Mosambik-Skandal: Geldwäscherei in der Schweiz vermutet

Urs P. Gasche © Peter Mosimann
Urs P. Gasche / 05. Jun 2020 - Im Zusammenhang mit Milliardenkrediten der Credit Suisse eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Stafverfahren «gegen Unbekannt».

Wegen Verdachts auf Geldwäscherei hat die Schweizer Bundesanwaltschaft bereits im Februar ein Strafverfahren eröffnet, berichtet die NZZ am 5. Juni. Eine mutmassliche Straftat muss sich mindestens zum Teil in der Schweiz abgespielt haben.

Meldungen bei der Meldestelle für Geldwäscherei sowie ein Rechtshilfegesuch von Mosambik hätten die Bundesanwaltschaft veranlasst, dieses Strafverfahren zu eröffnen.

Nach Angaben von David Mühlemann, Finanzexperte der NGO Public Eye, sei noch unklar, ob die Bundesanwaltschaft auch wegen Bestechung fremder Amtsträger ermittle.

Infosperber hat ausführlich informiert

Der Kreditskandal in Mosambik gilt als grösster Finanzskandal in Schwarzafrika der letzten Jahrzehnte. Die Credit Suisse ist in diesen Skandal mit einem Milliardenkredit involviert und hat ihre Sorgfaltspflichten krass verletzt.

Doch die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde Finma schweigt bis heute beharrlich, obwohl sie laut Gesetz über Fälle informieren muss, welche das Ansehen des Schweizer Finanzplatzes in Mitleidenschaft ziehen.

Bereits seit Ende 2018 ermittelt die Staatsanwaltschaft eines Distrikts in New York. Es handle sich um einen «gewaltigen Betrugs- und Bestechungsplan», erklärte Staatsanwalt Richard P. Donoghue.

Über

  • den Inhalt der US-Anklageschrift,
  • die Anklageschrift des Staates Mosambik gegen die Credit Suisse und
  • die Klageantwort der Credit Suisse

hat Thomas Kesselring auf Infosperber ausführlich informiert.

****************************************************************

Lesen Sie das ganze DOSSIER:

Die Rolle der Credit Suisse im Mosambik-Skandal

****************************************************************

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.