Vorderrhein

Hände weg vom Vorderrhein! Die Naturschutz-Verbände wehren sich. © gk

So unwirtschaftlich sind neue Wasserkraftwerke

Hanspeter Guggenbühl /  Viele der unrentablen Wasserkraftwerke, die subventioniert werden sollen, sind auch für die Natur katastrophal.

Die Stromproduktion aus Schweizer Wasserkraft soll bis 2035 um zwei Milliarden Kilowattstunden (kWh) pro Jahr erhöht werden. Dieses Ziel steht in der Energiestrategie des Bundesrates und wird von der Energiekommission des Nationalrates unterstützt.

Um das Ziel zu erreichen, soll der Staat neben kleinen auch grosse neue Wasserkraftwerke (ab 10 Megawatt Leistung) subventionieren; dies mit einmaligen Staatsbeiträgen, die bis zu 40 Prozent der Investitionskosten decken. Das beantragt die Energiekommission (UREK) dem Nationalrat. Das Geld dazu soll der Kasse entnommen werden, mit der heute die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für neue Solar-, Wind-, Biomasse- sowie Klein-Wasserkraftwerke bis 10 Megawatt finanziert wird. Auf der andern Seite will die nationalrätliche UREK hydrologische Mini-Kraftwerke mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt, die gemessen an ihrer geringen Stromproduktion viel Natur zerstören, von der KEV ausschliessen.

Hoher Preis für neue Kraftwerke

Der umstrittene Mehrheitsentscheid basiert auf drei ökonomischen Studien, die das Bundesamt für Energie (BFE) im Auftrag der nationalrätlichen Energiekommission erstellte und soeben veröffentlicht hat. Nachfolgend die wichtigsten Resultate:

o DIE KOSTEN Die jüngste Studie basiert auf der ökonomischen Bewertung von 23 Wasserkraft-Projekten mit mehr als 10 Megawatt Leistung (die vollständige Liste kann unten eingesehen und als pdf heruntergeladen werden). Deren Realisierung würde total sechs Milliarden Franken verschlingen. Die Produktionskosten betragen im Durchschnitt 15 Rappen pro kWh; je nach Projekt schwanken sie zwischen 8 und 23 Rappen/kWh. Zum Vergleich: Die Schweizer Marktpreise bewegten sich 2013 an der Strombörse pro kWh zwischen 5,6 (Bandstrom) und 6,8 Rappen (Spitzenstrom). Die Autoren der Studien rechnen zwar, dass die Marktpreise, je nach Szenario, künftig wieder auf 7 bis 11 Rappen steigen. Trotzdem folgern sie: «Die Rentabilität der Grosswasser-Kraftwerke ist in allen untersuchten Szenarien ungünstig.»

o DIE SUBVENTIONEN In einem zweiten Schritt ermittelten die Autoren, wie die Rentabilität aussieht, wenn der Staat den Bau der geplanten Kraftwerke mit den maximal zulässigen Investitionsbeiträgen von 40 Prozent subventioniert. Resultat: In diesem Fall – und bei optimistischen Annahmen zu den künftigen Marktpreisen – würden 13 der 23 Projekte rentabel. Diese 13 Projekte könnten die jährliche Stromproduktion in der Schweiz um 2,5 Prozent oder 1,5 Milliarden kWh pro Jahr erhöhen; damit liesse sich das gesetzte Ziel von 2 Mrd. kWh zu 75 Prozent erreichen. Die Staatsbeiträge für den Zubau würden sich in den nächsten 20 Jahren auf 754 Millionen Franken summieren. Dieser Betrag würde zu einem kleinen Teil kompensiert, weil die Energiekommission gleichzeitig beabsichtigt, die KEV für die noch unrentableren Mini-Kraftwerke zu streichen.

Alle Rentabilitäts-Berechnungen basieren auf steigenden Marktpreisen im Jahresmittel. Der Umstand, dass die meisten der 23 geplanten Wasserkraftwerke den Grossteil ihres Stroms im Sommerhalbjahr erzeugen, wenn die Stromschwemme die Marktpreise zusätzlich in den Keller drückt, lassen die BFE-Studien ausser Acht (siehe dazu den Kommentar auf Infosperber). Das heisst: In Wirklichkeit dürften die meisten Kraftwerke trotz hohen Subventionen unwirtschaftlich bleiben.

Neue Werke belasten Natur

Die Studie verschweigt, welche 13 der 23 geprüften Projekte dank Staatsbeiträgen rentabel würden. Sicher aber ist: Zumindest ein Teil stösst nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen auf Widerstand. Das zeigt ein Blick auf die Liste der geprüften Projekte (siehe unten). Darunter findet man etwa die Projekte «Sils-Reichenau» am Hinterrhein, «Ilanz-Reichenau» am Vorderrhein, «Ems-Mastrils» oder ein Schweiz-Liechtensteinisches Grenzkraftwerk am Alpenrhein. Naturschutzverbände kämpfen gegen diese und weitere Projekte, weil sie schützenswerte Auen sowie andere Biotope beeinträchtigen oder der imposanten Rheinschlucht unterhalb von Ilanz viel Wasser abgraben. Von den grösseren neuen Kraftwerken, die auf Subventionen angewiesen sind, wird einzig das Repower-Projekt «Chlus» im unteren Prättigau von den Naturschützern halbwegs akzeptiert.

Fazit: Die Erfüllung des Ziels, die Stromproduktion aus Wasserkraft um zwei Milliarden kWh pro Jahr zu erhöhen, ist ökonomisch teuer und für die Natur katastrophal.

Bestehende Kraftwerke rentieren

Eine der drei BFE-Studien widmet sich der «Rentabilität der bestehenden Wasserkraft». Resultat: Im Unterschied zu neuen sind die meisten heute laufenden Kraftwerke rentabel; dies selbst dann, wenn man die aktuellen Marktpreise von 5,6 Rappen/kWh für Band- und 6,8 Rappen für Spitzenstrom als Richtschnur nimmt. So liegen die mittleren Kosten der Flusskraftwerke bei 5,9, die mittleren Kosten der Speicherkraftwerke bei 6,8 Rappen/kWh. Die Klagen der Stromlobby sind darum übertrieben. Aus diesem Grund verzichtet die Energiekommission des Nationalrates auf Subventionen für die bestehenden Anlagen.

Höhere Kosten sind einzig bei den im Bau befindlichen Pumpspeicher-Kraftwerken Linthal 2015 und Nante de Drance zu erwarten. Doch diese Batterien leisten keinen Beitrag zur Erhöhung der Stromproduktion aus Wasserkraft, weil sie im Betrieb mehr Pumpstrom verschlingen, als ihre Turbinen produzieren. Darum verzichtete die Energiekommission auch auf eine Subventionierung der neuen Pumpspeicher.


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15 Meinungen

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    am 31.08.2014 um 14:38 Uhr
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    Dies ist ein einseitiger, physikalisch unhaltbarer , ärgerlicher, ja dummer Artikel.
    Natürlich kann ein Pumpspeicher weniger tturbinieren als er pumpt. Der Autor unterschlägt aber, dass dies ein physikalisches Gesetz ist und dass Pumpspeicherung noch immer die beste aller Batterien/ Stromspeicherarten ist.

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    am 31.08.2014 um 17:46 Uhr
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    Ich finde gar nicht, dass der Artikel «einseitig, pysikalisch unhaltbar und dumm» sei.
    "Ärgerlich» mag er aus der Sicht partikularer Interessen sein.
    Ich lerne jedenfalls, dass mit sehr viel Subventionen die sommerliche Stromschwemme vergrössert werden sollte.
    Dass pumpen mehr Energie kostet als turbinieren bringen kann, habe ich schon gewusst, wie die allermeisten interessierten Leser.

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    am 31.08.2014 um 18:09 Uhr
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    Ich finde ihn trotz Ihrer gegenteiligen Meinung immer noch dumm etc.; zumindest was der Umgang mit den physikalischen Fakten nun mal angeht und geradezu strohig, was er zum Wirkungsgrad von Pumpspeicherung sagt – es sind alte, in den 80er Jahren gestempelte grüne Gamellen.
    Mittel- und langfristig werden die Pumpspeicher zur Batterie der von der Sahara stammenden tagesabhängigen Solarenergie; diese ist sowieso – aus mehrfacher Sicht einleuchtend – dringendst zu fördern, um endlich und effektiv von der katastrophalen acjh so grünen Bio-Energie und von der angeblich sauberen aber höchst klimaeffektiven Erdgasenergie wegzukommen.
    Das was Sie, Herr Lachenmeier, lernen, ist ein Konstrukt aus lauter energietechnischen Halbwahrheiten zur Stromproduktion aus der ältesten der genutzten sogenannten erneuerbaren Energien .

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    am 1.09.2014 um 09:04 Uhr
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    @Joris
    Wie ist denn der Wirkungsgrad der modernen Pumpspeicheranlagen? (ernstgemeinte Frage)
    Generell meine ich, dass die Energie viel zu billig verkauft wird. Mit jeder Subvention wird die Verschwendung noch gefördert. Ganz im Gegensatz zur menschlichen Arbeit, welche mit Lohnnebenkosten extrem verteuert wird, dies zum Nachteil der Schweiz im internationalen Wettbewerb. Die EMS-Chefin sagte, die Energiewende sei viel zu teuer, es würde ihren Betrieb 1% der Lohnsumme kosten, sie meinte tatsächlich, das sei zu teuer… Ansonsten «darf» fast alles über Lohnprozente bezahlt werden, was dem Staate zu teuer ist: Lohn der Wehrmänner, Feuerwehr, Zivilschutz, Flugschauen, Katastrophenhilfe, Zivildienste, Sozialdienste, Arbeitslosenunterstützung…. Das ist zwar hier nicht direkt das Thema, hat aber m.E. einen klaren Zusammenhang. Fast alles wird subventioniert, ausgenommen….
    Sollte endlich einmal der Energiemarkt etwas knapper werden, dann würden die Preise steigen, die Verschwendung würde etwas sinken und neue Anlagen hätten eine Chance. Wir sollten den Strom (und die andern Energieträger hoch besteuern, damit die Stillegung der AKW überhaupt bezahlt werden können.

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    am 1.09.2014 um 09:52 Uhr
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    @Urs Lachenmeier
    Mit modernen Pumpspeicheranlagen kann in der Regel ein Wirkungsgrad von ca. 70-80% erreicht werden. Alte Werke hatten immerhin noch 65%; mit Niederdruckspeicherwerken kann gar ein Wirkungsgrad >80% erreicht werden.
    Die Subventionen sind in Gottes Namen notwendig, solange der Energiemarkt dem allheiligen freien Wettbewerb ausgesetzt ist und dieser freie Wettbewerb, bei dem auch die konkurrenzlos billigen Gas- und Kohlekraftwerke mitbieten können, ohne dass global politische Einschränkungen für diese Klimaheizer gelten, macht alles kaputt.
    Solarkraftwerke in der Sahara könnten uns auf Jahrhunderet hinaus bei stabilen Preisen mit sauberer Energie versorgen, zudem würde in den Saharaländern Millionen neue und wertvolle Arbeitsplätze schaffen, die Europa zu wesentlichen Teilen vom Migrationsdruck befreiten. Dass es eine Energiewende braucht, dass man gobal vor allem rasch weg von den fossilen Energieträgern Kohle und Kohlenwasserstoff muss, darin sind sich alle einig – kaum lafert von links bis rechts aber jemand vom freien Markt, dürfen aber keine Einschränkungen mehr vorgebracht werden, weil sie den sakrosankten Wettbewerb störe. Um dem Volk Sand in die Augen zu streuen , erfindet man so idiotische Pflästerli wie, klimaheizende saubere Verbrennung, Sparlampen oder gar den oekologischen Fussabdruck – ein oekonomischer Fusstritt allesamt.
    Man kann aus diesen und anderen Gründen die von Ihnen angemahnten Vergleiche nicht einbeziehen

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    am 1.09.2014 um 10:48 Uhr
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    @Joris
    Danke. Wenn ich Sie richtig verstehe, bestätigen Sie die Angaben Guggenbühl’s?
    (Fazit: es würde insbesondere Sommerstrom generiert, der wiederum die Preise drückt. Pumspeicherwerke produzieren per saldo nichts, im Gegenteil…)
    Die berechtigte Frage nach den besten Strombatterien wurde im Artikel nicht tangiert. Hingegen wurde die Verhältinsmässigkeit von Produktion-Speicherung-Ökonomie-Subvention-angebliche Versorgungssicherheit dargelegt.
    Falls einmal die Desertec-Technik kommen sollte, werden gewiss die Strombatterien in iher Bedeutung neu eingestuft. Desertec muss ja als Gesamtsystem funktionieren, und da sind die Batterien nur ein Teil des (futuristischen?) Systems.
    Die Bodenschätze werden wohl geplündert und wenn’s nicht rentiert wird subventioniert, leider! Kohle, Gas, Öl, Uran… wenn dann ausgeplündert ist, werden sich die Profiteure Desertec zuwenden… und werden dafür sorgen, dass auch dort Subventionen fliessen werden. – wird wohl ein Weichen dauern, da die Kohlevorräte von Australien noch 800 Jahre reiche sollen 🙁

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    am 1.09.2014 um 11:04 Uhr
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    Nein, sie haben mich falsch verstanden.
    Solarstrom aus der Sahara muss sommers und winters für die Ncht gespeichert werden. Und wenn denn die Kohle- und Gaskraftwerke abgeschaltet werden – und das müssen sie um des Klimas willen – werden die Wasserkraft werke auch Bandstrom liefern müssen, um die Netzstabilität zu garantieren.
    Des Landschaftsschutzfundi Guggenbühl Angaben und Fazite sind in diesem Sinne Quatsch, als dass sie sich immer nur auf seine vorgefasste Meinung stützende, passende Fakten stützen, unbequeme Tatsachen aber geflissentlich ausblenden.

    Und vor allem lässt Guggenbühl in seiner Kritik jegliche langfristige Perspektive vermissen

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    am 1.09.2014 um 11:12 Uhr
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    Ohne Subventionen geht es in einer gnadenlos dem freien Markt ausgesetzten Energiewirtschaft nicht, @Lachenmeier. Regulierungen sind bitter nötig.
    Aber was von Seiten der Oekos bisher ankam mündete immer in einer Katastrophe:
    1. Bio-Energie führte zu einem ökologischen Desaster in Indonesien und auch in Brasilien
    2. CO2-Zertifikatshandel führte zu einer weiteren Versklavung der 3. und 4. Welt
    3. Der oekologische Fussabdruck ist modernes Opium fürs Volk
    4. Effiziente Verbrennung fossiler Ebergietreäger führte zu einem proportionalem Anstieg der CO2-Produktion.

    Als Übergang zur Solarstromwirtschaft bleibt uns nur Stromproduktion aus intrinsisch sicheren Kernkraftwerken wie etwa salzgekühlten Thorium-U233-Meilern und/oder Transmutatoren gemäss Carlo Rubbia.

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    am 1.09.2014 um 12:17 Uhr
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    @Jori
    Was ist «frei» im Energiemarkt? m.E. existiert kein freier Markt.
    Bitte machen Sie doch die Oekos nicht einfach schlecht und für alles Desaster verantwortlich.
    "Bio-Sprit» ist gewiss nicht die Idee der Oekos, eher jene der subventionierten Agrarwirtschaft und ihrer Profiteure.
    CO2-Handel und Hysterie finde ich auch nicht lösungsorientiert.
    Der oekologische Fussabdruck sagt leider nicht viel aus, ist zu ungenau (oder überflüssig?).
    Die CO2-Hysterie dienst vor allem der Kernspaltung.
    Alle Organisationen können unterwandert werden…
    Übrigens sind «Oeko’s» eine unbedeutende Minderheit.

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    am 1.09.2014 um 15:51 Uhr
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    @Lachenmeier
    Es ist so viel frei im Energiemarkt wie in andern global greifenden Märkten auch .
    Ich mach nicht die Oekos für alle Uebel dieser Welt verantwortlich; ich greif sie bloss da an, wo es berechtigt ist. Es waren vorab grüne Kreise, die sich anfangs der Neunziger zu lauthalsen Vorreiter der Propaganda für Bio-Energie machten. Ebenso i.S. Solarenergie mittels Photovoltaik. Ich selbst war von Anfang an recht skeptisch und sprach von den Problemen der hochkonzentreirten Prozessenergie und der Nahrungsmittel…. und auch von Kupfermangel. Prompt wurde ich darauf in selbige genommen (ohne Kupfer).
    Es ist keine CO2 Hysterie – es ist ein exponentiell wachsendes Problem, das , wenn nicht bezüglich der fossilen organischen Energieträger endlich global gehandelt wird, in spätestens 40 Jahren zu etwa einer Milliarde Flutflüchtlingen aus Holllan, China, Norddeutschland, Bangla-Desh, Südostchina, Ägypten, Florida, Mississippi, Louisiana usw.usw. führen wird. Man kann dam Problem beikommen mit vielerlei Methoden – ausser mit grünem Denken der Birkenstockjahre, das auch den moralinsauren oekologischen Fussabdruck mitprägt, das auch den sektiererisch Weltretteranspruch der heutigen Veganisten antreibt.
    Die Kernspaltung ist von allen endlichen Energierohstoffen – von der Rohstoffgewinnung und der grauen Energie abgesehen – nun mal die einzige CO2-freie Eenrgieform. Und es gäbe Kernenergiegewinnungskraftwerke, die intrinsisch sicher sind – ich habe nur zwei davon wieter oben genannt.

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    am 1.09.2014 um 18:13 Uhr
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    @Joris
    Was meinen Sie mit » Prompt wurde ich darauf in selbige genommen (ohne Kupfer)."?
    Wünschte mir weniger Kraftausdrücke zu gunsten der Verständlichkeit…

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    am 1.09.2014 um 18:33 Uhr
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    War ein etwas vertracktes – missratenses – Wortspiel. In die Mangel genommen.
    Ich bin kein nüchterner Schreiber; ich halt mich auch nicht an die beim akademischen Jungtum in langweilige Mode gekommene diskussionspolitische Korrektheit….auch fürderhin nicht.
    Und zum zweiten:
    Wunderbar – genau jetzt kommt das wegen der Strompreise marktwirtschaftliche Argumet; war ja nicht anders zu erwarten. Es braucht eben ein Regulativ, es braucht regulierte Preise…und da haben sich die heut leider noch immer allmächtigen, kurfristig bräsigen Ökonomiefuzzis (von Strombaronen über Handelszeitungsjournalisten bis hin zu Konsumentenschützern) erst mal herauszuhalten. Absoluten Vorrang hat gerade energieploitisch der Klimaschutz.
    Langfristig ist ein erfolgreicher Klimaschutz immer noch das billigste, auch wenn deswegen kurzfristig der zum Fernsehabend gereichte Cervelatsalat brutto 2 Franken 30 teurer wird.

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    am 1.09.2014 um 19:08 Uhr
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    Aha, in die Mangel genommen… von wem denn?
    Wortspiele können ja lustig sein, zuerst sollten aber Meinungen verständlich formuliert werden können (dabei ist akademische Orddhokrafii unwichtig..).
    Etwas viele Feinde, vom «Landschaftsschutzfundi» über «grüne Gamellen» bis zu «Oekonomiefuzzis» usw..
    Vermutlich gibt es nur eine Person, die alles weiss? Un die andern sind «dumm» und «strohig». Welch eine Gnade für alle Lesenden (oder ich alleine?), von den absoluten Weisheiten hier profitieren zu dürfen!

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    am 1.09.2014 um 21:37 Uhr
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    Ich wurde – es war an einer Parteiversammlung der SP Visp – von der intern grüneren Fraktion mit allen Argumenten moralischen, politischen, religiösen, elektoralen, umweltschützerischen (bloss nicht faktischen) in die Mangel genommen, da sie sich (in der Art wie Bastien Girod heut) im Besitze des Weisen Stein wähnten.

    Goethe, Ringelnatz und Grass verwendeten auch Bilder, die jeweils zweimal gelesen keine Zweideutigkeiten mehr erlauben – aber eben, lesen und hinter dem Bild des Gecshriebenen den Zeichner erkennen macht Vergnügen. Zudem bin ich des Englischen nicht sonderlich mächtig und muss trotzdem sehr oft die unübersetzten verlinkten diskussionspolitisch korrekt verfassten englischen Belege deuten.

    Der Autor ist erwiesenermassen ein extremer Landschaftsschützer und die hier – wie weiter oben bewiesen – mit Halbwahrheiten gespickte Argumentationskette weist ihn als Fundi aus.

    Seit 30-40 Jahren unveränderte Grüne Argumente darf man getrost als alte Gamellen bezeichnen, zumal sich seither sejhr viel in rasendem Tempo änderte. Damals stand die saubere Luft und mithin die saubere Verbrennung ganz weit im Vordergrund. Die durchgesetzte saubere Verbrennung fossiler Energieträger ist aber ein Hauptgrund für die aktuelle rasante Klimaerwärmung, da proportional viel mehr CO2 entsteht; also darf man nicht die AchtzigerArgumente unevrändert hervorklauben weil es eben alte Gamellen sind.

    Und ja – geniessen Sie es – sie profitieren sogar GRATIS!!! Wo gibz das heut sonst noch? 😀

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