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Brennende Ölfelder im Golf von Mexiko © Melanie Burford/ProPublica

Sie profitieren schamlos von BP-Milliarden

Red. /  Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko kostete BP bisher 16 Milliarden. Beim Geldverteilen dominieren Korruption und Misswirtschaft.

Es herrschen Zustände wie in einem korrupten Entwicklungsland: Ein Subunternehmer kassierte für das Vermieten eines Generators 15’400 Dollar pro Monat, anstatt der üblichen 1’500 Dollar. Das ist nur eines fast unzähliger Beispiele, die eine Recherche der unabhängigen Informations-Plattform «ProPublica» aufgedeckt hat. Regionale Unternehmer mit guten Beziehungen zu BP-Leuten haben Aufräum-Auftrage erhalten und dafür fast beliebige Summen in Rechnung stellen können. «ProPublica» stützt sich dabei auf firmeninterne Dokumente sowie auf persönliche Interviews. Lokale Behörden der Golfgegend hätten Gerätschaften auf Rechnung von BP gekauft, welche sie für Aufräumarbeiten gar nicht brauchten.

Ölunfall-Millionäre

Das verbreitete Missmanagement und Korruption habe dazu geführt, dass eine neue Klasse Superreicher entstanden sei: Die «Ölunfall-Millionäre» oder «BP-Reichen». Viele andere, die wegen der Ölkatastrophe grosse Verluste erleiden mussten, seien bisher praktisch leer ausgegangen.
Mitschuldig an der Misswirtschaft sei die Regierung Obama, welche die Kontrolle über die Aufräumarbeiten und damit auch das Verteilen der Aufräumgelder an BP übertragen hat.


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