Proviande übt die Transparenz

Kurt Marti © Christian Schnur

Kurt Marti /  Proviande, die Werbeplattform der Fleischbranche, weist erstmals im Geschäftsbericht die Bundessubventionen aus.

Anfang Jahr berichtete Infosperber über die fetten Bundessubventionen der Proviande Genossenschaft. Im damals vorliegenden Proviande-Geschäftsbericht 2013 waren die Subventionen des Bundes nicht explizit aufgeführt. Dort war nur pauschal von einem «Dienstleistungsertrag» von rund 20 Millionen Franken die Rede:

Auf Anfrage gab dann das Bundesamt für Landwirtschaft BLW bekannt, dass fast zwei Drittel der Proviande-Jahreseinnahmen von rund 20 Millionen Franken aus der Bundeskasse stammen: Für die Absatzförderung 6,1 Millionen und für den Vollzug der sogenannten Schlachtviehverordnung weitere 6,3 Millionen, also insgesamt 12,4 Millionen.

Im neusten Geschäftsbericht 2014 ist die Proviande transparenter. Erstmals sind nämlich die Bundessubventionen aufgeführt. Der Ertrag aus dem Leistungsauftrag BLW beträgt 5,975 Millionen Franken und der Ertrag aus den Fördermitteln BLW 6,259 Millionen Franken:

Trotz Kritik hält der Bundesrat an den Subventionsmillionen fest, die unter anderem auch für das Sponsoring der SRF-Sendung Giacobbo/Müller verwendet werden. Wie lange noch?


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

keine

Zum Infosperber-Dossier:

Kuh

Landwirtschaft

Massentierhaltung? Bio? Gentechnisch? Zu teuer? Verarbeitende Industrie? Verbände? Lobbys?

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