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Ironisches Poster zu Verschwörungstheorien gegen Obama © dish

…I was too busy killing Osama bin Laden.»

Red. /  Mit der Tötung von Osama bin Laden steht US-Präsident Barack Obama weit über allen billigen Verdächtigungen.

Nach einer Operation, die vor zehn Jahren begonnen, die seit zehn Monaten – August 2010 – eine heisse Spur verfolgte und letzte Woche in die entscheidende Phase getreten ist, haben Spezialeinheiten der US Navy, unter direkter Kontrolle und auf Befehl von Präsident Barack Obama, Al-Qaida Führer Osama Bin Laden in einem Feuergefecht in seinem befestigten Gebäudekomplex getötet. Dieses befand sich nach Angaben von CNN in der Stadt Abbottabad, etwa hundert Kilometer nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Das überdurchschnittlich grosse Gebäude war mit mehreren Metern hohen Mauern und Stacheldraht umgeben.
Osama bin Ladens Leiche befindet sich in der Hand der USA. Sie soll nach den Ritualen des Islam behandelt werden, gibt das Weisse Haus bekannt.
Die Nachricht vom Tod bin Ladens hat in den USA Begeisterungsstürme ausgelöst, sie hat Barack Obama die Glückwünsche seines Vorgängers George W. Bush und den Dank und die Anerkennung seiner politischen Gegner eingebracht.
Kommentatoren aus aller Welt sind sich einig, dass Obama nach dieser sorgfältig geplanten Aktion gegen das Terror-Netzwerk Al Qaida und der Tötung von Osama bin Laden, mit der 70 Prozent der Amerikaner nicht mehr gerechnet hatten, nie mehr der Schwäche im Kampf gegen den Terrorismus bezichtigt werden kann. Und dass ihn billige Verdächtigungen wie die nach seiner Herkunft und seiner schulischen Qualifikation nicht mehr erreichen können.
Etliche Beobachter der amerikanischen Politik vertreten die Meinung, dass Obama sich mit diesem historischen Erfolg praktisch die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit als amerikanischer Präsident gesichert hat.
Der amerikanische Kommentator Andrew Sullivan verweist in seinem Blog «The Dish» (verbunden mit The Daily Beast/Newsweek) unter dem Titel «The Arc of Justice» – der Bogen der Gerechtigkeit – darauf hin, dass die Erschiessung von Osama bin Laden auf den Jahrestag zweier anderer Ereignisse fällt: Den Tag, an dem George W. Bush ganz zu Unrecht «mission accomplished» für den Krieg im Irak meldete, und an dem der Tod von Adolf Hitler bekannt gegeben wurde.


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Eine Meinung zu

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    am 9.05.2011 um 12:04 Uhr
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    Mit dem Tod von Bin Ladin ist gar nichts gelöst. Leider hat die Bush/Cheney Clique die USA total in Misskredit gebracht, insesondere im Nahen Osten und darüber hinaus. Die Politik betreffend Palästina ist ein weiterer Schandfleck und befördert den Terrorismus leider nachhaltig. Und wir sind auf einem Auge blind…

    0

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