Die Notenbanken sind am Ende ihres Lateins

Marc Friedrich und Matthias Weik © cc
Marc Friedrich und Matthias Weik / 23. Jun 2019 - Die gewagte Geldpolitik hat ihre Ziele verfehlt. Die drohende Rezession bringt die Politik der Geldschwemme noch näher zum Abgrund.

Fortsetzungen sind meist nicht so gut wie das Original aber bei Mario Draghi´s «Whatever it takes» war der erste Teil schon verheerend. Nun hat er es wiederholt verlauten lassen. Obwohl die Bilanz der EZB auf Rekordniveau ist, will er die Geldschleusen weiter öffnen, Anleihen von Staaten und Unternehmen kaufen und die Zinsen senken: Von heute bei null Prozent runter in den negativen Bereich wie bereits in der Schweiz.

Was ist der Auslöser? Es sind miese Konjunkturaussichten, eine zu geringe Inflation sowie eine drohende Rezession am Horizont, die unter den Währungshütern für Panik sorgt. Denn auch die US- Notenbank FED signalisiert Zinssenkungen. Andere Notenbanken sind schon aktiv geworden: In Australien sind wir auf einem Rekordtief, Indonesien, Indien, Malaysia, Philippen, Neuseeland und auch China sahen sich ebenfalls genötigt, die Zinsen noch stärker zu senken als während der Finanzkrise 2008!

EZB-Chef Draghi droht mit einer Ausweitung seiner verheerenden Notenbankpolitik und bringt damit nicht nur US-Präsident Donald Trump zum Glühen. Es steht ein Währungskrieg bevor. Die Zinsen werden weiter sinken, es wird noch mehr Geld in Umlauf gebracht und es werden noch mehr Anleihen von faktisch bankrotten Staaten und Unternehmen gekauft.

Sollte sich der Ausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen, kündet EZB-Chef Draghi bereits eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik an.

Mario Draghi: «Wir sind bereit, alle Instrumente zu nutzen, die notwendig sind»

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bereits Anleihen im Volumen von rund 2,6 Billionen Euro gekauft. Dennoch kündigte der EZB-Chef Mario Draghi an, diese gefährliche Geldpolitik noch weiter voranzutreiben. Früher verkündetet er die Devise: «whatever it takes». Heute: «Ein zusätzlicher Stimulus ist nötig» und noch besorgniserregender: «Wir sind bereit, alle Instrumente zu nutzen, die notwendig sind.» Diese Aussagen sollten uns spätestens jetzt alle auf die Barrikaden treiben, denn wir werden für die zum Scheitern verurteilte Notenbankpolitik einen immer höheren Preis bezahlen. Wir erwarten nach den Äusserungen Draghis, dass die EZB bereits schon auf ihrer nächsten Sitzung am 25. Juli eine Senkung der Zinsen auf unseren Bankguthaben beschliesst.

Keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung

Alle Anzeichen stehen auf Rezession, insbesondere beim Exportweltmeister und Stütze der Eurozone – Deutschland. Deutschlands Schlüsselindustrie – die Automobilbranche – hat nicht nur etliche Probleme an der Backe, sondern befindet sich schon in einer Rezession. Insbesondere im Gigamarkt China sieht es zappenduster aus. Die PKW-Verkaufszahlen in China sanken laut China Association of Automobile Manufacturers im Mai abermals um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für die ersten fünf Monate 2019 ist ein Verlust von 15 Prozent zu verzeichnen. Die gesamten Fahrzeugverkäufe (PKW, Busse und LKW) sind in China, im Mai 2019 um 16,4 Prozent zum Vorjahresmonat gesunken.

Auch andere Indikatoren verheissen nichts Gutes: Im April 2019 ist die Rohstahlproduktion in den deutschen Hüttenwerken um 8,7 Prozent zum Vorjahresmonat gesunken. In den ersten vier Monaten 2019 sank der Output um 4,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Bereits im Jahr 2018 sank der Output um 2,2 Prozent. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die Rezession in Deutschland und in den Euroländern voll einschlägt. Und genau dann wird ein panischer Mario Draghi konkret in Aktion treten.

Ein weiteres Indiz für eine Rezession sind die Bestellungen von Aluminium, diese sind so schwach wie seit 2009 nicht mehr!

Euro verliert gegenüber dem US-Dollar

US-Präsident Trump wird eine Abwertung des Euros, welche Exporte aus der Eurozone in die USA erleichtert, nicht teilnahmslos hinnehmen. Trump schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: «Mario Draghi hat gerade angekündigt, dass weitere Stimuli kommen könnten, was den Euro gegenüber dem Dollar sofort fallen liess». Dies mache es «ihnen» zu Unrecht leichter, gegen die USA im Wettbewerb anzutreten. Sollte Draghi tatsächlich seine Drohungen wahr machen, werden wir auf die Konsequenzen aus den USA in Form von drastischen Zöllen gewiss nicht lange warten müssen. Aber auch die FED wird dieses Jahr noch die Zinsen senken, um die Konjunktur anzukurbeln.

Noch billigeres Geld für faktisch bankrotte Staaten

Als Folge von Draghis Ansage sanken im Handel mit europäischen Staatsanleihen die Zinsen noch weiter. Selbst die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen aus Frankreich und Österreich rutschten erstmals in den negativen Bereich. Betrachtet man die verheerenden volkswirtschaftlichen Eckdaten Frankreichs, dann wird auch dem Letzten der Irrsinn bewusst. In Deutschland sind die zehnjährigen Bundesanleihen noch tiefer in die Negativzone geruscht und erreichten ein Rekordtief bei minus 0,33 Prozent.

Selbst der Marktzins für risikoreiche Griechenanleihen fiel um 0,22 Punkte auf 2,47 Prozent. Zehnjährige Italien-Anleihen fielen um 0,21 Punkte auf 2,09 Prozent. Faktisch bankrotte Länder wie Italien und Griechenland können sich also trotz Rekordverschuldung, hoher Arbeitslosenquoten und einer Industrieproduktion auf dem Niveau von vor 20 oder 30 Jahren günstiger verschulden als je zuvor. Offensichtlich lautet heute das Motto, je schlechter die Bonität, desto niedriger der Zinssatz.

Billiges Geld wird zur Droge

Draghi will mit seiner Politik des billigen Geldes alles versuchen, um eine Rezession zu vermeiden. Dies wird ihm jedoch nicht gelingen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit ist, bis unser auf Pump und kontinuierlichem Wachstum basierendes Wirtschafts- und Finanzsystem uns mit einem Riesenknall um die Ohren fliegt. Staaten, viele Unternehmen und Privatpersonen sind bereits bis zur Halskrause verschuldet. Die Welt ist süchtig nach der Droge des billigen Geldes. Diese Droge wird es in Kürze in gigantischen Mengen geben. Doch Fakt ist: Mit Gelddrucken lässt sich niemals eine Krise nachhaltig lösen.

Mit der kommenden Rezession werden die Notenbanken global zukünftig in noch grösserem Stil als in der Vergangenheit die Geldschleusen öffnen und die Zinsen weiter senken. Die EZB wird noch drastischer in die Märkte eingreifen und Zombieunternehmen wie beispielsweise die italienischen Banken weiterhin am Leben erhalten. Die Zinsen werden weiter sinken und die Notenbankbilanzen werden in gigantischem, uns bis dato unbekanntem Stil aufgebläht, um den Schein einer funktionierenden Finanzwelt weiter aufrecht zu erhalten.

Folgen für uns Bürgerinnen und Bürger

Die Immobilienblase wird noch gigantischer und Wohnen noch mehr zum Luxusgut. Noch mehr Menschen werden mit Geld, dass sie nicht haben, Immobilien erwerben, welche sie sich nicht leisten können. Banken und Versicherungen sowie am Schluss die Sparer werden weiter unter dem Notenbankexperiment leiden. Wir alle werden durch die Niedrigzinsphase weiter enteignet und sind Opfer dieses Ausnahmezustands. Die Altersvorsorge wird noch schwieriger. Immer mehr Menschen werden im Alter zu wenig zum Leben zu haben. Die Altersarmut wird weiter zunehmen. Junge Menschen können heute nicht mehr adäquat für das Alter vorsorgen. Altersarmut ist vorprogrammiert. Lebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträge und Riesterrenten erwirtschaften nicht mehr die versprochenen Erträge. Wenn überhaupt, werden diese zumeist von den Gebühren wegfressen. Die Garantiezinsen werden weiter sinken und immer mehr Finanzinstitute werden Filialen schliessen und von der Bildfläche verschwinden.

Notenbaken betreiben eine Politik der Schadensmaximierung

Das Einzige was die Notenbanken mit ihrer Politik erreichen werden, ist sich abermals teuer Zeit zu erkaufen und einen Crash in die Zukunft zu verschieben – zum Preis, dass der Crash umso heftiger ausfallen wird. Fakt ist: Keine Krise wurde jemals und wird auch in Zukunft jemals nachhaltig mit Gelddrucken verhindert. Auch wenn immer mehr Ökonomen einer neu entstandenen «Modern Money Theorie» (MMT) anhängen. Das einzige, was momentan von den Notenbanken betrieben wird, ist volkswirtschaftliche Schadensmaximierung. Den Preis dafür werden wir Bürgerinnen und Bürger zahlen. Es ist an der Zeit, dem Wahnsinn ein Ende zu setzen.

Was tun, um sich und sein Vermögen zu schützen?

Nie war es wichtiger, sein Vermögen zu streuen und Gegengewichte gegen dieses Notenbankexperiment zu implementieren. Man sollte in Sachwerte investieren, deren Menge die Natur limitiert. Gold, Silber, Platin, Diamanten, Unternehmensbeteiligungen, Wald und Land aber auch exotische Beimischungen wie Whisky, Uhren. Selbst Cash zu halten ist besser als Bankeinlagen.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Die beiden Ökonomen und Querdenker Marc Friedrich und Matthias Weik sind Inhaber der von Banken und Finanzunternehmen unabhängigen Vermögenssicherung (haftungsbeschränkt).
Friedrich und Weik haben gemeinsam folgende vier Bücher geschrieben:

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9 Meinungen

Unter dem Titel 'Freie Welt-Wirtschaft' findet seit Jahren ein Welt-Währungskrieg statt. Dabei manipulieren die Players ihre Währung bis zum Exzess. Inzwischen sind sie ausser Kontrolle.

= Sie nennen es 'quantitative easing' (Geldschwemme) + bezwecken, den Export der eigenen Güter zu vergünstigen, um die eigene Wirtschaft ingang zu halten.
- Ohne sie hätten wir Massen-Arbeitslosigkeit.
- Mit ihr haben wir Massen-CO2-Ausstoss (völlig überhitzte Wirtschaft).

= Die wichtigsten Players sind ...
- Japan (seit 2001; seit 'Fukushima' Hoffnung-los verschuldet)
- USA (seit 2008; inzwischen bei USD 2.5 Billionen angelangt; die Zins-Schulden nehmen laufend zu + werden irgendeinmal unbezahlbar werden)
- Die EUR-Staaten (seit 2015; inzwischen bei EUR 2.6 Billionen angelangt; auch bei ihr nehmen die Zins-Schulden laufend zu)
- China (riesige Staatsverschuldung)
- Die Schweiz (von 2009 ... 2015; derzeit über Fremd-Währungsinvestitionen bewerkstelligt; das kommt am Ende aufs Selbe heraus ...)

Geld-Politik + Finanz-Politik + Wirtschafts-Politik ist so betrieben eine andere Form von Krieg: Krieg 'Alle gegen Alle' unserer Politiker:Innen in unserem Namen. Wollen wir das?

Kürzlich widmete mein Lieblings-Kommentator Steingart dem Thema einen schönen Teil seines 'Morning Briefing': Artikel unten.
Konrad Staudacher, am 23. Juni 2019 um 12:10 Uhr
Warum so pessimistisch? (1) Bis jetzt hat jede Konjunktur Hoch- und Tiefphasen gehabt. Das ist auch gut so, denn nichts – auch nicht das Geld – kann unendlich wachsen. Rezessionen sind also gut, nicht schlecht und wer hier Angst erzeugt hat seine eigenen Motive dafür. (2) Die Religionen waren aus gutem Grund schon immer gegen Zinsen. Null-Zinsen bzw. Negativzinsen machen uns deutlich, dass Geld ein Tauschmedium sein sollte und nicht Machtmittel. Auch hier ist eine Korrektur unseres Denkens ein heilsamer Vorgang. (3) Den einzigen Fehler (aber einen gewaltigen), den die Notenbanken machen, ist das Geld den Banken anstatt den Konsumenten zu geben. Würden sie das nämlich tun, dann wäre es die beste Stabilisierung der Konjunktur, würde den sozialen Frieden garantieren und die Zukunftsangst nehmen, damit den Stress reduzieren und die Gesundheit fördern. Das erfordert jedoch eine Demokratie von unten und die müssen wir zusammen schaffen, denn die Alternative wäre eine weitere Versklavung durch Mächte, die nur – die Lektion der Französischen Revolution vergessend - an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert sind.
Michel Mortier, am 23. Juni 2019 um 14:19 Uhr
Friedrich und Weik schreiben: «Draghi will mit seiner Politik des billigen Geldes alles versuchen, um eine Rezession zu vermeiden.» Das ist nicht ganz richtig, Draghi will lediglich eine Rezession während seiner Amtszeit vermeiden. Da diese in Bälde zu Ende gehen wird, dürfte Draghi erfolgreich sein. So funktionieren eben die Investment Banker. Sein Nachfolger wird als derjenige in die Geschichte eingehen, der für die massive Rezession verantwortlich war.

Zu Draghi's Ehrenrettung sei beigefügt, dass er mit seiner Politik, dauernd gegen alle EU- und Euro-Regeln zu verstossen, in der EU in bester Gesellschaft ist.
Hans Geiger, am 23. Juni 2019 um 15:02 Uhr
Machtverschiebung ab 70er Jahre: Weg vom Arbeiter hin zum Kapital ("Reichen» & deren Unternehmen). Stichworte: Neoliberalismus, Abbau der Arbeiterrechte ("Flexibilisierung"), Steuersenkungen ("oben").

Dadurch floss - proportional - weniger Geld in die Hände der «unteren» 80%, mehr zu den 20% Reichsten.

Wie wirkt sich solches auf die Güter- & Dienstleistungsmärkte (G & D) aus?

Die 80% geben weiterhin all (!) ihr Einkommen aus, bei den 20% bleibt jedoch ein zunehmend grösserer Teil liegen (Einnahmen > Ausgaben; (Spar-)Geldvermögen steigt). Den (einheimischen) G- & D-Märkten droht die Flaute. Mit Produktivitätssteigerungen - ohne entsprechende Lohnsteigerung - droht dann auch noch Arbeitslosigkeit.
Ausser:
1. Die Reichen «geben» das gesparte/angesammelte Geld den 80%, die es dann für G & D ausgegben & so (ihre) Arbeitsstelle schaffen/erhalten. Das «geben» ist (für den Nehmenden): «Schulden machen». Privathaushalte mit irgendwelchen Krediten & Hypotheken; oder indirekt über den Staat: Ausgaben für Infrastruktur, Lehrer, Polizisten usw. (ohne dafür Steuern zu erheben).
2. Mit Lohn-/Steuerdumping werden Exportüberschüsse (D, CH) erzielt und so die Arbeitslosigkeit anderen Ländern (Importeuren) aufgebürdet. [Weltweit: Export = Import]
3. Demokratisch wird dafür gesorgt, dass - wie in den 50-60er Jahren - das Geld wieder verstärkt in Hände fliesst, die die G & D mit Arbeitseinsatz erschaffen und mit dem Geld auch diese G & D nachfragt/kauft.

Nur letzteres ist keine Scheinlösung.
Stephan Kühne, am 23. Juni 2019 um 18:52 Uhr
"Billiges Geld wird zur Droge» sollte wohl heissen «Billiges Geld wurde bereits seit Jahren zur Droge"

Die Finanzkrise 2007 die sich allerdings selbst bereits lange zuvor angekündigt hatte wurde bis heute eben wegen dieser Droge nie überwunden.
Andres Stäubli, am 23. Juni 2019 um 23:15 Uhr
Gute Analyse des kaputten Wirtschaftssystems, aber wo sind die Lösungen?

Hier sind meine Lösungen von meinem sehr,sehr stark reduzierten Artikel:
Zur Überwindung der Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme

1. Die Wirtschaft und das Geld sollten den Menschen dienen und nicht umgekehrt! Unter den Begriffen „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ der französischen Revolution gehört der Begriff der „Brüderlichkeit“ zum Wirtschaftsleben. Die Wirtschaft hat die Aufgabe «füreinander» die Bedürfnisse zu befriedigen.

2. Der „Geld- und Wirtschaftswachstumszwang“ durch die Geldschöpfung über Kredite gehört schnellstens gestoppt! Neues Geld muss über Schenkungen an Bildungs- und Ökologieprojekte in den Kreislauf gegeben werden.

3. Das Aussaugen der Realwirtschaft, inklusive der Sozialstrukturen, der Kultur und der Natur, durch die Spekulanten muss schnellstens massiv eingedämmt werden! (Ca. 50% der heute bezahlten Preise wandert in die spekulative Welt!) Spekulationsbewegungen und Spekulationsgewinne gehören besteuert!

Vollständiger Artikel zu bestellen unter uweburka@posteo.org

Uwe Burka ist internationaler Berater für Siedlungs- und Stadtentwicklungen Stadtentwicklungen und hat leitend zwei sozial-ökologische Dorfgemeinschaften mit neuen Wirtschaftsformen mit aufgebaut. In seinem Buch „Jeder kann die Zukunft mitgestalten“ wird näher auf die heutigen Probleme und deren Überwindung eingegangen. - Gratis als Buch oder elektronisch unter: www.aktivZUKUNFTsichern.com
Uwe Burka, am 24. Juni 2019 um 17:29 Uhr
Auf nichts kann man sich bei den Menschen verlassen! Ausser bei Geldgier und Dummheit!
werner zuercher, am 24. Juni 2019 um 19:08 Uhr
Sagen wir es doch einfach laut und deutlich:
Dieses elitäre Geldsystem, welches zur finanziellen Ausbeutung geschaffen wurde und das zum Ausbluten breiter Bevölkerungsschichten führte, ist am Ende.
Eine «Lösung» gibt es keine. Es wird kollabieren.

Die erwähnten Sachwerte sind hoch angesagt.
Die m.E. beste Idee, gefährdetes Papiergeld aus dem System zu nehmen, bietet sich Eigenheim-Besitzern durch Entnahme von eigenem Geld aus Säule 2 und 3a und Umsetzen der privaten Energiewende in der selbst bewohnten Liegenschaft.
Diese Investition in die reale, lokale (!) Wirtschaft ist hochrentabel (> 60%), aber Banker werden sie Ihnen nicht empfehlen.

Und so wird's gemacht:
https://de.climatestrike.ch/wiki/Call_to_action

Wir unterstützen den gewaltlosen und erdverträglichen Wandel zu einem System mit verbindenden Werten für alle.
https://www.friedenskraft.ch/verein
Paul Steinmann, am 25. Juni 2019 um 09:39 Uhr
Was ich im Text nicht verstehe: «Sollte sich der Ausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen, kündet EZB-Chef Draghi bereits eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik an."
Wieso eine zu geringe Inflation? Wir haben in praktisch allen Märkten (Immo, Aktien,...) Inflation, nur nicht im Gütermarkt. Der grösste Teil vom neuen Geld wird im Derivatenmarkt investiert. Würde auch nur ein kleiner Teil des Geldes, welches in Derivaten steckt, in die Realwirtschaft abfliessen, hätten wir innert kürzester Zeit Hyperinflation in allen Märkten, auch im Gütermarkt. Es scheint mir eher so zu sein, als ob mit der aktuellen Geldpolitik eben auch eine Inflation gezielt hinausgezögert wird und nicht, wie im Text zweimal angemerkt, eine fehlende Inflation zu den Gründen der aktuellen Geldpolitik gehört. Man darf die Politik der Nationalbanken nicht separat betrachten, sondern muss sie im Kontext mit Geschäftsbanken analysieren.
Im aktuellen Geldsystem können Banken wertloses Geld in beliebiger Menge herstellen und damit reale Werte kaufen. Pointiert: Banken können mit Scheisse die Welt kaufen! Und genau das passiert aktuell. Wenn das Geldsystem einbricht, ist die Macht weiterhin gesichtet durch den Besitz von realen Werten wie Immobilien, Firmen, Land, Wasser, ... Um so länger der Zusammenbruch hinausgezögert werden kann, um so grösser wird der Besitz an realen Werten. Inflation ist in dieser Zeit des Kaufs nicht förderlich für die Ziele der Banken. (Theorie)
Stöckli Marc, am 27. Juni 2019 um 09:44 Uhr

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