Olympia: Die statistisch korrektere Medaillen-Rangliste

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Red. /  Logisch, dass China mit 1,4 Milliarden Einwohnern mehr Medaillen macht als die Schweiz. Infosperber zeigt die gewichtete Rangliste.

Wenn man die Zahlen der Einwohner der verschiedenen Länder berücksichtigt, sieht die Medaillen-Rangliste ganz anders aus. An der Spitze standen am 3. August Neuseeland und Kosovo mit mehr als einer Goldmedaille pro Million Einwohner.

In der folgenden Tabelle sind alle Länder aufgeführt, deren Athleten bis zum 3. August mindestens zwei Goldmedaillen erhielten. In Klammern die Zahl der Goldmedaillen pro Land.
China, die USA und Deutschland fallen in der Rangliste stark zurück.

Medaillen 3.8.21
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6 Meinungen

  • am 3.08.2021 um 09:43 Uhr
    Permalink

    da habe ich auch schon darüber nachgedacht. allerdings finde ich diese Darstellung auch völlig falsch. China hat zwar ca 170 mal mehr Einwohner, kann aber nicht 170 mal so viele Athleten schicken. Es sind pro Land und Disziplin maximal 4 Athleten (Einzelwettkampf) und bei Teamsport wie Basketball nur eine Mannschaft. korrekter wäre es die Anzahl aktiver Sportler sowie die finanzielle Förderung darzustellen.
    hätten alle Länder die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung, dann wäre es wirklich interessant.

    0
    • am 3.08.2021 um 17:26 Uhr
      Permalink

      Die Länder-Vergleiche sind generell nicht aussagekräftig, sind doch viele Sportarten auch von der Topographie eines Landes geprägt. Z.B.: Ein Förderbeitrag von 5 Mio CHF für den Skisport bringt in der Schweiz total andere Resultate als z.B. in Tunesien. Zudem haben arme Länder und deren Bevölkerung eventuell andere Prioritäten, als den Spitzensport zu fördern. Die Vergleiche sind arrogant, sonst gar nichts. Wer, ausser reiche Länder oder Diktaturen, hat denn etwas von diesen idiotischen Ranglisten?

      1
  • am 3.08.2021 um 13:34 Uhr
    Permalink

    Gratulation – eine gute, neue Art der Bewertung –
    die interessant und gut ist –
    und auch verbesserungs-fähig:
    Da sehr viel von Ausnahme-Talenten, der Tages-Form des Sportlers oder der Tages-Form der Teams, der Tageszeit, den Tages-Witterungs-Bedingungen abhängt, wäre es gut,
    eine Gesamt-Zahl nahe 2 Medaillien –als wahrscheinliches Zufallsprodukt– aussen vor zu lassen..

    Da grosse Länder durch die Begrenzung der anzumeldenden Atlethen und Mannschaften benachteiligt werden, sollten man nur ähnlich grosse Länder miteinander vergleichen —
    Sonst ist ES so, dass je kleiner das Land, umso grösser die Chance einer Best-Wertung nach Ihrer Werte-Skala.

    Beispiel: 3 Länder des Ex-Jugoslawien schneiden sehr gut ab. Wie anders sähe es aber aus, wenn das komplette Ex-Jugoslawien angetreten wäre ?!
    Setzt man Einwohner/Medaillien ins Verhältnis zu einander, so ergeben sich folgende Mittelwerte
    :
    Mio Einw 2 10 50 100 500 1000
    GoldMed 1 3 5 9 22 40

    Die Länder, welche über/uner diesen Mittelwerten liegen, sind TATSÄCHLICh besser/schlechter in ihrer Medaillien-Ausbeute.

    Also: ein sehr guter, neuer Denk-Ansatz (! Glückwunsch !) , der noch ausbaufähig ist.

    wolfge

    1
    • am 13.08.2021 um 21:21 Uhr
      Permalink

      «Da sehr viel von Ausnahme-Talenten, der Tages-Form des Sportlers oder der Tages-Form der Teams, der Tageszeit, den Tages-Witterungs-Bedingungen abhängt, wäre es gut,
      eine Gesamt-Zahl nahe 2 Medaillien –als wahrscheinliches Zufallsprodukt– aussen vor zu lassen.. »

      Das gilt doch bei jeder einzelnen Medaillie?

      Mit dieser Begründung allen (kleinen) Länder (mit einer Medaillie) pauschal 100% ihres Erfolges und allen anderen nichts zu streichen, kommt mir sehr willkürlich vor. Es wertet nicht ganz so kleine Länder mit 2 oder 3 Medaillien auf …

      0
  • am 3.08.2021 um 13:38 Uhr
    Permalink

    Bitte etwas korrigieren:

    Die Tabelle wird anders dargestellt, als von mir angelegt,
    daher bitte ich höflich, die Abstände Ihrerseits so umzubauen,
    wie es logisch ist.
    Herzlichen Dank!

    wolfge

    0
  • am 3.08.2021 um 14:44 Uhr
    Permalink

    Die «korrektere» Liste ?!

    NUR die Gold-Medaillien zu werten halte ich für «allzusehr vereinfacht», weil der Unterschied von Gold zu Bronze meistens sehr gering ist.
    Wollte man den Sportlern wirklich gerecht werden, so dürfte es eigentlich nur Gold-Medaillen geben, also beispielsweise
    Gold erster/zweiter/dritter Klasse….

    Die jetzige Abstufung in Gold/Silber/Bronze halte ich für so übel wie diskriminierend für alle Sportler 1

    Will man die Medaillen-Ausbeuten der Länder fair vergleichen werten, so könnte man beispielsweise
    die Anzahl Gold mit 1,05 multiplizieren
    die Anzahl Silber mit 1,03
    die Anzahl Bronze mit 1,00

    wolfge

    1

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