Auszug aus den Fragen, mit denen die Medienwoche dem Infosperber ein schräges Image anhängen wollte. © ug

Auszug aus den Fragen, mit denen die Medienwoche dem Infosperber ein schräges Image anhängen wollte.

Der verkrampfte Versuch, Infosperber in eine Ecke zu stellen

Red. / 17. Mai 2020 - Ein Bericht kritisiert, Infosperber befinde sich im Dunstkreis von Verschwörungsanhängern. Hier unsere Antwort.

Der Infosperber kritisiert regelmässig andere Medien, jetzt ist er Gegenstand der Kritik. Das Online-Magazin Medienwoche* veröffentlichte am 12. Mai einen Artikel – 27'000 Zeichen lang – über den Infosperber. Dabei gab es einiges an Anerkennung (danke dafür!), doch auch an Kritik wird nicht gespart. «Die Plattform Infosperber findet viel Zuspruch in sogenannten Alternativmedien und unter Verschwörungstheoretikern. Initiator Urs P. Gasche grenzt sich zwar davon ab, sieht aber keinen Grund, etwas zu ändern», heisst es im Lead.

Der Autor hatte Infosperber-Gründer Urs P. Gasche mit den Vorwürfen konfrontiert und ihn ausführlich befragt. Wichtige Aussagen sind im Text der Medienwoche enthalten, weshalb wir hier nicht auf jedes Detail eingehen. Doch wir möchten uns der Diskussion stellen, auf die Hauptvorwürfe eingehen und Aspekte erwähnen, die im Text der Medienwoche fehlten.

Vorwurf 1
«Zahlreiche Verbindungen (...) zu umstrittenen (...) Plattformen»

Der Infosperber ist eine gemeinnützige, mit Spenden finanzierte Online-Zeitung und stellt seine Inhalte als Allgemeingut zur Verfügung. Alle Infosperber-Inhalte unterstehen freien Nutzungsrechten, jede Publikation darf die Inhalte ohne Rücksprache kostenlos übernehmen – allerdings nur ungekürzt und mit Quellenangabe. Wir sind überzeugt, dass Wissen allen gehört und dass ein freies Nutzungsrecht deshalb der richtige Weg ist – selbst wenn es bedeutet, dass unsere Inhalte auch von fragwürdigen Publikationen übernommen werden.

Es ist richtig, dass gelegentlich auch Medien, deren Werte wir nicht teilen, Infosperber-Berichte übernehmen. Falsch ist, dass wir zu einem der genannten Medien eine «Verbindung» haben. Es existieren weder Kooperationen noch Absprachen. Es haben auch nie informelle Gespräche stattgefunden. Generell gilt: Medienschaffende und Medien sind verantwortlich für das, was sie publizieren, nicht aber für die Leute, die ihre Texte lesen und sie gut oder schlecht finden. Gegen erwünschten oder unerwünschten Beifall, von welcher Seite auch immer, kann und muss sich kein Medienschaffender wehren.

Vorwurf 2
Infosperber gefalle jenen, «die überall Verschwörungen sehen»

Der Infosperber hat nie die Nähe zu Kreisen gesucht, welche irreführende Informationen verbreiten. Und sollten Rechtsextreme, Antisemiten, Klimaleugner oder andere Personen mit einem verdrehten Kompass unsere Inhalte gut finden, sind wir darauf nicht stolz.

Doch wer für Infosperber schreibt, soll nicht zuerst überlegen müssen, ob sein Artikel auch bei Leuten Gefallen finden könnte, welche die Grundwerte von Infosperber nicht teilen. Wir möchten keine relevanten Inhalte verschweigen, nur weil sie womöglich auch ein Publikum bedienen, das uns fern liegt. Die Finanzierung über Spenden ermöglicht uns die grösstmögliche Unabhängigkeit. Wir erachten es als unsere Verantwortung, diese Unabhängigkeit zu nutzen.

Vorwurf 3
«Unkritische Nähe» von Infosperber zu Daniele Ganser

Daniele Ganser bringt sich in die öffentliche Debatte ein. Der Infosperber grenzt Ganser nicht aus wie manch andere, sondern informiert über seine Argumente und setzt sich damit kritisch auseinander. Das heisst nicht, dass wir mit ihm in irgendeiner Art verbunden wären – genauso wenig wie der Tages-Anzeiger oder die NZZ mit Christoph Blocher oder mit Donald Trump «verbunden» sind.

Vorwurf 4
Infosperber verbreite Propaganda von Russland und Syrien

Dieser Vorwurf ist rufschädigend. Konkret beanstandet die Medienwoche etwa, dass Infosperber-Gründungsmitglied Christian Müller einmal RT Deutsch zitiert habe, ohne zu erwähnen, dass es sich «um ein vom russischen Staat finanziertes und kontrolliertes Medium handelt». Wissen denn mittlerweile nicht alle unsere Leserinnen und Leser, dass RT vom russischen Staat finanziert wird? Natürlich soll man das immer wieder erwähnen.

Auf den Vorwurf der Propaganda für Russland und Syrien werden wir in den nächsten Tagen ausführlich eingehen. Man muss mit Wertungen oder der Einseitigkeit einzelner Artikel nicht einverstanden sein. Doch mit Etikettierungen wie «Russland-Versteher» wird einer faktenorientierten Auseinandersetzung auf eine billige Art ausgewichen.

Was wir noch sagen wollten

Mit einem weiteren Argument versucht die Medienwoche, die Glaubwürdigkeit der Infosperber-Verantwortlichen in Frage zu stellen: Hinter Infosperber stünden «grösstenteils Pensionierte», die sich «bloss einmal pro Jahr treffen». Fakt ist: Fünf von neun Mitgliedern der verantwortlichen Redaktion sind nicht pensioniert. Und sie treffen sich vier Mal pro Jahr physisch, davon einmal zu einer zweitägigen Retraite.

Der Autor des Medienwoche-Artikels hat zahlreiche Personen im Umfeld von Infosperber angeschrieben und gelangte so auch an einige kritische Zitate. (Dem Lieferanten des von der Medienwoche erwähnten anonymen Zitates sei versichert, dass er oder sie wie die geschätzte Kollegin Ariane Tanner mit Namen hätte hinstehen können. Der Infosperber steht für offene Debatte und akzeptiert auch Kritik.)

Folgende Antwort von Erich Gysling hat der Autor der Medienwoche nicht berücksichtigt, was wir an dieser Stelle gerne nachholen möchten:

    Lieber Herr von Wyl,

    Besten Dank für Ihre Zeilen / für Ihr kritisches Interesse an Infosperber.

    Also, der Reihe nach: Christian Müllers Beitrag über Bargeld: Ich habe den Text eben nochmals gelesen, und auch danach, nach der wiederholten Lektüre, kann ich Ihrer Kritik nicht zustimmen. Christian Müller weist ja, im Kern, einfach darauf hin, dass es Finanzinstitute gibt, für die es von Vorteil wäre, würde nicht mehr mit Bargeld bezahlt. Und dass insbesondere US-amerikanische Banken bei anderer Gelegenheit international gewaltig Druck auch auf europäische Finanzinstitute ausübten (Beispiel Iran-Sanktionen), ist ja leider Tatsache.

    Dann Müllers Russland-Beiträge: Die zeichnen sich generell dadurch aus, dass sie auf journalistischer Arbeit vor Ort beruhen. Was die Krim betrifft, hätte ich persönlich allerdings jeweils noch einen weiteren Aspekt mit «verarbeitet»: Umstände des Referendums hin oder her, die Annexion widersprach dem Völkerrecht. Über dieses Thema könnte man allerdings auch weiter ausgreifend debattieren - die Annexion des Golangebiets durch Israel war ebenso völkerrechtswidrig, und die jetzt in Gang kommende Annexion eines Grossteils des Westjordanlands ebenso. Aber nochmals, und zurück zum Thema generell: Ich begrüsse es, dass wir mit Christian Müller einen Autor haben, der das tut, was sich Infosperber zum Ziel setzt: zu sehen, was andere übersehen.

    Damit zu Daniele Ganser respektive meiner Rezeption der Publikationen von Daniele Ganser: Ich halte all die Verschwörungstheorien zu 9/11 für abstrus. Ganser «bekennt» sich allerdings auch nicht zu Schlussfolgerungen aus solchen Theorien – er stellt sie in Frage. Nun ja, wohl auf eine recht suggestive Weise – aber Infosperber dafür verantwortlich zu machen, halte ich für etwas kühn. Gansers kritische (superkritische) Haltung gegenüber der Nato jedoch finde ich interessant, auch wenn ich nicht all seine Schlussfolgerungen teile. Ich vermute / befürchte zum Beispiel, dass der Krieg in Bosnien tatsächlich unvermeidlich war. Wäre er nicht geführt worden, wären die Zahlen von Opfern wohl noch weiter gestiegen, wäre die Tragödie noch weiter eskaliert. Aber das ist, wie angetönt, meine persönliche Einschätzung – mit den Publikationen Gansers auf Infosperber hat sie nichts zu tun.

    Und schliesslich noch Urs Gasche und seine Meinung zu einer zweiten Welle von Corona-Infektionen: das ist Urs Gasches persönliche Schlussfolgerung. Das ist ein ebenso guter wie möglicherweise problematischer Diskussionsbeitrag über das, was noch kommen wird. Ähnliches, fast Ähnliches, Gegensätzliches lese ich auch in anderen Medien. Wollen Sie solche Kommentare verbieten? Ich nicht, auch wenn ich «vermeine», dass die nähere Zukunft anders aussieht. Aber da gibt es meine Meinung, Ihre Meinung, sind weitere Meinungen so gut wie diese oder jene.

    Und nun zur Schlussfolgerung: Ich kann nicht erkennen, dass es bei Infosperber zu einer problematischen «Entwicklung» gekommen ist.

    Mit besten Grüssen

    Erich Gysling

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  • Ungekürzte Korrespondenz:

    Wer nachlesen möchte, wie der Medienwoche-Mitarbeiter seine Thesen zu erhärten suchte, kann seine ungekürzten Fragen und Nachfragen sowie die Antworten von Infosperber nachlesen. Interessierte erfahren darin, wie eine Recherche sich entwickelt und der Artikel der Medienwoche entstanden ist, den wir oben verlinkt haben. Download PDF-Dokument.

  • Lesen Sie ab dem 21. Mai auf Infosperber:

    Das Etikett «Russland-Versteher» klemmt das Argumentieren ab. Warum es im allseitigen Propagandakrieg der Grossmächte wichtig ist, Konflikte einzuordnen und Übersehenes zu thematisieren.
  • **************************************************************

    *Die «Medienwoche»: Ein Magazin für Medien & Marketing

    Die Medienwoche ist ein Zürcher Online-Magazin, das von einer «dpi Publishing Service AG» herausgegeben wird. Als Verleger firmiert Thomas Paszti. Zur Redaktion gehören Redaktionsleiter Nick Lüthi, die PR- und Marketingfrau Nicole Vontobel-Schnell, die eidg. dipl. PR-Beraterinnen Eliane Stöckli und Irene Messerli sowie PR-Berater Dominik Allemann.

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    43 Meinungen

    Wie in allen Diktaturen, Diskussionen sind nicht erwünscht
    Michel Ebinger, am 17. Mai 2020 um 11:32 Uhr
    RT ein vom russischen Staat finanziert, why not? Infosperber sollte einmal auflisten von wem die international tonangebenden Meinungsmacher finanziert werden. SFR informiert geopolitisch sehr einseitig, hat das schon mal jemand kritisiert? «Verschwörungstheorie» ist derzeit in aller Munde. Leider wird das Wort primär als bequemes Totschlagrgument verwendet um andere Meinungen zu diskreditieren ohne dass man argumentiv reagieren muss, oder gar um Menschen mit anderer Meinung zu diskreditieren.
    Marcel Keller, am 17. Mai 2020 um 12:20 Uhr
    Einmal mehr grossen Dank für diese gründliche, ernsthafte und differenzierte Reaktion des Infosperber auf die Anwürfe. Es ist soo einfach und offenbar befriedigend und wohl darum so im Trend, mit der abfälligen Bezeichnung «Verschwörungstheorien» bzw «-theoretiker» um sich zu werfen - fast egal wo man hintrifft. Wer z.B. den oben erwähnten Alec Gagneux persönlich kennt, nur als ein Beispiel von vielen, weiss, was für ein nachdenklicher, mutiger und ehrlicher Mensch er ist. Auch mit dem Infosperber trifft diese beliebte Anschuldigung sowas von den Falschen...
    Domenica Ott, am 17. Mai 2020 um 12:23 Uhr
    » Ich halte all die Verschwörungstheorien zu 9/11 für abstrus. Ganser «bekennt» sich allerdings auch nicht zu Schlussfolgerungen aus solchen Theorien»: doch, er bekennt sich (seit mind. 8 Monaten) ganz klar und definitiv dazu, dass das keine Theorie sondern eine Tatsache ist. Da begann ich, zutiefst an DG zu zweifeln - da nützt auch sein hoher IQ nichts.
    Markus Scheuring, am 17. Mai 2020 um 12:42 Uhr
    Hier noch ein Zwischenruf
    Die Leser der Republik sind auch selbst denkende Menschen. Ich suche für mich nicht Autoren, die meinen eigenen kalt geworden Kaffee (Gedanken) immer wieder aufwärmen. Gerade durch die andere Betrachtung, die andere Meinung, kommt es zur Erregung und die Sache wird wieder heiss. Bitte nicht vergessen, dass die Leser durchaus selbst denken und sich ihre Meinung machen. Wer glaubt, Leser seinen gedankenlose Geschöpfe, demonstriert nur sein egene elitäre Denkweise. Ich für mich lese gerne weiter den Infosperber.
    Urs Anton Löpfe, am 17. Mai 2020 um 12:46 Uhr
    Mein erste Tat, nach dem ich den Artikel bei «Medienwoche» gelesen hatte, war bei Wikipedia nachzuschauen, ob nun Infosperber auch den Verschwörungstheoretiker Button erhalten hat. Und siehe da, Infosperber gehört nun auch in die Schmuddelecke.
    Infosperber konnte ich immer meinen Freunden als seriöses Magazin empfehlen, da sehr gut recherchiert wird. Nun muss ich mir dann wohl in Zukunft anhören, dass Infosperber ein Verschwörungstheoretiker Portal sei.
    Propaganda in Wikipedia, dank der Medienwoche. Habe ich nicht anders erwartet. Genau darum braucht es Infosperber, damit solche bedenklichen Entwicklungen ans Tageslicht und in die Öffentlichkeit kommen.
    Stephan Weber, am 17. Mai 2020 um 12:58 Uhr
    Aus meiner neutralen Sicht (ich lese sowohl Infosperber als auch die Medienwoche regelmässig) beinhaltet vor allem die Praxis von Infosperber eine grundsätzliche Schwäche. Nachdem ich den ganzen Mailwechsel gelesen habe, würde ich es für sinnvoll halten, wenn Infosperber seine Artikel zwar weiterhin zur Verfügung stellt, dies aber erst nach einer eingeholten Genehmigung. Das gibt Infosperber die Möglichkeit, die betreffenden Medien zu begutachten und damit auszuschliessen, dass Beiträge in fragwürdigen Umfeldern platziert werden. Damit würde Infosperber auch die betreffenden Journalistinnen und Journalisten schützen, die ja normalerweise genauso wenig Freude haben, wenn ihre Beiträge dort publiziert werden. Und man hätte auch eine Handhabe, gegen nicht bewilligte Publikationen rechtlich vorzugehen.
    Ueli Custer, am 17. Mai 2020 um 13:07 Uhr
    Wie grenzt man sich von unerwünschten Trittbrettfahrern ab?

    Diese Frage beschäftigt uns alle:
    Die friedlichen Fussballfans werden von wenigen gewaltbereiten Chaoten aufgemischt, die Demonstrationen für politische Transparenz und Freiheit werden von einigen Rechtsextremen flankiert (schon dies ist ein Widerspruch in sich), leere Bierdosen werden im Gelände entsorgt ...
    Da sind die Meinungen schnell gemacht: Kuscheljustiz, verwahrloste Jugendliche, kulturfremde Asylanten, linke Chaoten, rechte Verschwörungstheoretiker, Sozialhilfeempfänger.

    Warum wollen sich manche Menschen nicht mit den einzelnen Inhalten auseinander setzen? Egal von welcher „Partei“ diese Inhalte sind?
    Ekkehard Blomeyer, am 17. Mai 2020 um 13:14 Uhr
    @Custer. Die Gemeinnützigkeit wurde der Stiftung, welche Infosperber herausgibt, nur unter der Bedingung gewährt, dass alle Artikel der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stehen, auch zum Weiterverbreiten. ALLERDINGS: Nur unter der Bedingung, dass an den Artikeln nichts gekürzt oder geändert wird, und mit Quellenangabe. Autorinnen und Autoren sollten zu ihren Inhalten stehen können, wo auch immer sie in der Originalversion verbreitet werden.
    Urs P. Gasche, am 17. Mai 2020 um 13:31 Uhr
    Hervoragende Entgegnung oder besser gesagt Richtigstellung von Infosperper. Ich selber schätze enorm die Informationen die andere bewusst oder unbewusst verschweigen, insbeso dere die Fakten dazu. Relativ viele Artikel sind Meinungen oder sogar Lösungsvorschläge zu einem Problem. Diese teile ich oft nicht. Auf der Metaebene sind diese Artikel aber nicht anderes, als Artikel zB der NZZ.
    Mir fällt auf, dass die Medienwoche keine konkreten angeblichen Fakenews mit Fakten widerlegt, sondern Personen und Organisationen diffamiert und ohne Belege als Verschwörungstheoretiker verunglimpflig.
    Wo bleibt der Aufschrei der Medienwoche, dass viele Zeitungen täglich von Coronatote schreiben? Richtig ist von Toten MIT Corona, oder wie es das BAG offiziell schreibt, von Tote im Zusammenhang mit Corona zu schreiben. Wo bleibt der Aufschrei, der Rückgang der Ansteckungsrate faktisch den verhängten Massnahmen zuzuschreiben, obwohl die Statistik dem widerspricht. Wo bleibt der Aufschrei, diesen Virus als sehr gefährlich zu bezeichnen, obwohl der Schnitt der 3 Studien dazu (USA, Dänemark, Deutschland) nur eine Todesrate von 0.23% der infizierten MIT Corona festgestellt hat. Ausserdem es in der Schweiz nachgewiesen ist, dass mindestens 97% mindestens eine schwere Vorerkrankung hatten und gemäss Obtuktionen in Deutschland waren es bisher sogar alle. Das durchschnittliche Todesalter stimmt etwa mit der durchschnittlichen Lebenserwartung überein. Nur schon bei diesem Thema versagt die Medienwoche.
    Beat Schärer, am 17. Mai 2020 um 13:54 Uhr
    Sie schreiben: «Und sollten Rechtsextreme, Antisemiten, Klimaleugner oder andere Personen mit einem verdrehten Kompass unsere Inhalte gut finden, sind wir darauf nicht stolz.» im Moment wird jede Kritik am Lockdown und Kritik an den Statistiken zu Corona als Coronaleugner dargestellt. Alle Kritik einer offenen völlig ungeregelten Einwanderung wird als Rassismus bezeichnet. Alle Kritik an der Klimadebatte wird als Klimaleugner gebranntmarkt. Und Rechtsextremismus wird als Todschlagargument gebraucht. Jetzt hat der Kampfbegriff Verschwörungstheorie Einzug gehalten und versucht allesamt besorgte Mittelständler, welche schliesslich den ganzen Staatsapparat finanzieren den Mundschutz respektive den Maulkorb umzuängen. Jetzt tappt Infosperber auch noch in die Falle und wird vom Ketzer zum Inquisitor, um sich ja von den bösen bösen Leugnern zu distanzieren. An dieser Stelle erwarte ich eine sachliche Diskussion und nicht einen Rundumschlag. Wer ist überhaupt ein Verschwörungstheoretiker? Dazu gibt es keine Definition und zwar bewusst - man will soviel wie möglich Fragesteller mundtot machen.
    Mary-Anne Bufton, am 17. Mai 2020 um 14:16 Uhr
    Noch bevor ich vom obigen Artikel mehr gelesen habe als den Titel, «muss» ich schon einen Kommentar loswerden: Adjektive sind im Journalismus immer heikel - die Texte werden meistens besser, wenn man ihre Anzahl reduziert. Aber wertende Adjektive im Titel: geht gar nicht! Damit stellen Sie sich selber genau in die Ecke, aus der Sie mit dem Artikel raus wollen. Einfach streichen - und schon ist's gut. Und die Aussage erst noch stärker, nicht?
    Peter Oertel, am 17. Mai 2020 um 16:33 Uhr
    Das ist eine sonderbare Geschichte. Geht es um das Anschwärzen eines Konkurrenten, der zum wichtigen Thema «Corona» die beste Informationsplattform bietet? Oder ist die Medienwoche nach eigenem Empfinden besonders qualifiziert, zwischen guten und schlechten Autoren zu unterscheiden? Ich bin kein «Altlinker», aber warum sollen diese auf Infosperber nicht schreiben dürfen? Und wie steht es mit «Neurechten»? Dürfen die oder dürfen die nicht?
    Futterneid dürfte eine gute Erklärung sein.
    Hans Geiger, am 17. Mai 2020 um 16:50 Uhr
    Ich möchte vorausschicken, dass ich INFOsperber als unverzichtbares unabhängiges Informationsmedium schätze, die zum überwiegenden Teil höchste journalistische Qualitätsansprüche erfüllenden Beiträge mit Gewinn lese und deshalb auch regelmässig und mit Überzeugung meinen jährlichen Obolus zum wirtschaftlichen Überleben dieser wichtigen freien Pressestimme entrichte. Dessen ungeachtet muss allerdings auch ich feststellen, dass der im Online-Magazin «Medienwoche» geäusserten Kritik am Kurs von INFOsperber nicht jegliche Berechtigung abgesprochen werden kann. Es sind insbesondere die von «Medienwoche»-Autor Benjamin von Wyl angesprochenen Themenkreise «Russland», «Ganser» und «Corona», welche bei INFOsperber meines Erachtens des Öfteren entweder zu wenig kritisch, zu einseitig oder zu voreingenommen und bisweilen auch zu spekulativ abgehandelt werden. Damit macht sich INFOsperber unnötigerweise zu einem leichten Ziel für jene Kreise, welche überall Verschwörungstheoretiker am Werk sehen. Immer wieder Beifall von der «falschen» Seite zu generieren kann und darf nicht Ziel einer unabhängigen Meinungsplattform sein.
    René Edward Knupfer-Müller, am 17. Mai 2020 um 17:23 Uhr
    Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen! Kluge Köpfe „ertragen“ auch Beiträge, die sie nicht goutieren.

    Mit freundlichen Grüssen, Reinard Schmitz.
    Reinard Schmitz , am 17. Mai 2020 um 20:16 Uhr
    Der Hund, den es angeht, hat gebellt. Gebellt hat die Medinwoche. Kurz gesagt: Müller und Gasche sind Autoren, die ich im Dienste unabhängiger, realitätsbezogener und scharfsinniger Berichterstattung hoch schätze. Ein Beispiel: Wer Müller kritisiert, hat das billige Spielchen der USA auf dem Buckel Europas noch nicht erkannt. Davon leite ich ab: Noch tragischer ist, dass die Europa verliebten Bundespolitiker von Bern gefährlicher sind als unser Begleiter Corona.
    Peter Geissmann, am 17. Mai 2020 um 22:06 Uhr
    @Christian von Burg: Sie sagen es: Sie kritisieren uns – speziell auch mich – regelmässig. Warum lesen Sie uns, wenn wir doch so eine einseitige, in Ihren Worten «grausliche» Redaktion sind? Woher wissen Sie zum Beispiel, dass ich «frustriert» bin? Ich bin das nämlich überhaupt nicht. Mein CV zeigt Ihnen, dass ich einen Universitätsabschluss habe (Dr.phil.I), dass ich ein sehr erfolgreiches Berufsleben hinter mir habe, ich habe die ganze Welt bereist (ich hatte sogar die Private Pilot License PPL), ich bin finanziell unabhängig, habe ein ordentliches Familienleben, habe beste Freunde in West und Ost, kurz: Ich gehöre klar zu den Privilegierten auf diesem Globus – und wüsste wahrlich nicht, warum ich «frustriert» sein sollte. Aber gerade weil ich zu den Privilegierten gehöre, erlaube ich mir, mich für die Unterprivilegierten einzusetzen, für jene, die in einer Welt, die nur noch vom Geld diktiert wird, ohne Eigenschuld zu kurz kommen. Und ich versuche jenen, die die Ungerechtigkeiten auf dieser Welt nicht sehen können oder nicht sehen wollen, ein wenig die Augen zu öffnen. Wenn Sie dabei in mir einen «Weltverbesserer» erkennen, nehme ich das gerne entgegen: als Kompliment. Danke! Mit freundlichem Gruss nach Lohn / SH (wo die «Schaffhauser Nachrichten» ja sogar den US-Angriff auf den Irak positiv kommentierte, ganz in Ihrem Sinn), Ihr (überhaupt nicht frustrierter) Christian Müller.
    PS: Lesen Sie zur Abwechslung doch mal einen Text von Benjamin von Wyl, der uns jetzt in die Pfanne gehauen hat, als er noch Sekretär der Juso Aargau war: https://www.agb.ch/aktuell/artikel/details/benjamin-von-wyl-sekretaer-juso-aargau/ Sie werden begeistert sein!
    Christian Müller, am 17. Mai 2020 um 22:58 Uhr
    Die Kritik der Medienwoche (im vollen Text gelesen) ist nicht ganz von der Hand zu weisen. «Sage mir, wer deine Autoren sind und ich sage dir, was du bist», in Anlehnung an das alte Sprichwort, lässt sich nicht vermeiden. Nun erscheinen im Infosperber eben auch viele gute Artikel. Aber wenn ich Ganser als Autor sehe, lese ich das nicht mehr. (Ich lese aber auch keine Artikel mehr von Markus Somm oder Eric Guyer). Aber zu viel darf es nicht werden. Noch mehr solche Artikel, wie der von Urs Scherrer vom 16. Mai und noch mehr wilde Spekulationen über die Zukunft mit Corona werden mir den Infosperber vergällen. - Es lohnt sich vielleicht die Kommentare unter den bezeichneten Artikeln zu lesen. Kommentare der Art «endlich sagt das mal einer, bravo» sind meist ein schlechtes Zeichen.
    Jan Holler, am 17. Mai 2020 um 23:37 Uhr
    Guten Morgen, ich schätze den Infosperber sehr. Meinungsvielfalt ist nun mal das A und O einer Demokratie. Klar doch, ich bin ein Verschwörungstheoretiker und Altlinker, aber lieber das, als ein Atlantiker mit Scheuklappen. Einfach weiter machen, besten Dank.
    Guido Besmer
    Guido Besmer, am 18. Mai 2020 um 06:24 Uhr
    Benjamin von Wyl und seine «Medienwoche» sitzen sinngemäss in einem «Glashaus mit sehr dünnen Scheiben» und werfen dennoch mit Steinen...

    Seit Mark Twain, wissen alle halbwegs intelligenten Menschen, daß immer überall und jederzeit versucht wurde und weiterhin wird, Nachrichteninhalte zu beeinflussen zu tendenzieren, zu verfälschen, zu blockieren...

    DAS absolut NEUTRALE Medium, gab es nie und wird es nie geben. Allein schon deswegen, weil unter dem Begriff «neutral» schon sehr Unterschiedliches gemeint und verstanden werden kann.

    Absolut NICHT NEUTRAL ist für mich längst dieses WIKIPEDIA, wo einige wenige Leute, die «WELTMEINUNG» vorschreiben...

    Bei INFOSPERBER gibt es jeweils Artikel, die mich persönlich freuen, die mir thematisch neu sind, die ich toll finde, die ich nicht so mag, die mich ärgern... usw. - Genau DARIN, also in der für mich gut gelungenen MISCHUNG, liegt doch der Sinn und Reiz für diejenigen Leser, die nicht täglich ihre eigenen wohlgehüteten Meinungen (oder auch schon mal eigenen Vorurteile) pausenlos auch so geschrieben in Medien lesen wollen oder sogar müssen, um ja nicht womöglich gar noch an sich selbst zu zweifeln...

    INFOSPERBER bietet z.B. mir, einem Deutschen, der aber die Schweiz und schweizer Geschichte excellent kennt und mit Schweizern befreundet ist, eine Menge an vielseitigen innerschweizer Informationen, die ich anders gar nicht bekäme. Schon gar nicht mit einem gelegentlichen Kiosk-Kauf der NZZ oder so.

    Daher an IS: BITTE WEITER SO!
    Werner Eisenkopf, am 18. Mai 2020 um 06:32 Uhr
    Oft erkenne ich in einem Text in der Tagespresse, dass dieser manipulativ verfasst ist, manchmal meine ich auch aus Texten das Geld klimpern zu hören und verdächtige PR-Schreiberlinge dafür, weshalb ich einfach noch eine Zweit-Meinung lesen möchte. Dafür ist Infosperber genau die richtige Plattform. Besten Dank dafür.
    Carlos Werner Schenkel, am 18. Mai 2020 um 06:36 Uhr
    Demokratie ist untrennbar verbunden mit einem öffentlichen Debatten-Raum, in welchem Ergebnis offen und konstruktiv nach einem Konsens gesucht wird.

    Dank gebührt dem Team von Infosperber, diesen Debatten-Raum online zur Verfügung zu stellen!

    Problematisch ist bereits das Dialog unfähige Beharren auf seiner Meinung. Ein Dialog kann nur entstehen, wenn man bereit ist, offen zuzuhören und seinen Horizont zu erweitern.
    Mit Begriffen wie «Verschwörungstheoretiker» etc. wird ein Dialog definitiv verunmöglicht und diese Begriffe sind demzufolge ein Zeichen fehlender Argumente.

    Für mich ist das alleinige Ziel solcher Begriffe, Menschen davon abzuschrecken, offen zu diskutieren und den Rahmen der Diskussion auf die Argumentation der gewünschten «Einheits-Meinung» des Status Quo zu beschränken.

    Medien, die diese Begriffe verwenden, sollten sehr kritisch hinterfragt werden, weil sie dadurch die Menschen spalten und Feindbilder aufbauen.

    Quo vadis Demokratie?
    Hatten wir je eine?
    Dr. med. Paul Steinmann, am 18. Mai 2020 um 08:09 Uhr
    @Gasche: Danke für die Erklärung, die mir natürlich einleuchtet. Ich frage mich allerdings, ob die Stiftungsregelungen eine solche Entwicklung überhaupt je zur Kenntnis genommen haben. Irgendwie kann es doch nicht sein, dass ein Autor völlig ausgeliefert ist und keine Möglichkeit hat, einzugreifen, wenn sein Artikel in einem Schmuddel-Umfeld platziert wird.
    Ueli Custer, am 18. Mai 2020 um 11:04 Uhr
    Das Unwort des Jahrhunderts: «Verschwörungstheorie» - ein Unding aus der Büchse der CIA geistert seit 1967 in vielen Köpfen herum. Nur die Dümmsten haben noch nicht begriffen, dass diese Wort eigentlich das bestätigt, was es zu eliminieren versucht. Eine Wortkreation für Menschen ohne eigene Meinung. INFOSPERBER: Macht weiter wie bisher und lasst Euch nicht durch Wortklauberei einschüchtern!
    René Lütold, am 18. Mai 2020 um 11:13 Uhr
    @ChristianVonBurg: Sie meinen wohl die jungen Menschen, die an jeder Ecke stehen, mit Kopfhörer aufgesetzt und wahrscheinlich wahnsinnig wichtige Informationen auf dem immer präsenten Handy lesend? Dann mal viel Spass für Ihre Zukunfsaussichten. ...
    René Lütold, am 18. Mai 2020 um 11:20 Uhr
    Nochmals zu 9/11: So sauber wurden Türme noch nie gesprengt. Wer immer noch an die offizielle Version glaubt, tut mir ehrlich leid. Daniele Ganser ist ein seriöser Wissenschaftler und wird nur immer von Leuten verunhlimpft, die nicht bis drei zählen können. Wichtiger ist halt eine heile Welt, nur die gibts nicht mehr.
    René Lütold, am 18. Mai 2020 um 11:26 Uhr
    Nun will ich Infosperber gerne wieder mal loben: Dieser Beitrag ist gut. :-) Das mal zur Hauptsache.

    @Stephan Weber: Ich sehe beim Infosperper-Wikipedia-Eintrag nirgendwo einen «Verschwörungstheoretiker-Button». Können Sie bitte konkret sagen, wo der sein soll, oder Ihren andernfalls verleumderischen («Propaganda in Wikipedia, dank der Medienwoche.») Kommentar korrigieren?

    Im Übrigen möchte ich noch @Peter Oertel zustimmen. Wenn ich mir etwas wünschte bei Inforsperber, wäre es zuerst mal etwas mehr Sorgfalt bei Titeln und Leads.
    Und manchmal ein inhaltlich etwas kritischeres Gegenlesen intern vor der Publikation von Beiträgen. (Was aber bei allen Medien Sinn machte ...)
    Marius Schären, am 18. Mai 2020 um 12:38 Uhr
    Ich bin treuer Sperber-Leser und werde es auch nach dem Medienwoche-Artikel bleiben. Aber die Art und Weise, wie IS mit diesem Artikel umgeht, ist schon erstaunlich. Grundsätzlich sehe ich hier keinen «verkrampfter Versuch», sondern eine durchaus nachvollziehbare Kritik. Wenn dies nun vom sehr aktiven Schreiber Müller als «in die Pfanne hauen» bezeichnet wird und mit Bezug auf die Biografie von Wyls auch noch auf den Mann gezielt wird, scheint mir das doch sehr fragwürdig.
    Andreas Beck, am 18. Mai 2020 um 12:46 Uhr
    Weiter halte ich es für sehr naiv von Herrn Gasche, dass man die Kritik, die Quellen genauer anzugeben (Stichwort RT) einfach lapidar wegwischt im Sinne von: Unsere Leser*innen lesen Infosperber als Zweitmedium und sind informiert, alle wissen, was RT für eine Quelle ist. Na ja. Das finde ich doch sehr fragwürdig. Insebsondere dann, wenn der Artikel unkommentiert in anderen Medien veröffentlich werden darf. Dort sind es dann ja nicht mehr die gleichen bestens informierten Leser*innen. Also bitte: Wenn die Texte jeweils gratis und unkommentiert übernommen werden müssen, dann muss Infosperber doch auch eine gewisse Sorgfaltspflicht übernehmen und von mir aus in jedem Artikel erwähnen, wie die Quelle(n) einzuordnen ist/sind. Auch wenn das für die gängige Infosperber-Leserschaft obsolet scheint.
    Andreas Beck, am 18. Mai 2020 um 12:51 Uhr
    Habe Infosperber erst vor ca. 6 Monaten entdeckt. Finde diese Website sehr gut. Bin mit den Beiträgen manchmal/oft nicht einverstanden, finde aber die Grosszügigkeit bei der Zulassung von Kommentaren ausgezeichnet. Bei den MSM wird immer mehr nach ideologischen Kriterien zensuriert.
    Pedro Reiser, am 18. Mai 2020 um 13:05 Uhr
    @Christian von Burg: Seien Sie froh, dass Infosperber Ihren Kommentar aufgeschaltet hat. Wenn Sie einen ähnlichen Kommentar mit umgekehrter ideologischer Prägung an NZZ, Tagesanzeiger oder Blick gesandt hätten, wäre er in den Papierkorb gelandet...
    Pedro Reiser, am 18. Mai 2020 um 13:14 Uhr
    Ich finde den Infosperber sehr gut. Noch besser fände ich es, wenn die Verantwortlichen die Kritik in der Medienwoche als Anregung verstehen würden. Auch ein gutes Konzept kann noch verbessert werden. Deshalb sollten wir alle für Kritik dankbar sein.
    Stefan Hugi, am 18. Mai 2020 um 14:07 Uhr
    Benjamin von Wyl ist ein klassischer Verschwörungstheoretiker, welcher sich im Besitz der «Wahrheit» glaubt und sich von dunklen, finsteren Mächten (wie Infosperber) bedroht sieht. Wie seinen Angaben zu entnahmen ist, glaubt dieser BvW an eine konspirative Verschwörung von KenFM, Nachdenkseiten, Rubikon, Zeitpunkt, RT und Putin gegen ihn und versucht seine abstrusen Verschwörungstheorien zu beweisen.
    Peter Herzog, am 18. Mai 2020 um 15:31 Uhr
    Betreffend der Kritik gegenüber dem IS:
    Soweit ich den IS beurteilen kann, haben die Journalisten weitgehend freie Hand was sie schreiben wollen. Ich bin sehr oft mit dem geschriebenen nicht einverstanden. So geht es wohl jedem, finden sich doch kaum zwei Menschen auf diesem Planeten mit derselben Meinung in jedem Bereich. Aber das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass der IS die freie Presse und die freie Meinungsäusserung, auch hier in den Kommentarspalten, lebt. Und dafür schätze ich den IS und genau deswegen ist er so unverzichtbar in der Schweiz.

    Sehr geehrter Herr Gysling,
    zu Ihrer Haltung betreffend dem Bosnienkrieg möchte ich Ihnen ein Zitat vom unten verlinkten Aufsatz an Herz legen. Zugegeben, solche Zitate sind sehr pauschal und werden den realen Gegebenheiten nur selten gerecht. Aber ich denke trotz der Einfachheit des Satzes, dass eine universelle Wahrheit drin steckt:

    "Eine Maßnahme, die zum Schutz verhängt wird, darf keinen schädigenden Faktor beinhalten, niemals."
    https://multipolar-magazin.de/artikel/angst-vor-ihr-mussen-wir-uns-furchten
    Stöckli Marc, am 18. Mai 2020 um 17:10 Uhr
    Wie kann es sein, dass sich dieser Benjamin von Wyl das Recht herausnimmt, solch impertinente Fragen zu stellen?
    Gibt es da bei der Medienwoche nicht die leicht wahnhafte Anmassung das «Wahrheits-Ministerium» zu sein?
    Offenbar hat man bei denen einfach noch nicht begriffen, was Medienkompetenz ist.
    Patrick Jud, am 18. Mai 2020 um 20:28 Uhr
    @Christian von Burg: ich finde Ihre Versuche sehr lobenswert, ein Gegengewicht zu den meist «grauslichen» Leserkommentaren zu setzen, vorallem gegen diejenigen, welche https://swprs.org/ verlinken. Ich finde, es gibt eine ganze Reihe von sehr interessanten Beiträgen im Infosperber, und die meisten sind auch in einem nicht polarisierendem und polemisierenden Stil geschrieben: Beispiele sind Beiträge von Erich Gysling, Amalia van Gent, Andreas Zumach, Roman Berger und auch vielen anderen. Dann gibt es die polarisierenden Beiträge speziell von Christoph Müller und Helmut Scheben, welche mit einem schon fast heiligen Furor dem tatsächlichen oder vermeintlichen Kampagnenjournalismus der «NATO"-Mainstream-Medien einen Gegenpunkt setzen, aber dabei genau so in einen PR-mässigen Kampagnenjournalismus (halt einfach mit umgekehrtem Vorzeichen) verfallen speziell wenn es um Russland oder Syrien geht. Diese Artikel könnten dann ebensogut von RT oder Sputnik stammen.
    Dass es auch anders geht, zeigte zB der einmalige Beitrag von Peter Lüthi. Was ebenfalls positiv am Infosperber ist, dass auch die «grauslichen» Leserkommentare in Sprache und Stil anständig bleiben; nicht so wie bei RT oder Sputnik, wo missliebige Politiker (zB Merkel) regelmässig mit Ausdrücken der Fäkalsprache bedacht werden.
    Thomas Oberhänsli, am 18. Mai 2020 um 20:51 Uhr
    Erschreckend wie einfach es ist gegen jemanden zu hetzen und ebenso wie einfach es ist in eine defensive Position zu geraten.

    Ausserdem stellt sich die nicht unwesentliche Frage wie dreist man tatsächlich sein darf um jemandem ein Ultimatum von quasi 24h für das Antworten von Fangfragen und Vorwürfen zu stellen.

    Herrscht hier nicht der gleiche Geist, der hier im Land swit viel zu vielen Jahrrn eine systematische Sündenbockpolitik gegen alle möglichen Gruppen möglich macht?
    Uwe Borck, am 18. Mai 2020 um 21:58 Uhr
    Danke für die große Transparenz bei IS. Ich hab den langen und langfädigen Kommentar der Medienwoche zur Hälfte gelesen und fand in schwach und hochnäsig - irgendwie passend zu vielem in der SP. Lustig auch das IS zugleich als rechts und altlinks bezeichnet wird. Und tatsächlich, ausser der US gläubigen Mitte sind wenige so Russlandfeindlich wie z.B. SRF. Mich dünkt das ganze “in einer Ecke“ Argument basiert einzig auf der Weigerung von IS in die unkritische Verdammung alles Russischen miteinzustimmen. Putin nicht zu hassen reicht heute schon, um den Zorn der Selbstgerechten auf sich zu ziehen. Und wenn man zur Verteidigung Russlands auf die realen Verbrechen der USA hinweist, dann ist man auch gleich Verschwörungstheoretiker.
    Harald Buchmann, am 19. Mai 2020 um 03:18 Uhr
    Dieser Anwurf an IS passt offenbar zu 100% in die aktuelle Medienlandschaft.

    Meine Frau informiert mich gestern aufgelöst, dass Coop Rapunzel aus dem Sortiment nehme mit der Begründung, der Gründer und Geschäftsführer sei ein Corona-Skeptiker. Dies aufgrund einer Recherche von 20min.

    Offenbar gibt es ein Bestreben in der aktuellen Medienlandschaft, eine Einheitsmeinung den Leuten einzuprügeln. Hier vom Coop sekundiert. Es wird versucht, alle welche diese Einheitsmeinung nicht teilen, mit den bekannten Diffamierungsworten mundtot zu machen.

    Das ist kein Brauch, den wir in der Schweiz akzeptieren sollten. Den offenen Diskurs braucht es bei uns, und zwar mit allen.

    Meine Familie hat gestern diesen Umstand besprochen und Konsequenzen beschlossen.

    Ich finde es notwendig, die verschiedenen Positionen in den publizierten Diskurs einzubringen. Auch deshalb bin ich dankbar für IS.
    Guido Meier, am 19. Mai 2020 um 07:30 Uhr
    Benjamin von Wyl schafft neue Einordnungsfaktoren bei der journalsitischen Beurteilung: Pensioniert/Angestellt, Frau/Mann, Verheiratet/Ledig, Gesund/Erkrankt, Katholisch/Reformiert/Jude/Muslim/Atheist, Homosexuell/Bisexuell/Hetero, FDP/SP/CVP/SVP/Grüne/GLP/EVP/Parteilos, Weiss/Braun/Gelb/Schwarz/Albino, Behindert/Nichbehindert, macht Militärdienst/macht keinen, Stadt-/Landbewohner, Wohnung/eigenes Haus/Zelt, Autofahrer/Velofahrer/ÖV, guter/schlechter Leumund. etc. BvW hat gute Aussichten einer der «genauesten Journalisten» zu werden, dank stringenter Einordnung der erwähnten Personen!
    Victor Brunner, am 19. Mai 2020 um 09:33 Uhr
    Was während des 2. Weltkriegs das Verbot ausländischer Medien war, ist heute das Totschlagargument «Verschwörungstheoretiker».

    Eigentlich genügt es sich folgende Fragen zu stellen.

    Wem nützt eine Verschwörungstheorie?
    Wem schadet eine Verschwörungstheorie?
    Wer setzt die Verschwörungstheorie in die Welt?
    Weshalb haben Verschwörungstheorien solch eine Reichweite?

    Ich habe https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie als pdf runtergeladen. Es sind 44 Seiten. Das CIA-Dokument 1035-960 welches hier https://www.heise.de/tp/news/50-Jahre-Verschwoerungstheoretiker-3674427.html erwähnt wird finde ich im wipikedia Beitrag nicht. Weshalb wohl? Selbst wenn es das CIA-Dokument 1035-960 nie gegeben haben sollte, kann man erkennen dass es funktioniert.
    Wer den Film «Die dunkle Seite der wikipedia» kennt dürfte seine Schlüsse ziehen. Das tolle an wikipedia ist dass die Vorwürfe im Film von jedermann nachvollzogen werden können.

    Des Weitern habe ich feststellen müssen dass selbst die Frage «Wem nützt es? » zur Verschwörungsfrage hochstilisiert wird. Ab 33:45 https://www.ardaudiothek.de/hoersaal/auf-dem-weg-zur-bullshit-resistenz-philosoph-philipp-huebl/72902026

    Meiner Meinung wird heute vieles bewusst komplex gemacht, weil man keine einfachen Erklärungen zulassen will. Weshalb auch immer?
    Norbert Kurz, am 20. Mai 2020 um 12:30 Uhr
    Wirkt einfach weiter. Es gibt genügend Menschen, welche es (v)ers(t)ehen einen Beitrag frei eigener Betroffenheiten zu lesen und entsprechende Antworten zu verfassen. Und wenn denn auch mal eine Antwort oder ein Beitrag mit aus einer ganz spezifischen Sicht geschenkt wird, so gilt es auch dies wahrzunehmen und sich selbst damit auseinander zusetzen.

    Die viel zitierte Objektivität. Sind 1 und 1 immer 2?
    Oder sind 1 Kind und 1 Paar eben 3? Ja, zugegeben vielleicht ein zu einfaches und banales Beispiel.

    Mir sind inzwischen alle Beiträge ein Dorn im Auge, welche Menschen, deren erlebte Situation, als Identifikation übergestülpt werden.
    Draussen sitzend und den Wind spürend, werde ich auch nicht zur Windigen und Luftigen. Oder werden Sie zum Erdbeerigen, weil sie gerade Erdbeeren essen?

    Die Hauptursache aller Missverständnisse entsteht dadurch, dass ein Mensch(A) etwas mit seinem Filter beleuchtet und eine Aussage tätigt und ein anderer Mensch(B) das Besagte mit seinem Filter liest, jedoch ohne nachzufragen, aus welcher Motivation heraus, das Beleuchtete so stande kam. Somit wird es schwieriger beim Lesen, auch mit notwendigen Reflektion, den Betrachtungswinkel und die Motivation des Menschen(A) zu (v)ers(t)ehen. Es wird dann angenommen (Spekulation), dass wahrscheinlich diese Haltung oder jene Sichtweise dem Besagten vorausging. Den Rest kennen wir.
    Barbara Vögeli, am 20. Mai 2020 um 13:15 Uhr
    @Guido Meier.
    Trifft den Nagel voll auf den Kopf.

    Auch ich lese primär aus diesem Grund nämlich InfoSperber.
    Zudem sehe ich genau in solchen medialen Diskursen wie Sie InfoSperber möglich macht eine riesen grosse Chance für die Zukunft, sofern solche Diskurse vernünftig moderiert werden und von anderen Medien auch übernommen werden.

    Nun, aus welcher Ecke Herr Benjamin von Wyl kommt kann man übrigens hier herausfinden:

    https://twitter.com/biofrontsau?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor

    Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen was Herrn von Wyl antreibt.

    Denjenigen, welcher die hinterhältigen und rufschädigenden Einträge in Wikipedia gesetzt hat, möchte ich bitten diese wieder zu entfernen.
    Solche unfairen Aktionen gehören sich nicht.

    Genau solche Aktionen zerstören nämlich unsere Kultur in der Schweiz. Und wir brauchen definitiv keine noch grössere Fakenews-Kultur, besonders nicht in der Schweiz.
    Peter Hasler, am 20. Mai 2020 um 17:16 Uhr

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