Naoto_Kan

Ex-Premier Naoto Kan im Interview mit der ARD © ARD

Fukushima: Japans Ex-Premiers Zeugenaussage

Red. /  Naoto Kan war Premierminister, als Erdbeben und Tsunami zur Katastrophe in Fukushima führten. Heute rechnet er mit dem Atomfilz ab.

Verfilzung und Interessenkonflikte waren wichtige Ursachen, dass es zur Atomkatastrophe kommen konnte. Das stellte eine parlamentarische Untersuchungskommission fest.
Filz und Interessenkonflikte bestehen weiter. Trotzdem stellt Japans Regierung die ersten Kernkraftwerke wieder ans Netz.
Der ehemalige Premierminister Naoto Kan, der bei der Eindämmung der Katastrophe die politische Verantwortung hatte, packt in einem exklusiven Interview mit der ARD aus. Kan hatte die Atomkraft immer unterstützt. Seit Fukushima wirbt er für den Atomausstieg: «Bei der Vorstellung, dass wir Tokio evakuieren, dass etwa 30 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen, dass das gesamte Land gelähmt sein würde, da ist mir klar geworden, wir müssen raus aus der Atomkraft.» Er kritisiert das sogenannte Atomdorf, den Klüngel aus Politikern, Wissenschaftlern, Journalisten, die bis heute die lukrativen Geschäfte der Atomkonzerne decken. Es lohnt sich, die Aussage dieses bestplatzierten Zeugen in deutscher Übersetzung anzuhören.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

keine

Zum Infosperber-Dossier:

1103_Fukushima

Fukushima: Verharmlost und vergessen

Die Atomkatastrophe von Fukushima und deren Folgen für Hunderttausende.

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