seien – ein Trugschluss, dem auch andere aufgesessen sind.

Deshalb sind sich Fachleute einig, dass nebst einer solchen relativen Angabe immer auch die absoluten Zahlen genannt werden sollten, um den Nutzen verständlich darzustellen.

Der relative Nutzen allein sagt wenig aus

In der grossen Pfizer/Biontech-Impfstudie beispielsweise hatten in den ersten zwei Monaten 162 von fast 22’000 ungeimpften Personen einen positiven Sars-CoV-2-Test, verglichen mit 8 von fast 22’000 geimpften Personen. 8 statt 162 ergibt die von der Pharmafirma angegebene Wirksamkeit von 95 Prozent. Die gleiche hohe Wirksamkeit von 95 Prozent würde aber auch ausgewiesen, wenn 162 und 8 von jeweils einer Million Ungeimpfter und Geimpfter positiv getestet würden. Mit der blossen Angabe eines relativen Nutzens von 95 Prozent kann man also wenig anfangen.

In Prozent umgerechnet, steckten sich in dieser Impfstudie etwa 0,04 Prozent der geimpften Versuchspersonen an, verglichen mit rund 0,74 Prozent der Ungeimpften. Das ergibt einen Unterschied von zirka 0,7 Prozent (0,74 minus 0,04). 

Die Impfung verhinderte in zwei Monaten also die Ansteckung bei rund 0,7 Prozent der Geimpften. Mit dieser Angabe der sogenannten «absoluten Risikoreduktion» (ARR) wird der Nutzen realistisch und verständlich kommuniziert. Die alleinige Angabe der «absoluten Risikoreduktion» befeuert diejenigen, die die Impfung als unnötig darstellen möchten.

Fachzeitschriften ignorieren ihre eigenen Regeln

In den «Consort-Regeln» haben sich medizinische Fachzeitschriften verpflichtet, nie allein den relativen Nutzen (hier rund 95 Prozent) anzugeben, sondern immer auch den Nutzen in absoluten Zahlen. So können sich Fachleute ein besseres Bild machen. Eingängig ist für Fachleute auch die Angabe der NNV, also die Angabe, wieviele Personen geimpft werden müssen, damit eine Person einen bestimmten Nutzen davon hat.

All diese Werte haben der emeritierte Professor Howard Waitzkin und sein Kollege Andrew Larkin für mehrere Impfstudien ausgerechnet. Waitzkin ist Arzt und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung als Professor für Medizinsoziologe an der University of New Mexico Studierende unter anderem in «evidenz-basierter Medizin». Seit Juli 2021 versuchen Waitzkin und Larkin ihre Analyse bei einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlichen – bisher ohne Erfolg. 

Auch viele Medien verschliessen sich bewährten Methoden

«Die frühere Forderung, neben der relativen Risikominderung auch die absolute Risikominderung anzugeben, wurde während der Corona-Pandemie sowohl von der US-Arzneimittelbehörde FDA, als auch von der WHO, der US-Gesundheitsbehörde CDC, von allen grossen Fachzeitschriften und den vorherrschenden Medien fallen gelassen. Die Mainstream-Fachzeitschriften scheinen zumindest momentan auch nicht daran interessiert zu sein, das zu ändern», so Waitzkin. «Wir fragen uns, warum sich all diese Medien nun den bewährten und traditionellen Methoden der kritischen Bewertung von Impfstoffen verschliessen.»

Waitzkin und Larkin sind mit ihrer Forderung nicht allein. Auch andere Wissenschaftler betonten, wie wichtig es sei, immer auch die absolute Wirksamkeit der Impfstoffe anzugeben. 

Berner Studie zur Wirksamkeit der Impfung

Anfang Dezember veröffentlichten Wissenschaftler am Berner Institut für Sozial- und Präventivmedizin, darunter auch der Epidemiologe Christian Althaus, eine Studie, in der sie die Wirksamkeit der Covid-19-Impfung untersucht haben. Das Risiko, wegen Covid-19 in ein Schweizer Spital zu kommen, war demnach für nicht oder nicht vollständig geimpfte Personen durchschnittlich 12,5-mal höher, verglichen mit zweimal Geimpften. Dieser Faktor wurde beeinflusst vom Alter, vom Abstand zwischen Impfung und Infektion und vom Monat. Die Studie ist noch nicht begutachtet worden. Sie bezog sich auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 1. Dezember 2021. Die Berner Wissenschaftler, von denen die meisten auch für das BAG arbeiten, machen ausschliesslich Angaben zum relativen Unterschied. Dieser hängt nicht davon ab, ob gerade viele oder wenige Menschen infiziert sind. Die absolute Risikosenkung und die NNV haben die Wissenschaftler nicht berechnet. Anhand der Angaben in ihrer Studie ist es für die Leserinnen und Leser auch nicht möglich, beides selbst auszurechnen.

Zur Berechnung der Nebenwirkungen fehlen die nötigen Angaben

Was normalerweise ebenfalls zur guten Berichterstattung gehört, ist die absolute Häufigkeit von Nebenwirkungen, die als «number needed to harm» (NNH) bezeichnet wird. Sie gibt an, unter wie vielen geimpften Menschen einer eine Komplikation durch die Impfung erleidet. 

Doch sie wird in den etlichen wichtigen Studien nicht genannt. Eine grosse, viel beachtete israelische Studie beispielsweise untersuchte zwar die Wirksamkeit der mRNA-Impfung, nicht aber die Impfkomplikationen. Waitzkin und sein Kollege versuchten, die NNH anhand der in Impfstudien angegebenen Informationen zu errechnen. Doch das war nur teilweise möglich, weil wesentliche Angaben fehlten.

Grafik NNV
Darstellung der «number needed to vaccinate» (NNV) in verschiedenen Impfstudien in einem Artikel in «The Lancet Microbe». Die senkrechten blauen Striche geben an, in welchem Bereich die NNV in der Studie höchstwahrscheinlich lag. Sie beziehen sich auf die links angegebene Skala. 
Rechts die Angabe der Wirksamkeit, wie sie seit Beginn der Impfungen meist kolportiert wird. Die senkrechten roten Striche beziehen sich auf die rechte Skala und geben an, in welchem Bereich der wahre Wert höchstwahrscheinlich liegt.
Ein Lesebeispiel: Mit der Vakzine von Pfizer/Biontech mussten in der Impfstudie circa 119 Personen geimpft werden, um im Studienzeitraum von rund zwei Monaten eine Erkrankung an Covid-19 zu verhindern. Eine Erkrankung war definiert als positiver PCR-Test plus mindestens ein Symptom. Die relative Wirksamkeit der Impfung betrug etwa 95 Prozent. Der Anteil der Über 65-Jährigen unter den Studienteilnehmenden betrug rund ein Fünftel.
Die verschiedenen Impfstoffe in dieser Grafik sind in Bezug auf ihre Wirksamkeit nicht 1:1 vergleichbar, weil die Beobachtungszeit in den Impfstudien unterschiedlich kurz war (48 Tage bis 3,4 Monate), weil sich das Ansteckungsrisiko unterschied, weil unterschiedliche Bevölkerungsgruppen teilnahmen usw. Alle Berechnungen wurden zudem zu einem Zeitpunkt gemacht, als die Omikron-Variante noch keine Rolle spielte. Deshalb stellt sich immer die Frage, wie gut die Impfung nach der Studie in der praktischen Anwendung ist.
Zum Vergleich: In einer grossen, bevölkerungsbasierten israelischen Studie (ebenfalls vor dem Auftauchen der Omikron-Virusvariante durchgeführt) mussten 217 Personen geimpft werden, um einen Erkrankungsfall zu verhindern.  Zwischen 3’200 bis 5’360 Personen mussten dort geimpft werden, um in den folgenden zwei Monaten einer Person die Hospitalisierung wegen Covid-19 zu ersparen.. © 2021 Piero Olliaro, Els Torreele, Michel Vaillant / The Lancet Microbe / Published by Elsevier Ltd. CC-BY-NC 4.0

Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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19 Meinungen

  • am 12.01.2022 um 12:07 Uhr
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    Vielen Dank! Jedoch: «Das ergibt einen Unterschied von zirka 0,7 Prozent (0,74 minus 0,04).» sollte meiner Ansicht nach eben heissen: «… von zirka 0,7 ProzentPUNKTEN…» Siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Prozentpunkt
    Leider keine offizielle Empfehlung und somit nicht im Lernplan, deshalb das Durcheinander.

    1
  • am 12.01.2022 um 14:40 Uhr
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    Da wir Religionsfreiheit haben darf jeder glauben was er will. Was früher für die Religionen galt, gilt heute auch für die Wissenschaft. Ich glaube an die Aussage der Uni Hamburg. Deren Aussage ist einfach und verständlich dargestellt.

    «Für die Einschätzung des individuellen Nutzens einer Behandlung ist die Absolute Risikoreduktion von Bedeutung.»

    https://www.gesundheit.uni-hamburg.de/wissen/grundwissen/risikoreduktion/besser-einschaetzen.html

    0
    • am 13.01.2022 um 14:31 Uhr
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      Richtiger wäre ist das persönliche Risio und die absolute persönliche Risikoreduktion von Bedeutung.

      1
  • am 12.01.2022 um 15:02 Uhr
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    Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, wenn Sie dem Nutzen dann die Nebenwirkungen gegenüberstellen. Mittlerweile ist dass durch VAERS auch genügend erhoben, um Aussagen machen zu können, auch wenn VAERS das Problem unterapportiert. Eine andere Annäherung ist die allgemeine Übersterblichkeitszu- oder abnahme, die das Problem eher überrapportiert, da auch andere Faktoren noch einfliessen könnten. Ich finde das Zweite aber besser, da hier auch indirekte Faktoren einfliessen (a.e Suizide und Drogenmissbrauch wegen der Massnahmen) im Sinne einer Gesamtkostenrechnung.

    0
  • am 12.01.2022 um 15:54 Uhr
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    Diese seit Beginn der Pandemie kursierenden Zahlen, Tabellen, Vermutungen, unterschiedlichen wissenschaftlichen Meinungen, Veröffentlichungen, Empfehlungen haben m.E. bisher nur eines erreicht: eine tiefe Unsicherheit in breiten Kreisen der Bevölkerung. Warum werden in den Medien ständig – nicht nur bei Corona – Themen diskutiert, die spekulativ sind? Bei Covid-19 ist es so wie bei allen neuen Krankheiten: sie sind anfangs schwer einzuordnen und die Entschlüsselung ihres Wirkmechanismus und daraus resultierende Gegenmaßnahmen brauchen viel Zeit und hinken der aktuellen Entwicklung des Erregers immer hinterher. Wir wissen schon eine ganze Menge über die Pandemie, aber ebenso auch eine ganze Menge nicht. Deshalb würde ich es für wesentlich zuträglicher halten, nicht über jede neue Vermutung oder Entdeckung in diesem Zusammenhang ein großes Palaver zu veranstalten, sondern vorrangig über zwei Themen zu informieren: 1. Was ist Corona? Welche Folgen hat eine Infektion bzw. kann sie haben? 2. Wie kann ich mich nach bisherigen Erkenntnissen am besten davor schützen (wahrscheinlich durch Kontaktvermeidung und Impfung). Die Streiterei, ob nun das eine Medikament sechs Monate und das andere nur vier wirkt, das eine 90prozentig schützt und das andere nur 70%, fällt schon wieder in den Bereich der Spekulation. Und je mehr Brocken ich dem Laien hinwerfe, desto eher wird er sich die heraussuchen, die in sein Weltbild passen. Schon die Koryphäen sind sich ja nicht einig.

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  • am 12.01.2022 um 19:25 Uhr
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    Besten Dank für den klärenden Artikel zur «absoluten Risikoreduktion». Eine äusserst spannende und sehr verständliche Präsentation zu diesem Thema gibt es auf der Homepage der Canadian Covid Care Alliance https://www.canadiancovidcarealliance.org/.

    Bezüglich Impfnebenwirkungen präsentieren UK und die USA ihre Zahlen ziemlich ungeschönt. Interessant wäre der Vergleich mit der Schweiz. Swissmedic will uns gerade wenig berichten dazu. Ich vermute, dass die hiesigen Statistiken aktuell noch weniger dramatisch aussehen würden, als in Grossbritannien. Die daraus hervorgehende spannende Frage wäre: warum? Die Auswertungen der Todesfälle infolge Impfung in den USA weisen darauf hin, dass einige Batches/Chargen eine viel höhere Toxizität ausweisen als andere. Dazu fehlt die Evidenz, jedoch sind die Zahlen so drastisch, dass hier dringend eine Untersuchung eingeleitet werden müsste. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drängt sich die Frage auf, wie es zu solch unterschiedlichen Produktionseinheiten kommen könnte und die Kontrollinstanzen nichts davon merken resp. gänzlich dazu schweigen. Solange hier keine Klarheit herrscht, müssten eigentlich jegliche Impfaktivitäten sofort unterbrochen werden.

    0
  • am 13.01.2022 um 10:01 Uhr
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    Die absolute Risikoreduktion hat mehr mit Beobachtungszeitraum und epidemiologischer Situation zu tun als mit der Impfung. Wenn die absolute Risikoreduktion in zwei Monaten 0,7 Prozent betrug, so betrugt sie nach vier Monaten schon 1,4 Prozent. Wenn eine Epidemie am Anfang oder im Abklingen sich nur langsam ausbreitet so führt der gleiche relative Schutz zu weniger absoluter Risikoreduktion, als wenn sie sich rasch ausbreitet. In den Tests war es teils schwierig, genug neu infizierte Fälle zu bekommen, dann wurde die absolute Risikoreduktion auch klein und man war froh, wenigstens ein signifikantes Resultat zu bekommen. Zur Erfassung der Wirkung, die der Impfung eigen ist kann nur der relative Schutz eine Aussage machen. Je schlimmer die Epidemie wütet, desto grösser wird absoluter Schutz und Nutzen, zum Beispiel jetzt bei Omikron. Darüber sollte man schreiben. Wer über irgendwelche vergangene Werte schreibt, die für die konkrete heutige Situation keine Bedeutung haben, setzt sich dem Verdacht aus, Stimmung gegen die Impfung machen zu wollen.

    8
    • am 13.01.2022 um 19:41 Uhr
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      Dass die ARR und NNV mit dem Infektionsverlauf zusammenhängen, wird im Artikel erwähnt, ebenso die Dinge, auf die es zu achten gilt und wie man den Nutzen leicht verständlich darlegen könnte. Einfach von einem Monat auf den nächsten zu extrapolieren, wie Sie das vorschlagen, geht auch deshalb nicht, weil sich das Infektionsgeschehen ändert und weil die Schutzwirkung gegen symptomatische Infektion in manchen Altersgruppen relativ rasch nachlässt. Unter anderem deshalb wurde ja die Auffrischimpfung empfohlen. Hinzu kam nun noch die Omikron-Variante, gegen die die «alten» Covid-Impfstoffe einen schlechteren Schutz bieten. Wenn sie angesichts dessen aktuelle, valide Zahlen haben zur ARR, zur NNV usw., bin ich daran interessiert. Dass das BAG und der Bundesrat Angaben machen, die so nicht nachvollziehbar sind, können sie mir nicht anlasten. Dass je nach Absicht ausschliesslich die relativen oder die absoluten Zahlen genannt werden, auch nicht. Es wäre ja nicht so schwierig, jeweils beide zu nennen und / oder einfache absolute Häufigkeiten zu nennen. Die Impfstudien wurden meines Wissens an damaligen «Hotspots» begonnen, also stammten auch die ersten Zwischenresultate von dort.

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    • am 14.01.2022 um 09:14 Uhr
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      Selbstverständlich kann man von zwei Monaten auf vier Monate extrapolieren, das Resultat wird zwar nicht ganz genau sein, aber in der Grössenordnung stimmen. Im übrigen wissen Sie genau, was ich meine, qui s’excuse s’accuse.

      4
    • am 15.01.2022 um 13:52 Uhr
      Permalink

      Das mit der Extrapolation ist eine recht gewagte Behauptung die auf dünnem Eis steht. Asbest nach 1 Monat problemlos, nach 20 Jahren tödlich. Zucker und Alkohol dasselbe. Grundsätzlich ist zu sagen dass die Infektion sehr selektiv schwere Krankheit nach sich zieht. Man kann also mit der Auswahl der Testgruppe das Resultat beliebig manipulieren. Bei sehr alten Menschen, dort wo die Impfung eigentlich am nötigsten wäre nützt sie auch nicht mehr viel. Wo kein Immunsystem (mehr) ist kann auch keine Impfung mehr wirken da auch mit Impfung zu wenige Antikörper gebildet werden. Im Grossen und Ganzen ist es sinnlos die Bevölkerung durchzuimpfen da nur etwa 2% überhaupt anfällig sind für schwere Erkrankung (ab Hospitalisierung) zumal die Impfung die Verbreitung des Virus nicht stoppt sondern höchstens reduziert, wenn überhaupt.

      0
    • am 15.01.2022 um 16:30 Uhr
      Permalink

      Nein, Herr Fierz, ich weiss nicht, was Sie meinen.

      0
    • am 14.01.2022 um 21:13 Uhr
      Permalink

      @Lukas Fierz
      Versprochen wurden uns zwei «Impfungdosen» mit einer Wirksamkeit von ca. 94%. Die Absolute Risiko Reduktion der Zulassungstudie wurde uns verschwiegen!
      Im menschlichen Körper gibt es mehr Viren und Bakterien als Körperzellen. Dazu gehören auch Corona-Viren.
      Wie erklären sie sich den Corona Ausbruch auf der Antarktis Forschungsstation? Alle geimpft, getestet und vorher Quarantaine.

      1
    • am 15.01.2022 um 09:25 Uhr
      Permalink

      @Norbert Kunz
      Versprochen wurde zunächst gar nichts, sondern man hoffte, mit der Impfung einen Schutz von relativ ca.70 Prozent zu erreichen. Diese Hoffnung wurde weit übertroffen. Schwere Verläufe, Hospitalisationen, Intensivpflegebedürftigkeit und Todesfälle finden sich schwerpunktmässig bei Ungeimpften, auch wenn da und dort versucht wird, den Blick dafür zu vernebeln.

      2
    • am 15.01.2022 um 09:36 Uhr
      Permalink

      Die Darstellung, man habe mit der Impfung gehofft, einen Schutz von 70 Prozent zu erreichen, ist nicht korrekt. Bei und nach der Zulassung haben Hersteller und Behörden verbreitet, Comirnaty von Pfizer schütze zu 95 Prozent (96 Prozent bei 16- bis 55-Jährigen, 94 Prozent bei über 55-Jährigen).
      Bei 70 Prozent der Studienteilnehmenden kam es zu leichten Nebenwirkungen wie Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen.

      1
    • am 15.01.2022 um 09:59 Uhr
      Permalink

      @U.P.Gasche, Sorry für die Rechthaberei. Bei Beginn der Entwicklung der COVID-Impfungen (mRNA und andere) hatte man die Hoffnung, Impfstoffe zu erhalten, die zu 70 Prozent oder besser schützten. In der Test- und Zulassungsphase war dann jedermann überrascht, dass die Testergebnisse viel besser ausfielen und bis 95 Prozent relativen Schutz boten. Das war kein Verpsrechen, somndern eine Feststellung. Es war auch von Anfang an jedem über Biologie und Imfungen Informierten klar, dass der Impfschutz nicht dauerhaft derart hoch bleiben werde. Aber auch so übertraf die Wirksamkeit das, was man erhofft hatte, mit praktischer Elimination der schweren Verläufe. Wer das dauernd kleinredet hat eine infantile Vorstellung von Medizin oder eine querulatorische Veranlagung oder beides.

      2
    • am 15.01.2022 um 12:14 Uhr
      Permalink

      @Lukas Fierz. Sie bezogen sich auf einen Kommentar von Norbert Kurz, der schrieb, es seien «uns zwei‹Impfungdosen› mit einer Wirksamkeit von ca. 94% versprochen worden». Was man sich von den Impfstoffen einmal erhofft hatte (angeblich 70 Prozent), davon war in den Kommentaren nie die Rede, sondern von den Angaben, die bei der Zulassung und nachher gemacht wurden. Die Feststellung einer Wirksamkeit von 94% war ein Versprechen an alle, die sich für oder gegen das Impfen entschieden. Es ist auch korrekt, wie Herr Kurz schrieb, dass die absolute Risikoreduktion verschwiegen wurde.
      Dass die Impfung bisher sehr viele schwere Fälle verhinderte, ist unbestritten. Auch die bisher Kommentierenden stellten dies nicht in Frage.

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    • am 15.01.2022 um 14:00 Uhr
      Permalink

      Ich stelle die Impfung nicht grundsätzlich in Frage, ich stelle die flächendeckende Impfnötigung durch gezielten Massnahmendruck in Frage. Da nur etwa 2% der Infizierten (WHO/Jan 2021) überhaupt schwer erkranken macht es nicht viel Sinn 98% zu impfen zumal die Impfung die Verbreitung des Virus nicht stoppt sondern bestenfalls verlangsamt. Risikogruppen sollten sich impfen lassen, damit hat es sich. Eine sachliche gut begründete und differenzierte Informationskampagne auch über Hausärzte hätte mehr Nutzen als Freiheitsbeschränkung. Unter den 30-40% nicht geimpften sind sicher einige die es brauchen könnten, und unter den anderen 60-70% geimpften ist die absolute Mehrzahl völlig unnötig geimpft. Hoffen wir mal dass die Langzeitschäden eine ebensolche Fantasie bleiben wie die 180 Mio Toten die die WHO Ende 2019 prognostizierte.

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    • am 15.01.2022 um 00:11 Uhr
      Permalink

      Auch die neuesten Studien deuten auf eine zeitlich und sachlich sehr beschränkte Wirkung selbst von Booster-Impfungen gegen Omikron an. Das muss zwingend thematisiert werden. Wer heikle Fragen nicht angeht, nur um keine „Stimmung gegen die Impfung“ zu machen, setzt sich dem Verdacht aus, Mythen kultivieren und echte Wissenschaft zu verhindern. Gehen wir doch diese Punkte miteinander an. Vielleicht haben wir dann nächsten Herbst einen verlässlichen Impfstoff gegen die neue Variante, den wir dann den besonders Gefährdeten vorbehalten können. Der Rest der Bevölkerung braucht aufgrund der ganz überwiegend milden Verläufe keine (weitere) Impfung.

      1
  • am 13.01.2022 um 11:24 Uhr
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    Das Risiko an Covid schwer zu erkranken ist nicht gleich verteilt. Es betrifft vor allem die Risikogruppen (alt, krank, schwer übergewichtig). Eine Breitbandstatistik zum ‹Nutzen› der Impfung ist deshalb grundsätzlich falsch. Es nützt nicht viel 7 Millionen die kein Risiko tragen zu impfen zumal die Impfung die Verbreitung des Virus nicht stoppt. Relevant ist einzig und allein wie gross die Impfrate bei den Risikogruppen ist. Schülter, Jugendliche, Erwachsene bis zum Rentenalter zu impfen bringt die Impfrate hoch, verhindert aber höchstens vereinzelte Erkrankungen die epidemiologisch irrelevant sind.

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