Putins Krim-Annexion: ein Blowback der US-Politik © pravda.ru/YouTube

Putins Krim-Annexion: ein Blowback der US-Politik

Putins Russland erinnert an die USA

Roman Berger / 07. Apr 2014 - Moskaus Vorgehen auf der Krim empört die westliche Welt. Präsident Putin seinerseits beschuldigt den Westen der Doppelmoral.

Präsident Putins Rede vor dem russischen Parlament gilt bereits als historisches Dokument. Sicher war sie eine rhetorische Meisterleistung, die erklärt, warum inzwischen rund 80 Prozent der Russen die Wiedereingliederung der Krim in die russische Föderation befürworten. Auch für westliche Beobachter lohnt es sich, Putins Rede nachzulesen, vor allem jene Sätze, welche die Doppelmoral des Westens an den Pranger stellen.

Das Recht des Stärkeren – nicht Völkerrecht

«Unsere westlichen Partner, allen voran die Vereinigten Staaten, ziehen es vor, in ihrer praktischen Politik nicht vom Völkerrecht, sondern vom Recht des Stärkeren Gebrauch zu machen. Sie glauben, etwas Auserwähltes, Besonderes zu sein, daran, dass sie die Geschicke der Welt lenken dürfen und daran, dass immer nur sie allein Recht haben können. Sie handeln so, wie es ihnen einfällt: Mal hier, mal da wenden sie Gewalt gegen souveräne Staaten an, bilden Koalitionen nach dem Prinzip, wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Um ihren Aggressionen das Mäntelchen der Rechtmässigkeit zu verleihen, erwirken sie entsprechende Resolutionen bei internationalen Organisationen, und wenn das aus irgendeinem Grund nicht gelingt, dann ignorieren sie sowohl den UN-Sicherheitsrat, als auch die UNO als Ganzes.» (www.kremlin.ru)

Hier werde die «hässliche Aussenseite der amerikanischen Einzigartigkeit» (Exceptionalism) angesprochen, meint Paul Pillar. Der ehemalige Top-Analyst der CIA bedauert es, dass sich die Amerikaner von Wladimir Putin solches sagen lassen müssten (www.nationalinterest.org/blog/paul-pillar/putins -instructive-speech).

Inventar des amerikanischen Imperialismus

Was Putin mit «mal hier, mal da» nur antönt, hat Stephen Kinzer in seinem Buch (»Putsch! Geschichte des amerikanischen Imperialismus» 2007) konkret mit Namen und Ländern benannt und analysiert: Mossdadegh im Iran 1953, Arbenz in Guatemala 1954, Südvietnam 1963, Allende in Chile 1973, Grenada 1983, Panama 1989, Afghanistan 2001, Hussein im Irak 2003. In diesem Inventar des US-Imperialismus kommt der ehemalige Auslandkorrespondent der «New York Times» auf insgesamt 14 Regierungen, die von amerikanischen Geheimdiensten oder Militärkräften gestürzt worden seien. An Kinzers Buch erinnert der ehemalige Vize-Chefredaktor der «Washington Post», William Greider, in einem Beitrag mit dem Titel: «Under Putin, Russia is acting a lot like the USA» (www.thenation.com 31.März 2014).

Viele Rohrkrepierer

Die Mehrzahl der von den USA inszenierten Staatsstreiche, so lässt sich entgegenhalten, fand im Kalten Krieg statt. Kann man sie deshalb auch als «alte Geschichten» abhaken? Ein Beispiel aus dem tiefen Kalten Krieg: Der von Washington und London gesteuerte Coup gegen das nationalistische Mossadegh-Regime in Teheran 1953 brachte den verhassten Shah wieder an die Macht. Dies wiederum inspirierte die islamische Revolution. Der Sturz von Mossadegh erweist sich im Rückblick als Rohrkrepierer, als «Blowback», wie im internen Sprachgebrauch der CIA unbeabsichtigte Folgen einer Politik genannt werden, die auf den Handelnden zurückschlagen.

Als typischer «Blowback» entpuppt sich auch Afghanistan, wiederum ursprünglich ein Schauplatz des Kalten Krieges. Dort bekämpfte Washington nach 1979 den sowjetischen Einmarsch und unterstützte mit Hilfe der Saudis islamische Gotteskrieger. Daraus entstanden radikalislamistische Gruppierungen wie Al Qaida oder die Taliban. Nach dem sowjetischen Abzug drehten die gleichen Kämpfer den Spiess um und riefen zum heiligen Krieg gegen die USA auf, der im Anschlag von 9/11 im Jahr 2001 kulminierte.

«Der falsche Feind» in Afghanistan

Die USA und ihre Verbündeten, die sich jetzt aus Afghanistan zurückziehen, haben in Wirklichkeit während 13 Jahren gegen den «falschen Feind» Krieg geführt. Zu diesem Schluss kommt Carlotta Gall, die aus der Region für die «New York Times» berichtet hat. Galls stärkstes Argument: Al Qaida und Taliban haben ihre Ausbildungslager und Sponsoren in Pakistan, einem Alliierten der USA. (Carlotta Gall. «The wrong Enemy». America in Afghanistan 2001-2014).

Schwerwiegende ungewollte Nebeneffekte amerikanischer Interventionen sind auch im Irak und Syrien zu beobachten. Zuerst behauptete Washington, Al Qaida sei mit Saddam Hussein verbandelt und habe Stützpunkte im Irak. Das erwies sich als plumpe Lüge. Zehn Jahre später verfügen Al Qaida nahestehende Organisationen tatsächlich über eine Basis im Westen des Iraks und greifen von dort in den syrischen Bürgerkrieg ein. In Syrien selber kämpfen Gotteskrieger aus Pakistan, Afghanistan und dem Irak gegen das Assad-Regime. Sie besitzen Waffen aus Beständen des libyschen Diktators Gaddafi, der 2011 durch eine Intervention des Westens gestürzt worden ist. Die Reihe von «Rohrkrepierern» liesse sich verlängern.

Für den ehemaligen CIA-Analytiker Paul Pillar signalisiert «Blowback» «ein Versagen, die Konsequenzen von Aktionen durchzudenken.» Der ehemalige stellvertretende Leiter der Antiterrorabteilung bei der CIA führt das zurück auf ein «kurzfristiges, ahistorisches Denken des politischen Establishments der USA». Nur so könne man sich erklären, warum heute in Washington die gleichen Falken, welche die USA in den Krieg im Irak gezogen haben, jetzt ein hartes Vorgehen gegen Moskau fordern können.

Putin – Russlands Ronald Reagan

Gegen die neue Front von Falken in Washington versucht Andranik Migranyan anzukämpfen. Der ehemalige Kreml-Berater hat die undankbare Aufgabe, in der amerikanischen Offentlichkeit Imagepflege für Moskau (Soft Power) zu machen. Der Leiter des von Moskau finanzierten «Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit» (New York) versucht in der US-Zeitschrift «The National Interest» das heutige Russland zu erklären: Die russische Führung, die Elite und die Gesellschaft haben seit Mitte der 2000er Jahre ihren Minderwertigkeitskomplex der 1990er Jahre überwunden. Russland hat mehr Selbstvertrauen gewonnen und ist auch wirtschaftlich erstarkt.

Dann wagt Migranyan einen Vergleich mit den USA. Putin spiele heute für Russland eine ähnliche Rolle wie Roland Reagan in den USA. Migranyan erinnert an Reagan, der in seinem Wahlkampf gegen Präsident Jimmy Carter mitten in der für die USA so demütigenden Iran-Krise (monatelange Besetzung der US-Botschaft in Teheran durch Islamisten) die wahrscheinlich wahlentscheidende Aussage machte: «Mir ist es egal, wer Amerika liebt oder hasst. Aber ich werde dafür sorgen, dass Amerika wieder respektiert wird.»

Reagans Botschaft überzeugte. Carter wurde 1979 aus dem Amt gejagt. (Putin is Russia`s Reagan www.nationalinterest.org 21. Februar 2014).

Der «Kalte Krieger» Ronald Reagan begegnete 1985 in Genf Michail Gorbatschow, der aus dem «Reich des Bösen» (Reagan) kam. Das denkwürdige Treffen war ein deutliches Zeichen, dass der Kalte Krieg zu Ende ist.

«Mit Gottes Hilfe den Kalten Krieg gewonnen»

Reagans Nachfolger, Präsident George Bush sen., verkündete in seinem letzten «Bericht zur Lage der Union» im Januar 1992: «Das Grösste, was in meinem und in unserem Leben auf der Welt passiert ist: Mit Gottes Gnade hat Amerika den Kalten Krieg gewonnen.» Auch Russland «dankte Gott», sah aber das Ende des Kalten Krieges und der Sowjetunion mit anderen Augen. Es war die veränderte Haltung der Sowjetführung unter Gorbatschow, der mit Perestroika und Glasnost das für die internationale Politik entscheidende Zeichen setzte. Und Moskau meisterte den Zerfallsprozess des eigenen Imperiums unter weit weniger brutalen Begleitumständen als in Jugoslawien, wo der Westen mit seiner Anerkennungspolitik massgeblich zum mörderischen Zerfall des Landes beigetragen hat.

Nichts sprach dafür, am Bild der feindlichen Supermacht Moskau festzuhalten. Auf der Tagesordnung hätte Gorbatschows Vorstellung von einem «gemeinsamen Haus Europa» und dem Aufbau einer neuen Sicherheitsordnung von «Vancouver bis Wladiwostok» stehen sollen.

Verhängnisvoller Triumphalismus im Westen

Der Westen verharrte aber in seiner Siegesstimmung, die einen verhängnisvollen Triumphalismus hervorrief. Weniger als zehn Jahre nach der Auflösung des Warschaupaktes, des östlichen Verteidigungsbündnisses, begann die westliche Gegenorganisation unter dem alten Namen Nato, die ersten ehemaligen Satellitenstaaten der Sowjetunion als Mitglieder aufzunehmen. Als die amerikanische Aussenministerin Madeleine Albright im Februar 1997 zum Antrittsbesuch bei Russlands Präsident Boris Jelzin erschien, beruhigte sie russische Aengste mit der griffigen Botschaft: «Nicht mehr wir gegen euch, nicht mehr ihr gegen uns, sondern wir alle gemeinsam auf derselben Seite,» das sei die neue Philosophie der Nato. Alle gemeinsam auf derselben Seite?

Russland sah sich auf der Verliererseite. Alle offiziellen Verlautbarungen der drei Präsidenten im Kreml – Jelzin, Putin, Medwedew – sprechen vom Unbehagen über die Missachtung russischer Anliegen bei der Umgestaltung der europäischen Sicherheitsordnung nach 1989. Bis zu Putins zornigem Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2007 wurde die russische Kritik im Westen ignoriert.

Fehlstart nach 1989 korrigieren

Zur Zeit wird im Westen das Gespenst eines neuen Kalten Krieges beschworen. Die Emotionen werden sich wieder legen. Vielleicht beginnt man dann zu verstehen, dass auch Putins völkerrechtswidriger Griff nach der Krim ein «Blowback» einer falschen Politik ist, die in Russland und im Westen ungewünschte Nebeneffekte ausgelöst hat. Dazu muss man sich aber von herkömmlichen Vorstellungen lösen und die neuen Realitäten akzeptieren: Die USA sind nicht mehr die alles dominierende «einzige Weltmacht» (Zbigniew Brzezinski). Russland muss die Verkleinerung seines Herrschaftsgebietes hinnehmen, kann aber nicht «isoliert» werden und Putin lebt nicht in einer «anderen Welt» (Angela Merkel). West und Ost leben in der gleichen Welt, brauchen aber eine neue Sicherheitsordnung, die den Fehlstart nach dem Ende des Kalten Krieges korrigieren und das Kernanliegen jedes Staates, Sicherheit, garantieren muss.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Roman Berger war Korrespondent des «Tages Anzeigers» in Washington (1976-1982) und Moskau (1991-2001).

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20 Meinungen

Ich bitte dringend, diese Aufrechnungsdiskussionen einzustellen und dafür auf youtube «prise de Sebastopol» aufzuschalten, zehn Minuten Kriegsberichterstattung der deutschen Filmwochenschau von 1941, gelernt ist gelernt, das Niveau des «embedded» Journalismus von CNN war lehrbuchmässig hingekriegt, super professionell, sogar ehrlicher, weil offen propagandistisch, für uns heute schauderhaft anzusehen. Nur für Kriegsnostalgiker aber leider faszinierend, wie gewisse Eintragungen von Zuschauern bezeugen, auch das hat Quellenwert.

Noch eine Anmerkung: Jedes Mitglied des deutschen Bundestags sollte sich diesen Film anschauen: wie Tolstois herrliches Sebastopol und Schutt und Asche gelegt wird, von oben gefilmt wie CNN, und dann noch den Häuserkampf!

Das wichtigste Völkerrecht in dieser Sache, besonders für deutsche Moralisten, lautet: Endlich Maul halten!

Ein Artikel von mir zu diesem Thema für eine Sonntagszeitung wurde zwar honoriert, aber nicht gebracht. Lange vor Roman Berger und wie Hillary Clinton, das Goldwater-Girl von San Francisco, schrieb ich schon 1964 über den Parteitag der Republikaner, als Barry Goldwater zum Präsidentschaftskandidaten erkoren wurde. Goldwater, Nachkomme von Ostjuden, drohte mit der Befreiung der Ukraine und Armeniens, notfalls mit nuklearer Erpressung. Es hagelte damals in der Presse mit Hitlervergleichen. San Francisco=Nürnberg, Eisenhower wurde mit Hindenburg verglichen, auch Reagan agitierte in San Francisco, aber Hillary war begeistert!
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 12:16 Uhr
Ich bitte dringend, diese Aufrechnungsdiskussionen einzustellen und dafür auf youtube «prise de Sebastopol» aufzuschalten, zehn Minuten Kriegsberichterstattung der deutschen Filmwochenschau von 1941, gelernt ist gelernt, das Niveau des «embedded» Journalismus von CNN war lehrbuchmässig hingekriegt, super professionell, sogar ehrlicher, weil offen propagandistisch, für uns heute schauderhaft anzusehen. Nur für Kriegsnostalgiker aber leider faszinierend, wie Eintragungen von Zuschauern bezeugen, auch das hat Quellenwert.

Noch eine Anmerkung: Jedes Mitglied des deutschen Bundestags sollte sich diesen Film anschauen: wie Tolstois herrliches Sebastopol in Schutt und Asche gelegt wird, von oben gefilmt wie CNN, und dann noch den Häuserkampf!

Das wichtigste Völkerrecht in dieser Sache, besonders für deutsche Moralisten, lautet: Endlich Maul halten!

Ein Artikel von mir zu diesem Thema für eine Sonntagszeitung wurde zwar honoriert, aber nicht gebracht. Lange vor Roman Berger und wie Hillary Rodham, das Goldwater-Girl von San Francisco, kommentierte ich schon 1964 den Parteitag der Republikaner, als Barry Goldwater zum Präsidentschaftskandidaten erkoren wurde. Goldwater, Nachkomme von Ostjuden, drohte mit der Befreiung der Ukraine und Armeniens, ev. mit nuklearer Erpressung. Es hagelte damals in der Presse mit Hitlervergleichen. San Francisco=Nürnberg, Eisenhower wurde mit Hindenburg verglichen, auch Reagan agitierte in San Francisco, aber Hillary, später Clinton, war begeistert!
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 12:22 Uhr
An Red. 2. Version ist gültig, Hillary hiess Rodham, nicht Clinton, u. Verschreiber in 2. Abschnitt beseitigt.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 12:23 Uhr
Mahatma Gandhi brachte schon am 8. August 1942 eine Resolution in den Indischen Nationalkongress ein.
Er forderte eine Weltföderation freier Nationen, welche die Freiheit ihrer Mitgliedstaaten garantieren, Aggression und Ausbeutung einer Nation durch die anderen verhindern, nationale Minderheiten schützen und den Fortschritt aller rückständigen Nationen sowie die gemeinsame Nutzung der Weltressourcen (u. a. Wasser) für das Gemeinwohl sicherstellen; eine Weltbundespolizei soll den Weltfrieden bewahren und Aggressionen verhüten.
Wir Bürgerinnen dieser Einen Welt müssen endlich für eine föderalistische UNO mit zwei Kammern und einer Konsensregierung gewaltfrei kämpfen.
Willi Herrmann, am 07. April 2014 um 12:26 Uhr
Ich fasse es nicht, ich fasse es nicht.

Verfügen Menschen über Selbstbestimmungsrecht? Ja oder Ja???
Ist es dem Menschen eingeboren, selber zu sagen, mit wem er sich zusammentun will, um Brot zu backen und das Haus zu bauen? Ja oder Ja???
Ist es dem Menschen eingeboren, selber zu bestimmen, welche Regierungsform, welche Wirtschaftsform er will? Ja oder Ja???

Ueber 85% der Stimmberechtigten in der Krim haben ihre Stimme gegeben.
Ueber 95% der abgegebenen Stimmen waren dafür, dass sich die Krim von der Ukraine ablöst und sich Russland zuwende.

Wie nur kommt es, dass im die gesamte Westpresse sich erdreistet, von Annexion durch Russland zu sprechen?

Das möge mir mal einer erklären.

Auch Herr Herrmann bläst in dieses Horn: «Vielleicht beginnt man dann zu verstehen, dass auch Putins völkerrechtswidriger Griff nach der Krim ein «Blowback» einer falschen Politik ist, die...."

Was nun bitte, Herr Herrmann, hat Putin völkerrechtswidriges gemacht?
Sie sind darüber im Bilde, dass Russland nur die vertraglich vereinbarten Truppen auf der Krim hatte und hat? Sie sind im Bilde über den friedlichen Verlauf der Abstimmung? Oder - bitte verzeihen Sie - schreiben Sie bei UPI und den anderen Verbrechersprachrohren ab? Das möchte ich Ihnen, einem ehemaligen Auslandkorrepsondenten, nicht unterschieben.

Es ist nicht zu fassen. «Die Krim von Russland anektiert". Welch bodenlose Schlechtigkeit, solche Unwahrheit zu verbreiten.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 13:07 Uhr
Die Schlussakte von Helsinki, die Basis der späteren OSZE, welche derzeit von Bundespräsident Burkhalter präsidiert wird, diente aus sowjetischer Sicht vor allem der Sicherung von Grenzen in Europa, auch fragwürdigen, wie die innerdeutsche Grenze, welche auf keinen Fall durch einen Coup verändert werden durfte. Das war eine Massnahme der Kriegsverhinderung. Im Sinne dieser Schlussakte hätte also auch ein Putin, der aussenpolitisch durchaus «sowjetisch» denkt, sich nicht so schnell bedienen dürfen wie er es tatsächlich getan hat. Es muss klar gemacht werden, dass die Krimtataren sich weitgehend nicht an der Abstimmung beteiligt haben, welche «total unschweizerisch» und ohne eingespielte und funktionierende Abstimmungstradition und weder auf die russische noch ukrainische Verfassung gestützt in die Wege geleitet wurde. Sie war ähnlich «einstimmig", d.h. auf der Grössenordnung von 97% Ja wie die Volksversammlungen in der Schweiz 1798, wo um den Freiheitsbaum getanzt und unter Aufsicht abgestimmt wurde. Noch ähnlich faul war das Ja der Luzerner zur Bundesverfassung von 1848, die unter polizeilicher und militärische Kontrolle stattfand, im Gegensatz zu den Neinstimmerkantonen im Rest der Innerschweiz und im Wallis. Das Ja der Krim entspricht ungefähr dem Ja der Luzerner zum Bundesstaat, von dem Oppositionsführer Segesser sagte, er bedeute ihm gleich viel wie die innere und äussere Tartarei. Es war, wie bei der Helvetik, eine von aussen gesteuerte Revolution, von vielen bejaht.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 13:41 Uhr
Herr Voegeli, hier ein kleiner Beitrag zu Ihrem Geschichtsverständnis:
Die «Nationen", aus denen die Krimtataren ab Ende des 13. Jahrhunderts hervorgingen, waren im Zuge der mongolischen Welteroberung über die eurasische Steppe nach Europa gekommen. Um 1240 wurde Russland für zwei Jahrhunderte eine mongolische Provinz, die von der Goldenen Horde beherrscht und ausgeplündert wurde. Als die Horde in verfeindete Khanate zerfiel, etablierte sich auf der Krim das der Krimtataren, wie ihre Feinde sie nannten. Sie rekrutierten sich vor allem aus Turkvölkern.
Rund 280.000 Tataren leben auf der Krim. Die meisten sind Muslime und gehören den Sunniten an. Die Tataren wurden 1944 von Stalin deportiert und mussten sich unter Zwang in Usbekistan und Kasachstan ansiedeln. An deren Stelle haben immer mehr Russen die Krim besiedelt.
Am 19.2.1954, hatte Nikita Chruschtschow (Geburtsort: Kalinowka/Ukraine) mit einem Federstrich einen Zustand geschaffen, der heute von der Mehrheit der Russen als unnormal und widernatürlich gehalten wird: Chruschtschow schenkte der Ukraine die Halbinsel Krim.
Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 kamen viele Tataren wieder zurück in ihre Heimat auf der Krim. Sie stellen mehr als 20 % der Bevölkerung, in der aktuellen russischen Föderation eine Minderheit.
Putin hat schon mehrmals bedauert, dass die Sowjet-Union gescheitert ist. Wir brauchen heute weltweit keine Diktatoren, sondern Regierungen ohne Grossmacht-Ansprüche, die ihren Bürgerinnen, Bürgern dienen!
Willi Herrmann, am 07. April 2014 um 14:04 Uhr
Geschätzter Pirmin.
Ich sitze am Scheibtisch, bin auf Infos von Getreuen angewiesen. Nie weiss ich zu 100%, ob ich in der Einschätzung einer Lage, 12000km entfernt (oder auch nur 1Meter entfernt!), richtig liege.

Ich habe einige mir glaubhaft scheinende Infos im Net gesehen, in welchen Menschen, welche bei der Abstimmung vor Ort waren, bezeugt haben, dass die Abstimmung sehr wohl in GUT schweizerischem Stile vonstatten gegangen sei.
Sodann habe ich einige Gewährsleute, welche Freunde vor Ort haben, welche bezeugen, dass die Zahlen 85+ / 95+ hochwahrscheinlich stimmen, weil sie den Andrang und die frohe Stimmung bei der Abstimmung selber miterlebt haben.

Wenn das alles gelogen ist - dann streiche ich die Segel, keine Frage. Es geht mir nie darum, recht zu haben. Es geht mir darum, das gigantische Lügengebilde, dem fast die gesamte Menschheit sich hat unterwerfen zu lassen, zu zerreissen.

Pirmin, ich bitte dich, zu beobachten, was ZENSIERT wird. Ich bitte dich, den Fluss des Geldes zu beobachten. Deutschland ist ein hervorragendes Beispiel. Dir ist bekannt, dass Ostdeutschland ausverkauft und in privaten Händen ist, und dass Westdeutschland über Cross over Leasing weitgehend auch schon in den Händen derer ist, welche eh schon über 90% des gesamten weltweiten Geldvolumens verfügen.
Du weisst das. Also.

Ich weiss nicht, ob Putin nicht auch seine verbrecherischen Hintergründe hat. Doch zurzeit ist Aggression vom Westen. Von Russland höre ich Besonnenheit.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 14:45 Uhr
Lieber Willi Hermann,
Ihr Wort in Gottes Ohr.
Wir brauchen Regierungen, welche den Bürgern dienen.
Wenn ich das mit der Realität abgleiche, dann fall ich gleich rückwärts vom Stuhl.

Wie kann es sein, dass Deutschland eine «Regierung» hat, welche genau das macht, was den deutschen Menschen schadet.
Wie kann es sein, dass ich, wenn ich beim CH Bundesamt für Umweltschutz anfrage, was meine CH Regierung zur Unterbindung von Chemtrails tut, zur Antwort bekomme: «Geehrter Herr Voegeli, Chemtrails gibt es nicht.» VOM BUNDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ! Chemtrails GIBT ES NICHT. Jeder, der zwei Augen im Kopf hat, kann täglich Chemtrails ausmachen. Jeder kann den Unterschied zwischen Chemtrails und Kondensstreifen innert einer halben Stunde im Internet lernen. Jeder kann nachlesen, dass in CH Alpseen Alu drin ist, hahaaha, Aluminium in CH Bergseen, alles klar, natürlich von den Alu Kochtöpfen der Wanderer, oder was.

Wir brauchen einen Reset. Mir scheint mehr und mehr, dass gewaltige Strukturzerstörungen nötig sind, sodass wir wieder mit Kleinstzellen beginnen können/müssen, um uns auf neuer ideeller Basis zu grösseren Gemeinschaften zusammenzufinden.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 15:03 Uhr
Mein Vergleich mit Helvetischer Republik 1798 war, wenn es richtig gelesen wird, eher positiv als negativ. Die Volksabstimmungen über die Helvetische Verfassung waren zwar ziemlich manipuliert, aber die Leute tanzten sicher «ungezwungen» um den Freiheitsbaum. Es war ein Riesenaufbruch, revolutionär, die Legitimität und die Legitimation wurden täglich neu geboren. Noch 1815 war man in Bern der Meinung, dies alles sei eigentlich illegal gewesen usw. Und natürlich gab es nicht nur den Freiheitsbaum, auch Napoleon, Militär, sogar ausländisches, sobald die Sache in Richtung Anarchie ging.

Putin hat keine vergleichbaren Kriegsverbrechen wie Napoleon begangen, welch letzterer den berüchtigten Satz geprägt hat: «Für die Kollektivverbrechen ist niemand haftbar.» Aber Putin denkt wie der Korse strategisch, politisch, wenn es ihm nützt juristisch. Die Schweizer Grenzen waren 1848 noch nicht klar, nicht mal völkerrechtlich, Neuenburg gehörte klar zu Preussen. Hier brauchte es 1857 revolutionäre Änderungen, wobei Mehrheit der Neuenburger schweizerisch dachte, nur Minderheit preussisch. Bei der Abstimmung im Nationalrat über die definitive Aufnahme Preussens als Republik in die Schweiz enthielt sich der Luzerner Segesser der Stimme, weil er an der juristischen Legitimation zweifelte, so wie diejenigen, die finden, die Krim verstosse als Teil Russlands gegen das Völkerrecht. Ohne vollendete Tatsachen, bloss mit Völkerrecht, wäre Neuenburg schwerlich von Preussens Krone weggekommen.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 15:13 Uhr
Pirmin, danke für deine Aufzeichnung von Bezügen. Da bist du mir 100:1 überlegen.

Ich denke wie ein schlichter Bauer. Da sind Menschen. Da ist Land. Wie machen wir es nun, dass es mir, dir und dem Land gut geht.

Die Verrücktheit der heutigen Info- und Werbeschlacht hör ich wohl, sie ist wahrhaftig gigantesk - wir sind gerufen, sie ins Leere schallen zu lassen.

Was kann ich tun, um ein besserer Mensch zu sein.
Was kann ich tun, damit es mir und meinen Nachbarn besser geht.

Das ist die Grundlage. Wer so denkt, wird auch im grösseren Verband Gleiches tun.

Was wir heute in oberen und obersten (noch) haben ist ein verworrenes Obergewirr voll verrückte egomanischer, HIRNGEWASCHENER Technokraten, welche meinen, es sei geil, geil zu sein.

Solange die Basis weiter zu schlafen beliebt und sich mit ein bisschen Fussball und Krimi und Games zufrieden gibt, wird die Schlinge eng und enger gezogen.

Mir egal. Ich kann auch unter der Brücke (wenn es dann noch eine gibt) leben. Ich ziehe ein gutes Sofa vor, ja. Darum mach ich Blog. Ich mach auch Blog, damit meine Nachbarn nicht Brücke über sich, sondern ein gut Sofa unter sich haben werden.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 15:32 Uhr
Vergleiche hinken. Aber der Hinweis auf die Anfänge der Schweizer Demokratie lehrt Demut. Natürlich ging es 1857 nicht, wie im vorletzten Blog von mir versehentlich gesagt, um die Aufnahme Preussens, sondern um die Aufnahme Neuenburgs in die Schweiz. Im Prinzip war Neuenburg schon seit dem Spätmittelalter zugewandter Ort der Schweiz, aber erst ab 1815 Kanton, damals jedoch ein langfristig unmöglicher Zwitter von preussischem Fürstentum und schweizerischem Kanton. Dieser gordische Knoten wurde in der Revolution der Republikaner gegen die Königstreuen 1856/57 zerschnitten, wobei sich der preussische König weniger aus eigenem Interesse als aus Solidarität mit eingesperrten Royalisten zu Kriegsdrohungen gegen die Schweiz herliess, was glücklicherweise England und Frankreich gar nicht passte. Sonst hätte es ins Auge gehen können! Die Grenzen waren bereits besetzt, man sang «Roulez tambours", und Dufour wurde wieder zum General gewählt. Eine riesige nationalistische Begeisterung erfasste die Schweiz, auch die einstigen Sonderbündler standen auf der Seite Neuenburgs. Ein solcher Konflikt stärkt innenpolitisch. So ist es heute auch in Russland. Gorbatschow, kein Freund Putins, ist wie die Mehrheit der Russen und der Krimbewohner hier eindeutig. Schwieriger würde es, wollten sich noch andere Gebiete innerhalb der anerkannten Grenzen der Ukraine RU anschliessen. Noch was: Will die Ukraine in die Nato, muss sie die Krim abgeben, weil kein besetztes Land nach Statuten in die Nato darf...
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 16:01 Uhr
"Kein besetztes Land darf in die NATO".

Lieber Herr Meier.
Ich hoffe doch SEHR, dass Ihnen nicht entgangen ist, dass Deutschland der NATO angehört, obschon Deutschland voll, ganz und gar besetzt ist. Oder ist es keine Besetzung, wenn US Atomwaffen in Deutschland stationiert hat?

Wenn nein, dann habe ich ab sofort nix dagegen, dass US im Emmental ein paar Nukes einbunkert.

Dieses ganze Gesockse ist ein einziges Lügenspiel. Ihnen als Eingeweihtem dürfte auch bekannt sein, dass jeder DE Bundeskanzler (scheinbar weibliche wie Frau Tokter Angela mit eingeschlossen) einen nicht öffentlich ausgesprochenen Eid ablegt, den Weisungen von US/UK zu folgen.

Wir müssten uns mal darüber unterhalten, was wir unter «besetzt» verstehen.
Sind das Ruski - Panzer am Limmatquai? Sind das Hausdurchsuchungen durch Mossad in Ihrer guten Stube? Sind das US Nukes im Gotthardmassiv? Ist das an jeder Ecke Mc Donald Bauchfüllscheisse? Oder ist das etwa die (Internationales betreffend) ab- so- lut gleichgeschaltete Westmedienlandschaft?
Unsere Zeit ist wahrlich eine inter - esse - ante Zeit.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 16:28 Uhr
Ich bitte, den Begriff des besetzten Landes nicht demagogisch zu interpretieren. Es gab in Deutschland hochgradig eigenständige Politiker, etwa Adenauer, der den Alliierten gegenüber enorm listig war; auch Willy Brandt riskierte einiges, ich verstand ihn lange nicht, er war aber ein vorbildlicher deutscher Patriot. Schröder hielt DE aus dem Irakkrieg raus, bei Frau Dr. Merkel, der niemand ein Plagiat unterstellt, besteht die Gefahr, wie bei unserem Bundesrat, eine Politik zu betreiben, die es möglichst allen recht machen will. Es gibt wohl fast, neben den wirklich Extremen, keine politische Linie, der sich Merkel nicht anpassen könnte. Vor allem aber Adenauer muss man zugestehen, dass er die politische Linie fuhr, die er selber wollte, wie er sie als richtig ansah, zum Wohle des Volkes. Er musste nicht mal heucheln. Etwa die Unterstützung Israels veranlasste er nicht aus Zerknirschung über die Verbrechen des 2. Weltkrieges, für die er selber nicht verantwortlich war, sondern weil es in Amerika ein einflussreiche Volksgruppe gebe, auf die keine Rücksicht zu nehmen aus deutscher Sicht unklug wäre, das lässt sich auf YouTube direkt hören u. sehen. Jeder heutige CDU-Politiker, der sowas sagen würde, stünde als Antisemit direkt im Abseits. Er war aber nur ehrlich, hatte als Rheinländer echte Sympathien für Frankreich, weniger grosse zu Preussen, verhandelte mit Ost und West vor allem auf Interessenbasis. Völker haben keine Freunde, sie haben Interessen, gilt auch für die Schweiz.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 17:22 Uhr
"Völker haben keine Freunde, Völker haben Interessen"
Da kommen wir in tiefes Philosophieren, Freund Pirmin.

Ich habe einen sehr guten Freund. Wenn der mir eine Ueberraschung beschert, tut er es aus «Interesse"?

Sie nehmen das Verbum «Interesse", ich denke, Sie meinen damit eigentlich «Eigennutz". Richtig?

Ich lass dette Filosofiren mal.

Lasst uns anregen, dass sich die Menschen besuchen. Herr Schwiizer oder Herr Frankreicher, der nie in Oesterreich, nie in Meckpomm, nie in der Provence, nie in Kiew, nie in Uganda war, neigt dazu, alles was Ausland ist, zu fürchten. Warum? Weil unsere Presse vom Ausland ausschliesslich Horrornachrichten bringt, statt mal zu berichten, wie ein Mensch in Frankteich, in Oesterreich, in Meckpomm, in der Provence, in Kiew, in Uganda LEBT.

Meine Herren, geschätzter Pirmin, wir brauchen wirklich totale Wechse.
JEDER, der ein fernes Land besucht hat (als Rucksacktourist, NICHT als Golfspieler), weiss, dass all überall auf diesem unserem Globus der Menschenfresser wenig, der freundlichen und hilfsbereiten Menschen viele sind.

Wenn Menschen das tun, in diesem Sinne reisen, dann haben Völker immer noch Anliegen an andere Völker, aber sie wissen: Andere Völker, haa, das alles sind auch meine Freunde.
Thomas Ramdas Voegeli, am 07. April 2014 um 17:42 Uhr
Für Sie scheint der Unterschied der Beziehung zwischen Ländern und einzelnen Menschen auf vorbildliche, idealtypische Weise aufgehoben. In der DDR sagte man: «Ein Genosse hat immer mindestens zwei Freunde: seinen besten Freund und die Sowjetunion!» Um diesem Gedanken nachzuhelfen, hielt Putin sich ein paar Jahre in der DDR auf.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 18:30 Uhr
Urs Lachenmeier sieht das Wesentliche. War es bei den «eingebetteten» Reportagen des CNN viel anders als bei der Filmwochenschau? Vor allem wurde und wird technisch perfekt gearbeitet. Heute sind sich schon Kinder den Anblick von Toten in Filmen gewöhnt, sie gehören schon fast zum Gruseleffekt. Bei den Flächenbombardierungen, wie sie auch von den Engländern und Amerikanern gefilmt wurden, kann und muss man sich die Toten vorstellen.
Pirmin Meier, am 07. April 2014 um 22:41 Uhr
Nein, geschätzter Pirmin, nein.
Ich weigere mich, zu sagen «Russland ist gut» oder sone Plattitüden. In allen Herren Ländern dieser Welt hat es wunderbare Menschen, und allüberall hat es destruktive Inkarnationen. Blöd ist, wenn die Destruktiven an der Macht sind, und im gesamten Westen sind sie es. In erster Linie beherrschen sie den Geldfluss, in zweiter Linie die grossen Firmen - und die bösen Politiker tanzen nach Bank und nach Firma.

Ich habe den eindruck, dass die russische Regierung eben das nicht tut, sondern dass sie für ihr Volk sorgt und, mehr noch, dass sie ihre Nachbarn respektiert.

Von der US/UK/DE/F/IL Regierung kann ich Solcherlei nicht feststellen.
Thomas Ramdas Voegeli, am 08. April 2014 um 03:17 Uhr
"Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.» Marie von Ebner-Eschenbach.

Leider beruhen aber einige, nicht alle Elemente des Völkerrechts ebenfalls auf dem positiv gesetzten Recht des Stärkeren. Die Grenzen werden eh von dem gesetzt, der die Macht hat sie zu setzen und zu bewachen, reinzulassen und auszuschaffen, als Musterbeispiel etwa die USA. (Eine absolute Provokation war bekanntlich die Abstimmung vom 9. Februar in der Schweiz wegen der Anmassung, als sei man die USA, China oder Israel oder sonst ein auserwähltes Volk, via Verfassung sich die Verfügung über die eigenen Grenzen neu wieder vorzubehalten; im Gegensatz zum Vorgehen Russlands auf der Krim ein hochlegaler und legitimer Akt verfassungsmässiger Selbstbestimmung.)
Die Schlussakte von Helsinki bestätigte anstelle eines Friedensschlusses zum Ende des 2. Weltkrieges die damaligen europäischen Grenzen, was die DDR zur Illusion ihrer Legitimation als Pseudostaatswesen verleitete. Eine ähnliche Pseudolegitimation begründete das mehrmals erwähnte Verschenken der Krim an die Ukraine durch Chruschtschew am 19. Februar 1954. Die Bestätigung der Grenzen, das bleibt nicht zu vergessen, war nie ihre endgültige Anerkennung, bloss die Regelsetzung, sie nicht gewaltsam verändern zu wollen.

@T.R. Vögeli: Es gab auch in Deutschland 1933/45 wunderbare Menschen, die meisten nicht kriminell, mit denen man «Freund» sein konnte. Der Krieg musste trotzdem geführt werden; da hatte Churchill trotz eigener Kriegsverbrechen recht.
Pirmin Meier, am 08. April 2014 um 10:31 Uhr
@Pirmin Meier

Die Geschichte von Nazi Deutschand und vom 2.WK. ist in bedeutendsten Teilen von den Siegern geschrieben und gefälscht.

Es ist unmöglich, das hier aufzufächern. Es gibt Bücher, es gibt Blogs da kann sich jeder schlau machen.

Hier, plump hingestellt, nur zwei Facts und ein Schlaglicht.
- Churchill wollte den Krieg gegen Deutschland unbedingt.
-Roosevelt wollte den Krieg gegen Deutschland unbedingt.
Das Schlaglicht:
Eisenhower hat NACH Waffenstillstand in den Rheinwiesenlagern 2Mio. (zwei Millionen) deutsche Soldaten und Zivilisten auf freiem Gelände ermordet. Ermordet? Sie hatten kein Dach, keine Möglichkeit für die Notdurft, kein Feuer, und, vor allen Dingen: Sie bekamen nichts zu essen oder zu trinken. Verhungern lassen darf ich als ermorden bezeichnen?

IN WELCHEM GESCHICHTSBUCH der Schweizerischen Schulen steht von solchen kleinen Details was? Die Lehrer wissen auch nicht bescheid. Wenn ich sowas äussere, werde ich gleich in die Ecke des fanatischen Nazi gestellt, denn die Leute ziehen es vor, 1001 mal wiederholte Lügen weiter nachzuplappern, als sich aufzumachen und ein bisschen nachzuforschen...

Falls hier jemand ist, der mehr Wahrheit über die Zeit von 33 bis 45 und danach erfahren möchte, dem kann ich gerne einschlägige Links liefern.

Blogs, welche von der Wahrheit verpflichteten Menschen geführt werden, zum Beispiel:
http://lupocattivoblog.com/
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/
Oder auch mein Blöglein:
http://bumibahagia.com
Thomas Ramdas Voegeli, am 08. April 2014 um 11:41 Uhr

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