Trotz Massenmord in Las Vegas von 2017 keine schärferen Waffengesetze © abc

Trotz Massenmord in Las Vegas von 2017 keine schärferen Waffengesetze

Die sechs Lügen der Waffenlobby in den USA

Red. / 05. Nov 2019 - US-Professor Robert Reich deckt die gröbsten Unwahrheiten auf, welche die mächtige «National Rifle Association» NRA verbreitet.

In gewohnter Kürze und Schärfe zerpflückt der frühere US-Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton die wichtigsten Argumente, mit denen sich die NRA einer Verschärfung der US-Waffengesetze entgegenstellt. Dies mit Erfolg, obwohl 94 Prozent der Bevölkerung vor dem Verkauf von Waffen einen Hintergrundcheck des Käufers befürworten, 77 Prozent eine staatliche Lizenz begrüssen würden und 63 Prozent ein Verkaufsverbot vollautomatischer Maschinengewehre fordern.

Die sechs am meisten verbreiteten Lobby-Argumente:

  1. Die RFA hat für Opfer stets Mitgefühl und Gebete dabei.
    Richtig ist, dass Mitgefühl und Gebete keine Tötungen verhindern. Jeden Tag werden in den USA hundert Personen durch Schusswaffen getötet.
  2. Laut RFA nützen schärfere Waffengesetze gegen geisteskranke Schützen nichts.
    Richtig ist, dass Geisteskranke zehnmal häufiger zu den Opfern gehören als zu den Tätern. Geisteskranke machen laut amtlicher Statistik weniger als 5 Prozent der Täter aus.
  3. Die RFA spielt die Rolle von rechtsextremen Nationalisten herunter.
    Richtig ist, dass 2018 78 Prozent der Morde von rechtsextremen Nationalisten begangen wurden.
  4. Die RFA gibt dem Konsum von Gewalt darstellenden Videospielen die Schuld.
    Richtig ist, dass Männer in Japan und Südkorea viel häufiger Videospiele konsumieren. Trotzdem kommt es in jenen Ländern dank strengen Waffengesetzen zu den international niedrigsten Gewalttaten mit Schusswaffen.
  5. Die RFA behauptet, strenge Waffengesetze seien wirkungslos.
    Richtig ist, dass sie sehr wirksam sind. Das zeigt die Geschichte der USA. In Perioden mit strengen Waffengesetzen kam es zu deutlich weniger Gewalttaten.
  6. Gemäss RFA braucht es noch mehr Waffen, um sich gegen Gewalttäter wehren zu können.
    Richtig ist genau das Umgekehrte. Je mehr Waffen im Umlauf sind, desto häufiger kommt es zu kriminellen Anwendungen.

In 3 Minuten und 24 Sekunden bringt Robert Reich seine Argumente gegen die RFA auf den Punkt:

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Gewalt

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2 Meinungen

Waffe und Mensch kann in einzelnen Fällen - und jeder Fall ist einer zu viel - zu Tötungen führen. Andere Faktoren Geheimdienste, Hass-Agitatoren können dies begünstigen. Ein Faktor, der selten beleuchtet wird, sind Psychopharmaka. Peter Gotzsche, ehemalig Cochrane & Medizinforscher zeigt in seinem Buch „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität“ auf, dass diverse Studien belegen das psychoaktive Medikamente bei einigen Patienten die Aggression gegen sich oder andere steigern. Er nennt auch einige Fälle bekannter „Amokläufer“ und Selbstmörder, die unter Psychopharmaka Therapie waren. Als Nicht-Journalist würde mich interessieren, ob der Polizistenmörder kürzlich in Frankreich auch unter Psychopharmaka stand, denn man bedient heute zu gerne den Terror-Frame (obwohl das eine, das andere natürlich nicht ausschliesst / Terrorist unter Psychopharmaka).
Patrick Jetzer, am 05. November 2019 um 12:57 Uhr
Schon US Präsident Eisenhower warnte vor dem Militärisch Industriellen Komplex.

https://www.heise.de/tp/features/USA-Der-militaerisch-industrielle-Komplex-3502863.html?seite=all

"Mittlerweile stehen die USA tatsächlich dort, wo sie Dwight D. Eisenhower partout nicht sehen wollte"


und

https://www.politifact.com/truth-o-meter/statements/2018/may/01/donald-trump/donald-trump-and-7-trillion-dollar-cost-war/

""We have spent $7 trillion — trillion with a T — $7 trillion in the Middle East,» he told the crowd April 28, 2018. «You know what we have for it? Nothing. Nothing.""


Wobei Watson Institut mit führenden Wissenschaftlern ermittelte, die Kriege gegen Irak, Libyen und Afghanistan, werden der USA 8 Billionen US$ kosten !

siehe
https://watson.brown.edu/costsofwar/papers/summary

und

https://www.realclearpolitics.com/video/2016/09/26/trump_we_spent_6_trillion_in_the_middle_east_we_could_have_rebuilt_our_country_twice.html

"Trump: We Spent $6 Trillion In The Middle East, We Could Have Rebuilt Our Country Twice"

und

https://twitter.com/realdonaldtrump/status/1181905659568283648

"The United States has spent EIGHT TRILLION DOLLARS fighting and policing in the Middle East. Thousands of our Great Soldiers have died or been badly wounded. Millions of people have died on the other side. GOING INTO THE MIDDLE EAST IS THE WORST DECISION EVER MADE....."
Dieter Gabriel, am 05. November 2019 um 15:12 Uhr

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