Blitze als Warnung vor einem Unwetter © cc

Die Krise und wie wir aus ihr herauskommen

Urs P. Gasche / 24. Okt 2016 - Wachstum und Arbeitsplätze diktieren die Politik. Doch die Risiken von Geldschwemme, Null-Zinsen und noch mehr Schulden nehmen zu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Wirtschaft der westlichen Industriestaaten lange gut funktioniert. Doch jetzt droht sie mit voller Wucht in eine Sackgasse zu fahren. Selbst acht Jahre nach der Schuldenkrise von 2007/2008 verschulden sich Staaten, Unternehmen sowie Privathaushalte bedenklich weiter. Versuche, das Wachstum der Wirtschaft und des Konsums mit Deregulierungen und Steuersenkungen, ohne zusätzliches Wachstum, anzukurbeln, sind bisher kläglich gescheitert. Die Hoffnung, den Schuldenturm eines Tages dank starkem Wachstum wieder abzubauen, entpuppt sich als Wunschdenken.

Trotzdem wetteifern und streiten sich Ökonomen und Politiker einzig über die Mittel und Wege, wie man Volkswirtschaften doch noch auf starken Wachstumskurs bringt. Aus schierer Hilfslosigkeit überfluten Nationalbanken die Wirtschaft mit zinslosem Geld. Das nährt Zweifel, ob das Geld seine Kaufkraft behält. Wer reich genug ist, flüchtet bereits heute in Sachwerte wie Land, Immobilien, Gold oder Kunst. Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb sich die Kluft zwischen Armen und Superreichen weiter öffnet.

Wachstum nur noch auf Pump

Niemand fragt, wie man die wichtigen Herausforderungen wie Schuldentilgung, Sicherung der Renten oder die Verteilung von Arbeit anders als mit Wachstum lösen kann. Mit einer Volkswirtschaft ohne wachsendes BIP haben sich die wenigsten Ökonomen je befasst. Das rächt sich jetzt. Denn trotz aller Anstrengungen ist das Bruttoinlandprodukt BIP der westlichen Industriestaaten in der OECD seit zwanzig Jahren nur noch auf Pump gewachsen. Die Staatsverschuldung in der OECD wuchs stärker als das BIP. Das sollte auch zur Kenntnis nehmen, wer bestreitet, dass es drei Planeten wie die Erde bräuchte, wenn alle Einwohner Afrikas, Indiens und Chinas ebenso viele Ressourcen konsumierten wie die Menschen in den Industriestaaten.

Gefahr eines Runs auf Bankguthaben

An den unstabilen Verhältnissen trägt die Finanzwirtschaft die Hauptschuld. Statt wie früher der Realwirtschaft zu dienen, ist sie in den letzten zwanzig Jahren zu einem gigantischen Wett-Casino verkommen. Die allermeisten Finanztransaktionen dienen nicht mehr den produzierenden Unternehmen, sondern sind reine Wettgeschäfte in Billionenhöhe, die häufig in Bruchteilen einer Sekunde abgewickelt werden.

Die hohen Risiken der Wettgeschäfte auf Pump tragen die reale Wirtschaft und die Inhaber von Spar- und Zahlungskonten. Zwar sind in der Schweiz angeblich 100'000 Franken pro Bank garantiert, jedoch lediglich bis zu einer Gesamtsumme von 6 Milliarden Franken – von insgesamt rund 800 Milliarden Guthaben. Aus Angst, eines Tages könnten zu viele Leute ihre Guthaben bei den Banken abziehen, wird bereits diskutiert, ob man den Bezug von Bargeld und die Zahlungsmöglichkeiten mit Bargeld einschränken soll. Sogar vom Abschaffen des Bargelds ist die Rede. Allein das Gerede darüber ist ein alarmierendes Signal.

Machtkonzentration und verzerrte Preise

Erschwert wird eine Umkehr der Politik durch milliardenschwere Fusionen und Übernahmen, welche die Konzentration auch in der produzierenden Wirtschaft stark beschleunigen. Internationale Megakonzerne und deren Lobbys können nationale Regierungen und Parlamente stark unter Druck setzen. Darum schaffen es die nationalen Gesetzgeber nicht mehr, die Konzerne marktkonform zu regulieren, beispielsweise endlich das Privileg des «Too big to fail» zu beseitigen, die weltweiten, ausgedehnten Steuervermeidungspraxen zu unterbinden, bei Umweltschäden und Risiken das Verursacherprinzip durchzusetzen, oder Subventionen abzubauen.

Von direkten Subventionen in Billionenhöhe profitiert insbesondere der Flug-, Schiffs-, und Schwerverkehr. Er muss nicht einmal für seine massiven Umweltbelastungen aufkommen. Die Folgen der viel zu tiefen Transportpreise sind gravierend: Der deregulierte Welthandel verteilt die Produktionsstätten und die Erwerbsarbeit an volkswirtschaftlich falsche Standorte. Aus diesem Grund bringt die internationale Arbeitsteilung nicht die erhofften Vorteile, sondern beschert hohe sozialisierte Kosten.

Renten nicht garantiert, fehlende Erwerbsarbeit

Trotz ständigem Streben nach BIP-Wachstum herrscht in den reichsten Staaten der Erde Dauerangst um Arbeitsplätze und Renten. Weil fast alle Industriestaaten die Renten vom Wirtschaftswachstum und von hohen Anlagerenditen abhängig machten, ist deren langfristige Finanzierung gefährdet. Als Ausweg will man die Renten senken und erst ab einem höheren Alter auszahlen.

Die Arbeitsplätze sind zunehmend ungleich verteilt: Im südlichen Europa ist findet mindestens jeder fünfte Erwerbsuchende keine Arbeit. Die Betroffenen vertröstet man auf eine Zeit mit mehr Konsum und Wachstum. Doch bereits wird davor gewarnt, dass die IT-Revolution eine grosse Zahl von Arbeitsplätzen zum Verschwinden bringe. Konzernverantwortliche wollen die Arbeits-Produktivität ihrer Betriebe stets erhöhen, das heisst, mit weniger Arbeitskräften auskommen. Obwohl also tendenziell noch weniger Erwerbsarbeit nötig ist, werden Ältere aufgerufen, bis in ein höheres Alter im Erwerbsleben zu bleiben, und Frauen dazu ermuntert, noch stärker ins Erwerbsleben einzusteigen. Gleichzeitig schürt man die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und nützt diese Angst bei Volksabstimmungen politisch aus.

Das politisch Machbare reicht nicht

Schlagzeilen über den Abbau von Arbeitsplätzen und Renten, über Mega-Fusionen, Quartalsabschlüsse, Negativzinsen, Börsenkurse und Handelsabkommen lenken von übergeordneten Problemen ab: Unsere Generation lebt wie keine andere zuvor auf Kosten künftiger Generationen. Sie überlässt ihren Nachkommen einen gigantischen Schuldenberg, strahlenden Atommüll, mit Kunststoffabfällen belastete und überfischte Meere, die Folgen einer beschleunigter Klimaerwärmung, verseuchte Böden und eine dezimierten Tier- und Pflanzenwelt. Und sie hat einen Grossteil der günstig abbau- oder förderbaren Rohstoffe der Erde verbraucht.

Um die Marschrichtung zu ändern, bräuchte es einen radikalen Kurswechsel. Dafür sind unter dem Einfluss der kurzfristig agierenden Konzerne kaum politische Mehrheiten zu finden. Die Politik beschränkt sich in der Regel auf das, was sie für «politisch machbar» hält. Hinzu kommt die falsche Fixierung auf ein einziges Ziel: Die Wirtschaft – gemessen am Bruttoinlandprodukt BIP – soll endlich wieder stark wachsen. Diesem Ziel ordnet die Politik von rechts bis links alles unter: Die Steuer-, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik. Die Handel- und Wirtschaftspolitik sowieso. Abstimmende sollen sich danach ausrichten, was mehr Wirtschaftswachstum bringt und den Unternehmen im internationalen «Wettbewerb» mehr Vorteile verschafft. Das allerdings könnte eine Expertokratie besser entscheiden als die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

Blockierter Ausweg mit höheren Zinsen

Die auf Wachstum und das «politisch Machbare» fixierte Politik birgt hohe Risiken: Die Schuldentürme der meisten westlichen Industriestaaten sind so hoch, dass man diese nicht mehr wie früher mit einer hohen Inflation entwerten und abtragen kann. Bereits um einen einzigen Prozentpunkt höhere Zinsen erhöhen heute die Zinslast in den USA, Frankreich oder Deutschland um 50 Prozent. Damit nicht genug: Der Vermögenswert der bestehenden Nullzins-Obligationen würde bei einem höheren Zinsniveau stark sinken. Grossbanken, Versicherungen oder Pensionskassen, welche solche Obligationen in ihren Beständen haben, steckten rasch in der Bredrouille. Auch viele Haus- und Wohnungsbesitzer könnten ihre Hypothekarzinsen nicht mehr zahlen und müssten verkaufen. Grosse unorganisierte Schuldenschnitte und Abschreiber wären die wahrscheinliche Folge.

Es wäre weniger schmerzhaft gewesen, nach Ausbruch der Finanzkrise überschuldete Banken abzuwickeln statt mit Steuergeldern zu «retten». Noch heute wäre es der risikoärmere Weg, einen Grossteil der Schulden organisiert und koordiniert abzuschreiben. Doch das ist «politisch nicht machbar» und deshalb tabu.

Sinn und Zweck des Wirtschaftens

Geordnete Schuldenerlasse wären ein wichtiger Schritt aus der gefährlichen Sackgasse. Als zweiten Schritt müssten sich Wirtschaft und Politik vom Zwang zum Wirtschaftswachstum befreien. Sie dürften nicht weiter versuchen, mit der Brechstange den Konsum und das Wachstum anzukurbeln. Wenn das BIP trotzdem wächst, umso besser. Wenn das BIP sinkt, macht es nichts, weil eine enkeltaugliche Zukunft und unser Glück nicht davon abhängen, ob wir in den nächsten Jahren insgesamt noch mehr Geld zum Konsumieren, Wegwerfen und Verschwenden zur Verfügung haben oder nicht.

Die Politik kann sich dann wieder auf die drei eigentlichen Ziele des Wirtschaftens besinnen: Erstens soll die Wirtschaft die materiellen Bedürfnisse der Menschen befriedigen, und zwar mit möglichst wenig Rohstoffen, Energie und Erwerbsarbeit. Bleibt zu wenig Erwerbsarbeit, sind die verbleibenden nötigen Arbeitsstunden mit Anreizen besser zu verteilen. Zweitens soll das Wirtschaften verhindern, dass Menschen in materielle und soziale Not geraten. Alle sollen ein Einkommen erhalten, das ihnen erlaubt, über dem Existenzminimum zu leben. Drittens soll das Wirtschaften helfen, die allgemeine Lebensqualität zu verbessern: Mitsprache und Mitbestimmung erlauben, gute Bedingungen an den Arbeitsplätzen schaffen, Luft, Gewässer und Böden möglichst wenig belasten; Lärm und andere Immissionen möglichst vermeiden; das Landschaftsbild intakt halten; enkeltauglich produzieren, d.h. nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen.

Eine Exitstrategie, die politisch nicht machbar ist

Es ist Aufgabe der Politik, die Spielregeln des Marktes so festzulegen, dass das private und öffentliche Wirtschaften diese drei Ziele erreichen. Statt sich auf Subventionen, Steuererleichterungen, Lockerung von Sozial- und Umweltauflagen und andere vermeintliche Wachstumsanreize zu versteifen, muss die Politik radikale strukturelle Reformen durchführen. Hier einige von bereits vorgeschlagenen Massnahmen:

  1. Keine Grossbank und kein Konzern darf «too big to fail» sein: Die grossen Risiken einer Pleite dürfen nicht mehr die Steuerzahlenden tragen. Bis das ungewichtete Eigenkapital von Grossbanken 25 Prozent der Bilanzsumme (inklusive Staatsanleihen) erreicht, dürfen sie keine Dividenden auszahlen. Denn solange Banken ein Zehn- oder Zwanzigfaches an Krediten schaffen können, als sie Geld haben, bleibt das Bankensystem instabil und eine Gefahr für die Realwirtschaft. Für Privateinlagen von 100'000 CHF pro Bank ist eine unbegrenzte staatliche Garantie zu gewähren. Eine mögliche Alternative wären die Stossrichtung der Vollgeldinitiative.
  2. Unkontrollierte Schattenbanken wie Hedge Funds sind strikte zu regulieren, damit Banken die Eigenkapital-Vorschriften nicht umgehen können: Über Schattenbanken laufen rund ein Viertel aller weltweiten Finanztransaktionen. Die Verschiebung von Risiken in die Schattenbanken sei «die grösste Gefahr für die Finanzstabilität», warnte Goldman-Sachs-Vizepräsident Gary Cohn.
  3. Kreditausfallversicherungen, sogenannte CDS, sind nur noch zuzulassen, wenn tatsächlich ein vorhandener Kredit versichert wird. Reine Wettgeschäfte, welche die grosse Mehrheit des CDS-Handels ausmachen, sind zu verbieten.
  4. Das risikoreiche Investmentbanking ist in unabhängige juristische Personen zu verlagern. Der Eigenhandel, also Börsenspekulationen der Banken auf eigene Rechnung ist zu verbieten.
  5. Keine Förderung des Schuldenmachens: Unternehmen und Private sollen Schuldzinsen bei den Steuern nicht mehr in Abzug bringen können, wie es in Schweden schon seit Ende der 80er Jahre der Fall ist.
  6. Eine radikale Steuerreform als einfachste und wirkungsvollste Kursänderung, die der Vermögensverwalter Felix Bolliger vorschlägt (Infosperber vom 18.2.2016) und vom Zürcher Finanzprofessor Marc Chesney unterstützt wird: Das schrittweise Einführen einer Mikrosteuer von bis zu 2 Promille auf allen elektronischen Geldtransaktionen, zum Beispiel 1 Promille je Belastung und Gutschrift. Mit den Einnahmen kann man zuerst die viel höhere Mehrwertsteuer zu ersetzen und dann sämtliche anderen Steuern. Auch kommende Lücken in der AHV wären damit leicht zu finanzieren. Eine Mikrosteuer auf allen Geldtransaktionen hat folgende Vorteile:

    Das unproduktive Wettcasino mit dem Hochfrequenzhandel verlagert sich weg von der Schweiz ins Ausland.

    Die Realwirtschaft wird finanziell und administrativ stark entlastet, weil tiefere Steuern, einschliesslich der Sozialabgaben, und das einfache Erfassen den Unternehmen in der Schweiz einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

    Der Staat wird entlastet: Steuerbetrug, Steuervermeidungs-Tricks und Steuerkriminalität werden praktisch verunmöglicht.

    Die automatische Mikrosteuer verschiebt die Steuerlast auf viel breitere Schultern: Es würden in der Schweiz nicht mehr ein Bruttoinlandprodukt von 600 Milliarden CHF besteuert, sondern die rund 50'000 Milliarden des Zahlungsverkehrs mikrobesteuert. Dies unter der Annahme, dass ein Teil der spekulativen Casino-Finanzgeschäfte inklusive des Hochfrequenzhandels in gleicher Höhe ins Ausland «fliehen» wird.

    • Wer mehr Geld ausgibt und verschiebt, zahlt mehr Steuern. Die Zeit der Milliardäre und Millionäre, die keine oder kaum Steuern zahlen, ist vorbei.
  7. Kostenpflicht für den Gebrauch von nicht erneuerbaren Gütern der Natur: Sie müssen einen Preis erhalten, der mit der zunehmenden Verknappung steigt.
  8. Kostenwahrheit und Verursacherprinzip: Wettbewerb ist nur fair und nützlich, wenn die Unternehmen möglichst keine Kosten mehr sozialisieren, d.h. auf die Allgemeinheit abwälzen können. Ein solcher Kosten-Sozialismus herrscht in erster Linie bei Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Kernkraft, im Verkehr sowie in der Landwirtschaft. Die Subventionen sind schrittweise, aber konsequent abzubauen. Heute oder in Zukunft anfallende Kosten und Risiken sind in Rechnung zu stellen oder es ist eine Haftpflichtdeckung zu verlangen, wie sie jede Autofahrerin und jeder Autofahrer ebenfalls vorweisen muss.
  9. Vermeidung von Arbeitslosigkeit: Wenn die Bedürfnisse der Bevölkerung mit weniger Erwerbsarbeit befriedigt werden können, ist dies zu begrüssen. Es ist falsch, einen angeblich «zu schwachen» Konsum mit finanziellen Anreizen und mit unzweckmässiger Werbung anzuheizen. – Um die verbleibende Erwerbsarbeit besser aufzuteilen, braucht es finanzielle Anreize. In Zeiten drohender Arbeitslosigkeit sind Arbeitgebende zu belohnen, welche die Arbeiten auf mehrere Erwerbswillige verteilen. Arbeitslosigkeit ist die schlechteste Form von Teilzeitarbeit.
  10. Die Macht von Grosskonzernen ist einzuschränken, damit der Staat unabhängig regulieren kann: Das Wettbewerbsrecht ist zu verschärfen, so dass Monopolstellungen und Kartellabsprachen auch dann verboten sind, wenn sie angeblich einen gesellschaftlichen Nutzen bringen. Fusionen sind zu verbieten, wenn auf Teilmärkten marktbeherrschende Stellungen entstehen. Whistleblower werden geschützt, auch wenn sie sich an die Medien wenden. Unternehmen und deren Verbände können ihre Interessen weiterhin im Rahmen von Vernehmlassungen einbringen. Sie dürfen aber keine Zahlungen mehr leisten an Parteien, Wahlen und Abstimmungen.
  11. Karenzzeit für hohe Beamte: Bei ihnen wird eine grosse Motivation vorausgesetzt, dem Allgemeinwohl unabhängig zu dienen. Sie sollen als Karriereziel nicht einen noch besser bezahlten Posten ausserhalb der Verwaltung anstreben. Deshalb gilt eine Karenzzeit von wenigstens zwei Jahren, bis sie einen branchenverwandten Job in der Privatwirtschaft annehmen dürfen.
  12. Werbung im Dienste der Konsumierenden: Werbung soll die Öffentlichkeit über Vorteile im Vergleich zu andern Angeboten informieren, damit die Konsumierenden ihre regulierende Rolle in der Marktwirtschaft wahrnehmen können. Deshalb soll nur vergleichende Werbung erlaubt sein, die dem Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb unterstellt ist. Falsche und irreführende Aussagen in der Werbung müssen nach gleich strengen Kriterien geahndet werden können wie Aussagen in den Medien.
  13. Transparenz als eine Voraussetzung demokratischer Mitsprache: Das Öffentlichkeitsgesetz ist nach dem Vorbild des «Freedom of Information Act» in den USA zu erweitern.

Die meisten dieser Massnahmen scheinen «politisch nicht machbar». Es finden sich dafür keine politischen Mehrheiten, weil der Einfluss der Finanzindustrie und der Konzerne zu gross ist. Das wirft die Frage auf, ob die traditionellen demokratischen Institutionen noch in der Lage sind, nötige Weichenstellungen rechtzeitig in die Wege zu leiten. Die Geschichte lehrt, dass grössere Kurskorrekturen meistens aus Krisen hervorgehen. Allerdings sollten sich weitsichtige Ökonomen und Politiker schon heute damit befassen, wie eine Zukunft ohne Schuldenkrisen, ohne ökologische und soziale Ausbeutung, ohne eine Machtanballung bei internationalen Konzernen sowie, last but not least, ohne Wachstumszwang gestaltet werden kann.

----------

Dieser Artikel erschien am 15. Oktober im Magazin des Tages-Anzeigers.

----------

DOSSIER: Die Euro und Währungskrise

DOSSIER: Die Demokratien im Stress

Urs P. Gasche: «Eine trügerische Ruhe macht Kommentatoren blind» vom 5.1.2014.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Urs P. Gasche ist mit Hanspeter Guggenbühl Autor des Buches «Schluss mit dem Wachstumswahn – Plädoyer für eine Umkehr», Rüegger Verlag, 2010, 16.40 CHF.

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

18 Meinungen

Die Krise ist schon da, leider kommen wir nicht mehr aus der Krise heraus!
Beda Düggelin, am 24. Oktober 2016 um 12:41 Uhr
Kapitalismus ohne Wachstum geht nun mal nicht. Bei nachhaltigem Nullwachstum verfiele er in Siechtum. Das mag Ökologen im Gegensatz zu Ökonomen freuen. Ob das hingegen politisch von einer Mehrheit gewollt wird, ist angesichts der stetig anschwellenden Werbe- und neoliberalen Propagandaflut (mehr Wachstum= mehr Arbeitsplätze), der wir ununterbrochen ausgesetzt sind, kaum zu erwarten. Bestenfalls fällt hie und da wieder mal jemandem auf, dass die «Schuldenlast» von Staaten vergleichsweise die weniger schwerwiegende Hinterlassenschaft ist, als die stets maroder werdende Oberfläche unserer Planeten.
Heinz Abler, am 24. Oktober 2016 um 15:45 Uhr
@Abler. Wie definieren Sie «Kapitalismus»? Und wie leiten Sie von dieser Definition ab, dass dieser Kapitalismus mit einem «nachhaltigen Nullwachstum» (?) nicht kompatibel ist? Das würde mich interessieren, denn die Frage ist komplex.
Urs P. Gasche, am 24. Oktober 2016 um 16:27 Uhr
@Gasche: Sie haben recht, die Frage ist komplex. M.E. wird Kapital eingesetzt um letztlich Gewinn zu erzeugen. Das Kapital wird also wachsen. Der Gewinn ist eine notwendige Voraussetzung für Investitionen in die sogenannten Produktionsmittel (Immobilien, Maschinen bzw. Technologien + Energie, Arbeitskräfte usw). Wie soll das ohne Wachstum gehen? Vor allem auch wenn man den exponentiellen Anstieg der Produktivität zufolge technologischer Entwicklungen (die auch ohne Ressourcen nicht auskommen) in Betracht zieht.
Wenn man die Geschichte des (industriellen) Kapitalismus seit anfang des 19. Jahrh. betrachtet, sprechen alle Statistiken (denen man natürlich nicht glauben muss) für einen erheblichen Anstieg des eingesetzten Kapitals und damit des Ressourcenverbrauchs (immer mit Dellen bei Krisen wie z.B. ab 1929 oder ab 2008), wobei vergleichsweise zufolge der finanzkapitalistischen Exzesse der letzten Jahre die Kapitalakkumulation wegen zu geringer Gewinnerwartung in der sog. Realwirtschaft durch die Decke gesprungen ist. Ob man dies als «Auswüchse» des Kapitalismus bezeichnen will oder als zwanghaft systemimmanente Neigung sieht, ist eher eine ideologische Frage. Es wäre sehr schön, wenn sich der Kapitalismus zugunsten eines verträglichen Ressourcenverbrauchs «zähmen» liesse. Dies gleicht der Suche nach der Quadratur des Kreises, zumal mir angesichts der real existierenden Lernfähigkeit der Machtelite seit der sog. Finanzkrise der Glaube fehlt.
Heinz Abler, am 24. Oktober 2016 um 17:58 Uhr
I'm just blown away. Einen solch profunden Artikel mit einer derart hohen Informationsdichte habe ich seit Monaten nicht mehr gelesen. DAS ist Journalismus. Bravo!
Thierry Blanc, am 24. Oktober 2016 um 19:52 Uhr
Gratulation Herr Gasche für das fundierte und umfassende
Pflichtenheft. Dass Sie das alles im Wissen um die
Unmöglichkeit dessen Umsetzung geschrieben haben,
ist bewundernswert.
Es ist jetzt öffentlich und niemand wird sagen können, die
aufgezeigten Wege seien ihm oder ihr nicht bewusst gewesen.
Ich denke vor allem an andere Journalisten, deren Pflicht es
in meinen Augen ist, diese Agenda bekannt zu machen !
Peter Schleuss, am 24. Oktober 2016 um 20:14 Uhr
Guten Tag Zusammen,

in meinem Augen ist der „Homo Oeconomicus“ (frei nach Morus) für die Erhaltung der Art des Homo Sapiens ein Schädling. Die politische Agenda, die im Artikel aufgezeigt wird, würde einer biologischen Schädlingsbekämpfung dienen. Leider sind unsere politischen Bauern und Gärtner in erster Linie dem Homo Oeconomicus hörig und dies, bis auf wenige Ausnahmen, von ganz Links bis ganz Rechts. Von den Leitmedien kennen wir ja bereits die 7:1 Berichterstattung (Wirtschaft 7: Ökologie 1). Auf jeden Fall, lieber Herr Gasche, besten Dank für die Synthese der wahrlich komplexen Problematik.
Guido Besmer, am 25. Oktober 2016 um 05:56 Uhr
Es ist ganz einfach: Freie Marktwirtschaft und Demokratie funktionieren nicht zusammen. Kapitalismus kann auf Dauer nicht funktionieren, weil er ein immerwährendes Wachstum voraussetzt.
Leider sind die meisten Menschen in den westlichen Staaten so indoktriniert worden, dass sie sich gar keine Alternative zum Kapitalismus mehr vorstellen können.
Ich mein zum Beispiel: Wie dämlich muss man sein um zu glauben, Steuererleicherungen für Konzerne würden zu Wirtschaftswachstum führen? Das führt nur dazu, dass es für Konzerne interessant wird, den Gewinn zu maximieren und folglich Arbeitsbedingungen und Umweltschutz zu verschlechtern. Der Gewinn landet in den Taschen von ein paar wenigen und wird nicht mehr der Realwirtschaft zugeführt. Bei höheren Steuern geben die Konzerne daas Geld lieber den Mitarbeitern als dem Staat und diese führen es dann wieder der Realwirtschaft zu. In der Geschichte zeigt sich das immer wieder genau so, aber gewisse Entscheider sind wohl zu überheblich mal ein Geschichtsbuch zu lesen, die wissen ja eh alles besser. Genau wie die Low-Brainies die noch an den Tricke Down Effect glauben, obwohl der noch nie bewiesen wurde, das Gegenteil davon aber schon Tausend mal.
Leute die heute noch an Theorien wie die von Adam Smith glauben, sollten mal ein Psychologie-Studium machen um zu erkennen, dass die Menschen nicht logisch handeln, sobald es um Geld geht, denn Gier und Geiz hat der in seine Theorien nicht einbezogen.
Daniel Zapf, am 25. Oktober 2016 um 10:31 Uhr
Es trifft nicht zu, dass Kapitalismus in der Geschichte immer mit starkem Wachstum verbunden war. Es gab eine Phase von ca. 30 Jahren nach dem 2. Weltkrieg, wo ein Wachstum, so wie es die Mainstream-Ökonomen lieben (mindestens 3%), stattfand. Wahrscheinlich ist solches Wachstum auch besser möglich, wenn man tief startet, indem zuerst in einem Krieg alles kurz und klein schlägt.
Ostasiatische Wirtschaftswunder-Staaten wie China starteten wesentlich später und von tieferem Niveau ausgehend. Auch dort zeichnet sich ab, dass die Zeit des ewigen Wirtschaftswachstums bald vorbei ist.

Der Begriff Kapitalismus ist sehr ungenau definiert. Geht es um den Zins? Dann hätten wir zur Zeit den Kapitalismus praktisch überwunden ;-)
Oder reicht schon die Verwendung von Geld, damit man von Kapitalismus spricht?
Manche Kapitalismuskritiker vergessen auch, dass gewisse vermeintlich kapitalistische Phänomene lange vor der Schaffung dieses Begriffs entstanden und sich quasi automatisch einstellen, sobald gewirtschaftet wird. Wer ein Haus baut, schafft sich Kapital. Davon kann er später profitieren, und sei es nur dadurch, dass er selbst darin wohnt. Wahrscheinlich haben es die ersten Hausbesitzer, die ihr Gebäude fremden anderen überliessen, als völlig selbstverständlich empfunden, dies nicht gratis zu tun, sondern nur gegen einen Mietzins.
Daniel Heierli, am 26. Oktober 2016 um 18:24 Uhr
Abstrakt und logisch betrachtet, ist doch permanentes Wachstum ein Ding der Unmöglichkeit. Und doch postulieren bürgerliche Ökonomen wirtschaftliches Wachstum als Grundbedingung dafür, dass es angeblich für Alle reichen soll. Die Erde ist endlich. Darum erfolgt dieses «Wachstum» auf Kosten der Natur, auf Kosten von Konkurrenten und auf Kosten der Zukunft. Darum möchte ich noch einen «kleinen» Schritt weiter gehen als Gasche:
Demokratische Kontrolle über das Kapital! D.h. Privatkapital wird abgeschafft. Nur die Allgemeinheit soll Boden, Finanzkapital und die übrigen Produktionsmittel «besitzen», d.h. darüber verfügen. Manager sind dann demokratisch kontrollierte Fachleute, die keinen Rappen mehr verdienen als die Kontrollierenden. Jeder soll dann das tun, was er kann, und das bekommen, was er braucht. Die 20-Stunden-Woche und damit die Vollbeschäftigung wären dann eine Selbstverständlichkeit. Dann würden auch Arbeiten honoriert, für die es heute noch keinen Lohn gibt. usw. Nachhaltig, Natur schonend, der Menschen würdig.
Paul Jud, am 04. November 2016 um 18:28 Uhr
@Paul Jud
Ich zweifle doch stark an der Realisierbarkeit dieses «kleinen» Schrittes. Die Zahl der Entscheide, die getroffen werden müsste, wäre horrend. Und die meisten dieser Entscheide würden die Mehrheit der Bevölkerung nicht wirklich interessieren. Ich glaube, da wäre jede Demokratie überfordert. Wenn sich dann noch eine Partei installieren würde, die die Interessen der Bevölkerung zu vertreten vorgäbe, dann wären wir bei einem System, das in der Geschichte spektakulär gescheitert ist.
Die Idee des Privateigentums steckt viel zu tief im Menschen drin, als dass sie sich gänzlich überwinden liesse. Man kann sie höchstens zivilisieren und (in beschränktem Masse) in gesellschaftsverträgliche Bahnen lenken.
Selbst Hunde haben ein Gefühl für «Privateigentum». Wenn sie z.B. einmal von einem Stecken Besitz ergriffen haben, kann man sich Probleme einhandeln, wenn man versucht, diesen wegzunehmen. Dabei hat ein Stecken für einen Hund keinen praktischen Wert.
Daniel Heierli, am 04. November 2016 um 19:15 Uhr
@Daniel Heierli
Etwas im Maul zu haben gibt immer ein gutes Gefühl.
Dem Hund käme es jedoch nie in den Sinn, einen ganzen Wald
zu fällen, nur um noch mehr Stecken zu haben, den er kennt
die Kapazität seines Mauls. Das gute Gefühl, einen einzigen
Stecken im Maul zu haben, reicht ihm. Dies im Gegensatz zu den
Superreichen dieser Erde.

Für Höhlenbewohner machte das Raffgen noch Sinn: der mit dem
grössten Fleischvorrat in der Höhle hatte die besten Überlebens-
chanchen und die meisten Weiber, pardon, die grösste Sippe.

Heute wirkt das Raffgen zerstörerisch auf den ganzen Planeten,
die Gattung homo insapiens nicht ausgenommen.
Peter Schleuss, am 04. November 2016 um 23:28 Uhr
@Peter Schleuss
Absolut einverstanden, die Raffgier ist keine edle Tugend, die es zu fördern gälte.

Ich denke jedoch, man muss das Privateigentum auf eine praktikable Weise regulieren, z.B. durch progressive Steuern auf Einkommen, Eigentum und Erbschaft. Wenn man glaubt, es ganz abschaffen zu können, wird man scheitern.
Daniel Heierli, am 05. November 2016 um 22:14 Uhr
@Daniel Heierli
Damit wären wir beim Problem der Durchführung. Der Plot von Herrn Gasche
ist gut und mit den in den Kommentaren angedachten Ergänzungen und Retuschen
schon beinahe ideal.

Hapern wird es bei dessen Umsetzung. Spätestens wenn die Menschen ihr
mühsam Zusammengekratztes in Gefahr sehen oder schon nur, wenn Ihnen gesagt
wird, dass bei einer Änderung des status quo diese Gefahr entstehen könnte, dann
wird ein Zurückzucken durch die Nation gehen, wobei ich mich selbst nicht ausnehme.

Die einzige mir gangbar scheinende Umsetzungsmethode ist die, auf Staatswesen
hinzuweisen, welche, wie z.B. Ulrich von Weizsäcker von den Skandinaviern in einem
Radiointerview vor einigen Jahren berichtete, eine Öko-Steuerreform erfolgreich in
Angriff genommen und bisher schmerzlos durchgeführt haben.

Eine ökologische Steuerreform in seinem Sinne erfolgt durch den allmählichen
Übergang von der Besteuerung von Reichtum auf die Besteuerung von Enegieverbrauch.
Berns Idee, die Reduktion des CO2 Ausstosses durch Erhöhung der Abgaben auf Brenn-
und Treibstoffe zu erreichen führt leider haarscharf am Ziel vorbei. Eine Erhöhung von
Abgaben fördert nur die Staatsverdrossenheit der davon Betroffenen, also in dem Fall
beinahe aller Kreise.

Wenn schon Lenkungssteuer, dann darf diese nicht zusätzlich erhoben werden,
sondern muss, und kann auch, durch eine aequivalente Reduktion der Bundessteuern
kompensiert werden.
Peter Schleuss, am 06. November 2016 um 14:04 Uhr
@Heierli: Die dümmlichen Bemerkungen über Hunde mit «Privateigentumsgefühl» möchte ich einmal grosszügig übersehen. Aber eine andere Erwiderung von Ihnen finde ich bemerkenswert: «Die Zahl der Entscheide, die getroffen werden müsste, wäre horrend.» Das stimmt durchaus. Das führte m.E. u.a. auch in der früheren Sowjetunion dazu, dass die 5-Jahres-Pläne jeweils grandios scheiterten. Wie auch nicht? Mit Papier und Bleistift ist es ein Ding der Unmöglichkeit, Myriaden von einzelnen Plan-entscheiden erfolgreich durchzuziehen. Heute aber, wo man alle Bibliotheken der Welt auf einen Rechner bekommt, sieht das anders aus. Es scheint mir jetzt ohne weiteres machbar. Frei Nach Marx: Die Entwicklung der Produktivkräfte führt zu Umwälzungen in der Gesellschaft.
Paul Jud, am 06. November 2016 um 15:58 Uhr
@Paul Jud
Die Überforderung einer Demokratie durch eine zu hohe Anzahl von Entscheiden, die sie fällen müsste, hat nur wenig mit der Digitalisierung zu tun. Wenn die Entscheide vom Computer getroffen würden, dann wäre das (mal abgesehen davon, dass Computer nach wie vor keine Entscheide treffen können) nicht mehr demokratisch.
Lassen wir die Utopien von Marx in Frieden ruhen. Die Versuche, sie in der Politik umzusetzen, haben wahrhaftig schon zu genügend vielen Katastrophen geführt!
Daniel Heierli, am 06. November 2016 um 19:26 Uhr
@Heierli: Da haben Sie mich falsch verstanden. Es geht nicht um formalistische Wahlen, sondern um die Verteilung von Ressourcen und Produkten nach einem rationalen Plan. Und da meine ich, es ginge besser mit den modernen Methoden als mit Papier und Bleistift.
Paul Jud, am 06. November 2016 um 19:32 Uhr
@Paul Jud
Wenn wir einen perfekten «rationalen Plan» zur Verteilung aller Ressourcen und Produkten hätten, dann liesse sich dieser dank Computern sicher effizienter umsetzen. Das Problem liegt aber nicht in der Umsetzung. Es liegt darin, dass es diesen Plan (der dann konsequenterweise auch ihren Einkaufszettel für nächsten Samstag berechnen können müsste) nicht gibt. Wir hätten auch mit Computern im wesentlichen die gleichen ungelösten Probleme, an denen die Sowjetunion gescheitert ist.
Daniel Heierli, am 06. November 2016 um 19:49 Uhr

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein, um Ihre Meinung unter Ihrem richtigen Namen zu äussern. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User, um Missbräuche zu vermeiden. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Achtung: Die Länge der Einträge ist beschränkt und wir erlauben nicht, zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander zu platzieren. Unnötig herabsetzende Formulierungen ändern oder löschen wir ohne Korrespondenz.