Roger de Weck, Generaldirektor SRG: "Wer Perfektion möchte, soll Bücher schreiben." © tt

«Nicht alle Medien liefern Qualitätsjournalismus»

Tobias Tscherrig / 14. Sep 2017 - Am Montag lud Infosperber zur grossen Mediendiskussion. Neben der Medienqualität bestimmte der Service Public die Debatte.

«Nicht mehr lange»: Bei seiner Vorstellung an der Podiumsdiskussion sorgte Roger de Weck, Noch-Generaldirektor der SRG SSR, für Erheiterung. De Weck tritt per 1. Oktober von seiner Funktion zurück, über die Medienbranche in der Schweiz äussert er sich aber bis zum Schluss.

So trat er am 11. September zusammen mit dem Medienjournalisten Nick Lüthi, der Professorin für politische Kommunikation und Direktorin des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern, Silke Adam, sowie Gabriele Siegert, Professorin für Publizistikwissenschaft an der Universität Zürich, an, um über Medien zu debattieren. Damit kreuzten zwei Vertreter der Theorie, ein Medienjournalist aus der Praxis und ein Vertreter der SRG SSR die Klingen – unter der Leitung der Internetzeitung «Infosperber». Eine spannende Ausgangslage.

Rund 150 Zuschauer füllten den Vortragssaal an der Universität Bern und verfolgten, wie sich die Diskussionsteilnehmer verschiedenen Thematiken widmeten, die unter der Fragestellung «Welchen Medien kann man noch vertrauen?» zusammengefasst werden können. Schon vor der Diskussion war klar, dass sich die Debatte auch um die Zukunft des Medienplatzes Schweiz drehen würde. Die «No-Billag»-Abstimmung vom 10. Mai 2018 wirft Schatten.

«Die Bürger wissen relativ wenig»

«Viele US-Amerikanerinnen und Amerikaner glauben, dass für 9/11 Saddam Hussein verantwortlich ist. Es stellt sich die Frage, welche Rolle die grossen Medien spielen, damit sich so ein Irrglaube verbreiten kann», startete Infosperber-Redaktor Urs P. Gasche die Debatte. Dann lieferte er ein Beispiel aus der Schweiz, das die ungleiche Verteilung von PR und Journalismus zeigt: Alleine der Bund beschäftigt 300 Vollzeitstellen für Medien und PR. Kostenpunkt: 81 Millionen Franken im Jahr. Dadurch würden Journalisten Steine in den Weg gelegt, Tatsachen verschleiert und unter den Teppich gekehrt.

Prof. Silke Adam: «Die Grundaufgabe der Medien ist die Selektion.» (Bilder: Tobias Tscherrig)

«Die Medien haben eine Informations- und Transparenzfunktion, darauf können sich alle einigen», sagte Adam. Über alle weiterreichenden Aufgaben würde auch in der Wissenschaft heftig gestritten. «Es ist allerdings ein Fakt, dass die Bürger relativ wenig wissen.» Als Beispiel dafür nannte Adam etwa die Abstimmung zum Radio und Fernsehgesetz (RTVG), das mit einer knappen Mehrheit angenommen wurde. «Analysen haben ergeben, dass rund ein Drittel der Wähler nicht wusste, worum es bei der Abstimmung ging». Daran seien nicht nur die klassischen Medien schuld: Teile der Bevölkerung hätten sich ohnehin davon verabschiedet und würden andere Informationsquellen nutzen. «Ausserdem haben sich nicht alle Medien dem Qualitätsjournalismus verschrieben.» Damit spielte Adam etwa auf die Gratiszeitung «20 Minuten» an. «Ich wage zu bezweifeln, dass die Informationen aus der Pendlerzeitung ausreichen, damit ich in einer direkten Demokratie abstimmen kann.»

«Politisch geprägte Pendlerzeitung»

Die kostenlose Pendlerzeitung «20 Minuten» wird in der Schweiz am häufigsten gelesen. Deshalb hat ihre Stimme Gewicht, sie trägt stark zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Siegert: «20 Minuten tritt nicht an, um zu sagen, wir sind die Aufklärer. Es geht um Unterhaltung. Das ist ein anderer Informationsanspruch, als ihn etwa die ‹Tagesschau› hat.»

Nick Lüthi, Medienjournalist: «20 Minuten ist eine Geldmaschine.»

Lüthi sieht das anders: «Tamedia hat mit ‹20 Minuten› viel publizistische Macht erhalten. Die damit einhergehende Verantwortung nimmt das Unternehmen aber zu wenig wahr.» Die Publikation sei eine gut geschmierte Geldmaschine. «Wenn Verlag und Redaktion behaupten, ‹20 Minuten› berichte neutral, dann ist das nur die halbe Wahrheit.» Tamedia betreibe – ob bewusst oder unbewusst – ein Agendasetting, «welches das Blatt auch politisch prägt.» Als dieser Aspekt vom unabhängigen Medienportal «tsüri.ch» untersucht worden sei, seien die recherchierenden Redaktoren in ein Wespennest getreten und hätten bei den Verantwortlichen pikierte Reaktionen ausgelöst. Für Lüthi ein Indiz, dass die These nicht aus der Luft gegriffen ist.

«Wer Perfektion möchte, soll Bücher schreiben»

Mit dem Informationsangebot der «Tagesschau» ist Siegert zufrieden. Man wisse genau, was man bei diesem Sendeformat bekomme: Verlässliche Informationen, die für die Schweiz wichtig seien. «Natürlich muss man für bestimmte Themen, die das Ausland betreffen, andere Sender einschalten.» Es sei klar, dass man nicht jede Thematik aus der ganzen Welt aufgreifen könne, konterte de Weck. Die «Tagesschau» und Sendeformate wie «10vor10», die «Rundschau» oder «SRF Global» würden aber viele Auslandsnachrichten bringen, so der Generaldirektor der SRG SSR. Auch die Kritik, «SRF Global» werde erst spätabends ausgestrahlt, liess de Weck nicht gelten. «Wir haben 20 Prozent zeitversetzte Nutzung, Sendezeiten spielen eine immer kleinere Rolle.»

Lüthi wies darauf hin, die «Tagesschau» sei ein einzelnes Puzzleteil im Informationsangebot der SRG. «Natürlich können die einzelnen Sendungen betreffend der Ausgewogenheit und der Themensetzung kritisiert werden.» Für ihn sei aber klar, dass die SRG im gesamten Mix und mit den finanziellen Möglichkeiten, die ein gebührenfinanziertes Medium habe, eine umfassende Arbeit leiste. Die andere Diskussion sei diejenige der Objektivität und Neutralität. Hier müsse man genau hinschauen: «Wer macht was mit welchem Interesse, wo besteht eine gewisse Schlagseite?»

Roger de Weck, Generaldirektor der SRG: «Ich dachte, dass die Selbstkritik bereits sehr weit ging.»

«Kein Medium, zu keiner Zeit, hat die Aufgabe, der es nachgehen sollte, zur vollen Zufriedenheit erfüllt», übte de Weck eine etwas verklausulierte Selbstkritik. «Wer Perfektion möchte, soll Bücher schreiben.» Es sei aber das Bemühen da, mit einem soliden und möglichst ausgewogenen Angebot zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen. «Das tönt wie ein Werbespot», erwiderte Gasche. Ob denn de Weck nicht mehr Selbstkritik am Angebot der SRG zu üben habe? «Ich dachte, dass die Selbstkritik bereits sehr weit ging», entgegnete de Weck und zeigte damit, wie unterschiedlich die Meinungen von Medienmachern sein können.

«Von nichts kommt nichts»

Mit den Worten «das klingt alles so positiv, also könnten die Sparschrauben bei den Medien noch weiter angezogen werden, ohne dass deren Funktion in der Demokratie gefährdet wird», schlug Gasche den Bogen zu den aktuellen Problemen in der Medienbranche: Geldprobleme, Kahlschläge, Zusammenlegungen von Redaktionen. Adam reagierte kritisch: «Ich sehe enorme Finanzierungsprobleme für den klassischen Journalismus.» Der Grund sei klar, das Aufkommen des Internets habe die beiden Finanzierungsquellen der Medien, die Bürger und die Werbung, quasi ausgetrocknet. Einerseits seien die Bürger nicht bereit, für Onlinejournalismus zu zahlen, andererseits lasse sich im Web der Inhalt von der Werbung trennen, was dazu führe, dass die Werbegelder zu den Anbietern von sozialen Medien und anderen Plattformen abwandern würden. «Es gibt kein Modell, das die journalistischen Leistungen refinanziert.» Dass dieser Umstand einen Einfluss auf die Medien und ihre Rolle in der direkten Demokratie hat – darauf konnten sich alle Diskussionsteilnehmer einigen.

Heute werde der Markt von einer Handvoll global tätiger Intermediären wie etwa «Google», «Facebook» oder «Alibaba» dominiert, so de Weck. «Diese machen das Geld, nicht die Produzenten.» Dieselben Unternehmen also, die in Europa nicht mal Steuern zahlen.

Siegert erklärte, die direkte Demokratie sei ein dreistufiges System und müsse auf der Gemeinde-, Kantonal- und Nationalebene funktionieren. Einschnitte bei den Aufgaben der Medien sieht sie auf den unteren zwei Ebenen: Hier werde weit weniger umfassend über Politik informiert als auf nationaler Ebene. «Allen wäre lieber, wir hätten viele grosse Medienanbieter, die es sich leisten können, gut recherchierte Geschichten auf kommunaler und kantonaler Ebene zu bringen.» Das sei aber nicht finanzierbar, erst recht nicht, da nun die Werbegelder abwandern und die Nutzer sogar noch kritisieren würden, wie viele Gebühren sie zu zahlen hätten. «Von nichts kommt nichts.»

Prof. Gabriele Siegert: «Ich fühle mich über nationale Vorlagen besser informiert als über kantonale Vorlagen.»

Am Beispiel vom Kanton Bern erklärte Lüthi, wie eine ausgedünnte Medienlandschaft dazu führt, dass wichtige Stimmen nicht mehr gehört werden. Früher habe die «Berner Zeitung» und der «Bund» in Biel und Thun Korrespondenten beschäftigt, das habe zu einer vielfältigen Berichterstattung geführt. «Nun wird nur noch entlang der Parlaments- und Regierungsagenda berichtet.» De Weck warf noch einen weiteren Aspekt ins Rennen: «Zurzeit gibt es eine Inflation von Angeboten, die im journalistischen Gewand daherkommen, aber die journalistischen Funktionen nicht erfüllen. Ich denke, dass der herkömmliche Medienbetrieb unter Druck steht, seiner Aufgabe nachzukommen.»

«Klar, wir machen auch Fehler»

Ob und über welche relevanten Ereignisse und Entwicklungen die grossen Medien ungenügend berichten – darauf ging de Weck als Vertreter der SRG nicht ein. Es sei schwierig auf der Pauschalebene zu antworten, dafür bräuchte es eine intensive Begleitung der Berichterstattung. Im Gegenzug schlug er den Bogen zum neuen Medien-Start-Up «Republik» und fragte sich, was dazu führe, dass ein Medium noch vor seinem erstmaligen Erscheinen 13'000 Abonnenten habe. «Weil ein ungutes Gefühl gegenüber den publikumsstarken Medien existiert», antwortete Gasche. «Genau», bestätigte de Weck, bevor Gasche die Diskussion zurück zu den vernachlässigten Themen brachte: Fluchtgelder, Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien, Pakistan oder Ägypten, Ursachen der Migration, Deregulierung der Finanzindustrie, Lobbyismus. Die Themenliste ist gross. «Ich wäre völlig überfordert zu sagen, welche Themen wir falsch gewichtet hätten», sagte de Weck und wies darauf hin, dass die Gewichtungsfrage jeden Tag in den Redaktionen geführt werde. «Klar, wir machen auch Fehler.»

Zurzeit gebe es rund «400 bewaffnete Konflikte auf der Welt und 30 richtige Kriege.» Es könne sehr wohl sein, dass man die einen zu sehr, die anderen zu wenig beachte. Das sei eine der Gefährdungen des Medienbetriebs. «Ich kann aus meiner langjährigen Erfahrung als Wirtschaftsjournalist aber sagen: Natürlich wird stark gesündigt, etwa indem man Moden nachgeht und Wellen reitet.» Lüthi erinnerte daran, dass die Medien zum Beispiel bei der Finanzkrise und deren Auswirkungen kollektiv versagt hätten. «Das Frühwarnsystem wurde vernachlässigt, das ist ein strukturelles Problem, das wir noch heute haben.» Anders als damals setze das Korrektiv heute früher ein. «Zwar ist es dann zu spät, aber immerhin wird über das vernachlässigte Thema berichtet.»

«Grosse Marktplayer werden mit Samthandschuhen angefasst»

«Die Grundaufgabe der Medien ist die Selektion», erklärte Adam die Theorie. In der Praxis gebe es weltweit unzählige Entwicklungen und Ereignisse, in den Medien dafür aber nur sehr begrenzten Platz.«Bestimmt machen die Medien bei der Selektion der relevanten Themen Fehler», so Adam. Das gehöre mit zum Spiel. Man könne die Medien nicht getrennt von der Gesellschaft betrachten. «Die journalistischen Auswahlkriterien, die zum Teil dazu führen, dass wir Wichtiges verpassen, besitzen auch wir Medienkonsumenten.» Die Bürger würden sich zum Beispiel mehr für das Geschehen in der Nähe und weniger für Vorkommnisse in der Ferne interessieren. Deshalb könne man nicht sagen, es seien per se die Medien, die falsch oder ungenügend selektionierten. «Auch unser Nutzungsverhalten hat sich geändert.» Siegert wird konkreter: «Tendenziell wird über sehr komplexe Entwicklungen, die man weder an einem Ereignis noch an einer Person festmachen kann, weniger berichtet.»

Urs P. Gasche, Redaktor Infosperber: «Das klingt wie ein Werbespot.»

Als zweite Tendenz sieht Siegert eine besorgniserregende Entwicklung. Überall da, wo als Gegenspieler ein grosser Marktteilnehmer, also ein Werbetreibender, auftrete, «können Sie damit rechnen, dass die Berichterstattung sehr soft ist.»

«Viele politische Kräfte stehen nicht mehr zur Aufklärung»

Gemäss de Weck hat jedes Mediensystem seine Stärken und Schwächen. In einem Staat mit einem überwiegend schwachen Mediensystem leide die Demokratie. Am besten könne man dies in den Vereinigten Staaten von Amerika beobachten. Die Berichterstattung über die Aussenpolitik und das Ausland habe massiv unter der Kommerzialisierung des Medienbetriebs und dem Fehlen eines öffentlichen Anbieters gelitten. «Dieser Umstand hat George W. Bush den Weg in den Irakkrieg geebnet und die amerikanische Demokratie beschädigt.» Als Ergebnis sei die Gesellschaft heute gespalten. Es gebe eine Entwicklung von Massenmedien hin zu Propagandainstrumenten. «Diese Gefährdung ist wegen der mangelnden Finanzierung des Journalismus auch in der Schweiz möglich.»

In der Schweiz existiere eine politische Landschaft, in der «immer mehr politische Kräfte nicht mehr zu den Grundwerten der Aufklärung stehen», so de Weck. Diese Kräfte versuchten, die Kontrolle über Medien zu erringen, die zur Aufklärung stehen. Adam bestätigte seine Analyse. «Ich war vor Kurzem ein halbes Jahr in den USA. Es entsteht eine rechte Medienszene, die sich vor allem im Internet bewegt.» Man könne in den USA eine Polarisierung des Mediensystems erleben, die sich in einer Polarisierung der Gesellschaft und der Politik niederschlage. «Das sind keine erstrebenswerten Zustände», so Adam. Ausserdem gebe es Stimmen, die Fake-News verbreiten und Miss- und Desinformation betreiben würden. «Dank der neuen Möglichkeiten kann jeder Experte sein und seine Meinung kundtun.» Die grossen Medien seien trotz aller Fehlleistungen ein Bollwerk gegenüber solchen Tendenzen. «Wir müssen aufpassen, dass wir die jungen Nutzer nicht aus den Augen verlieren», sagte Lüthi. «Wie gewinnen wir Jugendliche, die mit ‹20 Minuten› sozialisiert wurden?» Diese Menschen müssten für Journalismus begeistert werden. «Unternehmen wie Tamedia oder Ringier bauen ab und können da nicht mehr mithalten.»

Um die journalistische Qualität hochzuhalten, brauche es in der Schweiz zudem vermehrt Journalisten, die über die Berichterstattung von anderen Journalisten schreiben würden: Medienjournalismus, Kritik an der Arbeit der Branche. «Es gibt heute in der Schweiz keinen kontinuierlichen Medienjournalismus mehr», sagte Lüthi. De Weck ergänzte: «Da hat ein Abbau stattgefunden, manchmal auch aus Konzerninteressen. Ausserdem ist diese Thematik bei den Nutzern nicht sehr beliebt.» Trotzdem ist sie wichtig, ein Umstand, der von niemandem bestritten wurde.

«Die Informationsschwelle muss für alle niedrig gehalten werden»

Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, darüber zu diskutieren, welchen Wert Informationen hätten, resümieren die Professorinnen Adam und Siegert zum Schluss der Diskussion. «In einer Demokratie geht es darum, dass die breite Öffentlichkeit Zugang zu Informationen erhält», so Adam. «Gut gebildete Menschen werden diesen Zugang immer haben. Die Informationsschwelle muss aber für alle niedrig gehalten werden.» Adam hat keine Patentlösung für die aktuellen Herausforderungen in der Medienwelt. «Ich denke, man kommt um einen Service Public nicht herum. Alle Studien zeigen, dass in Ländern mit marktbasierten Medien der Informationsunterschied zwischen gebildeten und weniger gebildeten Menschen grösser ist als in Ländern, die ein gebührenfinanziertes Mediensystem unterhalten.»

«Jede Medienpolitik der Zukunft muss davon ausgehen, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht wiederkehrt», so de Weck. Theoretisch gebe es drei Möglichkeiten für die Zukunft: Das wichtige Modell von Crowdfunding und Mäzenen, auf dem aber nicht der gesamte Medienplatz abgestützt werden könne. Als zweite Möglichkeit könne man es zulassen, dass politische Investoren auf den Plan treten, die mit Journalismus kein Geld verdienen, sondern Macht gewinnen wollen. Oder drittens: öffentliche Finanzierung.

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Am Podium erwähnte Webseiten mit Faktenchecks und Links zu weiteren Quellen:

  • ARD: hartaberfair Faktencheck
  •  ZDF: Die Anstalt checkt Fakten
  •  StimmtDas bezeichnet sich als «Deutschlands nicht-kommerzielles, überparteiliches Faktencheckportal». Zu den Betreibern gehören Journalisten, Volontäre und Studenten.
  •  Correctiv bezeichnet sich als «unabhängig, überparteilich, transparent und nachprüfbar»
  •  Faktenfuchs: BR-Fernsehen und -Radio #faktenfuchs: «Wir checken Fakten und verifizieren»
  •  FactCheck.org. USA: Project of The Annenberg Public Policy Center
  •  PolitiFact.com. USA: It is a project of the Tampa Bay Times, a publishing company based in St. Petersburg, Fla. The Tampa Bay Times is owned by The Poynter Institute, a nonprofit school for journalists.

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3 Meinungen

Wenn a) die (Qualitäts-)Medien - aus welchen Gründen auch immer - nicht (mehr) in der Lage sind, die Demokratie voraussetzende Urteilsfähigkeit zu stärken und
b) gleichzeitig die Bereitschaft der Wählenden sinkt, sich - aus Blasen ausbrechend - umfassend und sachgerecht zu informieren, sollte man im Sinne von David van Reybrock (Buch: Gegen Wahlen) ernsthaft über demokratische Prozesse nachdenken.
Heinz Abler, am 15. September 2017 um 09:55 Uhr
Das Podium stellte eine falsche Frage. Zu Medieninstitutionen stellt sich keine Vertrauensfrage. Sie haben alle Abh�ngigkeiten und Interessen.
Informationsversorgung, ein Grundbed�rfnis des demokratischen B�rgers wie Wasser und Strom, sagt Frau Siegert. Ja, bei Wasser und Strom kenne ich den Lieferanten, den Preis und bezahle, was ich bestelle und verbrauche. Bei der Information ist das nicht so: etwa 2% mines Informationsbedarfes beziehe ich bei der SRG. Die Rechnung kommt aber von der Billag, auch f�r das, was ich nicht bestellt habe. Da stimmt was nicht.
�...sieht, was andere �bersehen�, sagt infosperber, Ist das �berhaupt m�glich in der heutigen Medienflut? Informations-Qualit�tskontrolle w�re das Bed�rfnis der B�rger: wer schreibt? warum?, wor�ber?, in welcher Abh�ngigkeit? mit welchen Quellen? mit welcher Absicht?

Klar, das gibt Arbeit und ist nicht gratis. Ich w�rde auch gerne daf�r bezahlen.
Walter Schenk, am 15. September 2017 um 17:35 Uhr
Man muss laut schreien, um in Medien gehört zu werden; ich wiederhole mich:

das sagt Hr. de Weck in besagtem Podium:
"Heute werde der Markt von einer Handvoll global tätiger Intermediären wie etwa «Google», «Facebook» oder «Alibaba» dominiert, so de Weck. «Diese machen das Geld, nicht die Produzenten.» Dieselben Unternehmen also, die in Europa nicht mal Steuern zahlen."

Aber sein Nachrichtensprecher sagt jeden Tag: «wenn sie sich dazu äussern wollen, unser Hashtag ist «zehn vor zehn».

Ich fordere die SRG auf, einmal ganz klar darüber zu informieren, was mit einer Botschaft hinter «Hashtag 10 vor zehn» genau geschieht. Vertraulichkeit zwischen SRF und ihre Konsumenten, versteht sich!
Infosperber bietet ein eigenes Forum für seine Leser. Dafür hat die SRG kein Geld, sie lässt die Social Media arbeiten. Bei der Billag-Abstimmung werden wir daran denken.
Walter Schenk, am 18. September 2017 um 16:03 Uhr

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