Vater mit Kind überlebten diesen Crash mit dem beliebtesten «Tesla Model 3». © Inside

Elektroautos: Norwegen hat D und CH weit abgehängt

Urs P. Gasche / 06. Jan 2020 - Von allen im 2019 verkauften Autos fahren in Norwegen 42 Prozent elektrisch – in Deutschland und der Schweiz ein Bruchteil davon.

Norwegen kann mit einem Rekord aufwarten: Genau 42,4 Prozent aller gekauften Neuwagen waren Elektroautos. Das teilte der Strassenverkehrsverband Norwegens am 3. Januar 2020 mit. Das Land fördert den Absatz von Elektroautos mit verschiedenen Anreizen. Das meist verkaufte Elektroauto war «Tesla Model 3». Weltweit lieferte der US-Konzern Tesla 367'500 elektrische Tesla-Autos aus, davon 92'550 des günstigen Typs «Model 3» (siehe Bild oben). Noch Anfang 2019 war dieser Tesla-Wagen wegen Kinderkrankheiten in negative Schlagzeilen geraten. Der Tesla «Model 3» ist in Europa erst seit knapp einem Jahr auf dem Markt.

Norwegen, das wie die Schweiz viel Strom mit Wasserkraft herstellen kann, ist der Schweiz und Deutschland in Sachen Elektromobilität um Meilen voraus. In Deutschland sollen im 2019 nach provisorischen Zahlen erst 8,5 Prozent aller verkauften Autos einen «alternativen Antrieb» haben. In der Schweiz waren laut ersten Schätzungen nur rund 4 Prozent der verkauften Neuwagen elektrisch betrieben, und etwa 7 Prozent haben einen hybriden Antrieb.

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Siehe dazu von Hanspeter Guggenbühl:

  • Elektroautos retten in der Schweiz das SUV-Geschäft der Autobranche
  • Fette Autos fahren und Ablass zahlen. Schlankere Fahrzeuge bremsen den Klimawandel stärker als der Emissionshandel.
  • 2020 kommt das Vier-Liter-Auto – leider nur auf dem Papier.
  • Gaskraftwerke für Elektroautos – warum denn nicht?
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    8 Meinungen

    Wasserstoff scheint mir vielversprechend:

    https://www.nzz.ch/wissenschaft/epfl-forscher-entwickeln-wasserstofftankstelle-fuer-zuhause-ld.1515444
    Klaus Marte, am 06. Januar 2020 um 11:46 Uhr
    Eigentlich haben wir einen Stromnotstand z.Zt. 6.1.20 werden wir um ca 15.00 von ALLEN Nachbarstaaten mit Strom für tiefen (gottseidank) Euro beliefert, dies kommt immer öfter vor,zu verfolgen mit der App: electricityMap! Bitte informieren sie sich bevor sie schreiben wir hätten genügend Strom,noch dazu vom Wasser!
    Johann Heinzl, am 06. Januar 2020 um 15:14 Uhr
    Inzwischen gibt es von Auto Schweiz eine Pressemitteilung. Siehe
    https://www.auto.swiss/aktuell/artikel/auto-jahr-2019-schliesst-mit-plus-39-prozent-ab

    Auszug daraus:
    Der Anteil an alternativen Antrieben wird weiter zunehmen, nachdem deren Stückzahlen 2019 um 88,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen konnten. Die Wachstums-Treiber waren hier Elektro- (+157,7 Prozent), Hybrid- (+68,0 Prozent) und Gas-Autos (+55,5 Prozent).
    Der Anteil der am Stromnetz aufladbaren Modelle hat 2019 mit 5,6 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht. Rein elektrische Personenwagen konnten ihren Marktanteil von 1,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent mehr als verdoppeln, bei den Plug-in-Hybrid-Modellen ist dieser mit 1,4 Prozent stabil geblieben.

    Aber Norwegen ist natürlich immer noch weit voraus ... ebenso die Niederlande ...
    Jürgen Baumann, am 06. Januar 2020 um 15:24 Uhr
    Ein nicht ganz fairer Vergleich, produziert doch N weit mehr als seinen eigenen Strombedarf erneuerbar.
    Christoph Wydler, am 06. Januar 2020 um 18:17 Uhr
    Schätze die Artikel von Urs Gasche, aber etwas mehr Tiefe wäre angebracht gewesen. Tatsächlich fahren immer mehr E-Autos in Norwegen dank staatlichen Massnahmen. Diese Massnahmen werden in erster Linie durch die Produktion uund Verkauf von Erdöl finanziert! Aktuell wird ein neues Feld erschlossen. Fazit, Norwegen schützt das Klima im eigenen Land um es in anderen Ländern zu schädigen. Export von Steinzeittechnologie!
    Victor Brunner, am 07. Januar 2020 um 09:12 Uhr
    Lieber Johann Heinzl
    Wir haben auch einen fossil Notstand. Die 70%, die wir von der Gesamtenergie benötigen, werden komplett importiert. Siehe Gesamtenergiestatistik 2018. Was sagt uns das?
    Jürgen Baumann, am 07. Januar 2020 um 09:21 Uhr
    Für Eigenheim-Besitzer:
    Nehmen Sie einen Teil ihrer Vorsorgegelder aus Säule 2 oder 3, möglich i.R. der WEF alle 5 Jahre, zahlen ca. 7% Steuern und reinvestieren Sie den gemachten realen Gewinn in Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher, etc., was Sie wiederum steuerlich, neu über 3 Jahre optimiert, abziehen können und Ihre Gesamt-Rendite beträgt > 60%!

    Eigener Strom ist ein realer Wert und wird in Zukunft kostbarer. Damit können Sie beleuchten, heizen und mit EV oder E-Bike fahren.
    Die neue Tesla-Batterie wird 1.6 Mio. (!) km fahren und sobald autonomes Fahren möglich ist, fährt ihr Auto tagsüber andere Menschen sicher ans Ziel - d.h. sie können ein Zusatzeinkommen verdienen und damit wird sich die Anzahl Autos absolut deutlich verkleinern. Zudem sind Lärmschutzmassnahmen kaum mehr nötig.
    Bald kann man seine dezentrale Stromproduktion im Quartiernetz weiterverkaufen und vielleicht sogar in einem Gemeinde-Stromnetz und die dezentrale Energiewende ist geschafft.
    Unser Finanzsystem steht auf der Kippe und die Carbon-Bubble wird bald platzen. Wollen Sie ihre Altersvorsorge voll diesen Risiken aussetzen oder wollen Sie nicht lieber einen Teil in eigenen Strom investieren?
    Für mich ist das eine klar angezeigte Risiko-Diversifikation, die sich auszahlen wird.

    Es gibt meines Wissens keine nachhaltigere Investition!
    Dr. med. Paul Steinmann, am 10. Januar 2020 um 11:31 Uhr
    Ob der Antrieb aus schweren Akkus wirklich die beste Lösung für den MIV ist? Aber fest steht, die Staaten sollten fossile Energie stärker besteuern und die Forschung nach Alternativen forcieren. Bei einem deutlich höheren Benzinpreis würden nicht mehr soviele «SUV"s gekauft.
    Daniel Nägeli, am 13. Januar 2020 um 17:33 Uhr

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