Ktipp Gesundheitstipp

Das Konsumentenmagazin «K-Tipp» und der «Gesundheitstipp» verloren unter den abonnierten Zeitschriften am wenigsten Leserinnen und Leser © Konsumenteninfo AG

Erfolg der glaubwürdigen Zeitschriften mit hohem Nutzwert

Urs P. Gasche /  Unter den grössten abonnierten Zeitschriften haben sich im Fünf-Jahre-Vergleich K-Tipp und Gesundheitstipp am besten gehalten.

Als einzige unter den grössten abonnierten Zeitschriften der Schweiz hat der Gesundheitstipp seit 2016 seine Leserschaft erhöhen können, wenn auch nur um 1 Prozent. Der K-Tipp verlor mit 5 Prozent am wenigsten. Den grössten Leserschwund verzeichnet die Schweizer Illustrierte mit 38 Prozent, gefolgt von Geo mit 27 Prozent, dem Beobachter mit 22 Prozent und der Landliebe mit 15 Prozent weniger Leserinnen und Leser. Das geht aus Daten der Wemf AG für Werbemedienforschung hervor.

WEMF Zeitschriften
Leserzahlen in tausend 2021 im Vergleich zu 2016 / Grössere Auflösung der Grafik hier.

K-Tipp und Gesundheitstipp sind die einzigen der grossen abonnierten Zeitschriften, die einem Verlag gehören, der keine Dividenden ausschüttet. Die Konsumenteninfo AG gibt die Zeitschriften K-Tipp, Saldo, Gesundheitstipp, K-Geld, Kulturtipp, K-Tipp Wohnen und Plädoyer heraus und publiziert regelmässig aktuelle Ratgeber zu Geld, Recht und Gesundheit. Zweck des Verlags sind Dienstleistungen für Konsumentinnen und Konsumenten.

Die Tochtergesellschaft Editions Plus GmbH mit Redaktion in Lausanne gibt die Zeitschriften Bon à savoir, Ma Santé, Plaidoyer sowie Ratgeber in französischer Sprache heraus. Im Tessin besteht eine enge redaktionelle Zusammenarbeit mit der Consumedia GmbH, welche die Zeitschriften Spendere meglio, L’inchiesta und Scelgo io sowie Ratgeber in italienischer Sprache publiziert.

Der Verlag betreibt auch die Beschwerdeplattform reklamation.ch und bietet die Rechtsschutzversicherung K-Tipp Rechtsschutz an. K-Tipp-Rechtsschutz übernimmt im Prozessfall die Kosten für Anwalt, Gutachten und Gericht. Abonnentinnen und Abonnenten von K-Tipp und Gesundheitstipp profitieren von einer kostenlosen Rechtsberatung.

Den Erfolg dieser nutzenorientierten Zeitschriften erklärt Verleger und Anwalt René Schuhmacher gegenüber Infosperber wie folgt: «Die Hauptgründe sehe ich darin, dass sich erstens die Redaktionen konsequent auf die Relevanz der Inhalte für die Leserinnen und Leser fokussieren, und nicht einfach Lautsprecher für Politiker, Behörden und Unternehmen sind. Und zweitens hat der Verlag die individuelle Beratung der Leserschaft in den letzten 20 Jahren laufend ausgebaut.»


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Der Autor war Anfang der 1990er-Jahre bei der Lancierung des K-Tipps dabei und hat einige Jahre für die Konsumenteninfo AG gearbeitet. Siehe seinen Artikel vom 10. Mai 2021: «30 Jahre K-Tipp: Die Erfolgsgeschichte geht weiter».
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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3 Meinungen

  • am 27.10.2021 um 14:39 Uhr
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    Wie erklärt man sich die Tatsache, dass sich einerseits nutzenorientierten Zeitschriften wie K-Tipp und Gesundheitstipp sehr gut gehalten haben, anderseits der Beobachter, der ebenfalls einen nutzenorientierten Journalismus betreibt (inkl. Beratung und Rechtsschutz), überdurchschnittlich viele LeserInnen verloren hat?

    1
    • am 29.10.2021 um 10:09 Uhr
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      Die Antwort warum der Beobachter Leser verloren hat muss man vielleicht bei Ringier suchen. Ich war 30 Jahre Leser des Beobachters und konnte die Veränderungen feststellen. Von Beratung und Rechtsschutz ist nicht mehr viel vorhanden. Andere Rechtsschutzversicherungen sind günstiger.

      0
  • am 1.11.2021 um 13:24 Uhr
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    Ich bin von diesem Resultat nicht überrascht. Schon seit vielen Jahren bin ich Abonnent der Zeitschriften K-Tipp (von Anfang an, also seit 30 Jahren), Saldo, Gesundheitstipp und K-Geld auch seit vielen Jahren. Diese Zeitschriften sind m.E. sehr seriös und sehr informativ und vor allem warnen uns K-Tipp und K-Geld vor den vielen dubiosen Firmen, die uns Konsumenten dauernd schröpfen und betrügen wollen. Ich warte jeweils sehnsüchtig auf die Neuausgaben. Vor allem bei K-Geld (erscheint nur alle 2 Monate) ist es besonders schlimm und die Warterei fast nicht zu ertragen (eigentlich fast sadistisch). Diese Zeitschriften (früher auch der Beobachter) gehören zwingend in jeden Haushalt, so quasi als Pflichtlektüre. Ich möchte aber auch dem Infosperber ein riesiges Kompliment machen, Superinformation und total interessante Themen und auch sehr vertrauenswürdig. Wirklich eine tolle Sache. Ich möchte auch nicht mehr auf den Infosperber verzichten und deshalb mache ich auch im Jahr mind. 2 Spenden und hoffe natürlich, dass es unter den Leser*innen auch viele Nachahmer hat. Vielen herzlichen Dank liebes Infosperber-Team, machen Sie weiter so und bleiben Sie gesund.

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