CNN informiert fast stündlich über die «neuen Infektionsfälle» – illustriert mit Spitalbetten! © CNN

Corona: Viele grosse Medien übertreiben

Urs P. Gasche / 09. Jul 2020 - Die Einteilung in «Neuinfizierte» und «Genesene» weckt den falschen Eindruck, es würden alle Angesteckten krank.

Im Ausland dramatisieren insbesondere die grossen TV-Kanäle CNN (USA) und CGTN (China). Mit fast stündlichen «Updates» möchte CNN dazu aufrufen, Präsident Trump wegen seiner Verharmlosung der Corona-Krise nicht mehr zu wählen. CGTN dagegen möchte der Welt mit täglich aufaddierten Infizierten und Todesfällen zeigen, wie gut China die Pandemie bewältigt und wie katastrophal dies vergleichsweise in den USA geschieht.

CNN weckt Ängste, indem der Sender auf Sars-CoV-2 positiv Getestete als «Infizierte» bezeichnet und im Bild immer wieder mit Spitalbetten illustriert. Es entsteht der falsche Eindruck, dass alle «Infizierten» krank waren, krank sind oder noch krank werden und häufig im Spital landen. Diese Irreführung wird in Kauf genommen.

Verharmlosung der Corona-Krise?

upg. Wer kritisiert, dass Behörden und grosse Medien zuweilen übertreiben und unnötige Ängste schüren, steht schnell unter Verdacht, die Corona-Pandemie zu verharmlosen. Die Devise von Infosperber war von Anfang an «Information statt Panik». Erste Grenzschliessungen, Verbote von Grossveranstaltungen und Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen sowie die Hygiene-Kampagne hatten wir begrüsst und sogar kritisiert, dass diese Massnahmen zu spät beschlossen wurden. Es bestand die Gefahr, dass Intensivstationen überlastet werden könnten. Die jetzt beschlossene Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln scheint als Vorsorgemassnahme zumutbar, weil weder die persönliche Bewegungsfreiheit noch wirtschaftliche Tätigkeiten dadurch eingeschränkt werden.
Es ist jedoch Aufgabe der Medien, Zahlen, Fakten und Aussagen kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen. Infosperber hat von Anfang an beanstandet, dass irreführende Zahlen und Vergleiche verbreitet und unnötig Angst geschürt wurde. Das von Infosperber veröffentlichte erste Faktenblatt vom 17. März 2020 erweist sich noch heute in allen wesentlichen Punkten als richtig.

Wer als «geheilt» in eine Statistik kommt, müsste vorher krank gewesen sein

CGTN verwendet sogar das Wort «geheilt», was den falschen Eindruck verstärkt, dass alle «Geheilten» vorher krank waren. So soll es am 20. Juni auf der ganzen Welt 4'247'527 Menschen gegeben haben, die «recovered» sind, also von der Krankheit Covid-19 «geheilte». Als Quelle benutzt der chinesische Staatssender pikanterweise die private «Johns Hopkins University» in den USA:

Nachrichtensendung vom 20. Juni im chinesischen Staatssender CGTN (China Global Television Network).

Tatsächlich weist die Johns Hopkins University auch alle diejenigen Angesteckten, die keine oder kaum Symptome zeigten, als «recovered» aus (am 4. Juli, deshalb die höhere Zahl):

Die Johns Hopkins University führt alle früher positiv Getesteten als «recovered» oder «geheilt» auf, auch wenn ein grosser Teil von ihnen nie krank war.

Wahrscheinlich war die Mehrheit der «Geheilten» gar nie krank

«Wahrscheinlich» deshalb, weil es keine zuverlässigen Zahlen darüber gibt. Die Behörden verfolgen nicht systematisch, ob die positiv Getesteten, die keine oder nur ganz schwache Krankheitssymptome haben, vielleicht nach einigen Tagen doch noch krank werden. In den offiziellen Statistiken sucht man den Anteil der positiv Getesteten, die keine oder nur milde Symptome aufweisen, vergeblich.

Doch sogar unter besonders gefährdeten, betagten Menschen in Alters- und Pflegeheimen blieben rund die Hälfte der positiv Getesteten symptomfrei oder hatten nur unbedeutende Symptome. Das zeigte eine Testreihe im Kanton Zürich. Unter den jüngeren Menschen, die im Rahmen des Tracings getestet werden, wird der Anteil der praktisch symptomfreien deutlich grösser sein. Sie alle als «geheilt» oder «genesen» zu bezeichnen, ist schlicht falsch.

Für eine Universität wie die Johns Hopkins, welche Medien auf der ganzen Welt als Quelle nutzen, ist es ziemlich unwissenschaftlich, alle diese positiv getesteten, jedoch nie krank gewesenen, als «recovered» oder «geheilt» zu bezeichnen. Sehr viele der positiv Getesteten spüren keine Krankheitssymptome oder nur so milde, dass sie nicht krankgeschrieben werden. Im Europa müssen sich sämtliche positiv Getesteten nur deshalb in Quarantäne begeben, damit sie niemanden anstecken.

Fakt ist: Bei den angeblich «Genesenen» handelt es sich bei einem grossen Teil um Gesunde, die gar nie krank gewesen sind.

  • Warum also nicht sachlich von «auf Corona positiv Getesteten» reden?
  • Warum nicht die Zahlen der tatsächlich Erkrankten und Hospitalisierten in den Vordergrund rücken anstatt die Zahl der Fälle?
  • Warum die Zahlen nicht so erheben und veröffentlichen, dass eine seriöse, zuverlässige und rasche Beurteilung der Lage möglich wäre (siehe Infosperber vom 10. April 2020: «Corona: Statt zu informieren führen Behörden eine PR-Kampagne» (nach unten scrollen)?

Es ist schwer nachvollziehbar, weshalb grosse Medien nach wochenlanger Beschäftigung mit der Coronakrise auch alle diejenigen positiv Getesteten, die keine oder nur geringfügige Symptome hatten und haben, in irreführender Weise noch immer als «Genesene» oder «Geheilte» aufführen.

Ein anderer Ausdruck kann ebenfalls den Eindruck des Übertreibens wecken. Das Wort «infiziert» ist bei vielen Zeitungslesern, Zuschauerinnen und Zuschauern mit «krank» assoziiert. Der Duden gibt als Bedeutung von «infizieren» an: «Einen Krankheitserreger übertragen» und nennt als Beispiele des Wortgebrauchs: «Jemanden mit einem Bazillus infizieren»; «von Typhuserregern infiziertes Wasser»; oder in übertragener Bedeutung: «Er ist mit gefährlichen Gedanken infiziert worden»

«Infiziert» klingt zweifelsfrei dramatischer als «positiv getestet».

Diese Zahlen wären wichtiger

Relevant zu wissen wäre es, wie viele der vielen positiv Getesteten denn tatsächlich Krankheitssymptome aufweisen und wie schwer ihre Symptome sind oder wurden. Und bei wie vielen oder wenigen von ihnen nach der Ansteckung eine Spitalbehandlung nötig wurde. Doch die meisten dieser Prozentzahlen findet man weder bei den Behörden noch bei der «Task Force».

Selbst nach lokalen Ansteckungsherden wie in einem Schlachthaus oder in einem Nachtclub informieren Behörden und Medien selten darüber, unter welchen Symptomen die Angesteckten oder eben die «neuen Fälle von Infizierten» denn leiden oder litten, oder wieviele von ihnen später sogar ins Spital mussten.

Bei den entsprechenden Prozentzahlen wäre zu berücksichtigen, dass längst nicht alle Angesteckten getestet werden, die keine oder kaum Symptome zeigen. Wegen der wahrscheinlich hohen Dunkelziffer der Angesteckten, ist der Prozentsatz der tatsächlich wegen Covid-19 Hospitalisierten oder ernsthaft Erkrankter noch deutlich kleiner als statistisch ausgewiesen.

Auch die NZZ, Tages-Anzeiger & Co und SRF gaukeln «Genesene» und «Geheilte» vor

Auch grosse Medien in der Schweiz bezeichnen den grossen Teil der symptomlosen Angesteckten oder positiv Getesteten, die nie krank waren, als «Geheilte»:

NZZ online am 4.7.2020: Weltweit angeblich 5'875'205 «Genesene»

 

Die Tamedia-Gruppe verbreitet «jeden Tag aktuell» aufaddierte Zahlen: Bis zum 5. Juli waren in der Schweiz 32'065 Personen positiv getestet («Fälle»). Davon wurden 29'200 Personen unterdessen angeblich «geheilt». Sie waren also vorher angeblich alle krank. An diesem irreführenden Begriff «geheilt» hält Tamedia in seinen «besten Arbeiten des Interaktiv-Teams» (Eigenwerbung) wider besseren Wissens fest.

 

SRF online weist 29'000 von 31'235 «Fällen» in der Schweiz als «genesen» aus (Screenshot vom 22.6.2020).

 

Auch das Robert Koch-Institut in Deutschland assoziiert die Coronavirus-Krankheit mit den «bestätigten Fällen»:

Das Robert Koch-Institut RKI weckt eine Assoziation zwischen Krankheit und «Fällen»: Unmittelbar unter dem grossen Titel «Krankheit» folgen die «bestätigten Fälle».

Solche irreführenden Informationen fördern das Misstrauen

Die unsaubere und unsachliche Wortwahl von Universitäten, Behörden und Medien kratzt an deren Glaubwürdigkeit, fördert Misstrauen unter der Bevölkerung und spielt Verschwörungsphantasierern in die Hände. Das bedeutet nicht, dass man das Virus nicht ernst nehmen soll. Eine differenzierte und einordnende Information, die glaubwürdig bleibt, motiviert die Menschen auf Dauer mehr, sich wo immer nötig zu schützen.

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Infosperber-DOSSIER:

Coronavirus: Information statt Panik

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Keine

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21 Meinungen

Momentan profitieren die Medien von Corona noch durch viele Klicks. Langfristig glaube ich aber, dass sie zu den Verlierern gehören werden, weil sie durch ihre Berichterstattung sehr viel Glaubwürdigkeit verlieren und Vertrauen verspielen.
Benjamin Kilchör, am 09. Juli 2020 um 09:49 Uhr
Sehr geehrter Herr Gasche
Sprachlich mögen Sie recht haben, aber pandemietechnisch nicht. Es spielt für die Bevölkerung keine Rolle, ob Infizierte, die das Virus weitergeben können, im wörtlichen Sinn krank sind, oder die Infektion ohne Symptome überstehen (in letzteren Falle sind sie eher gefährlicher). Die Anzahl positiv Getesteter zeigt die Verbreitung und das potentielle Ansteckungsrisiko für die Bevölkerung. Die Spitäler kommen eher an ihre Grenzen, je mehr Menschen infiziert sind und deshalb auch positiv getestet werden können.
ich finde Ihren Artikel unnötig und gefährlich. Er suggeriert, dass Corona dramatisiert wird, weil Sie nicht mit der Art und Weise der Berichterstattung auf sprachlicher Ebene einverstanden sind. Dass eine Infektion nicht unbedingt eine Erkrankung bedeute, weil sie symptomlos verlaufe und damit eine «Heilung» im Sinn des Wortes nicht folge, ist nun wirklich am Problem vorbei argumentiert. (und, Studien aus China zeigen, dass auch symptomlos verlaufene Erkrankungen Spätfolgen haben können). Denn egal, wie man es bezeichnet, die Gefahr durch eine Ansteckung bleibt. Die Tests werden nicht mehr ausschliesslich für Diagnosezwecke durchgeführt, sondern gerade in dieser Phase der Pandemie zur Nachverfolgung der Infektionsketten und Eindämmung der Pandemie. Deshalb finde ich die gegenwärtige Art der Bezeichnung sinnvoll und Entschuldigen Sie bitte, Ihren Artikel kontraproduktiv!
Wyss Ursula, am 09. Juli 2020 um 12:30 Uhr
Persönlich bevorzuge ich andere Tracker und Monitore als jene der Johns Hopkins Universität, die ich eher unübersichtlich und wenig zweckmässig ansehe.

Folgende Websites geben ein einigermassen übersichtliches und objektives Bild der Lage:

https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps (Mortalitätsmonitor Europa)
https://kickstart.ch/interaktive-coronavirus-karte (Zahlen Schweiz)
https://gis.cdc.gov/grasp/fluview/mortality.html (Mortalität USA, CDC, Atemwegsinfekte)
https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer (ganze Welt)
corona.rki.de (Deutschland)

Man sieht, dass die Mortalität ganz deutlich zurückgegangen ist. Dass wir in keiner zweiten Welle sind. Und dass jene Gebiete, die bisher verschont wurden, eine analoge Entwicklung durchmachen.
Alessandro Meier, am 09. Juli 2020 um 13:04 Uhr
Bin sehr einverstanden mit dem Artikel. Für mich ist nicht erklärbar, warum die Information so fahrig ist. Ein weiterer Punkt, der mich stört ist, dass mit der Zahl der durchgeführten Tests nicht auch die Zahl der positiv Getesteten angegeben wird. Hängt doch stark von der Zahl der Tests ab. Langsam sollten mindestens jene, die sich von Berufs wegen mit Corona beschäftigen in der Lage sein, rational und methodisch sauber zu informieren.
Ruedi Winkler, am 09. Juli 2020 um 15:13 Uhr
Danke für diesen Beitrag. Es ist wie Sie schreiben, Halbwahrheiten sind ein Fressen für Corona Verharmloser welche dann den verschiedensten Desinformanten und Irrlehren anheim fallen und Drittpersonen gefährden oder gar in Suizidgefahr kommen, im Glauben es wäre durch MRna Impstoffe per Zwang eine Massenausrottung der Menschen geplant. ( Siehe YouTube und Telegramm) Die Kluft zwischen Staat und Bevölkerung wird grösser. Es droht sozialer Unfrieden. Post's im Dark-Net, die guten Impfstoffe für die Reichen, die Eliten, die gefährlichsten für die Schafherde, sind alltäglich in gewissen sozialen Plattformen in diesem Netz. Es braucht eine sachliche, objektive Informationsarbeit in den großen nationalen Medien welche gut verständlich die aktuelle Situation wiedergibt und Vertrauen herstellt sowie auch bei sinkenden Zahlen einer Verharmlosung vorbeugt. Warum können diese großen Medien ihren Journalistischen Auftrag nicht korrekt erfüllen? Woran liegt das?
Beatus Gubler, am 09. Juli 2020 um 15:14 Uhr
ich hoffe, dass die ersehnte Spanische Grippe endlich kommt, nur damit deren Wahnvorstellungen in Erfüllung gehen und die dann endlich mit deren Unsinn aufhören.
Peter Herzog, am 09. Juli 2020 um 15:37 Uhr
@Wyss. Aus Ihrem Eintrag wird nicht ersichtlich, weshalb man nicht von «positiv Getesteten» statt von «Geheilten» sprechen soll. – Zu Studien aus China über Spätfolgen bei Symptomlosen. Wie viele von 1 Million positiv Getesteter, die keine Symptome spüren, kommt es denn zu Spätfolgen? Risiken gibt es viele, aber man soll stets angeben, auf wieviele der betroffenen Menschen es zu einem Fall (hier mit Spätfolgen) kommt. Bei 1 von 10 oder 1 von 1000 oder 1 von 1'000'000? Ohne diese Angaben sind Hinweise auf Risiken wenig hilfreich.
Urs P. Gasche, am 09. Juli 2020 um 16:25 Uhr
Das deutsche RKI gibt in seinen Lageberichten einen ganzen Haufen weiterer Daten an, z.B.:
- bei wie vielen der positiv Getesteten, das Erkrankungsdatum nicht bekannt ist, als Gesamtanzahl und als Anteil; derzeit 30 %, m M�rz war dieser Anteil bei 40 % ud dar�ber
- bei wie vielen klinische Informationen vorhanden sind, die wichtigsten werden genannt, wieder in Zahlen und Anteilen
- die genaue Zahl der Hospitalisierten und deren Anteil
- usw.
Alle diese Angaben werden aber nur als Einzelwerte im jeweiligen Bericht genannt. Wer damit weitere Auswertungen anstellen will, muss die Daten selbst sammeln und abtippen.
Es w�re ein Leichtes f�r das RKI statt der Infizierten die tats�chlich Erkrankten als F�lle anzugeben. Bis vor Covid-19 war das die Regel.
Jetzt mit dem PCR-Test hei�t es, man mache eine Test-basierte Surveillance, nur f�hrt diese zur Verwirrung, weil es daf�r noch keine sinnvolle Falldefinition und keinerlei Erfahrung gibt, offenbar fehlen auch die passenden Statistikwerkzeuge.
Diese Abweichung vom bew�hrten Diagnose-basierten Erfassungssystem, wo jeder Fall ein Kranker mit entsprechenden Falldaten ist, hat sowohl die Information der �ffentlichkeit als auch die epidemiologische Auswertung der Daten zu Covid-19 in Deutschland in ein Chaos gest�rzt. Dass viele dazu neigen zu glauben, dass sei Absicht, braucht nicht zu wundern.
Georg Schober, am 09. Juli 2020 um 17:41 Uhr
Danke für den Hinweis - gibt weitere Argumente in der Familie
Carlos Werner Schenkel, am 09. Juli 2020 um 18:02 Uhr
Das ist etwas ein Streit um des Kaisers Bart. Schlussendlich sind wirklich wichtig: die Anzahl der Toten und schweren Verläufe, die Anzahl ausgefallener Arbeits-, Betreuungs-, Ausbildungstage, usw. die in Kauf genommen werden (müssen).
Artikel wie dieser klären darum nicht wirklich auf.
Jan Holler, am 09. Juli 2020 um 18:06 Uhr
Mit Mitteilung vom 28.6. hat die Swiss Covid Taskforce eine Änderung der Methode zur Berechnung des R-Wertes bekanntgegeben, mit folgendem Kommentar: »... Die Dekonvolution erlaubt Abnahmen und Steigungen des Re schneller
zu detektieren. Wir erhalten damit nun seit der zweiten Juni-Woche ein Re
welches signifikant über 1 liegt. Für Anfang März resultiert die neue Methode
in höheren Re Werten als bisher publiziert. ..."
Es wird kein Mittel gescheut, um die eigenen Prognosen in Erfüllung gehen zu lassen, Testrm, testen, testen bis die Zahlen stimmen und nun auch noch rückwirkend höhere R-Werte für die Berechnungen im März!
D.h. nicht dass der Virus nicht ernst genommen werden soll. Da haben wir aber unsere Hausaufgaben schon Jahre zuvor gemacht mit einem ausgebauten, sehr teuren Gesundheistsystem. Bei Peter Steiger, Intensivstation Uni Spital Zürich kommen deshalb 50-60% durch, wo anderenorts 20% durchkommen. Die Fehler mit dem wilden Drauflosintubieren wurden bei uns gar nie gemacht. Zudem hat in der Schweiz die Komplementärmedizin seit den Erfolgen von Dr. Max Bircher während der spanischen Grippe eine breite Verankerung. Das waren die Hausaufgaben, jetzt können wir ernten und müssen uns nicht nach unten anbiedern, nur gleich schrecklich zu sein wie das Ausland.
THOMAS OETTLI, am 09. Juli 2020 um 19:53 Uhr
Frau Dr. Ursula Wyss, Sie waren dorch Sportärztin in Magglingen. Das was Sie schreiben ist klar eine Verteidigung des BR. Sie zitieren selbst: «Dass eine Infektion nicht unbedingt eine Erkrankung bedeute, weil sie symptomlos verlaufe und damit eine «Heilung» im Sinn des Wortes nicht folge, sei wirklich am Problem vorbei argumentiert». Aber uns Bürgern ist dies wichtig: Positiv getestete Personen als krank zu bezeichnen ist dumm, wenn gleichzeitig klar ist, dass die frei gehaltenen Betten für Covid19-Patienten gar nicht genutzt werden und wir als wirklich Kranke zuhause bleiben müssen. Eine echte Statistik mit allen Angaben über wieviel Tests, wieviele davon positiv und wieviele von diesen als wirklich krank behandelt werden müssen - und wieviele davon vor dem Covid19-Test schon krank waren, ist wirklich essentiell. Wenn jemand stirbt mit Vorerkrankungen, gehört das für mich zu den Zahlen der Toten in einer Gesamtstatistik. Am Ende des Jahres, können wir dann vergleichen mit den Vorjahren, oder vielleicht auch monatlich Vergleiche anstellen mit Grippe-Erkrankten in den letzten Jahren. Wenn jemand stirbt an (wegen) Covid 19, dann soll dies das BAG auch so darstellen. (Mit Covid19-Positiv-Test und) alles andere ist Verwirrungsstrategie und soll uns gefügig machen für die Verordnungen des Bundesrates. Etwas mehr Weisheit hätte ich schon von Ihnen erwartet. Gruss Ex-Mitarbeiter Aebihuus.
Carlos Werner Schenkel, am 10. Juli 2020 um 10:43 Uhr
@beatus gubler: posts im «Dark-Net"?? auf welchen Seiten halten Sie sich denn auf? Aber damit lassen sich alle fundierten kritischen Erläuterungen/Analysen zu Corona als absurd erklären. Ich helfe Ihnen aber gerne nach betr. 2 verschiedene Impfstoffe für Volk und Eliten am Bsp. des Schweinegrippen-Impfstoffes. Googlen Sie auf youtube unter «Profiteure der Angst», eine ARTE-Dok aus 2009 (56Min.) Ich denke nicht dass man diese brisante Recherche ins Reich des «Dark-Net» oder der Verschwörungstheorien einreihen kann....
Isabella Fischer, am 10. Juli 2020 um 11:41 Uhr
Herr Winkler fragt: «Warum können diese großen Medien ihren journalistischen Auftrag nicht korrekt erfüllen? Woran liegt das?» Wenn Sie nachschauen, wer welche Informationsquelle finanziert / mitfinanziert - und auch wer die grossen Geldgeber die Johns Hopkins University (und besonders die Bloomsberg School of Public Health) finanzieren - dann wird Ihnen klar, warum Journalisten ihren Auftrag nicht korrekt erfüllen. Es ist auch interessant zu sehen, wie die verschiedenen fact-checking Instituten entstanden sind, und wer hinter ihnen steckt. Es ist kein Geheimnis, jedoch nicht immer ganz einfach herauszufinden.
Trudy Krkoska, am 10. Juli 2020 um 17:43 Uhr
@Frau Wyss:
Nach meinem Verständnis Ist «symptomlos krank» ein echtes Oxymoron. Wie wärs denn im Gegenzug mit «betrunken mit null Promille"?
Aber pandemietechnisch (sic) kann man natürlich viel mehr Angst und Schrecken verbreiten, wenn Gesunde Infizierte als Symptomlos Kranke bezeichnet werden
Daniel Schläfli, am 10. Juli 2020 um 18:38 Uhr
Danke Herr Gasche für den Effort welche zu diesen Informationen geführt haben.

Kompetenz Illusion :
Das Recht auf nicht Krank zu werden, entstand aus Solidarität auf dem Recht auf Genesung.

Die Steigerung davon ist nun Tatsächlich, das Recht auf ein unendliches Leben.
Jacques Marchand, am 11. Juli 2020 um 12:03 Uhr
@ Daniel Schäfli. Ihre Oxymoron-Analogie müsste eher heissen «nüchtern mit 2 Promille». Und solch «symptomlos» Betrunkene stellen eine Gefahr für den Rest der Bevölkerung dar, auch wenn sie das selbst nicht wahrnehmen.
Thomas Oberhänsli, am 11. Juli 2020 um 20:38 Uhr
Herr Oberhänsli, jemand mit 2 Promille wird wohl kaum «Symptomlos» sein..Sei's drum.-
Im Französischen spricht man von «porteurs sains», was den Sachverhalt korrekt wiedergibt.
Daniel Schläfli, am 14. Juli 2020 um 12:26 Uhr
@Daniel Schläfli. Porteurs sains, genau. Wie im Roman von Jürg Federspiel «Ballade von der Typhoid Mary», wo Arbeitgeber der symptomlosen Typhusträgerin Mary reihenweise ins Jenseits befördert wurden. COVID19 ist heute zum Glück etwas weniger tödlich, als Typhus im 19. Jh.
Thomas Oberhänsli, am 15. Juli 2020 um 12:02 Uhr
Eine nicht Menschen zentrierte Sichtweise der Corona Pandemie hilft mir, diese aus einem anderen Gesichtspunkt zu sehen:
Wenn man die Corona Pandemie aus einer biologischen Sicht betrachtet, ist diese doch ein Wink oder eher eine Maßregelung der Schöpfung an ihre Spezies Homo ,sapiens‘,
welche in rasantem Tempo und einem selbstherrlich verheerendem Ausmass die bisher erfolgreiche Evolution mit all ihren wunderbaren Lebewesen zerstört.
Urs-Peter Stäuble, am 16. Juli 2020 um 12:02 Uhr
Sehr geehrte Frau Dr Wyss
Der ganze Lockdown aufgrund eines angeblich gefährlichen Virus kostet den Staat ca 70 Milliarden was ca 20000 pro Haushalt entspricht! Dazu die Folgekosten und die sozialen und gesundheitlichen negativen Folgen. Als Bürger und Steuerzahler habe ich das recht, dass der Staat verhältnismässige Massnahmen beschliesst, die auf wissenschaftlichen Fakten und relevanten Zahlen beruhen. Dazu gehört auch eine richtige nicht verfälschende Wortwahl. Insbesondere wenn schon die angegebenen Zahlen keine relevante Aussagekraft haben. Ihre Aussage «Die Anzahl positiv Getesteter zeigt die Verbreitung und das potentielle Ansteckungsrisiko für die Bevölkerung.» ist gerade ein Beispiel solcher Fehler. Nicht nur ist unbelegt, wie wahrscheinlich ein (schwach) Infizierter ohne Symptome andere anstecken kann. Sondern auch, ob ein positiv getesteter mit diesem Test überhaupt positiv ist. Der PCR Test auf COVID hat nicht nur einen Fehler, er ist auch nicht validiert! Dazu sogar die Aussage von Ch. Drosten vom 13.4: «Gegen Ende des Verlaufs ist der PCR mal positiv, mal negativ. Da spielt der Zufall mit."! Ihre Aussage: «Die Spitäler kommen eher an ihre Grenzen, je mehr Menschen infiziert sind und deshalb auch positiv getestet werden können.» Wie erwähnt, ist Beziehung nicht gegeben. Ausserdem bei der 1. «Welle» hatten die Spitäler Kurzarbeit. Es gibt dazu keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg, wieso es eine 2. Welle geben sollte, die noch grösser als die erste wäre.
Beat Schärer, am 23. Juli 2020 um 09:58 Uhr

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