Israel_Ofer_Prison

Militärgefängnis Ofer: Erschreckende Methoden © magister/flickr/cc

Palästinensische Kinder «systematisch» misshandelt

Kurt Marti /  Laut einem Unicef-Report werden in Gefängnissen der israelischen Militärjustiz palästinensische Kinder «systematisch» misshandelt.

Während Israel die illegalen Siedler mit Panzern beschützt, müssen steinewerfende, palästinensische Kinder mit drakonischen Strafen rechnen. Das theoretische Maximum liegt für Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren bei 20 Jahren Gefängnis. Dies hält der Unicef-Report 2013 fest und prangert gleichzeitig an, «dass die Misshandlung von palästinensischen Kindern in Gefängnissen der israelischen Militärjustiz weit verbreitet, systematisch und institutionalisiert ist, und zwar während des gesamten Prozesses von der Festnahme über die Anklage bis zur eventuellen Verurteilung».

Laut Unicef-Bericht berichten Menschenrechts-Organisationen und UN-Experten schon seit Jahren über Misshandlungen von palästinensischen Kindern in den Gefängnissen der israelischen Militärjustiz. Unter Misshandlungen versteht der Unicef-Bericht «die grausame, inhumane und entwürdigende Behandlung und Bestrafung». Das Kinderhilfswerk der UNO hat aufgrund «einer steigenden Anzahl von Misshandlungs-Vorwürfen» eine Untersuchung eingeleitet und kommt in seinem Bericht zum Schluss, dass diese Praktiken internationales Recht verletzen, insbesondere die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Antifolterkonvention.

Brachiale Verhaftungen mitten in der Nacht

Laut Unicef-Report berichten die meisten Kinder, dass sie mitten in der Nacht von mehreren schwer bewaffneten aus dem Schlaf gerissen wurden. Die Soldaten polterten an die Haustüre und riefen Befehle, dass die Familie sofort aus dem Haus kommen solle. Für die Kinder sind das laut Unicef «chaotische und erschreckende Szenen»: Einrichtungen werden zertrümmert und Scheiben gehen in Brüche, Beschuldigungen und verbale Drohungen werden ausgestossen, Familienmitglieder werden gezwungen, draussen in ihrer Schlafbekleidung zu stehen, während die beschuldigten Kinder gewaltsam weggezerrt werden, mit vagen Erklärungen wie «er kommt mit uns und wir werden ihn später zurückbringen» oder einfach dass das Kind «gesucht» wird. Nur wenige Eltern werden informiert, wohin ihr Kind gebracht wird, warum und wie lange.

Gewaltsamer Transfer zum Verhörzentrum

Dann werden die Kinder laut Unicef in einem Militärfahrzeug «gewaltsam zu einem Verhörzentrum» gebracht, mit «Handfesseln und verbundenen Augen». Oft werden sie daran gehindert, sich von ihren Eltern zu verabschieden und geeignete Kleider für die Reise anzuziehen. Viele Kinder sind «Misshandlungen während der Fahrt zum Verhör-Zentrum» ausgesetzt. Es kommt zu «physischen Misshandlungen» und «verbalen Beleidigungen». Die Kinder leiden unter den schmerzhaften Handfesseln und werden gezwungen, auf dem harten Boden des Fahrzeugs zu liegen. Die Fahrt kann mehrere Stunden dauern. Oft gibt es Zwischenhalte auf Militärbasen, von wo laut Unicef «weitere Misshandlungen» gemeldet werden und in einigen Fällen «das Fehlen von Wasser, Nahrung und Toiletten».

Während den Zwischenhalten werden die Kinder rund zehn Minuten medizinisch befragt. Dafür werden die Augenbinden in der Regel entfernt, aber die Handfesseln bleiben an. Einige Kinder geben an, dass sie die Ärzte über erlittene Misshandlungen informierten, aber es gibt laut Unicef «wenig Hinweise, dass diese Ärzte medizinische Hilfe anbieten, sogar wenn die Kinder Spuren von Schlägen und von Plastikfesseln aufweisen». Nach dieser medizinschen Befragung werden die Augenbinden wieder aufgesetzt und die Kinder werden hinausgebracht. Die Fahrt kann bis zu einem ganzen Tag dauern.

Mit Drohungen und Gewalt zum Geständnis

Die Kinder werden auf einer Polizeistation oder im Militärgefängnis Ofer (siehe Foto) verhört. Unter Schlafentzug und in extremer Angst werden Geständnisse «erzwungen». Laut Unicef-Bericht wird «kein Kind während des Verhörs von einem Anwalt oder von einem Familienmitglied begleitet». Das ist eine klare Verletzung von Artikel 37 der UN-Kinderrechtskonvention, welche verlangt: «Jedes verhaftete Kind muss das Recht auf sofortige rechtliche und andere Hilfe haben». Die Kinder werden selten über ihre Rechte informiert, zum Beispiel über das Zeugnisverweigerungsrecht.

Besonders gravierend ist laut Unicef «das Fehlen einer unabhängigen Aufsicht» während der Befragung. Die Prüfung der Verhörmethoden durch eine Drittpartei könne nämlich «eine wichtige Massnahme zur Verhinderung von Misshandlungen» sein. Laut Unicef kommt es bei den Verhören zu «Einschüchterung, Drohungen und physischer Gewalt mit dem klaren Ziel, die Kinder zu einem Geständnis zu zwingen». Den Kindern wird laut Unicef «mit dem Tod gedroht, mit physischer Gewalt, mit Einzelhaft und sexuellen Übergriffen auf sie oder ein Mitglied der Familie». Die Kinder werden während dem Verhör festgehalten, in einigen Fällen auf dem Stuhl, auf dem sie sitzen. Dies dauert manchmal längere Zeit an, «was zu Schmerzen in den Händen, am Gesäss und in den Beinen führt».

Die meisten Kinder gestehen am Ende des Verhörs. Dann werden Papiere ausgedruckt, welche die Kinder unterschreiben müssen, obwohl sie «den Inhalt oft nicht genau verstehen». In den meisten Fällen sind die Papiere auf Hebräisch verfasst, das die allermeisten der palästinensischen Kinder nicht verstehen.

Laut Unicef wurden einige Kinder in «Einzelhaft gehalten», welche der Richter von anfänglich zwei Tagen bis auf maximal 90 Tagen ausdehnen kann. Unicef verweist dabei auf «die schädlichen Folgen der Einzelhaft»: Schlafstörungen, Halluzinationen, Geisteskrankheiten und erhöhte Suizidrate.

In Ketten und Handschellen vor den Richter

Schlussendlich kommen die Kinder für ein Hearing vor einen Militärrichter, was sonst in keinem anderen Land der Welt praktiziert wird. Laut Unicef-Bericht treten sie «mit Beinketten und Handschellen» in einen Gerichtsraum und tragen Gefängnis-Uniformen. Das ist «ein Verstoss gegen die minimalen Standardregeln für die Behandlung von Gefangenen», welche klar festlegen, dass Eisen und Ketten nie verwendet werden dürfen. Aber auch andere Fesseln sollten abgenommen werden müssen, wenn der Gefangene vor Gericht erscheint. Ein Militärrichter hat die Kompetenz, die Untersuchungshaft immer wieder bis zu einem Maximum von 188 Tagen zu verlängern. Laut Unicef widerspricht diese Praxis den internationalen Standards.

In der Mehrheit der Fälle ist laut Unicef «der Hauptbeweis gegen das Kind sein Geständnis», das in den meisten Fällen «unter Zwang» zu Stande kam. Das internationale Recht verbietet die Verwendung solcher Beweise. Obschon viele Kinder gegenüber Unicef erklärten, ihr Geständnis sei das Resultat von Misshandlungen gewesen, beklagen sich nur sehr wenige vor dem Richter, aus Angst, ihre Beschwerde könnte zu einem härteren Urteil führen.

Krasser Widerspruch zur Genfer Konvention

Zwei der drei Gefängnisse, wo die meisten palästinensischen Kinder ihre Strafe verbüssen, liegen innerhalb von Israel. Dies widerspricht laut Unicef dem Artikel 76 der Genfer Konvention über den Schutz der Zivilpersonen in Kriegszeiten. Diese verlangt, dass schutzberechtigte Personen, welche für eine Straftat angeklagt werden, im besetzten Land inhaftiert werden müssen und wenn sie verurteilt sind, müssen sie ihre Strafe auch dort verbüssen. Mit dieser Regelung werden laut Unicef die Besuche der Familie erschwert, was dem Artikel 37 der UN-Kinderrechtskonvention widerspricht, welche festhält, dass jedes Kind «das Recht auf Korrepondenz und Besuche seiner Familie» hat.

Unicef fordert die Einhaltung der Menschenrechte

Der Unicef-Bericht endet mit zahlreichen Forderungen an die israelische Adresse, von denen hier nur eine Auswahl aufgelistet wird:

  • Die Kinder sollten zu Beginn der Haft über den Grund der Inhaftierung informiert werden und zwar in der Sprache, die sie verstehen.
  • Die Arrestierung von Kindern sollte am Tag und nicht in der Nacht erfolgen.
  • Die Festhalte-Methoden sollten die Würde des Kindes respektieren und keine unnötigen Schmerzen verursachen.
  • Die Verwendung von Handfesseln aus Plastik sollten unter keinen Umständen erlaubt sein.
  • Die Kinder sollten während der gesamten Dauer des Transfers aufrecht sitzen können.
  • Augenbinden sollten verboten werden.
  • Die Kinder sollten sofort und regelmässig von einem unabhängigen Rechtsanwalt vertreten werden.
  • Die Kinder dürfen unter keinen Umständen in Einzelhaft gehalten werden.
  • Die Kinder sollten nicht auf israelischem, sondern auf palästinensischem Gebiet inhaftiert werden.
  • Jede Beschwerde eines Kindes über jede Form von Gewalt und rechtswidriger Behandlung sollte in jeder Phase der Haft sofort, sorgfältig und unabhängig gemäss den internationalen Standards untersucht werden.

Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

keine

Zum Infosperber-Dossier:

Bildschirmfoto20120807um11_24_46

Menschenrechte

Genügend zu essen. Gut schlafen. Gesundheit. Grundschule. Keine Diskriminierung. Bewegungsfreiheit. Bürgerrechte

War dieser Artikel nützlich?
Ja:
Nein:


Infosperber gibt es nur dank unbezahlter Arbeit und Spenden.
Spenden kann man bei den Steuern in Abzug bringen.

IBAN: CH 0309000000604575581

14 Meinungen

  • am 5.07.2013 um 17:00 Uhr
    Permalink

    noch wird der Unrechtsstaat Israel hofiert und gutgeredet. Die Fortsetzung wird ein Polizeistaat und eine Diktatur sein, die USA mit ihrer bald totalen Überwachung der Bürger ist auf dem gleichen Weg, wir wollen es nur noch nicht wahr haben. Wegen Israel wird der 3. Weltkrieg ausgelöst werden.

    0
  • am 5.07.2013 um 21:27 Uhr
    Permalink

    Kritik an Israel muss und darf sein, antisemitisch ist sie nicht.

    0
  • am 5.07.2013 um 22:56 Uhr
    Permalink

    Wie immer wird bei Kritik an Israel reflexartig Antisemitismus unterstellt. Damit verliert dieses Argument, weil so oft unberechtigt angeführt, jegliche Wirkung. Ist Ihnen, Herr Hertig, nicht klar, dass mit solch haltlosen Vorwürfen wie von Ihnen tatsächlicher Antisemitismus erst ermöglicht wird? Wenn sich hier jemand schämen sollte, dann Sie.

    0
  • am 6.07.2013 um 17:58 Uhr
    Permalink

    von der Unterstützung Israels bis zur Kritik an Israel sind viele Jahre vergangen. Vorläufig bleibe ich bei der geäusserten Meinung und wenn das als antisemitisch gilt beunruhigt mich das gar nicht.

    0
  • am 6.07.2013 um 18:34 Uhr
    Permalink

    Aktuell: Nigeria
    Mutmassliche Islamisten massakrieren dutzende Schüler in Nigeria

    16:53 | 06.07.2013
    Maiduguri – Mutmasslich islamistische Extremisten haben in einer abgelegenen Schule in Nigeria über Nacht ein Massaker angerichtet und 42 Menschen getötet, die meisten davon Schüler.
    Laut Augenzeugen trieben die Angreifer ihre Opfer im Schlafgebäude zusammen, warfen Sprengsätze und eröffneten das Feuer. Dies berichteten am Samstag Spitalmitarbeiter. Hinter der Attacke wird die islamistische Sekte Boko Haram vermutet, gegen die die Streitkräfte eine Offensive führen.

    Ziel des Angriffs war eine weiterführende Schule in Mamudo im nigerianischen Unruhe-Staat Yobe. Es seien die Leichen von 42 Schülern und Schulmitarbeitern gebracht worden, sagte ein Spitalmitarbeiter der AFP.

    Sicherheitskräfte würden im Buschland um die Schule nach Kindern suchen, die vor den Angreifern geflohen seien. Sechs Schüler mit Schusswunden seien gefunden worden und würden im Spital behandelt.

    Ein Anwohner äusserte den Verdacht, Boko Haram habe sich mit dem Blutbad für eine Razzia der Regierungstruppen vom Donnerstag rächen wollen, bei der in der Nähe von Mamudo 22 Sektenmitglieder getötet worden waren.

    Der Gewalt seit der Erhebung der Boko Haram vor vier Jahren sind laut Schätzungen 3600 Menschen zum Opfer gefallen. Der Name der Sekte bedeutet übersetzt «westliche Bildung ist böse». In den vergangenen Monaten wurden bei Angriffen auf Schulen schon hunderte Schüler getötet. (SDA)

    Aber diese Tatsache wird Antisemiten nicht interessieren………!!!!

    0
  • am 6.07.2013 um 21:08 Uhr
    Permalink

    Prominente Schauspielerin entkommt Steinehagel in Samaria..!!
    Die Schauspielerin Ronit Avrahamov Shapira ist in Israel sehr populär: Sie spielt in der Satire-Serie „Latma“ eine Nachrichtensprecherin (Foto). Nun geriet sie mit ihrer Familie in einen Hinterhalt, ihr Auto wurde Sonntagnacht mit Steinen beworfen. Am Steuer des Wagens saß ihr Ehemann Eliezer, außerdem waren die drei kleinen Kinder des Ehepaares im Fahrzeug. Auf ihrer Facebook-Seite spricht Ronuit Shapira von einem Mordanschlag: „Wir waren gegen 22 Uhr in Samaria unterwegs. Mein Mann wurde auf Steinbrocken auf der Straße aufmerksam, und ihm war gleich klar, was da vor sich ging. Er rief mir zu, ich solle die Kinder auf der Rückbank schützen. Da traf auch schon ein Stein die Scheibe neben mir – nicht irgendein Stein, das Ding hatte die Größe einer Grapefruit.“

    Ronit Shapira zog sich Schnittwunden zu und blutete. Überall im Auto habe es Glassplitter gegeben. Dennoch habe ihr Mann nicht die Kontrolle über den Wagen verloren. Die Familie schaffte es bis zur nächsten israelischen Kontrollstelle. Die Schauspielerin zeigte sich schockiert und enttäuscht über das Verhalten der Palästinenser: „Unsere Friedenspartner wollten uns umbringen. Man kann doch mit Mördern keinen Frieden schließen. Die haben Blut an ihren Händen und ich habe Blut auf meiner Stirn.“

    In den vergangenen Wochen gab es bei Polizei, Regierung und Armee immer wieder Beschwerden über Steinewerfer in Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland. Meist sind es palästinensische Jugendliche, die gezielt jüdische Autos attackieren…..!!!!

    0
  • am 6.07.2013 um 21:42 Uhr
    Permalink

    Militärtraining für palästinensische Kinder

    GAZA (inn) – Die Terrorgruppe Islamischer Dschihad bereitet auch bei den diesjährigen Sommerferienlagern palästinensische Kinder und Jugendliche auf einen Kampf gegen Israel vor. Unter anderem spielen die Teilnehmer die Entführung israelischer Soldaten nach.

    „Wir müssen unsere Kinder darauf vorbereiten, sich selbst zu verteidigen und sich vor der israelischen Schikane und Verbrechen zu schützen“, erklärte Daud Schibab, ein Sprecher der Gruppe, am Mittwoch zum Abschluss eines Ferienlagers für 80 Jugendliche im südlichen Gazastreifen.

    Gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ erklärte der Palästinenser weiter: „Wir verbergen nicht, dass wir daran arbeiten, eine starke, widerstandsfähige Generation heranzuziehen, die bereit ist, sich selbst, ihre Familien und ihre Brüder zu verteidigen, wenn die Notwendigkeit aufkommt.“ Die Organisation Islamischer Dschihad sei Teil des palästinensischen Volkes, das täglich unter der Besatzung leide. „Die ganze Welt schaut zu, wie Israel Kinder missbraucht.“

    Die Ferienlager enthielten neben militärischem Training außerdem Kurse in Erster Hilfe, Krisenmanagement sowie in Zivil- und Selbstverteidigung – Fächer, die an Schulen nicht gelehrt würden, so Schibab.

    Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ meldet, richteten sich die Ferienlager an Kinder zwischen sechs und 16 Jahren. Die Teilnehmer trainierten unter anderem Angriffe auf Armeeposten, den Umgang mit Schusswaffen, das Springen über Feuer sowie die Entführung israelischer Soldaten. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf die Nachrichtenagentur AFP. Laut dieser erwarten die Organisatoren Tausende Teilnehmer.

    AFP-Bilder zu den Ferienlagern sind auf der Internetseite von „Yediot Aharonot“ zu sehen: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4391533,00.html

    0
  • am 7.07.2013 um 11:32 Uhr
    Permalink

    angestachelt von Mullahs, von Neid und Minderwertigkeitsgefühlen führen Muslime sinnlose Terrorverbrechen gegen die westlichen Länder und deren Kultur. Aber der vom früheren Präs. Busch deklarierte Krieg gegen den Terror hat andere Ziele. Zum einen die «Neue Weltordnung» und mit dem Patriot-Act 1 und 2 die Vorbereitung einer «Eliten-Diktatur» in den USA. Die Enthüllungen von Snowdown geben einen Vorgeschmack. Und Israel begründet mit dem Kampf gegen den Terror die weitere völkerrechtswidrige Besiedlung des Jordanlandes und die Schaffung von Grossisrael ohne Palästinenser vor.

    0
  • am 7.07.2013 um 14:46 Uhr
    Permalink

    Dass Israel ein Apartheidstaat ist schrieb ich schon an anderer Stelle.
    Das blinde Hinwegsehen und aufzählen anderer Gräueltaten Herr Gurtner macht die rassistischen Vorgänge in Israel resp. in den unrechtmässig durch Israel besetzten Gebieten auch nicht besser! Aber sicher ist, dass die heute von Israel, unter welchem Titel auch immer, geschundenen palästinensischen Kinder morgen sicher irgendwelchen Terrororganisationen betreten und versuchen werden das ihnen angetane Unrecht zu rächen. Also eine Endlosschleife.
    Dass die Enteignung und unrechtmässige Besetzung von palästinensischem Land durch Israel, die Vertreibung der ararbischen Bevölkerung durch den Staat Israel (z.B. Prawer-Project) überhaupt nicht zu begründen oder rechtfertigen ist müsste Ihnen Herr Gurtner klar sein. Was Israel betreibt ist auf lange Sicht ethnische Säuberung!
    Dass der arabische Terror im Palästinensergebiet so gedeiht hat direkt mit dem Agieren Israels zu tun.
    Es ist an der Zeit, dass Israel endlich gezwungen wird sich aus den zu unrecht besetzten Gebieten zurückzuziehen.
    Ihre antisemitische Unterstellungen können Sie ruhen lassen Herr Gurtner. Was Sie sich aber merken können ist, dass die meisten Kriege ausbrachen weil jeder das Gefühl hat/hatte den besseren Gott zu haben…

    0
  • am 7.07.2013 um 16:32 Uhr
    Permalink

    Hertig und Dietschi, leider seit ihr beide keine Ausnahme unter den linken und grünen Antisemititen:
    Die Analyse von Dominique Feusi in der BaZ ist beeindruckend und detailliert. Aus meiner fast 20-jährigen Mitgliedschaft in der Grünen Partei, die ich 2006 verliess, liesse sich noch vieles hinzufügen. Ob dies alles als «antisemitisch» bewertet sein soll, ist für mich weniger relevant. Bezeichnender ist die Rechtfertigungsstrategie der Co-Präsidentin der Grünen Partei, Nationalrätin Regula Rytz (BaZ vom 18. Februar), die auf die antizionistischen Entgleisungen einzelner Parteimitglieder gar nicht erst eingeht und uns dafür eine Lektion über Menschenrechte erteilen will. Und Menschenrechte scheinen für die gelernte Historikerin nur bezüglich Israel ein Thema zu sein. Oder hat sich Frau Rytz je über die Erhängung homosexueller Menschen in Iran oder die Lynchjustiz der Hamas verlautbaren lassen? Nein, sie erzählt lieber, wie sie sich für die jüdischen Religionsgemeinschaften in der Schweiz eingesetzt habe. Diese Haltung, der ich bei den Grünen immer wieder begegnet bin, nenne ich das «Anatevka»-Syndrom – benannt nach dem Musical, in dem der Milchmann Tevje mit seiner Frau Golde und seinen Töchtern in Armut lebt. Trotz drohender Pogrome im zaristischen Russland bewahrt Tevje seinen Lebensmut und seinen Humor. Die Juden sind dann immer noch der Darling der Grünen, wenn sie singen, musizieren, ihr komisches Jiddisch brabbeln und vor allem – wenn sie das Opfer sind. Dummerweise aber haben die Juden ihre historische Lektion gelernt. Sie gründeten einen Staat, der für sie immer als letzte Zuflucht da sein wird, und sind bereit, dessen immer wieder bedrohte Existenz vehement zu verteidigen, und das mit einer zum Teil martialischen Rhetorik. Das kann nicht nach dem Geschmack grüner pazifistischer Gesinnung sein. Dazu kommt die Tatsache, dass eine Mehrheit der Juden auf der Welt – einst, heute und sicher auch morgen – in ihrer grossen Mehrheit innerhalb des kapitalistischen Systems aufstiegsorientiert sind und liberal denken, sich mit dem Kern der kapitalistischen Philosophie identifizieren, der Aufstieg durch Leistung und Belohnung von Leistung propagiert. Auch das hat seine historischen Gründe: Nur in einem liberalen System konnten und können sich Juden frei entfalten. Und das widerspricht der ökonomisch-philophischen Grundhaltung der Grünen, deren Basis vorwiegend aus Funktionären und Staatsangestellten besteht. Israel enttäuscht die Linke permanent.

    0
  • am 7.07.2013 um 16:47 Uhr
    Permalink

    viel schlimmer, ich bin weder links noch grün. Ende der Teilnahme an diesem blog.

    0
  • am 7.07.2013 um 22:03 Uhr
    Permalink

    Herr Gurtner zum Glück sind wenige Personen so primitiv wie Sie mit dem Unterstellen und Verteilen von unberechtigten Antisemitismusvorwürfen. Sie kranken an der gleichen Ecke wie viele Extremisten was die Sache die Sie meinen zu vertreten nicht besser macht. Ihrer primitiven Ansicht nach sind auch jene Bevölkerungsteile in Israel Antisemiten, die das Vorgehen der Regierung Israels verurteilen.
    Bevor Sie nun wieder in die Tasten greifen um weitere haltlose Unterstellungen zu verbreiten und weitere Gräuel aufzählen sollten Sie sich zuerst etwas Weitblick verschaffen – sofern Ihnen das gelingt…

    0
  • am 9.07.2013 um 22:20 Uhr
    Permalink

    Beneiden Sie einen der Blogger auf dieser Seite um sein reichhaltiges Wissen über Islamische Greueltaten? Sie können auch mitmachen! http://www.jihadwatch.org/ aufrufen – abonnieren Sie sich dort und die mailen ihnen laufend islamophobes Material frisch zum weiter-spammen.
    (Sorry englisch, muss noch übersetzt werden).
    Eine Übersicht über die industrielle Islamophobieproduktion in den USA finden Sie unter http://www.americanprogress.org/wp-content/uploads/issues/2011/08/pdf/islamophobia.pdf

    0

Ihre Meinung

Lade Eingabefeld...