14'000 Quadratmeter Arealfläche: Erstwohnsitz des Ehepaars Blocher in Herrliberg (eingerahmt) © Swisstop

14'000 Quadratmeter Arealfläche: Erstwohnsitz des Ehepaars Blocher in Herrliberg (eingerahmt)

«Zu viel ist zu viel» oder: Wenn alle wie Blochers lebten

Hanspeter Guggenbühl / 28. Aug 2020 - Mit dem Slogan «Zu viel ist zu viel» wirbt die SVP für die Begrenzungsinitiative. Damit kommt ihr Wortführer in Erklärungsnot.

«Die jetzige Einwanderung ist masslos: Zu viel ist zu viel». Das sagte Christoph Blocher, Chefstratege der SVP, am 23. Februar 2020 in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Und weiter erklärte er: «Seit 2007 ist über eine Million Personen zugewandert (…). Das braucht mehr Siedlungsfläche, zusätzliche Wohnungen, mehr Ärzte, mehr Lehrer.» Damit gab er die Argumentation vor, mit der die SVP ihre Volksinitiative «Für eine massvolle Zuwanderung", die sogenannte "Begrenzungsinitiative», bewerben soll.

Mehr Menschen, mehr Platzverbrauch

Die nun angelaufene Kampagne folgt der Stossrichtung ihres 79jährigen Wortführers aufs Wort: Unter dem Titel «Zu viel ist zu viel: Die Schweiz zerbricht unter dem Druck der masslosen Zuwanderung", schreibt die SVP: «Seit Einführung der Personenfreizügigkeit 2007 sind netto rund 1 Million Menschen in der Schweiz zugewandert. Die Folgen dieser Massenansässigkeit sind für unser kleines Land verheerend: Die Schweiz wird zubetoniert, unsere Infrastruktur ist überlastet».

Diese Argumentation ist an sich nicht falsch: Wenn die Zahl der Menschen zunimmt, steigt tendenziell der Bedarf an Wohnraum, Verkehrsfläche, Infrastruktur etc. Wie viel mehr tatsächlich «zu viel» ist, darüber lässt sich streiten. Fest steht nur: Nicht alle beanspruchen «in unserem kleinen Land» gleich viel Platz; die meisten Zuwanderer eher weniger, SVP-Wortführer eher mehr als der Durchschnitt.

Diesen Befund bestätigt ein Blick in die nationale Siedlungsstatistik und in den Ortsplan der Gemeinde Herrliberg am Zürichsee, wo Christoph Blocher mit seiner Ehefrau seit mehr als 20 Jahren wohnt.

Siedlungsareal im Kanton Zürich: 138 m2 pro Person

Eine Person in der Schweiz beansprucht im Durchschnitt 407 Quadratmeter Siedlungsfläche. Im überdurchschnittlich dicht besiedelten Kanton Zürich, um den es hier geht, sind es pro Person 264 Quadratmeter. Das zeigt die neuste Arealstatistik des Bundes (Stand 2018).

Von diesen 264 Quadratmetern entfallen 48 Prozent auf Verkehrs-, Industrie-, Gewerbeflächen sowie öffentliche Erholungsflächen, die wir hier ausklammern. Damit bleiben pro Person im Kanton Zürich im Schnitt 138 Quadratmeter «Gebäudeareale», die mehrheitlich zum Wohnen genutzt werden. Dieser Schnitt von 138 Quadratmetern ist für den folgenden Vergleich die naheliegendste Zahl.

Wohnareal des Ehepaars Blocher: Rund 14 000 m2

Nun kommen wir zum informativen öffentlichen Ortsplan der Gemeinde Herrliberg und damit zum Hauptwohnsitz des Ehepaars Silvia und Christoph Blocher. Mit ihren zusammenhängenden drei Grundstücken (Katasternummern 6298, 6299 und 6300) bewohnen die Blochers an dieser schönen Aussichtslage, über die auch andere Medien schon leicht neidisch berichtet haben, seit über 20 Jahren eine Arealfläche von 11 000 Quadratmetern. Davon entfällt ein kleiner Anteil, sagen wir tausend Quadratmeter, auf das Bürogebäude der Ems-Chemie-Holding, in dem Blochers Tochter Magdalena Martullo und einige MitarbeiterInnen zuweilen arbeiten oder Sitzungen abhalten. Damit bleibt für das Ehepaar Blocher ein Wohnareal von rund 10 000 Quadratmeter mit geräumigem Wohnhaus und grosszügigem Park. Mit 5000 Quadratmeter pro Person beanspruchten Blochers damit eine 36 Mal so grosse Arealfläche wie der Durchschnitt der Bevölkerung im Kanton Zürich.

So war es bis 2017. In diesem Jahr kaufte das Ehepaar Blocher zwei benachbarte Grundstücke mit einer Fläche von zusammen 4265 Quadratmetern dazu und erweiterte damit sein selber bewohntes Areal (abzüglich Büro der Ems-Holding) auf rund 14 000 Quadratmeter. Zum Vergleich: Auf diesen 14 000 Quadratmetern Wohnareal liessen sich – beim erwähnten Durchschnittsverbrauch von 138 Quadratmetern im Kanton Zürich – rund hundert zuwandernde Personen ansiedeln.

Das allerdings entspricht nicht Blochers Plänen. Denn auf den neu erworbenen Grundstücken mit den Nummern 5981 und 5983, so zeigte die Baustelle auf der Swisstop-Aufnahme, entstehen zusätzliche Gebäude, in denen Christoph und Silvia Blocher ihre persönliche Bildersammlung und allenfalls private Bedienstete einquartieren wollen, sowie eine Erweiterung ihres bestehenden Parks.

Politische Botschaft contra privaten Lebensstil

So viel zur Kluft zwischen politischer Botschaft («Einwanderung ist masslos. Zu viel ist zu viel») und privatem Lebensstil – eine Kluft, die sich auch bei anderen Politikerinnen und Politikern feststellen lässt.

Der Schreibende hat SVP-Politiker Christoph Blocher am 25. August die oben aufgeführten Daten über die Arealflächen schriftlich vorgelegt und ihm die Frage gestellt: «Wie rechtfertigen Sie Ihren weit überdurchschnittlichen Siedlungsanteil, den Sie privat beanspruchen, mit Ihrer politischen Sorge, dass die Zuwanderung zusätzlichen Siedlungsanteil benötigt?»

Christoph Blocher: "Vieles falsch"

Am 27. August übermittelte Christoph Blocher "in aller Kürze" folgende Antwort:

"1. Eine Million zugewanderter Peronen entspricht gut dem zweifachen der Stadt Zürich und braucht entsprechende Siedlungsfläche.

2. An Ihren über mein Grundstück und deren Siedlungsfläche gemachten Aussagen ist so vieles falsch, dass ich nicht darauf eingehen kann. Sollten Sie diese veröffentlichen, verbreiten Sie bewusst Fake News."

hpg. Antwort von Infosperber, ebenfalls in aller Kürze: Die Angaben über die fünf zusammenhängenden Grundstücke des Ehepaars Blocher in Herrliberg mit den Katasternummern 6298, 6299, 6300 und 5981, 5983, im Grundbuch eingetragen auf den Namen Silvia Blocher, basieren auf dem öffentlich einsehbaren Ortsplan der Gemeinde Herrliberg und können dort nachgeprüft werden.

Weitere Beiträge zu diesem Thema auf Infosperber:

- "Ecopop entlarvt SVP als Falschspielerin"

- DOSSIER: "Pro und Contra Bevölkerungszunahme"

- DOSSIER: "Führt Wachstum zu Glück oder Crash?"

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine.

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23 Meinungen

Also ich bin immer noch der Überzeugung, dass wir OHNE Blocher schon längst in der EU integriert und zur unkenntlichen Bedeutungslosigkeit geschrumpft wären.
Fair würde ich es werten, wenn sie einen aktuellen Vergleich der «Wohnsituationen» von allen Bundesräten zeigen könnten.
Oder kommt dann Blocher nicht mehr so schlecht weg wie es gewünscht wird.
Und ein aktuellerer Kartenausschnitt wäre auch noch informativer:
https://www.google.ch/maps/place/Herrliberg/@47.2927188,8.6176142,184m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x479aa5eb69c1e581:0x4b472c45bb069b3!8m2!3d47.2895818!4d8.6134257
ANTWORT DES VERFASSERS: Der von Ihnen verlinkte Kartenausschnitt ist älter als der Ausschnitt von Swisstopo über dem Artikel. Ihr Ausschntt zeigt noch das Haus des früheren Besitzers. Der Ausschnitt von Swisstopo erfasst bereits den vom Ehepaar Blocher 2017 veranlassten Umbau. hpg.
freddy ringier, am 28. August 2020 um 12:07 Uhr
Die Gleichung: «Mehr Leute = Mehr nötige Arbeitsplätze» ist unserem Geschäftspolitiker aber natürlich nicht in den Sinn gekommen.Oder «Mehr Leute = Mehr Kundschaft».Klar kann man die Arbeitsplätze auch «Wegdigitalisieren». Arbeitslose kosten aber wahrscheinlich schlussendlich erheblich mehr.
Speziell in Zürich, wo (bezahlbare) Wohnungen Mangelware sind, und sich die Schlangen dafür über Kilometer erstrecken könnten, wenn man sich an Corona-Regeln hält, kommt früher oder Später die Erkenntnis: es braucht sowieso mehr Wohnungen. Wenn eine Familie mit 2-3 Kindern ihre 5.5-Zimmer nicht mehr braucht, weil die Kinder Flügge sind müssen halt 3-4 kleinere Wohnungen bereitstehen, um im Umfeld des Arbeitgebers bleiben zu können. Das wäre «Nachhaltige Städteplanung».
Claude Fontana, am 28. August 2020 um 14:15 Uhr
Der Neid und die Eifersucht sind neben dem Föhn die ältesten Schweizer Zeitgenossen!
Wieviele Arbeitsplätze hat denn die Ems Chemie geschaffen und wieviele Familien ernährt? Dies können nicht viele «Schweizer Unternehmen» behaupten, deren Aktionariat heute mehrheitlich im Ausland sitzt, weil die Schweiz die Überfremdung nicht abwenden konnte!
Und wie steht es mit dem neuen Grundstück von «Roger» Federer in Jona?
Federer ist ein guter Schweizer Botschafter, aber zuviel ist wirklich zuviel!
Man sollte zumindest mit den gleichen Ellen messen!

Neid und Eifersucht helfen nicht weiter, das ist niederträchtig. Ich freue mich über alle Zeitgenossen, denen es gut geht, sie bezahlen einen Teil meiner Steuern...
Da muss ich aufpassen, bevor ich mit Gift spritze!
Beda Düggelin, am 28. August 2020 um 14:39 Uhr
Die Pendler von Frankreich, 180 000 pro Tag, verursachen viel mehr Staus, Lärm und auch Unfälle. Sie bezahlen nur die Vignette (fr. 40.-). Viele ältere Romands haben ab 50 keine Arbeit mehr, obschon viele erfahren und qualifiziert sind.
Hauptursache: die 18 % vom Koordinationsabzug für die 2. Säule. Es ist der «Wille des Gesetzgebers» hat mir Frau S. Sommaruga im Mai 2019 geschrieben.

... Und der Gesetzgeber ist: zuerst das Parlament, daher die SVP, die SP, usw…

Alle sind dafür verantwortlich, dass es der Bevölkerung in der Schweiz nicht gut geht.
Klar ist, dass die Arbeitgeber mit einer harten Konkurrenz im Ausland zu tun haben.

Aber ganz klar: seit der Personenfreizügigkeit sind sehr viele «ältere» Arbeitnehmer ab 50 arbeitslos, obschon ihre Erfahrung und ihre Kenntnisse sehr wertvoll sind!
Francine Borel, am 28. August 2020 um 15:42 Uhr
Der Artikel erinnert mich an die ecopop-Initiative, als watson/Maurice Thiriet uns Initianten mit unseren «Ländereien» an den Pranger stellte. Dass auf unseren Grundstücken Hochstämmer stehen, Gemüsegärten gepflegt werden, Pro specie rara Tiere weiden und Kröten, Frösche, Molche, Ringelnattern, Schwalben, Fledermäuse etc. sich wohlfühlen, war dem Medienschaffenden wurst - er wollte hetzen, nicht informieren. Blochers Anwesen mag grösstenteils kein Biotop sein (ist es aber teilweise) - dieses auf den Mann, auf die Frau Spielen finde ich armselig und zeugt von einer gewissen Argumentationslosigkeit, die wir uns sonst bei Hanspeter Guggenbühl nicht gewohnt sind. Schade! Uebrigens: vielleicht hat es ja auch bei der nächsten Million Zuwanderer wieder ein paar Milliardäre dabei, statt nur solche, welche ihren Lebensstandard aus durchaus achtbaren und verständlichen Gründen verbessern wollen und daher in unser reiches, aber flächenmässig kleines Land ziehen.
Wirth Sabine, am 28. August 2020 um 16:41 Uhr
Hier ist noch eine Begründung, die Massenzuwanderung einzuschränken, und wie das mit Covid-19 zusammenhängt:
Be der gegenwärtigen «Pandemie» (Plandemie) zeigt sich auch, wo die Hotspots sind: Zürich, Basel, Genf Lausanne, alles Orte, in denen Leute zu dicht beieinander wohnen und leben. Das Gleiche zeigt sich in den grossen Städten in Europa! Und die Grünen, Linken, bzw alle Parteien, ausser der SVP, möchten noch mehr Leute herholen, träumen von Wolkenkratzern, weniger Wohnfläche pro Bürger*in, pro Kind! Also ähnliche Zustände wie in Manhattan, Tokio, Hongkong, London und weiteren Städten!

Nein, eigentlich möchten sie das ja auch nicht, aber sie wollen gegen die SVP stimmen und nehmen den Ausverkauf der Heimat in Kauf!

Dank ihrem miesen Demokratieverständnis hätten wir das ja bereits im Februar 2014 geregelt bekommen - ist übrigens immer noch hängig, denn es steht in der Bundesverfassung!

Sollte die BGI abgelehnt werden, wäre die nächste Initiative: «Wollt ihr, dass die Bundes-Verfassung durchgesetzt wird?"

Als Variante könnte die Schweiz auf die Länder mit der entsprechenden Sprache aufgeteilt werden und dem halb zerrütteten EU-Gebilde unterordnen!
Jetzt sind die Demokraten gefragt, was ihnen am Liebsten wäre! Für mich ist der Fall klar: Endlich sauberen Tisch machen und die BGI mit einem klaren JA versehen! Somit wäre auch die Bundes-Verfassung wieder im Lot, insofern das die Bevölkerung wünscht!
Willy Brauen, am 28. August 2020 um 17:10 Uhr
Wir waren schoft froh um die Reichen! Die Meisten schaffen Arbeitsplätze, geben viel Geld aus, lassen oft auch schöne teure Sachen herstellen, woran die Nachwelt Freude hat. Sie Renovieren oft Altertümer wie Schlösser, Möbel, Autos, die der Nachwelt erhalten bleiben.

Dass Reiche auch durch Ausbeutung zu ihrem Reichtum gekommen sind, ist selbstverständlich verwerflich! Aber es gibt keine Regeln ohne Ausnahmen!

Ich denke, Chr. Blocher gehört ganz sicher nicht zu den Ausbeutern!
Willy Brauen, am 28. August 2020 um 17:22 Uhr
Ich finde es penibel, wie Sie auf den Mann zielen, um gewisse Botschaften zu akzentuieren. Unabhängig davon, um welche «Person» es sich handelt: Solche theoretischen Konstruktionen lassen sich zu jedem Thema finden und kommentieren. Wenn Sie schon sagen, dass «diese Argumentation (der SVP) an sich nicht falsch ist», warum gehen nicht auf die Sache ein?? Für mich wären Sie dann glaubwürdiger.
Werner Widmer, am 28. August 2020 um 19:24 Uhr
Die Glaubwürdigkeit von Herrn Blocher in Sachen Umweltschutz hat an einem sehr kleinen Ort platz, das ist unbestreitbar.
Aber ist es sinnvoll, sich immer wieder dermassen intensiv mit dieser Person zu befassen? Im September stimmen wir über diverse Vorlagen ab, nicht über C.B. aus H.
Daniel Heierli, am 28. August 2020 um 20:27 Uhr
Verbauung der Schweiz: Nettozuwanderung Ausländer*innen ist zu 44% für Wohnungsneubau verantwortlich!

Die mittlere Wohnungsbelegung durch die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug im Zeitraum 2000-2018 (Personenfreizügigkeit ab Juni 2002 in Kraft) durchschnittlich 1,9423 Personen. Die Nettozuwanderung an Ausländer*innen betrug im selben Zeitraum +723‘905 Personen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Zuwandernden oft werktätige Einzelpersonen sind und ihre Wohnungsbelegungsquote im Durchschnitt höchstens 1,7 Personen beträgt, so gehen von den 2000-2018 erstellten 959‘721Neubauwohnungen 425‘826 Wohnungen direkt oder indirekt auf das Konto der Ausländer*innen-Nettozuwanderung. Das sind rund 44% der Neubauwohnungen.
Kein Wunder, dass die besiedelte Fläche in der Schweiz ständig zunimmt. Neben den wachsenden Wohnflächen sind auch noch die wachsenden Arbeitsflächen durch die Zunahme der Arbeitsplätze und die wachsenden Verkehrsflächen durch neue Strassen- und Eisenbahnbauten in Rechnung zu stellen.
Alex Schneider, am 29. August 2020 um 07:44 Uhr
Eine «Holding» in seinem Privathaus einzurichten um das Gebäude ebenfalls in Guernsey (mit 0.8%)besteuern zu könen, weil das als «Firmensitz» deklariert wird, ist sicher kein Buebetrickli. Auch ist die EMS-EFTEC-Gruppe sehr «International». Der Hauptteil ihrer Mitarbeiter arbeitet nämlich im Ausland. 2 Werke in Deutschland, Amerika, Und dann wären auch noch Werke in Tschechien, Frankreich und der Ukraine. Insgesamt rühmt sich das Unternehmen, 25 Standorte zu haben, und mit Partnern zusammenzuarbeiten, Denen man im Rahmen der «Konzernverantwortungsinitiative» ganz genau auf die Finger schauen würde. FOXCONN in China, zum Beispiel. Da war die EMS «Zulieferer des Jahres 2016» wenn ich mich recht Erinnere.
Ausserdem Finde ich die «Durchschnittsflächenberechning» im Artikel ziemlich Haltlos, Denn mit dem Lohn, den er in Zürich Verdient, kann sich ein Einwanderer kaum 138 Quadratmeter in Zürich leisten.Dafür braucht es schon 2-3 Einkommen über 5000 fr. und da Spreche ich von Miete, nicht Besitz.
Claude Fontana, am 29. August 2020 um 09:04 Uhr
Dem Tenor der überwiegenden Mehrheit der Kommentare kann nur zugestimmt werden. Es geht ganz sicher nicht darum Blocher zu verteidigen. Der ganze Beitrag von H.P. Guggenbühl ist so was von peinlich und falsch und basiert einzig auf dem Neid der Besitzlosen. Sorry Herr Guggenbühl, Note 1-2, absolut ungenügend!
Roland Hausin, am 29. August 2020 um 12:18 Uhr
Guggenbühl's Fakten regen zu zusätzlichen Rechnereien an und zeigen den Nonsense der Werbeplakate für die Begrenzungsinitiative.
1. Würden alle 8,6 Millionen CH-EinwohnerInnen ein Gebäudeareal (Gebäude und Umgebung) von 7'000 m2 (wie Herr Blocher in Herrliberg) beanspruchen, müsste die Schweiz schon nur für diese Wohnparzellen eineinhalb mal so gross sein, wie sie ist: 60'224 km2! Für alles weitere, z.B. auch für Landwirtschaft, brauchten wir das Vielfache.
2. Die heute beanspruchten Gebäudeareale beanspruchen in der gesamten Schweiz 1'693 km2, mit einem grossen Mix von Wohnungen bis Villen.
3. Die ausgeschiedenen Bauzonen lagen, gemäss ARE im 2017, bei 2'320 km2, da könnten mit dem bestehenden Wohnungsmix und entsprechenden Neubauten noch einige Millionen Menschen mehr in der Schweiz leben, ohne zusätzliche Bauzonen!
Fazit: wir haben mehr als genug Platz, Bauzonen, Infrastrukturen, Strassen etc. um die zukünftigen Generationen und die Neuzugezogenen gut unterzubringen. Wenn wir die Natur und Umwelt erhalten und schützen wollen, so dass auch unsere Kinder und Enkel in einer schönen und gerechten Schweiz leben können, brauchen wir Fairness, Solidarität und Masshalten.
Heini Glauser, am 29. August 2020 um 15:27 Uhr
@Düggelin: Da einem - von Herrn Blocher, seinen & anderen wirtschafts-/werbeabhängigen Medien - die Story der Arbeitsplatz-schaffenden Investoren um die Ohren gehauen wird, verwundert es nicht, dass vielen das Vorstellungsvermögen bezüglich «Schaffen» abhanden kam.

Wer hat hier genau was «geschaffen"/möglich gemacht?

1. Schuf Herr Blocher Arbeitsplätze?

2. (Er-)Schufen die Arbeiter das Milliardenvermögen von B.?

3. Waren es diese von den Arbeitern erschaffenen Milliarden, die es B. erlaubte, mehr Arbeitsplätze zu schaffen?

4. Wer hat hier nun wem was «(er-)schaffen"?

Wie erschafft man sich denn überhaupt Milliarden?

Wer Herrn Blochers Geschichte kennt, weiss, dass es ihm nie um das Schaffen von Arbeitsplätzen ging. Ein Arbeitsplatz hat nur so lange eine «Lebensberechtigung», als er IHM mehr Einkommen (ver-)schafft. Siehe z.B. «Filetierung"/Ausverkauf von Alusuisse-Lonza: Energiebereich nach Deutschland, Alu-Bereichs nach Kanada. Herbe Arbeitsplatzverluste in der CH ... und, für das kurze Gastspiel, rund 1 Milliarde an die Herren Blocher/Ebner.

zu 2: Wer zahlt die Zeche, wenn sich die Schatulle Blochers massiv füllt?

Die (End-)Kunden, denen - verglichen mit den Produktionskosten - ein überhöhter Preis abgedrückt wird

und/oder

den Arbeitern, die in ihrer Lohntüten jenes Geld nicht vorgefunden, das als Gewinn ausgewiesen respektive der Schatulle Blochers zugewiesen wird.

[NB: Der Dritte im Bunde, der auch einen Teil der Zeche zahlt, nennt sich: «Natur/Planet».]
Stephan Kühne, am 30. August 2020 um 01:04 Uhr
Die Konsumenten schaffen Arbeitsplätze. Unternehmer nutzen diese Situationen aus zu ihrer persönlichen Bereicherung. Kippt die Konsumentenstimmung ins Negative und damit die Bilanz der Unternehmen, sind den sog. Unternehmern die Arbeitsplätze wurscht! Sie werden abgebaut.
Ruedi Beglinger, am 30. August 2020 um 12:11 Uhr
Politiker spielen eine Rolle in unserem System. Solange sie sich im Parlament so verhalten, wie sie es im Wahlkampf ankünden, ist alles gut.
Wer allerdings, wie hier Herr Guggenbühl, den Unterschied zwischen Privatperson und Politiker nicht machen kann, der sollte nicht über Politik schreiben. Denn diese Moralisten sind die Totengräber der Demokratie.
Marc Fischer, am 31. August 2020 um 07:08 Uhr
"Nicht alle beanspruchen «in unserem kleinen Land» gleich viel Platz; die meisten Zuwanderer eher weniger, SVP-Wortführer eher mehr als der Durchschnitt."
Richtig, dass Sie das thematisieren, die Grundstücksfläche der Blochers angeben und damit dessen Gerede ad absurdum führen.
Glaubt man aber im Ernst, dass das jemanden, der von den Massen- besonders den Blochermedien, die anderen sind nur marginal anders- gebrainwashed ist, davon abhalten wird, in seinem Sinne zu stimmen?
Jetzt bloß noch bisschen Angst schüren und einen Linlk» Einwanderer-Corona » etablieren. Und die Begrenzungsinitiative ist angenommen.
Bernd Mensing, am 31. August 2020 um 13:24 Uhr
Ausländer nehmen vielen Schweizern die Arbeit weg. Das stimmt so, aber auch nicht ganz: Die Firmen wollen billige Arbeitskräfte, damit sie grössere Gewinne erzielen können. Ab 45+ hast du als Schweizer keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt (zu teuer, krankheitsanfälliger, zu selbstbewusst, etc.) Handkehrum will kein Schweizer schwere oder Drecksarbeit erledigen. Die Jugend möchte einen Bürojob mit einem PC und ist eh viel zu verwöhnt, irgendwelche unangenehme Arbeit zu verrichten. Dafür können die fleissigeren Ausländer nichts. Es ist die kapitalistische Politik und der Egoismus der Schweizer, welche dieses Klima begünstigen. Was abstimmen? Eine gute Frage...
René Lütold, am 01. September 2020 um 10:17 Uhr
Es ist halt so, dass die Balance zwischen den Worthülsen «Wohlstandswahrung» und «Wettbewerbsfähigkeit» nur mit niedrigeren Löhnen zu bewerkstelligen ist. In der Schweiz, der «Hochpreisinsel» halt mit «Eingewanderten». Denn der ständige Weiterbildungszwang in der Schweiz ist nicht gerade Billig für den Auszubildenden. Wegen 20 chfr mehr Lohn investiert niemand 20'000 chfr für eine Ausbildung mit «EFZ», mit der er International nichts anfangen könnte, und für die er/sie noch Lohneinbussen wegen «Abwesenheiten am Arbeitsplatz» während der Ausbildung in kauf nehmen muss. Nicht Jede/r kriegt Stipendien.Und lange nicht Jeder Arbeitgeber Verständnis für eine fehlende Arbeitskraft. Gegen Arbeitskräfte «Aus dem Norden» hat man ja nichts. die sind gut Ausgebildet. Und günstiger als ein Schweizer. Wer wirklich einen Einwanderungsstopp wollte, müsste folgende Vertragsklausel in jeden GAV setzen: «Fremdländischen Mitarbeitern ist es nicht gestattet, ihre Leistung zu einem Niederen Tarif anzubieten, als es ein Schweizer tun könnte.» Voilá.DAS Problem wäre Gestern behoben. Ob eine Ausbildung nach EU/Internationalen Normen oder Schweizer Normen stattgefunden hätte, spielte keine Rolle mehr.Auf die Qualität der Geleisteten Dienste kommt es schlussendlich an.
Claude Fontana, am 02. September 2020 um 17:28 Uhr
Wer fleissig Schweizer Wasser predigt, sollte nicht halt nicht so üppig Wein trinken!
Henri Leuzinger, am 03. September 2020 um 10:39 Uhr
An alle, die hier eine Neiddebatte lostreten
Ein Politiker darf meinetwegen soviel Land haben, wie er lustig ist. Nur soll er dann seine Füsse fein still halten und nicht den Einwanderern vorwerfen, durch sie werde das Land verbaut. Das können die Schweizer auch ganz gut ohne Einwanderer.

Ich bin für eine Begrenzungsinitiative: «Zuviel ist zuviel. Schmeißt die Grossinvestoren raus."
Die sind nämlich für das Plattnachen ganzer Stadtviertel verantwortlich in denen es einigermaßen günstige Mieten und eine einigermaßen funktionierende Sozialstruktur -auch auch für Schweizer -gab, die nun in Wohnklos für 2000 Stutz vor sich hin «wohnen» dürfen. Dafür Großprojekte, allein Zürich: Hardturm, Binzareal, Europaplatz und--areal, Justizneubau.....Wird da für Einwanderer oder auch Schweizer gebaut?
Bernd Mensing, am 03. September 2020 um 22:08 Uhr
Ich bin nicht gegen Zuwanderung in die Schweiz. Sie sollte aber dem Neutralitätsprinzip der Schweiz entsprechen und die globale Ausrichtung der Schweizer Wirtschaft besser unterstützen. Die Zuwanderung soll sich unabhängig von einer bestimmten Staatszugehörigkeit nach dem Bedarf richten.
Ich arbeite seit 30 Jahren in global ausgerichteten Unternehmen. Die Einführung der Personenfreizügigkeit war ein Rückschlag für uns. Plötzlich konnten wir nicht mehr die geeignetsten und auch für unsere Ausrichtung nach Asien interessantesten Kandidaten auswählen. Die SVP agiert leider genauso wie BR Keller-Suter auf Angstmacherei anstatt positive, für die Schweiz ebenso wichtige Argumente zur Kenntnis zu nehmen.
Thomas Oettli, am 05. September 2020 um 10:26 Uhr
Zu viel ist..........
Wenn dann der Schreiberling als Vergleich auch noch die Wohnverhältnise der Familie
Blocher aufführt spricht vermutlich doch eine grosse Portion Neid vom Schreiberling mit!
Solche Leute werden es nie auch nur annähernd zu einer solchen Wohnsituation bringen.
Diesem Artikel fehlt jeglicher Bezug zur Sachlichkeit, von Anstand ist schon gar nicht zureden.
Zu wenig (egal von was) ist halt eben zu wenig und wird es auch bleiben!
Walter Fitze, am 27. September 2020 um 11:17 Uhr

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