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Papierfabrik Perlen: bekam insgesamt 11,6 Millionen Franken zurück. © SRF

Alle bezahlen Strom-Zuschlag – Konzerne erhalten ihn zurück

Marco Diener /  Über die Stromrechnung zahlen wir einen Zuschlag für erneuerbare Energie. Konzerne, die viel verbrauchen, bekommen Geld.

103 Franken bezahlt der durchschnittliche Schweizer Haushalt für die Förderung erneuerbarer Energien. Dies in Form der sogenannten Bundesabgabe von 2,3 Rappen, die auf der Stromrechnung aufgeführt ist. Die Bundesabgabe zahlen auch Firmen. So kommen jährlich 1,3 bis 1,5 Milliarden Franken zusammen.

Für Haushalte ist das Geld nach der Zahlung weg. Für Firmen nicht unbedingt. Firmen mit besonders hohem Stromverbrauch erhalten Geld zurück, wenn sie zusichern, dass sie ihren Stromverbrauch reduzieren. Die Idee dahinter: Firmen in der Schweiz mit hohem Stromverbrauch sollen gegenüber Firmen im Ausland nicht benachteiligt werden.

Wie die Konsumentenzeitschrift Saldo in ihrer jüngsten Ausgabe schreibt, bekamen 302 Firmen insgesamt 119 Millionen Franken zurück. Zu diesen Firmen gehören grosse Konzerne wie die Papierfabrik Perlen (9,5 Millionen Franken Rückerstattung), Stahl Gerlafingen (6,8 Millionen), die Ems-Chemie (3,1 Millionen), Vigier-Ciment (1,9 Millionen), Jura-Cement (1,5 Millionen) und der Lebensmittelhersteller Mondelez (0,4 Millionen). Auch andere Grossverbraucher figurieren auf der Liste, etwa Rechenzentren oder Hanfproduzenten.

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Geld erhalten Firmen nicht nur, wenn sie den Verbrauch reduzieren, sondern auch wenn sie Solaranlagen bauen. 40 Firmen profitierten davon. So bekam die Papierfabrik Perlen neben den erwähnten 9,5 Millionen Franken nochmals 2,1 Millionen.

Die Bedingungen dafür, dass die Firmen die Gelder erhalten, sind nicht besonders streng. Die Vereinbarung gilt an sich für zehn Jahre. Doch in der Hälfte dieser zehn Jahre dürfen die Firmen die Ziele, die sie sich selber gesetzt haben, verfehlen – einfach nicht mehr als zwei Mal nacheinander.

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