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Als erste Tiere sollen genveränderte Lachse zum Konsum hergestellt werden © IFIC/is

Kommen bald erste Gentech-Tiere auf unsere Teller?

Billo Heinzpeter Studer /  Die US-Firma AquaBounty lobbyiert seit Jahren, dass die US-Lebensmittelbehörde FDA ihren Gentech-Lachs zulässt.

In einer von der Industrie finanzierten Umfrage bezeichneten es 59 Prozent der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner als «sehr wahrscheinlich» oder «ziemlich wahrscheinlich», dass sie «gentechnisch verbesserte» Fische essen würden, falls die Fische von der Lebensmittelbehörde FDA zugelassen wären.

US-Umfrage unter über 18-Jährigen. Quelle: 2014 IFIC. Grafik fair-fish.net
Jene Nahrungsmittelkonzerne, die massiv auf Gentechnik setzen, lassen alle zwei Jahre eine Umfrage machen, um festzustellen, wo und warum es in den Köpfen der Menschen noch Widerstände gegen Gentechnik gibt.
Lachs als erstes gentechnisch verändertes Tier
Die US-amerikanischen Konsumentinnen und Konsumenten sollen für die weltweite Vermarktung des Gentech-Lachses der US-Firma «AquaBounty» Pioniere sein.
Es sei «kein Zufall, dass man den globalen Markt gerade von den USA aus für Gentech-Produkte aufreissen will», erklärt die gemeinnützige Organisation «Fair-Fish». Denn in den USA würden wohl die bequemsten und naivsten Konsumentinnen und Konsumenten leben. Und es sei kein Zufall, dass man als erstes Gentech-Tier die Fische ausgewählt hat: diese würden am wenigsten stark mit Tieren identifiziert; bei Kälbern wär der Widerstand grösser.

Weiterführende Informationen


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Präsident fair-fish international, Co-Präsident fair-fish Schweiz, Beirat von Friend of the Sea.

Zum Infosperber-Dossier:

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